Hallo liebe Leute,
Ich bau zur Zeit am Tamiya M42-Duster (mit Eduard-PE-Satz, Review siehe hier:
http://www.modellboard.net/index.php?topic=20265.0).

Da dieser Panzer von ein paar M16 abgesehen der erste echte FlaPanzer der Bundeswehr war, bau ich natürlich diese Variante. Große Abweichungen zur US-Version gibt es nicht, primär wurde die Beleuchtungsanlage angepasst. Es gab auch bei der BW kleine Varianten, aber anhand des vorliegenden Tamiya-Kits hab ich mich für die frühe BW-Version mit abgeschrägten Kettenschutzblechen und ohne Seitenschürzchen entschieden.
Eigentlich ist das kein Baubericht, sondern mehr oder weniger nur ein kurzer Überblick. Nachdem sich zumindest 2 Leute hier im Forum ebenfalls für diesen Flugabwehrpanzer interessierten, mach ich hier in Kurzform eine Aufstellung, was ich abweichend von Bausatz und PE-Satz noch dran gebasteltet habe.
Insgesamt ist es nix Spektakuläres, aber falls jemand die BW-Version bauen will, erleichtert das evtl. ein wenig die Recherche.
Noch eine grundsätzliche Anmerkung: Der Basiskit ist über 30 Jahre alt, und das merkt man ihm auch an. Die Passgenauigkeit war schon damals sehr gut, aber man muß im Gegensatz zu neueren Kits schon massiv zum Spachtel greifen. Die Grundmaße stimmen verblüffend genau, wie auch z.B. ein Vergleich mit dem aktuellen M41 von AFV zeigt. Aber in den Proportionen und im Detail gibt es schon kleine Abweichungen, die ich aber nicht alle behebe, weil das einen Fast-Neubau in einigen Bereichen gleichkäme. Mit schwebt einfach ein Modellchen vor, das den Gesamteindruck des Vorbilds so halbwegs wiedergibt, außerdem gibt es zur Zeit ohnehin keine Alternative zum Tamiya.
So, also in Kurzform:
- Verschließen aller Öffnungen, die u.a. wegen des ursprünglich von Tamiya vorgesehenen Elektroantriebs vorhanden sind:

- Absäbeln der angegossenen Stoßdämpfer und Ersetzen durch neue aus Evergreen-Rundprofil (grün) und Andeuten der Kegelfedern (auf der Proxxon gedreht; rot):

- Anbringen der hinteren Reflektoren am Getriebegehäuse; diese Teile sind dankbarerweise beim M41(G) von AFV doppelt dabei:

- Anfertigen der Rückleuchten; der Ring entsteht aus 4mm-Rohr, das von innen stark ausgedünnt wurde; das Innenleben ist ein Stück Gießast, an dessen Ende die Leuchten mit Feile und Schleifpapier angedeutet wurden. Die Halteplatte ist einfach ein Stück dicke Alufolie; das Kabel entstand aus 0,2mm Kupferdraht. Der Bausatzauspuff daneben wurde ebenfalls ausgebohrt für eine dünnere Wandstärke:

- Das Leitkreuz ist ebenfalls aus dem M41(G) entnommen und wurde mit etwas Draht verfeinert; Montage erfolgt nach Bemalung:

- Die Originalrückleuchten wurden bei der BW durch Tarnleuchten ersetzt; der Originalschutzring blieb. Auch hier entstand das Rohr und das Lämpchen innen aus Rundprofil; die Halterung hinten ist einfaches Rechteckprofil:

- Für die Frontblinker auf den Kettenblech wurde ein Stück transparenter Gießast viereckig gefeilt, poliert, der "Glasbereich" abgeklebt und der Rest silbern lackiert. Nach der endgültigen Lackierung sollte das halbwegs passen. Die Hauptscheinwerfer wurden ausgefräst und mit einem ausgestanzten Stück Verpackung "verglast"; der IR-Scheinwerfer wurde einfach Glanzschwarz lackiert. Dann ein ausgestanztes Stück Tamiya-Tape drauf und fertig. Ich hab auch grad auf den Foto gesehen, daß der Schutzbügel etwas schief ist, wurde aber schon korrigiert:

- Auf den Scheinwerfern sitzt noch ein Tarnlichtchen, das aus ein paar Plastikstücken grob zurechtgeformt und auf ein Rechteckstreifchen montiert:

- Die Frontluke erhielt einen Griff aus Draht:

- Die Unterseite der Luftfilter wurden mit etwas Sheet verschlossen; die Reinigungsstangen aus Draht eingesetzt:

- Das Werkzeug am Heck würde ebenfalls durch eines aus Draht ersetzt:

- Die Tankdeckel wurden mit etwas Draht und selbstgezwirbelten Kettchen verfeinert, weil ich die PE-Teile da zu grob fand_

- Da es in der Eduard-Anleitung nicht gut dargestellt ist: Der Schlauch endet hinten unter dem Luftfilter (hier roter Draht):

- Die Ersatzrohre sehen einfach Scheiße aus, waren aber dankbarerweise im Original meist in einer Schutzhülle verpackt; ein Stück Alufolie hilft hier weiter. Das Winkelprofil der Halterung ist ebenfalls ein Evergreen-Profilchen:

- Die vordere Halterung der Rohre entstand auch aus etwas Plastik und Messing:

Soweit zur Wanne.
Momentan soll aus dem Zeug das Geschütz entstehen:

Der Geschützturm ist von der Wandstärke eigentlich zu dick, aber ich hab echt keine Lust, den neu aufzubauen. Die Montageöffnungen des Bausatzes müssen verschlossen werden.

So, das wars erstmal; ich schreib irgendwann noch rein, was ich mit dem Turm gemacht habe.
Schöne Grüße

Klaus