Jagdpanzer IV Syrien 1956 1:35 Dragon

Begonnen von m5specht, 21. Oktober 2009, 14:55:46

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m5specht


Nach dem Krieg fanden verschiedene Deutsche Panzerfahrzeuge den Weg in die Syrische Armee und wurden dort auch in den Kriegen gegen Israel eingesetzt. Exemplare von Deutschen Panzer IV und Sturmgeschütz III, teilweise mit angepasster Bewaffnung (russ. 12.7mm Fla MG) finden sich noch heute in israelischen Museen.
Scheinbar wurden neben diesen beiden Typen auch Jagdpanzer IV L/48 von Syrien eingesetzt, auch wenn ich dafür kein Bildmaterial gefunden habe. Auf jeden Fall bietet Dragon diese Variante als Bemalungsvorschlag an und da ich bekanntlich ein Grosser Fan von Exoten bin, konnte ich nicht wiederstehen.

Da Modell wurde praktisch komplett aus der Box gebaut, lediglich einige Werkzeuge wurden durch schönere ersetzt und ein Periskop ergänzt.

Jetzt kommt die Bilderflut!




















Ich freue mich über jeden Kommentar.

Gruss Christian

Nelson1805

Ein wirklich sehr schönes Modell m5specht, vor allem die Alterung ist wirklich toll. Weißt du zufällig, was der arabische Schriftzug bedeutet?  ?( :D

Wirklich sehr toll gebaut und gealtert. Nur das Rohr könnte noch aufgebohrt werden, aber ansonsten wirklich toll :P



"As a ship is undoubtedly the noblest and one of the most useful machines that ever was invented, every attempt to improve it becomes matter of importance, and merits the consideration of mankind." Thomas Gordon, Principles of Naval Architecture (1784)

Im Bau:
- Colombo Express, 1/700, Revell
- HM Cutter Sherbourne, 1/64, Caldercraft

KlausH

Hi Christian,

wie schon im Projekte-Thread gesagt: Gefällt mir sehr gut, klasse Arbeit. Besonders die Farbgebung find ich genial. Klasse!

Auch die Idee mit dem spontanen Foto-Dio ist cool.

@Nelson: Da ist eine Schutzhülle über der Mündungsbremse, daher kein Loch.

Schöne Grüße
Klaus

Nelson1805

Dann nehme ich alles zurück :) Dann ist es ein durchweg sehr gutes Klasse-Modell!!!  :P :P :P
"As a ship is undoubtedly the noblest and one of the most useful machines that ever was invented, every attempt to improve it becomes matter of importance, and merits the consideration of mankind." Thomas Gordon, Principles of Naval Architecture (1784)

Im Bau:
- Colombo Express, 1/700, Revell
- HM Cutter Sherbourne, 1/64, Caldercraft

Kurfuerst

Salü Christian,

Chapeau! Wirklich ungewöhnliches Ambiente für einen Jagdpanzer IV. Gefällt mir richtig gut!

Irgendwie irritiert mich nur der sowjetische Fallschirmjäger ein wenig... ;)

Gruß,
Erik

Wolf

Den finde ich richtig klasse. Und vor allem diese andere, vom herkömmlichen abweichende Lackierung. Modellbauerisch natürlich auch 1a.

Ich finde das ist ein total interessantes Thema. Wie sind denn die Syrer 11 Jahre nach dem Krieg an diese Panzer rangekommen? Und vor allem wundert es mich, dass die noch liefen. Wie war das denn mit Ersatzteilen.
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft

camawa

Super  geworden, solche Exoten sind immer wieder eine wilkommene Abwechslung.

Du solltest unbedingt mal zu uns an einen Höck kommen, oder mal deine Modelle in Basel an den Wettbewerb anmelden.

