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Autor Thema:  russischer Kreuzer Aurora 1:400  (Gelesen 386 mal)

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klabautermann

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russischer Kreuzer Aurora 1:400
« am: 04. März 2021, 15:04:49 »



Russischer Kreuzer „Aurora“ 1:400

Hallo Freunde der kleinen Schiffe,
ich will euch heute mal einen ausgefallenen Bausatz vorstellen der vielleicht von Interesse sein könnte. Den russischen Kreuzer Aurora, das wohl bekannteste Schiff der Russen, das am 7. November 1917 mit einem Platzpatronenschuß aus dem Buggeschütz den Beginn der Oktoberrevolution mit einem Sturm auf das Winterpalais eingeläutet hat.

Bausatz: Russischer Kreuzer Aurora
Maßstab: 1:400
Hersteller: Ogonjek (UdSSR),
andere Hersteller: ARK Modell, Alanger, Maquette und auch Heller
Preis: bei ebay zwischen 20 und 80 ! Euro
Besonderheit: von Artwox ist bei bnamodellworld ab und zu ein Holzdeck erhältlich, eine Ankerkette liegt auch dabei

Hier sind einige technische Daten:
Das Schiff wurde der Pallada-Klasse zugeordnet, obwohl die Pallada später gebaut wurde und etwas größer war.
Stapellauf  am 24. Mai 1900 auf der Admiralitätswerft in Sankt Petersburg
Indienststellung am 29. Juli 1903
Länge 126,7 m;   Breite 16,8 m;   Tiefgang max. 7,3 m
Verdrängung max. 6.823 ts
Maschinenleistung 13.000 PS;  (9.561 kW)
Geschwindigkeit max. 19,17 Kn (36 Km/h)
Besatzung 578 Mann
Die Aurora wurde zuerst dem pazifischen Geschwader in Port Arthur zugeteilt


Der Bausatz
Sovj. Hersteller Ogonjek,  auf dem ersten Blatt der Bauanleitung steht in Kyrillischen Buchstaben „Moskowski Optno Experimentalni Sawod“
Lt. Scalemates stammt der Bausatz aus den 1980er Jahren. Aber wahrscheinlich ist er noch viel älter, weil auf dem ersten Blatt der Bauanleitung die Zahl 65 aufgestempelt ist.
Allzuviel kann man bei einem so alten Bausatz wohl nicht erwarten, aber ich finde ihn gar nicht so schlecht, wie manche behaupten oder im Netz schreiben. Er hat seinen Reiz.
Zugegeben hat er einige Schwächen, die Aufbauten, die keine Feinheiten zeigen, sind auf dem Deck angespritzt, ebenso Winden und Poller. An den Aufbauten fehlen Bullaugen und Türen, am Rumpf sind vertiefte Bullaugen vorhanden, die man aufbohren sollte. Das Deck weist ganz schwach eine Beplankung auf und am Bug ist der Rote Stern erhaben nachgebildet und am Heck steht etwa nur 2mm groß in Kyrillisch der erhabene Schriftzug Aurora. Das man das damals schon so fein spritzen finde ich schon bemerkenswert. Die Schilde der Geschütze sind hinten offen und die Rohre sind sehr fein gearbeitet. Mit etwas Bauerfahrung und ein bißchen Feintuning kann man daraus durchaus ein ansehnliches Modell „zaubern“. Das Modell ist 315 mm lang.

Dem etwas unstabilem Karton sieht man sein Alter an


Packen wir mal aus. Wie auch bei Revell üblich befindet sich der Inhalt komplett in einem Plastikbeutel


Spritzrahmen 1 mit den beiden Rumpfhälften und einigen Kleinteilen, die Bullaugen sind deutlich zu erkennen und recht gut abgebildet


Spritzrahmen 2 mit Deck, auf dem die Aufbauten ohne Details nur angespritzt sind, den Geschützen, Rohren, Booten und einigen Kleinteilen


Details auf dem Deck, auf dem man mit scharfem Auge die Beplankung erkennen kann


An den Schutzschilden der Geschütze ist Grat vorhanden, der sich aber leicht entfernen läßt


Einige Boote und die hinten offenen Schutzschilde, die deutliche Auswerfermarken aufweisen


Die sehr spartanische Bauanleitung nur  in Russisch (kann ich zwar lesen, aber nicht übersetzen) als Explosionszeichnung, aber wer Zeichnungen lesen kann  kommt auch damit gut zurecht




Das Holzdeck in der Verpackung, dem Artwox auch eine Ankerkette beigelegt hat


Das Deck besteht aus 12 Einzelteilen (auch für sämtlicheTeile der Aufbauten)


Dazu gibt es eine (wenn auch schlecht gedruckte) Übersicht, aus der hervorgeht, welches Teil wo hingehört


Mein Fazit:
Der Bausatz ist gar nicht mal soooo übel – man kann durchaus was draus machen. Für Kinder als Spielzeug, für Anfänger zum Üben und für Modellbauer mit einigen Kenntnissen läßt sich mit Reling und etwas Tuning ein durchaus ansehnliches Modell „zaubern“. Zur Farbgebung sollte man sich im Internet orientieren, weil es mehrere Farbvarianten zu unterschiedlichen Einsatzzeiten  gibt.

Gruß von Bord
Euer Schiffskobld


maxim

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Re: russischer Kreuzer Aurora 1:400
« Antwort #1 am: 04. März 2021, 16:07:29 »
Eine Anmerkung zu dem Bausatz:

er stellt das Schiff als Museumsschiff dar, irgendwann zwischen dem Zweiten Weltkrieg und 1982. Ein auffälliger Unterschied zum Zustand von 1917 sind die Anker. Das echte Schiff wurde 1982-87 wieder dem Zustand von 1917 angenähert.

Eine gute Quelle über die Aurora und ihre Schwesterschiffe ist:
Aleksiey V. Skvorcov: Cruisers of the 1st Rank. Avrora, Diana, Pallada
Im Bau: Patrouillenschiff Meteoro (Iberia Models)


Iceman-Pilot

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Re: russischer Kreuzer Aurora 1:400
« Antwort #2 am: 04. März 2021, 16:13:27 »
Genau den hab ich Ende der 80er mal gebaut  :6:


Alex
 :winken:


nurmalso

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Re: russischer Kreuzer Aurora 1:400
« Antwort #3 am: 05. März 2021, 11:50:18 »
Aurora, Potemkin und der Atomeisbrecher Lenin wurden in den 70 ziger Jahren in der DDR verkauft.
Habe damals die Aurora und die Potemkin als Jugendlicher gebaut und fand sie ganz gut, denn viel mehr gab es ja nicht.
Es gibt wohl einen BB über die Potemkin der ganz gut ist, wenn man solche Oldtimer bauen will.
Auf jeden Fall ein seltenes und interessantes Modell.

LG  Frank :winken:

Hans

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Re: russischer Kreuzer Aurora 1:400
« Antwort #4 am: 05. März 2021, 12:35:15 »
Die Geschichte des Bausatzes ist etwas verwirrend.

https://www.scalemates.com/de/kits/heller-l785-croiseur-aurora--167924
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger