Mini-GB "50 Jahre F-16" - QF-16C Block 25 USAF "Victim Viper" (1:48 von Tamiya)

Begonnen von Hobbybastler, 06. Februar 2024, 23:23:16

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

NonPerfectModeller

Servus Christian,

sehr aufschlussreiches Update. :8:
Das Verspachteln mit Deckweiß ist interessant.

Gruß,
Bernd
Laufende Projekte:
Kaman SH-2F Seasprite, 1/48, Kitty Hawk
Republic F-84E Thunderjet, 1/32, Hobby Boss
Kommende Projekte:
 "Der letzte Countdown auf der Nimitz", 1/48, Tamiya & Modellbau Lasercut

Hobbybastler

Zitat von: NonPerfectModeller in 20. Februar 2024, 23:39:06sehr aufschlussreiches Update. :8:

Den Fehler müssen ja nicht alle machen, zumal sich einige Mitstreiter mit dem gleichen Bausatz beschäftigen ... 

ZitatDas Verspachteln mit Deckweiß ist interessant.

Danke! :D

Das mache ich seit vielen Jahren so, aber es hat sich als Modellbaustandard bisher irgendwie nicht durchgesetzt. ;)

Für mich ist der Vorteil, dass man nicht mit Scheifmitteln abrasiv arbeiten muss, und sich die Sache bei Mißerfolg beliebig oft wiederholen lässt, ohne das Modell zu beschädigen. Abgesehen davon geht das wirklich schnell, eine dünne Schicht Deckweiß ist nach wenigen Minuten trocken.

Es geht aber nur bei Stellen, die mechanisch absolut stabil sind. Sollte irgendwie Bewegung in die Naht kommen, bricht das Deckweiss einfach aus.

Viele Grüße
Christian

Spritti Mattlack

A man who is tired of Spitfires is tired of life

Hobbybastler

Hallo und guten Abend!

Zitat von: Spritti Mattlack in 21. Februar 2024, 05:45:46Toller Baubericht mit viel Information. Klasse  :P

Herzlichen Dank! :meister:

Das heutige Feierabend-Tagewerk bestand nur darin, die Flügelspitzen rot bzw. mit meinem selbst angemischten international orange zu lackieren. Auf den Fotos wirkt es ziemlich rot, aber real passt der Farbton ziemlich gut zu den Vorbildfotos. Ein oranger Farbton eher auf der roten Seite, der aber abhängig von den Lichtverhältnissen sehr unterschiedlich rüberkommt.





Das Cockpit wurde mit der nicht benötigten klaren Verglasung vor Farbnebel geschützt, und die Finnen am hinteren Rumpf habe ich abgeklebt. Dass etwas Farbnebel an andere Stellen gelangt ist, ist nicht weiter schlimm. Nach dem Trocknen einmal mit Schleifleinen sanft drübergegangen sollte das weitgehend beseitigen, und was stehen bleibt, ist quasi Grundierung ... ;)

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, nur eine nennenswerte Unterkriechung, die ich aber später problemlos wegschleifen oder abkratzen kann. Zur Sicherheit werde ich aber einige Tage, vielleicht sogar eine volle Woche warten, bevor ich mich mit den heute lackierten Flächen weiter beschäftige. So schön Tamiya-Farben auch sind und so gerne ich diese auch verwende, es dauert gerade bei den glänzenden Farben relativ lange bis ewig, bis diese wirklich durchgetrocknet und ausgehärtet sind.

Mal überlegen, wie ich diese Zeit sinnvoll füllen kann. Mit dem Cockpit weitermachen, oder vielleicht eine weitere F-16 anfangen? Mal sehen! :D

Bis bald und viele Grüße
Christian

BAT21

Auf die letzte Frage kann es nur eine Antwort geben: natürlich eine weitere F-16 anfangen! :pffft:

Hobbybastler

Zitat von: BAT21 in 22. Februar 2024, 08:54:19(...) natürlich eine weitere F-16 anfangen! :pffft:

War ja klar, wenn ich schon so frage! :D

Wahrscheinlich läuft es auch darauf hinaus, aber zunächst kann ich mich mit heute geliefertem ergänzenden Zubehör beschäftigen:




Quelle: www.modellers.gr



Quelle: www.spruebrothers.com

Die reinforcement plates sind zwar eigentlich für den Block 40 bzw. 42, aber das werde ich nicht so eng sehen. Wenn sie optional auch für die MLUs verwendet werden können, dann sollten sie für eine Block 25 auch gehen oder zumindest nicht völlig aus der Welt sein. ;)

Viele Grüße
Christian


Hobbybastler

Hallo, ich nochmal! :winken:

Die Verstärkungsplatten sind einfach super. Selbst kleben die nicht wirklich, ich habe sie daher auf Ätzteilkleber gesetzt. Jeder andere wasserbasierte Leim oder Kleber würde es aber auch tun, inklusive Holzleim. Den Kleber-Überschuss konnte ich nach dem Antrocknen problemlos entfernen, mit einem feuchten Wattestäbchen und bei hartnäckigeren Stellen mit einen Zahnstocher aus Holz.











