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Löten statt Kleben

Begonnen von Michael, 25. August 2010, 20:53:55

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Michael

Zitat von: Hans am 22. Oktober 2010, 18:46:38
Na, für anderer Leute Ratschläge sind wir aber recht empfindlich heute, was? Die Beschreibung des Lötens mit Flamme ist nicht oberlehrerhaft, sondern richtig. Ich kann da nix schlimmes entdecken. Aber vielleicht spielt der Nick dabei eine Rolle...

H

Es geht einzig und allein um die Aussage das alles andere Murks ist.
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

Erdinger

Zitat von: Hans am 22. Oktober 2010, 18:46:38
Na, für anderer Leute Ratschläge sind wir aber recht empfindlich heute, was? Die Beschreibung des Lötens mit Flamme ist nicht oberlehrerhaft, sondern richtig. Ich kann da nix schlimmes entdecken. Aber vielleicht spielt der Nick dabei eine Rolle...
Grund meines Posts war nicht die Beschreibung sondern die Darreichung. Ich dachte ich hätte mich deutlich ausgedrückt... Und der Nick hat in diesem Zusammenhang tatsächlich etwas, naja, provokantes.
Grüße!
Thomas 
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Michael

Zitat von: Maeks am 22. Oktober 2010, 19:01:08
Ich muß aber auch Lötprofi recht geben. Messing wird normalerweise Hartgelötet und nicht Weichgelötet.

stimmt die Aussage, aber ich würde gerne sehen wie jemand die Stuka hartlötet.
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

Lötprofi

geht ja super ab hier, wie heißt es doch so passend..wer lesen kann ist meißt im Vorteil..
Ich habe geschrieben (allgemein)  das wird meißtens murks, ohne zu behaupten das irgendjemand wer auch immer Murks gemacht hat..
Ich habe auch geschrieben das Hartlöten für das Filigrane Material keine Alternative ist, also was soll das...??? Wird hier nur gestänkert...
dann machts mal gut mit eurem Murks...."g"   ciao

Hans

Ein bisschen Querdenken wär manchmal nicht schlecht. Der Unterschied zwischen Hartlöten und Weichlöten liegt im Lot und dessen Schmelztemperatur, ums mal banal zu sagen. Bei keiner weiteren technischen Anforderung wie bei diesem Messingbausatz ist es recht egal, welche Härte das Lot hat und welche Bestandteile. Deshalb kann man sich irgendwelche Handwerkerrechthabereien schenken. Wichtig an den aktuellen Beiträgen ist dagegen die Beschreibung der Vorgehensweise mit der Flamme. Wenn ich mir die bisherigen Probleme mit den Lötkolben ansehe, so ist das insbesondere auch wg. der Größe der Bauteile sehr wohl eine Alternative. Ob ich dann Weichlot nehme, ist völlig schnurz, eher sogar zu empfehlen, da die Schmelztemperatur niedriger ist.

Und nehmt nicht immer alles so ehrpusselig, ist ja furchtbar.

H
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

Erdinger

#130
@ Hans:
Egal, ob Hart- oder Weichlöten, hier im Thread wurden sowohl die Löterei mit der Flamme als auch mit dem Lötkolben in allerlei Variationen angesprochen und ausprobiert. Mein Beitrag befasst sich mit einem Neueinstieg, den ich durchaus aufrichtig begrüße, aber auch mit einer Namensgebung und Darlegung die zusammengefasst für mich einen etwas überheblichen Unterton hatten. So empfand ich das, und das habe ich angesprochen. Wenn du das als empfindlich siehst, dann ist das halt so. Ich seh da nichts schlimmes dran.

@ Lötprofi:
Nein, hier wird nicht nur gestänkert  :D. Hier wird diskutiert, hier treffen alle möglichen Charaktere aufeinander. Wie halt im richtigen Leben. Und es werde hier auch Befindlichkeiten ausgetauscht, die kann man sich antun, muss aber nicht. Vielleicht schlafen du und ich und Michael einfach nochmal eine Nacht drüber und treffen uns die nächsten Tage zu einem Neustart. Das Angebot steht.

