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Autor Thema: AUDI R8 Adélaide 2000 "Crocodile" - Le Mans Miniatures 1/24  (Gelesen 1694 mal)
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« am: 13. Mai 2006, 18:26:58 »

AUDI R8 Adélaide 2000 "Crocodile" - Le Mans Miniatures 1/24  


Modell: Audi R8
Hersteller:  Le Mans Miniatures
Maßstab:  1/24
Art. Nr. :  124044
Neupreis ca. :  ca. 85 Euro
Verfügbarkeit :  Regulär nicht mehr erhältlich; nur noch selten über ebay
gekauft :  ebay




Den französischen Kleinserienhersteller Le Mans Miniatures habe ich trotz der hohen Preise mittlerweile echt schätzen gelernt, zum einen, weil er exzellente Qualität liefert, zum anderen weil man viele Sportwagen gerade von LeMans oder der ALMS nur dort als 1/24er Bausatz bekommen kann.

Den Audi R8 wollte ich ohnehin schon immer mal bauen, und gerade die doch sehr ausgefallene Lackierung des 2000er-Rennens von Adélaide hat mich absolut fasziniert. So bin ich zu meinem zweiten Kit von LMM gekommen. Es handelte sich dabei um ein einmaliges Design mit dem Thema Crocodile Dundee, das sich doch etwas von den üblichen Rennwagengestaltungen abhebt...



Beschreibung:  

Der Bausatz wird in einem stabilen Karton geliefert; die Ätzteile sind mit Tesa am Deckel fixiert; die Decals sicher verpackt und die Bauteile in mehreren Tütchen.


Die Teile sind schon weitgehend von Angüssen befreit. Die Resinteile sind tadellos und absolut blasenfrei in beigem und dunkelgrauem Resin gegossen,der Säuberungsaufwand ist sehr gering; die Bauteile sind bis auf den Heckspoiler absolut verzugsfrei.

Die Fotoätzteile sind ebenfalls sehr gut in in unterschiedlichen Materialstärken gefertigt.


Die zahlreichen Teile im Detail:

Die Karosserie:




Das Chassis:




Die sehr schönen Gummireifen, die tiefgezogenen Klarsichtteile und die anderen Kleinteile:




Die Fotoätzteile:




Die 3 wunderschönen Decalbogen:






Die überlebensnotwendige Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Decals (doppelseitig!):




Die 6-seitige DIN A4-Anleitung läßt soweit keine Fragen offen:



Dazu kommt noch eine Din A4-Hintergrundinfo zum Original in Französisch und Englisch.



Fazit:  

Ein trotz des Preises empfehlenswerter Bausatz!


+  sehr gute Qualität
+  sehr übersichtliche Anleitung
+  tolle Decals
+  sehr gute Passgenauigkeit
+  außergewöhnliche Vorbildwahl


-  Heckspoiler leicht verzogen (der läßt sich aber problemlos aus Sheet nachschnitzen; ist schon erledigt... Augenzwinkern )
-  Curbside, d.h. kein Motor, keine detailierte Radaufhängung (für mich persönlich kein Nachteil)


Schöne Grüße
Klaus
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Thomas Engel


« Antworten #1 am: 13. Mai 2006, 21:11:14 »

Hallo Klaus,

prima Vorstellung eines tollen Modells von einem prima Auto! Ich hoffe Du beehrst uns wieder mit einem Baubericht. Mich würde interessieren wie Du mit dem Resin und den vielen Decals vorgehst.

Viel Spaß beim bauen und

viele Grüße
 winken Thomas
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Zwölf Stunden am Tag beschäftige ich mich mit meinem Auto, die restlichen zwölf Stunden denke ich darüber nach. (Ayrton Senna)
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« Antworten #2 am: 14. Mai 2006, 08:18:54 »

Wenn man überlegt, daß der Wagen nur einmal gelaufen ist, machen die ´nen ganz schönen Aufstand.
Ist aber ein schickes Auto. Hab mal Bilder vom realen Auto gesehen. Scharfes Geschoß!!!

Würde mich heiß interessieren wie er fertig aussieht.

mfg
Uwe
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-- Mike Dennison
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« Antworten #3 am: 14. Mai 2006, 15:04:23 »

Hallo,

@Thomas: Baubericht werde ich diesmal keinen machen; ich möchte einfach auch mal wieder "drauflosbauen", außerdem hab ich sowieso schon angefangen, d.h. die Teile sind soweit entgratet und der Heckspoiler aus Sheet nachgebaut. Letztendlich ist der Bau eines Resinmodells offenbar auch keine Zauberei; im Prinzip gar nicht mal so anders wie bei einem Spritzgußkit. Man muß halt die Teile entgraten und sorgfältigst mit Wasser und Spüli vom Formtrennmittel befreien. Außerdem empfiehlt sich eine Proxxon zum Nachfräsen an ein oder zwei Stellen und zum Durchbohren der Achsaufnahmen. Aber wie gesagt, keine Zauberei, vielleicht mach ich zwischendurch mal ein paar Fotos.

