Ammo of Mig Acrylics Brushen: brauche Einschätzung und Rat

Begonnen von Franz, 28. Februar 2021, 18:56:52

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Franz

Hallo zusammen,
hab da ein (scheinbar) unlösbares Problem. Vorweg ... der Original Verdünner, was auch immer das für eine Wunderbrühe sein muß,
ist nur noch bei Ebay erhältlich. Werde das Zeugs dann dort wohl kaufen müssen. Trotzdem ....

Mit einer Triplex mit 0.2er Bedüsung, hatte ich immer folgendes Ergebnis (Plastik - Sheet, Oberfläche war aufgerauht u. fett frei):



Hab den Druck von 0,5 - 1,0 bar variiert. Hab als Verdünner probiert: Spiritus, ISO, Mr. Hobby, Tamyia, Vallejo (hat geklumpt). Verdünnt von 50:50 bis 20:80 (Verdünner).

Hab Sprüh Abstand auch variiert. Düse peinlichst gereinigt. Funktioniert mit Gunze einwandfrei.

Was denkt ihr was schief gelaufen ist? Weis es echt nicht 8o

LG Franz
Cogito ergo sum

Maesi

Also, wie schon an anderer Stelle erwähnt verabeite ich die Ammo of Mig Farben folgendermaßen ...

Tamiya HG 0,3 mm mit Retarder (einen Tropfen) unverdünnt bei ca. 1,2 bar.

Tamiya HG Superfine 0,2 mm mit Retarder (einen Tropfen) Verdünnung 50:50 (original Verdünner) 1,5 bar.

Iwata HP-B 0,2 mm mit Retarder (einen Tropfen) Verdünnung 50:50 (original Verdünner) 1,5 bar.


Manchmal auch nach Gefühl, weil die Farben nicht immer exakt pigmentiert sind. Die Acrylics sind halt auch gerne mal Zicken da spielt der Hersteller keine Rolle :3: .

Eventuell liegen dir ja die Tamiya oder Gunzes mehr.

:winken:
Matthias

Franz

#2
Hab jetzt dieses Video gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=gyte6l1Gokw&utm_source=AMMO+News&utm_campaign=fd2066d45c-EMAIL_CAMPAIGN_2017_06_21&utm_medium=email&utm_term=0_b508638084-fd2066d45c-270262589

Wenn man genau hin schaut, sieht man das es immer einen ähnliche Oberflächenstruktur ergibt. Niemals richtig glatt. Man sieht es, je nachdem wie das Licht auf den Plastik Löffel fällt.
Scheint also ein generelles Problem der Farbe aufgrund der Wasser-Basis zu sein. Ich probier's aber selber mal mit dem Original Verdünner aus.

Die Technik des leichten Einnebels hab ich übrigens auch ohne Erfolg probiert.

@Matthias: danke für die Tipps. Leider gibt es für moderne Russen Flieger keine passenden Farben von Gunze, oder Tamiya.

LG Franz
Cogito ergo sum

Maesi

Franz, nichts für ungut, aber wenn ich mit der Oberfläche nicht zufrieden wäre, würde ich die Farben nicht nutzen  :1: .

:winken:
Matthias

Franz

Zitat von: Maesi am 28. Februar 2021, 19:38:00
Franz, nichts für ungut, aber wenn ich mit der Oberfläche nicht zufrieden wäre, würde ich die Farben nicht nutzen  :1: .

:winken:
Matthias

Ganz meiner Meinung. Leider krieg ich für meine SU-35 nix passendes bei Gunze, oder Tamiya. Ich probiere auch gerne mal was Neues aus. Kein Problem. Darum bestelle ich auch den Original
Verdünner.

