* F E R T I G * Lockheed P-3C Orion - MFG 3 (Eigenbau / 1:350)

Begonnen von Graf Spee, 27. August 2014, 22:15:34

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Graf Spee

Vor langer, langer Zeit hatte ich ja mal nach einer P-3C im Maßstabsbereich von 1:300 - 1:400 gesucht.
Fazit damals wie heute: Fehlanzeige. :2:

Tja, was nun?
Nach einiger Recherche schaffte ich es mir, Pläne einer P-3 zu besorgen.
Diese habe ich mir entsprechend skaliert und mich an ein "abbadahabbichscratch" gemacht.
Irgendwie muss das ja auch gehen. ;)

Begonnen habe ich damit, die Seitenansicht und die Spanten auf 0,5mm Sheet zu kleben, damit ich mir diese ausschneiden kann.


Das Ergebnis sah dann so aus:

P-3 in Scheiben, nicht am Stück ;)

Wie bei meiner Köln habe ich dann die Spanten mit dem Kiel (oder wie immer das bei den Flugmoppeds heißt) verzapft und verklebt:


Dann die Außenhaut aus dünnen Sheeet-Streifen:


Und es kam der Modellbauer-Biathlon:
Spachteln -> schleifen...   ...spachteln -> schleifen...   ...usw...   ...usw...

Solange, bis der Rumpf in Form war.
Ich muss sagen, dass er wirklich sehr stabil geworden ist.
Hätte ich nicht gedacht.

Die Flügel habe ich aus 2 aufeinander geklebten 1mm Platten geschnitten...


...und danach in Form gefeilt:


Danach kamen dann die Höhen- und das Seitenleitwerk noch hinzu.
Alles wurde dann mit dem Rump verstiftet und verklebt sowie danach verspachtelt um vernünftige Übergänge zu bekommen:

Die richtigen Winkel waren etwas tricky, da musste ich mir mit einer Schablone behelfen.
Der MAD-Stachel ist aus einem 1mm Rundstab passend gefeilt und dann eingeklebt worden.
Flügel und Leitwerke haben auch ein paar Gravuren bekommen, damit es nicht so eintönig ist.
Denn die Maschine wird ja schlicht grau.

Nachdem das alles soweit war, kam der Punkt, an dem der Termin in den Orkus ging.
Die Motoren. :rolleyes:
Die optimistische Zielsetzung war es, sie bis zum TdoT an der MTS fertig zu kriegen.
Das war zuuuu optimistisch gedacht :pffft:

An denen sitze ich seit 4 Tagen und versuche, sowohl die Form zu treffen als auch eine glatte Oberfläche zu bekommen.
Also heißt es: Sheet anpassen, zurechtfeilen, trockenpassen, schmirgeln, ankleben, beispachteln, schleifen, ...

Naja, wenn Modellbau einfach wäre, wäre es Basteln ;)

Somit kommt sie wohl mit zur Ausstellung am Samstag, aber halt als "Work-in-progress"
Wenn ich das mit den Motoren dann endlich in den Griff bekommen habe, kann ich mich dann die Fenster, Antennen, usw. machen.

Ich hoffe, das Lesen hat bis hierhin Spaß gemacht. :1:

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
das sie ein allgemeines Gesetz werde.



bughunter

Vor Dir und Deiner Scratcherei ist nix, aber auch gar nix sicher 8o
Hut ab, einfach mal so eine P-3 :P Echt Klasse geworden, ich kenne Sie aus der Luft (hat neulich mal geil über der A9 zum Landeanflug eingekurvt) und habe sie sofort wiedererkannt. Die Turbinengondeln schaffst Du auch noch!
Wieder einmal ein Highlight, für das man sich auf Wilnsdorf freuen kann!

Viele Grüße,
Bughunter

Wikipedia sagt: "Ein Modell ist ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit."
Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

Hörnchen

I werd narrisch, da zaubert der Graf mal mir nix dir nix ne P-3!!! 8o
Das ganze schaut auch schon verdammt nach Flieger aus und eins weiss ich gewiss. Die Gondeln bekommst du auch noch hin. :1:

Gruß André

Es gibt eine Sache auf der Welt, die teuerer ist als Bildung - keine Bildung (JFK)

Sparky



"People sleep peaceably in their beds at night only because rough men stand ready to do violence on their behalf." -- George Orwell

Graf Spee

Danke für´s Interesse.
Und für den Zuspruch natürlich :1:

@Sparky:
Ist eine Interessante Alternative, zweifelsohne, aber...
- die Form der Motorgondeln passt nicht
- die Propeller sind falsch
- die Propellernabe ist falsch
- es fehlen die Lufteinlässe an der Front der Motorgondeln
- die Darstellung der Fenster ist nicht korrekt
- ...
Also alles in allem müsste ich genau die Sachen im gleichen Maße umbauen, die ich bei meiner auch gerade mache.
Also hätte es sich nicht gelohnt. :2:
Ist aber vielleicht für jemanden anders interessant :1:

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
das sie ein allgemeines Gesetz werde.



