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Autor Thema:  längerer Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6  (Gelesen 22409 mal)

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Wolf

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #45 am: 19. Februar 2010, 12:17:12 »
es scheinen aber nicht alle Fabrikneu gewesen zu sein, oder zunächst für die Luftwaffe vorgesehen gewesen sein, denn ich habe ein Decals Set, bei denen die Kreuze übermalt sind
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Schnurx

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #46 am: 19. Februar 2010, 12:58:49 »
Das könnte dran liegen, das die von der Fabrik aus mit der gängigen Überführungskennzeichnung versehen wurden und dann entsprechend nach Finnland verbracht wurden. Das hat wahrscheinlich wenig damit zu tun, ob die für die Luftwaffe vorgesehen waren. Ich vermute, die Maschinen erhielten erstmal alle deutsche Überführungskennzeichen und wurden nach dem Transport und der Übereignung von den neuen Eigentümern gemäß ihrer jeweiligen Systeme getarnt und gekennzeichnet.
« Letzte Änderung: 19. Februar 2010, 13:00:33 von Schnurx »

Wolf

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #47 am: 19. Februar 2010, 13:04:59 »
könnte vielleicht sein, aber ich bin mir nicht sicher. Es gibt z.B. Bilder von Bf 109 für die Schweiz, die hatten ab Werk (im Krieg) schon direkt ihre Hoheitszeichen.
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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #48 am: 19. Februar 2010, 15:16:26 »
Moin Wolf,

Martin hat das Wesentliche gesagt! Ähnlich war es ja auch mit der Pe-2, die die DEutschen mit kompletter Bemalung nach Finnland überführten und die dort dann auf FINNISCH umlackiert wurden...oder die Il-4: gleiches Procedere.
Ich habe jede Menge Photos finnischer Ju-88, wo man die übermalten Balkenkreuze sieht:


Hier kann man rechts des Hakaristi (das ich nicht geschwärzt habe - es handelt sich um eine historische Aufnahme!) sogar das Überführugskennzeichen noch schwach erkennen: CP+OZ, Werknummer 088 8796; a. 20.4.1943 der LeLv 44 von Tutow (Brandenburg?) aus, wo finnische Umschüler die Ju 88 kennenlernen sollten, zugewiesen - also direkt ab Umschulungsflugplatz zum Einsatzhafen überflogen. In Pori (Finland) wurden dann die finnischen Kennzeichen JK-XXX sowie die Hakaristi aufgemalt.

Soweit meine Informationen aus finnischen Quellen und ohne mich tiefer in die Materie gewühlt zu haben!
Wie geschrieben: Bei der Pe-2 und der Il-4 bin ich mir absolut sicher mit dem Umlackieren von"sowjetisch" aud "deutsche Überführungskennzeichen" und dann wieder auf "finnisch" - denn die Maschinen waren von Anfang an für Finnland bestimmt, nachdem Onkel Hermanns Gesellen sie in den Tiefen des glorreichen Sowjetlandes, der Heimat des größten Vaters aller Völker, des genialen Führers der Arbeiterklasse und Lehrmeister der Sowjetvölker Jossip V. Stalin, erbeutet hatten. Und mit den Ju 88 könnte es bezüglich der akkurat aufgebrachten Überführungskennzeichen auch gewesen sein.
Aber es könnte natürlich auch sein, dass es sich um Maschinen aus einer Reparturwerft handelte - "könnte", wohlgemerkt!

Fazit meines Geschwurbels: Ich will auch eine Tzvetzta Ju Acktunacktsik haben, um wenigstens eine finnische zu bauen...naja, is ja bald Heiden.

Michael
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Wolf

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #49 am: 19. Februar 2010, 18:01:49 »
Du weißt ja, dass bei der Zvezda keine finnischen Markierungen dabei sind?!

Abe rich hätte da noch einen schönen Decalsbogen.....

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StiftRoyal

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #50 am: 24. Februar 2010, 14:37:50 »
Nun hat endlich die erste "richtige" Grundierung ihren Platz auf dem Flugzeug gefunden. Erstaunlich wie wenig Fehler nach dem Grundieren noch zum Vorschein kamen, da hatte ich wirklich Schlimmeres erwartet.