Was die Decals angeht: Da mach ich mir erstmal keinen Streß, das wird sich dann zeigen. Erfahrungsgemäß ist hier einfach Geduld angesagt; lieber in Ruhe ein oder zwei Decals aufbringen und dann mal wieder Pause machen, wie halt bei anderen üppig dekorierten Rennwagen auch.

@Uwe: Ich stell auf jeden Fall Fotos in die Galerie, wenn´s ewas wird. Ja, das Auto hat was; ich hab zwar bisher nur einmal einen R8 auf ein paar Demorunden in Hockenheim erlebt, aber das war schon einfach nur geil.



Also die Paßgenauigkeit ist wirklich genial, das kann ich jetzt schon sagen. Wenn die Dinger nicht so scheißteuer wären, würde ich mich auf und ab durch LMM-Bausätze kaufen...

Schöne Grüße
Klaus
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« Antworten #4 am: 18. Mai 2006, 13:14:14 »

Hallo Klaus,

sehr schönes Projekt, dass du da angehst.
Auch mich würde sehr interessieren, wie sich ein solcher Resin-Kit bauen und vor allem Lackieren läßt.

Wäre super, wenn du nach Fertigstellung zu den Bildern auch ein wenig Erfahrungswerte schreiben könntest, d.h. welchen Lack du verwendet hast, wie sich die großflächigen Decals verarbeiten ließen, wie du sie fixiert hast und so weiter.

Also dann, viel Spaß beim Basteln!

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« Antworten #5 am: 18. Mai 2006, 19:50:34 »

Hallo,

ok, um euch einen kleinen Eindruck zu geben hab ich eben mal vom aktuellen Stand ein paar Fotos gemacht.


Die Passgenauigkeit auch zwischen Fotoätz- und Resinteilen ist exzellent; die Spachtelei minimal.

Bei meinem Bausatz fehlten die Abdeckungen von der Unterseite des Hecks (wahrscheinlich sind das so die Kleinigkeiten bei ebay-Käufen...), aber die sind aus etwas Sheet problemlos nachzumachen; der eingerahmte Bereich mußte mit einem Kugelfräser leicht nachgearbeitet werden:






Das noch nicht endlackierte Chassis; beachtet die feinen Leitbleche aus Ätzteilen (bitte den Schleifstaub ignorieren):




Den verzogenen Heckspoiler hab ich ebenfalls aus Sheetplatten nachgebaut; übrigens sind Kafferührstäbchen und Uhu Tac prima Lackierhalterungen:




Die fertigen wunderschön nachgebildeten Räder; die Bremssättel sind rundum so perfekt, daß es fast eine Schande ist, die in den Rädern zu verstecken:



Schöne Grüße
Klaus
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« Antworten #6 am: 19. Mai 2006, 12:32:57 »

Jawoll Klaus,

genau sowas wollen wir sehen.
Macht einen sehr guten Eindruck, der Bausatz und man kann sich als Bastler so richtig austoben, wie es scheint. Bestimmt macht der Bau aber eine Menge Spaß...

Die Räder sehen super aus, aber die Felgen wirken irgendwie nicht ganz glatt. Liegt das an der Lackierung oder ist die Oberfläche des Materials so rauh?

Gruß
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« Antworten #7 am: 19. Mai 2006, 21:41:45 »

Hi Arrow,

die sind mit bloßem Auge und ohne Blitzlicht betrachtet eigentlich schön glatt. Fluch und Segen der Makroaufnahmen... großes Grinsen

Schöne Grüße
Klaus
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« Antworten #8 am: 31. Mai 2006, 23:06:25 »

Hallo,

das soll jetzt kein verkappter Baubericht werden, aber ihr wolltet ja ein paar Erfahrungen wissen.

Etwas ungewohnt waren die Scheinwerfergläser als Tiefziehteil, die man selbst ausschneiden muß. Aber das geht erstaunlich gut und die Teile passen mit minimalem Nachschleifen perfekt.




Grundiert habe ich mit Tamiya Primer aus der Sprühdose, darauf kam der weisse Lack, ebenfalls Tamiya Sprühdose (der Rest von meinem DTM-Astra). Eine Lackschicht hat vollkommen genügt:



Auch hier: No Problem.