LG Franz
Cogito ergo sum

BAT21


Viquell

Moin Franz  :1:

so wie das Sprühbild auf dem Foto erkennen läßt, hat der Verdünner mehr ruiniert als verbessert,
gleichen Erfolg hatte ich mit den MiG Ammo Farben der LW , ich habs nach 2 Tagen aufgegeben,
der MiG Ammo Verünner  hat wohl Zusätze die den "Ersatzverdünnern " fehlen und es ist wie bei den Vallejo Farben auch , Originalverdünner sonst gehts in die Hose  ;( ;( ;(

Ich würde da auch nicht weiter experimentieren , das kostet Zeit , Nerven und im schlimmsten Fall auch Material der Gun, was sich ja sicher nicht lohnen würde.

:winken: :winken: :winken:

Gruß Jens
((( ړײ).......Nein, ich mache keine Sachen
.(▒.)..kaputt!!
.╝╚...Ich verändere nur die Gebrauchfähigkeit

Maesi

Was den passenden Farbton angeht, mischen geht immer ...

Andererseits ist das natürlich auch die Geschäftsidee der verschiedenen Hersteller. Der Einfachheithalber oder nenne es Bequemlichkeit  :6: .

:winken:
Matthias

Franz

@BAT21: danke für den Link

@Jens: ich grüble grade auch in diese Richtung  :8:

@Matthias: die modernen Russen Farben sind gar nicht so ohne. Bin aber schon am mixen und rum probieren  :3:

LG Franz
Cogito ergo sum

Flugwuzzi

Von Mr Paint gibt es SU-35 Farben.
z.B. https://mrpaint.sk/USSR?product_id=410

Habe MRP Farben schon oft verwendet ... sind exzellent, ergeben ein Superfinish, aber halt Lösemittelbasiert.

Auch wenn ich es ungern zugebe,  mit den Amig Airbrush Farben bin ich persönlich absolut nicht zurechtgekommen und hab Sie aus meinem Modellbauarsenal entfernt.

lg
Walter
DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGES IST ANZUFANGEN. (Mark Twain)

Keks_nascher

Ich habe gestern zum ersten Mal mit den Ammo Mig Farben gebrusht. Folge war massive Ansammlung an getrockneter Farbe an Düse&Nadel. Hatte aber zuvor AK Acryl gesprüht und nicht penibelst gereinigt, vielleicht kam es daher.

Heute probiere ich es nochmal. Gun ist blitzeblank geputzt und ich versuche mal wie in Englischsprachigen Foren erwähnt, den Gunze Mr. Color Leveling Thinner  :pffft:
Gruß Michi

Franz

@Walter: womit verdünnst du die? Mit dem Original Thinner? Wäre eine Überlegung  :winken:

Also bei A-MiG bin ich jetzt auch raus  :1:

LG Franz
Cogito ergo sum

IchBins

Moin.

Um es kurz zu machen: Sind bei mir in die Tonne gewandert (zum Teil).

Ich hab ähnlich wie Du einige Versuche veranstaltet. Verschiedene Düsen, Verdünnerverhältnisse, Druck...eben alle Variablen.

Mal läuft das Zeug sonst wo hin, mal stopft sofort die Düse zu. Eine matte Sandfarbe ließ sich super sprühen (wenngleich auch mehr Reinigungsaufwand als bei Lack, aber das ist normal), eine "Tire Black" war einfach unbrauchbar. Das Zeug konnte man schütteln solange man wollte, Verdünnen wie man wollte. Ging einfach nicht.

Glaube einfach, dass das Zeug nicht das Gelbe vom Ei ist. Wollte nie meine treuen Gunze (und AK RC mittlerweile) ersetzen, aber bin immer neugierig bei neuen Farben und wollte dieser "gesunden" (naja) Art von Farbe mal wieder eine Chance einräumen. Irgendwie wird das nichts mehr mit mir und denen. Wobei: Kurze Tests mit AK 3rd Gen waren positiv.


