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Modelle und Reviews => Bauberichte => Thema gestartet von: Bradhower am 30. Dezember 2009, 20:06:34

Titel: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 30. Dezember 2009, 20:06:34
Hallo,

nun habe ich endlich ein wenig Zeit gefunden, um mal ein paar Bilder von meinem Schiffmodell zu machen. Die Bilder sind leider mit der Handykamera aufgenommen worden, weil meine Digi-Cam seit meinem Umzug im Sommer verschollen ist...  :8: Daher ist die Qualität der Bilder nicht die Optimalste, dass Wesentliche sollte man allerdings doch erkennen...  :D

Als Inspirationsgrundlage dient mir in erster Linie ein alter Modellkatalog von Steingraeber (Katalog Nr. 19 (1989) und natürlich einige googeleien im Internet. Das Modell an sich wird dabei kein orginalgetreuer Nachbau eines historischen Schiffes, sondern ist in erster Linie eine komplette in Eigeninterpretation, unter zur Hilfename von Bildern aus dem Netz und besagten Katalog. Was dabei herauskommen soll ist eine 3-mastige Fregatte mit zwei Kanonendecks (die Anzahl der Geschütze schwankt aktuell noch ein wenig mindestens 10 - max. 20 Kanonen auf jeder Seite). Die Maße des Rumpfes liegt dabei aktuell bei 70 cm (Länge), 16 cm (Breite) und 14 cm (Höhe). Als ergeiziges Ziel habe ich mir dabei gesetzt das Ober- und Unterdeck möglichst authentisch darzustellen. Ich hoffe sehr das es mir gelingt  :1:

Als Werkzeuge stehen mir aktuell eine Stichsäge und die klassische Laubsäge zur Verfügung, deswegen verzeiht mir, wenn die Spanten auf den Bildern stellenweise noch etwas ungenau aussehen. Hier wird noch fleißig geschmirgelt  :D

Aber nun denn... lange Rede - kurzer Sinn; hier sind ein paar Fotos und noch einmal Entschuldigung für die schlechte Qualität:

Zunächst kommt ein Bild zum ausgesägten Kiel:

(http://666kb.com/i/bfelghjevvusfugrf.jpg)

und hier ein Bild mit dem ersten Spanten:

(http://666kb.com/i/bfelho1re45vrbzh7.jpg)

bei den Spanten musste ich viel experimentieren, da ich Anfangs nicht die optimale Breite hatte. So sah der Rumpf in der Mitte aus wie ein plattgetretener Flunder  :pffft:

inzwischen habe ich allerdings die richtige Größe gefunden und die Spanten neu ausgesägt (aktuell 3) - geleimt ist natürlich noch nichts:

(http://666kb.com/i/bfell7w8b3wastduj.jpg)


hier noch einmal die Ansicht von schräg-oben:

(http://666kb.com/i/bfelly2qzhdnfkaxn.jpg)

und von der Seite:

(http://666kb.com/i/bfelmms3hjan2ehqz.jpg)

und hier nocheinmal der ganze Arbeitsplatz, jetzt am Wochenende erhält die Werkbank noch einen Anbau in Form einer 2-Meter langen Arbeitsplatte  :)

(http://666kb.com/i/bfeloltkj7kxoeogr.jpg)

und hier sind auch schon ein paar Zubehörteile, die ich mir bereits zugelegt habe:

(http://666kb.com/i/bfelpna4sdt011e8r.jpg)

So viel zum aktuellen Arbeitsstand. Über Anregungen und Kritik freue ich mich natürlich. Aber seit mit der Kritik bitte gnädig, denn ich fuchse mich mit diesem durchaus ergeizigen Projekt erst wieder in die Materie hinein und werde sicherlich noch die eine oder andere Überraschung erleben :D

Gruß
der Bradhower
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: hwe am 30. Dezember 2009, 21:10:39
Hallo Bradhower!

zunächst einmal ein ganz herzliches "Willkommen" hier bei den "Holzwürmern"!

Zunächst auch mal meinen Respekt, was dein Projekt angeht! - Da hast Du dir einen ordentlichen Brocken vorgenommen!

Und da habe ich auch schon ein paar Fragen (auch wenn das jetzt keine bestimmte Fregatte sein soll):

- Aus welcher Zeit soll sie ungefähr sein?
- Welche Nationalität?

Und ein paar wohlmeinende Hinweise...

Ich kann verstehen, daß Du dich als Anfänger nicht gerne der Kritik aussetzen möchtest. - Schon gar nicht, weil Du etwas nicht "historisch korrekt" gemacht hast. - Eben weil Du dich in dieser Zeit gar nicht auskennst (nicht kennen kannst, schließlich lebst Du hier und heute, oder? ;) ).
Trotzdem, oder gerade weil Du aber so ein großes Modell bauen willst, will ich dir gerne ein paar Punkte zum Nachdenken geben.

Ein großes Modell (70 cm Rumpflänge ist nachher mindestens ein Meter lang, plus Vitrine ca. 1,20-1,30 m. - So viel Platz! - Und der wird dann später Jahre und Jahrzehnte von diesem Schiff beansprucht.
Da würde ich mir schon Gedanken dazu machen, ob es sich nicht vielleicht doch lohnt, dieses Modell dann besonders gut zu machen...

Also vielleicht doch historisch korrekt, damit man sich später nicht dafür schämt?

Aber wenn Du dich mit "historisch korrekt" nicht so gut auskennst, so kann man das doch lernen. - Oder sich hier im Forum beraten lassen. - Das klappt aber nur, wenn man erst fragt und dann baut und nicht anders herum...

Und wenn man einen "Erstling" baut, dann vielleicht doch lieber erstmal etwas kleines? - Dann kann man das auch mal "verhauen" und schnell wieder neu machen und es kostet dann auch nicht so viel Zeit und Geld, es wieder neu zu machen, als bei einem großen Modell. - Bei einem kleinen Modell kann man die ganzen Fertigkeiten, die man für ein großes Schiff braucht, erstmal im kleinen üben und erlernen und "verfeinern". - Um so mehr man vorher übt, um so besser wird dann später das große Modell!

Und noch ein Hinweis. Es haben sich schon sehr, sehr viele Modellbauer an großen Schiffen übernommen. - Na klar, macht ein Schiff mit vielen Kanonen viel her! - Aber jemand, der ein großes Schiff gut bauen will (wirklich sehr gut) der braucht dafür unter Umständen auch schon mal 13 Jahre oder so. - Hast Du dir das auch für deinen Erstling so vorgestellt? - Ich glaube nicht...
Dazu kommen die "Quälereien". - Zum Beispiel ein Schiffsgeschütz. - Je nach Maßstab besteht alleine die Lafette aus etwa 20 Teilen (oder mehr). Dabei habe ich noch nicht einmal das Brocktau und die Taljen dazu gezählt und die Kanone selbst fehlt auch noch. - Baut man ein Schiff mit 100 Geschützen, so sind das dann "mal eben" über 2000 Teile, nur für die Geschütze! - Gut, deine "Fregatte" soll wohl etwas kleiner sein, aber bei 40 Geschützen sind das immer noch über 800 Teile.
Da braucht man viel Geduld und Zeit, denn erfahrungsgemäß baut man das eine oder andere Mal auch Mist und dann muss man Teile wegwerfen. Also 900 bis 1000 Teile könnten das schon werden.

Oder macht es vielleicht doch Sinn, erstmal ein wesentlich kleineres Schiff zu bauen?

Das hätte zum Beispiel den netten Nebeneffekt, dass man einen anderen Maßstab bauen kann. - Zum Beispiel 1/48, 1/32 oder gar 1/20 oder so. - Da sind die Teile noch richtig schön groß und man kann besser an ihnen Arbeiten. - Kleine Fehler fallen weniger auf, weil sie eben auch kleiner sind... - Und eine Kleine Kanone (4- oder 6-Pfünder zum Beispiel) sieht in 1/20 richtig beeindruckend aus, weil sie da schon wieder relativ groß ist (eben wie 12- oder 18-Pfünder in 1/48 oder wie 36-Pfünder in 1/100).

Es gibt auch tolle Pläne von bewaffneten Kriegsschaluppen, Kanonenbooten und so weiter. - In 1/20 sind die toll anzusehen! - Es gibt viele tolle Details, riesige Kanonen und es ist relativ leicht zu bauen, auch wenn man dicke Finger hat...

Pläne findest Du überall im Internet. - Auch gute und historisch "korrekte". - Es gibt also kaum einen Grund, warum man das nicht machen sollte.

Auf der anderen Seite produzierst Du einen großen Haufen historischen Schrott, bei dem jeder Fachmann später einfach den Weg zum Wertstoffhof empfehlen wird, wenn es Dich mal nicht mehr gibt.
Ein "Leben nach dem Tod" gibt es nur für historisch brauchbare Modelle.

Also ich würde mir das wirklich nochmal überlegen, ob so ein "Monster" wirklich sein muß... - Aus meiner Sicht gibt es keinen einzigen guten Grund, der *dafür* spricht.

Nichtsdestotrotz, wenn Du weiterbaust, werde ich deinen Bau gerne aufmerksam betrachten und mit meinen Kommentaren begleiten.

Auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg bei deinem Projekt! - Denn das ist auf jeden Fall immer noch die Hauptsache!

Ciao,

HWE
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: xeononym am 30. Dezember 2009, 21:38:15
Kommt ja am Ende schon fast an eine Dora ran hehe... bin mal gespannt wie sich deine Fregatte entwickelt, werde das auch verfolgen. :)

Gruss Christian 
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: Bradhower am 30. Dezember 2009, 22:52:12
Hallo HWE,

vielen Dank für die ausführliche Antwort und die berichtigten Ratschläge  :1:

zu deinen Fragen:

- Die Epoche dieser Fregatte soll in der Zeit des großen Napoelons angesiedelt sein. Außerdem soll sich später das Schiff im Gefechtszustand befinden.
- Was die Nationalität betrifft, sollte es eine Fregatte der Royal Navy werden, zu mindestens was die Besatzung und Beflaggung betrifft. Bei weiteren markanten Details, wie bspw. die Heckausführung, mache ich mich schlau und erarbeite in passenden Momenten Umsetzungsmöglichkeiten.  :8: Wenn du an dieser Stelle eine Internetseite mit historischen Schiffsplänen kennst zur Ideensammlung, wäre das super. Ich habe zwar schon ein paar schöne Ansichten gefunden. Aber Quellen kann man ja bekanntlich nie genug haben.    :D

Was deine Hinweise betrifft – muss ich an dieser Stelle anmerken, dass ich kein reiner „Neueinsteiger“ bin. Vom Schoner über ein Motorboot, bis hin zum Zerstörer aus dem 2 WK. habe ich schon ein paar Modelle in meiner Vita stehen (auf Wunsch kann ich mal ein paar Fotos einstellen). Also ein blutiger "Erstling" bin ich in dieser Hinsicht nicht und daher kann ich den Gesamtumfang meines Projektes schon ein wenig beurteilen bzw. einschätzen, was ich verwirklichen kann und was nicht. Das einzige Manko, dass ich zur Zeit habe ist, dass ich einfach etwas aus der Übung bin, weil ich mich jahrelang überhaupt nicht mit dem Modellbau mehr beschäftigt habe und stellenweise noch ein wenig Nachholbedarf besitze, um dieses gewisse „Feingefühl“ wieder zu entwickeln. Deswegen geht es mir manchmal so, wie einem der gerade Windows 7 auf seinem Rechner installiert hat und vorher jahrelang mit Windows 98 gearbeitet hat :rolleyes:
Außerdem gibt es natürlich dann auch noch die Freundin, Familie, Freunde, den Job und nebenbei habe ich noch ein Studium in der Endphase am Laufen - was den Zeitplan von ca. 1 Jahr sicherlich noch torpedieren wird und als unbekannter "Risikofaktor" für das Gesamtprojekt gelten könnte.  :rolleyes:

Mein persönliches Maßstabsintervall liegt übrigens bei 1:72 bis 1:35. Alles was kleiner oder größer ist, ist irgendwie nicht mein Ding. Wobei ich es großartig finde, wenn jemand jenseits der 1:100 tolle Modelle entwickelt, mir fehlt für diesen „Nanobereich“ einfach der letzte Funke an Feinmotorik.  :P

Was das "historisch korrekt" betrifft, ist das sicherlich das Schwierigste an einem Modell, wenn nicht sogar mangels Zeitzeugenerfahrung ein Ding der Unmöglichkeit. Aber dabei steht eigentlich die Frage im Raume, wo das "historisch korrekt" bei einem Modell beginnen soll!? Wenn man es genau nimmt, müsste Planke für Planke und Spante für Spante "historisch korrekt" gefertigt werden. Mir persönlich reicht es, wenn das Schiff ein "stimmiges" Gesamtbild ergibt bzw. ergeben wird. Denn in erster Linie baue ich so ein Modell für mich und nicht nach irgendwelchen Beurteilungskriterien zukünftiger Betrachter, diejenigen die ein Modell zu schätzen wissen und/oder mitbekommen haben, wie viel Arbeit darin steckt, werden es eines Tages vielleicht in Ehre halten und wenn nicht, dann geht das Schiff halt mit seinem Kapitän unter… :D

Was die Zubehörteile betrifft, wie bspw. Geschütze, fehlen mir in dieser Hinsicht teilweise die passenden Werkzeuge, um so etwas in Eigenarbeit zu fertigen. Von daher habe ich, sicherlich zum Ärgernis eines manchen Modellbauers hier, einen schönen Onlineshop entdeckt (siehe Link hierzu auch unter dem Thread „Links“), der einige vorgefertigte Zubehörteile für stellenweise kleines Geld anbietet.  :) Von daher sollte ich hier bestimmt ein paar Jahre an Zeitaufwand einsparen können.  :D Was sich dann anders nicht auftreiben lässt, werde ich dann in Eigenarbeit entwickeln, wie bspw. später die Inneneinrichtung für die Kapitänskajüte, die man durch die Heckfenster sehen soll  :1:.

Das Einzige, wo ich wirklich Respekt bei meinen Vorhaben habe, ist die spätere Takellage und in absehbarer Zeit die Beplankung, wobei ich hier seit jeher das Problem mit eindringenden Badewannenwasser habe :8:

Aber natürlich freue ich mich darauf regelmäßig Tipps, Kritik und Ratschläge hier zu bekommen und manche Fragen werde ich sicherlich auch zwischendurch mal haben.  :6:

Schöne Grüße
Bradhower
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: valbrad am 30. Dezember 2009, 23:21:56
Ahoy

Also ich finde die Idee zu deinen "eigenst entworfenen" Schiff total gut!
Vertrete da voll und ganz deine Meinung, dass der Bau Spaß machen soll, und dass man für sich und nicht für andere baut.. Wenn es andere begeistern kann um so schöner, wenn nicht hatte man trotzdem seinen Spaß ;)

Ich werde das hier auf jeden Fall verfolgen und ich denke du solltest einfach so weiterbauen wie Du es für richtig hälst, auch wenn das nicht umbedingt "historisch korrekt" ist :6:

LG Valbrad
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: AnobiumPunctatum am 31. Dezember 2009, 08:44:06
Zitat
Als Inspirationsgrundlage dient mir in erster Linie ein alter Modellkatalog von Steingraeber (Katalog Nr. 19 (1989) und natürlich einige googeleien im Internet. Das Modell an sich wird dabei kein orginalgetreuer Nachbau eines historischen Schiffes, sondern ist in erster Linie eine komplette in Eigeninterpretation, unter zur Hilfename von Bildern aus dem Netz und besagten Katalog. Was dabei herauskommen soll ist eine 3-mastige Fregatte mit zwei Kanonendecks (die Anzahl der Geschütze schwankt aktuell noch ein wenig mindestens 10 - max. 20 Kanonen auf jeder Seite). Die Maße des Rumpfes liegt dabei aktuell bei 70 cm (Länge), 16 cm (Breite) und 14 cm (Höhe). Als ergeiziges Ziel habe ich mir dabei gesetzt das Ober- und Unterdeck möglichst authentisch darzustellen. Ich hoffe sehr das es mir gelingt

Hmm, ich kann mich mit Deinem Vorhaben nicht wirklich anfreunden.

Was Du beschreibst, klingt nach einem Linienschiff und nicht nach einer Fregatte. Eine typische englische Fregatte zur Zeit der napoleonischen Kriege hatte ein durchgehendes Kanonendeck und auf Vor- und Achterdeck noch ein paar Geschütze (zu dieser Epoche min. auf der Back Karronaden). Für die Anzahl der vorgesehenen Geschütze ist der Rumpf in 1/72 viel zu lang.

Warum machst Du es Dir so unnötig schwer? Für wirklich kleines Geld bekommst Du ordentliche Pläne bzw. auch einen Papierbogen einer englischen Fregatte, die vieles was Du mühsam selber entwickeln musst, z.B. eine glaubwürdige Form des Rumpfes, schon liefern. Die Spanten sind schon vorgezeichnet, ...

Bei gleichem Bastelspaß bekommst Du so zumindest ein vorbildorientiertes Modell und kein Phantasieprodukt. Bei einem Phantasieschiff und sei es noch so gut gebaut, besteht immer die Gefahr, dass es belächelt wird. Der Wert der Arbeit wird mit Sicherheit nicht gewürdigt.

Zitat
Was das "historisch korrekt" betrifft, ist das sicherlich das Schwierigste an einem Modell, wenn nicht sogar mangels Zeitzeugenerfahrung ein Ding der Unmöglichkeit. Aber dabei steht eigentlich die Frage im Raume, wo das "historisch korrekt" bei einem Modell beginnen soll!? Wenn man es genau nimmt, müsste Planke für Planke und Spante für Spante "historisch korrekt" gefertigt werden

Warum nicht. Es gibt genug Vorbilder, für die sich ausreichend Planmaterial erhalten hat, um so zu bauen. Bei einem POB Projekt, wie Deinem, sieht man die SPanten allerdings nicht. Außer bei klinkergebauten Schiffen besteht nicht die Notwendigkeit die Plankenanzahl einzuhalten, viel wichtiger ist eine historsich plausible Plankenbreite und eine korrekte Umsetzung der Verjüngung an Bug und Heck.

Wenn Du am Bau Deines Modells Freude hast, ist trotzdem alles in Ordnung. Nur sei nicht enttäuscht, wenn Betrachter Deines Werks, das Modell mit anderen AUgen sehen und an anderen Maßstäben messen.

Just my 2 Cents.
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: Bradhower am 31. Dezember 2009, 11:14:58
Guten Morgen AnobiumPunctatum,

mir ist es durchaus bewusst, dass es viel einfachere Wege gibt. Die man bei dem Bau eines Schiffes beschreiten kann. Ich habe mich allerdings bewusst für diesen Weg entschieden und suche die Herausforderung. Ansonsten hätte ich mir auch einen Revell-Baukasten kaufen können, um diesen fleißig zusammenzukleben. Aber so etwas verliert bei mir schnell seinen Reiz. Gleiches gilt für irgendwelche Bausätze, wo Spanten, Decks & Co. schon vorgezeichnet sind. Das sorgt zwar dafür dass alles „historisch korrekt“ abläuft. Aber so lässt man sich auch unweigerlich in eine Richtung drängen, wie das Schiff später unbedingt aussehen sollte. Mir gefällt es aber lieber, dass ich meinen Vorstellungen unter der Einbeziehung historischer Informationen freien Lauf lasse.  :1:

Kanonen wird das Schiff von daher genug haben, dass Unterdeck wird dabei ein durchgehendes Kanonendeck sein, dass ist defintiv so geplant. Ebenso wird es auch Geschütze auf dem Vorder- und Achterdeck und Karronaden an selbigen geben. Ich hätte sicherlich bei meinen Beitrag dieses und andere Details noch lang und breit ausführen können, was ich wo und wann und in welcher Form plane und umsetzen möchte.  8) Ich präsentiere meine Ideen aber lieber nach und nach. Dies führt sicherlich zu einigen Ungereimtheiten und potentiellen Missverstehen beim lesen dieses Berichts. Das Risiko gehe ich dabei aber lieber ein, als später schreiben zu müssen, was alles nicht geklappt hat.  :pffft: Das Ziel habe ich ausgegeben, ein paar Wegmarken genannt und in dieser Form möchte ich es erreichen. Der Weg dahin, Ideen und Probleme möchte ich hier gerne präsentieren. Wenn das Projekt dabei belächelt wird oder die Nachwelt es eines Tages nicht ausreichend würdigt, interessiert mich das herzlich wenig. Ich baue das Schiff in erster Linie für mich und nicht für irgendwelche Modellbauexperten und Historiker. Mag sein, dass diejenigen das Vorhaben schon nach ein paar Bildern als gescheitert abtun, weil sie dabei aus ihren unendlichen Erfahrungsschatz schöpfen können. Denn nichts anderes lese ich aus Zeilen heraus, aber das spornt eher an.  :D :D :D

Ich denke das hier ist ein Forum für den Modellbau und die Definition des Wortes „Modellbau“ bietet reichlich Interpretationsspielraum, mindestens genauso viel, wie man den Schreibenden und Modellbauenden hier seine Freiheiten lassen sollte. Tipps, Tricks und Ratschläge nehme ich dabei gerne an, wenn es um das Modell geht. Wenn man einen Modellbauer allerdings in eine komplett andere Richtung drängen möchte, damit es den Idealvorstellungen der „alten Modellbauhasen“ besser entspricht, die offensichtlich viel Wert auf Risikominimierung und Korrektheit legen, dann ist der Sinn und Zweck dieses Forums hier eher zweifelhafter Natur.  :12:

An letzter Stelle sei daher noch einmal angemerkt, dass ich mir durchaus im Klaren darüber bin, dass mein Modellbauvorhaben scheitern kann. Einige Spanten mussten auch schon daran glauben, dass bleibt bei einer Eigenentwicklung nicht aus. Aber solange ich mir keine Finger absäge, das Holz mir ausgeht oder plötzlich doch entdecke das mein Modell ein besserer Schuhkarton wird, bin ich mit Feuereifer bei der Sache und freue mich weiterhin über jede Form von Posts zu meinem Modell.  :1:

Viele Grüße und einen guten Rutsch
wünscht der Bradhower

P.S. @Valbrad: Vielen Dank für den Post  :D
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: hwe am 31. Dezember 2009, 16:23:03
Hallo Brad,

Guten Morgen AnobiumPunctatum,

mir ist es durchaus bewusst, dass es viel einfachere Wege gibt. Die man bei dem Bau eines Schiffes beschreiten kann. Ich habe mich allerdings bewusst für diesen Weg entschieden und suche die Herausforderung.
Komisch. - Ich habe eher den Eindruck, daß Du das Gegenteil von dem tust, was Du hier schreibst. - Es ist eine sehr große Herausforderung, ein Schiff historisch möglichst korrekt zu bauen (Ich spreche aus Erfahrung, weil ich selbst gerade versuche ein Schiff, daß sogar einigermaßen gut belegt ist, zu rekonstruieren. Und selbst da stellt sich die Frage: "War es geklinkert, oder kraweel beplankt?" - Eine eindeutige Antwort gibt es in dem Fall nicht... Obwohl es Pläne vom NMM gibt und 3 zeitgenössische Bilder). - Ein Phantasieschiff zu bauen stellt nur Ansprüche an die handwerklichen Fähigkeiten. - Ja, natürlich wird dabei auch deine Kreativität dabei gefordert. - Das begrüße ich auch ausdrücklich! - Aber es ist so, dass man bereits bei dem Versuch, ein Schiff historisch möglichst korrekt zu bauen, ohne Ende auf Hindernisse stößt, die einerseits nach einer sauberen Recherche und letzten Endes doch auf eine kreative Lösung des jeweiligen Problems hinaus laufen. - Der Unterschied zwischen deinem Modell und einem historisch gut recherchierten Modell ist der, dass jeder, der sich mit der Materie nur ein kleines bisschen auskennt, sofort sehen wird, dass ob es sich um ein Phantasieschiff handelt, oder nicht. Und ein Phantasieschiff, so Leid es mir tut, reizt mich nur dann, wenn es so richtig phantastisch ist. - Also zum Beispiel die "Black Pearl" aus Fluch der Karibik, oder eine komplette Eigenerfindung mit einer kleinen Geschichte dazu (vielleicht?). - Ein Pseudo-Schiff aus einer Pseudo-Epoche, ohne jeden Hintergrund, ist für mich einfach nur eine Katastrophe und uninteressant. - Schade um die darauf verschwendete Bauzeit!
Zitat
Ansonsten hätte ich mir auch einen Revell-Baukasten kaufen können, um diesen fleißig zusammenzukleben.
Äh, entschuldige bitte, aber die käuflich erhältlichen Bausätze strotzen in den meisten Fällen nur so von Fehlern und sind leider gar nicht gut recherchiert. - Es ist tatsächlich eine große Herausforderung, aus diesen Kisten etwas zu machen, daß dem historischen Vorbild einigermaßen nahe kommt...
Zitat
Aber so etwas verliert bei mir schnell seinen Reiz. Gleiches gilt für irgendwelche Bausätze, wo Spanten, Decks & Co. schon vorgezeichnet sind. Das sorgt zwar dafür dass alles „historisch korrekt“ abläuft.
Auch da muss ich dich leider enttäuschen. Auch die meisten käuflich erhältlichen Holzbausätze sind, unter Betrachtung der historischen Korrektheit, meistens eher schlechter als besser.
Ich erwarte von dir nicht, daß Du einfach einen Bausatz zusammenklatschst. - Das wäre wirklich einfach. - Aber wenn Du eine echte Herausforderung suchst, dann versuche doch mal ein Schiff historisch korrekt zu rekonstruieren und zu bauen.
Das ist um Längen anspruchsvoller als du jetzt auch nur im entferntesten ahnst!
Zitat
Aber so lässt man sich auch unweigerlich in eine Richtung drängen, wie das Schiff später unbedingt aussehen sollte. Mir gefällt es aber lieber, dass ich meinen Vorstellungen unter der Einbeziehung historischer Informationen freien Lauf lasse.  :1:
Okay, da hast Du mich! - Ein Schiff, daß wirklich nach einem historischen Vorbild sauber gebaut wurde, sieht natürlich aus, wie das historische Vorbild. - Und ist entsprechend wertvoll, wenn es auch noch gut gebaut wurde.

Ein Phantasieschiff zu bauen ("unter Einbeziehung historischer Informationen" kannst Du dir dabei sparen, das ist und bleibt ein Phantasieschiff! - Vielleicht kann man das noch bezeichnen, als "angelehnt an eine bestimmte Epoche oder einen bestimmten Schiffstyp...". - Aber wenn man mir so ein Schiff und ein historisch sauber gebautes Modell in 1:20 von einem Kanonenboot vor die Nase hält, bin ich nach maximal 5 Minuten mit dem Phantasieteil "fertig". - Während ich mir einen ganzen Abend (und mehr) dieses Kanonenboot anschauen würde. - Vollkommen egal, wie groß das Phantasieschiff ist und wieviele Kanonen es hat und ob eine Beleuchtung darin ist, oder nicht. - Ein historisch korrekt gebautes Modell erhält von mir automatisch zehnmal mehr Aufmerksamkeit.
Zitat
Kanonen wird das Schiff von daher genug haben, dass Unterdeck wird dabei ein durchgehendes Kanonendeck sein, dass ist defintiv so geplant. Ebenso wird es auch Geschütze auf dem Vorder- und Achterdeck und Karronaden an selbigen geben. Ich hätte sicherlich bei meinen Beitrag dieses und andere Details noch lang und breit ausführen können, was ich wo und wann und in welcher Form plane und umsetzen möchte.  8) Ich präsentiere meine Ideen aber lieber nach und nach. Dies führt sicherlich zu einigen Ungereimtheiten und potentiellen Missverstehen beim lesen dieses Berichts. Das Risiko gehe ich dabei aber lieber ein, als später schreiben zu müssen, was alles nicht geklappt hat.  :pffft:
Schade. Auch damit machst du einen taktischen Fehler. - Du baust was vor dich hin, stellst es dann vor, dann "zerreissen" es die Leute und du bist entweder sauer, oder musst es noch einmal bauen.
Anstatt zuerst einen Vorschlag zu machen und zu fragen, sich die guten Tipps abzuholen und es dann sofort besser zu machen, als wenn Du es alleine gemacht hättest.
Auf die zweite Art bist du schneller fertig, hast weniger Ärger und das Ergebnis ist um längen besser. - Deine Entscheidung!
Zitat
Das Ziel habe ich ausgegeben, ein paar Wegmarken genannt und in dieser Form möchte ich es erreichen. Der Weg dahin, Ideen und Probleme möchte ich hier gerne präsentieren. Wenn das Projekt dabei belächelt wird oder die Nachwelt es eines Tages nicht ausreichend würdigt, interessiert mich das herzlich wenig. Ich baue das Schiff in erster Linie für mich und nicht für irgendwelche Modellbauexperten und Historiker. Mag sein, dass diejenigen das Vorhaben schon nach ein paar Bildern als gescheitert abtun, weil sie dabei aus ihren unendlichen Erfahrungsschatz schöpfen können. Denn nichts anderes lese ich aus Zeilen heraus, aber das spornt eher an.  :D :D :D
Schade, daß Du unbedingt mit dem Kopf durch die Wand willst!

Aber verrate mir doch mal, wie ich dir Tipps geben soll, bei einem Phantasieschiff?

Da gibt es keine Regeln!

Du baust es sowieso, wie Du willst und wie du lustig bist. - Du musst niemanden fragen. - Du kannst auch niemanden so richtig fragen, denn es kann dir niemand zu etwas raten. - Es ist ja sowieso alles deine eigene Phantasie!

