Modellboard
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Autor Thema:  Baubericht/ U-Boot Typ IIA, in 1:72 von Special Navy  (Gelesen 14369 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
madtatt
Gast
« am: 22. April 2008, 16:17:46 »

Ahoi Kollegen.
Heute möchte ich euch meine neuste Errungenschaft vorstellen, ein U-Boot des Typs IIA in 1:72.
Hier ein Bild des Originals:

Link

Zur Geschichte:
Der Typ II war eine Klasse relativ kleiner U-Boote der deutschen Kriegsmarine, die hauptsächlich zur Küstenpatrouille benutzt wurden.
Die Boote dieses Typs, bildeten die ersten Einheiten der 1935 neu gegründeten Kriegsmarine. Anfangs wurden Boote dieser Klasse im Bereich von Nord- und Ostsee eingesetzt, ab 1941 aber für Schulungs- und Ausbildungszwecke vom Fronteinsatz zurückgezogen.

Technische Daten:
Verdrängung: Überwasser 254 Tonnen, Getaucht 303 Tonnen, Total 381 Tonnen
Länge: Gesamt 40,90 m, Druckkörper 27,80 m
Breite: Gesamt 4,08 m, Druckkörper 4,00 m
Höhe: 8,60 m
Tiefgang: 3,83 m
Antrieb: Überwasser 700 PS, Getaucht 360 PS
Geschwindigkeit: Überwasser 13 kn, Getaucht 6,9 kn
Reichweite: Überwasser 1600 sm bei 8 kn, Getaucht 35 sm bei 4 kn
Torpedorohre: 3 im Bug (Ø 53,3 cm)
Torpedos: 3 in den Rohren + 2 Reserve (oder 18 Minen)
Seezielgeschütze: keine
Flak: 1 x 2 cm/65 C/30
Tauchtiefe: 100 (garantierte Tauchtiefe) 150 m (maximale Tauchtiefe)
Besatzung: 3 Offiziere, 22 Matrosen
Nachzulesen bei Wikipedia

Der Bausatz:
Das Modell ist von der Firma Special Navy und wie schon gesagt im Maßstab 1:72.
Gekauft habe ich es mir auf der Intermodellbau in Dortmund, zu einem Peis von 68,00 €.

Der Karton:



Der Karton ist aus stabiler Pappe und der Inhalt durch Plastikchips gut geschützt.

Inhalt:




Die Spritzlinge sind in zwei Plastiktüten verpackt und machen auf den ersten Blick, einen recht ordentlichen Eindruck.
Die Oberfläche mit den Details ist gut, aber die Gußäste sitzen teilweise an unmöglichen Stellen wie zum Beispiel an der Auflagefläche des Decks.



Es müssen also viele Nacharbeiten vorgenommen werden.
Die Passgenauigkeit der Teile ist für diesen stolzen Preis sehr schlecht, worauf ich aber später noch zurück kommen werde.
Was mich außerdem noch stört ist, das der Rumpf aus zwei Hälften besteht und somit eine Stosskante unvermeidlich ist.
Mal schauen was nach verspachteln und schleifen, davon noch zu sehen sein wird.



Mit an Bord sind auch noch ein paar Resinteile, wie z.B. die Schrauben und Teile aus Metall wie das Periskop.
Das wertet den Bausatz natürlich auf.



Außerdem ist ein kleiner Ätzteilsatz mit dabei. Kann man für den Preis, meines Erachtens aber auch erwarten.

Anleitung:








Die Anleitung ist leider nur in Polnisch und Englisch verfasst. Aber kurz, bündig und übersichtlich, so das hier keine Probleme auftauchen dürften.

Fazit:
Das Modell ist zwar nicht sehr günstig, wird aber durch die Resin- und Metallteile, so wie dem beiliegendem Ätzteilesatz aufgewertet.
Allerdings könnte man bei diesem Preis ein wenig mehr Passgenauigkeit erwarten.
Hier muss gespachtelt und geschliffen werden, was das Zeug hält. Profis können hier zeigen, was sie können.
Der Zusammenbau des Rumpfes könnte zum Beispiel mit Passnuten erleichtert werden.
Positiv ist, dass die Flutschlitze richtige Löcher sind und nicht nur angedeutet. Bei der realistischen Darstellung von Rost und seewasserverwitterter Farbe unschlagbar.
Also ein Bausatz mit Haken und Ösen, der aber meiner Meinung nach in den richtigen Händen, ein Schmuckstück werden kann.
Ich würde einem Modellbauanfänger diesen Bausatz allerdings nicht empfehlen.
Freue mich aber schon auf den Zusammenbau.
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madtatt
Gast
« Antworten #1 am: 22. April 2008, 16:46:55 »

Ahoi Matrosen.
Und los geht es mit Bötchen bauen.
Fast zu Anfang muss ich schon das erste mal, die Airbrushpistole einsetzen. Der Rumpf der IIA ist vorne offen und man sieht die Torpedorohre und eine Klappe.
Auf dem Bild ist der Einsatz noch nicht ganz trocken.



