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Autor Thema:  HMS Triton 1773 von Jürgen  (Gelesen 17967 mal)

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jaerschen

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HMS Triton 1773 von Jürgen
« am: 10. Juli 2009, 23:44:04 »
Hallo Allesamt,

endlich kann ich den Baubeginn der Triton vermelden.
Nach langen harten Monaten ist das neue Kernstück des Projektes endlich so gut wie fertiggestellt., die neue Werkstatt.
Fast jede freie Minute ist hier hineingeflossen und war der Grund warum ich kaum noch gepostet habe. Doch dies ist nun, dem Himmel sei Dank, endlich vorbei.

Hier mal ein paar Fotos auf denen man auch meine neuen Errungenschaften in Bezug auf Werkzeuge sieht, nähmlich eine Bandsäge und einen kleinen Abricht und Dickenhobel. Diese sollen mir bei meinem Vorhaben, alle Leisten etc. selbst herzustellen, behilflich sein.







Was die beiden Maschinen betrifft wird der ein oder andere über die Qualität schmunzeln. Ich kann nur sagen das ich damit schon gearbeitet habe und sehr zufrieden bin.
Um ein Gefühl für die Maschinen zu bekommen hab ich den Kiel hergestellt. Doch diesen Bericht muss ich erst noch aufarbeiten und werd ihn beim nächstenmal präsentieren.

Gruß
Jürgen
« Letzte Änderung: 14. Juli 2009, 13:20:56 von jaerschen »
Gruß
Jürgen :winken:


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Re: Jürgens HMS Triton 1774
« Antwort #1 am: 10. Juli 2009, 23:48:38 »
Hallo Jürgen!
Schön mal wieder was von dir zu hören :P
Sieht doch wunderbar aus deine werkstatt da freu ich mich schon auf deinen baubericht mit hoffentlich vielen bildern. :1:
mfg Christian
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Re: Jürgens HMS Triton 1774
« Antwort #2 am: 11. Juli 2009, 00:28:29 »
Eine wunderbare Werkstatt, sowas wünsche ich mir auch.
Du, darf man fragen was du da für eine Dekupiersäge in grün stehen hast? Ich hab nämlich vor mir auch eine zuzulegen und nun guzck ich nach einer billigen und will wissen ob die laut ist.
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Re: Jürgens HMS Triton 1774
« Antwort #3 am: 11. Juli 2009, 06:59:03 »
Da hast Du Dir ein tolles Refugium geschaffen :klatsch: Insbsondere der Abricht- und Dickenhobel ist prima. Eine derartige Maschine fehlt mir noch in meiner Sammlung, Ob ich ihn bei meinem kleineren Maßstab wirklich benötige, weiß ich noch nicht.
Ich muss auf meine neue Werft noch ein halbes Jahr warten. Da ist gerade erst die Elekroinstallation geplant. :santa:

Ich freue mich über Deinen Baustart :P
:winken:  Christian

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jaerschen

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Re: Jürgens HMS Triton 1774
« Antwort #4 am: 11. Juli 2009, 10:07:41 »
Zitat
Du, darf man fragen was du da für eine Dekupiersäge in grün stehen hast? Ich hab nämlich vor mir auch eine zuzulegen und nun guzck ich nach einer billigen und will wissen ob die laut ist.
Ich kann dir von dieser Maschine nur abraten da sie viel zu stark vibriert. Außerdem ist die Aufnahme für die Sägeblätter nicht so der Hit. Hier ist eine bessere Anschaffung geplant, da meine Frau (der sie eigentlich gehört) in Zukunft gerne Laubsägearbeiten durchführen möchte

Zitat
Da hast Du Dir ein tolles Refugium geschaffen applaudieren Insbsondere der Abricht- und Dickenhobel ist prima. Eine derartige Maschine fehlt mir noch in meiner Sammlung, Ob ich ihn bei meinem kleineren Maßstab wirklich benötige, weiß ich noch nicht.
Mit dem Dickenhobel kannst du nur bis ca. 7mm arbeiten, weniger geht nicht. Vielleicht ist das eine kleine Hilfe.
Gruß
Jürgen :winken:


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Nelson1805

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Re: Jürgens HMS Triton 1774
« Antwort #5 am: 11. Juli 2009, 10:27:10 »
Zitat
Du, darf man fragen was du da für eine Dekupiersäge in grün stehen hast? Ich hab nämlich vor mir auch eine zuzulegen und nun guzck ich nach einer billigen und will wissen ob die laut ist.
Ich kann dir von dieser Maschine nur abraten da sie viel zu stark vibriert. Außerdem ist die Aufnahme für die Sägeblätter nicht so der Hit. Hier ist eine bessere Anschaffung geplant, da meine Frau (der sie eigentlich gehört) in Zukunft gerne Laubsägearbeiten durchführen möchte

Danke für die Info jaerschen, dann werd ich mir wohl doch die etwas teuerere Proxxon zulegen, die da bestimmt um einiges besser ist.
Oder hast du zufällig einen Tipp?
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Re: Jürgens HMS Triton 1774
« Antwort #6 am: 11. Juli 2009, 10:34:49 »
Zitat
Mit dem Dickenhobel kannst du nur bis ca. 7mm arbeiten, weniger geht nicht. Vielleicht ist das eine kleine Hilfe.