Gruss Marcel
Zur Zeit im Bau: Quad Gun Traktor mit 25 PDR Feldkanone 1/35, M3 Grant 1/35, M3 Lee 1/35, M113 A1 FSV 1/35, M113 APC 1/35 und und und ;-)

Falls jemand interesse hat an einem schweizer Stammtisch wo man sich auch mal persönlich trifft meldet euch doch bei mir.
Wäre schön wenn wir noch ein paar Nasen mehr werden;-)

mops111

Hallo Christian,

sieht soweit super aus das Modell. :P

Was mir aber nicht  so gut gefällt.  Du hättest die Fugen am Kampfraum spachtel sollen das man die einzelnen Platten nicht mehr sieht

Gruß  :winken:

Mike

Bernd B.

Zitat von: Wolf am 21. Oktober 2009, 22:00:28
Wie sind denn die Syrer 11 Jahre nach dem Krieg an diese Panzer rangekommen?

Aus dem Gedächtnis: Französische Beutefahrzeuge vom DAK, diverse Wege bis nach Syrien. Ob die jemals im Gefecht waren ist diskutabel, die später von Israel erbeuteten Fahrzeuge waren wohl eher als Bunker genutzt worden. Für die israelische Propaganda natürlcih ein gelungenes Fressen ... die Verbindung von Adolf zu Assad kann da angedeutelt werden ...

Wolf

Ich habe da auch mal ein wenig recherchiert. Ein Panzer IV wurde sogar noch 1967 eingesetzt.  8o
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft

Bernd B.

Zitat von: Wolf am 22. Oktober 2009, 10:00:05
Ein Panzer IV wurde sogar noch 1967 eingesetzt.

Mehrere - aber wie gesagt als Bunker, nicht als klassische Kampfpanzer. Mich persönlich würde ja die Legende von den kubanischen Pz IV noch mehr reizen ...

Schnurx

Zitat von: Bernd B. am 22. Oktober 2009, 09:24:21
Zitat von: Wolf am 21. Oktober 2009, 22:00:28
Wie sind denn die Syrer 11 Jahre nach dem Krieg an diese Panzer rangekommen?

Aus dem Gedächtnis: Französische Beutefahrzeuge vom DAK, diverse Wege bis nach Syrien. Ob die jemals im Gefecht waren ist diskutabel, die später von Israel erbeuteten Fahrzeuge waren wohl eher als Bunker genutzt worden. Für die israelische Propaganda natürlcih ein gelungenes Fressen ... die Verbindung von Adolf zu Assad kann da angedeutelt werden ...

Na, da braucht nix angedeutelt zu werden, waren ja z.B. auch ehemalige DAKler als syrische Ausbilder etc. aktiv. Ähnliche Ziele hatten bzw. haben sie auch.

Aber zum Bausatz: Ist nicht unwahrscheinlich, im Nahen Osten tummelte sich das absonderlichste,  "abgelegte" Kriegsgerät. Genommen wurde halt von allen Seiten, was man kriegen konnte.

Gebaut finde ich ihn sehr ordentlich, die Bemalung und Alterung gefallen mir prima. Der hat ja die Stahl-Stützrollen, vielleicht hätte man die etwas blanker machen können, am Rand und auf der Lauffläche? Ist sonst nicht so ganz konsistent mit der blanken Kette. Wenn die blankgescheuert ist, müssten es die Laufflächen und Flanken der Stahl-Stützrollen auch sein.
Als Idee: Wäre vielleicht ein ganz netter Farbtupfer und ein dezenter Hinweis auf die vergangene Laufbahn des Geräts, wenn die Innenseite der offenen Luke noch die "alte Farbe" (wohl dunkelgelb) hätte.

Sind aber alles nur richtige Kleinigkeiten, insgesamt sehr schön gelungen!

RetvizanHB

Hi,
ein wirklich toll gewordenes und gelungenes Modell.  :P Mal was ganz anderes. Und auch die "Geschichte" die dahinter steckt ist interessant. Ich hab garnicht gewußt das deutsche WK 2 Panzer in arabischen Ländern eingesetzt wurden.

