Ju 87 G Stuka im Maßstab 1/16 von Hachette!

Begonnen von Erdinger, 08. August 2010, 15:12:52

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Erdinger

Nun erwischt es auch die Flugzeugbastler: nach der Bismarck kommt nun der Kanonenstuka als Sammelmodell von Hachette: http://www.den-stuka-bauen.de/index.htm.
Im Unterschied zu der Bismarck soll die Stuka aus Messing erstellt werden! Nur wenige Teile aus Kunststoff. Modellmaße (von der Internetseite entnommen):

Länge 71 cm, Spannweite 93cm, Höhe 24cm.

Lt. Verlag soll der Vogel nach 140 (!) Ausgaben fertig werden. Ich habe mal kurz nachgerechnet und komme auf über 1100 Euro...

Ich werde mir das erste Heft dennoch mal im Handel holen und ansehen, bezweifle aber heftig, dass mir die Ju 87 das wert sei könnte...  :rolleyes:
Grüße!
Thomas 
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deleted_Account

Na ich weiß net ob das ein wenig zuviel ist für ein Abundzumodelbauer, was die da liefern. Mich würde sowas schon reizen, aber nicht für den Preis.  :2: Was ich gesehen hab sind da eine Menge an Ätzteile dabei und das für ein Laien. Ob das gut geht.

Gruß Maeks

Primoz

Das ist eher was für Reiche und Mutige!  :pffft:
Das Leben ist eine sexuell übertragbare unheilbare Krankheit mit tödlichem Ausgang

FREDO

Vergiß die Einfältigen, Unbedarften und Dummen nicht...
06120-4  Beste Grüsse ;)

Michael

Ich habe die Amati Bismarck hier liegen, im Bau befindlich, die hat genauso viel gekostet wie die Stuka. Ich habe noch kein selbstbaubares Modell der Bismarck gesehen das nur annähernd an den Detailreichtum von Amati herankommt. Selbst das fertige Modell von Fine-Arts in 1:195 für 20.000$ (kein Schreibfehler) ist meiner Meinung nach nicht so gut detailiert. Die Bs war mein Wiedereinstieg nach mindestens 25 Jahren Pause. Was die Bauanleitung angeht könnten sich manche Modellbauhersteller eine Scheibe abschneiden.
Mit ein wenig Fingerspitzengefühl ist sie auch von Laien zu bauen, davon bin ich überzeugt. Die Stuka wird mit Sicherheit ein sehr schönes Modell und wenn Sie in meinen Augen nicht so potthäßlich wäre würde ich sofort ein Abo abschließen.

Gruß Michael

P.S. Reich und mutig bin ich nicht, sollte ich vielleicht zu den anderen genannten gehören?   :n??: :3:
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

StiftRoyal

Klar, Michael eröffnet mir gerade einen neuen Blickwinkel auf die Abo-Bausätze.


Überlegt mal was manch ein Kleinserienbausatz kostet der meist viel Bastelerfahrung und einen dicken Geldbeutel voraussetzt. Da kostet ein 1:35er Lynx mal schnell 250€ und bedeutet mindestens ein halbes Jahr intensiven Arbeitseinsatz...oder denkt mal an die anderen 35´ Accurate Armor Bausätze  8o.


Solnage es etwas exklusives ist wie die Bismark im Mega-Maßstab oder eine Stuka mit kompletten Interior kann man ja mal ein Auge zudrücken, es ist ja immerhin etwas besonderes.

Bei einem Glattbahner den es so auch für ein Drittel gibt hält sich das Gleichgewicht dann allerdings nicht mehr so ;).

Update 30.12.2013 A6 Intruder + A6m5 Zero "Wonsan" + U-VIIC...

whitecat.1

Da habt ihr alle recht. Und noch ein anderer Aspekt: Wo lagert man so ein Teil dann halbwegs staubfrei wenns fertig ist? Ein Kumpel von mir hat sich mal ein sündteures Eisenbahngeschütz in 1/35 gekauft. Ein Blick auf die Teile ließ mich kapitulieren. Und nach etwas Nachdenken hat er sich wieder vom ungebauten Bausatz getrennt. Ich habe damals lauthals Exkremente beschworen: erst das tonnenschwere Teil in seine Wohnung hochhieven und kurze Zeit drauf wieder runter...