Grüße!
Thomas 
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Michael

Es hat absolut nichts mit Ehre zu tun, es stimmt ja auch was Lötprofi schreibt wegen dem Hartlöten, und geht auch nicht um irgendwelche Handwerkerrechthabereien.
Es gibt auch noch einen weiteren Unterschied zwischen Hartlöten und Weichlöten als nur das Material und Schmelztemperatur, nur nebenbei bemerkt :6:

Ich fand die Aussage " meißtens Murks" als unangebracht. Dieser Thread wurde weit über dreitausendmal gelesen von Modellbauern die versuchen den Stuka zu löten.
Was sollen die jetzt denken wenn sie diese Aussage lesen? Klasse, jetzt klappt es einigermaßen und ich habe vielleicht gemurkst.

Und ganz nebenbei bemerkt, ich habe keine Probleme mit dem Lötkolben und es geht genauso schnell wie mit einem Lötbrenner.

Ich muß auch keine Nacht über irgendetwas schlafen, für mich ist diese Uneinigkeit bereits vergessen. Ich fände es nur nett wenn man etwas Rücksicht auf andere nehmen würde die keine Profis beim Löten sind. ( Keine Anspielung auf deinen Nick @Lötprofi)
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

Lötprofi

Na dann sind wir uns ja jetzt alle einig, jeder so wie er will oder kann....
@ michael (Namensvetter)
Sandstrahlen ist Super mach ich auch, fürs lackieren wie du schon angemerkt hast.... hier gings aber ums Löten...gelle
und es ist nicht MEINE Methode sondern eigentlich der Handwerkliche Normalfall von dem jeder gerne nach seinen Möglichkeiten und Fertigkeiten abweichen kann..

@ Erdinger
der Name ist mit ja evt. mit absicht gewählt... wer weiß... :winken:

Erdinger

Zitat von: Lötprofi am 22. Oktober 2010, 20:36:05
@ Erdinger
der Name ist mit ja evt. mit absicht gewählt... wer weiß... :winken:
Dazu hatte ich schon eine Antwort formuliert, die ich aber wegen off topic hier nicht poste. Lasst uns hier löten.
Grüße!
Thomas 
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Lötprofi

Habe ich vergessen obwohl eigentlich schon erklärt. meistens Murks bezieht sich auf meine eigenen Erfahrungen im Kirmes Modellbau da wird fast nur mit Messing gearbeitet und kannst mir glauben ich habe schon 100 meter Messingprofile gelötet, da weiß man wovon man spricht.....

Lötprofi

Ja möge das Lot fließen.....
auf das wir uns alle die Finger verbrennen.... :klatsch:

Michael

Zitat von: Lötprofi am 22. Oktober 2010, 20:43:11
Habe ich vergessen obwohl eigentlich schon erklärt. meistens Murks bezieht sich auf meine eigenen Erfahrungen im Kirmes Modellbau da wird fast nur mit Messing gearbeitet und kannst mir glauben ich habe schon 100 meter Messingprofile gelötet, da weiß man wovon man spricht.....
Glaub ich Dir ja auch :1: es hörte sich nur blöd an...........aber Thema vergessen weiter gehts beim Bau der Stuka.
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

standart2k

Und jetzt bitte Ende Gelände und zurück zum eigentlichen Thema :D

Ich hab die ersten, am Kiosk gekauften Teile auch versucht, mit dem Gaslötkolben zu verlöten, so wie ich es bisher bei den normalen Ätzteilsätzen von Eduard, Aber und Co. gemacht habe. Allerdings kam ich damit nicht weit. Mit dem Lötkolben und den hier besprochenen Tipps war das Ergebnis schon besser. Wobei seltsamerweiße die ersten Teile vom Abo super halten, während die am Kiosk gekauften, wieder auseinandergenommenen, gereinigten und mit dem Kolben verlöteten Teile gar nicht halten. Ich werd jetzt einfach mal die Tipps von Lötprofi probieren und nochmals den Brenner auspacken
Im Bau:
-Vieles
-und noch mehr

Lötprofi

#138
@ standart2k
Moin moin, denke bitte dran nicht dicker als 1mm Radiolot. Wie beim Schweißen sollte die Elektrode oder der Schweißdraht nicht dicker als das zu verarbeitende Material sein.

cu

Erdinger

Zitat von: Lötprofi am 23. Oktober 2010, 14:27:50
Moin moin, denke bitte dran nicht dicker als 1mm Radiolot. Wie beim Schweißen sollte die Elektrode oder der Schweißdraht nicht dicker als das zu verarbeitende Material sein.
Ich denke, aus welchem Durchmesser auf der Rolle das Lötzinn stammt ist nicht ganz so wichtig als welche Menge Lot man auf den Lötkolben gibt, bzw. in die zu verbindende Naht. Es sollte einfach nur nicht zuviel sein.