Ich vermute mal, du bist einfach nur unsicher und fühlst dich von Anfang an "unterlegen" gegenüber den Erfahreneren hier im Forum. - Das musst Du aber nicht! - Jeder einzelne von uns hat mal genauso klein angefangen und NICHTS gewusst.
Das mussten wir auch alle erstmal lernen. - Du stehst einfach nur auf einer andern Sprosse derselben Leiter. - Und es ist doch nur gut, wenn dir diejenigen, die weiter oben auf der Leiter stehen, sagen können, welche Sprossen morsch sind und wo welche fehlen und welche gut halten, oder?

Wie gesagt, wenn Du dir deine eigene Leiter baust, können wir dir keine Tipps dazu geben. - Wir stehen nämlich auf einer anderen...
Zitat
Ich denke das hier ist ein Forum für den Modellbau und die Definition des Wortes „Modellbau“ bietet reichlich Interpretationsspielraum, mindestens genauso viel, wie man den Schreibenden und Modellbauenden hier seine Freiheiten lassen sollte. Tipps, Tricks und Ratschläge nehme ich dabei gerne an, wenn es um das Modell geht. Wenn man einen Modellbauer allerdings in eine komplett andere Richtung drängen möchte, damit es den Idealvorstellungen der „alten Modellbauhasen“ besser entspricht, die offensichtlich viel Wert auf Risikominimierung und Korrektheit legen, dann ist der Sinn und Zweck dieses Forums hier eher zweifelhafter Natur.  :12:
Ich will dich nicht drängen. - Bau' dein Modell! - Lass' deiner Phantasie freien Lauf! - Wenn es wirklich ein ausgefallenes Kunstwerk wird, werden es vielleicht auch spätere Generationen zu schätzen wissen.
So wie in der Malerei neue Kunststile erfunden werden. - Zum Beispiel ein Picasso gegen einen Rembrandt. - Wenn Du einen "Picasso" unter den Schiffsmodellen schaffen willst, nur zu! - Ich lasse mich gerne positiv überraschen!

Allerdings ist der Schiffsbau von Hause aus leider doch eher so "konserativ", daß die meisten Interessenten schon das Schiff als solches wieder erkennen wollen und es auch schwimmen könne sollte (sonst wäre es ein Auto, Motorrad, Flugzeug, Hubschrauber, UFo, whatever...). - Und im nächsten Schritt möchte ich, wenn irgendwo "Cutty Sark" an einem Modell steht, auch nicht eine "Santa Maria" sehen. - Irgendwie möchte ich, daß das Modell, was ich da sehe, auch möglichst mit dem historischen Vorbild übereinstimmt. - Tut mir sehr Leid aber in dieser Hinsicht bin ich einfach etwas altmodisch.

Ich möchte aber auch nicht, dass auf meiner Pizza "Analogkäse" oder "Formschinken" zu finden sind... - Vielleicht siehst Du das ja auch anders?

Egal.

Dieses Forum lässt Dir die freie Wahl! - Du kannst bauen, was immer du willst. - Aber Du kannst niemanden dazu zwingen, dein Phantasiemodell toll zu finden. - Genausowenig, wie wir dich dazu zwingen können, etwas anderes zu bauen.

Die Bauentscheidung triffst Du ganz alleine selbst!

Alles, was ich tue, ist dir ein paar Denkanstöße zu geben, ob sich dein Vorhaben auch wirklich lohnt.
Zitat
An letzter Stelle sei daher noch einmal angemerkt, dass ich mir durchaus im Klaren darüber bin, dass mein Modellbauvorhaben scheitern kann.
Nö, kann es eigentlich nicht.

Warum nicht?

Na, weil es ein Phantasieschiff ist!

Da kannst Du jederzeit beschließen: "Das gehört einfach so!"

Deswegen ist ein historisch korrekt gebautes Schiff eine viel größere Herausforderung, denn da ist ein Fehler ein Fehler und bleibt ein Fehler. - So lange, bis man ihn korrigiert. - Wegreden, wie bei einem Phantasiemodell, kann man ihn nicht.
Das ist vieeeel härter!

Und deswegen kann man da auch scheitern. - Bei einem Phantasieschiff kann man nicht scheitern. - Im schlimmsten Fall sieht es einfach nur Schei..e aus.

Zitat
Einige Spanten mussten auch schon daran glauben, dass bleibt bei einer Eigenentwicklung nicht aus. Aber solange ich mir keine Finger absäge, das Holz mir ausgeht oder plötzlich doch entdecke das mein Modell ein besserer Schuhkarton wird, bin ich mit Feuereifer bei der Sache und freue mich weiterhin über jede Form von Posts zu meinem Modell.  :1:

Viele Grüße und einen guten Rutsch
wünscht der Bradhower

P.S. @Valbrad: Vielen Dank für den Post  :D
So, ich hoffe, Du bist mir deswegen jetzt nicht böse. - Du stellst halt einfach ein paar Behauptungen in den Raum, von denen ich meine, daß sie nicht stimmen. - Aber so ist das im Leben. - Wir sind nie alle einer Meinung. - Und das ist auch gut so, denn sonst würde es keinen Fortschritt geben.
Du hast deine Meinung geäußert, ich habe meine Meinung geäußert. - Mehr ist nicht passiert.

Ich hoffe, du lässt dir meine Argumente nochmal ganz ruhig und sachlich durch den Kopf gehen. - Vielleicht überdenkst Du dein Vorhaben ja doch nochmal.

Wenn nicht, auch gut! - Wie ich schon schrieb: Deine Entscheidung!

Ich bin neugierig, was das wird. Und werde fleissig mitlesen. - Aber, wie gesagt, Hilfe kann dir keiner geben. - Einmal, weil es ein Phantasieschiff ist und zum anderen, weil Du zuerst bauen und dann fragen willst.
Deswegen kannst Du im Prinzip auch einfach nur die Fotos einstellen. - Wir können deine Ergebnisse sowieso nur einfach "hinnehmen".
Wenn Du im Forum aber ein "Mit-einander" erwartest und möchtest, dann musst Du uns auch die Chance dazu geben.

In diesem Sinne auf jeden Fall noch ein frohes und gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

 
Ciao,

HWE
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: hwe am 31. Dezember 2009, 16:48:27
Hallo Brad,

Hallo HWE,

vielen Dank für die ausführliche Antwort und die berichtigten Ratschläge  :1:
Gern geschehen! :)
Zitat
zu deinen Fragen:

- Die Epoche dieser Fregatte soll in der Zeit des großen Napoelons angesiedelt sein. Außerdem soll sich später das Schiff im Gefechtszustand befinden.
- Was die Nationalität betrifft, sollte es eine Fregatte der Royal Navy werden, zu mindestens was die Besatzung und Beflaggung betrifft. Bei weiteren markanten Details, wie bspw. die Heckausführung, mache ich mich schlau und erarbeite in passenden Momenten Umsetzungsmöglichkeiten.  :8: Wenn du an dieser Stelle eine Internetseite mit historischen Schiffsplänen kennst zur Ideensammlung, wäre das super. Ich habe zwar schon ein paar schöne Ansichten gefunden. Aber Quellen kann man ja bekanntlich nie genug haben.    :D
Okay, also eine Fregatte um 1800. Eher britisch. - Hmmmm.
Ich würde, unter den gegebenen Umständen dann zum Erwerb eines AOTS-Bandes raten (HMS DIANA, HMS PANDORA),  oder wenn die Quelle noch besser sein darf, zum Erwerb der Monographie der "La Venus" aus dem ANCRE-Verlag. - Das ist dann aber "leider" eine französische Fregatte, aber im Prinzip "die Mutter aller Fregatten" um 1800. - Die Pläne, die in letzterer Monographie beigelegt sind, sind in 1/72, was dir entgegen kommen dürfte.
Zitat
Was deine Hinweise betrifft – muss ich an dieser Stelle anmerken, dass ich kein reiner „Neueinsteiger“ bin. Vom Schoner über ein Motorboot, bis hin zum Zerstörer aus dem 2 WK. habe ich schon ein paar Modelle in meiner Vita stehen (auf Wunsch kann ich mal ein paar Fotos einstellen). Also ein blutiger "Erstling" bin ich in dieser Hinsicht nicht und daher kann ich den Gesamtumfang meines Projektes schon ein wenig beurteilen bzw. einschätzen, was ich verwirklichen kann und was nicht. Das einzige Manko, dass ich zur Zeit habe ist, dass ich einfach etwas aus der Übung bin, weil ich mich jahrelang überhaupt nicht mit dem Modellbau mehr beschäftigt habe und stellenweise noch ein wenig Nachholbedarf besitze, um dieses gewisse „Feingefühl“ wieder zu entwickeln. Deswegen geht es mir manchmal so, wie einem der gerade Windows 7 auf seinem Rechner installiert hat und vorher jahrelang mit Windows 98 gearbeitet hat :rolleyes:
Außerdem gibt es natürlich dann auch noch die Freundin, Familie, Freunde, den Job und nebenbei habe ich noch ein Studium in der Endphase am Laufen - was den Zeitplan von ca. 1 Jahr sicherlich noch torpedieren wird und als unbekannter "Risikofaktor" für das Gesamtprojekt gelten könnte.  :rolleyes:
Jep, das sind alles erschwerende Faktoren. Aber warum sollte es dir anders gehen, als uns anderen auch? ;)
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Mein persönliches Maßstabsintervall liegt übrigens bei 1:72 bis 1:35. Alles was kleiner oder größer ist, ist irgendwie nicht mein Ding. Wobei ich es großartig finde, wenn jemand jenseits der 1:100 tolle Modelle entwickelt, mir fehlt für diesen „Nanobereich“ einfach der letzte Funke an Feinmotorik.  :P
Ob "Nano", oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. - Holger (HWB) und Lars (Maxim) haben da sicher eine andere Meinung dazu. ;)
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Was das "historisch korrekt" betrifft, ist das sicherlich das Schwierigste an einem Modell, wenn nicht sogar mangels Zeitzeugenerfahrung ein Ding der Unmöglichkeit. Aber dabei steht eigentlich die Frage im Raume, wo das "historisch korrekt" bei einem Modell beginnen soll!? Wenn man es genau nimmt, müsste Planke für Planke und Spante für Spante "historisch korrekt" gefertigt werden. Mir persönlich reicht es, wenn das Schiff ein "stimmiges" Gesamtbild ergibt bzw. ergeben wird. Denn in erster Linie baue ich so ein Modell für mich und nicht nach irgendwelchen Beurteilungskriterien zukünftiger Betrachter, diejenigen die ein Modell zu schätzen wissen und/oder mitbekommen haben, wie viel Arbeit darin steckt, werden es eines Tages vielleicht in Ehre halten und wenn nicht, dann geht das Schiff halt mit seinem Kapitän unter… :D
Erfahrungsgemäß wird bei einem Phantasieschiff wohl eher das letztere der Fall sein. - Schau' dir doch mal die aktuellen Reality-Soaps im Fernsehen an, wo die Leute ihren alten Trödel loswerden wollen und sich viel Geld erhoffen.
Da kommt dann ein Profi, wirft einen - mehr oder weniger - langen Blick auf das Modell. - Wenn das erkennbar eine gute Arbeit und historisch korrekt ist, hat es gute Chancen, doch noch weitergegeben zu werden. - Wenn nicht: Ab in den Kamin damit!
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Was die Zubehörteile betrifft, wie bspw. Geschütze, fehlen mir in dieser Hinsicht teilweise die passenden Werkzeuge, um so etwas in Eigenarbeit zu fertigen. Von daher habe ich, sicherlich zum Ärgernis eines manchen Modellbauers hier, einen schönen Onlineshop entdeckt (siehe Link hierzu auch unter dem Thread „Links“), der einige vorgefertigte Zubehörteile für stellenweise kleines Geld anbietet.  :) Von daher sollte ich hier bestimmt ein paar Jahre an Zeitaufwand einsparen können.  :D Was sich dann anders nicht auftreiben lässt, werde ich dann in Eigenarbeit entwickeln, wie bspw. später die Inneneinrichtung für die Kapitänskajüte, die man durch die Heckfenster sehen soll  :1:.

Das Einzige, wo ich wirklich Respekt bei meinen Vorhaben habe, ist die spätere Takellage und in absehbarer Zeit die Beplankung, wobei ich hier seit jeher das Problem mit eindringenden Badewannenwasser habe :8:
Heißer Tipp von mir an Dich: besorg' dir einfach mal den einen Band von Philip Reed und zwar: http://www.amazon.de/Historischer-Schiffsmodellbau-Schritt-f%C3%BCr-gezeigt/dp/3881807241/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1262274361&sr=1-1

Der ist nicht teuer und da ist eine große Fülle von Tipps darin, wie man auch mit einfachen Mitteln tolle Ergebnisse erzielen kann. - Ein kleiner Ansporn für Dich!
Zitat
Aber natürlich freue ich mich darauf regelmäßig Tipps, Kritik und Ratschläge hier zu bekommen und manche Fragen werde ich sicherlich auch zwischendurch mal haben.  :6:

Schöne Grüße
Bradhower

Das richtige beplanken bringen wir dir schon auch noch bei, wenn Du uns die Chance dazu lässt! ;)

Ciao,

HWE
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: Bradhower am 31. Dezember 2009, 18:47:59
Hallo HWE,

Zitat
Ich habe eher den Eindruck, daß Du das Gegenteil von dem tust, was Du hier schreibst. - Es ist eine sehr große Herausforderung, ein Schiff historisch möglichst korrekt zu bauen

ich merke schon - ich hätte nicht so unüberlegt das Wort "historisch korrekt" in meinen Eingangsthread verwenden sollen - das wird mir jetzt hier zum Verhängnis  ;)

Ich baue einfach ein Schiff, dass an jene Epoche angelehnt sein soll. Es ist kein Nachbau eines aus jenerzeit berühmten Schiffes. Ich orientiere mich an alten Modellen, Bildern, Plänen, etc. und suche mir dann das Passende daraus zusammen, für die besagte Eigenkreation. Deswegen bitte dieses Wort "historisch korrekt" nicht zu verbissen sehen. Ich bin geschichtlich nicht auf den Kopf gefallen und bin auch nicht eines Morgens aufgewacht und habe mich dazu entschlossen mit dem Modellbau anzufangen, so dass die Gefahr blindlings ins Unglück zu laufen hier eher gering ist :) Das Schiff soll einfach historische Elemente besitzen und einen stimmigen Gesamteindruck ergeben. Was heißen soll, dass ich auf das Vierlingsflakgeschütz im Mastkorb wahrscheinlich verzichten werde  :D

Zitat
Und ein Phantasieschiff, so Leid es mir tut, reizt mich nur dann, wenn es so richtig phantastisch ist. - Also zum Beispiel die "Black Pearl" aus Fluch der Karibik, oder eine komplette Eigenerfindung mit einer kleinen Geschichte dazu (vielleicht?). - Ein Pseudo-Schiff aus einer Pseudo-Epoche, ohne jeden Hintergrund, ist für mich einfach nur eine Katastrophe und uninteressant. - Schade um die darauf verschwendete Bauzeit!

Warum die Antwort nicht gleich - damit sind die Fronten ja klar.  ;) Ich halte es für keine verschwendete Bauzeit, geschweige denn für eine Katastrophe. Denn ich baue dieses Schiff ja nicht für dich HWE oder bist du der Nabel des Modellbaus, an dem sich jeder zu messen hat? Für mich ist der Bau dieses Schiffes ein Hobby, ein Zeitvertreib und eine willkommene Abwechslung im Alltag. Wenn es dabei nicht jedermann Geschmack trifft, dann kann er es dir gerne gleichtun und es sagen, damit habe ich kein Problem. Was mir sogar lieber ist, als falsche Begeisterung.  :12:

Zitat
Ich erwarte von dir nicht, daß Du einfach einen Bausatz zusammenklatschst. - Das wäre wirklich einfach. - Aber wenn Du eine echte Herausforderung suchst, dann versuche doch mal ein Schiff historisch korrekt zu rekonstruieren und zu bauen.
Das ist um Längen anspruchsvoller als du jetzt auch nur im entferntesten ahnst!

Die Herausforderung ein Schiff möglichst korrekt darzustellen ist sicherlich eine Interessante Sache und ich finde es großartig, was es hier teilweise für tolle Modelle gibt - da verbeuge ich mich vor. Aber ich kann nur im Rahmen meiner materiellen und technischen Möglichkeiten ein Schiff konstruieren und daraus versuchen das Beste zu machen.  :) Außerdem ein Modellbaukasten und selbst wenn er historisch nicht korrekt ist, hat für mich schlichtweg keinen großen und vorallem dauerhaften Reiz.  :rolleyes:

Zitat
Aber wenn man mir so ein Schiff und ein historisch sauber gebautes Modell in 1:20 von einem Kanonenboot vor die Nase hält, bin ich nach maximal 5 Minuten mit dem Phantasieteil "fertig". - Während ich mir einen ganzen Abend (und mehr) dieses Kanonenboot anschauen würde. - Vollkommen egal, wie groß das Phantasieschiff ist und wieviele Kanonen es hat und ob eine Beleuchtung darin ist, oder nicht. - Ein historisch korrekt gebautes Modell erhält von mir automatisch zehnmal mehr Aufmerksamkeit.

5 Minuten Aufmerksamkeit, sind immerhin 5 Minuten Aufmerksamkeit.  :D :D :D Aber da ist auch wieder der Punkt, dass ich mit meinen Modell(en) keinen Modellbauexperten beeindrucken möchte. Oder in tagelang an mein Modell binden möchte.

Zitat
Schade. Auch damit machst du einen taktischen Fehler. - Du baust was vor dich hin, stellst es dann vor, dann "zerreissen" es die Leute und du bist entweder sauer, oder musst es noch einmal bauen.

Es gibt sicherlich Wichtigeres im Leben, als wenn das eigene Modell verrissen wird. Aber auch aus einem Verriss ziehe ich lehrreiche Informationen, denn sollte mir dieses Modell zu MEINER Zufriedenheit gelingen, ist das nächste sicherlich nicht fern und gut gemeinte Ratschläge haben immer ein Plätzchen frei im Hinterkopf.  :1: Sauer werde ich höchstens wenn die Kritik mir nicht konstruktiv genug oder zu überheblich daherkommt.  :5:

Zitat
Anstatt zuerst einen Vorschlag zu machen und zu fragen, sich die guten Tipps abzuholen und es dann sofort besser zu machen, als wenn Du es alleine gemacht hättest.


Grundsätzlich bin ich ein Mensch der sich die Dinge lieber selber erschließt und erarbeitet bevor er fragt. Wenn dann trotzdem mal Fragen aufkommen melde ich mich sicherlich. Für mich ist das hier ein Forum zum Austauschen und Präsentieren von Modellen und kein betreuter Modellbauclub, wo man für jeden Schritt erst um Erlaubnis fragen muss.

Zitat
Auf die zweite Art bist du schneller fertig, hast weniger Ärger und das Ergebnis ist um längen besser. - Deine Entscheidung!

Um Schnelligkeit geht es mir nicht, ich habe einen Zeitplan, dass ist klar. Aber an dem bin ich nicht auf Gedei und Verderb gebunden. Und wie sich das mit dem „Ärger“ entwickelt werde ich hier sicherlich die Kritiker zwischendurch füttern dürfen…  :D

Zitat
Schade, daß Du unbedingt mit dem Kopf durch die Wand willst!

Der Punkt geht an dich – wenn ich mir was in den Kopf setze dann verbeiße ich mich durchaus mal in eine Sache und versuche sie besonders gut zu machen.

Zitat
Aber verrate mir doch mal, wie ich dir Tipps geben soll, bei einem Phantasieschiff?

Ich baue ja keinen komplett neuen Schiffstyp. Die Grundform und die Aufbauten werden schon zu erkennen sein. So frage ich mich zum Beispiel seit einigen Tagen, was die optimalste Möglichkeit ist, so einen Schiffsrumpf wasserdicht zu bekommen. Ich persönlich überlege dabei, ob ich die Schiffsinnenwände vielleicht mit Silikon aus dem Baumarkt abdichten soll. Bei früheren Modellen habe ich Bitum verwendet. Gab nur leider immer eine große Sauerei. Hier einen guten Tipp mit Umsetzungsmöglichkeiten zu bekommen, würde mir sehr weiterhelfen. Außerdem überlege ich den Rumpf später von außen doppelt zu beplanken. Erst mit Funierplatten und dann quer mit Funierleisten, um diesen schönen (das Wort historisch nenne ich jetzt mal nicht) „stimmigen“ Look zu bekommen. Meine Sorge ist dabei, dass dies eventuell zu Instabilität an den Nahtstellen am Bug und Heck führen könnte. Genauso bin ich am überlegen, wo bei einem Schlachtschiff aus jener Epoche eigentlich das Steuerrad war. Der Klassiker ist ja hinten auf dem Achterdeck. Aber ich habe auch schon Schiffe gesehen, wo das Steuerrad sich mehr im Mittelteil oder auch unter Deck befand.

Also an Fragen und Wünschen nach hilfreichen Tipps sollte es selbst bei meinem Fantasieschiff nicht mangeln.

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Ich vermute mal, du bist einfach nur unsicher und fühlst dich von Anfang an "unterlegen" gegenüber den Erfahreneren hier im Forum. - Das musst Du aber nicht! - Jeder einzelne von uns hat mal genauso klein angefangen und NICHTS gewusst.

Ich denke ich kann meine Position in der Nahrungskette des Modellbaus schon gut einschätzen. Deswegen bin ich eher ein wenig irritiert, wie sich die „Oberen“ Verhalten. Wenn sich einer der „Unteren“ auf der Leiter etwas querstellt und nicht erst mit haufenweise Hintergrundinformationen, Fragen, „Erlaubnisanträgen“ und Bauplänen aufwartet, sondern gleich mal etwas präsentiert und sich Ehrgeizige, für manche vielleicht unrealistische Ziele steckt.  :D

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Das mussten wir auch alle erstmal lernen. - Du stehst einfach nur auf einer andern Sprosse derselben Leiter. - Und es ist doch nur gut, wenn dir diejenigen, die weiter oben auf der Leiter stehen, sagen können, welche Sprossen morsch sind und wo welche fehlen und welche gut halten, oder?

Darunter verstehe ich Tipps zum Modell oder meinen Fragen weiter oben. Aber nicht eine Generalkritik an meinem Gesamtvorhaben, bzw. die voreilige Aussage von Desinteresse.  :2:

Zitat
Ich will dich nicht drängen. - Bau' dein Modell! - Lass' deiner Phantasie freien Lauf! - Wenn es wirklich ein ausgefallenes Kunstwerk wird, werden es vielleicht auch spätere Generationen zu schätzen wissen.
So wie in der Malerei neue Kunststile erfunden werden. - Zum Beispiel ein Picasso gegen einen Rembrandt. - Wenn Du einen "Picasso" unter den Schiffsmodellen schaffen willst, nur zu! - Ich lasse mich gerne positiv überraschen!

Da ist es schon wieder – dieser leichte Hauch von Überheblichkeit…  ;)(was ich aber auch jetzt nicht Negativ auslegen möchte, denn jeder der Erfolg hat neigt sicherlich leicht dazu). Aber auch hier wird eigentlich mal wieder eine Kluft von Missverständnissen offenbart. Denn wie bereits, nun schon dreimal geschrieben, habe ich es nicht vor, das mein Schiff eines Tages von der Nachwelt bewundert wird, die Personen die es im Hier und Jetzt in Augenschein nehmen, reichen mir Voll und Ganz. Ich denke Picasso hat seinerzeit so ähnlich gedacht… :pffft:

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Allerdings ist der Schiffsbau von Hause aus leider doch eher so "konserativ", daß die meisten Interessenten schon das Schiff als solches wieder erkennen wollen und es auch schwimmen könne sollte (sonst wäre es ein Auto, Motorrad, Flugzeug, Hubschrauber, UFo, whatever...). - Und im nächsten Schritt möchte ich, wenn irgendwo "Cutty Sark" an einem Modell steht, auch nicht eine "Santa Maria" sehen. - Irgendwie möchte ich, daß das Modell, was ich da sehe, auch möglichst mit dem historischen Vorbild übereinstimmt. - Tut mir sehr Leid aber in dieser Hinsicht bin ich einfach etwas altmodisch.

Um diese Enttäuschung von vornherein im Keim zu ersticken, baue ich auch kein Schiffsmodell originalgetreu nach. Denn wenn ich im Museum so ein Modell sehe, dann begeistert mich dieses an sich, egal ob es jetzt dem Original 1:1 entspricht oder einfach nur ein schönes Modell geworden ist.

Zitat
Ich möchte aber auch nicht, dass auf meiner Pizza "Analogkäse" oder "Formschinken" zu finden sind... - Vielleicht siehst Du das ja auch anders?

Na das ist den meisten sicherlich erst wirklich bewusst geworden, als es in den Medien die Runde machte. Trotzdem habe ich vorher Pizza aus der Tiefkühltruhe gegessen und ertappe ich selbst nach diesem „Miniskandal“ wie ich mir weiterhin, an schönen Fussballsamstagen eine Pizza reinpfeife. :14:

Zitat
Dieses Forum lässt Dir die freie Wahl! - Du kannst bauen, was immer du willst. - Aber Du kannst niemanden dazu zwingen, dein Phantasiemodell toll zu finden. - Genausowenig, wie wir dich dazu zwingen können, etwas anderes zu bauen.

Die Bauentscheidung triffst Du ganz alleine selbst!

Alles, was ich tue, ist dir ein paar Denkanstöße zu geben, ob sich dein Vorhaben auch wirklich lohnt.

Ich habe nichts gegen Denkanstöße, aber noch mehr mag ich Diskussionen, wie diese hier  

Zitat
Na, weil es ein Phantasieschiff ist!

Da kannst Du jederzeit beschließen: "Das gehört einfach so!"

Deswegen ist ein historisch korrekt gebautes Schiff eine viel größere Herausforderung, denn da ist ein Fehler ein Fehler und bleibt ein Fehler. - So lange, bis man ihn korrigiert. - Wegreden, wie bei einem Phantasiemodell, kann man ihn nicht.
Das ist vieeeel härter!

Und deswegen kann man da auch scheitern. - Bei einem Phantasieschiff kann man nicht scheitern. - Im schlimmsten Fall sieht es einfach nur Schei..e aus.

Ich persönlich halte beide Bauvariationen für anspruchsvoll und herausfordernd und den Satz „das ist einfach so“ wirst du bei meinem Modell nicht hören. Deswegen, die einzige wirklich ernsthafte Sorge ist, dass es wirklich „Sche…e“ aussieht. Aber ich hoffe das werde ich dann vorher erkennen, bevor ich Bilder hier poste.

Zitat
Du hast deine Meinung geäußert, ich habe meine Meinung geäußert. - Mehr ist nicht passiert.

Ich habe damit auch kein Problem. Denn wie bereits gesagt, es ist ein Hobby und ein Zeitvertreib für mich, wo sich die o. g. „Verbissenheit“ erst zeigt, wenn ich am Modell am werkeln bin und meine Ideen versuche umzusetzen. Aber insgesamt sehe ich die Sache mit der nötigen Entspannung und mag es, wenn man hier ein wenig diskutieren darf und sei es schon über den Grundsatz dieses Modellbauvorhabens.  :DDamit ist ja schon mehr Aufmerksamkeit hier erreicht als ich mir je vorher gedacht hätte. Und wie gesagt, wenn ich eine Frage habe, dann stelle ich sie zeitnah. Wenn ich Fotos hier reinstelle und jemanden etwas auffällt was gut oder schlecht ist, dann freue ich mich auf Hinweise und Tipps. Ich will hier keinen vor vollendete Tatsachen setzen, so dass er nur Daumen hoch oder runter zeigen kann. Aber ein bisschen mehr Vorlaufzeit sollte mir schon gegönnt sein, bevor man schon voreilig sein Desinteresse bekundet und das gesamte Vorhaben schon zum Scheitern verdammen möchte, weil es den eigenen oder branchenüblichen Idealvorstellungen weniger entsprechen mag.

Von daher: Friede-Freude-Eierkuchen und ein schönes neues Jahr.  :winken:

Grüße
Bradhower
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: Bradhower am 31. Dezember 2009, 19:04:34
Mensch, da ist man noch am kommentieren, des letzten Kommentars und da kommt schon wieder was Neues…. ;)
Da sind auf jedenfall mal seeeeeeeeeeehr hilfreiche Tipps. Vielen Dank. Denn irgendwie ist es gar nicht so einfach Modellelemente, Pläne und Zeichnungen von britischen Schiffen aus jener Epoche zu finden, als von den Franzosen – hier haben die  irgendwie doch klar die Oberhand. Aber eigentlich sind die Schiffe der großen Seenationen aus jener Zeit ja schon sehr ähnlich in ihrer Grundform.

Zitat
Erfahrungsgemäß wird bei einem Phantasieschiff wohl eher das letztere der Fall sein. - Schau' dir doch mal die aktuellen Reality-Soaps im Fernsehen an, wo die Leute ihren alten Trödel loswerden wollen und sich viel Geld erhoffen.
Da kommt dann ein Profi, wirft einen - mehr oder weniger - langen Blick auf das Modell. - Wenn das erkennbar eine gute Arbeit und historisch korrekt ist, hat es gute Chancen, doch noch weitergegeben zu werden. - Wenn nicht: Ab in den Kamin damit!