Olli
Sine Ira et Studio

Instagram: @kurfuerst_4

Flugwuzzi

Zitat von: Franz am 01. März 2021, 18:12:50
@Walter: womit verdünnst du die? Mit dem Original Thinner? Wäre eine Überlegung  :winken:
Franz, die MRP Farben brauchen keinen Verdünner, die sind schon spritzfertig. Falls ich aber doch verdünnen muss, dann nehme ich einfach Mr. Color Levelling Thinner, funzt wunderbar  :P

lg
Walter
DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGES IST ANZUFANGEN. (Mark Twain)

Hans

Du beschreibst Probleme, wie sie bei aller Wasser-acryls auftreten, also Revell Aqua, Vallejo, Humbrol Acryl....Kontinuierliche Bedingungen kenn ich nur bei Alkoholacryls.
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

Franz

Ja so ist das. Ich sehe auch keinen Grund mehr, diese Wasserfarben zu versprühen.

LG Franz
Cogito ergo sum

Iceman86

Da ich momentan so zwischendurch ein bisschen mit Farben teste, um auch meine Airbrush besser kennenzulernen, habe ich es nochmal mit den Ammo of Mig Farben probiert.
Ergebnis ich komme damit irgendwie nicht zurecht. Auf Papier die Airbrush so eingestellt das es ein sauberes Spritzbild ergibt und man schöne Linien mit scharfen Kanten sprühen kann.
Auf Kunststoff habe ich dann wie bei Acryl üblich erstmal dünn gesprüht.
Dann in mehreren lagen dünn weiter gemacht. Das was auf der Oberfläche auftrifft ist irgendwie zu grob obwohl verdünnt. Stärker verdünnen bringt aber keine Verbesserung.

Arbeitet einer von euch mit den Farben?

Gruß
Daniel

Hobbybastler

#17
Zitat von: Iceman86 am 25. Januar 2023, 20:14:25Arbeitet einer von euch mit den Farben?

Ja, ich! :D

Bei der vor kurzem fertig gewordenen Twin Mustang habe ich für das Zinkchromatgrün im Cockpit und das Zinkchromatgelb im Fahrwerksbereich auf Ammos zurückgegriffen und war sehr zufrieden mit dem feinen Spritzbild. Ich nutze allerdings einen eher hohen Druck - so um die 2 bar - und habe ca. 1 zu 1 mit dem Originalverdünner direkt in der Airbrush verdünnt, und nebele erstmal mit viel Luft und ganz wenig Farbe eine dünne Schicht auf das grundierte Plastik. Wenn die angetrocknet mit, werden die nächsten Schichten satter aufgetragen. Das mache ich aber immer so, auch mit Farben anderer Hersteller, damit war das für mich nichts besonderes. Klappt sehr gut.

Beim Pinseln zieht sich die Farbe allerdings ähnlich zusammen wie auf dem im Eröffnungspost gezeigten Bild:

Zitat von: Franz am 28. Februar 2021, 18:56:52

Für mich ist es das Ergebnis aus zu viel sehr flüssiger Farbe und Oberflächenspannung, was zu der Tropfenbildung führt. Ich habe schon überlegt, einen Mini-Tropfen Spüli dazuzumischen ... ;)

Beim Pinseln kann man aber nach ca. 30 Sekunden die Tropfen wieder mit dem Pinsel verteilen, und dann bleibt die Farbe da, wo sie hin soll. Da es mit der Airbrush wie beschrieben ohnehin bei mir klappt, habe ich darauf verzichtet.

Viele Grüße
Christian


Iceman86

Hallo Christian,

Danke für die Info.
Hatte erst mit 0,8 Bar angefangen und schnell gemerkt das es zu wenig ist. Bin bis 1,5 Bar gegangen und es wurde besser. Aber 2 Bar finde ich schon extrem. Was für eine Airbrush benutzt du? Da die Farbe ja eigentlich recht beliebt sind muss es ja irgendwie funktionieren mit einem feinen Sprühbild.
Bin jetzt nicht auf die Farben angewiesen aber da ich welche habe würde ich diese auch gerne verwenden können.

Gruß
Daniel

Hobbybastler

#19
Hallo Daniel,

ich habe eine Evolution Silverline mit 0,2-er Düsensatz verwendet. Ich weiß, dass ich mit einem nach allgemeinem Verständnis viel zu hohen Druck arbeite, aber für mich passt das, und ich komme mit niedrigeren Drücken nicht wirklich zurecht.