Und wie alle anderen Lötanfänger hier im Stukaboard arbeite auch ich noch daran mich da ranzutasten. Zumeist entnehme ich mein Lot aus einer Rolle mit 0,5mm, was deinem Vorschlag rein zufällig entspricht da die zu lötenden Messingplatten 0,55mm stark sind.
Grüße!
Thomas 
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Michael

Zitat von: Erdinger am 23. Oktober 2010, 15:13:52
Ich denke, aus welchem Durchmesser auf der Rolle das Lötzinn stammt ist nicht ganz so wichtig als welche Menge Lot man auf den Lötkolben gibt, bzw. in die zu verbindende Naht. Es sollte einfach nur nicht zuviel sein.

Aber je dünner das Lot umso weniger läuft man Gefahr zu viel aufzutragen. Theoretisch kann man jedes Lot verwenden (Durchmesser)
Leider geht es nur durch ausprobieren, und bevor man die Teile versaut, würde ich lieber die vielen Reststücke benutzen um zu üben.
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

deleted_Account

Sorry lieber Thomas aber es macht schon Sinn auf den Durchmesser beim Lötdraht zu achten. Gerade wenn man nicht so geübt ist. Bei einem zu dicken Draht hast halt dann überall deine Batzen an der Lötstelle. Ich spreche hier da aus meiner Erfahrung vom WIG-Schweißen. Ich hab da bei einer Schweißnahtbreite von 2mm nie ein Draht genommen der Dicker war als 0,8mm. Meine Kollegen haben sich immer gewundert wie ich so saubere Schweißnähte schaffe. Klar die Anderen haben immer den dicken Stangendraht genommen beim schweißen. Ich dagegen den Draht von der Rolle die beim MIG-Schweißen verwendet wurde. Der ist etwas Dünner. Also nix für Ungut aber so unwichtig sind manche Tipps nicht.

Gruß Maeks

Lötprofi

Richtig, du sprichst mir aus der Seele man nimmt auch keine 10mm Schweißelektrode aus dem Erdöl-Piplinebau um ein 1mm Kotflügelblech am Auto zu schweißen. Je dicker die Elektrode bzw. das Lot umso mehr Hitze brauch man. Beim Weichlöten soll das Werkstück die richtige temperatur haben und das Lot am Werkstück schmelzen und nicht in der Flamme..

Erdinger

Markus,
ich habe nicht gesagt dass man dicken Draht nehmen soll. Da hast du etwas falsch herausgelesen. Ich nehme Draht von 0,5mm Stärke, das reicht mir völlig und lässt sich gut dosieren.

ZitatAlso nix für Ungut aber so unwichtig sind manche Tipps nicht.
Wo soll ich das denn behauptet haben?  ?(

Im Endeffekt sind wir uns doch darüber einig dass man mit sowenig Lot wie möglich und nötig arbeiten sollte, oder? Im Grunde sagtst du ja dasselbe, ob du nun von deiner Erfahrung beim Schweißen sprichst oder ich vom Löten.

Ich fürchte nur dass ich und andere Beginner so langsam etwas verwirrt werden wenn einmal von Schweißen und dann wieder von Löten gesprochen wird. Vielleicht sollten wir uns hier wieder etwas auf das Löten fokussieren.
Grüße!
Thomas 
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deleted_Account

Lieber Thomas
um wieder auf´s Löten zurück zu kommen. Lötprofi verwendet zum Löten eine offene Flamme und kein Kolben. Auf das bezog sich mein letztes Posting. Und da ist es schon wichtig welchen Durchmesser der Lötdraht hat. Bei einem Kolben ist es egal welchen Durchmesser der Lötdraht hat. Nur eines noch bei einer Löterei mit einem Kolben wirst du nie so eine saubere Lötnaht erreichen, als wenn du es mit einer offenen Flamme machst. Wenn nun jemand eine Lötnaht haben will wo er nichts verschleifen und versäubern will, wird er mit einer Kolbenlöterei nicht viel Freude haben und weit kommen. Ich denke ich werde um diesen Thread in Zukunft ein größeren Bogen machen, da das Gefühl habe, hier nur Leute erwünscht sind die selber eine Stuka bauen. Ach ja Löten und Schweißen haben eines gemeinsam. Sie sind eine nicht lösbare Verbindung.