Ich werde die Kanten noch mit etwas Future versiegeln, dünn angepinselt sollte reichen. ;)

Nochmals viele Grüße
Christian

NonPerfectModeller

Die Verstärkungsplatten sehen wirklich gut aus.
Eine kleine, aber sehr feine Nachdetaillierung. :P

Gruß,
Bernd
Laufende Projekte:
Kaman SH-2F Seasprite, 1/48, Kitty Hawk
Republic F-84E Thunderjet, 1/32, Hobby Boss
Kommende Projekte:
 "Der letzte Countdown auf der Nimitz", 1/48, Tamiya & Modellbau Lasercut

Spritti Mattlack

Ja, ein interessantes Detail.  :P

Meine Bedenken gingen ja sofort in Richtung "Materialstärke" der Platten (wie z.B. auch bei auf die Oberfläche aufgeklebten Ätzteilen). Also ob das maßstäblich hinhaut?

Aaaaber:

1) Ich habe NULL Ahnung vom Vorbild, vielleicht haben diese Platten auch einen entsprechenden Auftrag. Schließlich sollen sie ja verstärken.
2) Vielleicht tragen die Platten auf dem Modell ja gar nicht sooo stark auf.

Ergo -> Bis zum Beweis des Gegenteils alles richtig gemacht.. wie Bernd schon schreibt...


Ulf :winken:


A man who is tired of Spitfires is tired of life


Iceman-Pilot

mein Kanal auf YouTube
https://www.youtube.com/@alexw.2344

Spritti Mattlack

A man who is tired of Spitfires is tired of life

Hobbybastler

Danke, schöne Diskussion! :D

Na ja, die Plattenstärke im Original ist 5,5 mm. Maßstabsgerecht also lediglich 0,11 mm. Ich müsste also 9 Stück davon stapeln, um auf einen vollen Millimeter zu kommen. Ich glaube, das kommt sogar rein nach Gefühl so ungefähr hin ... ;)



Quelle: wikimedia commons (public domain)

Vielleicht kommt es stark auf die Lichtverhältnisse an, wie stark die Teile optisch auftragen. Was gut ist, weil sich da später mit Farbe noch etwas machen lässt. ;)

Danke und viele Grüße
Christian

Hobbybastler

So, jetzt kommt noch der heutige Tagesbericht. Das Teil für das Heck habe ich nochmal von vorn angefangen, das mit der Metallfolie und den Pigmenten erwies sich als nicht gut geeignet für´s abkleben. Konkret haben sich die Pigmente trotz schützender Lachschicht abgelöst, und die Folie hat sich verschoben, sobald ich da mit dem Maskierband unter Spannung draufgegangen bin.

Der neue Ansatz ist jetzt eine strapazierfähige Spraydosenlackierung in light gun metal, mit anschließender Abklebung mittels Tamiya-Tape.





Ergänzend habe ich noch das Seitenruder grau (FS 36270) lackiert, mehr habe ich heute nicht geschafft.





Viele Grüße
Christian

NonPerfectModeller

Laufende Projekte:
Kaman SH-2F Seasprite, 1/48, Kitty Hawk
Republic F-84E Thunderjet, 1/32, Hobby Boss
Kommende Projekte:
 "Der letzte Countdown auf der Nimitz", 1/48, Tamiya & Modellbau Lasercut

Spritti Mattlack

Das sieht alles sehr sauber aus. Imho Grundlage für ein vernünftiges Ergebnis und auf jeden Fall immer sehr schön anzusehen!  :P


Ulf :winken:
A man who is tired of Spitfires is tired of life

Hobbybastler

Hallo,

das Seitenleitwerk habe ich übrigens komplett entlackt und noch mal vorne angefangen. Letztlich störte mich die Farbkante auf der rechten Seite, die mir doch etwas zu unsauber war. Versuche, mit dem Pinsel zu korrigieren, gingen leider in die Hose ... :5:

Bei der neuen Lackierung habe ich erst die graue Fläche lackiert und nach dem Trocknen abgeklebt. Beim ersten Versuch habe ich es andersrum gemacht, aber so geht es besser und sauberer, Und auch schneller! Das grau ist von MRP und nach wenigen Minuten so trocken, dass es abgeklebt werden kann. Dafür müffelt es etwas. Beim rot-orangenen Lack von Tamiya musste ich dann die echte Grifffestigkeit nicht abwarten, um die Decals aufzubringen. Matter Klarlack, wieder von Tamiya, bildet den Abschluss. Ich denke, die sind fertig und können noch in aller Ruhe weiter aushärten.