Michael

Zitat von: whitecat.1 am 08. August 2010, 19:55:29
erst das tonnenschwere Teil in seine Wohnung hochhieven

Klarer Vorteil fürs Abo, das kommt in Teilen :3:

Klar die sind schon riesig und benötigen viel Platz, aber man baut ja auch keine hundert solcher Modelle. Und in einem Zimmer in dem sich hunderte Plastikbausätze stapeln ist sehr viel Platz für große Modelle :1:
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

deleted_Account


Erdinger

So, habe mit heute für €1,00 die erste Ausgabe gekauft. Die beiliegenden Ätzteile, und aus solchen wird scheints das ganze Modell zusammengesetzt, haben für uns Modellbauer schon fast Panzerplattenstärke...  8o, geschätzte 0,5mm. Ich kann mich nicht erinnern schon einmal solche starke Messingplatten als Ätzteil in der Hand gehabt zu haben.

Das Armaturenbrett sieht in der Reliefätzung ganz passabel aus. Bei Interesse könnte ich ja vielleicht morgen Bilder einstellen?!?.

Thomas
Grüße!
Thomas 
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whitecat.1

@Erdinger:

Oh ja, bitte ein Bild! Falls man also irgendwann hinwirft lassen sich die "Ätzteilpanzerplatten" beim Altmetallhändler zu gutem Geld machen... ;)

rabapla

#11
Zitat von: StiftRoyal am 08. August 2010, 19:41:07
Bei einem Glattbahner den es so auch für ein Drittel gibt hält sich das Gleichgewicht dann allerdings nicht mehr so ;).

ich muß jetzt einfach mal fragen:

was ist ein "glattbahner"?

Gruß

Ralf

komplexe Systeme machen komplexe Fehler, 
einfache Systeme machen............ komplexe Fehler.    jede Menge 1/48 Flugzeuge und 1/72 Schiffe in unterschiedlichen Stadien

Schnurx

Tjaaaa... ok. Teure Angelegenheit, wobei der Gegenwert evtl. schon gegeben ist. Da ich keinerlei Erfahrung damit habe, würde ich da einfach mal Michaels Einschätzung der Qualität vertrauen.Vom Hörensagen her hat Amati zumindest ja einen ganz guten Ruf.

Wenn ich mir das Spantenmodell auf der Seite so anschaue, dann würde mich das schon reizen. Habe eh ein Faible für "technische" Schnittmodelle und da könnte man so wie das aussieht ein ganz hervorragendes, echtes Schnitt- oder Skelettmodell mit fast komplettem Innenleben draus machen.

Aus meiner Sicht sprechen dann aber doch ein paar gewichtige Punkte dagegen. Nicht unbedingt das Geld, auch wenn ich dafür z.B. ca. 20 WingnutWings Flieger kriege.
Sondern eher die mit dem Abo verbundenen Probleme: Zum einen die Laufzeit... bei 140 Folgen dauert es schonmal drei Jahre, bis die Teile alle beisammen sind.
Dann das Problem der Unsicherheit, wird das z.B. nach der 79 Folge eingestellt, bin ich mein Geld für 1-78 praktisch ohne nutzbare Gegenleistung los.

Was mich aber am Meisten abschreckt, ist halt, das ich überhaupt keine Lust habe, mir die Reihenfolge des Baus "von aussen" (ausser durch bausatzbedingte Sachzwänge) vorgeben zu lassen, was ich wann baue. Das Abomodell läßt mir entweder nur die Wahl häppchenweise die gelieferten Abschnitte zu bauen oder zu warten bis ich das Ding komplett habe (oder halt z.B. den gesamten Cockpitbereich) und dann in der Reihenfolge zu bauen, in der ich mag.

StiftRoyal

#13
Zitat von: rabapla am 10. August 2010, 10:01:22
was ist ein "glattbahner"?

Ein RC Bolide der für die flache Rennstrecke ausgelegt ist. Irgendein Hersteller hatte so einen mal in einem Abo aufgelegt (ich glaube einen Tourenwagen Benz) und einfach ein Kyosho Chassis mit eigener Karosse preislich einfach ein wenig aufgestockt ;). Das nenne ich dann, Massenware gut vermarktet :D.


