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Autor Thema:  ZSU-37 (1943) 1:72 Unimodels  (Gelesen 1708 mal)

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giftmischer

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ZSU-37 (1943) 1:72 Unimodels
« am: 17. Juli 2010, 11:43:44 »
ZSU-37 (1943)    


Modell:  ZSU-37 (1943)
Hersteller:  Unimodels
Maßstab:  1:72
Art. Nr. :  305
Preis ca. :  10 €







Beschreibung:  Die Selbstfahrlafetten-Flugabwehrkanone "ZSU-37" ist im Jahre 1943 entwickelt worden. Auf Basis der Selbstfahrlafette "SU-76" wurde der oben offene, aus vertikalen Panzerblechen zusammengeschweißte Turm montiert. Die Hauptbewaffnung stellte eine 37-mm-Flugabwehrkanone 61-K dar. Der Turm war drehbar gelagert und die Kanone konnte vertikal zwischen -3 und 85 Grad Neigung ausgerichtet werden. Die Besatzung des Fahrzeuges bestand aus 6 Mann. Nach dem ersten Baulos wurde die Produktion wegen größerer Konstruktionsfehler wieder eingestellt. Vor allem der aus 2 parallel laufenden 70 PS-Motoren bestehende Antrieb war dem Gewicht des Fahrzeuges von über 12 t nicht gewachsen.

Unimodels aus der Ukraine ist in der Grauzone zwischen Short-run und Serienproduktion zu finden. Bringt die Firma immer wieder kleine Bausätze recht unbekannter Fahrzeugtypen heraus, ist die Fertigungsqualität jedoch durchaus auf dem Niveau der großen Produzenten. In der kleinen Schachtel finden sich in eine Plastiktüte eingeschweißt 6 kleine olivgrüne Spritzlinge, ein winziger Ätzteilrahmen, ein kleines Decalblättchen und die DIN-A4-Bauanleitung. Wie auch bei der originalen Entstehung des Fahrzeugs wurden auch von Unimodels für das Fahrwerk die Spritzlinge des SU-76-Bausatzes aus gleichem Hause verwendet, wobei der Gußrahmen mit dem Laufwerk doppelt beiliegt. Hier bleiben dann auch ein paar Teile übrig. Die Kette ist als Segmentkette gegossen und paßt in fertigem Zustand überaus genau an das Laufwerk. Die Unterwanne wird aus drei Bauteilen zusammengefügt. Die restlichen 3 Spritzlinge befassen sich dann mit der Oberwanne und dem Turm samt Flak. Alle Spritzlinge kommen mit wenig bis keiner Gratausbildung aus, lediglich einige wenige kleine Sinkstellen sind zu entfernen. Klarsichtteile sind keine enthalten.

Die Ätzteile können mit den heute üblichen z.B. aus dem Hause Eduard nicht mithalten. Sie sind recht grob ausgeführt, jedoch ist ihre Anzahl am Modell und ihr Detaillierungswert so gering, das sich das nicht besonders auf den Endergebnis auswirkt. Großhersteller hätten diese Details wie Lukendeckel und hufeisenförmige Ösen wahrscheinlich direkt auf den Bauteilen aus Plastik angegossen.

Das Decalblättchen beinhaltet ganze 4 Decals, zwei rote Sowjetsterne sowie zweimal die Nummer "35" in weiß. Sie sind auf mattem Film gedruckt, der weit über die Motive übersteht. Hier sollte man zur Schere greifen. In der Handhabung sind sie unkompliziert und brauchbar. Verschiedene Bausatzversionen fallen somit auch weg, Angaben zur Einheit gibt es nicht.

Die Bauanleitung ist verständlich und übersichtlich gestaltet, die Farbangaben beziehen sich auf Humbrol. Auf der Rückseite der Schachtel befindet sich noch eine farbige Mehrseitenansicht als Bemalungshilfe.

Die Paßgenauigkeit des Bausatzes ist gut, die Spachtelmasse mußte nur wegen der Sinkstellen ausrücken.



















Fazit:  

Netter kleiner Bausatz für zwischendurch ohne große Schwierigkeiten. Durch die gute Paßgenauigkeit und die einfache Handhabung inklusive Bemalung auch anfängergeeignet. Einzig die teilweise winzigen Teile erfordern etwas Fingerspitzengefühl.

+ gute Bausatzqualität
+ Paßgenauigkeit
+ Ätzteile bereits vorhanden

- wenige Sinkstellen
- nur eine Version baubar
« Letzte Änderung: 17. Juli 2010, 11:46:12 von giftmischer »