Puchi

Mathias, ehrlich, wo soll das nur hinführen... :pffft: Jetzt scratcht Du Dir auch schon die 1/350er Flieger selbst. 8o

:6:

Tolle Vorgehensweise, Spantkonstruktion plus Beplankung hätte ich in dem Maßstab wohl als letzte Bauweise in Betracht gezogen. Das Resultat gibt Dir aber recht, schaut echt super aus! Und es ist wohl auch die beste Methode, die Form möglichst gut zu treffen. :klatsch:

Wieder mal gräflich, was Du da abziehst! Daher gilt für diesen BB strengstes "abbadamussichzuschauen"! :D


Liebe Grüße,

Karl


Russfinger

Wie g.... ist das denn?
Ich spar mir an dieser Stelle weitere Worte und fall Dir dann Morgen persönlich um den Hals.

:winken:

Russie


No Kit left behind!

Hajo L.

Sieht toll aus! Täusche ich mich, oder ist der Rumpf um vorderen Bereich einen Tick dicker als hinten? Auf dem ersten Bild mit der Beplankung scheint sich das schon anzudeuten...


HJAO
"My theory is longer, thicker and harder than yours." (Frank Farrelly)

Aufgrund der Photobucket-Problematik sind zahlreiche Bilder von mir nicht sichtbar. Bei signalisiertem Interesse stelle ich die fehlenden Bilder gerne über einen anderen Host wieder online.

Repsol2k

Genau gesehen hat er es richtig gemacht, da dor schon eine leichte Ausbeulung existiert aufgrund der Bombing Bay , dort wo z.b. Torpedos gebunkert werden.

Hier mal ein Bild wo man es leicht erkennen kann:

http://data3.primeportal.net/hangar/michael_block/p-3c_161594/images/p-3c_161594_24_of_25.jpg

Gruß Sascha

Graf Spee

@Hajo:
Wie von Repsol2k geschrieben ist dort der Waffenschacht, also der Rumpf dort wirklich dicker :1:

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
das sie ein allgemeines Gesetz werde.



Bongolo67

                    Mein MB-Portfolio
Zum Großprojekt: "E.B.F.D.N."

maxim

Interessant! Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, einen 1/350 Flieger mit Spanten innen zu bauen. Ich dachte, dass das nur massiv ginge. Aber das sieht so aus, als ginge es durchaus mit Spanten, wodurch natürlich die Form viel besser definierbar ist.

Wie dick sind die Platten, die Du für die Außenhaut genommen hast? Und welche Spachtelmasse hast Du benutzt? Mit zu viel Lösungsmittel in der Spachtelmasse hätte ich gedacht, dass sich das leicht verzieht. Aber Du schreibst ja, dass der Rumpf sehr stabil geworden ist.
Im Bau: Geschützter Kreuzer SMS Gazelle (Kombrig)


David Lengyel

 8o This is such spectacular build! I'll keep my fingers crossed for you. This is going to be awesome!

Claas

Mal wieder ein großes Respekt von meiner Seite aus! Gerade als ehemaliger MFGler gefällt mir dieser Baubericht sehr gut!

Bin mal auf das Endergebnis sehr gespannt!

Graf Spee

@Ulf:
Danke schön.
Die stell ich in Parow mit auf den Tisch, wie gesagt, als Work-in-progress (Neu-Deutsch), dann kannst Du sie Dir auf jeden Fall live begucken.

@maxim:
Die Spanten sind aus 0,5mm, die Außenhaut aus 0,3mm.
Massiv-Bauweise hatte ich auch überlegt, aber da hätte ich negativ Schablonen gebraucht, um die Form hinzu kriegen.
Das hätte ich nicht soooo auf die Reihe gekriegt.
Von daher ist das für mich die einfachere Variante.
Als Spachtelmasse habe ich Humbrol und Revell verwendet.
Revell, weil mein Humbrol alle war.
Aber Revell ist mist, die ist zu bröselig nach dem verdünnen und lässt sich schlecht schleifen.
Von daher habe ich mir wieder Humbrol besorgt.

@David Lengyel:
Thank you.
I´m hoping to finish it during the next two weeks...
So: stay tuned ;)

@Claas:
Freut mich einen MFG-ler hier dabei zu haben.

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
das sie ein allgemeines Gesetz werde.



maxim

Nur 0,3 mm und die sind mit dieser Menge von Spachtelmasse fertig geworden? Hast Du da irgendetwas besonders gemacht?
Im Bau: Geschützter Kreuzer SMS Gazelle (Kombrig)


f1-bauer

Servus Herr Graf,
zuerst zelebrierst Du die feinsten Bemalungen in dem Minimaßstab, jetzt baust Du die Dinger auch noch Scratch ....  8o 8o 8o 8o - mir fällt da nichts mehr ein außer "genial". Die Idee mit den Spanten und Planken - hört, hört. Bausätze brauchst Du doch nur noch als Richtschnur.

Gruß
Jürgen  :winken: der tiefst beeindruckt und total geplättet ist.
 