Als Student der Medienwissenschaften wurden mir zum Glück im Studium die Augen geöffnet, was diese Reality-Soaps betrifft ;)
Um dem Kamin zu entgehen habe ich von einem Bekannten einen ordentlichen Schwung Mahagonileisten für mein Schiff bekommen. Damit erhoffe ich mir mein Modell zumindestens materialtechnisch aufwerten zu können, damit es bei Ebay eines Tages heißt „Segelschiff aus Edelholz an Selbstabholer zu verkaufen – Unikat, sehr edel, echte Rarität“ :D

Zitat
Das richtige beplanken bringen wir dir schon auch noch bei, wenn Du uns die Chance dazu lässt!   
Siehe hierzu auch meinen vorangegangenes Kommentar und ich freue mich schon auf die Ratschläge :)
Grüße
Bradhower

P.S: Das Buch habe ich mir auch gleich mal bei Amazon bestellt :)
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: JollyRoger am 31. Dezember 2009, 19:22:21
Hallo Bradhower !
Also ich find die idee nicht schlecht und bin mal gespannt was du da so zusammenbaust.
Ich bau ja eigentlich auch ein fantasieschiff die Soleil Royal hat es so auch nicht gegeben aber sie macht mir trotzdem spass obwohl es mich schön reitzen würde wie sie wirklich aussah aber das werden wir wahrscheinlich nie erfahren.
Also viel spass beim bau.
mfg Christian
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: AnobiumPunctatum am 01. Januar 2010, 10:07:24
Zitat
Da sind auf jedenfall mal seeeeeeeeeeehr hilfreiche Tipps. Vielen Dank. Denn irgendwie ist es gar nicht so einfach Modellelemente, Pläne und Zeichnungen von britischen Schiffen aus jener Epoche zu finden, als von den Franzosen – hier haben die  irgendwie doch klar die Oberhand.
Bücher über englische Schiffe gibt es reichlich. Das reicht locker für mehr als einen Regalmeter. Leider ist einiges nur noch antiquarisch und z.T. sehr teuer. Schau mal bei www.modellmarine.de vorbei, da habe ich einiges vorgesetellt.
Eine sehr gute Webseite hat das National Maritime Museum (http://www.nmm.ac.uk/collections/explore/index.cfm/category/90352) Der Link verweist auf die Plansammlung.

Zitat
Aber eigentlich sind die Schiffe der großen Seenationen aus jener Zeit ja schon sehr ähnlich in ihrer Grundform.
Das gilt aber wirklich nur sehr sehr oberflächlich. Die Konstuktionsprinzipien englischer und französischer Schiffe sind völlig unterschiedlich. Man kann bei verschiedenen Schiffen sogar die Klasse, zu der sie gehören, erkennen.
Für mich sehen die modernen Blechbüchsen auch alle gleich aus, trotzdem gibt es eine Menge Unterschiede, die Fachleute erkennen können.
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: Bradhower am 01. Januar 2010, 16:42:52
@JollyRoger:
Schön zu wissen, dass noch andere Fantasie-Schiff-Bauer gibt...  ;) :D Gibt es denn hier auch einen Baubericht zu der Soleil Royal? Bei meinem Schiff überlege ich aktuell ob ich ihm den Namen "Syren" geben soll, in Anlehnung an Szenen aus dem Film "Master and Commander", wo die britische Fregatte "Surprise" kurzweilig den Fantasienamen "Syren" erhielt und einen auf Walfänger machte, um den Feind zu täuschen...  ;)

@AnobiumPunctatum:
Bei modellmarine.de habe ich schon mal herumgestöbert und den interessanten Baubericht zur HMS Triton gelesen. So in der Art stelle ich mir meine Fregatte auch vor. Allerdings werde ich bei dem Bau des Rumpfes nicht so mit der Detailverliebtheit zu Werke gehen können. Alleine schon, weil ich an die dort genannten Bauhölzer nur schwer drankomme und mir auch teilweise die richtigen Werkzeuge und Maschinen fehlen - zumindestens mittelfristig. Aber auf lange Sicht hin, ist so ein Modell schon ein guter Ansporn...  :6:

Die Internetseite ist auf jedenfall super - vielen Dank. Einige Baupläne bestätigen mich dabei, dass ich mit meinem Bauvorhaben und den vorher schon gesammelten Informationen auf den richtigen Weg bin, auch wenn dieser noch sehr lang ist.  :6:
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: JollyRoger am 01. Januar 2010, 22:18:50
@JollyRoger:
Schön zu wissen, dass noch andere Fantasie-Schiff-Bauer gibt...  ;) :D Gibt es denn hier auch einen Baubericht zu der Soleil Royal?
Hallo Bradhower!
Guckst du hier:http://www.modellboard.net/index.php?topic=24946.0 (http://www.modellboard.net/index.php?topic=24946.0)



Auf Modellmarine hast du ausgerechnet den Baubericht von unserem Anobi gelesen wird ihn freun :D
mfg Christian

PS: Was meine Soleil angeht hat es das Schiff zumindest gegeben und jeder der die Soleil baut muß mit dieser variante leben oder eben so wie ich versuchen sie etwas zu korriegieren aber es bleibt irgendwie immer eine Fantasierekonstruktion.

Was den Namen deines Schiffes angeht würde ich einen anderen nehmen da deines dann immer mit der Syren aus MaC verglichen wird.
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: LTGARP am 02. Januar 2010, 01:31:33
servus bradhower, ich finde dein projekt einfach grossartig und werde es mit sicherheit weiter verfolgen. rechtfertige dich nicht für das, was du tust, sondern mach es mit so viel freude weiter. allen kann man es eh nicht recht machen.
wem dein modell, bzw dein projekt nicht gefällt, braucht sich ja nicht damit zu beschäftigen. dir noch weiter gutes gelingen, es grüsst, der garp
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: Bradhower am 02. Januar 2010, 21:05:36
@JollyRoger:

sieht sehr beeindruckend aus deine Soleil Royal. Bin mal gespannt das komplett fertige Schiff (inkl. Besatzung zu ;)) eines Tages zu sehen. Vor allem ist das großartig bemalt worden. Wenn das irgendwann bei meinem Modell soweit ist, hoffe ich auf das gleiche glückliche Händchen, wie bei deinem Modell. Wenn der Bau schon nicht historisch korrekt wird, dann will ich von der Bemalung ja gar nicht erst zu reden anfangen...  :8:

Zitat
Was den Namen deines Schiffes angeht würde ich einen anderen nehmen da deines dann immer mit der Syren aus MaC verglichen wird.

ist auch ja aktuell nur ein Gedankenspiel, weil mir zur Zeit der Name gefällt und ich ihn im Geiste schon am Heck meines Schiffes lesen sehe...  :pffft: Aber bis es wirklich soweit ist, fließt noch viel Strom durch meine frisch-erworbene (siehe Thread zu: Wie sieht euer Arbeitsplatz aus) Dekupiersäge und wer weiß, welcher Schiffsname mir dann durch den Kopf geistert, ich hoffe nicht "Victory"  :D

@Garp:
ich denke im Laufe meines Projektes und bei hoffentlich regelmäßigen Berichten, werde ich die passende Resonanz hier schon erleben. Ich freue mich auf jedenfall über deine nette Nachricht - ich sehe das genauso  :1:
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: LTGARP am 03. Januar 2010, 17:22:31
...ich denke auch, du weisst, was du da tust und ich bin mir sicher deine fregatte wird hier noch für furore sorgen.
viele grüsse vom garp
Titel: Re: Erste Bilder zu meiner Fregatte
Beitrag von: hwe am 05. Januar 2010, 08:42:49
Hallo Brad,

"Syren" würde ich deine Fregatte auch nicht unbedingt nennen. - Ich würde mich eher anstrengen, einen Namen zu finden, der zwar echt klingt und in die Zeit und die entsprechende Marine passt, den es aber laut Listen nicht gegeben hat. - Dann ist für jeden Historiker auch einigermaßen klar, dass es ein Phantasieschiff ist und niemand muß sich mehr Gedanken zur "historischen Korrektheit" machen.

Ein anderer Grund ist, daß es natürlich auch Schiffe dieses namens gab und aktuell gibt es bei MSW auch ein Projekt (und einen Bausatz) desselben Namens. - Eine sehr schöne Fregatte. - Diesmal tatsächlich einer der wenigen gut recherchierten und gemachten Bausätze, bei dem der Bausatz-Designer auch online (auf MSW) erreichbar ist. - Also, wenn Du schon eine Syren bauen willst, dann bau lieber die! ;)

Was deinen Werkzeugmangel angeht, da würde ich mir mal keine Sorgen machen. - Wie an anderer Stelle schon oft genug festgestellt wurde, ist man ohne Maschinen oft genauso schnell; da diese meistens eben auch "Rüst- und Richtzeiten" brauchen. - Also Zeit, um die Maschine so einzustellen und vorzubereiten, dass das Ergebnis auch so herauskommt, wie man das geplant hat. - Wohingegen jemand mit einer Klinge in der Hand, oder einem Schleifklotz, sofort loslegen kann und das Ergebnis sofort
voll unter seiner Kontrolle hat. - Wenn man dann weiß, was man tut... Und zwischen eine maschinell erzeugten und einem Manuell erzeugten, mag es Unterschiede geben. - Die manuelle Version ist dem Original aber sogar insofern näher, da dieses in unserem Falle ebenfalls manuell erzeugt wurde. ;) - Es gibt sogar viele Leute, die finden, dass Modelle, die ohne Maschinen hergestellt wurden, oft die besseren sind.

Nichtsdestotrotz ist eine elektrische Minibohrmaschine (eine GUTE!) trotzdem für uns unverzichtbar. - Fast alles andere geht auch manuell.

Um dich nochmal ein wenig zu necken: "Da haben wir ein schön geschnitztes Stück Edelholz! - Es hat historisch Null Bedeutung. - Kann ich es in den Ofen tun, mir ist kalt?!" - Oder: "Das ist das tolle Modell von Opi, an dem er so lange recherchiert und gebaut hat, bis es auch im letzten Detail mit der historischen Vorlage übereinstimmte. - Darf ich das ins Feuer werfen, oder wollen wir es doch an jemand verkaufen, der es zu schätzen weiß (ein Sammler, ein Museum) und sich damit auskennt?"  :pffft:

Ciao,

HWE
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: Bradhower am 06. Januar 2010, 20:22:02
Sooooooooooooooo, nachdem reichlich diskutiert worden ist… hier sind neue Bilder meiner "Fregatte ohne Namen". :D :D :D Die letzten Tage war ich mal wieder fleißig und habe einige Spanten für mein Schiff fertig bekommen. Damit die auch alle schön symmetrisch sind habe ich die Spanten vorher auf dem guten, alten Backpapier vorgezeichnet und dann auf das Holz übertragen:

 (http://666kb.com/i/bflomarifzn6nqxa5.jpg)

Bei den hier dargestellten Spanten handelt es sich um die Darstellung des Heckaufbaus. Bis auf die vorletzte Spante, habe ich alle in dieser Form ausgesägt. Die Spante die noch fehlt lasse ich mir noch als Option, um diese (gemäß dieser Zeichenvorlage bzw. ein wenig abgeändert) ggf. später einzubauen, wenn ich bei der späteren Beplankung des Hecks noch eine Spante zur besseren Stabilität brauche.

Hier sind noch ein paar Skizzierungen für die Säge:

(http://666kb.com/i/bfloppu4d3dm4yeil.jpg)

(http://666kb.com/i/bflorwiu0d263c0sd.jpg)

(http://666kb.com/i/bfloq0og8zdygpn99.jpg)

Das Zwischendeck, wie bei den anderen Spanten zu sehen, habe ich noch nicht eingezeichnet. Das mache ich in den nächsten Tagen, da ich mir die ständige Umrüstung der Dekupiersäge heute mal ersparen wollte.

Nachdem die mittleren Spanten ja schon auf anderen Bildern zu sehen waren, habe ich diese als Ausgangspunkt genommen, um ein möglichst stimmiges Heck zu erschaffen. Was sich schon als wenig anspruchsvoll entpuppt hat, da beim Anbringen von 1-2 Probeplanken, diese sehr schnell an die Grenzen ihrer Biegsamkeit kamen. Diese werde ich wohl beim späteren verplanken einweichen, um damit die Biegsamkeit noch ein wenig erhöhen. Die Spante am Heck habe ich übrigens geradelinig gelassen, damit ich später etwas mehr Spielraum für die Gestaltung des Hecks habe.

 (http://666kb.com/i/bfloxvko9ycfiu6f1.jpg)

Wie man auf dem folgenden Foto hoffentlich gut sieht, habe ich die Heckspante ein wenig angeschrägt, damit die späteren Planken besser halten:

(http://666kb.com/i/bfloz7671388x25ml.jpg)

Die Spante rechts ist auch noch angeschrägt worden (sieht man auf diesen Fotos allerdings nicht).

Anschließend gibt habe ich auch noch eine Gesamtansicht zum aktuellen Arbeitsstand zu bieten:

(http://666kb.com/i/bflp1xg9d5ojfbo59.jpg)

Wie bereits gesagt, das Unterdeck wird natürlich noch ausgesägt.

Die Spanten für den Bugbereich werde ich am Wochenende beginnen. Außerdem muss ich, wie man auf dem Bild schon sieht, am Bug noch hier und da das Schleifpapier zücken, denn beim aussägen des Kiels hat das Holz doch ein wenig gesplittert. Wobei ich die Risse wahrscheinlich mit einer Holzleim-Sägespäne-Mixtur ausbessere und dann abschleife.

Fragen, Anregungen, Kritik und sonstige Mitteilungen sind natürlich erwünscht  :)

Schöne Grüße
Der Bradhower

P.S.: @HWE:

Zitat
"Da haben wir ein schön geschnitztes Stück Edelholz! - Es hat historisch Null Bedeutung. - Kann ich es in den Ofen tun, mir ist kalt?!"


Ofen!? – in Zeiten der Klimaerwärmung und der Zerstörung von Tropenwäldern lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und denke, dass dieses „schön geschnitztes Stück Edelholz“ NIEMALS einen Ofen sehen wird und alleine schon aufgrund seines edlen Holzes reif fürs Museum ist…  :D

Zitat
- Oder: "Das ist das tolle Modell von Opi, an dem er so lange recherchiert und gebaut hat, bis es auch im letzten Detail mit der historischen Vorlage übereinstimmte. - Darf ich das ins Feuer werfen, oder wollen wir es doch an jemand verkaufen, der es zu schätzen weiß (ein Sammler, ein Museum) und sich damit auskennt?"

Da Opi dann wohl schon verschieden ist, um intervenieren zu können, haben wir bestimmt das Jahr 2080 und wer weiß, ob es dann noch Museen gibt… und wenn doch, dann zieht wieder obiges Argument ;)

Außerdem bitte nicht vergessen, wir leben in einer Gesellschaft, wo Kinder glauben das Milchkühe lila sind und diese Kinder sind die Geschichtsexperten von Morgen…
 :pffft:
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: hwe am 06. Januar 2010, 23:56:07
Hallo Brad,

Zitat
P.S.: @HWE:
Zitat
Zitat
"Da haben wir ein schön geschnitztes Stück Edelholz! - Es hat historisch Null Bedeutung. - Kann ich es in den Ofen tun, mir ist kalt?!"

Ofen!? – in Zeiten der Klimaerwärmung und der Zerstörung von Tropenwäldern lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und denke, dass dieses „schön geschnitztes Stück Edelholz“ NIEMALS einen Ofen sehen wird und alleine schon aufgrund seines edlen Holzes reif fürs Museum ist…  großes Grinsen
Nachdem wir dann bereits 2080 haben, gibt es zwar die Klimaerwärmung, aber sie erzeugt ja auch nur eine Termperaturerhöhung im Durchschnitt (!) von XX Grad. - Das bedeutet, es wird auch weiterhin Winter geben und auch sehr kalte Tage...

Und ich behaupte weiterhin, dass wir 2080 bereits unsere Flora so weit zerstört haben werden, das Holz zwar teuer geworden ist, aber trotzdem (Nachdem das Öl alle ist) so ziemlich das einzig brennbare ist, das noch übrig geblieben sein wird.
Und dann steht man durchaus vor der Wahl: Verbrennen, oder erfrieren.. ;)
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- Oder: "Das ist das tolle Modell von Opi, an dem er so lange recherchiert und gebaut hat, bis es auch im letzten Detail mit der historischen Vorlage übereinstimmte. - Darf ich das ins Feuer werfen, oder wollen wir es doch an jemand verkaufen, der es zu schätzen weiß (ein Sammler, ein Museum) und sich damit auskennt?"
Da Opi dann wohl schon verschieden ist, um intervenieren zu können, haben wir bestimmt das Jahr 2080 und wer weiß, ob es dann noch Museen gibt… und wenn doch, dann zieht wieder obiges Argument Augenzwinkern

Außerdem bitte nicht vergessen, wir leben in einer Gesellschaft, wo Kinder glauben das Milchkühe lila sind und diese Kinder sind die Geschichtsexperten von Morgen…
 pffft
Was ist denn eine Milchkuh? - Bei mir kommt die Milch aus dem Tetrapack! ;)

Aber auch wenn die Geschichtsexperten von Morgen nichtmal ihren eigenen Hintern mit beiden Händen finden können, selbst wenn man ihnen sagt, wo er ist, so zieht zwar vielleicht das "Edelholz"-Argument dann. Aber es gibt einen Grund mehr, es nicht ins Feuer zu werfen, wenn es Anhaltspunkte gibt, die das Modell nicht nur schön und selten machen, sondern ihm auch noch historische Bedeutung verleihen.

So würde ich derzeit, ohne mit der Wimper zu zucken, das Riesenmodell von dem Spanier, der nie existierte, im Technikmuseum in Berlin abfackeln, wenn ich wüsste, daß ich damit den holländischen Zweidecker (das sogenannte Hohehnzollernmodell) von 1660/70 aus dem Berliner Stadtschloß damit wieder zurück bekommen würde. - Letzteres ist ein historisch wertvolles Original gewesen, das kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs durch eine Brandbombe zerstört wurde. Ersteres ist ein Phantasiemodell, das auf den vollkommen aus der Luft gegriffenen Plänen eines Italieners beruht, der sich von einer Novelle und ein paar erfundenen Daten dazu hat verleiten lassen, ein Schiff zu rekonstruieren, dass nie existiert hat.

Beide sind/waren recht groß. - Trotzdem gibt es da für mich einen deutlichen Unterschied in der Wertschätzung...

Davon mal abgesehen, als kleinen Kommentar zu deinem Modell: Die Spanten sind mir genrell zu "rund". - Es hat solche Schiffe zwar auch gegeben, aber die Spantform im Heckbereich trifft so auch nicht zu. - Das gibt Murks!
Besorg' Dir doch einfach mal die Pläne von Chapman aus dem Internet. Die schwirren digitalisiert herum. Die Urheberrechte sind sehr wahrscheinlich auch schon abgelaufen. - Es sollte also kein Problem sein, ein authentischeres Schiff zu bauen. - Für gaaanz kleines Geld (Download).

Ciao,

HWE
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: Seemannsgarn am 07. Januar 2010, 00:44:53
Spanier in Berlin? Ich war unlängst noch da - was ist damit gemeint?
Seemannsgarn
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: hwe am 07. Januar 2010, 07:19:29
Spanier in Berlin? Ich war unlängst noch da - was ist damit gemeint?
Seemannsgarn

Lies einfach mal diesen Thread im Forum:  http://www.modellboard.net/index.php?topic=19545.msg252763#msg252763
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: Bradhower am 07. Januar 2010, 12:46:47
Hallo HWE!

Zitat
Und ich behaupte weiterhin, dass wir 2080 bereits unsere Flora so weit zerstört haben werden, das Holz zwar teuer geworden ist, aber trotzdem (Nachdem das Öl alle ist) so ziemlich das einzig brennbare ist, das noch übrig geblieben sein wird.
Und dann steht man durchaus vor der Wahl: Verbrennen, oder erfrieren..   

Naja, für die paar kalten Tage die es dann noch geben wird, immerhin haben XX Grad ja durchaus einen erheblichen Einfluss auf den Biorhythmus der Natur, da lohnt sich das heizen nicht wirklich – erst Recht nicht mit so einem kostbaren Schiff ;)

Zitat
Aber es gibt einen Grund mehr, es nicht ins Feuer zu werfen, wenn es Anhaltspunkte gibt, die das Modell nicht nur schön und selten machen, sondern ihm auch noch historische Bedeutung verleihen.

Du scheinst mir einen leichten Hang zum züdeln zu haben.... tztztztztz ;)

Zitat
So würde ich derzeit, ohne mit der Wimper zu zucken, das Riesenmodell von dem Spanier, der nie existierte, im Technikmuseum in Berlin abfackeln, wenn ich wüsste, daß ich damit den holländischen Zweidecker (das sogenannte Hohehnzollernmodell) von 1660/70 aus dem Berliner Stadtschloß damit wieder zurück bekommen würde. - Letzteres ist ein historisch wertvolles Original gewesen, das kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs durch eine Brandbombe zerstört wurde. Ersteres ist ein Phantasiemodell, das auf den vollkommen aus der Luft gegriffenen Plänen eines Italieners beruht, der sich von einer Novelle und ein paar erfundenen Daten dazu hat verleiten lassen, ein Schiff zu rekonstruieren, dass nie existiert hat.

Im Sommer bin ich in Berlin auf Museums- und Bunkerweltentour, da werde ich mir das Teil mal ansehen :)

Zitat
Beide sind/waren recht groß. - Trotzdem gibt es da für mich einen deutlichen Unterschied in der Wertschätzung...

Gibt es von dem Original den reichlich Bilder um zu vergleichen, dass es historisch besser dargestellt war, als die Nachkriegskopie? Sofern das Originalmodell überhaupt der historischen Korrektheit entsprochen hat...

Zitat
Spanten sind mir genrell zu "rund". - Es hat solche Schiffe zwar auch gegeben, aber die Spantform im Heckbereich trifft so auch nicht zu. - Das gibt Murks!

Ich orientiere mich dabei an einem Modellplan von Steingraeber und dem Grundriss zu einer Fregatte Namens „Wodnik“. Diese hier gezeigte Spante ist auch die einzige, die so rund daherkommt, entspricht aber eigentlich so der Rumpfvorlage aus dem Katalog.
Was die Spanten am Heck betrifft, stimme ich dir zu, mit der hier gezeigten Version bin ich auch noch nicht hundertprozentig glücklich.

Zitat
Besorg' Dir doch einfach mal die Pläne von Chapman aus dem Internet. Die schwirren digitalisiert herum. Die Urheberrechte sind sehr wahrscheinlich auch schon abgelaufen. - Es sollte also kein Problem sein, ein authentischeres Schiff zu bauen. - Für gaaanz kleines Geld (Download).

Wo kann ich diesen Chapman zum Beispiel finden, google ist da keine große Hilfe...

Grüße Bradhower
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: HWB am 08. Januar 2010, 00:00:53
Zitat
Wo kann ich diesen Chapman zum Beispiel finden, google ist da keine große Hilfe...

Hier zum Beispiel
http://www.sjohistoriska.se/sitecore/content/Sjohistoriska%20museet/InEnglish/Collections/Chapman/ritningar/bild_1_och_2.aspx (http://www.sjohistoriska.se/sitecore/content/Sjohistoriska%20museet/InEnglish/Collections/Chapman/ritningar/bild_1_och_2.aspx)

Ich würde dir ebenfalls sehr raten einen dieser Rümpfe für deine Fregatte zu verwenden. Ab "Plate 31 and 32" kommen einige Kaperfregatten, die dürften dir sicher zusagen.
Bei der Takelage mußt du wieder selbst Hand anlegen, da kannst du dich dann austoben.
Deine Eigenentwicklung in Ehren, aber das könnte in die Hose gehen. Spätestens beim Beplanken kommen dann die Schwierigkeiten. Dabei brauchst du dir die Mühe mit dem Rumpf gar nicht zu machen.

 :winken:
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: Bradhower am 08. Januar 2010, 08:53:03
der Link ist auf jedenfall sehr hilfreich - auf die Seite sjohistoriska.se wäre ich natürlich nie gekommen...  ;)

Einige Bilder von der Seite gehen auch schon sehr in die Richtung, wie ich mir meinen Rumpf vorstelle bzw. umsetzen möchte.

Hier habe ich auch nochmal zwei Baupläne hochgeladen, die ich als Haupthilfsmittel nutze. Auch wenn ich das Heck im Modell ein wenig anders geplant habe. Aber wie bereits oben schon geschrieben, ist das auch noch nicht meine Ideallösung und ich werde mich dabei wohl doch mehr am Bauplan hier orientieren:

(http://666kb.com/i/bfn94eaca094smp9v.jpg)

(http://666kb.com/i/bfn94ny00b3ylgtbn.jpg)

Damit sollten die werten Herren schon mal eine durchaus konkrete Vorstellung davon haben, wie ich mir den Rumpf meines Schiffes vorstelle. Wobei natürlich freigeistliche Eigenideen mit einfließen lasse...   :D
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: hwe am 08. Januar 2010, 10:28:08
Hallo Brad,

langsam machst Du aus dem Schiff aber wirklich einen "Gemüseintopf"!

Ich zitiere mal eines deiner ersten Postings. - Auf meine Frage, welche Nation und Epoche, hast Du folgendes geantwortet:

Zitat
Hallo HWE,

vielen Dank für die ausführliche Antwort und die berichtigten Ratschläge  Zustimmen

zu deinen Fragen:

- Die Epoche dieser Fregatte soll in der Zeit des großen Napoelons angesiedelt sein. Außerdem soll sich später das Schiff im Gefechtszustand befinden.
- Was die Nationalität betrifft, sollte es eine Fregatte der Royal Navy werden, zu mindestens was die Besatzung und Beflaggung betrifft. Bei weiteren markanten Details, wie bspw. die Heckausführung, mache ich mich schlau und erarbeite in passenden Momenten Umsetzungsmöglichkeiten.  8 Wenn du an dieser Stelle eine Internetseite mit historischen Schiffsplänen kennst zur Ideensammlung, wäre das super. Ich habe zwar schon ein paar schöne Ansichten gefunden. Aber Quellen kann man ja bekanntlich nie genug haben.    großes Grinsen

Die Wodnik ist ja wohl 17.Jahrhundert. - Also Sechzehnhundert-irgendwas (= 1600 bis 1699).

Napoleon hatte seine große Zeit 1799 bis 1814. - Also überwiegend frühes 19. Jahrhundert. Schiffbautechnisch liegen da locker um 200 Jahre dazwischen.

Sorry, aber ich fühle mich eher veralbert als alles andere. - Dein Modell kann ich beim besten Willen so nicht mehr ernst nehmen.

Eine Galeone aus dem 17.Jahrhundert hat mit einer Fregatte aus der napoleonischen Zeit so viel zu tun, wie ein Ford Modell T mit der "Blue Flame".
Das sind nicht mehr Äpfel mit Birnen, das sind Äpfel mit Stechpalmen...

Ich glaube, ich verabschiede mich hier einfach aus dem Thread, das ist mir einfach zu konfus. - Ich könnte mich jetzt sonst wahlweise über diesen Quatsch ärgern, oder die ganze Zeit lustig machen. - Beides ist nicht gut. - Du sollst deinen Spaß haben, aber wie gesagt, ich lese diesen Thread nicht mehr mit.

Ciao,

HWE

Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: maxim am 08. Januar 2010, 11:02:30
Also besser als die Pläne der Wodnik zu verwenden wäre es, wenn Du Pläne von Fregatten der napoleonischen Zeit nehmen würdest. Es gibt ja durchaus auch ein paar Pläne im Internet, z.B.

Constitution (http://shipmodeling.uw.hu/Sailship/USA/Constitution/index.htm)
Essex (http://shipmodeling.uw.hu/Sailship/USA/Essex/index.htm)

Wobei diese Pläne sicher nicht die besten sind, die verfügbar wären...
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: Bernd B. am 08. Januar 2010, 11:55:44
Wenn man das Thema des Threads nun von "namens- und staatenlose Fregatte aus napoleonischer Zeit" zu "Galeone mit Phantasieanteilen" umwandelt, hätte ich auch wieder geeignete Figuren für Dich - Musketeer liefert Captain Jack Sparrow in 1/60.

Nun 'mal ernsthaft - wenn Du eine Galeone im Stil der Hollywood-Piratenschiffe basteln willst, dann ist das OK, solange es Dir Spass macht. Aber dann braucht man nicht von einer napoleonischen Fregatte und so zu reden. Die napoleonische Zeit ist bei der Seefahrt nicht mein grosses Interesse, aber selbst ich weiss sofort, dass der Plan allenfalls im historischen Archive des Franzosenkaisers, nicht aber auf einer Werft in Verwendung war.

Aber wie gesagt ... einfach den Titel ändern und gut ist.
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: Bradhower am 08. Januar 2010, 12:05:10
Lieber HWE,

ich habe von dir auch nie erwartet oder von irgendeinem anderen, dass er mein Modellvorhaben so ernst nimmt, denn wie bereits geschrieben baue ich das Schiff für mich, NICHT für die Nachwelt oder irgendeinen Modellliebhaber oder Geschichtsfetischisten. Wer damit hier nicht klarkommt und zu meinen Fragen, die ich hier ja zwischendurch mal stelle keine brauchbare Antwort gibt (Wörter wie "Murcks" oder "Gemüseeintopf" gehören für mich nicht dazu), die müssen meinen Beitrag auch nicht weiter verfolgen.
 
Nicht das die "alten Modellbauhasen" hier noch einen Herzklabaster vor lauter Ärger und/oder Lustig-macherei bekommen bei dem "Quatsch" den ich in ihren Augen hier fabriziere, weil sie ja schon 300 Schiffsmodelle historisch korrekt nachgebaut haben und jeder der mal in ihren Augen weniger professionell zu Werke geht oder sich weigert strickt nach Bauplan zu basteln, bekommt hier gleich einen drüber. So habe ich ja bereits in einem vorangegangenen Beitrag revidiert, dass ich dieses Schiff "historisch korrekt" baue, was ich anfangs ohne Wissen der Konsequenzen hier voreilig genannt habe.