Die Wurzel des FuG´s habe ich noch, wie von Mr. Hudson empfohlen, an die Nase angepasst. Mit einem Skalpell ging das auch nachträglich noch recht leicht von der Hand.

@tsurugi

Wie kommst du auf die Finnen? Ich möchte eigentlich ganz Oob die Vorgegebene deutsche Version bauen. Sicher auch die 08/15 Version mit den RLM75 Flecken da ich nicht glaube das ich bei der anderen Version die Meander Tarnung sauber hin bekomme. In 1:72 bracht man da ein recht ruhiges Händchen.


Hier die Frontsektion:



Nochmal aus der Nähe, dieser Bereich besteht aus drei einzelnen Teilen, die komplette Sektion wurde neu graviert da das verschleifen der Sinkstellen und das anpassen der Bauteile jegliche Oberflächendetaillierung verschlungen hat.



Auch der Flügel ist in der Mitte geteilt. Es ist immer schwer solche großen Flächen Formbündig anzupassen. Vor dieser Sektion hatte ich vor dem Grundieren am meisten Angst aber zum Glück sieht alles recht gut aus.:



Die nachträglich hinzugefügten Klappen und Tankdeckel sind auch recht gut gelungen, ich verstehe immer noch nicht wie Zvezda diese vollkommen ignorieren konnte  :2:.:



Nun brauch ich nochmal eure Hilfe! Whitecat´s Resin-Seitenruder in allen Ehren, allerdings fiel mir nach dem Grundieren auf das in vielen Gravuren Bläßschen zu sehen sind. Ich dachte das die nicht mehr auffallen wenn erstmal Farbe drauf ist, das Gegenteil war aber der Fall. Hat jemand einen goldenen Rat wie man die Gravuren sauber bekommt? Ich habe schon überlegt Hobbybastlers Tip mit dem Deckweiß anzuwenden, bin mir aber nicht sicher ob die Gravuren dafür zu dezent sind.



 


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wezman

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #51 am: 24. Februar 2010, 15:30:58 »
Mmmhhh, ist jetzt natürlich die Frage. Aber da Resin ja recht hart ist und mit dem Schleifen nicht so empfindlich wie "Plastik" ist, würde ich persönlich dazu tendieren diese Gravuren mit Sekundenkleber zu füllen und neu nachzugravieren.

Hans

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #52 am: 24. Februar 2010, 16:18:42 »
Die Dinger sind so winzig, da macht sogar mitunter Sekundenkleber schlapp. Da hilft nur mehrstmaliges Verfüllen mit Farbe, keinesfalls mit Wasser verdünnter. Also Alkoholverdünnt oder terpentinersatzverdünnt. Alles andere geht nicht rein. NICHT zwischenschleifen, das reisst nur neue Löcher auf.
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

StiftRoyal

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #53 am: 24. Februar 2010, 16:24:18 »
Ja, Surfacer aufpinseln hat auch nichts gebracht. Allerdings kann man Surfacer ja verdünnen und per Airbrush aufbringen, Surfacer 500 ist ja evtl. fein genug um, gut verdünnt, die Bläschen zu verschließen?!?

Sonst werde ich wohl mal versuchen das Ganze mit Farbe zu verschließen.
« Letzte Änderung: 24. Februar 2010, 16:35:15 von StiftRoyal »

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StiftRoyal

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #54 am: 24. Februar 2010, 16:34:50 »
Mir kam gerade noch ein Gedanke! Falls alles nichts hilft wird das Leitwerk einfach graviert, Bläschen hin oder her, glatt geschliffen und danach einfach mit Alufolie beplankt!

Ich denke mal das die Beplankung die kleinen Bläschen verdecken wird und auch gleichmäßige Gravuren möglich sind. Wenn der Surfacer getrocknet ist werde ich das Ganze mal trocken probieren.

