Teil 1Ich habe mir mal vorgenommen, eine Enterprise zu bauen - aber nicht irgendeine - groß sollte sie sein. Also habe ich mir bei "big e" eine gekauft: Die NCC1701 (A) von Polar Lights in 1:350 - gleich zusammen mit der NX-01.
Als der Karton dann ankam, habe ich doch gestaunt: Im Gegensatz zu Revell proppenvoll - die Warpgondeln lagen wegen ihrer Länge schräg drin und die Untertasse passte mit ihrem Durchmesser von fast 41cm gerade so rein. Die komplett als Glasteile vorhandenen Fenster sorgten für eine weiter Entscheidung: Da kommt Licht rein! Da die 1701 Refitted sehr aufwendig beleuchtet ist, sollte es dann die A werden. Bei "Don's Light and Magic" bin ich über das richtige Shuttledeck gestolpert und habe die "beleuchtete" Version bestellt.
Die Beleuchtung erfolgt komplett mit LEDs - die werden nicht heiß und ich brauche keine Hochspannungsquelle unterzubringen wie für Kathodenröhren, außerdem sind sie kleiner als bedrahtete LED und haben einen Abstrahlwinkel von 120°.

Die LED auf einem Cent...
Folgendes SMD-LED-"Sortiment" habe ich dann bestellt:
Weiß 224mcd - Positionslampen, Manöverdüsen am Deflektor
Super-Rot 224mcd - Positionslampen, Anfluglampen Shuttlebucht
True-Green 224mcd - Positionslampen
Blau 224mcd - Impulskuppel, Deflektor, Warp, Traktor
Orange 335mcd - Impuls, Photonentorpedo
Weiß 900mcd - Beleuchtung, Manöverdüsen
Weiß 1400mcd - Scheinwerfer Außenbeleuchtung
Weiß 710mcd Miniatur - Manöverdüsen Impulsgondeln, Shuttlebeleuchtung
Zusammen waren das dann 160 LED - über den Daumen und aufgerundet...
Für die Verdrahtung habe ich 0,2mm Lackdraht vorgesehen, der läßt sich leichter "verstecken" - nur oft biegen darf man den nicht.
- Der Standfuß
Die Enterprise soll mit drei Klarteilen auf dem (klobigen) Fuß gesetzt werden - das gefiel mir nicht, ich habe es durch zwei Schrauben und Aluröhrchen ersetzt. Aber warum das Netzteil nicht in den Standfuß einbauen? Da ich kein passendes fertiges finden konnte, entschied ich mich für einen Eigenbau (Achtung - Netzspannung! Hier sollte man wissen, was man tut...): Bei einem Elektronikversand fand ich einen passenden Trafo mit 12V 850mA - von dem ich zwei bestellte und die Ausgänge für 24V in Reihe schaltete. Mit nachfolgendem Gleichrichter, Kondensatoren und einem 24V Reglerbaustein (der kann nur max. 1A) hatte ich mein Stabilisiertes Netzteil im Fuß.

Der Schaltplan

Das Netzteil
Allerdings muß ich jetzt einige LED in Reihe schalten, was aber bei deren Lebensdauer kein Problem sein sollte - wenn ich bei den Vorwiderständen und dem Löten keinen mist baue... Außerdem versuche ich sie so zu verteilen, daß der Ausfall eines Stranges nicht auffällt.
Da ich mich nur auf zwei Konfigurationen festgelegt habe - Warp und Impuls, das läßt sich durch eine Polwendeschaltung realisieren (später mehr...) - sind die einzigen leitenden Verbindung zwischen Rumpf und Fuß die zwei Halteschrauben...

Das Rumpfunterteil auf dem Fuß
Die Farbgebung war etwas komplizierter - nicht vom eigentlichen Modell ablenken aber noch an das Dock erinnern: dunkles Rostbraun und Schwarz.
- Beleuchtung und Blinkelektronik
Im Internet fand ich eine Dokumentation einer beleuchteten Enterprise: Die Innenseiten erst schwarz lackiert, dann Chromsilber (spiegelt). Die Fenster wurden von innen mit feinem Schleifpapier blind gemacht. Da das Ergebnis überzeugend aussah, entschloß ich mich zur selben Vorgehensweise.
Für die Blinkfrequenzen der Positionslampen schaute ich in dei Kinofilme: die wird von 1 - 6 immer langsamer... Mit einem Timerbaustein NE556 (da sind zwei NE555 drin) und einigen externen Bauteilen habe ich dann eine schnelle (ca. 2,5sec - Warpgondeln, Untertasse oben, Rumpf unten) und eine langsame Blinkfrequenz (ca. 5 sec - Untertasse, Schuttledeck oben und unten) erzeugt. Da aber der Timer nur 12V veträgt, habe ich mir da noch einen Regler eingehandelt...

Die Blinkelektronik
Zum Trick mit dem Polwendeschalter: Zwei Dioden sorgen dafür, das je nach Polarität der Versorgungsspannung entweder nur der Warpantrieb (z.B. +/-) oder der Impulsantrieb leuchtet (-/+). Damit die Positionslampen und die Beleuchtung immer an sind, kommt hier noch ein Brückengleichrichter zum Einsatz, dann stimmt hier die Polarität immer...
Alles zusammen fand dann auf einer Lochrasterplatine Platz.
Teil 2 folgt demnächst...
Heiko