Graf Spee

@Lars:
Ohne Probleme...
Ich habe die Humbrol Spachtelmasse mit Kluthe Universalverdünnung dünnflüssiger gemacht und dann häppchenweise aufgetragen.
Das ging/geht sehr gut. :1:

@f1-bauer:
Schön Dich dabei zu haben :)

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
das sie ein allgemeines Gesetz werde.



f1-bauer

Hallo Mathias,
zu deinem Motorgondel-Thema ist mir gerade was eingefallen. Ich verlinke hier mal zu kurtls Baubericht bei den Wettringern vom Tyrrell P34 Prototypen. Hier hat er sehr schön beschrieben, wie er die sehr komplexe Lufthutze hergestellt hat. Urform mit Sheet-Platten in Schichtbauweise hergestellt und dann mit Resinplatten abgeformt. In deinem kleinen Maßstab würde das m. E. auch funktionieren mit z. B. erwärmten Polysterol von Quarkbechern. Ist vielleicht eine Option, nur eine Urform zu bauen statt vier Gondeln zu scratchen. Ich denke mal es ist, neben der komplexen Form der Gondeln mit den Lufteinlässen, die größte Herausforderung, das vier mal annähernd gleich hin zu bekommen.

Gruß
Jürgen  :winken:

Graf Spee

Danke für den Tip :1:

Kommt aber leider etwas spät :D
Die Gondeln sind schon zu 90% fertig.
Aber was so viel Zeit in Anspruch nehmen wird, dass sie letztlich nicht termingerecht fertig wird, sind die Kleinteile, wie Antennen, Sonobojen, Radar, SatCom, UHF, ..., ...
Also die "nurnochs" :rolleyes:

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
das sie ein allgemeines Gesetz werde.



Sparky

...und den Klodeckel vom Bord-WC nicht vergessen (Deckel: klapp auf und zu, admiralblau geblümt, Vers.-Nr. ?)  :D
die waren im Original schon teuer (640$), weils die Urformen nicht mehr gab bei der Umrüstung...
Aber du übertreibst ja immer mit den "Nurnochs"; ist schon toll was du hier wieder zeigst!  :respekt:

:winken:
Sparky


"People sleep peaceably in their beds at night only because rough men stand ready to do violence on their behalf." -- George Orwell

Motschke

Äusserst beindruckend!  :meister:

Schon erstaunlich, dass es keine P-3 in 1/350 gibt!?!  8o Hätte vermutet, die wäre zumindest mal als Goodie in irgendeinem Schiffsbausatz dabei...
Moritz

"Das Wichtigste im Leben ist, man selbst zu sein. Es sei denn, man kann Batman sein. Sei immer Batman!"

Graf Spee

Nö, gibt´s wirklich nicht.
In 1/300 (die hat Sparky ja gefunden) und in 1/400 (in einem anderen Forum) gibt´s sie mittlerweile.
Aber die haben beide die Problemstellen, die ich weiter oben angeführt habe.

Und der Rumpf war jetzt nicht so schwierig, sondern halt die Motorgondeln.

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
das sie ein allgemeines Gesetz werde.



Jensel1964

Ich bin eben erst über diesen "Irrsinn" gestolpert. Mann, Mann, Mann..... :rolleyes:
Immer wenn man denkt, dass es nicht heftiger geht (Sternmotor in 1:350, die Lanc in 1:300...) haust Du hier einen Baubericht raus, der das noch übertrifft. Das ist ja sooooooo genial!!!!!!!!  :klatsch:

Wahrscheinlich ist es dafür schon zu spät, aber es wäre ne coole Idee gewesen, von der Orion einen Silikonabguss zu machen. Für Resinmodelle dieses Teils hättest Du 100%-ig zahlende Abnehmer gefunden. Mich z.B. ;)

Jens  :winken:

Graf Spee

#24
So, nach dem der Tag der offenen Tür nachbereitet ist bin ich auch dazu gekommen an der P-3 etwas weiter zumachen.

Auch wenn es erst mal nicht sonderlich spektakulär aussieht ;)

Als erstes kann ich sagen:
Die Motorgondeln sind fertig.

Im gleichen Zuge habe ich die Maschine auch gleich grundiert.
Die Lackierung erfolgt in Revell Matt 76.
Das passt m.M.n. sehr schön.

Danach ging es dann die ersten Details:

Aus Weißleim habe ich mittels auftupfen die "Fischaugen"-Fenster gemacht.

Und dann kam auch schon Farbe ins Spiel:

Bevor mich an die restlichen Anbauteile mache, werde ich zuerst so viel wie möglich an Markierungen aufbringen, damit ich mir da später nicht mit irgendwas im Weg bin.
Viel weiter bin auch erst mal nicht, aber das findet sich schon noch, wenn ich aus Potsdam wieder da bin.

Das Kennzeichen kommt noch, der "Marine"-Schriftzug, Flieger-Anker, "Rescue"-Pfeile, usw. usw...

Und danach dann die 6 Waffenträger, Antennen, Radom, und was sich auf den Fotos noch so alles findet.

Hier dann noch mal für zwischendurch ein Größenvergleich:


:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst,
das sie ein allgemeines Gesetz werde.