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Autor Thema:  Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)  (Gelesen 6066 mal)

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Graf Spee

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Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« am: 24. September 2011, 18:28:08 »
Zerstörer Z 43  
 


Modell:  German Zerstorer Z-43 1944
Hersteller:  Trumpeter
Maßstab:   1/350
Art. Nr. :   05323
Preis ca. :  ca. 22 €





Beschreibung:  

Kurz zum Original:
Bei Z 43 handelt es sich im den letzten von der Kriegsmarine in Dienst gestellten Zerstörer vom Typ 1936 B.
Z 43 war ab Oktober 1944 einsatzbereit und verlegte in die östliche Ostsee um von dort ausgehend Geleiteinsätze als auch Landzielbeschießungen durchzuführen.
Anfang Mai `45 ging es dann zuerst nach Kiel zurück, welches am 2. Mai erreicht wurde und Tags darauf ging es nach in die Geltinger Bucht bei Flensburg, wo sich Z 43 schließlich selbst versenkte.

Bei dem Bausatz handelt es sich um den zweiten Bausatz von Trumpeter eines deutschen Zerstörers im Maßstab 1:350 darzustellen.
In diesem Falle mit Z 43 einen Vertreter des Typs 1936 B und den letzten Zerstörer der Kriegsmarine

Hier dann die einzelnen Spritzlinge:

Der Rumpf:

Sauber gespritzt und als Vollrumpf ausgeführt.
Für Wasserlinienbauer ist ebendiese am Rumpf markiert um ggf. das Unterwasserschiff abtrennen zu können.
Grade die Wasserabweiser gefallen sehr.

Spritzling A:

Er beinhaltet die meisten Teile der Aufbauten.

Spritzling E:

Enthält alle Decksteile.
Auch diese sind sauber gearbeitet und detailliert.
Die Trockenpassung deutet daraufhin, dass die Spachtelmasse wohl in der Tube bleiben darf.

Spritzling F:

Hier befinden sich die restlichen Teile der Aufbauten.

Spritzling G:

Dieser Spritzling liegt 2x bei, wie auch schon bei Z 25, und beinhaltet diverse Kleinteile.

Spritzling H:

Spritzling H liegt 4x bei und beinhaltet weitere Kleinteile und die Teile für die 12,7 cm Lafetten.

Fotoätzteile

Hier befinden sich die optinal zu verwendenden und sauber geätzten Teile für z.B. Niedergänge, Leitern, Kabeltrommel, etc.
Und im Gegensatz zu Z 25 befindet sich hier auch eine Platine mit Relingteilen dabei.

Anleitungen

Die Anleitung erstreckt sich über 12 Seiten und führt in guter Übersichtlichkeit zum Ziel.
Das einzige Manko stellt auch hier das fehlen eines Takelplans dar.
Bei der Bemalungsanleitung sei noch erwähnt, dass die Farbe der Schornsteinkappe falsch angegeben ist.
Diese müssten in Aluminiumbronze und nicht in schwarz gehalten sein.

Fazit:  

Mit dem Z 43 schafft es Trumpeter ohne weiteres an den Vorgänger anzuschließen.
Auch ohne die Verwendung von Zurüstteilen dürfte es möglich sein ein ansprechendes und qualitativ hochwertiges Modell zu bauen.
Zumal hier die Fehler der Konkurrenz, wie z.B. am Unterwasserschiff, vermieden werden.
Aufgrund der durch die Bank weg guten Qualität und Details kann ich den Bausatz nur weiterempfehlen.

+ saubere Details, gute Passgenauigkeit
+ überlegt platzierte Auswerfermarken
+ PE-Platine inklusive Reling

- fehlender Takelplan
- Fehler in der Bemalungsanleitung 

:winken:

Quellen:
Koop/Schmolke - Die deutschen Zerstörer 1935 - 1945
Koop/Schmolke - Die deutschen Zerstörer 1935 - 1945 - Vom Original zum Modell
Williamson - German Destroyers 1939 - 45
Elfrath - Die deutschen Zerstörer 1939 - 1945
Breyer - Die deutsche Kriegsmarine - Band II
Breyer - Marinearsenal Heft 17, 33, 36
Dokumentation Kriegsmarine Bd I - V
« Letzte Änderung: 13. August 2017, 15:25:37 von Graf Spee »
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
das sie ein allgemeines Gesetz werde.