Danke für den Hinweis. 7mm ist ja riesig. Diese Materialstärke benötige ich am gesamten Rumpf nur einmal bei Spant 0. Ich Ich möchte nurdie Planken präzise auf 1,2mm oder so hobeln. Beim Spantgerüst finde ich leichte Differenzen sehr viel realistischer.
Da werde ich mir wohl den Proxxon Hobel näher anschauen. Der kann angeblich auch diese Stärken bearbeiten.
:winken:  Christian

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jaerschen

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Re: Jürgens HMS Triton 1774
« Antwort #7 am: 11. Juli 2009, 12:45:18 »
Zitat
Danke für die Info jaerschen, dann werd ich mir wohl doch die etwas teuerere Proxxon zulegen, die da bestimmt um einiges besser ist.
Oder hast du zufällig einen Tipp?
Vielleicht hilft dir das weiter, die gleiche (am Berichtende) habe ich auch ins Auge gefasst.
Kuckst du hier
« Letzte Änderung: 11. Juli 2009, 12:57:12 von jaerschen »
Gruß
Jürgen :winken:


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Re: Jürgens HMS Triton 1774
« Antwort #8 am: 11. Juli 2009, 16:59:40 »
Ein Gartenhaus...?! Ist Deine neue Werkstatt ein Gartenhaus??

Glückwunsch jedenfalls!  :P
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Re: HMS Triton 1773 von Jürgen: Der Übungskiel
« Antwort #9 am: 14. Juli 2009, 13:23:00 »
So, nach dem ersten Lebenszeichen erfolgt nun der eigentliche Start des Bauberichts.
Nachfolgend beschreibe ich den Bau des schon erwähnten Übungs-Kiel.
Warum denn erst ein Übungskiel? Der Hauptgrund ist der das mein Holz das ich verwenden möchte noch nicht da ist und außerdem noch ein bisschen Übungsbedarf im Umgang mit den neuen Maschinen besteht.
Um etwas Klarheit in das Ganze zu bringen ist es besser  das sogenannte Blockware zum Einsatz kommt. Dies sind Baumstammstücke die der Länge nach zu Brettern gesägt worden sind. Dieses Holz ist, logischerweise, wesentlich günstiger zu bekommen als fertige Leisten im Modellbauhandel.. Trotz des zu erwartenden Verschnitts werden nur ein Bruchteil der Kosten anfallen die beim Kauf von fertigen Holzleisten entstanden wären Hier noch mal an großes Dankeschön an Christian (AnobiumPunctatum) für den Tipp.
Für  den Übungskiel fiel die Holzwahl auf ein Eukalyptus-Leimholzbrett aus dem Baumarkt und nicht Buche. Eukalyptus ist nicht teurer als Buche, besitzt meinen Geschmack nach eine schönere Maserung und hat einen leichten Rotstich welcher es schöner wirken lässt. Durch die Verwendung eines Brettes ist es möglich den späteren Ablauf zum Herstellen von entsprechenden Holzleisten aus der Blockware genau nachzustellen.

Als Erstes galt es nun erstmal eine Leiste in der entsprechen Größe aus dem 19 mm starken Leimholzbrett herauszusägen. Die nun beschriebene Vorgehensweise zur Herstellung der Leisten ist unbedingt Notwendig um später, wenn die Blockware verarbeitet wird, den richtigen Verlauf der Maserung zu erhalten.

Zuerst hab ich eine ca. 30mm breite Leiste vom Brett abgesägt  (in der folgenden Grafik dunkler dargestellt) und diese hochkant der Länge nochmals geteilt (rote Linie).



Jetzt wird mancher sagen dass dies auch mit einer Kreissäge machbar ist. Dem würde ich zustimmen, jedoch mit dem Nachteil dass der Verlust durch die größere Schnittbreite doch erheblich wäre.
Der Schnitt der Bandsäge ist so sauber das selbst durch die nun folgende Nachbearbeitung mit dem Dickenhobel der Holzverlust nicht so groß ist als wie mit der Kreissäge.