Außerdem schreibe ich hier noch einmal, dass ich für den Bau meines Schiffes unterschiedliche Hilfsmittel nutze, um eine Vorstellung von der Form der Spanten & Co. zu bekommen. Dieser obige Plan ist mein Haupthilfsmittel, wenn es um die Form der einzelnen Spanten und den Kiel geht. Denn im World Wide Web habe ich keinen brauchbaren Bauplan gefunden, wo die einzelnen Spanten so übersichtlich aufgeführt sind. Für die verschiedenen Tipps zu den passenden Seiten bin ich sehr dankbar. Die hätte ich auf normalen Wege wahrscheinlich auch nie gefunden. Die nutze ich auch gerne als Ergänzung.

So mag es dem Experten sicherlich auffallen, wenn der Rumpf nicht "napoelonisch historisch korrekt" dargestellt ist, die meisten in diesem Forum hier würde es wahrscheinlich gar nicht auffallen (die alten Modellbauhasen natürlich ausgenommen), aber damit kann ich wunderbar leben, wenn mir das Schiff so gefällt wie es ist.

Sollte ich in 30 Jahren vielleicht auch mein 300tes Schiff gebaut haben, dann mag ich vielleicht auch so reden, wie du HWE. Aber dieses Schiff ist mein erstes größeres Modellbauprojekt seit ca. 10 Jahren und wie das so ist, wenn man 10 Jahre lang nicht zum Modellbau kam, hat man viele wunderbare Ideen und Vorstellungen im Kopf gespeichert und die kommen jetzt nach und nach ins Rutschen und wollen ihren Beitrag zu diesem Modell leisten. Um das Ganze ein wenig für mich einzugrenzen habe ich mir diese historische Epoche ausgesucht und hier vielleicht auch mal wieder etwas Voreilig das Wörtchen „Napoleon“ genannt, was ja prompt auch auf die Goldwaage gelegt worden ist. Sicherlich ist diese Epoche geprägt von Napoleon, diese hat aber auch eine Zeit vor 1799 und nach 1815. Denn für mich beginnt diese Epoche nicht mit 1799, sondern mit der Entwicklung der Gesellschaft oder den Beginn der französischen Revolution zu jener Zeit, die viel früher eingesetzt hat als zu Napoleons Machtergreifung, der das Endergebnis dieser vornapoleonischen Epoche war. Genauso wie Europa nach dem Ende Napoleons noch von ihm bzw. seiner Politik beeinflusst worden ist. Somit ist meine persönliche Zeitspanne ein wenig größer, als es die „Geschichtsexperten“ hier konkret eingrenzen. Genauso wie der 2. Weltkrieg durchaus seinen Ursprung im  Ende des 1. Weltkrieges zu suchen hat und schlagartig sind aus 12 Jahren Naziherrschaft, schon 30 Jahre geworden, wenn es darum geht, warum alles so gekommen ist. Um es kurz zu machen, meine Zeitrechnung ist insgesamt etwas großzügiger.  Deswegen ist der Rumpf der hier gezeigten Galleone vielleicht gar nicht mehr so unähnlich mit einem Schiff aus dem 18. Jh. ;) Zumal ich das Heck schon abgeändert habe, gemäß den Vorlagen von Fregatten aus dem 18. und 19. Jh. Die vor allem dadurch geprägt waren, dass die Aufbauten am Bug und Heck nicht mehr so pompös wirkten. Fregatten wurden übrigens bereits gegen Ende des 16 Jh. geschichtlich erwähnt. So hat die Royal Navy schon zu Zeiten Heinrich des VIII. (28.06.1491 -  28.01.1547) die erste Fregatte Names „Tygar“ gebaut. So nach und nach wurde der Rumpf von Fregatten, den Erkenntnissen und Erfahrungen der Seeleute und Schiffsbauer verfeinert und angepasst, so dass die hier dargestellten Pläne als Hilfsmittel gar nicht so schlecht sind und wie bereits geschrieben, ist dieses Hilfsmittel eines von vielen, allerdings für mich aktuell das Wichtigste :)

Gruß Bradhower

P.S.: Danke Maxim für die Links, ich seh mir die gerne mal an, obwohl ich mit russisch nicht so bewandelt bin... ;)

P.P.S.: @Bernd: Eine Titeländerung habe ich auch schon in Erwägung gezogen... ;)
Titel: Re: Die Fregatte ohne Namen... :D
Beitrag von: maxim am 08. Januar 2010, 12:21:20
Deswegen ist der Rumpf der hier gezeigten Galleone vielleicht gar nicht mehr so unähnlich mit einem Schiff aus dem 18. Jh. ;) Zumal ich das Heck schon abgeändert habe, gemäß den Vorlagen von Fregatten aus dem 18. und 19. Jh. Die vor allem dadurch geprägt waren, dass die Aufbauten am Bug und Heck nicht mehr so pompös wirkten. Fregatten wurden übrigens bereits gegen Ende des 16 Jh. geschichtlich erwähnt. So hat die Royal Navy schon zu Zeiten Heinrich des VIII. (28.06.1491 -  28.01.1547) die erste Fregatte Names „Tygar“ gebaut.

Na ja, eine kleine Galeone von 1620 hatte schon einen Rumpf, der sich stark von einer Fregatte der Napoelonischen Kriege oder auch einer Fregatte aus dem Amerikanischen Unbhängigkeitskrieg unterschied, z.B. die Heckform, stark hochgezogenen Enden, Form der Galeon... Ein spätes Schiff aus dem 17. Jahrhundert hat schon klarere Ähnlichkeiten, aber die sogenannte echte Fregatte war damals noch nicht erfunden. Die taucht erst im frühen 18. Jahrhundert auf, in Großbritannien werden die ersten erst Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut.

Zuvor gab es im 17. Jahrhundert ebenfalls Schiffe, die als Fregatte bezeichnet wurden - was aber keine Bezeichnung für einen Schiffstyp war, sondern eine Bezeichnung für ein schnelles Schiff - gemeint konnte alles vom einem Schiff 6. Ranges mit 20 Kanonen bis zu einem Schiff 3. Ranges mit 70 Kanonen.

Die Tygar von Heinrich VIII. ist übrigens ein sehr interessantes Schiff. Auf den meisten Abbildungen sieht es so aus, als wäre sie ein Glattdecker, d.h. hätte kein erhöhtes Achterdeck und Back - was wirklich für die damalige Zeit bemerkenswert ist. Die Tygar wurde damals als Galleasse bezeichnet und konnte auch gerudert werden.

P.S.: Danke Maxim für die Links, ich seh mir die gerne mal an, obwohl ich mit russisch nicht so bewandelt bin... ;)

Es sollten auch herausgezeichnete Spanten für den Rumpf dabei sein, also in Bezug auf dem Rumpf einer Fregatten aus dem späten 18. Jahrhundert, frühen 19. Jahrhundert helfen. Russisch braucht man ja nicht - einfach die jeweils oben verlinkten Dateien (meist komprimierte) herunterladen.
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: Bradhower am 08. Januar 2010, 15:10:40
das Heck möchte ich eigentlich auch nicht so übernehmen, wie auf dem Bauplan zu der Galeone dargestellt. Das soll dann schon dem entsprechen, was ich auf den Fotos gezeigt habe. Ich muss die Heckspante nur u. U. noch etwas weiter nach unten ziehen und die Seiten noch etwas mehr bearbeiten. Aber das mache ich erst, wenn ich alle Spanten fertig gestellt habe und ich von Bug bis Heck sehe ob es passt und der besagte Murcks und Gemüseeintopf so beplankt werden kann. Das erfordert sicherlich dann auch noch viel Schleifarbeit und die Spanten am Bug und Heck müssen ein wenig angeschrägt werden, damit die Planken später besser anliegen. Ich hoffe sehr, dass man es dann mit einer Fregatte vergleichen kann, besonders da dieser Begriff ja wirklich seeeehr weitläufig ist...  ;) 

Naja, die Tygar ist ja eigentlich nur der Ursprung, die Mutter aller Fregatten - ähnlich wie der Mark I für den Panzerbau  ;) Aber das die Tygar auch zum rudern geeignet war, dass ist mir neu. Meines Wissens bis dato, habe ich Galeassen, Galeeren und die kleineren Galeoten mehr im südeuropäischen Raum vermutet (siehe "Seeschlacht von Lepanto") und nicht im kühlen Norden.

Im Netz habe ich übrigens eine schöne Anleitung für einsteigende Modellbauer gefunden http://www.gk-modellbau.de/DE/index.htm (http://www.gk-modellbau.de/DE/index.htm)

Die Dateien habe ich mir heruntergeladen und werde sie mir mal ausgiebig zu Gemüte führen...  :)

Schönen Gruß
Bradhower

Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: JWintjes am 08. Januar 2010, 15:42:20
Nur mal so am Rande zur Tygar - die scheint ursprünglich zwar ein Glattdecker gewesen zu sein, wurde dann aber zu einer kleinen Galeone umgebaut. Wenn ich mich an die Darstellung in der Anthony Roll richtig erinnere, ist die ursprüngliche Form im Prinzip nichts anderes als eine Mini-Galeasse.

Zur "Mutter" aller Fregatten würde ich die Tygar nicht erklären, alleine schon deswegen nicht, weil wir über das Schiff herzlich wenig wissen.

Jorit
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: modellbau.fan am 08. Januar 2010, 16:02:35
Hallo Bradhower,

wenn Du "ein Schiffsmodell mit Segeln und Kanonen" bauen willst/möchtest ist doch alles okay!?!  :pffft:

... aber jegliche Diskussion über eine Anlehnung an namentlich bekannte Epochen, Schiffstypen & Co. führt Dich unweigerlich auf's Glatteis der Begriffsdefinitionen ... und das nicht nur bei den "alten Modellbauhasen".  :n??:

Beispiele, wie der Punkt 'die Mutter aller Fregatten' dazu hier jetzt nochmal aufzuzählen würden bestimmt den Eindruck einer Heidenbekehrung erwecken.  :D

CU modellbau.fan  :winken:
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: Bradhower am 08. Januar 2010, 16:23:12
ich mag dünnes Glatteis, man weiß nicht wie weit man kommt bevor man einbricht...  :D  ;)

ich hab das ja schon verstanden, dass es hier einige mit Epochen, Schiffstypen & Co. wortwörtlich nehmen. Aber man kann alles auch mal ein wenig entspannter sehen und nicht im jeden zweiten Satz heraushängen lassen, was alles Quatsch am Bauvorhaben ist. Und ich beabsichtige schon eine gewisse Anlehnung an besagte Epochen und wenn am Ende das "Segelschiff mit Kanonen" dabei herauskommt ist das auch kein Problem. Dann wird das nächste Schiffsmodell vielleicht historisch genauer, weil ich mich ja auch bei meinem Modellbaukenntnissen und -fertigkeiten weiterentwickeln möchte, bis an Ende irgendwann das Schiff kommt dass historisch exakt recheriert und umgesetzt worden ist. Das ist ein Prozess der bei einem Heiden wie mir gerade erst eingesetzt hat.  :D

Die "Mutter aller Fregatten" ist gar keine so abwegige Definition für die Tygar, immerhin hat sie einige Merkmale der Fregatte bereits verkörpert, wie ein durchlaufendes Deck oder keine Vorder- oder Achteraufbauten. Wobei Letztere sich im Kampf damals als Nachteil erwiesen und somit die Fregatte ersteinmal bis zum 18. Jh. warten musste, bis dieser Begriff wieder verwendet wurde. Damals, wie Maxim schon richtig schrieb, in unterschiedlichen Definitionsweisen.
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: Seemannsgarn am 08. Januar 2010, 16:49:03
Ich lese diesen Thread mit einem gewissen Interesse. Es geht mal wieder um Modellbauphilosophie, und darüber habe ich (anlässlich der Modelleisenbahn) vor Jahren mal ein ganzes Büchlein geschrieben.
Was mir hier, ehrlich gesagt, imponiert, lieber Bradhower: Dass du, ausgestattet mit mittleren Vorkenntnissen der Schiffbaugeschichte, gewissermaßen das Rad noch einmal erfindest und daran Freude hast. Es gibt so viele Baupläne von Segelschiffen aller Epochen. Die kann man kaufen und anwenden. Das ist schon schwierig genug! Überall stehen Bauplan- und Bausatz-Modelle herum, an denen die Erbauer gescheitert sind. Ich erinnere nur an den Bounty-Etappenbausatz, der den Leuten weismachen wollte, man könne auch mit zwei linken Händen ohne Finger ein hübsches Modell bauen.
Du aber unterziehst dich der gewaltigen Mühe, ein so komplexes Gebilde ab ovo zu konstruieren. Einen Rumpf zu konstruieren ist kein Leichtes. Ich würd's mich nicht trauen. Und ich fürchte einfach, da baust du die Hürden vor dem Ziel zu hoch auf. Es liegt im Modellbau viel Scheiterns- und damit Frustwahrscheinlichkeit. (Ich weiß, wovon ich rede!) Die Pläne und Bausätze helfen, sie zu reduzieren.
Ich mache dir ein Angebot. Durch einen Ebay-Zufall bin ich Besitz der Admiralitätspläne zu einer englischen Fregatte um 1800. Der Plan stammt aus dem Britischen Marinemuseum. Es würde heute einen Batzen Geld kosten, ihn dort kopieren zu lassen. Ich überlasse ihn dir zur Kopie. Ist ein wunderschönes Schiff, gibt's nicht als Bausatz. Du hättest was Eigenes UND was Historisches.
Denk drüber nach ;)
Und nix für ungut :6:
Seemannsgarn
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: AnobiumPunctatum am 08. Januar 2010, 17:43:33
Ich mache dir ein Angebot. Durch einen Ebay-Zufall bin ich Besitz der Admiralitätspläne zu einer englischen Fregatte um 1800. Der Plan stammt aus dem Britischen Marinemuseum. Es würde heute einen Batzen Geld kosten, ihn dort kopieren zu lassen. Ich überlasse ihn dir zur Kopie. Ist ein wunderschönes Schiff, gibt's nicht als Bausatz.

Über welches Schiff sprichst Du? Alte Pläne interessieren mich immer :D
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: Teredo am 08. Januar 2010, 17:57:01
Über welches Schiff sprichst Du? Alte Pläne interessieren mich immer :D

Komisch, so was ähnliches wollte ich auch grade schreiben. :D
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: Bradhower am 08. Januar 2010, 20:33:43
Hallo Seemannsgarn,

freut mich das du diesen Thread mit Interesse verfolgst :)

Aber ich hoffe sehr, dass es hier nicht noch in eine Grundsatzdiskussion über die Modellbauphilosophie ausarten wird, dass wäre dann aber zuviel des Beabsichtigten hier ;)

Dass der Bau eines Schiffes nach Bauplan eine reizvolle und auch herausfordernde Aufgabe ist, bestreitet sicherlich niemand. Der Bau eines Schiffsrumpfes hat mir in der Vergangenheit durchaus einige Nerven gekostet und manchmal half nur eine große Anzahl Nägel und viel Leim, damit die Planken sich so zogen, wie ich es gerne haben wollte. Aber nichtsdestotrotz kann ich sagen, dass grundsätzlich die Konstruktion eines Rumpfes kein komplettes Neuland für mich ist (wenn ich demnächst mal in der „alten Heimat“ wieder bin, werde ich mal ein paar Fotos von meinen früheren Schiffsmodellen machen). Außerdem gehe ich inzwischen gewissenhafter zu Werke, als noch mit 15/16 Jahren.
So ist aktuell die Konstruktion von Bug und Heck trotzdem wirkliches Neuland für mich, denn so wie ich es vorhabe, habe ich bis dato noch kein Schiff gebaut. Aber besonders an diesen Rumpfelementen macht es mir großen Spaß zu tüfteln und zu werkeln und nebenbei immer ein waches Auge auf die historischen Vorlagen zu haben :) Heute habe ich zum Beispiel den halben Tag lang, an dieser Vorrichtung gearbeitet (Kreis):

 (http://666kb.com/i/bfnpzyhgn2ruy5cfy.jpg)

Weil sich in Sperrholz gegen die Maserung nur schwer schnitzen lässt habe ich noch ein paar Leisten bearbeitet und angeschrägt, die später die Planken zusätzlich halten sollen. War eine zeitaufwendige Sache und hat auch einiges an Vorarbeit gebraucht, aber mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Aber so etwas ist halt was mich unheimlich reizt, weil ich es mit einem „gefährlichen Halbwissen“ selbst erschließen muss. Wenn ich einen Bauplan habe, wo alles schon vorgezeichnet ist, dann mag das noch so anspruchsvoll sein aber der letzte Funke an Faszination fehlt aktuell einfach bei mir. Weil das „selber erschließen“ und die Umsetzung der eigenen Vorstellungen mich zur Zeit einfach mehr begeistert und antreibt. Zudem kommt der Faktor, dass ich mir auch keinen Zeitdruck dabei mache :)

Das Risiko, dass ich dabei scheitere und/oder gewaltig Frust aufbaue ist natürlich allgegenwärtig und ich schließe auch jetzt schon die Beplankung in mein Abendgebet mit ein. Aber gleichzeitig ist das ein unheimlicher Antrieb es möglichst gut hinzubekommen. Wenn dann doch alles in die Hose geht, na gut, ihr werdet es hier schon merken bzw. lesen und bestimmt nicht Wenige werden mahnend den Finger heben und sagen „hab ichs nicht gesagt, ist nichts als Gemüseeintopf geworden“ ;) Aber dann sehe ich die investierte Arbeitszeit nicht als vertane Zeit an, schön ist es sicherlich nicht, wird aber später ein unheimlich wichtiger Erfahrungsschatz für zukünftige Vorhaben sein… :D Denn wie bereits vorher geschrieben, befinde ich mich gewissermaßen in einem Prozess (ein anderer User nannte es hier mal die unteren Sprossen einer Leiter), wo ich mir die Fingerfertigkeiten und Umsetzungsmöglichkeiten erarbeite, die ich später Optimieren möchte, um sie dann eines Tages in Perfektion auszuüben. Dazu gehört natürlich auch das gefährliche Halbwissen über die Schiffsmodelle aus jener Epoche zu verbessern :)

Von daher, was dein Angebot betrifft: Wenn es nicht mit der Bedingung verbunden ist, dass ich obiges Vorhaben ins Fegefeuer der ambitionierten, aber von vielen Seiten als gescheitert erklärten Modellbauvorhaben werfe, dann bin ich durchaus an den Plan interessiert. Auch wenn ich mittelfristig nicht daran arbeiten werde, um das Modell auf dem Plan nachzubauen (welches Schiff ist es denn?), so ist ein hoffentlich guter Bauplan, besonders aus dieser Epoche, von einem nicht-käuflich erhältlichen Schiff ein unheimlicher Reiz zum Studium und späteren Nachbau für die Nachwelt und die Geschichtswissenschaftler. Dinge, die einzigartig sind haben von jeher mein allergrößtes Interesse. :D Vor allem wenn der Tag kommt - und der wird bestimmt irgendwann kommen - wo ich mich einem historisch korrekten Schiffsnachbau widmen möchte, den nicht jeder hat :)

Schöne Grüße
Bradhower
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: maxim am 09. Januar 2010, 09:15:28
Was für ein Plan? Alte Pläne von Fregatten sind natürlich immer interessant!

Die "Mutter aller Fregatten" ist gar keine so abwegige Definition für die Tygar, immerhin hat sie einige Merkmale der Fregatte bereits verkörpert, wie ein durchlaufendes Deck oder keine Vorder- oder Achteraufbauten. Wobei Letztere sich im Kampf damals als Nachteil erwiesen und somit die Fregatte ersteinmal bis zum 18. Jh. warten musste, bis dieser Begriff wieder verwendet wurde. Damals, wie Maxim schon richtig schrieb, in unterschiedlichen Definitionsweisen.

Woher hast du die Behauptung, dass die Tygar die Mutter der Fregatten sei? Und warum genau die Tygar und nicht eine der anderen, ähnlichen Galleassen Heinrich VIII.? Diese Schiffe nannte der Heinrich VIII. eben sehr wohl Galleassen und sie waren auch aufs Rudern ausgelegt, auch wenn sie mit den Galleassen des Mittelmeerraums herzlich wenig zu tun hatten.

Vielleicht ist dies ein Missverständnis, weil die ersten beiden echten englischen Fregatten, die Unicorn und Lyme (beide gebaut 1747-49) auf den Linien der erbeuteten französischen Kaperfregatte Le Tygre beruhten?

Eine echte Fregatte hat sehr wohl ein Vorder- und Achterdeck und ursprünglich eben gerade kein durchlaufendendes oberstes Deck!

Die echte Fregatte ist anhand der Aufteilung der Decks erkennbar. Im Endeffekt ist es ein Zweidecker, aber das unterste durchgehende Deck liegt bei der echten Fregatte - im Gegensatz zu Zweideckern und älteren "Fregatten" - nicht über der Wasserlinie und kann so mit Kanonen bestückt werden, sondern unterhalb der Wasserlinie und ist nicht bestückt. Das darüber liegende Deck - was das höchste, komplett durchlaufende Deck ist - liegt dadurch tiefer, so dass die dortige Geschützbatterie zwar noch genügend Freibord hat, der Rumpf aber weniger hoch ausfällt. Der niedrigere Rumpf hat den Vorteil, dass er dem Wind weniger Angriffspunkte gibt und so weniger leegierig ist. Dadurch ergaben sich bessere Segeleigenschaften und eine erhöhte Seetüchtigkeit des neuen Typs.

Die ersten echten Fregatten, so auch die ersten beiden britischen Unicorn und Lyme, hatten über dem Batteriedeck ein Vorder- und Achterdeck, was nicht verbunden war. Später wurden diese beiden Decks mit immer breiteren Verbindungsgängen verbunden, bis daraus dann ein durchgehendes Deck wurde - was aber überwiegend erst um 1815 oder noch später der Fall war.

In diesem Buch ist die Entwicklung, sowohl der Linienschiffe als auch der Fregatten, recht schön erklärt:

The Line of Battle. The Sailing Warship 1650-1840 (http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_content&view=article&id=781%3Athe-line-of-battle-von-robert-gardiner-herausgeber&catid=148&Itemid=1)

Fotos eines schönen Rumpfmodells einer britischen Fregatte gibt es hier:
http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_imagebrowser&view=gallery&folder=deutsches_museum_segelkreuzerneu&Itemid=55 (http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_imagebrowser&view=gallery&folder=deutsches_museum_segelkreuzerneu&Itemid=55)
(hinter dem englischen Schiff 6. Ranges! Ich meine die HMS Diana).
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: Bradhower am 09. Januar 2010, 09:30:05
Guten Morgen Maxim,

die Tygar wird laut dieser schönen Internetseite hier, als erstes im Zusammenhang mit Fregatten erwähnt (http://www.hmav-unicorn.de/html/geschichtliches.html (http://www.hmav-unicorn.de/html/geschichtliches.html)). Ich zitiere daraus:

Die Bezeichnung “Fregatte für relativ kleine, schnelle Kriegsschiffe erscheint etwa seit Ende des 16. Jahrhunderts im nördlichen Europa. Das Kennzeichen dieser Schiffe war zunächst das Fehlen der hohen Aufbauten an Bug und Heck, die die See-Eigenschaften bei anderen Schiffstypen beeinträchtigten. Ansonsten bildeten sie noch keinen einheitlichen Schiffstypus. Ein frühes Beispiel ist die unter Heinrich VIII. in England für die Royal Navy gebaute Tygar, von der eine Zeichnung in der Anthony Roll überliefert ist; das Schiff trug seine Geschütze auf einem, durchlaufenden Deck und wies weder Vorder- noch Achterkastelle auf. Der Entwurf eines ähnlichen Schiffs ist in den "Fragments of Ancient English Shipwrightry" des englischen Schiffsbauers Mathew Baker enthalten. Da jedoch im Nahkampf niedrige Schiffe leichter zu entern waren, kehrte man zu Ungunsten der Segeleigenschaften in gewissem Rahmen zu Vorder- und Achterkastellen zurück.

Die Bezeichnung "Mutter aller Fregatten" ist natürlich etwas großzügig von mir gewählt worden. Aber egal wo man im Netz nach dem Namen "Tygar" sucht, er fällt immer im Zusammenhang mit der Entstehungsgeschichte der Fregatte.

Das Modell ist natürlich sehr beeindruckend, dass wird bei mir noch ein paar Tage dauern, bis ich das so hinbekomme. Aber die vielen Spanten am Rumpf sind eine interessante Sache, ich glaube in dieser Hinsicht werde ich den Rumpf meines Schiffes auch noch etwas mehr verstärken.  :)

Schönen Gruß Bradhower
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: maxim am 09. Januar 2010, 09:42:06
Die Bezeichnung "Mutter aller Fregatten" ist natürlich etwas großzügig von mir gewählt worden. Aber egal wo man im Netz nach dem Namen "Tygar" sucht, er fällt immer im Zusammenhang mit der Entstehungsgeschichte der Fregatte.

Das suggeriert aber eine kontinuierliche Entwicklungsgeschichte, die es gar nicht gab. In dem Artikel wird übrigens von der "klassischen Fregatte" gesprochen - und die ersten davon waren die oben erwähnten Unicorn und Lyme, die sich komplett von ihren Vorläufern unterschieden (und ihren Ursprung mal wieder in französischen Kaperfahrern hatte, was auch für die ältere Entwicklungslinie in Richtung Constant Warwick gilt).

Die Tygar Heinrich VIII. war ein früherer Typ von Kreuzer - aber kein direkter Vorläufer der echten Fregatte.
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: Bradhower am 09. Januar 2010, 09:49:55
hat der Bradhower mal wieder was dazugelernt. Danke für die Aufklärung   :P :D
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: hwe am 09. Januar 2010, 22:20:09
Hallo Brad,

Du sollst natürlich deinen Spaß am Bau deines Modells haben. - Was mir neulich so "aufgestoßen" ist, ist deine vollkommene Verwurstung der Epochen. Ein Schiff von 16xx kann man beim besten Willen nicht als "Napoleonisch" bezeichnen. - Und nur mit vielen zugedrückten Augen auch als "vornapoleonisch". - Aber deine Argumentation trifft etwa genauso für die Arche Noah und auch den ersten Einbaum zu. - Die sind dann genauso "napoleonisch"...

Nicht umsonst gibt es den Beruf des Historikers. - Die bemühen sich nämlich, unsere Geschichte in "brauchbare" und "verständliche" und "einigermaßen zusammengehörige" zeitliche Abschnitte zu unterteilen und sie zu benamsen. - Damit es da keinen "Kuddelmuddel" gibt. Und zwischen einer Galeone von 16xx und der "echten" napoleonischen Zeit ist einfach so viel Zeit vergangen, daß es einfach nicht tragbar ist, beides als "identisch" zu bezeichnen. - Es ist nicht einmal nahe bei einander (Es sei denn, du wählst kosmische Pespektiven ;) ).

Ich habe aber zum Beispiel absolut überhaupt kein Bauchweh damit, wenn Du sagen/schreiben würdest, daß Du eine Galeone auf der Basis der Pläne der Wodnik bauen/rekonstruieren möchtest. - Das wäre aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung. - Die meisten Schiffe dieser Zeit sind sowieso so gut wie nicht im Detail zu belegen. - Da kommt zwangsläufig viel Phantasie mit ins Spiel, wobei es nett wäre, wenn Du einfach mal irgendwen fragst, ob eine bestimmte Idee von Dir zu dem Schiff passt, oder nicht (zum Beispiel sind Carronaden keine gute Idee...). Was eine Galeone GANZ SICHER NICHT ist, ist "napoleonisch".

Gib' doch einfach zu, daß Geschichte nicht unbedingt deine Stärke ist und du dir einfach irgendeinen Plan organisiert hast, der in etwa dem entsprach, was dir vorschwebte. - Wahrscheinlich hast Du dazu in letzter Zeit Geschichten von Hornblower oder Captain Lucky Jack Aubrey gelesen und deswegen sollte das "napoleonisch" sein. - Richtig geraten?

Nun, in dem Fall solltest Du dich entscheiden, was du *wirklich* möchtest. - Entweder *irgendein* Schiff, daß dir gefällt. - Auch gut! - Bau' es, aber wenn es nicht "Napoleonisch" ist, dann nenne es bitte auch nicht so. Und wenn Du tatsächlich eine "napoleonische" Fregatte bauen möchtest, dann musst Du dir leider einen anderen Plan besorgen und nochmal von Vorn anfangen, denn das ist dann ein vollkommen anderes Schiff.

Das ist das, worüber ich mich letztes Mal so aufgeregt habe. Du hast Dich einfach hingestellt, irgendwas "behauptet" und hast hinterher mit aller Gewalt versucht, das wieder schön zu reden. - Gib' doch einfach mal einen Fehler zu! - In meinem Job ist es normal, daß man Fehler macht. - Sie zugibt und zusieht, daß man sie kein zweites Mal macht. - Kein Beinbruch. - Jeder macht mal Fehler und irren ist menschlich. Und noch einfacher ist es, von vornherein zu sagen: "Ich kenne mich nicht aus!" - Aber dann bleib' bitte auch dabei und stell' dich nicht hin und behaupte irgendwas, von dem Du zu wenig Ahnung hast... - Das geht nach hinten los!

Also, was darf's sein? - Galeone oder Napoleonische Fregatte?