Universalniet

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  • Marc Schimmler
Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #1 am: 24. September 2011, 18:30:31 »
Ok das erste Bild fehlt !?!

Ich seh schon, Du läufst Dich warm.  :D

Wär nichts für mich ... oder?

Trotzdem schöner Bausatz.

Gruß,

Marc

KlausH

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #2 am: 24. September 2011, 19:50:04 »
Das wär jetzt schon mal was, das mich auch ein wenig reizen könnte. Danke für die Vorstellung! :P Gibts dazu irgendwelche PE-Sets?

Schöne Grüße
Klaus

Graf Spee

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #3 am: 24. September 2011, 19:50:22 »
Was meinst Du mit: "Erstes Bild fehlt?"
Links funktionieren bei mir alle ?(

Und ob das was für Dich ist, musst Du ganz alleine entscheiden.
Ich kann ihn allerdings nur empfehlen, wenn das denn das Interessengebiet ist. ;)

@KlausH:
Ich wüsste jetzt aus dem Stehgreif kein spezielles PE-Set. :woist:
Zumal bei dem Zerstörer ja alles dabei ist, was man an PE-Teilen erstmal braucht...
Und den Rest kann man ja, wie bei meinem Z 25 gezeigt, mit Teelichtalu selbst fertigen :6:

:winken:
« Letzte Änderung: 24. September 2011, 19:52:50 von Graf Spee »
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
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KlausH

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #4 am: 24. September 2011, 19:54:03 »
Da könnte man echt schwach werden.  :pffft:

Graf Spee

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #5 am: 24. September 2011, 19:55:30 »
Mach doch einfach ;)
Der dürfte sich genauso gut verarbeiten lassen, wie schon der Z 25.
Und der war eigentlich Bastelspaß pur :1:

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
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Russfinger

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #6 am: 24. September 2011, 20:03:59 »
Danke für den Baubericht!
Frage: Was machte eigentlich diese Zerstörer-Reihe aus.
Waren die vergleichsweise besser als das was wir aus den USA als Erstausstattung für die Bundesmarine kriegten, oder war das eher so - naja. ;)

Auf jeden Fall freu ich mich jetzt schon auf Deinen Baubericht.


 :winken:

Russie


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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #7 am: 24. September 2011, 20:29:23 »
Also laut meinen Quellen waren die deutschen Schiffe besser. Aber wurden ja als reperationen abgegeben also daher.

JWintjes

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #8 am: 24. September 2011, 20:39:39 »
Also laut meinen Quellen waren die deutschen Schiffe besser. Aber wurden ja als reperationen abgegeben also daher.

Definitiv nicht.

Probleme bei der Seetüchtigkeit, total überzüchtete, daher vergleichsweise wartungsanfällige Maschine, vergleichsweise wenig effektive L-Flak, die außerdem noch extrem personalintensiv war, keine vernünftige Feuerleitung...

Soll ich noch weitermachen?  ;)

Trotz geringfügiger Verbesserungen in der '36B Reihe (12,7er statt der zu schweren 15er) waren die für den Alltagsgebrauch den Fletchern schlicht unterlegen.

Jorit

Graf Spee

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #9 am: 24. September 2011, 20:46:33 »
@cookiemonster:
Das meiste hat Jorit ja schon erwähnt.
Die Schiffe waren alle sehr nass, d.h. sie nahmen viel Wasser über.
Dies lag, wie sich später herausstellte, nicht nur am mangelnden Auftrieb im Vorschiff, sondern auch am Staukeil am Heck, der die Back runterdrückte...