Ps.

@Schnurx

Aber genau das Abo würde vielleicht vielen helfen so einen kompletten Bau auch mal von A-Z durch zu ziehen. Häppchenweise verliert man nie den Überblick und freut sich immer wieder auf was neues.

Ich kenne das von eigenen sehr komplexen Projekten aus meiner modellbauerischen Vergangenheit. Da waren dann oftmals so viele Baustellen das irgendwann mal der Motivations-Faden weg war. Bei der Stuka könnte ich mir vorstellen, das man ein wenig an die Hand genommen wird und somit nicht andauernd vor unlösbaren Problemen oder zig Baustellen steht.

Update 30.12.2013 A6 Intruder + A6m5 Zero "Wonsan" + U-VIIC...

Michael

#14
Also in Abschnitten zu bauen so wie Amati die Teile liefert macht keinen Sinn. Das habe ich an der Bismarck erlebt, mit dem Rumpf wurde begonnen bis er fast fertig war und die Ruder, Schiffsschrauben und was noch dazu gehört gab es mit Ausgabe 130 :12: Es läßt sich nichts zu ende bauen bevor man alle Teile hat da man sonst einzelne Baugruppen hundertmal in die Hände nimmt. Aber nur so denk ich können sie die Sammler bei der Stange halten bis Ausgabe 140. Bei der Stuka wird es wahrscheinlich nicht anders sein. Obwohl mir der Vogel nicht gefällt bin ich am überlegen ob ich nicht doch.........bauen kann ich Ihn auch noch in 10 Jahren. Allein nur schon der Gedanke das alle Spanten und Holme vorgesehen sind.....durch weglassen von Wartungsklappen und ein wenig die Mechanik darunter nachbauen :pffft: Sehr verlockend :1: Und das irgendwann etwas eingestellt wird kann ich mir nicht vorstellen. In einem anderen Forum das sich nur mit Schiffen beschäftigt gab es auch jede Menge Zweifler ob Sie alles erhalten, alles umsonst. Auch beschädigte Teile ( durch den Versand) wurden ohne viel aufhebens umgehend ersetzt. Ich würde Amati wieder mein vollstes Vertrauen schenken wenn Sie mal eine Schwalbe oder Würger bringen :P

Anbei mal Ätzplatine 765 der Bismarck mit Trossenrollen. Löschschläuchen und einigen Ösen etc. Aber es wäre schön mal ein paar Aufnahmen von dem Cockpit der Stuka zu sehen



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Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

Willy

Ansich ein schönes Modell, vor allem der Detailgrad. Aber bei dem Preis muss man erstmal schlucken.  8o Für mich ist das nichts.  :pffft:
MfG Patrick

"Steuere nach rechts um nach links zu fahren! Ich hab es natürlich sofort versucht und so verrückt das auch klingt. Wohin bin ich gefahren? Nach rechts!"


Update September 2012

Erdinger

So Mädels,

zuerst einmal vielen Dank für die interessanten Beiträge zum Thema "Stuka bauen". Danke auch an Ralf dass er zum Thema "Flachbahner" nachgehakt hat, ich hatte mich nicht getraut...  :D

Habe eben schnell Bilder der ersten Teile gemacht. Zum Größenvergleich ein unbehandeltes unbenutztes Streichholz. Gehen wir´s an:

Platine 813


Ein erster doppelwandiger Spant des Cockpitbereichs mit den drei Abstandsblechen.


Grüße!
Thomas 
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Erdinger

Platine 814


Die Bauanleitung spricht hier von der "Kabinenplattform".
Grüße!
Thomas 
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Erdinger

Platine 815:


Hier bin ich noch am Rätseln was das wohl sein könnte. Zum Glück gibt es die Anleitung, die weiterhilft: die Instrumententafel des Cockpits!
(Ein Scherz, ganz so debil bin ich doch noch nicht...)
Grüße!
Thomas 
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Schnurx

Vielen Dank erstmal für die Mühe, die Du Dir mit der Vorstellung machst!
Sieht ja ganz gut aus, soweit, wobei ich die Instrumentenrahmen ein bischen detailarm finde? Waren die nicht geschraubt etc.?

