Hallo liebe Leute,
heute konnte ich endlich mal Fotos machen, die zwar nicht der Brüller sind, aber mehr war bei dem Wetter nicht drin... (Memo an Klaus: Fotobox und Funzeln besorgen...)
Zum Modell:
Das war wirklich das tootale Seuchenmodell und ist auch jetzt im fertigen Zustand wahrlich nicht die Krone meines bisherigen Schaffens. Aber gleich vorweg: Trotz diverser Mängel und Macken mag ich den Wagen. Diese gar nicht mal so alten Rennmaschinen find ich nach wie vor einfach nur geil.
Der Bausatz von Hasegawa ist so schlecht nicht, auch wenn es einiges an Sinkstellen zu verspachteln gibt. Das Cockpit ist recht gut detailiert und wurde nur durch richtige Gurte von Scale Production ergänzt. Weiteres Innenleben? Fehlanzeige, das ist Curbside pur. Keine Radaufhängung, kein Motor. Aber ideal für Leute wie mich, die vor allem am Äußeren interessiert sind, und da punktet Hasegawa mit guten und korrekten Details.
Warum Seuchenmodell? Ursprünglich sollte das mal so ein 4-Wochen Entspannungsmodell werden. Harharhar...
Es fing schon mit dem Grundlack an, für den ich das vorgegebene Leuchtorange von Gunze benutzt hatte. Katastrophe pur; der Lack deckte trotz unzählicher Schichten nie wirklich gut; die Kanten schimmerten immer noch durch.
Ok, ich beschloß damit zu leben und fing nach 5 Wochen Trocknungszeit an, die grünen und schwarzen Rauten mit den beiliegenden Decals aufzupappen. Nicht nur, daß die einfach nicht genau passten, überall orange Lücken ließen und zudem noch beim überlappen sofort den Farbton wechselten. Nein, nachdem ich das Modell erstmal wieder ein paar Wochen frustriert in die Ecke stellte, merkte ich zu meiner Freude, daß sie inzwischen auch noch weitgehend gerissen waren. Offenbar der Gunze-Lack, der doch noch nicht durchgehärtet war.
Dann kamen noch die Fenster: Ich hatte hier zum ersten Mal versucht, die mit Fussbodenpflege auf mehr Transparenz zu bringen. Nun, entweder bin ich zu blöd dazu oder Erdal Glänzer eignet sich da einfach nicht, jedenfalls sahen sie danach schlimmer aus als vorher.
Das war´s dann, ab in die Schachtel und weg damit auf´s Regal der Schande...
Nach ewiger Zeit (über ein Jahr) hat es mich dann gepackt. Erste Aktion: Bei Faller Decals als Ersatzteil geordert. Die kamen nach kurzer Zeit kostenlos (danke an die freundlichen Damen vom Faller-Service!!!), und ich ging dem Modell wieder ans Leder.
Der Lack wurde nebst Decals und Grundierung mit Revell Airbrush Clean restlos entfernt. Dann wurde die Kiste mit Tamiya Primer, Tamiya Orange aus der Sprühdose neu lackiert. Diesmal nach zwei Schichten perfekte Deckung. Nach dem das mit den Decals ja ein Griff ins Klo war, hab ich dann die grünen und schwarzen Rauten abgeklebt und mit Tamiya X1 und X28 mit der Airbrush auflackiert.
Dann das übliche: Decals drauf, Detailbemalung, Zusammenbau, abschließend Tamiya-Klarlack x-22 mit dem Pinsel als Schutz. Die Radringe sind übrigens mit Chrome-Folie von Bare Metal beklebt.
Die Fenster konnte ich weitgehend retten, indem ich sie in richtigem Future badete. Offensichtlich gibt es genau in diesem Punkt einen großen Unterschied zwischen Future und den hiesigen Produkten. Ansonsten ist der Rest oob, bis auf die Antenne aus 0,3mm Federstahldraht.
Zu dem angesprochenen Mängeln:
- Staubeinschlüsse (ich hab wirklich hauchdünne Schichten gesprüht, so daß Wegschleifen nicht restlos möglich war)
- absolut beschissene Passgenauigkeit vor allem der Seitenfenster. Ok, hätte ich vorher beheben können, aber nicht mehr nach der Lackierung. Igendwo fehlte mir auch der Drive für so was; ich war froh, daß der Lack leidlich gelungen drauf war.
- Unsauberkeiten bei Bemalung und Decals
- verschwommene Details u.a. aufgrund der Entlackaktion und dem Verspachteln / Verschleifen der Sinkstellen
etc,etc...
Aber wie gesagt: ich kann damit gut leben, ich mag die Kiste trotzdem.
So, genug gelabert, hier die Fotos:
Schöne Grüße

Klaus