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #55 am: 24. Februar 2010, 16:35:22 »
Moin Stift,

Du weißt ja: Ich verneige mich in Ehrfurcht vor Deiner Geschwindigkeit bei gleichzeitiger Detailverliebtheit und Akkuratesse!
Das vorweg, gewissermaßen als Dämpfer für das Folgende:
Ich finde (aber das ist mein ganz persönlicher Eindruck) Deine Gravuren am Rumpfbug und am Seitenleitwerk (falls die nicht vom original Resinonkel sind) g-r-a-u-e-n-h-a-f-t übertrieben! Ehrlich. Das sind im Vergleich zum Rest am Rumpf und den Tragflächen "grobe Schnitzereien".
Ich mein das nicht böse und ich kann es wirklich nicht besser (sofern ich überhaupt mal was fertig kriege :pffft:), aber im Vergleich zu Deinen vorherigen Projekten verliert die Ju 88 echt...und das wäre doch schade drum!
Vielleicht das Ganze zunächst leicht überschleifen, um die recht deutliche Gratbildung am Rand der Gravuren zu egalisieren? Ich weiß es, wie geschrieben, nicht besser, aber (zumindest) auf den Photos sieht´s echt nicht toll aus!

Michael ("der-sich-schon-sicherheitshalber-einen-Schutzhelm-und-eine-Protektorweste-angezogen-hat")
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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #56 am: 24. Februar 2010, 16:42:59 »
Moin Stift,

hab´s grad gelesen: Meine Erfahrungen mit Mr. Surfacer 500 und 1200 gehen dahin, dass ich sogar für das Verfüllen minimaler Gravuren bei der 48er RE 2002 mehrere (bis zu 10!) Durchgänge benötigte, bevor die Paneellinien gefüllt waren!
Ich dachte anfänglich, ich mach was falsch, aber das Zeug ist nicht wirklich der "Superfiller"...braucht halt ganz viel Zeit. Aber dafür kann man den Fortschritt gut kontrollieren:
Mr. Sufracer auftragen, antrocknen lassen, mit Nagellackentferner vorsichtig überwischen, bis nur noch die jetzt hellgraue Gravur sichtbar ist. Nagellackentferner ausdünsten lassen, nächste Mr. Surfacer-Schicht drauf usw. usf.

Michael
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Adelante

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #57 am: 24. Februar 2010, 16:54:41 »
Probiere doch mal die graue Alclad-Grundierung. Gravuren etwas großzügiger verbreitern und dann damit spritzen.
Der Alclad-Primer füllt recht stark auf und ist sehr bequem zu verarbeiten (ist m.E. aus dem Automobilbereich - Spritzfüller).

Notfalls auch die breiter geschliffenen/gravierten Gravuren mit Surfacer 500 füllen und warten bis er eingesunken ist (kann etwas dauern). Sollte aber nicht nötig sein wenn Du nicht zu stark verbreiterst.
Der Alclad-Primer füllt recht stark auf und ist sehr bequem zu verarbeiten (ist m.E. aus dem Automobilbereich - Spritzfüller).

whitecat.1

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #58 am: 24. Februar 2010, 17:29:50 »
@StiftRoyal:

ich schäm mich so für meinen Resinguß... :blaw:
Kannst Du das Teil nochmal abbauen und seperat nacharbeiten?
Ich würde es fein verschleifen, die Gravuren mit einer Nadel und einem
Metalllineal nachziehen und Löcher mit Sekundenkleber verspachteln.

StiftRoyal

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Re: Kurzbaubericht: Zvezda Ju88 G-6
« Antwort #59 am: 24. Februar 2010, 17:39:27 »
@whitecat.1

Ich wollte dich nicht an den Pranger stellen!!! Wie schon gesagt, ich bin extrem dankbar für deine kostenlose Spende! Ein paar Klippen zu umschiffen ist da kein hoher Preis  :1:.

Ich werde, nachdem der Surfacer getrocknet ist, die Methode mit dem Beplanken ausprobieren. Ich habe schon einige Erfahrung mit dem Beplanken gesammelt und ein gutes Gefühl bei der Variante.

Versuchen kostet nix und falls es nicht funktioniert ist die Alufolie am einfachsten, rückstandslos zu entfernen.

@Lingener

Die Gravuren passen eigentlich recht gut zu den des Bausatzes. Es kann sein das die Komprimierung der Bilder das Ganze ein wenig extrem aussehen lässt da die selbst hergestellten Gravuren um einiges schärfer sind wie die von Zvezda.

Ich kann ja nochmal mit Schleifflies die scharfen Kanten ein wenig egalisieren. Evtl. ist da der Eindruck nicht ganz so schlimm.
« Letzte Änderung: 24. Februar 2010, 17:42:04 von StiftRoyal »

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