Ciao,

HWE
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: Bradhower am 10. Januar 2010, 00:17:57
Hallo HWE,

ich dachte du wolltest diesem „konfusen Quatsch und Gemüseeintopf“ keine Beachtung mehr schenken…!? ;)

Zitat
Du eine Galeone auf der Basis der Pläne der Wodnik bauen/rekonstruieren möchtest. - Das wäre aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung. - Die meisten Schiffe dieser Zeit sind sowieso so gut wie nicht im Detail zu belegen.

Mensch, dass Glück ist ja manchmal so Nahe oder ist es doch nur der Weg mit dem geringeren Widerstand, weil es der deinigen Sicht entsprechen mag – ist für mich leider kein Kriterium, um so ein Modell nachzubauen…  :D

Zitat
Da kommt zwangsläufig viel Phantasie mit ins Spiel, wobei es nett wäre, wenn Du einfach mal irgendwen fragst, ob eine bestimmte Idee von Dir zu dem Schiff passt, oder nicht (zum Beispiel sind Carronaden keine gute Idee...). Was eine Galeone GANZ SICHER NICHT ist, ist "napoleonisch".

Damit es wieder dem „historisch korrekt“ entspricht, habe schon verstanden ;) Welch Glück, dass mir noch nicht vorgeschrieben wird, wen ich dafür fragen muss. :D

Zitat
Gib' doch einfach zu, daß Geschichte nicht unbedingt deine Stärke ist und du dir einfach irgendeinen Plan organisiert hast, der in etwa dem entsprach, was dir vorschwebte. - Wahrscheinlich hast Du dazu in letzter Zeit Geschichten von Hornblower oder Captain Lucky Jack Aubrey gelesen und deswegen sollte das "napoleonisch" sein. - Richtig geraten?

Ich glaube Raten ist nicht deine Stärke ;) Ich nehme nur mein Bauvorhaben nicht ganz so toternst, wie du und wälze vorher Tonnen von Büchern und gebe viel oder wenig Geld für tolle Pläne, Material oder Bausätze aus. Ich gebe hiermit auch wiederholt zu, dass ich meine Eingangsäußerungen garniert mit einigen, aus der Sicht der Modellschiffexperten, frevelhaften Zwischenäußerungen sehr unglücklich gelaufen sind. Vor allem bei Menschen wie du, die anscheinend den historischen Schiffsmodellbau zu ihrem Lebensinhalt machen und über einen über die Jahre angesammelten Erfahrungsschatz verfügen. Meine Leidenschaft ist die Geschichte seit jeher. Aber wie das so ist, hat auch hier jeder sein unterschiedliches Wissensgebiet, so dass meine geschichtlichen Lücken, was bsw. die „napoleonische“ Epoche betrifft sicherlich hier und da noch aufgefüllt werden kann. Vornehmlich wenn es um die korrekte und detaillierte Bezeichnung von Schiffsmodellen und die Seefahrt im Allgemeinen zu jener Zeit geht. Ebenso bin ich noch nicht so firm in Sachen „Seemannssprache“, was auch fernab einer Küste nicht so einfach ist ;). Aber ich möchte mich auch in dieser Hinsicht gerne weiterbilden (hier noch mal für dich hervorgehoben: das Wort „Prozess“ habe ich hierzu ein paar Mal in vorangegangenen Kommentaren geäußert). Wenn es allerdings um die Geschehnisse zu Lande, der Politik und/oder auf irgendwelchen Schlachtfeldern zu jener Epoche geht, bin ich mal genauso wie du, und behaupte das du anschließend mit heruntergelassenen Hosen dar stehst. ;) Von Themen aus der jüngeren (deutschen) Geschichte mal ganz abgesehen :) Also Bitte nicht so etwas behaupten, immerhin kennen wir uns nicht persönlich.
 
Zitat
Nun, in dem Fall solltest Du dich entscheiden, was du *wirklich* möchtest. - Entweder *irgendein* Schiff, daß dir gefällt. - Auch gut! - Bau' es, aber wenn es nicht "Napoleonisch" ist, dann nenne es bitte auch nicht so. Und wenn Du tatsächlich eine "napoleonische" Fregatte bauen möchtest, dann musst Du dir leider einen anderen Plan besorgen und nochmal von Vorn anfangen, denn das ist dann ein vollkommen anderes Schiff.

Auch hier noch einmal für dich in Schriftform und ich hoffe nun auch zum letzten Mal:

Besagter Plan der Galleone ist für mich nur ein Orientierungspunkt, ein hell Erleuchteter, aber am Ende nur einer von vielen Informationen zum Schiffsrumpf den ich baue. Dabei geht es mir um die mögliche Form und technische Lösungs- und optischen Umsetzungsmöglichkeiten. Maxim hat mir da zum Beispiel einen wunderschönen Link zur HMS Diana geschickt, der aktuell ganz groß über meiner Dekupiersäge hängt und ich mich voller Freude (ja die habe ich noch, obwohl sie einem hier im Forum langsam vergehen kann) darauf stürze, den Rumpf der HMS Diana für mein Modell zu übernehmen. Pardon! Nicht zu „übernehmen“, sondern mich daran zu orientieren. Vor allem den Bug des Schiffes finde ich sehr faszinierend gebaut. Ich würde behaupten dieses Modell ist ein weiterer wichtiger Orientierungspunkt am Firmament. Zudem habe ich inzwischen zahlreiche hilfreiche Links bekommen und heute auch noch mal die Spanten ein wenig überbearbeitet bzw. drei sogar komplett ausgetauscht, damit die Form des Schiffes etwas eleganter daherkommt. So ist meine persönliche Meinung, dass die jetztige Form meiner „Fregatte“, selbiger schon etwas näher kommt. Könnte aber auch mehr in Richtung „Linienschiff“ gehen… In deinen Augen wird sie einer Überprüfung so oder so nicht standhalten können – aber damit kann ich leben… ;) Wenn ich eines Tages die Rettungsboote zu meinem Schiff baue, werde ich allerdings versuchen sie aus den Originalvorlagen möglichst exakt zu kopieren. Vielleicht werden sie dann eines Tages dem Verbrennungsprozess überleben :)

Zitat
Das ist das, worüber ich mich letztes Mal so aufgeregt habe. Du hast Dich einfach hingestellt, irgendwas "behauptet" und hast hinterher mit aller Gewalt versucht, das wieder schön zu reden. - Gib' doch einfach mal einen Fehler zu! - In meinem Job ist es normal, daß man Fehler macht. - Sie zugibt und zusieht, daß man sie kein zweites Mal macht. - Kein Beinbruch. - Jeder macht mal Fehler und irren ist menschlich. Und noch einfacher ist es, von vornherein zu sagen: "Ich kenne mich nicht aus!" - Aber dann bleib' bitte auch dabei und stell' dich nicht hin und behaupte irgendwas, von dem Du zu wenig Ahnung hast... - Das geht nach hinten los!

Soll ich jetzt auf die Knie fallen und um Vergebung bitten oder wie stellst du dir das vor?! Ich glaube für meine vorschnellen Äußerungen hier, habe ich mich inzwischen schon oft genug entschuldigt und sie relativiert. Auch die Sache mit der Leiter und ihren Sprossen habe ich inzwischen verstanden. Von daher, dass Einzige was ich inzwischen als „Fehler“ hier sehe, ist dass ich hier einen Baubericht angefangen habe zu schreiben und freimütig (und unüberlegt) ein paar Pläne und Ideen geäußert habe. Wo vornehmlich von dir mit einer gewissen Penetranz drauf herumgeritten wird. Anstatt etwas nachgiebiger zu Werke zu gehen, äußerst du von vornherein Desinteresse oder regst dich auf, weil ich kein Interesse habe mich auf irgendeinen „Kuhhandel“ hier einzulassen, damit dein Historiker-Herz wieder im Gleichschritt schlägt.

Zitat
Also, was darf's sein? - Galeone oder Napoleonische Fregatte?

wie wäre es mit einem Fischkutter!? :)

Gruß
Bradhower
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: hwe am 10. Januar 2010, 02:07:20
Hallo Bradhower,

Hallo HWE,

ich dachte du wolltest diesem „konfusen Quatsch und Gemüseeintopf“ keine Beachtung mehr schenken…!? ;)
Das ist richtig. Und deine verbal sehr umfangreichen Erklärungen wieso, weshalb, warum... machen es leider auch nicht besser. - Aber egal. Es ist Dein Thread.
Zitat
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Du eine Galeone auf der Basis der Pläne der Wodnik bauen/rekonstruieren möchtest. - Das wäre aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung. - Die meisten Schiffe dieser Zeit sind sowieso so gut wie nicht im Detail zu belegen.

Mensch, dass Glück ist ja manchmal so Nahe oder ist es doch nur der Weg mit dem geringeren Widerstand, weil es der deinigen Sicht entsprechen mag – ist für mich leider kein Kriterium, um so ein Modell nachzubauen…  :D
Es war nur ein Vorschlag, der aus meiner Sicht Sinn ergeben hätte. - Das hat nicht unbedingt was mit dem Weg des geringsten Widerstandes zu tun.
Zitat
Zitat
Da kommt zwangsläufig viel Phantasie mit ins Spiel, wobei es nett wäre, wenn Du einfach mal irgendwen fragst, ob eine bestimmte Idee von Dir zu dem Schiff passt, oder nicht (zum Beispiel sind Carronaden keine gute Idee...). Was eine Galeone GANZ SICHER NICHT ist, ist "napoleonisch".

Damit es wieder dem „historisch korrekt“ entspricht, habe schon verstanden ;) Welch Glück, dass mir noch nicht vorgeschrieben wird, wen ich dafür fragen muss. :D
Du scheinst mich nicht zu verstehen (wollen?). - Ich schreibe dir nichts vor, ich mache nur Vorschläge.
Zitat
Zitat
Gib' doch einfach zu, daß Geschichte nicht unbedingt deine Stärke ist und du dir einfach irgendeinen Plan organisiert hast, der in etwa dem entsprach, was dir vorschwebte. - Wahrscheinlich hast Du dazu in letzter Zeit Geschichten von Hornblower oder Captain Lucky Jack Aubrey gelesen und deswegen sollte das "napoleonisch" sein. - Richtig geraten?

Ich glaube Raten ist nicht deine Stärke ;) Ich nehme nur mein Bauvorhaben nicht ganz so toternst, wie du und wälze vorher Tonnen von Büchern und gebe viel oder wenig Geld für tolle Pläne, Material oder Bausätze aus. Ich gebe hiermit auch wiederholt zu, dass ich meine Eingangsäußerungen garniert mit einigen, aus der Sicht der Modellschiffexperten, frevelhaften Zwischenäußerungen sehr unglücklich gelaufen sind. Vor allem bei Menschen wie du, die anscheinend den historischen Schiffsmodellbau zu ihrem Lebensinhalt machen und über einen über die Jahre angesammelten Erfahrungsschatz verfügen. Meine Leidenschaft ist die Geschichte seit jeher. Aber wie das so ist, hat auch hier jeder sein unterschiedliches Wissensgebiet, so dass meine geschichtlichen Lücken, was bsw. die „napoleonische“ Epoche betrifft sicherlich hier und da noch aufgefüllt werden kann. Vornehmlich wenn es um die korrekte und detaillierte Bezeichnung von Schiffsmodellen und die Seefahrt im Allgemeinen zu jener Zeit geht. Ebenso bin ich noch nicht so firm in Sachen „Seemannssprache“, was auch fernab einer Küste nicht so einfach ist ;). Aber ich möchte mich auch in dieser Hinsicht gerne weiterbilden (hier noch mal für dich hervorgehoben: das Wort „Prozess“ habe ich hierzu ein paar Mal in vorangegangenen Kommentaren geäußert). Wenn es allerdings um die Geschehnisse zu Lande, der Politik und/oder auf irgendwelchen Schlachtfeldern zu jener Epoche geht, bin ich mal genauso wie du, und behaupte das du anschließend mit heruntergelassenen Hosen dar stehst. ;) Von Themen aus der jüngeren (deutschen) Geschichte mal ganz abgesehen :) Also Bitte nicht so etwas behaupten, immerhin kennen wir uns nicht persönlich.
Du hast Dich da zwar total nebulös ausgedrückt, aber das ist mir in dem Kontext auch egal. - Natürlich hast Du Recht, daß jeder Mensch seine individuellen Stärken und Schwächen hat. - Aber das kann man auch kürzer sagen.
Zitat

Zitat
Nun, in dem Fall solltest Du dich entscheiden, was du *wirklich* möchtest. - Entweder *irgendein* Schiff, daß dir gefällt. - Auch gut! - Bau' es, aber wenn es nicht "Napoleonisch" ist, dann nenne es bitte auch nicht so. Und wenn Du tatsächlich eine "napoleonische" Fregatte bauen möchtest, dann musst Du dir leider einen anderen Plan besorgen und nochmal von Vorn anfangen, denn das ist dann ein vollkommen anderes Schiff.

Auch hier noch einmal für dich in Schriftform und ich hoffe nun auch zum letzten Mal:

Besagter Plan der Galleone ist für mich nur ein Orientierungspunkt, ein hell Erleuchteter, aber am Ende nur einer von vielen Informationen zum Schiffsrumpf den ich baue. Dabei geht es mir um die mögliche Form und technische Lösungs- und optischen Umsetzungsmöglichkeiten. Maxim hat mir da zum Beispiel einen wunderschönen Link zur HMS Diana geschickt, der aktuell ganz groß über meiner Dekupiersäge hängt und ich mich voller Freude (ja die habe ich noch, obwohl sie einem hier im Forum langsam vergehen kann) darauf stürze, den Rumpf der HMS Diana für mein Modell zu übernehmen. Pardon! Nicht zu „übernehmen“, sondern mich daran zu orientieren. Vor allem den Bug des Schiffes finde ich sehr faszinierend gebaut. Ich würde behaupten dieses Modell ist ein weiterer wichtiger Orientierungspunkt am Firmament. Zudem habe ich inzwischen zahlreiche hilfreiche Links bekommen und heute auch noch mal die Spanten ein wenig überbearbeitet bzw. drei sogar komplett ausgetauscht, damit die Form des Schiffes etwas eleganter daherkommt. So ist meine persönliche Meinung, dass die jetztige Form meiner „Fregatte“, selbiger schon etwas näher kommt. Könnte aber auch mehr in Richtung „Linienschiff“ gehen… In deinen Augen wird sie einer Überprüfung so oder so nicht standhalten können – aber damit kann ich leben… ;) Wenn ich eines Tages die Rettungsboote zu meinem Schiff baue, werde ich allerdings versuchen sie aus den Originalvorlagen möglichst exakt zu kopieren. Vielleicht werden sie dann eines Tages dem Verbrennungsprozess überleben :)
Schon gut. - Möge dein Firmament von so vielen Sternen erhellt werden, daß Du irgendwann einmal die "Erleuchtung" erfährst! - Eine Galeone mit der HMS Diana zu "verheiraten" ergibt einen wunderschönen "Fliegenden Holländer" oder eine andere Bühnenkulisse. - Viel Spaß dabei!
Zitat
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Das ist das, worüber ich mich letztes Mal so aufgeregt habe. Du hast Dich einfach hingestellt, irgendwas "behauptet" und hast hinterher mit aller Gewalt versucht, das wieder schön zu reden. - Gib' doch einfach mal einen Fehler zu! - In meinem Job ist es normal, daß man Fehler macht. - Sie zugibt und zusieht, daß man sie kein zweites Mal macht. - Kein Beinbruch. - Jeder macht mal Fehler und irren ist menschlich. Und noch einfacher ist es, von vornherein zu sagen: "Ich kenne mich nicht aus!" - Aber dann bleib' bitte auch dabei und stell' dich nicht hin und behaupte irgendwas, von dem Du zu wenig Ahnung hast... - Das geht nach hinten los!

Soll ich jetzt auf die Knie fallen und um Vergebung bitten oder wie stellst du dir das vor?! Ich glaube für meine vorschnellen Äußerungen hier, habe ich mich inzwischen schon oft genug entschuldigt und sie relativiert.
Hier liegt ein absolutes Mißverständnis vor! - Du brauchst Dich bei mir für nichts zu entschuldigen! - Mach' dein Ding!
Ich habe nur meine Sicht der Dinge geschrieben. - Tut mir Leid, wenn Sie mit Deiner nicht überein stimmt. - Aber das kann man bei 6 (oder sind wir mittlerweile schon bei 8?) Milliarden Menschen auch kaum erwarten, daß sie alle so denken wie ich. ;)
Ich habe es ja inzwischen verstanden, daß Du einfach irgendeinen komischen zusammengewürfelten Kasten bauen willst.
Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. - Und darum, verspreche ich dir, ist das auch wirklich mein letztes Posting in diesem Thread.
Ich will dir da nicht länger im Wege stehen und deine kreative Ader mit meinen "besserwisserischen" Postings bremsen.
Tut mir Leid, daß ich mich da eingemsicht habe.
Zitat
Auch die Sache mit der Leiter und ihren Sprossen habe ich inzwischen verstanden. Von daher, dass Einzige was ich inzwischen als „Fehler“ hier sehe, ist dass ich hier einen Baubericht angefangen habe zu schreiben und freimütig (und unüberlegt) ein paar Pläne und Ideen geäußert habe. Wo vornehmlich von dir mit einer gewissen Penetranz drauf herumgeritten wird. Anstatt etwas nachgiebiger zu Werke zu gehen, äußerst du von vornherein Desinteresse oder regst dich auf, weil ich kein Interesse habe mich auf irgendeinen „Kuhhandel“ hier einzulassen, damit dein Historiker-Herz wieder im Gleichschritt schlägt.
*SEUFZ* - Wieso "Kuhhandel"? - Aber ich habe es ja inzwischen verstanden, daß Du wirklich eine "Napoleonische Galeone" bauen willst.
Dann mal los! - Schreib' nicht so viel gegen mich, schreib' über dein Projekt!
Zitat
Zitat
Also, was darf's sein? - Galeone oder Napoleonische Fregatte?

wie wäre es mit einem Fischkutter!? :)
Von mir aus gerne! - Es darf doch jeder bauen was er will! - Von mir aus kann deine napoleonische Galeone nebenbei auch noch Shrimps fangen und durch das Weltall fliegen. - Mir egal! - Das ist DEINE Show!
Zitat
Gruß
Bradhower
Mit, wirklich ernst gemeinten, freundlichen Grüßen,

HWE
Titel: Re: Mein historisch unkorrektes, nap. Fantasieschiff aus dem 16. bis 19. Jh. :D
Beitrag von: Bernd B. am 10. Januar 2010, 08:58:57
Dieser Thread beginnt, zu nerven ... und zwar, weil es schon wieder eine vollkommen überflüssige Grundsatzdiskussion wird, wo das Schwanzmessen beginnt. Es hat ja nun mit der vorgeblichen Kenntnis jüngerer deutscher Geschichte absolut nichts zu tun, dass der Rumpf der Wodnik nichts mit einer napoleonischen oder auch neapolitanischen Fregatte zu tun hat.

hwe hat in einem Punkt Recht, nämlich in dem entscheidenden Punkt, dass für ein vorgeblich historisches Modell (und das beginnt eben schon beim Namen des Projektes ... "napoleonische Fregatte") gewisse Massstäbe gelten müssen. Zum Beispiel ein Massstab, den man gleich zu Beginn festlegt und der dann die Dimensionen aller Teile mitbestimmt. Mir wurde ja schon ganz zu Anfang unwohl, als es etwa um den Massstab ging ... jede Figur zwischen 1/35 und 1/60 soll geeignet sein? Da fällt mir Mondfelds Mann am Ankerspill ein.

Ich oute mich jetzt einfach einmal als ein mehr oder minder blutiger Dilletant, der auch damit zufrieden ist, eine Wasa von Airfix in Blau zu bemalen und so zu basteln, wie sie OOB daherkommt. Ob Rigging und Winkel des Heckspiegels nun 100% korrekt sind oder nur "optisch OK" ... ist mir egal. Aber ich würde niemals auf die Idee kommen, der Wasa ein Heck von der Charles W. Morgan anzusetzen, das Hybrid dann in Wespenlackierung zu gestalten und schliesslich als El Supremos Flaggschiff zu verkaufen.

Nein, geht nicht ... andererseits habe ich wenig Probleme damit, wenn das Space Battleship Yamato herumsaust, denn da gibt es eine (an den Haaren herbeigezogene, aber immerhin) Story dazu. Die Black Pearl ist auch ein schönes Schiff.

Womit wir beim Punkt sind. in dem Bradhower Recht hat - er darf und soll bauen, was ihm gefällt. Kein Problem. Es geht letztlich um seinen persönlichen Spass an der Sache. Und ob er nun Backbord und Steuerbord unterscheiden kann ... egal.

Nur - wer sich aus dem Fenster hängt, etwa durch Beiträge in einem Forum, der muss auch damit rechnen, dass er gesehen wird und Antworten bekommt. Sind die Antworten nicht nach Gusto, ist es dann immer eine etwas verschrobene Taktik, mit dem Totschlagargument zu kommen: "Hier wird einem der Spass genommen!"

Wird einem nicht.

Man nimmt sich selbst den Spass. Dadurch, dass man auf Nichtigkeiten herumhackt, anstatt einfach einmal einzusehen, dass man ein vollkommen unhistorisches Bauprojekt aus Spass an der Sache betreibt. Und dieses dann dementsprechend auch "verkauft".

Analogie: Wieviele maritime Historiker haben an kleinen Details in "Master & Commander" herumgekrittelt, und sich am nächsten Tag ohne Probleme bei Popcorn und Hot Dogs "Curse of the Black Pearl" angesehen? Der Unterschied? Jerry Bruckheimer hat nie auch nur andeutuingsweise behauptet, er würde uns ein historisches Epos zum Thema "Seefahrt des ausgehenden 17. Jahrhunderts" präsentieren.
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 10. Januar 2010, 12:11:00
Hallo Bernd,

ich werde auch keine weiteren "Grundsatzdiskussionen" über Epochen und Schiffsrümpfe hier mehr führen. Zu mindestens was dieses Modell betrifft. Sollte ich mich nach Fertigstellung oder Beendigung dieses Projektes hier, mich einem historisch korrekten Nachbau widmen, dann kann hier gerne wieder über wichtige Merkmale und Typeigenschaften gesprochen werden. Ich habe erkannt, dass ich anfangs etwas freimütig mit der Bezeichnung umgegangen bin. Nach anfangs längerer Suche habe ich einige schöne Matrosen der Royal Navy aufgetrieben, die ich später für dieses Modell verwenden möchte. Da die Figuren aus der Epoche Napoleons stammten, war die Sache für mich klar - wo das Schiff angesiedelt sein sollte. Die Bezeichnungswahl "Fregatte" für den Schiffstyp ist dann wahrscheinlich der zweite Kardinalsfehler gewesen ;) Zudem kam der Punkt, dass ich das Ganze hier mit etwas weniger "Verbissenheit" sehe, was die historische Korrektheit des Modelles betrifft. Anfangs nannte ich das Wörtchen "Eigeninterpretation" und die damit beabsichtigen Anlehnungen an historische Vorlagen und das ist immer noch mein Ziel. Wenn der Rumpf dann für einige wie ein Mix aus 300 Jahren Schiffsbauweise aussieht, dann lässt sich das nicht vermeiden. Ich werde hier für die Zukunft meine Worte mit etwas mehr Bedacht wählen, auf manche ironisch-gemeinten Kommentierungen verzichten oder sie kennzeichnen und wenn ich hier Bilder präsentiere auf irgendwelche geschichtlichen Erklärungen und Vorlagen zu den Bildern, so weit es mir möglich ist, verzichten. Wenn ich hier Fragen stelle dann nur noch zum Bau an Sich.

Damit ist das Thema für mich hiermit auch abgeschlossen.

Schöne Grüße
Bradhower

P.S.: Habe mich nun auch für einen Schiffsnamen entschlossen - ich hoffe den gab es noch nicht... ;)
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 10. Januar 2010, 14:08:03
Nun eine kurze Präsentation, dessen was ich an einem herrlich verschneiten Samstag-Nachmittag geschafft habe :)

Mein Hauptaugenmerk lag an diesem Tage in der Konstruktion des Bug-Bereiches. Hier habe ich versucht für die Beplankung eine vernünftige Unterfläche zu schaffen, wo die Planken später besser halten können und ich die Möglichkeit habe, selbige auch besser fixieren zu können.

Somit habe ich ein dünnes Birkenbrettchen in der Form des vorderen Kiels bearbeitet und diesem eine 35 Grad Schrägung an der Kante verpasst.

(http://666kb.com/i/bfphd8r9f09t0ucff.jpg)

Ich hatte erst überlegt, ob ich hier einen Holzklotz aus Balsaholz für nehme und ihn zurechtschnitze. Aber irgendwie kann ich mich mit diesem weichen Holz nicht so ganz anfreunden ;)

(http://666kb.com/i/bfphdxywvmu1wdhm3.jpg)

Anschließend habe ich die Brettchen und den Kiel durchbohrt und Zahnstocher durchgeschoben. Damit ein wenig mehr Stabilität herrscht und sie mir beim späteren verleimen nicht verrutschen.

(http://666kb.com/i/bfphecm1e16mxpnxn.jpg)

Danach habe ich ein weiteres Birkenbrettchen bearbeitet und angefügt:

(http://666kb.com/i/bfphg7a6chlbhd9ij.jpg)

Ich denke ein Drittes wird noch folgen und dann sollte der Bug genügend Stabilität besitzen, wenn später die Planken dort verleimt werden.

Als Letztes habe ich gestern noch die Spanten im Mittelteil des Schiffsrumpfes ausgetauscht:

(http://666kb.com/i/bfphk345xwuvuzbe3.jpg)

Somit hat sich die maximale Breite des Schiffsrumpfes auf 15,5 cm verringert. Die älteren Planken habe ich noch ohne Dekupiersäge ausgesägt (ich persönlich komme mit der Dekupiersäge 100mal besser klar, als mit der Laubsäge) und waren stellenweise zu ungenau geraten bzw. vertrugen sich nicht so ganz mit der Ideallinie.

Die weitere Vorgehensweise bei dem Modell sieht in den nächsten Tagen/Wochen wie folgt aus:

-   Fertigstellung des Bugbereiches für die Beplankung
-   Bearbeitung des Heckbereiches, wie in der Vergangenheit schon angekündigt
-   Die Spanten für ein Unterdeck vorbereiten
-   Weitere Maßnahmen zur Erleichterung der späteren Beplankung ergreifen. Hierbei schweben mir noch ein paar mehr Spanten vor, ähnlich wie bei der HMS Diana:
http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_imagebrowser&view=gallery&folder=deutsches_museum_segelkreuzerneu&Itemid=55 (http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_imagebrowser&view=gallery&folder=deutsches_museum_segelkreuzerneu&Itemid=55);
ich denke umso mehr Fläche den Planken später geboten wird, desto weniger widerspenstiger werden die kleinen Biester ;)
-   Verleimung von Spanten & Co.
-   Außerdem möchte ich die käuflich bereits erworbenen Schiffskanonen anfangen ein wenig zu bearbeiten:

(http://666kb.com/i/bfphz8eiarzuyh563.jpg)

Wie bspw. die Takelung der Geschütze:

(http://666kb.com/i/bfpi0mcorlhobtox7.jpg)

Weitere Informationen und Berichte hierzu dann in naher Zukunft :)

Ideen, Vorschläge und hilfreiche Kritiken zum Bau sind hiermit natürlich erwünscht.

Grüße
Bradhower
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Neo26125 am 10. Januar 2010, 16:43:16
Also ich finde dein Projekt echt interessant, und ich bin mal auf den weiteren Verlauf gespannt.
Ich habe selbst schon so einige Phantasieprojekte ins Leben gerufen, und diese sind mir genauso ans Herz gewachsen wie die "historisch korrekten". Also weiter so...ist schließlich grad Bastelwetter ;-)
Gruß
Henning
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: xeononym am 10. Januar 2010, 21:38:14
Kannst uns ja zum Stapellauf einladen... bring auch nen Kasten Bier mit ^^
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 10. Januar 2010, 23:50:11
das Bastelwetter ist gerade wirklich herrlich  :D

@xeononym:

so lange der Stapellauf nicht so endet: http://www.youtube.com/watch?v=w4bstmQ-HNk (http://www.youtube.com/watch?v=w4bstmQ-HNk), sollte die Feier kein Problem sein und vergiss nicht die Magenbitter für die Geschichtsexperten...   ;) :D
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: xeononym am 11. Januar 2010, 00:03:36
In meinem Bastellkeller hats um die null Grad momentan brrr... lackieren nicht möglich. Der kleine Heizlüfter packts einfach nicht momentan  8o

...hmm die HMS Free Spirit, eine bisher unbekannte Schiffsform auf dem Grund entdeckt von einem kleinen Uboot... also selbst wennd er Stapellauf nicht so läuft.. gibts halt ein grösseres Unterwasser Dio  X(
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 12. Januar 2010, 09:59:40
nanananana, ich möchte die Kritiker in dieser Runde ja nicht schon in Sicherheit wiegen, dass mein Schiff später nur noch für ein Unterwasser-Dio (welches, sofern es so kommt, wahrscheinlich in der heimischen Badewanne entsteht) taugen wird...  :D

ich habe mich nach ersten Frostbeulen auch dazu entschlossen, meinen Plastikmodellbausätzen mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die kann man schön im warmen Wohnzimmer zusammenbauen und bemalen, als sich bei winterlichen Temperaturen im Keller die halb-erfrorenen Finger abzusägen... ;) Zumal Leimarbeiten bei den Temperaturen auch keinen großen Sinn machen...  :rolleyes:

Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Neo26125 am 12. Januar 2010, 10:20:05
Tsts...du Warmbastler   :D
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 12. Januar 2010, 10:24:09
gemütlich find ich das...  X(

Außerdem sieht mich meine Freundin dann auch mal am Tag...   :pffft:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: xeononym am 12. Januar 2010, 19:03:35
Ich bastle grad kleine Regale für die Farben... gut zwei Monate nach Wiedereinstieg wird der Platz plötzlich eng  8o ...grössere Umbauaktionen stehen im Frühjahr an, da wird sicher noch Platz für dein Unterwasser Dio sein  ;)

Wohnzimmer ist schlecht... Katzen sind so neugierig kann ich dir sagen :)

Wir schweifen aber vom Thema ab :D

Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 16. Januar 2010, 16:26:29
Hallo allerseits,

nachdem ich die letzten Tage mehr zwischen Farbtöpfchen und Bausätzen verbracht habe, habe ich heute die Gunst des schönen Samstagnachmittags genutzt und wieder ein wenig an meinem Hauptbauprojekt weitergearbeitet.