Ein wenig musste ich unten beim Seitenruder mit dem Pinsel nacharbeiten, was nicht ganz unsichtbar geblieben ist. Bleibt jetzt aber so, das könnte schließlich auch beim Vorbild rustikal nachlackiert worden sein. :D

Der Decalsatz stammt aus der Zeit, als Twobobs noch bei Microscale drucken ließ. Soweit okay, aber sie brauchen eine Menge an Weichmacher, um wirklich nicht mehr zu silbern, und das bei glänzendem Untergrund. Twobobs ist dann irgendwann zu Cartograf gewechselt, und deren Decals finde ich deutlich dankbarer und entgegenkommender in der Verarbeitung.

Da ich den Klarlack gerade in der Airbrush hatte, bekamen auch die Höhenleitwerke ihren Überzug. Ein bißchen Staub ist drin, aber innerhalb meiner Toleranzgrenze:





Bei den rot-orangenen Flächen habe ich ein leichtes Preshading gemacht, und mit dem Mattlack kommt das jetzt auch raus. Die Farbflächen sollten damit ein klein wenig nuanciert werden, und das scheint geklappt zu haben.

Letztlich kam auch der Heckkonus an seinen Platz - perfekte Passung! Die Abklebung habe ich noch mit etwas Window-Color fixiert, damit sich die Kanten nicht irgendwann abheben und Farbe durchlassen. Das mag etwas übertrieben erscheinen, aber better safe than sorry.





Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber es geht voran ... ;)

Viele Grüße
Christian


NonPerfectModeller

Wieder ein schönes Update.
Das fertige Seitenleitwerk sieht gut aus. :P

Gruß,
Bernd
Laufende Projekte:
Kaman SH-2F Seasprite, 1/48, Kitty Hawk
Republic F-84E Thunderjet, 1/32, Hobby Boss
Kommende Projekte:
 "Der letzte Countdown auf der Nimitz", 1/48, Tamiya & Modellbau Lasercut

Frank74


BAT21

Ich hätte bei solchen vorlackierten Baugruppen immer die Angst, dass beim finalen Verkleben doch etwas Kleber auf den Lack kommt und dann aufwändig nachgearbeitet werden muss.
Bin gespannt, wie das hier ausgeht... :1:

:winken:

Frank74

Mit 'Weisleim' sollte es da keine Probleme geben. Lackierte Teile würde ich nicht mit Plastikkleber verkleben, das ging bei mir bis jetzt immer schief ;(

Frank

Spritti Mattlack

A man who is tired of Spitfires is tired of life

Hobbybastler

Zitat von: BAT21 in 27. Februar 2024, 15:49:07Bin gespannt, wie das hier ausgeht... :1:

Normalerweise teile ich deine und eure Bedenken und versuche das Verkleben lackierter Teile zu vermeiden. Geht tatsächlich immer schief. Bei diesem Bausatz ist das Seitenleitwerk aber so konstruiert, dass es sogar nur gesteckt angebracht werden kann. Auf den Bildern des hinteren Rumpf kann man die Haltevorrichtung mit den beiden Metallstiften ganz gut sehen, und im Seitenleitwerk steckt eine Aufnahme mit zwei Poly-Caps. Hinzu kommt die hervorragende Passgenauigkeit der Teile.

Mein Plan ist daher, das Leitwerk gar nicht an den Kontaktflächen zu verkleben, sondern die vorgesehene Steckverbindung fest zu verleimen. Entweder mit Weissleim oder Ätzteilkleber, oder auch Sekundenkleber, da bin ich mir noch nicht sicher. Anschließend kann ich noch etwas Future in die Kontaktstellen hineinlaufen lassen, um diese zu versiegeln.

Mal sehen, ob das so funktioniert, aber ich bin da schon sehr optimistisch! :D

Viele Grüße
Christian

NonPerfectModeller

Laufende Projekte:
Kaman SH-2F Seasprite, 1/48, Kitty Hawk
Republic F-84E Thunderjet, 1/32, Hobby Boss
Kommende Projekte:
 "Der letzte Countdown auf der Nimitz", 1/48, Tamiya & Modellbau Lasercut

Hobbybastler

Danke! :D

Ich habe das gerade noch kurz mit entsprechenden Fotos unterlegt - inklusive Passprobe mit einem anderen Seitenleitwerk, dass ich für das nächste Viper-Projekt schon vorbereitet habe:









Sollte eigentlich so klappen ...  ;)

Eventuell kann ich von innen noch einen Tropfen Plastikkleber an das Teil geben, das in den Rumpf hineinragt. Solange das Triebwerk nicht drin ist, komme ich da noch dran. Vielleicht wäre das aber auch schon klebetechnischer Overkill, wozu ich allerdings durchaus neige! :D

Nochmal zurück zur interessanten Diskussion über die Dicke der Verstärkungsplatten. In der Schrägsicht tragen die schon sichtbar auf, wie ich finde. Aber es bleibt für mich dabei, richtig wird man das wahrscheinlich wirklich erst dann beurteilen können, wenn Farbe drauf ist.

Viele Grüße
Christian