Gruß

Uwe

TittyTwister

Schon irgendwie ironisch, dass deutsches WW2-Kriegsgerät auch nach dem Krieg noch gegen Juden eingesetzt wurde, findet ihr nicht?

Was mich an dem Modell irritert: Wieso ist dort eine Schutzplane an der Mündung der Kanone, wenn das Fahrzeug doch gefechtsbereit zu sein scheint? Wurde sowas erst im entscheidenen Moment entfernt, um eventuelle Rohrkrepierer durch Sand zu vermeiden?

Bitte nimm das nicht als Kritik an! Ist nur eine allgemeine Frage. Bau- und farbgebungstechnisch ist Dein Jgdpz. IV über jeden Zweifel erhaben.


Walter23

Moin

Ich finde auch, dass es ein geelungenes Modell ist. Anfangs haben mich die
bläulichen Flecken irritiert, aber die Bemalung wirkt dadurch letztlich auch (improvisiert Seitens der Syrer)

- - -

Bzgl. Ehemaliges WK.II-Gerät

Falls ich es richtig in Erinnerung habe, stammte etliches davon aus Beutebeständen der
Sowjetunion, bzw. deren Bündnispartnern nach dem WK2 (Warschauer Pakt).

So soll im Libanon-Krieg Anfang der 1980er eine größere Menge ans StG44 im "farbikfrischen"
Zustand mit entsprechender Munition in den Waffenlagern der PLO gefunden worden sein.

Gruß

Walter
aktuellste Bausatz-Vorstellung Leider sind die Bilder futsch...

m5specht

#15
Hallo zusammen

Über den grossen positiven Feedback freue ich mich sehr! :klatsch:

So jetzt versuche ich auch noch das eine oder andere zu beantworten:
@camawa: Wäre schön wenn Euer Höck mal mehr in meiner Nähe stattfinden würde...
@mops111: Da der Kaumpfraum aus einzelnen Platten zusammengeschweisst wurde, passt das Aussehen meiner Meinung nach sehr gut.
@Schnurx: Erwischt, das blanke Metall an den Stürtzrollen habe ich vergessen, resp. nach dem letzten Mattlackanstrich ist es nicht mehr sichtbar. Werde ich noch ergänzen. Die Idee mit dem Lukendeckel in "Original-Farbe" hatte ich, ist aber auch irgenwie vergessen worden.
@Kurfürst: War halt eben ein "Spontan-Dio" und das die einzige Figur die halbwegs passt und einigermassen ansehlich ist.
@TittyTwister: Ob das Fahrzeug Gefechtsbereit ist oder nicht ist an einem solchen mit nur 2 Luken relativ schwierig festzustellen. Während meiner aktiven Zeit fuhren wir sehr oft (viel öfters als an Modellen dargestellt) mit Mündungsschonern durch die Gegend um die Kanone vor Staub und Schmutz zu schützen. Dabei gab es sogar eine Variante die im Notfall durchschossen werden durfte.
@Walter23: Ich geb's zu ich bin leicht Farbenblind! Aber wo siehts du bläuliche Flecken?

Woher die Panzer und Jagdpanzer genau stammen ist scheinbar nicht so sicher, ein zusammenhang mit dem DAK kann auf jedenfall ausgeschlossen werden, da der Krieg in der Wüste vorbei war, bevor diese Fahrzeuge ausgeliefert wurden. 1956 und 1967 wurde diese bestimmt fast ausschliesslich als Bunker eingesetzt.


Bernd B.

Stimmt, DAK war wohl eher Gedächtnisfehler ... die Pz IV kamen wohl per Nachkriegsverkauf aus Frankreich und Spanien nach Syrien. Hier übrigens 'mal ein Bild, wie sie auf den Golanhöhen zum Einsatz kamen:

http://www.ww2incolor.com/modern/Syrian+PzIV.html

Wegen "Langlebigkeit" ... wie lange nutzten die Schweizer noch den Hetzer-Nachbau ...?

m5specht

@Bernd B.: Die Hetzer/G13 der Schweizer Armee waren Nachkriegsmodelle! Wurden glaube ich bis Ende 70er/ Anfangs der 80er Jahre eingesetzt....