Die Hochdruckheißdampfanlage bedingte einen hohen Ausbildungsstand des technischen Personal, der im Krieg nicht mehr gewährleistet werden konnte.
Auch waren diese Anlagen sehr wartungsintensiv, wofür zumeist auch die Zeit fehlte.

Das Problem der FlaK wurde im Verlauf des Krieges peu a peu verbessert.
Die neuen 3,7cm Zwillinge und die 2cm Vierlinge waren da schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Was Manövrierfähigkeit und Standkraft anbelangt waren sie, gemäß den Versuchen der U.S. Navy deren Schiffen durchaus ebenbürtig.
Gleiches gilt auch für die Hauptbatterie und deren Feuerleitung.
Es kränkelte halt am ganzen Rest. Und viele kleine Probleme summieren sich halt irgendwann auf.

Trotzdem sind es schöne Schiffe und schöne Modelle :1:
Außerdem war auch bei den Alliierten nicht alles Gold, was glänzt ;)

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cookiemonster

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #10 am: 24. September 2011, 20:50:17 »
Eben nachgelesen. Hauptnachteil der Maschine war das es an Personal fehlte die speziel für die Hochdruck Dampfanlage ausgebildet waren.

JWintjes

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #11 am: 24. September 2011, 21:08:48 »

Außerdem war auch bei den Alliierten nicht alles Gold, was glänzt ;)

Das ist natürlich richtig. Die '36B wären sicher auch gute Zerstörer gewesen, um 1938 Krieg zu führen. Nur muß man 1945 ehrlicherweise sagen, daß es für einen halbwegs brauchbaren Allzweckzerstörer eine Reihe von Mindestanforderungen gab. Dazu gehörte beispielsweise eine funktionierende Radar-FL, eine leistungsstarke L-Flak (und selbst die Barbara-Ausrüstung war mit den Kamimaze-upgrades nicht vergleichbar) sowie brauchbare U-Abwehr-Systeme (das hatte die Kriegsmarine überhaupt nicht).

Das heißt nicht, daß die Fletcher-Zerstörer das Beste vom Besten gewesen sind (das waren sie alleine schon deswegen nicht, weil sie nicht von Anbeginn ein brauchbares ASW-System an Bord hatten). Auch nicht, daß an den deutschen Schiffen alles schlecht gewesen ist. Lediglich, daß ein deutlicher Unterschied bestanden hat.

Jorit

Edit: Noch was zur Primärbewaffnung - ich hatte ein paar Mal Gelegenheit, mit Veteranen zu reden; die erzählen ja zugegebenermaßen viel, wenn der Tag lang ist, waren sich aber interessanterweise in einer Hinsicht völlig einig: für ein länger andauerndes Feuergefecht war das 15cm-Geschütz schlicht ungeeignet; insofern war die Rückkehr zu den 12,7ern immerhin ein Fortschritt.
« Letzte Änderung: 24. September 2011, 21:16:25 von JWintjes »

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #12 am: 24. September 2011, 22:33:54 »
Ja, das mit der 15 cm Batterie ist von der Front ja auch bemängelt worden.
Die Kadenz war niedriger, die Belastung der Besatzung höher und die Richtgeschwindigkeiten sollen wohl auch nicht so dolle gewesen sein...
Da war es dann schon ein logischer Schritt, wieder auf 12,7 cm zurückzugehen.

Allerdings hätte man da dann auch konsequenterweise sich von anderen Marine einiges abgucken sollen.
Aber das führt jetzt etwas zu sehr in den Bereich "Hätte-Wäre-Wenn"

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #13 am: 24. September 2011, 22:34:39 »
Was meinst Du mit: "Erstes Bild fehlt?"
...

Bei mir steht beim ersten Bild:

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Re: Zerstörer Z 43 (1:350 / Trumpeter)
« Antwort #14 am: 24. September 2011, 22:37:21 »
Jetzt besser? :woist:

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