Also direkt ein wenig gealtert und anschließend in den Rumpf eingesetzt.



Wie ich oben schon andeutete, läst die Passgenauigkeit sehr zu wünschen übrig
Aber schauen wir mal, was wir aus dem Bausatz zaubern können.
Das der Rumpf in der Mitte geteilt ist, verheißt schon mal nichts gutes. Und richtig, es war extrem schwierig die vier Rumpfteile genau zu einander auszurichten und zu verkleben. Aber auch das ist zu schaffen, man muss nur anschleißend die Tube Spachtel zur Hand haben.
Das Ergebnis aber kann sich sehen lassen.



Die Ruder und die Wellenhosen so wie diverse Kleinteile machen keine besonderen Probleme. Ein paar Passnuten mehr, würden den Zusammenbau allerdings ein wenig vereinfachen. Sind welche da, sind auch sie ungenau.
Da der Turm auch schon geschliffen ist, bekommt er seine erste Anprobe auf dem Rumpf.
Wie ich es mir schon dachte, er ist fast 2 mm zu lang für die ihm vorgegebene Aussparung.
Jippi, schleifen.



Und so geht das munter weiter.



Nur nicht entmutigen lassen. Wie sagt der Slogan eines Baumarktes schon, geht nicht, gibt´s nicht.
Dafür hellen dann aber auch die kleine Highlights des Modells, das Gemüt wieder auf. Siehe die Turmluke.



Ich glaube doch, das man aus dem Bausatz was schönes machen kann.  Augenzwinkern
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modellbau.fan
Gast
« Antworten #2 am: 22. April 2008, 16:51:25 »

... schicker 'Einbaum'!
Den Baubericht werde ich mir nicht entgehen lassen.
CU modellbau.fan  winken
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« Antworten #3 am: 22. April 2008, 17:12:38 »

Hallo, 68 € für einen U-Boot-Bausatz, bei dem auch noch die Passgenauigkeit über Strecken zu wünschen übrig läßt, sind ein stolzer Preis. Aber dennoch ist dein Baubericht sehr interessant zu lesen.  Zustimmen  Ich bin mal weiter gespannt. MfG Jörg.  winken
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The Vacuform Victim
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Wolfgang Henrich <1/72>addicted


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« Antworten #4 am: 22. April 2008, 17:41:13 »

Als heimlicher U-Boot Fan verfolge ich den Baubericht natürlich auch. Ich würde mal sagen dass sind die typischen Unzulänglichkeiten der aufstrebenden Modellhersteller aus den östlichen Gefilden.
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Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft
Wolfs Modellwelt
Stand 19.02.2009, Neues Kapitel "Airbrush, Erweiterung Galerie Bf 109 E-7/trop"
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« Antworten #5 am: 22. April 2008, 18:08:08 »

Hallo,

fein, daß du uns einen Bericht zu dem Boot spendierst. Der Bausatz ist trotz der von dir gezeigten Mängelchen doch hochinteressant, und das Ergebnis bisher kann sich wirklich sehen lassen. Da werd ich dir auch weiter gerne über die Schulter sehen.

Schöne Grüße
Klaus
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« Antworten #6 am: 22. April 2008, 19:17:08 »

Yippee,

einer bauts schon!

mir als notorischem flutschlitzaufbohrer bleiben bei dem teil ja nur die deck- flutschlitze...........
wie scharf ist das detail um die rumpf und deckschlitze? leicht rund ("soft in detail") oder scharf so dass sich insbesondere das auffräsen an deck lohnt?
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Gruß

Ralf

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Unterwasserschiff Abschneider


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« Antworten #7 am: 22. April 2008, 19:37:43 »

Hi Jölle,

schön das uns auch hier an deinen Baubericht teilhaben lässt  Daumen hoch!

Schönen Gruß

Paul
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Aktuelles Projekt: CMS Colombo Express, Revell 1:700
madtatt
Gast
« Antworten #8 am: 22. April 2008, 19:42:54 »

Ahoi Jungs.
Na wir werden sehen, was draus wird.

....snip...mir als notorischem flutschlitzaufbohrer bleiben bei dem teil ja nur die deck- flutschlitze...........