Gruß Maeks

Erdinger

Zitat von: Maeks am 23. Oktober 2010, 17:53:09
...Ich denke ich werde um diesen Thread in Zukunft ein größeren Bogen machen, da das Gefühl habe, hier nur Leute erwünscht sind die selber eine Stuka bauen. ...
Hä?  :woist:
Grüße!
Thomas 
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standart2k

Also ich habs jetzt gerade nochmal an dem Blech vom Spant von der 1ten Ausage mit dem Gaslötbrenner probiert. Hab dazu das Blech mittels Krokodiklemmen am Spant festgemacht, dann auf das Lötbrett gelegt, von oben ein winziges Stück Lötzinn draufgelegt und von unten kurz mit dem Lötbrenner hin. Das Lötzinn hat sich wunderbar über das Loch und den gekürzten Passstift zwischen die Teile gesaugt, ganz ohne zusätzliches Lötfett. Das Ergebnis ist meines Erachtens im Vergleich zum selben Teil mit dem Lötkolben gelötet um einiges besser.
Allerdings stellt sich mir die Frage, inwieweit diese Methode funktioniert, wenn schon zusammengelötete Teile und zu lötende Teile nahe beieinander liegen wie gerade diese doppelten Spantenbleche im Cockpitbereich. Da der Brenner ja eine viel höhere Wärme erzeugt und durch die Flamme auch eine größere Fläche erhitzt, besteht doch die Gefahr, das sich andere Teile wieder lösen?!?
Im Bau:
-Vieles
-und noch mehr

Lötprofi

da sollte es keine Probleme geben, bei mir jedenfalls nicht. Das ist ja der Punkt bei der Flamme das du in Sekunden an der Stelle wo du löten willst die richtige Temperatur hast und nicht erst mit dem Kolben das ganze Teil zum glühen bringen mußt. Außerden hast ja noch die Klemme die alles zusammenhält solle also eine stelle wieder weich werden passiert nix... bei den Spanten klappt das besonders gut was ich schon anmerkte "Flamme aussen Lötzinn von innen" da sieht man anschließend nicht die Spur einer Lötnaht...

deleted_Account

@standart2k
Die Gefahr das die die Teile wieder auseinander fallen hast du mit dem Kolben mehr als mit der Flamme. Der Grund ist, das du mit dem Kolben keine punktuelle Hitze ins Material bekommst. Der Kolben heizt das Blech zu langsam auf und damit verteilt sich die Wärme zu schnell. Mit der Flamme bekommst du eine genaue und schnelle Hitze ins Material ohne das sich sie schnell ausbreitet. Das von dir angesprochene Thema ist aber auch mit der offene Flamme nicht ganz so einfach. Um aber sowas zu vermeiden das Teile wieder auseinander fallen Bedarf es schon etwas mehr Löterfahrung. Ich hab als Schlosser beim Flammrichten immer ein Schneidbrenner benutzt und kein normalen Brenner. Nun werden wieder einige gackern, was hat Flammrichten wieder mit Löten zu tun. Ganz einfach beim Flammrichten und beim Löten von Teile wie du sie beschreibst gibt es eines was Gemeinsam ist. Man muß schnell eine punktuelle Hitze ins Blech bekommen. Das schaffe ich aber nur mit einer Flamme und nicht mit einem Kolben. Also mit einer Flamme solche Teile zu löten ist machbar. Nur Bedarf es ein wenig an Übung.

standart2k

Also hier sind mal Fotos der verlöteten Teile:


Hier sind die Teile mittels Lötkolben, viel Lötfett und nochmehr Geduld zusammengefügt.




Hier der Versuch von heute, dasselbe Teil mittels Lötbrenner zu löten. Die Flamme habe ich unter den Spant gehoben und obendrauf aufs Loch ein kleines Stück Lötzinn, das sich dann reingesaugt hat. Allerdings ist hierbei die Lötstelle mehr oder weniger punktuell, während ich bei obigem Teil mit dem Lötkolben das Zinn quasi "durchs Blech" entlang der Kante ziehen konnte. Ich bin jetzt auch am überlegen, ob ich mir diesen Lötbrenner von Proxxon bestell, der auf dem Foto von Lötprofi zu sehen ist, da meiner nur so ein kleines Teil von Rothenberger aus'm Baumarkt ist, der des öfteren beim Schräghalten mal ausgeht.

Müsste ich eigentlich die Teile nach dem Löten nicht noch etwas ausrichten können, bei mir knackts jedenfalls immer, wenn ich versuche, bei minimalen Ungenauigkeiten etwas geradezurichten.
Im Bau:
-Vieles
-und noch mehr