Wie sich schon auf den letzten Bildern zeigte, arbeite ich aktuell am Bugbereich, um diesen zu verstärken, damit später die Planken leichter angebracht werden können. Somit kam ich heute erstmals in meinem Bauprojekt zu dem Vergnügen die Leimflasche zu zücken ;)

Hier der aktuelle Arbeitsstand für die Bugverstärkung:

(http://666kb.com/i/bfvoiu28kwept6h5y.jpg)

Die dort herausragenden Nägel dienen dazu, die beiden Brettchen in Form zu halten und die Bohrlöcher zur späteren Befestigung am Kiel vom Leim frei zu halten, damit sie sich später auf die präparierten Zahnstocher stecken lassen (siehe auch Bilder zum letzten Beitrag).

Außerdem habe ich heute damit begonnen die Unterdecks bei den Spanten auszusägen - hier die erste Spante:

(http://666kb.com/i/bfvolftl1prc22lwm.jpg)

weitere acht werden noch folgen...  :1:

Wie immer - könnt ihr euch nun gerne dazu äußern..  :D

An dieser Stelle habe ich gerade auch noch eine Frage: Was nehmt ihr immer für den Ballast im Rumpf, damit das Schiff beim späteren Staplelauf nicht wie ein großer, (zu) leichter Hohlraum herumschaukelt und kentert? Nehmt ihr da irgendein besonderes Material oder befüllt ihr den Rumpf mit allem was schwer ist... ;)

Schöne Grüße
Brad


Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 16. Januar 2010, 16:40:18
hi brad. da mir auch immer sehr wichtig ist, dass meine schiffe schwimmen könn(t)en, giesse ich den rumpf mit keramin aus. ok das funktioniert bei den kunstoffmodellen sehr gut. solange die masse noch nicht ganz ausgetrocknet ist, setze ich den rumpf in die bade wanne und mache den rest mit bleikügelchen. selbige bleiben dann auch in der keraminmasse stecken. bei einem modell von 1:100 muss man natürlich immer noch ein wenig das gewicht von masten und segeln berücksichtigen, von daher nicht bis zur wasserlinie aufgiessen. ob das bei holz auch funktioniert weiss ich nicht...ich denke die feuchtigkeit im keramin dütfte die spanten verziehen.....grüsse, der garp
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 16. Januar 2010, 19:46:13
Hi LTGarP,

von Keramin habe ich ja noch gar nichts gehört ;)

Zitat
ch denke die feuchtigkeit im keramin dütfte die spanten verziehen

das ist natürlich eine Sache, die ich nicht haben möchte - nicht das mein Schiff in der Badewanne im Kreis fährt, weil die Spanten alle einen Links-Schlag haben und der Rumpf sich verzogen hat...  :D

Bleikugeln wäre natürlich auch eine Alternative  :8:  - wäre natürlich schön, wenn es ein Material gibt, dass dem Rumpf und die Räume zwischen den Spanten stabilisiert und gleichzeitig ein wenig Gewicht hat. Aber zur Not muss ich dann wohl doch mal gucken, was mein alter Opa in seiner Werkstatt so in seinen Kisten liegen hat, da liegen bestimmt ein paar Metall und Bleireste herum... ;)

Schönen Gruß
Brad
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: xeononym am 16. Januar 2010, 21:51:13
Keramikkleber... wasserfest, hitzebeständig.... aber recht teuer.. würde sich wohl kaum lohnen  :15:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 16. Januar 2010, 23:19:49
im wirtschaftlichen Rahmen sollte es schon liegen  :rolleyes: Mal schauen, vielleicht verpasse ich dem Rumpf zwischen den Spanten Kammern, die ich mit Krimskrams fülle. Damit das Schiff später schön im Wasser liegt und die Gefahr eine Sturmes, der die Zusatzgewichte verschieben könnte, ist in der heimischen Badewanne ja verschwindend gering...  :pffft:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 17. Januar 2010, 21:32:07
Hallo Brad,

ein kleiner Hinweis am Rande: den Rumpf einfach mit Blei zu beschweren, bis er bis zur Wasserlinie im Wasser schwimmt, wird für brauchbare Segeleigenschaften leider nicht ausreichen. - Das haben schon andere vor Dir ausprobiert...

Es hat sich herausgestellt, dass man am besten eine Art Kielschwert mit einem zusätzlichen Ballastkiel (Bleibombe) aus Plexiglas unterm Schiff befestigt. - Das hilft gegen frühzeitiges Kentern und hält das Modell später auch besser auf Kurs.
Dazu gibt es auch ein Buch: http://www.amazon.de/Historische-Segler-ferngesteuert-Martin-Becker/dp/3881807276/ref=pd_sim_b_9

Für den Preis ersprart es Dir sicher so manche unliebsame Überraschung beim Probesegeln... ;)

Ciao,

HWE
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 18. Januar 2010, 10:43:35
Hallo HWE,

in erster Linie ist es mir wichtig, dass das Schiff nicht kentert oder Schräglage hat, sondern schön gleichmäßig vor sich hin treibt ;)

Früher habe ich Gardinengewichte genommen und die im Rumpf verteilt, nur damals war die Konstuktion des Rumpfes etwas anders, als ich ihn nun baue (was mich gerade daran erinnert, dass ich hier noch Fotos unter "eure schönsten Modelle" präsentieren wollte) und wenn ich Pech hatte, musste das Schiff vor der Wasserlassung einmal geschüttelt werden, damit sich die Gewichte richtig verteilen.  ;)

Deswegen finde ich die Idee des Kielschwerts gar nicht so schlecht, mal sehen wie weit meine Ingenieuerskünste reichen :D Denn schön wäre es ja, wenn man das Kielschwert auch abmontieren könnte, um das Schiff später besser präsentieren zu können.

Aber hierfür muss ich ersteinmal den Rumpf beplanken und wasserdicht bekommen....  :rolleyes:

Gruß
Bradhower

Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 19. Januar 2010, 11:47:58
grüss dich, vielleicht hilft dir dieser link weiter zum thema, seetauglich ;)
http://www.igminisail.de/mb/mb-04-41/mb-04-41.htm
bin gespannt, wie es weitergeht.... :winken:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 19. Januar 2010, 12:54:21
ach ja....noch ein zitat von Dr. Dieter Lux, welches ich ganz gut fand:
'Über Feinheiten bei der Farbgebung wird ja in Modellbauerkreisen häufig diskutiert, und meine Meinung ist, daß der Gesamteindruck und der persönliche Stil höher zu bewerten ist als eine z.T. schwer nachvollziehbare Naturgetreuigkeit.
kann man ja mal drüber nachdenken....

 :winken:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 19. Januar 2010, 13:25:33
Hallo LTGarp,

das Zitat trifft meine Ansicht der Dinge schon sehr genau ;) Aber nichtsdestotrotz bin ich schon bemüht bei all meinen Bemalungen, wie später hier beim Schiff oder auch aktuell bei meinen Figurensätzen, der Originalvorlage(n) schon nahe zu kommen. Allerdings stets mit viel Raum für "künstlerische Freiheiten" :D

Der Link ist übrigens schön, habe mir den Bericht mal ausgedruckt und studiere ihn gerade, wobei "Epoxydharz" mir gerade gar nichts sagt... Ich persönlich tendiere ja dazu, den Rumpf doppelt zu beplanken, erst großflächig Funierplatten aufleimen und anschließend noch einmal längst mit Funierleisten bekleben - für den optischen Eindruck. Anschließend mit Silikon von Innen die Nahtstellen abdichten -so ist zumindestens mein Plan ;)

Aber bis dahin dauert es auch noch ein paar Tage...  :1:

Schöne Grüße
Bradhower

Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Neo26125 am 19. Januar 2010, 13:49:56
Wenn es wirklich dicht werden soll, nimm Epoxy. Das kannst du auch als Fixierung eventueller Bleigewichte nehmen. Einfach die Gewichte in den Rumpf, natürlich austarieren, und dann Epoxy drüber giessen.
Auf jeden Fall besser als Silikon...damit baut man sich Wellen für Dioramen, oder dichtet im Bad und in der Küche Fugen ab. Aber IN Modellen hat das nichts verloren...gibt nur Gemansche. Epoxy kannst du streichen wie dickflüssigen Lack.
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 19. Januar 2010, 14:00:56
nachdem ich gerade nachgeschaut habe, was so ein Döschen Epoxidharz kostet - finde ich den Gedanken des "Gemansche" gerade viel kostengünstiger...  :pffft: Aber vielleicht arbeite ich auch so 100%ig genau, dass eine umfassende Abdichtung des Rumpfes gar nicht notwendig ist... ;)
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 30. Januar 2010, 16:32:08
ich schaue mal wieder vorbei. hast du die arbeiten momentan eingestellt oder nur vergessen bilder einzustellen? :winken:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 30. Januar 2010, 16:59:11
Hallo LTGarp,

die Arbeiten sind nicht eingestellt ;) - ich hatte nur die letzten Tage wenig Zeit und eine denkbar geringe Motivation bei Minus 10 Grad im Keller an dem Modell weiterzuarbeiten  :rolleyes:. Inzwischen sind die Temperaturen ja um den "sommerlichen" Nullpunkt - ich denke in den nächsten Tagen werde ich mal wieder was präsentieren. Denn meine Zweitbeschäftigung entpuppt sich gerade als fiese Frimelarbeit (bastel an einem PkpfW IV von Tristar mit gefühlten 1.000 Einzel- und Klein(st)teilen), was in einen jämmerlichen Offenbarungseid in Sachen Feinmotorik zu enden droht  :12:.

Nichtsdestotrotz bin ich trotzdem in Sachen Schiffsbau nicht komplett untätig und studiere zwischendurch den Mondfeld und seine hervorragenden Tipps zum Schiffsmodellbau  :P

Grüße Bradhower
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 30. Januar 2010, 17:12:46
hi brad, ja mensch sorry. ich lebe natürlich im KuKo (kunssstoffkosmos). holz ist mir gänzlich unvertraut und deshalb war mir nicht so gegenwärtig, dass man da nicht in der guten stube bauen kann.....
aber, wie gesagt....wenn's dann neue bilder gibt, freue ich mich.... :winken:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit" *Update 07.02.10*
Beitrag von: Bradhower am 07. Februar 2010, 17:40:12
Nachdem die Temperaturen in den letzten Tagen auf angenehme Null Grad gestiegen sind und der Schnellfall sich auch etwas zurückgehalten hat, habe ich mal wieder die Gunst der Stunde genutzt um im Keller ein wenig weiter an meiner „Free Spirit“ weiterzubauen.

So habe ich heute neben kleineren Schleifarbeiten, die Zwischenräume für das Unterdeck bei allen Spanten ausgesägt:

(http://666kb.com/i/bgi0z8t5k9rhmi54n.jpg)

Hierbei war eigentlich der allergrößte Aufwand die Dekupiersäge jedes Mal umzurüsten, damit ich die Zwischenräume aussägen konnte.

Anschließend habe ich probehalber ein paar Planken angelegt, um die Passgenauigkeit und die Rumpfform auf Gleichmäßigkeiten zu überprüfen. Damit es beim späteren verplanken keine bösen Überraschungen gibt:

(http://666kb.com/i/bgi11uavp5tule6bb.jpg)

Auch wenn die Spanten alle noch nicht festgeleimt und auch noch nicht exakt ausgerichtet sind, hat sich dabei doch ein kleiner bautechnischer Fopa offenbart (Kreis):

(http://666kb.com/i/bgi19mwg0m6hetiev.jpg)

Die vordere Spante ist auf der linken Seite 2-3 mm zu breit geraten, so dass dieses unschöne "Loch" entstanden ist und die Planke nicht richtig anliegt, so wie auf der rechten Seite. Hier werde ich noch ein wenig dran arbeiten und die Säge und das Schleifpapier zücken müssen…  :rolleyes:

So viel von mir zum aktuellen Arbeitsstand – ich hoffe das Winterwetter schraubt die Temperaturen noch ein wenig nach oben, denn spätestens in zwei Wochen will ich mit der Verleimung der Spanten beginnen.  :6:

Schönen Gruß
Bradhower
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: xeononym am 09. Februar 2010, 05:27:20
Oha hast du da etwa zu viel Bauwasser getrunken?  X(
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 09. Februar 2010, 08:44:31
ich glaub eher zu viel von meinem guten-alten Single Malt, um mich bei der Arbeit im eisigen Keller ein wenig aufzuwärmen... :D
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 09. Februar 2010, 19:36:17
heizlüfter wäre meine erste wahl und den malt hinterher.
und dieses t-shirt solltest du dir anschaffen
http://www.stylotex.de/MOTIVE/FUNNY-STYLES/Malt-Whisky/ :winken:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 09. Februar 2010, 19:48:34
an diese technische Erfindung habe ich auch schon gedacht - aber wer hätte auch mit einem so langen und kalten Winter gerechnet...  :pffft:

das T-Shirt ist nicht schlecht, aber das hier trifft es besser, zumindestens wenn ich vor meinem Modell stehe... :D
http://www.indishirt.de/themes/kategorie/detail.php?artikelid=2498&source=2 (http://www.indishirt.de/themes/kategorie/detail.php?artikelid=2498&source=2)
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 09. Februar 2010, 20:07:34
das ist auch nicht schlecht...indeed!!!
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit" - Matrosen gesucht!
Beitrag von: Bradhower am 12. Februar 2010, 19:41:49
Hallo ihr Holzwürmer,

heute war ich zwischenzeitlich mal wieder auf Matrosensuche für mein Schiff und habe das Netz nach historischen Figuren im Maßstabsintervall von 1:64 - 1:48 gesucht und auf einer Seite im Internet bekam ich schlagartig leuchtende Augen:

(http://666kb.com/i/bgn6vj3w19ctuzhpf.jpg)

Diese Jungs gab es in diesem Shop: http://shop.seemannskistl.at/index.php?cPath=116_117 (http://shop.seemannskistl.at/index.php?cPath=116_117)

Leider ist der Laden schon seit einem Jahr dicht und der Shop scheint mir ein herrenloses Überbleibsel zu sein (eMail-Anfrage habe ich sicherheitshalber gemacht).

Von daher meine Frage an euch, kennt jemand von euch noch einen Onlineshop der genau solche Figuren verkauft - die obigen waren jetzt im Maßstab 1:50 und würden perfekt zu meinem Schiff passen, wobei das Intervall 1:64 - 1:48 auch noch gehen würde. Wäre super wenn mir da jemand einen Tipp geben kann.  :1:

Gruß
Bradhower


Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 12. Februar 2010, 19:51:07
leider haben die nix in 1:100 ;(
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 12. Februar 2010, 19:53:53
ach, dann machst du deinen Pott ein bissl größer und dann kannst du dir die Figuren auch in 1:82... ähh ansehen... kaufen geht ja nicht mehr...  :pffft:  :6:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 12. Februar 2010, 19:55:06
frage mich aber wirklich, warum es nirgends was gescheites in 1:100 gibt
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 12. Februar 2010, 20:02:36
eine Marktlücke!? Auf jedenfall geht mir diese "Grauzone" auf den S..k - als ob die Modellbauwelt nur aus 1:72 und 1:35 besteht, wenn es um Besatzungen geht nur den 2. Weltkrieg kennt und dazwischen ist gähnende Leere oder Preiser ;(  :5:  :aerger:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 12. Februar 2010, 20:36:31
da hast du absolut recht!!! :klatsch:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit" - Miniupdate 13.02.10
Beitrag von: Bradhower am 13. Februar 2010, 17:55:36
nachdem die Suche nach einer potentiellen Besatzung bis jetzt noch nicht wirklich erfolgreich war, gibt es immerhin bei der Spirit kleine Fortschritte. Diese wären zweifelsohne größer, aber Job, Studium, das miese Wetter und die Fussball-Bundesliga lassen zur Zeit nicht mehr zu. Aktuell kann man es gute zwei Stunden in meiner Kellerwerkstatt aushalten, ehe erste Erfrierungen drohen - an dieser Stelle einen Dank an meine Freundin, die mich regelmäßg mit warmen Getränken versorgt hat  ;)

Heute habe ich mich damit beschäftigt, den kleinen Fopa vom letzten Mal auszumärzen. Durch schleifen und dem Vorziehen der ersten beiden Spanten hat sich die Lücke auf wundersame Weise wieder geschlossen. Anschließend habe ich mich mit der Verstärkung des Kiels beschäftigt und kleine Holzleisten zwischen den Spanten gefertigt, damit Selbige später eine bessere Stabilität haben:

(http://666kb.com/i/bgo4791smzqpxhnb0.jpg)

(http://666kb.com/i/bgo47nh7ck8oe1fzw.jpg)

Die Nägel werden natürlich noch entfernt und durch kleine Holzdübel ersetzt.
(http://666kb.com/i/bgo46uk71rascqh4s.jpg)

(http://666kb.com/i/bgo46hsgysb06sfuk.jpg)

Ich habe das Schiff heute in die Wohnung mitgenommen, denn hier sind bedeutend angenehmere Temperaturen zum leimen. Dem Holz gebe ich 24 Stunden um sich zu akklimatisieren (das sollte reichen), dann geht es ans verleimen der Holzleisten.

Als nächstes ist dann endlich das Heck an der Reihe – Dank des Herrn Vincenzo Lusci („Der Schiffsmodellbau nach historischen Vorbildern“) und einem Bauplan der "Royal Caroline" von 1749, habe ich endlich eine konkrete Idee gefunden, die ich gut umsetzen kann, um das Heck etwas stimmiger darzustellen – hierzu in den nächsten Tagen mehr.

Danach werde ich mich mit der Optimierung des Unterdecks beschäftigen hier schwebt mir eine Leistenkonstruktion zwischen den einzelnen Spanten vor, wie hier auf einer mittelprächtigen Skizze dargestellt:

(http://666kb.com/i/bgo4ut7m73wqn9lq4.gif)

Anschließend wird dieses „Gerüst“ mit Funierleisten beklebt, hierfür habe ich sehr schöne 1mm-Eichenfuniere auftreiben können, dass müsste im gebeizten Zustand sehr gut aussehen :)

So das war es für heute – Fragen, Kritiken und Anregungen sind natürlich erwünscht.

Gruß
Bradhower
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Werni9497 am 16. Februar 2010, 18:29:44
Ahoi Bradhower,
dein Projekt gefällt mir sehr....weiter so TOP.

Betreffend Figuren ,gehe mal unter www.sell-it-easy.de
Bei der  Altesania Latina gibt es diese Figuren....und eigentlich günstig.

Gruss Werni
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 16. Februar 2010, 19:45:59
Hey Werni,

danke für das nette Kommentar und für den Link. Mit sind da gleich die schönen Stückpforten ins Auge gefallen...  :1:  ;)

Die Figuren von Artesania habe ich mal über Ebay gekauft, die sehen eigentlich ganz gut aus. Nur die Größe ist wirklich im unteren Toleranzbereich.  :rolleyes: Von daher müssen die Matrosen für mein Schiff eher so zwischen 30-40 mm liegen, die Figuren von Artesania liegen leider bei ca. 28mm.

Aber ich habe hier http://www.hw-modell.de/ (http://www.hw-modell.de/) Figuren gefunden, die passen könnten. Bin nur etwas skeptisch bei der Seite, da ich heute mal versucht habe telefonisch dort anzurufen und der Ruf ins Leere ging. Hat jemand von euch dort schon mal bestellt bzw. Erfahrungen mit dem Laden gehabt?

Schönen Gruß
Bradhower
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 16. Februar 2010, 23:15:31
Hallo Brad,

bei den meisten Bausätzen werden die Decks einfach nur durch dünne Sperrholzplatten realisiert. - So einen soliden Unterbau braucht es bei einem Modell normalerweise nicht.
Und Eichenfurnier? - Würde ich, ehrlich gesagt, von abraten. - Du baust dein Modell ja im Maßstab.... 1:100 (?) und da Eichenholz sehr grobporig ist, müsstest Du eigentlich auch die Poren im Maßstab 1:100 verkleinern. - Also ein Holz mit ganz anderer Porengröße verwenden. - Nur mal so als Anregung zum drüber nachdenken.

Ciao,

HWE
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 17. Februar 2010, 09:37:12
Hallo HWE,

an die Lösung mit Sperrholzplatten habe ich natürlich auch gedacht und es gibt sicherlich zeitsparendere Lösungen, als das was ich vorhabe. Aber diese Leistenkonstruktion habe ich mir in erster Linie erdacht, um kleinere Unebenheiten zwischen den Spantenauschnitten auszugleichen , um so dann eine gleichmäßige Fläche zu schaffen. Wenn das gelingt, erwäge ich auf dem Hauptdeck dann die Leistenkonstruktion leicht gebogen zu erstellen. So wie es bei den Schiffen früher auch war, damit das Meerwasser besser abfließen konnte.

Der Maßstab meines Schiffes liegt übrigens bei +/- 1:60 - als Vergleich dazu habe einen Bausatz von der HMS Bounty von Krick Sergal auf Lager, der mit 1:64 angegeben wird. Die Spanten und die Rumpflänge/ -breite sind nahezu identisch mit meinem Modell. Den Bausatz werde ich vielleicht demnächst auch beginnen, da die Bounty seit jeher und defintiv nach dem Klassiker mit Marlon Brando zu meinen liebsten Schiffen gehört  :D - aber ersteinmal gilt es Erfahrungen mit meiner Spirit zu sammeln ;) Was die Eichenfuniere (schon zurecht geschnitten auf die Größe ca. 7 cm * 0,5 cm) betrifft, fand ich die aufgrund der Maserung ganz schön und in dem Maßstab müssten die eigentlich ganz gut wirken. Alternativ habe ich noch dunklen Nussbaum, Mahagoni und Birke aktuell im Holzlager - erstere sind mir eigentlich etwas zu dunkel und letzteres zu hell. Da hat Eiche bis jetzt einen goldenen Mittelweg gebildet. Aber mit der Beplankung des Decks fange ich wohl erst an, wenn die Beplankung des Rumpfes fertig bzw. fortgeschritten ist, von daher ergibt sich vielleicht bis dahin noch die eine oder andere Alternative zur guten-alten Eiche... :)

Gruß
Bradhower

 
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 18. Februar 2010, 18:46:48
Hi Brad,

Hallo HWE,

an die Lösung mit Sperrholzplatten habe ich natürlich auch gedacht und es gibt sicherlich zeitsparendere Lösungen, als das was ich vorhabe. Aber diese Leistenkonstruktion habe ich mir in erster Linie erdacht, um kleinere Unebenheiten zwischen den Spantenauschnitten auszugleichen , um so dann eine gleichmäßige Fläche zu schaffen.
Hmmm. Vielleicht habe ich mich im letzten Posting etwas mißverständlich ausgedrückt. - Die dünne Sperrholzplatte (1,5 mm stark) sollte genau für den Zweck dienen. - Zum Ausgleich der gröbsten Unebenheiten. - Und um gleichzeitig eine gute Basis für die aufzuklebenden "Planken" aus Furnier zu bilden. - Damit sind die Spanten, deren Abstände, etc. vollkommen Wurst.
Zitat
Wenn das gelingt, erwäge ich auf dem Hauptdeck dann die Leistenkonstruktion leicht gebogen zu erstellen. So wie es bei den Schiffen früher auch war, damit das Meerwasser besser abfließen konnte.
Das ist schonmal gut, dass Du die Aufbugt des Decks zeigen willst!  :1:
Zitat
Der Maßstab meines Schiffes liegt übrigens bei +/- 1:60 - als Vergleich dazu habe einen Bausatz von der HMS Bounty von Krick Sergal auf Lager, der mit 1:64 angegeben wird. Die Spanten und die Rumpflänge/ -breite sind nahezu identisch mit meinem Modell.
Aber sollte das nicht eigentlich eine Fregatte oder sonst ein "Mörder"-Kriegsschiff werden? - Die Bounty ist da nur ein kleines Frachtschiff. - Wenn der Maßstab dagegen 1/100 ist, wird da schon eher ein "Man-of-war" draus. ;) - Du machst das schon... irgendwie... :)
Zitat
Den Bausatz werde ich vielleicht demnächst auch beginnen, da die Bounty seit jeher und defintiv nach dem Klassiker mit Marlon Brando zu meinen liebsten Schiffen gehört  :D - aber ersteinmal gilt es Erfahrungen mit meiner Spirit zu sammeln ;) Was die Eichenfuniere (schon zurecht geschnitten auf die Größe ca. 7 cm * 0,5 cm) betrifft, fand ich die aufgrund der Maserung ganz schön und in dem Maßstab müssten die eigentlich ganz gut wirken.
Hatte ich, glaube ich, schonmal woanders irgendwo geschrieben. - Eiche ist eigentlich so grobporig, daß man sie besser nur für sehr große Maßstäbe verwendet (wenn überhaupt). - 1:10, 1:20 vielleicht sogar noch 1:30. Aber 1:48 oder gar 1:64 würde ich es definitiv nicht mehr verwenden.
Zitat
Alternativ habe ich noch dunklen Nussbaum, Mahagoni und Birke aktuell im Holzlager - erstere sind mir eigentlich etwas zu dunkel und letzteres zu hell. Da hat Eiche bis jetzt einen goldenen Mittelweg gebildet.
Probier's mal mit Obsthölzern. - Birne, Apfel, Kirsche. - Sie sind schön hart, sehen gut aus und sind aber leider auch was teuer...
Zitat
Aber mit der Beplankung des Decks fange ich wohl erst an, wenn die Beplankung des Rumpfes fertig bzw. fortgeschritten ist, von daher ergibt sich vielleicht bis dahin noch die eine oder andere Alternative zur guten-alten Eiche... :)

Gruß
Bradhower
Ciao,

HWE
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 19. Februar 2010, 10:05:27
Hallo HWE,
Zitat
Hmmm. Vielleicht habe ich mich im letzten Posting etwas mißverständlich ausgedrückt. - Die dünne Sperrholzplatte (1,5 mm stark) sollte genau für den Zweck dienen. - Zum Ausgleich der gröbsten Unebenheiten. - Und um gleichzeitig eine gute Basis für die aufzuklebenden "Planken" aus Furnier zu bilden. - Damit sind die Spanten, deren Abstände, etc. vollkommen Wurst.

Haben wir uns ein wenig Missverstanden, ich weiß jetzt was du meinst. Das ist ja auch eigentlich die gängigste Bauweise bei Modellen. Vielleicht werde ich das für das Unterdeck auch anwenden, man sieht die Arbeit die in einer Leistenkonstruktion stecken würde später ja eh nicht mehr. Diese hebe ich mir dann für das „aufbugen“ des Decks vor. Dieses Vorhaben steht aber noch unter Vorbehalt, hierfür muss ich noch ein wenig Literatur studieren und mich für die größten Fehlerquellen bei so einem aufgebugten Heck sensibilisieren ;)
Zitat
Aber sollte das nicht eigentlich eine Fregatte oder sonst ein "Mörder"-Kriegsschiff werden? - Die Bounty ist da nur ein kleines Frachtschiff. - Wenn der Maßstab dagegen 1/100 ist, wird da schon eher ein "Man-of-war" draus.  - Du machst das schon... irgendwie...  

Die Bounty habe ich nur wegen der Maßstabsähnlichkeit (Länge, Breite, Höhe) zu meinem Modell genannt.  Meine Spirit soll schon an einer Fregatte angelehnt sein, aufgrund der Diskussionen in der jüngeren Vergangenheit, habe ich nicht mehr vor mein Modell konkret mit einem Schifftyp zu vergleichen. Deswegen HWE – lass dich überraschen... :D
Zitat
Probier's mal mit Obsthölzern. - Birne, Apfel, Kirsche. - Sie sind schön hart, sehen gut aus und sind aber leider auch was teuer...

Teuer sind sie und wie ich finde recht schwer zu bekommen oder kennst du zufällig einen guten Händler inklusive einer fairen Preisgestaltung?
Gruß
Bradhower
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 19. Februar 2010, 17:19:03

Mißverständnisse kommen vor, ja. - Kein Problem meinerseits! :)

Über das, was die "Free Sprit" nun am Ende sein soll, haben wir uns ja schon ausführlich ausgetauscht. - Ich lasse mich also "Überraschen".

Da fällt mir ein schöner Spruch ein, den ich kürzlich in der UBahn gelesen habe (ich weiss leider nicht mehr, von wem der stammt...):

"Wurst ist eine Götterspeise. - Nur Gott weiß, was drin ist." - So sehe ich deine Free Sprit inzwischen auch, wie eine solche "Götterspeise".  :D


Obstholz ist relativ teuer, ja. - Aber es ist sein Geld auch wert.

Was den "Bezug" angeht, so hat es sich als durchaus sinnvoll erwiesen, bei einem lokalen Tischler (oder ähnlichem) mal in Person vorbei zu gehen und einfach zu fragen und zu schauen, was er so da hat. - Dann kann er es dir gleich zeigen und Du dir was raussuchen. - Meistens auch für relativ kleines Geld, weil die Mengen, die Du benötigst, sind für die meisten Tischler eher "Abfälle".
Ein Versuch ist es allemal wert!