Hmmm... also so superlange zu bauen hat man an den Platinen ja nicht, da dürfte man mit maximal 30 min fürs entgraten durch sein?

Erdinger

Ein Überblick was in den ersten fünf Heften so im Bereich des Cockpits und Rumpfes entstehen soll:



Leider konnte ich noch keine weiteren Informationen bezüglich des Modellcockpits finden. Ein paar Fotos würden mich schon interessieren. Bleibt das ganz in Messing, oder gibt es zusätzliche Details aus Kunststoff, oder Bemalungshinweise?

Ich überlege mir die ersten fünf Ausgaben zu kaufen. Mein erster Gedanke war die Messingteile zu verlöten. Aber nachdem ich die Materialstärke gesehen habe zweifle ich ob mein geregelter Lötkolben genug Hitze an die Naht bekommt damit eine einwandfreie Verbindung entsteht... Die Verwendung von Sekundenkleber, wie von Hachette vorgeschlagen, könnte womöglich Probleme bei der Haltbarkeit der Gesamtkonstruktion ergeben, von den Klebstoffspuren oder Ausblühungen mal abgesehen.

Interessant finde ich das stark glänzende Modell in der  Abbildung der rechten Seite unten. Meine Messingteile glänzen nicht so stark. Wie könnte man das Material nach Zusammenbau so zum Glänzen bringen?

Thomas
Grüße!
Thomas 
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Schnurx

Ich denke, da wird eher vor dem Zusammenbau poliert worden sein. Und dann halt nicht mehr mit blossen Fingern anfassen.

Erdinger

Zitat von: Schnurx am 10. August 2010, 16:59:40
Vielen Dank erstmal für die Mühe, die Du Dir mit der Vorstellung machst!

Mach ich doch gerne!  :)

ZitatSieht ja ganz gut aus, soweit, wobei ich die Instrumentenrahmen ein bischen detailarm finde? Waren die nicht geschraubt etc.?

Im Original ja. Aber hier hat man die Verschraubungen immerhin an den jeweiligen Instrumentenfassungen angedeutet. Es sollte auch kein Problem sein, ein wenig Eigenarbeit zu investieren und in die Instrumentenrahmen kleine Vertiefungen einzuschlagen. Oder für die ganz Nervenstarken: Resinsschraubköpfe von MasterClub anbringen. Ich? Nein danke...

ZitatHmmm... also so superlange zu bauen hat man an den Platinen ja nicht, da dürfte man mit maximal 30 min fürs entgraten durch sein?

Das dürfte auch nicht die primäre Zielsetzung dieses Abo-Bausatzes sein den Modellbauer stundenlang an jeder Ausgabe knobeln zu lassen. Es könnte durchaus Sinn machen immer ein paar Hefte zusammen kommen zu lassen, um, wie schon oben geschrieben, nicht alles zweimal in die Hände nehmen zu müssen.

Thomas
Grüße!
Thomas 
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olli

Ich bin am überlegen, ob ich das nicht abonniere. Da bekommt man einmal im Monat ein Heft über 60 Seiten mit den jeweiligen Bauteilen. Bezahlen tut man nach Ehrhalt. Kündigen kann man jederzeit.

Wegen den verwendeten Materialien hier mal ein Auszug von der Website:

•Rumpf und Flügelstruktur (Spanten, Holme u. Streben) vollständig aus Messing
•Außenhaut komplett aus Metall
•Instrumentenbrett aus Metall
•sämtliche Instrumente aus Messing-Ätzteilen oder Resin
•Propeller aus Holz
•Lediglich Nase, Kabinenhaube, Fahrgestell sowie Teile der Räder sind aus Kunststoff
"Solange die Sterne noch steh'n, solang wird ein Traum nicht vergeh'n
solang das Feuer in uns brennt, und blau-weiß jeder kennt
ja solange für immer KSC!"

Erdinger

Olli,

lies das Kleingedruckte auf dem Bestellschein: du erhältst 4 (!) Ausgaben pro Monat, nicht eine! Und schon geht der Zusammenbau 4x schneller  X(

Thomas
Grüße!
Thomas 
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