Was mir gerade noch einfällt: Franz hat eine Triplex verwendet. Meine Methode mit ganz viel Luft und ganz wenig Farbe wird der der gekoppelten Luft- und Farbmengenregelung wahrscheinlich schwierig.

Viele Grüße
Christian

Christian1970

Zitat von: Franz am 03. März 2021, 14:35:29Ja so ist das. Ich sehe auch keinen Grund mehr, diese Wasserfarben zu versprühen.

LG Franz

Mal ne blöde Frage. Hast du die Mig Farben mal ohne Verdünner gesprüht? Ich benutze die nämlich nur ohne Verdünner und die lassen sich mit der Airbrush von Mig , der Aircobra mit 0,3mm Nadel super sprühen.
Die Farben werden gut geschüttelt und dann gesprüht. Ich benutze die Einzelfarben von Mig und auch die Farbsets von denen.
Die Farben sind ja so flüssig, da käme ich nie auf die Idee, einen Verdünner zu nehmen.
Was ich nur festgestellt habe. Wenn ich mit den Mig lackiere, muss die Grundierung auch von Mig sein, sonst kann es passieren, dass es wie auf deinem Foto aussieht.
Anders wie die Vallejo Farben, wo man Verünner, Retarder etc, für ein gutes Ergebnis braucht.

Gruß Christian  :winken:

Hobbybastler

Zitat von: Christian1970 am 26. Januar 2023, 08:52:06(...) Wenn ich mit den Mig lackiere, muss die Grundierung auch von Mig sein (...)

Tamiya Surface Primer geht notfalls auch. Aber stimmt schon, ich habe in meinem Beispiel den One Shot Primer von Mig verwendet. Wenn ich einmal raten darf: Der wird so stumpfmatt, dass er den Farben vielleicht etwas mehr Halt gibt, was dann der Tropfenbildung entgegen wirkt ...

Bis dann,
Christian

Christian1970

Zitat von: Hobbybastler am 26. Januar 2023, 09:35:48
Zitat von: Christian1970 am 26. Januar 2023, 08:52:06(...) Wenn ich mit den Mig lackiere, muss die Grundierung auch von Mig sein (...)

Tamiya Surface Primer geht notfalls auch. Aber stimmt schon, ich habe in meinem Beispiel den One Shot Primer von Mig verwendet. Wenn ich einmal raten darf: Der wird so stumpfmatt, dass er den Farben vielleicht etwas mehr Halt gibt, was dann der Tropfenbildung entgegen wirkt ...

Bis dann,
Christian

Tamiya klappt leider nur teilweise. Daher habe ich ihn nicht genannt. Bei den Farbensets, die ich von Mig benutze klappt es auch mit dem Tamiya Primer.
Bei manchen Einzelfarben leider nicht. Das habe ich bei einigen M113 feststellen müssen. Da habe ich, auf den Tamiya Primer, mit Mig Interior Green gesprüht. Die Farbe ist auch sofort abgeperlt.

Gruß Christian  :winken:

Iceman86

Scheinbar ist der Untergrund für die Mig Farben wirklich extrem wichtig. Habe heute nochmal einen Versuch gemacht. Habe auf die Fläche lackiert die ich gestern mit den Farben lackiert habe. Es zeigt sich ein komplett anderes Bild und es ist viel feiner. Aber die AK 3g sind wirklich um Welten besser.
Werde die vorhanden Ammo of Mig Farben noch verwenden aber nicht mehr neues kaufen.

Gruß
Daniel

Hobbybastler

#24
Ich habe auch noch mal etwas herumprobiert. Verdünnen ist wirklich nicht unbedingt erforderlich, die Farben gehen auch so prima durch die Airbrush, sind dann aber direkt sehr deckend. Wenn ich eine lasierende Wirkung haben will, werde ich weiterhin verdünnen, sonst kann ich künftig darauf verzichten. Danke für den Hinweis! :P :D



Viele Grüße
Christian