Ciao,

HWE
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 19. Februar 2010, 17:49:45
nana, hwe unter "Free Sprit" verstehe ich aber was anderes, als meine freigeistliche, götterspeisenwurst-ähnliche "Free Spirit" ;)

Aber, ob du es glaubst oder nicht, als ich heute Nachmittag auf meiner freitäglichen Tingeltour durch die Baumärkte in der Region war, um A: meine Werkstatt noch um zwei Meter Arbeitsfläche zu erweitern und um B: ein paar Buchenleisten für das Schiff zu besorgen, erblickte ich plötzlich doch auf den Rückweg am Wegesrand das Schild einer kleinen Tischlerei. Instinktiv haute ich auf die Bremse und bin zu der Tischlerei gefahren. Nachdem ich dort gaaaaaaaanz höflich mal gefragt habe, ob sie für einen ambitionierten Modellbauer ein paar Holzreste haben, kam die hoffnungsvolle, wie auch etwas enttäuschende Antwort, dass die letzten Schnittreste der Marke Linde, Apfel, Buche, Nussbaum & Co. schon verfeuert bzw. entsorgt worden sind. Einzig ein dickes Bündel von feinen, auf 0,5 mm Breite * 0,6 mm Stärke geschnittene Buchefuniere konnte ich abstauben. Für andere Hölzer sollte ich einfach in 1-2 Wochen noch einmal nachfragen :D Ich denke spätestens nächste Woche Freitag schaue ich da noch einmal vorbei... ;) Die waren übrigens ganz überrascht, dass ein Modellbauer sich für Holzreste interessiert, ich glaube die haben nicht oft Besuch von meiner Sorte, für die Buchenreste musste ich immerhin nichts bezahlen...  :6:

Schönen Gruß
Bradhower



Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 19. Februar 2010, 18:05:03
Die Buchenfurniere sind schon mal Gold wert!!! - Gratuliere! - Und die richtige Idee hast Du auch gehabt! - Auch dazu meinen Glückwunsch! :)  :klatsch:

Dann schauen wir einfach mal, wie es mit deiner "Götterspeisenwurst" so weiter geht. :)

Ciao,

HWE
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 22. Februar 2010, 09:54:25
@hwe: du verwöhnst uns ja immer mit sehr guten tipps, dass du dein handwerk verstehst, entnimmt man
ja deinen antworten. leider sieht man von dir kaum bilder oder zumindest nix fertiges. hat das einen bestimmten
grund?? würde mich evtl. interessieren (wenn's nicht zu privat wird). :winken:
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit" Mini-Miniupdate 22.02.10
Beitrag von: Bradhower am 22. Februar 2010, 15:33:26
bevor es von der Spirit neue Bilder gibt, habe ich mal wieder meine "künstlerische" Ader ausgepackt und ein potentielles Besatzungsmitglied bemalt. Die Figur ist 32 mm hoch und stammt von Black Scorpion. Bis auf Kleinstkorrekturen ist die Figur soweit fertig:

(http://666kb.com/i/bgx5hk68aegeov2ts.jpg)

ob, die Figur am Ende würdig genug ist auf der HMS Free Spirit anzuheuern lasse ich mal so dahingestellt - aber in Anbetracht, der doch recht dünnen Auswahl im 28 - 35 mm-Figuren-Schiffsbesatzungs-Genre, ist die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch. Das Bemalen hat mir auf jedenfall großen Spaß gemacht.

und hier noch einmal mit der nächsten, unfertigen Figur im Vordergrund:

(http://666kb.com/i/bgx5pe7ev4pfb3ndc.jpg)

Die Sockel werden natürlich noch zu gegebener Zeit entfernt.

Gruß Bradhower
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 22. Februar 2010, 17:15:16
@hwe: du verwöhnst uns ja immer mit sehr guten tipps, dass du dein handwerk verstehst, entnimmt man
ja deinen antworten. leider sieht man von dir kaum bilder oder zumindest nix fertiges. hat das einen bestimmten
grund?? würde mich evtl. interessieren (wenn's nicht zu privat wird). :winken:
Hallo Roland!

Och, ich denke, das ist ein offenes "Geheimnis". - Ich habe in meiner Jugend fleissig Modellbau betrieben und auch später noch einige Jahre flache historische und vollplastische Fantasy- und SciFi-Figuren professionell bemalt (für zwei Läden in Berlin), bevor ich zu arbeiten anfing (in meinem jetzigen Job). - Wegen dem Job habe ich eine längere Pause mit dem Modellbau gemacht, aber dann irgendwann festgestellt, daß mir was fehlt. - Ein Ausgleich für den stressigen Job.

Und so habe ich vor knapp drei Jahren (ungefähr) wieder mit dem Modellbau angefangen. - Allerdings haben sich meine Ansprüche seit damals noch wesentlich weiter gesteigert (obwohl ich damals 2 erste Preise in Modellbauwettbewerben errungen habe) und meine kleine Bibliothek zu dem Thema ebenfalls...

Das Ergebnis ist ein Haufen alter, eingestaubter Modelle, die - trotz erster Preise - meinen eigenen, heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden und die über die vielen Jahre hinweg leider auch zum Teil massive Schäden erlitten haben. - Und die "Nachproduktion" von neuen Produkten hängt, wegen einem größeren Projekt, leider auch ziemlich hinterher.

Aber, keine Sorge, mühsam nährt sich das Eichhörnchen, ich werde immer wieder was zeigen, wenn ich es für "würdig" erachte. - Zum Beispiel werde ich auch sicher irgendwann mit der Jolie Brise weitermachen, oder auch mit dem Piratenkapitän.

Dafür besitze ich einen nicht unbeträchtlichen Erfahrungsschatz und wenigstens den versuche ich dann hier beizusteuern. - Ich will normalerweise nur helfen und die Tipps, die ich gebe, habe ich in den meisten Fällen früher schonmal ausprobiert und da haben sie gut für mich funktioniert.

In den letzten 3 Jahren habe ich mir, gerade für den Schiffsmodellbau, auch einen kleinen Maschinenpark zugelegt und ich brenne derzeit eigentlich förmlich darauf, mich endlich wieder auszutoben, aber ich werde mich noch bis Mitte Mai mindestens gedulden müssen, bevor ich wieder Vollgas geben kann. - Das liegt nun wiederum an einem wirklich sehr privaten Projekt... :)

Übrigens: Die besten Stücke besitze ich sowieso nicht mehr selbst, die habe ich damals verkauft... - Die kann ich also auch nicht mehr zeigen.  :blaw:

Alles klar, so weit?

Ciao,

HWE
Titel: Re: Entwicklung und Bau der "HMS Free Spirit" Update 27.02.10
Beitrag von: Bradhower am 27. Februar 2010, 17:47:46
Hallo ihr Holzwürmer, ;)

heute gibt es einen kurzen Report zu den Baufortschritten an der Spirit:

Zunächst habe ich mich endlich mit dem Heck der Spirit beschäftigt und mich dazu entschlossen, zwecks besserer Stabilität und größerer Leimfläche für die Planken, dass Heck genauso zu fertigen, wie ich bereits am Bug zu Werke gegangen bin. Sprich, im Bugbereich habe ich mehrere Birkenbrettchen aneinander geleimt und angewinkelt, damit die Planken später besser anliegen. Selbiges habe ich heute für den Heckbereich gemacht. Nach dem Anlegen meiner Probeplanken hat sich gezeigt, dass dies die beste Lösung ist, um die Planken später in die gewünschte Richtung bzw. Rumpfform zu bekommen. Eventuell werde ich den Raum zwischen der Heckspante und der ersten folgenden Spante durch einen in Form geschnitzten Holzklotz aus Balsaholz "füllen", um damit die "elegante" Form des Rumpfes, insbesondere im Heckbereich zu gewährleisten. Praktischerweise hätte ich dadurch auch ein angemessenes bzw. leichtes "Gegengewicht" (der Heckaufbau kommt ja auch noch) zum schon verstärkten und aktuell übergewichtigen Bugbereich.

Des Weiteren habe ich die ersten Spanten ein wenig bearbeitet und sie für die Deckaufbauten und die seitliche Beplankung vorbereitet (siehe Skizze):

(http://666kb.com/i/bh2ayqvs6sc5sxtjd.jpg)

Anschließend wurde mit dem ersten Elementen für das Unterdeck begonnen. Anstelle einer Leistenkonstruktion (siehe Bericht vom 13.02.10), die ich mir für das Oberdeck aufhebe, um dieses später evtl. aufzubugen, bekommt das Unterdeck eine einfache Sperrholzplatte, die ich mit feinen Furnierleisten beklebe.

Fotos zu den heutigen Bauvorschritten folgen, wegen leerer Batterien für die Kamera, beim nächsten Bericht.

@HWE

Gestern war ich wieder bei der Tischlerei und habe mir ein wenig Furnier besorgt:

Erle, Kirsche, Buche und Platane jeweils 10-15 ca. 1 Meter lange Leisten, ca. 5 cm breit und 0,5 mm stark. Das Kirsch-, Erlefurnier, wie auch das Buchefurnier, hat eine schöne, nicht zu grobe Maserung – mal sehen ob ich das zur Unterdeck- und/oder Deckbeplankung nehme. Bei der Erle überlege ich, ob es sich vielleicht als erste Beplankung für den Rumpf eignet. Hierfür hatte ich bis jetzt Birkenfurnier vorgesehen, aber die Erleleisten sind doch noch etwas weniger faserig als das Birkenfurnier. Naja, mal sehen, was mir bei der „Götterspeisenwurst“ noch so einfällt…. :D

Bis dahin.

Schöne Grüße
Brad
Titel: Baubericht "HMS Free Spirit" Update 7.03.10
Beitrag von: Bradhower am 07. März 2010, 16:54:39
So, nun gibt es wieder einen Baubericht inklusive Bilder und ohne hässliche Skizzen… ;)

Zunächst zeige ich euch in digitaler Form, was sich an meinem Schiffchen so in den letzten Tagen getan hat. Die Fortschritte sind zwar überschaubar, aber dafür, dass sowohl Studium und das kalte Wetter sich immer wieder als Bremsklötze erweisen, bin ich in der vergangenen Woche doch ohne größere Erfrierungen gut vorangekommen:

(http://666kb.com/i/bhacurxidi5boavtf.jpg)

(http://666kb.com/i/bhadgur0w198xgvbn.jpg)

Hier habe ich die ersten Seitenleisten für den Rumpf angefertigt und angepasst. Ursprünglich hatte ich erwogen, für die Seiten Leisten aus Kieferholz zu nehmen, da sich Selbige bis zu einem gewissen Punkt natürlich, besser biegen lassen. Aber mit Leisten aus Buchenholz lässt sich, wie ich finde, einfach noch ein wenig sauberer arbeiten und bedeutend splitterfreier sägen.

An den Leisten werde ich später noch den unteren Teil für die Stückpforten anzeichnen bzw. aussägen. Der restliche Rahmen hierfür wird dann später angefertigt. Aktuell plane ich mit 12 Stückpforten auf jeder Seite für das Unterdeck. Die gleiche Anzahl für die Geschütze soll dann später das Oberdeck bestücken und somit wäre mein Schiff mit 48 Kanonen wohl sehr gut bewaffnet für eine „Fregatte“ ;).

Hier ist die Leiste noch einmal in der Nahaufnahme zu sehen:

(http://666kb.com/i/bhad7step54kzekr7.jpg)

Diese wird später von der Beplankung komplett verdeckt sein. Die Befestigung erfolgt durch Leim und Holzdübel.

Außerdem bin ich zur Zeit am überlegen, ob ich später auch die Seilhalterungen für die Takelung der Kanonen schon vormontiere bzw. bohre, um später bei der Geschützmontage leichter hantieren zu können, denn noch sind die Leisten und Spanten nicht miteinander verleimt…  :rolleyes:

Im Bugbereich hingegen geht es etwas unästhetischer zu Werke, hier habe ich einfach Kieferleisten an die Spante geleimt, die Obere, um später eine Auflagefläche für das vordere Deck zu haben. Die Unteren hingegen musste ich anleimen, weil mir die Spante durch eine falsch-eingestellte Sägefläche der Dekupiersäge diese ein wenig verzogen hat…  :5: Die kleine Ungenauigkeit lässt sich aber durch die Leisten wieder gut korrigieren :D

(http://666kb.com/i/bhadaogtird1qtpcj.jpg)

(http://666kb.com/i/bhadn0pjgc2mpt5sj.jpg)

Wie man auf dem Bild auch sieht sind hier die oberen Kanten der Spanten angesägt (siehe Skizze im letzten Bericht), um später Leisten bzw. die Teile für die Aufbauten/Geländer, etc. besser anfügen zu können.

Aber bis es so weit ist, sind noch einige Hürden zu nehmen. Vor allem ist das Heck aktuell mein Kummerbereich, denn hier komme ich nicht so wirklich in die Gänge:

(http://666kb.com/i/bhadhrmqerxzfba8j.jpg)

Zwar helfen die angefertigten Balsahölzer beim späteren Beplanken und anformen, nichtsdestotrotz mache ich mir Sorgen um die Gleichmäßigkeit und Passgenauigkeit. Denn der Winkel zwischen der Heckspante und der letzten Spante ist immer noch etwas zu steil und fordert in Sachen Biegsamkeit einiges von den Holzplanken ein. Hier werde ich wohl noch richtig Arbeit bekommen …   :rolleyes:

So viel zum aktuellen Stand der Arbeiten.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Kommentieren. Fragen, Kritiken und sonstige Anregungen sind natürlich gerne erwünscht.  :1:

Schönen Gruß
Bradhower





Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: wall E am 11. März 2010, 12:19:37
Hallo .... "Die Figur ist 32 mm hoch und stammt von Black Scorpion"  .... sehr schön!  :klatsch:Wo kann man denn die bekommen?
:winken:Mike
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 11. März 2010, 12:22:58
Hallo Mike

die Figur bzw. Figuren habe ich über diesen Shop bestellt:

http://www.miniaturicum.de/ (http://www.miniaturicum.de/)

Entweder durch die Produktreihen (links) hangeln oder beim Suchbegriff "Pirates", "Sailors", etc. eingeben.

Gruß
Bradhower
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: wall E am 11. März 2010, 12:23:30
 UND  noch eine Frage  ... zum  " seemannskistl "  
" Leider ist der Laden schon seit einem Jahr dicht und der Shop scheint mir ein herrenloses Überbleibsel zu sein (eMail-Anfrage habe ich sicherheitshalber gemacht)."


Ach und, hat sich hier jemand gemeldet
 :winken: MIKE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 11. März 2010, 12:31:25
Zitat
Ach und, hat sich hier jemand gemeldet

die Mail ist wohl auf irgendeinem Zombie-Server verschwunden und wird da wohl für ewig bleiben, bis sich jemand erbarmt diesen abzuschalten.  :8:

Ich habe die Figuren aber inzwischen über einen anderen Shop gefunden, dass hat die Enttäuschung doch sehr in Grenzen gehalten  :6::

http://www.krickshop.de/index.php?s=3 (http://www.krickshop.de/index.php?s=3)

Gruß
Bradhower
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: xeononym am 11. März 2010, 23:26:13
Muss mich ja auch immer mal zu Wort melden... hab zum Vorvorvor(...)abstapellauf mal ein Bier aufgemacht ;D
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 12. März 2010, 10:51:17
schön das du mein Schiff nur im alkoholisierten Zustand ertragen kannst...  :6:

Aber damit bist du ja quasi schon prädestiniert dafür, für den "richtigen" Stapellauf eine Flasche Aldi-Sekt am Rumpf des Schlachtschiffes zu zertrümmern, bei so viel Vorstapel-Feierlaune...  :D
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 14. März 2010, 12:14:33
Hallo Brad!

Schön, daß Du so viel Furnier aufgetrieben hast, aber ich befürchte, das ist zu wenig, um den kompletten Rumpf zu beplanken. - Es sei denn du willst ihn total "buntscheckig" mit allem beplanken, was Du hast.

Kleiner Tipp: - Nimm' einfach mal einen Faden (oder ähnlich flexibles) und miss damit mal ab, wie lang die Strecke am Hauptspant vom Kiel bis zur obersten Bordwand ist. - Diesen Wert multipliziere mit 2 und dann teilst Du ihn durch die Breite deines Furniers. So viele Furnierstreifen brauchst Du. - Wie ich gerade sehe, hat man Dir recht breite Furnierstreifen gegeben. - 0,5 mm Stärke ist fein, aber 5 cm breit, ist viel zu breit! - Eine gute Breite für eine ordentliche Beplankung sind zum Beispiel 7 mm. - Aber das hängt natürlich wiederum ganz von deinem Maßstab und dem Zeitalter ab. - Je älter das Schiff ist, um so breiter können die Planken sein, trotzdem sollten sie nicht wesentlich über 30 cm Breite hinaus gehen. - 30 cm in 1:1, natürlich. - Das mußt Du selbst auf deinen "Götterspeisen"-Maßstab herunter rechnen. ;)

Aber es ist auch relativ einfach, sich aus einem 5 cm Streifen  gleich mäßige Planken selbst herszustellen. - Mit einem Holzklotz, an dem Du eine Rasierklinge befestigst.

Daraus erwächst Dir natürlich ein Vorteil: Schmalere Planken (als 5 cm) lassen sich auch leichter "um die Ecke bringen" ;)  - Und: Du musst die Furnier-Leisten auf jeden Fall vor der Anbringung mindestens eine halbe Stunde wässern und dann am besten mit etwas sehr heissem (Lötkolbenspitze, zum Beispiel) "in Form bügeln". - Sie brechen dann weniger und behalten nach dem Bügeln die Form annähernd bei.

Ciao,
HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 14. März 2010, 20:57:03
Hallo HWE,

schön mal wieder von dir zu lesen :)

Zitat
aber ich befürchte, das ist zu wenig, um den kompletten Rumpf zu beplanken. - Es sei denn du willst ihn total "buntscheckig" mit allem beplanken, was Du hast.

Das Furnierholz als Platte o. Ä. zu erhalten wäre mir natürlich auch lieber gewesen – aber einem (fast) geschenkten Gaul schaut man ja nicht… undsoweiterundsofort :D

Die Furniersorten, die ich davon für das Beplanken nehmen kann sind Buche und Erle, insgesamt fast 15 Meter. Bei ca. 70 cm Rumpflänge sollte das fürs einmalige Beplanken reichen. Was wohl eher ein Problem werden könnte ist, dass das Furnier mit 0,5 mm doch eine Nummer zu dünn sein könnte für mein Schiff. Zu mindestens für die erste Beplankung. Ich glaube mit einer 1 mm dicken Erstbeplankung aus Birkenfurnier werde ich da wohl besser fahren.

Zitat
Wie ich gerade sehe, hat man Dir recht breite Furnierstreifen gegeben. - 0,5 mm Stärke ist fein, aber 5 cm breit, ist viel zu breit!
- Eine gute Breite für eine ordentliche Beplankung sind zum Beispiel 7 mm. - Aber das hängt natürlich wiederum ganz von deinem Maßstab und dem Zeitalter ab. - Je älter das Schiff ist, um so breiter können die Planken sein, trotzdem sollten sie nicht wesentlich über 30 cm Breite hinaus gehen. - 30 cm in 1:1, natürlich.

Aus einer 1mm Birkenplatte hatte ich schon ein paar Streifen geschnitten. Klotz angelegt und mit dem Cuttermesser auf ca. 7-9 mm Breite geschnitten. Das Cuttermesser hat sich dabei allerdings nicht als „ganz“ optimales Schneidwerkzeug entpuppt, vor allem wenn es darum geht NICHT der Maserung beim Schneiden zu folgen.  :rolleyes: Vielleicht werde ich es mal mit einem Skalpell oder den besagten Rasierklingen probieren.

Bei der Zweitbeplankung will ich auf jedenfall exakt zu Werke gehen.
Wenn ich das obige Furnier dafür verwende werde ich es natürlich auch noch schmaler schneiden, um sie dann besser „ums Eck zu bringen“ ;) – Selbiges klappt am Bug nach ersten Passproben einwandfrei – die Problemzone ist allerdings leider etwas weiter hinten am Heck :( Hier muss ich entweder noch reichlich „Leimfläche“ schaffen oder die Form des Hecks verschlanken. Aktuell versuche ich eine Mischung aus beidem :)

Zitat
Das mußt Du selbst auf deinen "Götterspeisen"-Maßstab herunter rechnen.   

Herunter rechnen? – Augenmaß, die Tagesform und eine günstige Wetterlage, dass ist mein Hilfsmittel ;)

Zitat
Und: Du musst die Furnier-Leisten auf jeden Fall vor der Anbringung mindestens eine halbe Stunde wässern und dann am besten mit etwas sehr heissem (Lötkolbenspitze, zum Beispiel) "in Form bügeln". - Sie brechen dann weniger und behalten nach dem Bügeln die Form annähernd bei.

Aktuell verstärke ich die Spanten am Mittschiffs, um die einzelnen Planken später im Kraweel-Verfahren versetzt anbringen zu können. Damit bin ich nächstes Wochenende fertig. Ich hoffe dann bis Ostern das Heck auch in „Form“ zu bekommen. So dass ich anschließend mit dem Beplanken von der Wasserlinie aus beginnen kann. Ich hatte mir schon zeitweise mal überlegt, dass Plankenbiegesystem von Artesania zuzulegen. Aber wässern und mit einem einfachen Lötkolben biegen klappt sicherlich genauso gut – danke für den Tipp.  :P

Schönen Gruß
Bradhower
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" Update 16.03.10
Beitrag von: Bradhower am 16. März 2010, 19:09:59
Heute gibt es mal wieder ein paar Bilder und einen kurzen Report. Zunächst das Erfreuliche heute: Über einen Ebay-Händler bin ich kürzlich sehr günstig an schöne Furnierleisten gekommen und habe dort probehalber ein paar Leisten geordert, diese kamen heute an:

(http://666kb.com/i/bhjlvh4pvu9brubcp.jpg)

200 Erle Furnierleisten (0,8 x 5 x 300 mm)
200 Erle Furnierleisten (0,8 x 10 x 300 mm)
200 Eiche Furnierleisten (0,8 x 5 x 300 mm)

Die Eichenfurniere kommen sicherlich aufgrund der grobporigen Maserung eher weniger in Betracht – aber irgendwie habe ich da so eine gewisse Affinität zu Eiche… ;)

Die Erle-Furnierleisten sind allerdings sehr sauber geschnitten, die obige Anzahl reicht zwar noch nicht für den gesamten Rumpf aus. Aber ich denke, die verwende ich für die saubere und akurate Zweitbeplankung :)

Ansonsten gibt es noch ein paar Bilder von der Spirit:

(http://666kb.com/i/bhjm0nlfpp9lyiak9.jpg)

Die Spanten Mittschiffs habe ich verstärkt, um zum einen den Boden für das Unterdeck besser auflegen zu können und zum anderen an den Nahtstellen, wo später die Planken anliegen bzw. aufeinandertreffen mehr Fläche zum verleimen zu schaffen. Die Verstärkung der Spanten am Mittschiff wird natürlich bis zum Kiel noch erfolgen.

Am Heck habe ich ebenfalls eine neue Leistenreihe in Form geschliffen, um hier die Planken später besser anlegen zu können:

(http://666kb.com/i/bhjm2mo341fb9cbuh.jpg) (http://666kb.com/i/bhjm3ih4vkwczuv3t.jpg)

Die Leisten sind noch nicht komplett fertig geschliffen, zeigen aber eigentlich schon ganz gut wohin die Reise für mein Heck gehen soll. Zwei Leisten werde ich da wohl noch in Form schleifen müssen und dann sollte das Beplanken des Hecks klappen :)

So viel von mir für heute  :winken:. Fortsetzung folgt…

Gruß
Bradhower
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: CaptainRon am 16. März 2010, 19:13:04
die funierleisten sind als blanken ein bisschen breit;) schneit sie doch in der hälfte oda so durch :pffft:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 16. März 2010, 19:52:37

Zitat
schneit sie doch in der hälfte oda so durch

Leisten mit 0,5 mm Breite habe ich ja schon ;)

ich hatte die für das Unterwasserschiff eingeplant, muss dann mal sehen wie das aussehen würde. HWE hat ja eine Breite von 0,7 mm empfohlen. Vielleicht verjünge ich die Leisten dann doch noch ein wenig - genaueres weiß man in den nächsten Tagen... ;) 

Gruß
Bradhower
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Neo26125 am 17. März 2010, 07:54:17
Hmm...meinst du jetzt die Stärke oder Breite? 0,5 mm als Plankenbreite wäre ein wenig schmal  :pffft:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 17. März 2010, 08:03:09

sind natürlich 0,5 cm oder 5 mm oder 0,005 m oder 0,0000... ach lassen wir das... :) :6:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 21. März 2010, 00:32:09
Hi Brad!


Zitat
schneit sie doch in der hälfte oda so durch

Leisten mit 0,5 mm Breite habe ich ja schon ;)

ich hatte die für das Unterwasserschiff eingeplant, muss dann mal sehen wie das aussehen würde. HWE hat ja eine Breite von 0,7 mm empfohlen.
Äh, Einspruch! - Einfach nochmal nachlesen... - Ich hatte 7 mm breite Leisten empfohlen. - Breiter sollten sie eher nicht werden. ;)
Und als Stärke sind 0,5 mm OK. - Ist natürlich alles abhängig vom Maßstab, was wiederum bekanntlich bei der Spirit nicht so greifbar ist.
Zitat
Vielleicht verjünge ich die Leisten dann doch noch ein wenig - genaueres weiß man in den nächsten Tagen... ;)  

Gruß
Bradhower

Um's "verjüngen" wirst Du nicht herum kommen. - Sonst sieht der Kahn am Ende wirklich SEHR merkwürdig aus. ;)

Übrigens, Die Eiche würde ich persönlich nicht verwenden, aber das hatten wir schon. ;) Die Erle ist sicher auch nicht mein Lieblingsfurnier. Die würde ich wohl als erste Lage verwenden. (Und was schöneres darüber, zum Beispiel Kirsche, Birne oder Nußbaum, je nach Modell) Aber das ist absolut persönliche Geschmacksfrage. :)


Ciao,

Hwe
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. März 2010, 11:43:10
Hallo HWE,

von den Maßen her bewegt sich die Spirit im Bereich meines Bounty-Bausatzes von Krick in 1:64. Die dort mit gelieferten Planken liegen bei 5 mm Breite. Da meine Spirit noch einen "Tucken" mächtiger ist in Länge und Breite, sind 7 mm sicherlich auch problemlos akzeptabel.

Ich habe mich jetzt dazu entschlossen, die Erstbeplankung für den mittleren Teil des Schiffes 0,8 mm-starkes Birkenfurnier zu nehmen, dass sich auf eine Breite von 6-8 cm schneide, um dann die Zwischenräume zwischen den einzelnen Spanten damit abzudecken. Aufgrund das ich die einzelnen Spanten etwas verbreitert habe, lässt sich das Furnier auch sehr gut anlegen und mit kleinen Stiften anschließend nageln oder dübeln (da bin ich noch unschlüssig - tendiere als alter Holzfetischist aber eher zum dübeln ;) ). So habe ich bis auf Bug und Heck schonmal eine gute Fläche um die Zweitbeplankung später schön, akurat aufzuleimen.

Zitat
Übrigens, Die Eiche würde ich persönlich nicht verwenden, aber das hatten wir schon.  Die Erle ist sicher auch nicht mein Lieblingsfurnier. Die würde ich wohl als erste Lage verwenden. (Und was schöneres darüber, zum Beispiel Kirsche, Birne oder Nußbaum, je nach Modell) Aber das ist absolut persönliche Geschmacksfrage.

Das Eichefurnier werde ich auch nicht nehmen, vielleicht später für Details auf dem Deck oder so. Aber das als Beplankung zu nehmen bin ich von ab ;)

Erle hat sich inzwischen auch schon wieder von meinem Favoritenplatz entfernt. Das hat sich beim Bearbeiten gestern Abend als sehr brüchig und faserig erwiesen... :(

Nussbaum hat sich leider bis jetzt als sehr kostspielig entpuppt. Für so ein paar Meter zahlt man ja locker über 20 Euro. Birne ist mir bis jetzt leider noch nicht über den Weg gelaufen, überhaupt sind die Obstbaumfurniere recht schwer zu beschaffen. Vielleicht ist der erste Gedanke doch der Richtige, anfangs habe ich mir schon einiges von dem 0,8 mm Birkenfurnier besorgt und auf das falle ich beim Testen der anderen Furniere immer wieder zurück. Alternativ habe ich auch noch Buche, das ist aber leider mit 0,5 mm viel zu dünn für meinen Schiffsrumpf und lässt sich für meinen Geschmack schon fast zu leicht biegen und verformen. Als Zweitbeplankung mag es ja noch gehen, wenn die Leisten auf dem stabilen Birkenfurnier leime. Aber im Bug- und Heckbereich, wo ich noch nicht weiß, ob ich dort auch eine Erstbeplankung aus Birke so schön hinbekomme, wie es sich in den anderen Bereichen des Schiffes abzeichnet, wäre wohl etwas stärkeres Furnier vorteilhafter.