Nicht ganz, im Bereich des Bugs, an den Torpedoausgängen hättest du noch ein wenig am Rumpf zu fräsen. großes Grinsen

Desgleichen am Heck, wo die Wellenhosen sitzen.
Die Deckschlitze sind wirklich winzig, also ich werde die Finger von meinem Bohrer lassen, und die Schlitze einfach nur washen.
Aber mach dir selbst ein Bild:


« Letzte Änderung: 25. April 2008, 17:32:20 von madtatt » Gespeichert
RetvizanHB
Gast
« Antworten #9 am: 22. April 2008, 20:05:04 »

Hi,
schönes Modell und ein interssanter Baubericht, Daumen hoch! bin auf die Fortsetzung gespannt. Woher kann man das Modell beziehen? Und wie groß ist das Boot eigentlich im Maßstab 1/72?  geschockt

Gruß

Uwe  winken
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madtatt
Gast
« Antworten #10 am: 22. April 2008, 20:09:03 »

Hallo Uwe.
Rumpflänge über alles, 56 cm.
Beziehen kannst du es hier:
Moduni
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BOFH
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« Antworten #11 am: 22. April 2008, 20:25:16 »

@madtatt

sehr interessantes Projekt, da werde ich aufmerksam mitlesen  Daumen hoch!

winken
Talisker

Edit: Ich habe gerade mit unserem U-Boot Spezialisten Olaf telefoniert, er hat mich auf ein paar Besonderheiten dieses Bausatzes hingewiesen: Der Bausatz soll sowohl ein finnisches U-Boot (dt. Produktion) als auch den Typ IIA darstellen. Leider haben sich da in der Bauanleitung wohl ein paar Fehler eingeschlichen:
  • Der Propellerschutz am Heck gehört nur auf das finnische U-Boot, nicht auf die deutschen IIA
  • Es gibt wohl zuviele Flutschlitze für die deutsche Variante -> zuspachteln
« Letzte Änderung: 22. April 2008, 20:56:55 von Talisker » Gespeichert

madtatt
Gast
« Antworten #12 am: 22. April 2008, 20:59:18 »

Danke für die Infos, Talisker. Daumen hoch!
Könnte dein Kumpel Olaf mir auch eventuell noch mitteilen, welche Flutschlitze genau zugespachtelt werden müssen?
Werde aber diesbezüglich, auch noch mal selber Infos einholen.
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MB Großmeister
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Beiträge: 3638



« Antworten #13 am: 22. April 2008, 21:14:17 »

Hatte gedacht, dass Modell würde ausschliesslich die deutsche Variante darstellen.  Augen rollen Interessant, dass das Boot auch in der finnischen Marine eingesetzt wurde. MfG Jörg. winken
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madtatt
Gast
« Antworten #14 am: 22. April 2008, 21:28:27 »

Der Typ II wurde in den 1920er Jahren vom Ingenieuskaantor voor Scheepsbouw (IvS) in Holland entwickelt. Da der Versailler Vertrag der deutschen Reichsmarine den Bau und Besitz von U-Booten untersagt hatte, richtete der "Ruhrfonds" der deutschen Waffenindustrie mit Zustimmung der Marineführung 1922 ein Ingenieurbüro im neutralen Holland ein, um dort Pläne für neue U-Boot-Technologien zu entwickeln und international zu verkaufen. Für die Zukunft sollte so mit der fortschreitenden Entwicklung im U-Bootbau Schritt gehalten werden.

Die Entwicklungen des IvS bauten auf der U-Boot-Klasse UB aus dem ersten Weltkrieg auf. Entwürfe für die Türkei, Spanien und Finnland waren im wesentlichen die Vorläufer der späteren Typen I, VII und IX. Auch der Vorläufer des Typs II wurde in Holland entwickelt und anfangs ins Ausland verkauft. Dies war das finnische U-Boot Vesikko, welches in Turku gebaut und 1933 in Dienst gestellt wurde.
Die Vesikko ist ein U-Boot der finnischen Marine aus dem Zweiten Weltkrieg, das heute als Museumsschiff dient. Es war ein Vorläufer der deutschen U-Boot-Klasse II und wurde am 9. Oktober 1930 vom niederländischen Büro Dutch Ingenieurskantoor voor Scheepsbouw den Haag (IvS) bestellt. Der Bau erfolgte in der Crichton-Vulcan-Werft in Turku, die Bauüberwachung erfolgte durch IvS. Nach dem Stapellauf am 10. Mai 1933 erfolgten Probefahrten der Deutschen Marine, am 30. April 1934 wurde es von der finnischen Marine in Dienst gestellt.

Nachzulesen bei Wikipedia

Bisher dachte ich aber auch, das der Bausatz lediglich die deutsche Variante zeigt. geschockt


« Letzte Änderung: 22. April 2008, 21:30:34 von madtatt » Gespeichert
Tags: Baubericht Schiffe 
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