Walter23

Oh da hatte ich heute morgen was an den Augen  :15:


Sehe jetzt auch, dass die Flecken grün sind :pffft:

aktuellste Bausatz-Vorstellung Leider sind die Bilder futsch...

Philip


JWintjes

Zitat von: m5specht am 22. Oktober 2009, 13:23:30
@Bernd B.: Die Hetzer/G13 der Schweizer Armee waren Nachkriegsmodelle! Wurden glaube ich bis Ende 70er/ Anfangs der 80er Jahre eingesetzt....

Naja, nach dem Krieg gebaute Modelle vom Kriegsmontageband, würde ich eher sagen. Die sind alle 1946 oder kurz danach gebaut worden, Unterschiede zu sehr späten Hetzern sind bei frühen G-13 minimal. Die letzten wurden übrigens 1972 aus dem Dienst genommen. Insgesamt heißt es, die Schweizer seien mit ihnen zufriedener gewesen, als die Besatzungen der Wehrmacht.

Jorit

m5specht

@Nelson1805: Sorry, habe Deine Frage überlesen; ich habe keine Ahnung was die arabischen Schriftzeichen bedeuten!

m5specht

Kleiner Nachtrag

Nach längerem Suchen bin ich über folgendes Heft gestolpert:
Concord "Armor at War" Nr. 7008, Tank Battles of the Mid-East Wars 1948-1973 gestolpert und darin ein Bild dieses Jagdpanzers gefunden:



Neben vielen amerikanischen und Englischen Panzerfahrzeuge und Geräte zeigt das Heft auch einges an Deutschem Material:

Bison auf Panzer II Fahrgestell auf seite der Ägypter 1948
Panzer IV, Sturmgeschütz III im Einsatz bei den Syrern und sogar ein Bild einer Selbstfahrhaubitze Hummel beim Einsatz für die Syrer!

Usperator


Wahrscheinlich ist das Bild recht bekannt. Ein ehemaliger Lorraine Schlepper der zur Panzerhaubitze umgebaut wurde. Wahrscheinlich wurde das Fahrzeug von DAK eingesetzt. Die Aufnahmen wurden 2005 im Irak gemacht.

JWintjes

Die beiden grundlegenden Aufsätze zu den syrischen Panzern sind meines Wissens L. Ness, Syrian Panzers. Where Did they come from? Military Ordnance 9 1999, 43-46 und S. Zaloga, Strangers in a Strange Land, Military Ordnance 5 1995, 4-7.

Ness gibt Zahlen des Near East Arms Coordinating Committee, ins Leben gerufen 1952 um Waffenexporte in den Mittleren Osten zu koordinieren:

Für den 1. November ermittelte das Kommittee folgende Bestände in Syrien an aus Frankreich geliefertem Kriegsmaterial:

30 "leichte Panzer" - Pz III, Pz IV, R 35, H 35
9 Hummel
28 "StuK 40 on Pz III chassis", also wohl StuG III
6 "StuK 40 on Pz IV chassis", dahinter verbergen sich wohl die Jagdpanzer
2 75mm amerikanischer Herkunft auf M.36 Lorraine-Schlepper
36 50mm PaK
12 25mm PaK (franz.)
17 47mm PaK (ital.)

Hinzu kamen bis Ende 1954 noch

24 105mm leFH
24 75mm PaK

Dieser ganze Kram ist wie gesagt aus Frankreich geliefert worden.

Aus anderen Quellen (Tschoslowakei) kam die Mehrzahl der übrigen Pz IV, von denen 1956 insgesamt offenbar 60 vorhanden waren und mit 51 M4A1 den Kern der Panzertruppe bildeten. Ob der eine turmlose (Kommando-?)M4A1, der bei Zaloga abgebildet ist, dazuzählt, oder nicht, läßt sich nicht sagen.

Jorit