Die Decals sind natürlich das A und O dieses Kits. Die Druckqualität ist sehr gut, vor allem kann man sich das exakte Ausschneiden sparen, weil absolut kein Trägerfilm sichtbar ist. Genial.

Die Dinger sind verdammt dick, und das ist in diesem Fall ein Segen. Zunächst glaubt man nicht, daß man die Decals um die unzähligen Rundungen bekommt, aber die sprechen auf eine seeehr angenehme Art auf MrMark Softer an, nämlich schön langsam, so daß man in Ruhe das Decal andrücken und zurechtrücken kann, ohne daß es reisst oder sich in Wohlgefallen auflöst.

Aber eins ist klar: Ohne Erfahrung und viel Geduld sollte man sich das wirklich nicht antun. Das ist der aktuelle Stand; ich hoffe, daß der Rest auch glattgeht (im wahrsten Sinne des Wortes...):

 





Ich hoffe, das ist ok, daß ich die Erfahrungen grad hier mit unterbringe?

Schöne Grüße
Klaus
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Michael "Mike" B. Keller


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« Antworten #9 am: 03. Juni 2006, 20:49:47 »

Hihihi, die Decals sind ja echt schrill...!!!  großes Grinsen
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Mit besten Empfehlungen vom Mike!

www.kellerseiten.de
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« Antworten #10 am: 03. Juni 2006, 21:04:21 »

Gell? großes Grinsen

Kleines Update:



Schöne Grüße
Klaus
« Letzte Änderung: 08. Februar 2009, 02:06:27 von KlausH » Gespeichert

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« Antworten #11 am: 04. Juni 2006, 07:44:43 »

Hot Chili!



Oder wie soll ich "Scharfe Kiste" umschreiben?

Interessant finde ich die großflächigen Decals!

mfg
Uwe
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« Antworten #12 am: 04. Juni 2006, 07:50:14 »

Hi Uwe,

"interessant" ist auch von der Verarbeitung her der richtige Ausdruck. Immerhin hab ich nun schon fast alle der insgesamt etwa 50 Decals drauf. Aber das geht immer nur in kleinen Schritten, sonst wird man leicht  trööt  Schluckspecht  pffft

Schöne Grüße
Klaus
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Kicktipp Weltmeister 2006
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« Antworten #13 am: 04. Juni 2006, 14:40:15 »

das ist jetzt aber nur die Vorbereitung auf das 2. auto oder?
ich mein das schaffst du doch auch noch den ohne Decals zu lackieren  großes Grinsen
 Alle Achtung
delta
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« Antworten #14 am: 05. Juni 2006, 16:46:34 »

Hallo,

so, bis auf ein paar kleine Retuschen und einen Klarlacküberzug, mit dem ich aber noch ein paar Tage warte, ist das Ding fertig.

Ein kleines Resumee:

- prima Passgenauigkeit
- sehr durchdachte Konstruktion (hätte ich bei Kleinserie so nicht erwartet!)
- sehr gute Materialqualität
- mit etwas Spritzguß-Erfahrung als Resineinstieg geeignet, aber kein Anfängermodell!!!
- Exzellente, passgenaue Decals mit sehr ausgefeilter Aufteilung!

Was ist zum Bau zu sagen?

- etwas mehr Schleifarbeit als bei Spritzguß, auch kleine Fräsarbeiten. Aber sehr wenig Spachtelei!
- Spoiler mußte wegen Verzug neugebaut werden
- Gurtbänder von Scale Productions, sonst komplett oob
- Tiefziehteile für Scheinwerfer problemlos; die Heckleuchten sind mit Smoke (aus der Sprühdose für Lexan) lackiert.
- viel Weichmacher notwendig; die Decals sind nichts für ungeduldige Leute
- Lackierung absolut unkritisch; kein Unterschied zu Spritzguß
- geklebt wurde generell mit Sekundenkleber, bis auf die Scheinwerfergläser, die mit Klarlack geklebt wurden.
- Die Scheinwerfereinsätze aus Polystyrol fehlten beim Bausatz, aber kein Problem die nachzbauen; die Linsen sind aus einer Blisterpackung tiefgezogen (über einen 6mm-Bohrer), die Xenonlinsen entstanden aus auf der Proxxon rundgeschliffenem Gießast.

Kurz und gut:

Ein sehr empfehlenswerter Bausatz!

Hier noch ein Foto; weitere Bilder für die Galerie folgen, wenn der Klarlack drauf ist.



Schöne Grüße winken
Klaus
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