Mit den nun vorhandenen Leisten ging es an den kritischen Teil der Kielherstellung
Die Einzelabschnitte mit den Laschungen. Die im PDF-Format vorliegenden Zeichnungen hab ich auf selbstklebende A4-Etiketten ausgedruckt und dann auf die Leistenstücke geklebt. Das Aussägen erfolgte mit der Bandsäge mit Hilfe einer simplen Vorrichtung die auf dem nächsten Bild sehen ist


Und nun war auch der Zeitpunkt gekommen an dem ich selbst total überrascht war wie gut alles klappte.
Die auf dem nächsten Bild zu sehende Passgenauigkeit ist ohne jegliche Überarbeitung der Stücke nach dem Sägen.


Nachdem alle Teile so weit fertig waren erfolgte das Zusammenleimen. In den Laschungen ist zur Darstellung der Kalfaterung schwarzes Papier eingelegt welches sich jedoch nur an den äußeren Kanten befindet. Somit ist sichergestellt das der Leim in der Mitte der Laschung sich verbindet.
Trotzdem wird beim richtigen Kiel ein von Christian empfohlenes Papier, welches dünner ist, verwendet.
Nachdem alles grob verschliffen war zeigte sich dieses Resultat


Wenn man bedenkt das dafür maximal ca. 3 Stunden notwendig waren bin ich mehr als zufrieden und optimistisch für die Zukunft

Das Sahnehäubchen aber zum  Schluß, die Laschung zum Vorsteven hin. Bei dieser war viel Feinarbeit gefragt.
Nach etwas Probieren klappte es am Besten mit einem Fräser wie in nächsten Bild gut zusehen ist.


und hier das Endergebnis


An diesem Übungsstück möchte ich als nächstes noch die Sponung üben bevor es dann an den richtigen Kiel geht. Dazu dann mehr beim Nächsten mal.
Gruß
Jürgen :winken:


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Re: HMS Triton 1773 von Jürgen
« Antwort #10 am: 14. Juli 2009, 19:12:23 »
Ich bin von der Genauigkeit der Bandsäge überrascht. Über die Anschaffung muss ich vlt. auch einmal nachdenken.

Zur Fräse: Ich bin bei größeren Flächen mir den Fräsen in der Proxxon mit Bohständer nicht glücklich geworden. Durch die Vibrationenen veränderte sich die Höhe zum Werkstück. Am besten legst Du einen Klotz unter.

Der Übergang zum Steven entspricht der Standardbauform englischer Schiffe für die zweite Hälfte des 18. Jh. ist für die HMS Triton nach den As Built Plänen aber faslch.
:winken:  Christian

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Re: HMS Triton 1773 von Jürgen
« Antwort #11 am: 16. Juli 2009, 09:43:03 »
Hallo Jürgen,
jetzt hätte ich doch beinahe den BB-Start verpasst. :12: Absolut beneidenswerte Werkstatt, die Baudoku abonniere ich schon mal als Newsletter. :D

Wie lässt sich denn der Eukalyptus verarbeiten - ist er mehr weich oder hart?

CU modellbau.fan  :winken:

jaerschen

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Re: HMS Triton 1773 von Jürgen
« Antwort #12 am: 17. Juli 2009, 08:24:36 »
Hallo Modellbau.fan,

Eukalyptus ist ein kompaktes Holz  vom Handling her ähnlich wie Buche, nur kommt es mir eine kleine Spur weicher vor.
Von der Struktur und der Farbe her ist es aber schöner als Buche (mein Geschmack).
Gruß
Jürgen :winken:


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Re: HMS Triton 1773 von Jürgen
« Antwort #13 am: 17. Juli 2009, 19:52:24 »
Hallo Jürgen,

klasse, es geht wieder los. Eine sehr schöne Werkstatt hast du dir da zugelegt. Aber was machst du im Winter, das ist schließlich die Hauptsaison beim Modellbau.
Eukalyptus? Na hoffentlich riecht die Triton später niht nach Hustenbonbon  :D

 :winken:
Holger

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Re: HMS Triton 1773 von Jürgen
« Antwort #14 am: 17. Juli 2009, 23:39:21 »
Zitat
Aber was machst du im Winter, das ist schließlich die Hauptsaison beim Modellbau.
Wird latürnich beheizt, ich hab die Hütte gut Isoliert.

Zitat
Na hoffentlich riecht die Triton später nicht nach Hustenbonbon  großes Grinsen
Warum nicht, ein Kriegsschiff das nicht Tot und Verderben sondern Gesundheit bringt. Ist doch cool, oder?  :D
Nee, ist ja nur ein Übungsstück, verwende zum Elsbeere, Christian lässt grüßen.   ;)
Gruß
Jürgen :winken:


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