Nun gut, vor Ostern werde ich dort aber wohl noch keine fundamentalen Ergebnisse präsentieren können. Aber immerhin werde ich wohl in den nächsten Tagen die Spanten fertigstellen und auch das Heck in „Form“ haben :D

Sonnige Grüße aus Detmold
Bradhower

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. März 2010, 19:26:09
@HWE:

Hier noch eine kleine Ergänzung, zu meinem vorangegangenen Kommentar:

Ich habe einmal bildlich veranschaulicht, wie ich meine Erstbeplankung plane (davon ausgenommen aktuell Bug- und Heckbereich). Auf den Fotos sieht man auch ganz gut die verbreiterten Spanten, die mit Tupferstäbchen-Holzdübeln verleimt sind. Diese haben sich bedeutend tauglicher in Sachen Stabilität (Buche) und Stärke (3 mm) erwiesen, als die zuvor verwendeten Zahnstocher-Dübel :6: :

(http://666kb.com/i/bhqpxgp3qbutuc3jq.jpg)
(http://666kb.com/i/bhqpy021lkmagkueu.jpg)

das 0,8 mm-starke (finnische) Birkenholz lässt sich wunderbar anlegen und damit sollte eine optisch-ansprechende und später sichtbare zweite Beplankung deutlich leichter fallen :)

Gruß Brad

P.S.:

@All:
An dieser Stelle noch eine Frage an die Spachtel- und Holzexperten:

Kann man auf eine mit Holzpaste bearbeitete Fläche bzw. mit Holzpaste gefüllte und geschliffene Ecke/ Kante/ Spalte später problemlos leimen oder würde der Leim nicht halten bzw. das Holzstück sich an dieser Stelle wieder lösen, wo es auf die Holzpaste trifft? Ich habe mir, wie man weiter oben auf einigen Fotos sieht, vor einiger Zeit einfache Holzpaste/ Holzreperatur-Spachtelmasse von Molto aus dem hiesigen Baumarkt geholt.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: ghost am 23. März 2010, 19:35:25
Hallo Brad

Zitat
Birne ist mir bis jetzt leider noch nicht über den Weg gelaufen
Guck mal in der e-Bucht, da bietet einer Birnenfunier und andere Funiere 80-100 cm lang in allen möglichen Breiten und Stärken an. Shopname "Banane-von-hinten".Aber besser  1mm breiter bestellen, die Kanten sind unsauber geschnitten.
Zitat
Ich habe mich jetzt dazu entschlossen, die Erstbeplankung für den mittleren Teil des Schiffes 0,8 mm-starkes Birkenfurnier zu nehmen, dass sich auf eine Breite von 6-8 cm schneide, um dann die Zwischenräume zwischen den einzelnen Spanten damit abzudecken. Aufgrund das ich die einzelnen Spanten etwas verbreitert habe, lässt sich das Furnier auch sehr gut anlegen  
Willst du jeden Spantzwischenraum einzeln beplanken? Das geht in die Hose. Du musst möglichst die ganze Länge mit einer Leiste beplanken, um einen
guten Strak zu bekommen.


Gruß Edwin
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. März 2010, 20:19:11
Hallo Edwin,

Banane-von-hinten kenne ich. Der hat aber auch recht horende Preise und wenig Furnier dafür.  :rolleyes:

Zitat
Willst du jeden Spantzwischenraum einzeln beplanken? Das geht in die Hose. Du musst möglichst die ganze Länge mit einer Leiste beplanken, um einen
guten Strak zu bekommen.

die Spantenzwischenräume möchte ich wie auf den letzten Fotos gezeigt mit Birkenfurnier zu erst "beplanken" und darüber dann die einzelnen Leisten legen. Immerhin hat dies auch den Vorteil, dass ich dadurch den Verlauf der Planken für die Zweitbeplankung besser aufzeichnen kann. 

Habe leider zu wenige 0,8 mm-starke Leisten, die über die gesamte Rumpflänge gehen (sind leider bei einer Rumpflänge von max. 70 cm, ca. 10 cm zu kurz), so dass ich wohl die Beplankung an die historischen Verfahrensweise anlehne, und die gemäß dem Schema aus dem Mondfeld die versetzten Plankenstöße durch kürzere Furnierleisten versuche entsprechend darzustellen. Das hat sich heute beim Studium der entsprechenden Literatur als sehr reizvoll entpuppt :D

Alternativ könnte ich das Furnier nehmen, was ich für etwas zu dünn halte und über den gesamten Rumpf beplanken. Aber mit kürzeren Planken und verlegt, so wie aus dem Almanach für den Schiffsmodellbau, sehe ich aktuell etwas größere Erfolgschancen und sollte vielleicht auch später ansprechender aussehen :)

Schönen Gruß
Brad

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: ghost am 23. März 2010, 21:52:18
Hallo Brad
So wie du das vorhast, bekommst du an jedem Spant einen Knick.
Zitat
so dass ich wohl die Beplankung an die historischen Verfahrensweise anlehne,
Aber: die historischen Spanten waren viel enger gesetzt, siehe Navy-Board-Modelle.

Gruß Edwin
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. März 2010, 22:07:32
Hallo Edwin,

Zitat
So wie du das vorhast, bekommst du an jedem Spant einen Knick.

vielleicht lasse ich das Furnier ein wenig zwischen den Spanten versenken, so dass die Knickerei im Keim erstickt wird. Aber hast Recht, dass sollte möglichst nicht passieren. Vielleicht werde ich mal den ganzen Rumpf mit der von mir geplanten Verfahrensweise für die Erstbeplankung versehen und die Furniere nur provisorisch anbringen um zu sehen, ob das funktioniert. Bevor sich viel zu spät vielleicht Probleme offenbaren. Diese Beplanung hatte ich auch nur für den halbwegs "geraden" Teil des Rumpfes gedacht. An den anderen Stellen werde ich wohl mit einzelnen Leisten agieren :)

Naja, mal schauen, an Ideen mangelt es glücklicherweise nicht :8:

Gruß Bradhower
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 24. März 2010, 00:25:59
Hallo Brad,

meine Vorredner haben leider Recht, mit dem was sie schreiben. - Deine erste Lage strakt einfach nicht. - Andererseits ist sie vielleicht dick genug, daß man sie mit viel schleifen und spachteln doch wieder zum straken überreden kann. - Du willst ja was lernen. - Hier ist ein guter Moment das zu tun.

Wovon die Kollegen und ich sprechen, ist das Phänomen, daß ein Schiffsrumpf eben nicht wie eine Coladose konstruiert ist, auch nicht wie ein Kegelstumpf, sondern dass sich zwischen den beiden Spanten, die die obere und untere Kante der Coladose oder des Kegelstumpfes darstellen, der Rumpf eine zusätzliche Wölbung besitzt. - Übertrieben dargestellt, mehr wie ein Goldfischglas. - Beim Goldfischglas ist die obere und untere Kante die obere Öffnung und der Boden (als Ersatz für deine Spanten). - Du wirst mir sicher zustimmen, daß man die Wölbung dazwischen nicht mit einer einzigen Lage Furnier darstellen kann. - Aber genau das tust Du derzeit bei deinem Modell! - Das ist der Versuch einer Vereinfachung, der einfach nicht funktioniert. - Zumindest nicht bei alten historischen Seglern. - Ausnahmen stellen die späteren "Windjammer" dar. - Die Frachtsegler, die sogar einen ziemlich eckigen Querschnitt besassen und damit fast von der Rumpfform her der Vorläufer der heutigen Containerschiffe waren. - Bei denen kannst Du die mittleren Segmente so bauen. - Aber nicht bei älteren Schiffen!

Zusätzlich zu der fehlenden Wölbung zwischen den Spanten, hast Du auch noch das Problem, daß sich eben der Strak von Spant zu Spant ändert. - Und da Du mit deiner jetzigen Methode die reale Wölbung einfach "mittelst", erreichst Du damit, dass der "Bauch" deiner Rumpfwölbungen immer genau auf einem Spant liegt. - Und das gibt einen Knick. - Gut, den kann man etwas mildern, indem man fleissig schleift. - Aber bei einem historisch korrekten Vorbild geht das so nicht. - Du würdest damit die Rumpfform zu stark ändern, sie entspräche nicht mehr dem Original.
Aber: In der Mitte deiner Erstbeplanungsstreifen, FEHLT auch noch Material. - Das heisst,  dort kannst du durch schleifen nichts beheben, dort musst Du zusätzlich Material auftragen, damit es wieder strakt! Und zwar, wenn man es genau nimmt, musst Du die gesamte Fläche (!) zwischen den Spanten spachteln! - Und anschliessend natürlich auch noch entsprechend verschleifen, damit es wieder schön glatt wird.

Mit der herkömmlichen Methode und schmalen Längsplanken, würdest Du dir das meiste dieser Arbeit ersparen. - Aber Du wolltest ja mal was anderes ausprobieren... Hier ist das Ergebnis: Mehr Arbeit!

Für Dich zum Trost. Es gibt sogar Yachtbausätze (Maßstab 1:1) die deine Technik für den Selbstbau von Stahlyachten einsetzen. - So vollkommen falsch liegst Du damit also nicht. - Allerdings ist es eine saumäßige Arbeit, eben doch einen sauberen Strak damit hinzubekommen.

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: ghost am 24. März 2010, 10:47:42
Hallo Brad

Ich kann dir nur das Buch " Rumpfbaupraxis-Kielobenbauweise" von Jürgen Eichhardt empfehlen.
1. Grundsätzliches zum Plänezeichnen, -verändern, -überprüfen, straken und und und,
2. Von Ihm stammt folgender Tip: Kiefernbrett in Schiffslänge plus Zuschlag für Überstand z.B.15-20mm stark, 150-200mm breit im Baumarkt kaufen,auf der Kreissäge in Streifen 2 oder 3mm(alle gleich!!!)schneiden,diese dann auf die gewünschte Breite 5-15mm bringen, je nach Wölbung der Spantenkurve, starke Wölbung= schmale Leiste und umgekehrt.

Gruß Edwin
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 24. März 2010, 12:19:26
Hallo HWE & Ghost,

ersteinmal Danke HWE für die ausführliche Antwort.  :) & Ghost für den Buchtipp  :P

Das Historische war eher für die Außenwirkung gedacht, auch im Innenteil hätte ich dann die Beplankung angedeutet. So war zumindestens der Plan. Aber...

heute Morgen nutzte ich die Gelegenheit zu einem kleinen Familienbesuch bei meinen alten Großvater, seines Zeitens mein Lehrmeister in Sachen handwerken und heimwerken, sowie dem Schiffsmodellbau und er zeigte mir Fragmente eines alten "Test-Rumpfes" zu einem Fantasiesegler, der so, wie ich es vorhabe gebaut worden ist und der sah wirklich nicht gut, geschweige denn ästhetisch aus. Der Aufwand an Schleifen und Spachteln ist doch enorm. Auch die Knicke waren (leider) schön zu sehen trotz eines starken Schliffes  :rolleyes: Natürlich war das ein recht einfaches Konstrukt, um das Beplanken zu üben, aber trotzdem. Mein Vorhaben ist wohl doch nicht so gut.

Dann werde ich es doch besser mit den Längsplanken probieren. Muss nur mal sehen welches Holz mit einer anständigen Stärke und Flexibilität ich dafür nehme. Banane-von-hinten hat ja viele schöne Hölzer zur Auswahl, aber auch recht teuer und immer nur kleine Mengen. Mein anderer Ebay-Favorit ist Lami1950, hier stimmt zwar der Preis und die Menge, aber nicht die Länge der Leisten (30 cm). Die Sache mit der Kreissäge kann ich leider nicht bringen, mein Opa hat seine verkauft und ich glaube meine Nachbarn fackeln mir meine Kellerwerkstatt ab, wenn ich dort mit der Kreissäge loslege.  :pffft: Vielleicht werde ich es doch nocheinmal bei den örtlichen Tischlereien probieren, ob die schönes "Holz" haben. Wenn nicht, besorge ich mir eine große 1mm-starke Birkenplatte aus dem Baummarkt und verbaue die, damit es strakt :14: 

Gruß  :winken:
Bradhower
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Frage zur Qualität der Holzpaste von Molto
Beitrag von: Bradhower am 24. März 2010, 16:22:27
Die Frage ist wahrscheinlich bei den letzten Beiträgen etwas untergegangen  :15: Aber leider wohl fundamental-wichtig für den zukünftigen Zustand meines Schiffes  :6: :

@All:
An dieser Stelle noch eine Frage an die Spachtel- und Holzexperten:

Kann man auf eine mit Holzpaste bearbeitete Fläche bzw. mit Holzpaste gefüllte und geschliffene Ecke/ Kante/ Spalte später problemlos leimen oder würde der Leim nicht halten bzw. das Holzstück sich an dieser Stelle wieder lösen, wo es auf die Holzpaste trifft? Ich habe mir, wie man weiter oben auf einigen Fotos sieht, vor einiger Zeit einfache Holzpaste/ Holzreperatur-Spachtelmasse von Molto aus dem hiesigen Baumarkt geholt.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 24. März 2010, 17:03:21
Hallo Brad,

da ich kaum Spachtelmassen verwende (meist nur in sehr geringen Mengen) stellte sich mir diese Frage meist nicht. - Da kann ich also nicht weiterhelfen.

Was das Thema "Kreissäge" angeht... - Für den Anfang reichen doch die kleinen Proxxon Kreissägen schon recht weit. - Damit kann man schon Klasse Sachen machen und von der Lärmbelästigung her sind die absolut unkristisch, im Vergleich zu einer großen Tischlerkreissäge. - Die sind kaum lauter als der parallel dazu benötigte Staubsauger.

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Seemannsgarn am 24. März 2010, 17:10:04
Ich würde zur Sicherheit einen 2K-Spachel verwenden. Das Material muss auch im ausgehärteten Zustand ein Mindestmaß an Elastizität aufweisen, um nicht rissig zu werden. Ich spreche aus Erfahrung, habe mal einen mit ungeeignetem Material gespachtelten Rumpf aufgeben müssen.
Das ist natürlich nicht so virulent, wenn noch überklebt wird.
Mit Klebungen auf speziellen Holz-Reparaturmassen habe ich keine Erfahrung. (Vielleicht mal das Kleingedruckte auf der Packung/Tube lesen?) Auf 2K-Spachtel kann man Holz mit Holzleim kleben.
Seemannsgarn
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 25. März 2010, 10:13:40
@HWE:
Proxxon ist auch eine Marke die ich sehr schätze, habe mir vor kurzem den Feinbohrschleifer (http://www.amazon.de/Proxxon-Micromot-FBS-240E-Feinbohrschleifer/dp/B000NPAA0C/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=diy&qid=1269507995&sr=1-1 (http://www.amazon.de/Proxxon-Micromot-FBS-240E-Feinbohrschleifer/dp/B000NPAA0C/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=diy&qid=1269507995&sr=1-1)) zugelegt und bin superzufrieden mit diesem kleinen Powerteil :)

Mit der Tischkreissäge von Proxxon meinst du diese?:

http://www.amazon.de/Proxxon-Micromot-KS230-TISCHKREISSAEGE-PROXXON/dp/B000LNC7SY/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=diy&qid=1269507435&sr=8-1 (http://www.amazon.de/Proxxon-Micromot-KS230-TISCHKREISSAEGE-PROXXON/dp/B000LNC7SY/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=diy&qid=1269507435&sr=8-1)

Die steht bei mir schon seit längerem auf den Wunschzettel :) Aber nach dem Kauf der Dekupiersäge, habe ich das Teil ersteinmal nach hinten geschoben.

@Seemannsgarn:
das Kleingedruckte habe ich natürlich auch schon studiert. Dort steht nichts. Die Elastizität sollte natürlich bis zu einem gewissen Grad gegeben sein. Zudem auch Leimverträglich sein, denn obwohl ich schon viel am Rumpf und den Spanten geschliffen habe, gibt es doch ein paar Stellen, die ich u. U. spachteln müsste und wenn der Leim auf der Spachtelmasse nicht hält, dann wird aus der Spirit ganz schnell eine Titanic... ;) Welchen 2K-Spachtel kannst du mir den empfehlen? Im Netz steht ja jedemenge und auch gar nichts  :rolleyes:

Gruß
Brad
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" Update 27.03.10
Beitrag von: Bradhower am 27. März 2010, 17:55:39
Es ist wieder Wochenende und ich habe mal wieder ein paar Bilder für euch :)

Zunächst einmal eine kleine Gesamtansicht des Schiffskeletts ;)

(http://666kb.com/i/bhuow6lye7r38wm05.jpg)

Hier sieht man schön die verstärkten Spanten für die spätere Beplankung. Für die leidige Problemzone „Heck“, habe ich mich nun zu einer etwas weniger schräg-angesetzten Heckspante entschlossen und einen kleinen Keil angefertigt und angeleimt. Sieht natürlich jetzt noch etwas „komisch“ aus, aber ich werde den Kielbereich dort noch ein wenig verschlanken. Vielleicht sogar im oberen Bereich etwas abrunden... mal sehen...

Da das passende Furnier für die Beplankung noch auf sich warten lässt, habe ich außerdem schon mal damit begonnen, den Boden für das Unterdeck zu fertigen.

(http://666kb.com/i/bhup1iyi7m882frl1.jpg)
(http://666kb.com/i/bhup6587ubc9ru06d.jpg)
(http://666kb.com/i/bhup6j6cc4dgxrsrp.jpg)

Da mein Schiff weitestgehend planfrei konstruiert wird und ich es im Vorfeld versäumt habe eine Bodenplatte für das Zwischendeck zu zeichnen, an dem ich meine Modellkonstruktion orientiere, hangele ich mich nun von Spante zu Spante und konstruiere einzeln die Zwischenböden.

Als Holz hierfür verwende ich Pappelholz. Nicht wirklich das allerbeste Holz für den Modellbau, aber für solche Konstruktionen durchaus noch geeignet und leicht zu bearbeiten. Außerdem interessiert es später die Matrosen nicht, auf welchen Holzboden sie die Geschütze laden… ;)

Nachdem ich mich dann später von Spante zu Spante mit dem Boden vorwärts gearbeitet habe, werde ich die einzelnen Bodenelemente nehmen und anhand derer, dann einen zusammenhängenden Boden für das Zwischendeck fertigen. Daher verzeiht, wenn die Böden hier stellenweise etwas schief und ungenau daherkommen. Die werden wohl noch durch eine durchgehende Platte ersetzt. Alternativ: Planken drüber und gut ist… ;)

Zum Abschluss des Basteltages habe ich dann noch ein paar Stellproben gemacht und meine kleine, aber feine (noch unfertige) Crew schon mal auf dem Schiffskelett posieren lassen:

(http://666kb.com/i/bhup9g6tyfwi25pph.jpg)

Und nachdem mir Der Abt in einem anderen Thread bestätigt hat, dass zu Zeiten Napoleons alles für die Kriegsschiffe der Royal Navy rekrutiert wurde, was irgendwo im britischen Empire zu bekommen war. Hier meine afrikanischen Kanoniere im Silberlook :)

(http://666kb.com/i/bhupap0s2helewmed.jpg)

Außerdem habe ich mal ein paar Furnierstreifen aufgelegt um zu sehen, wie sich die so machen würden, wenn ich sie denn verwende:

(http://666kb.com/i/bhupcqtuwxnl985lx.jpg)

Hierbei handelt es sich um schönes Nussbaum- (links) und Eichenfurnier (rechts). Außerdem sieht man auf dem obigen Bild auch noch die ungeschliffene Heckspante herumliegen.

Hier sieht man die Furniere noch ein wenig besser:

(http://666kb.com/i/bhupeovmv6eo0886d.jpg)

Ergebnis dieser Liegeprobe:

Das Nussbaumfurnier macht sich meiner Meinung nach richtig gut, wenn es darum geht einen dreckigen, abgenutzten Deckboden darzustellen. Dagegen spricht allerdings die starke Dunkelheit des Holzes, wo hier die Färbung des Eichefurniers der Sache entgegen kommt. Aber hier ist die Maserung schon wirklich etwas grob. So wird es am Ende für das Zwischendeck, wohl doch eher das „schlichte“ Buchefurnier :) Aber hierzu ein andermal mehr…

Fortsetzung folgt…

Fragen, Kritiken und Wünsche sind natürlich erwünscht. Ach ja und die Kanonenrohre werden natürlich noch aufgebohrt ;) Wobei ich zur Zeit überlege, ob ich die wirklich nehme, irgendwie wirken sie mir nicht so wie Schiffskanonen. Die sind mir irgendwie nach hinten hin etwas zu schlank geraten… oder was meint ihr?

Schönen Gruß
Brad
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" Update 30.03.10
Beitrag von: Bradhower am 30. März 2010, 21:22:46
… nachdem ich gestern die Nachbarn bis spät in die Nacht hinein mit meiner Dekupiersäge genervt habe, ist nun das untere Kanonendeck geschlossen und kann mit einem schönen Holzfussboden beklebt werden (aktuelle (alte) Favoriten; Anstelle von amerik. Nussbaum: Buche oder Kirsche!).

(http://666kb.com/i/bhxu5650sqr4070hb.jpg)
(http://666kb.com/i/bhxu4r1kx5uoigqwf.jpg)

Die Überlegungen jetzt noch einmal ein durchgehendes Brett für das Unterdeck zurecht zu sägen, habe ich verworfen bzw. als nicht mehr nötig erachtet, da der Ausschnitt der einzelnen Deckselemente unterm Strich sehr sauber geworden ist und kleine Lücken und Ungenauigkeiten durch die Beklebung mit Furnierleisten eh später nicht mehr zu sehen sind.

Am Heck arbeite ich mich auch langsam auf der Zielgeraden vor  :). Die breite Spante am Heck habe ich schon gut in Form schleifen können (ich hoffe die Perspektive der Fotografie gibt es halbwegs wieder):

(http://666kb.com/i/bhxubtyk3j6gywab3.jpg)

Hier beim aktuellen Stand (unten) sieht man ungefähr, was ich noch wegschleifen bzw. –sägen werde (roter Strich), damit  sich die Planken später geschmeidiger und meinem Wunsch entsprechend verhalten:

(http://666kb.com/i/bhxuct00znau3wobz.jpg)

Aktuell ist der ganze Schiffsrumpf noch ein großer Steckbaukasten und bis auf die „dicken“ Spanten ist noch nichts verleimt, dass hoffe ich jetzt in den nächsten Tagen beginnen zu können. Das Heck war bis jetzt die größte Bremse und sollte nun bald fertig sein. Anschließend wollte ich noch (Einsteck-)Halterungen für die Masten (insgesamt 3) anfertigen. Danach sollte es dann mit der Beplankung langsam losgehen.

An dieser Stelle habe ich noch einige Fragen an die Experten:


Da ich das „Innenleben“ meiner Spirit schon sehr an historischen Vorbildern, (um 1800 herum), anlehnen möchte, suche ich aktuell Bilder von der Innenansicht alter Schiffsdecks. Wie die sich gestaltet haben, wo bspw. die Kombüse war (wie sah diese aus), wie sah das Lazarett aus, das Munitionsdepot, wie sah es rund um die Geschütze aus, wie waren die Kanonenkugeln, Pulverfässer gelagert, wo hat die Besatzung geschlafen, gegessen, etc.? In welcher Farbe waren die Innenbordwände auf den Geschützdecks gestrichen (ich meine mal gesehen zu haben, dass die Bordwände, -decken und -böden manchmal komplett in weißer Farbe bemalt waren, kann das sein?? Wenn mir in dieser Hinsicht jemand eine gute Seite oder ein Buch im Netz empfehlen kann, würde ich mich sehr freuen :)

Gruß
Brad
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 21. April 2010, 20:49:44
So Ladies and Gentlemen,

aufgrund beruflicher, bildungstechnischer und privater Verflichtungen - versuche ich auch mit dem Bau der Spirit zumindestens ein bisschen voranzukommen. :rolleyes: Auch wenn der Rumpf noch fast so aussieht wie beim letzten Bericht. Einzig an Steuerbord und Heck habe ich damit begonnen die Seitenflächen der Spanten für den zukünftigen Sitz der Außenplanken anzugleichen.

Aber da dieser Fortschritt noch überschaubar ist, zeige ich neue Bilder erst wenn es hoffentlich etwas mehr zu sehen gibt :) Abseits der Werft hat sich bei allem Stress ein wenig mehr getan. Vor einiger Zeit habe ich bei einer Tischlerei Holzfurniere bestellt und die sind erfreulicherweise heute endlich eingetroffen. Der Rumpf wird eine Erstbeplankung aus 1 mm dicken x 8 mm breiten Buchenfurnier und eine Zweitbeplankung aus 0,6 mm starken Birnenfurnier (ich hoffe das Furnier ist gut geeignet?) bekommen.

Das Unterdeck wird ebenfalls mit 5 cm langen und 5 mm breiten Buchenleisten beplankt. Ebenso die Innenwände des Unterdecks. Diese werde ich später in matt-weiß streichen. Nachdem ich mir viele schönen Innenräume, verschiedener historischer Segler angesehen habe, ist weiß doch irgendwie eine ansprechende Farbe :). Die Stückpforten werden dann wahrscheinlich rot oder schwarz ausgemalt. Mit der Malerei im Unterdeck beginne ich auf jedenfall relativ früh, damit es parallel mit der Takelung der Geschütze fertig ist, bevor ich mit dem aufbugen und bauen des Oberdecks beginne. Außerdem habe ich mich dazu entschlossen, nach alternativen Schiffsgeschützen zu suchen, da ich die, wie auf den unteren Fotos gezeigen nicht 100%ig passend finde. Bei http://www.cornwallmodelboats.co.uk/ (http://www.cornwallmodelboats.co.uk/) bin ich fündig geworden. So bald diese per Airmail (was ja aktuell noch etwas schwierig ist...  :() eingetroffen sind, stelle ich hier ein paar Fotos ein.

Fotos zur Spirit & Co. gibt es in den nächsten Tagen. Da hat sich aktuell ein kleines Zeitfenster bei mir aufgetan, dass ich hoffentlich nutzen kann, um bei schönsten Sonnenschein an dem Schiff weiterzubauen und hier weiter zu berichten.

Bis dahin
Schönen Gruß Brad
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 24.04.2010
Beitrag von: Bradhower am 24. April 2010, 18:42:38
Hallo liebe Modellbauergemeinde,

eigentlich wollte ich heute mit der Beplankung beginnen und die ersten Ergebnisse hier präsentieren. Aber als die ersten Planken lagen (festgemacht mit kleinen Nägeln) offenbarte sich plötzlich eine gigantische Unzulänglichkeit. Wo ich mich aktuell immer noch frage, wie ich das übersehen konnte  :2: , aber seht selbst…:

(http://666kb.com/i/bin2eejf2wtx45t1q.jpg)

Dieser Spant, genauer der vorletzte Spant vom Heck ist dermaßen ungenau geraten, dass es mir unbegreiflich ist, wie ich das übersehen konnte. Links fehlt fast 0,5 cm bei der äußersten Wölbung (Kreis) und der Rechte ist zwar genauer, aber wie ihr seht sehr unsauber. Vielleicht ist dies durchs Schleifen und anschrägen der Spantkanten entstanden – auf jedenfall bei 8 Spanten habe ich diesen wohl mal so komplett vernachlässigt :(

Naja, somit musste das Beplanken wieder aufgeschoben werden… so lange bis der neue Spant fertig ist:

(http://666kb.com/i/bin2i0562padnxmby.jpg)

Ich hoffe ich kann diesen jetzt im Laufe der Woche fertig stellen. Zeit ist ja ein so knappes Gut für einen Modellbauer… ;)

Somit konnte ich nun nicht die ersten Bilder der Beplankung präsentieren. Dafür habe ich mich mit der Mastverankerung beschäftigt – die Spirit bekommt drei Masten, eventuell auch noch einen vierten, dass sehe ich aber erst, wenn es an die Heckaufbauten geht.

Da ich jemand bin, der gerne extrovertierte Lösungen mag und danach sucht, habe ich die im Folgenden gezeigten 3 Masten auf etwas variierende Art und Weise konstruiert bzw. befestigt. Hier zunächst der zukünftige Fockmast:

(http://666kb.com/i/bin2nmc4ur9f4bgwe.jpg)
(http://666kb.com/i/bin2pl720o87ar5fy.jpg)

Halt bekommt der Fockmast durch eine kleine Kastenkonstruktion, die später die Stabilität des Mastes gewährleisten soll – sieht man oben auf dem zweiten Foto leider etwas ungenau, bzw. die Konstruktion versteckt sich hinter der Zwinge. ;)

Für den Großmast habe ich mich zu dieser Konstruktion entschlossen:

(http://666kb.com/i/bin2t2oau2dhdh64u.jpg)
(http://666kb.com/i/bin2u1xchde4q3ln2.jpg)
(http://666kb.com/i/bin2vfzwixsaotn4e.jpg)

Und hier die ersten beiden Masten montiert:

 (http://666kb.com/i/bin2wztlrimhnwtvy.jpg)
(http://666kb.com/i/bin2yq7kfd0p1c8cu.jpg)
(http://666kb.com/i/bin2znzyo6yvjjwi6.jpg)

Bei dem Kreuzmast habe ich mich zu dieser Form der Befestigung entschlossen:

(http://666kb.com/i/bin32rnvg094ncnri.jpg)
(http://666kb.com/i/bin33tk4g80dvjcr2.jpg)
(http://666kb.com/i/bin313zlcya4hfrke.jpg)
Die Dübel werden natürlich noch gekürzt, bzw. sind schon gekürzt worden, damit das Einstecken durch die Decks später nicht eine zu schlimme Fummelarbeit wird ;)

Hier nun alle drei Masten auf einen Blick:

(http://666kb.com/i/bin355dq9lpbpe2q6.jpg)

Großmast und Kreuzmast wirken auf den Bildern schon sehr nah aneinander – aber die späteren Aufbauten am Bug und Heck sollten diese Nähe wieder relativieren – hoffe ich zumindestens :) Die Höhe der Masten wird natürlich noch angepasst, bis auf Höhe des ersten Mastkorbes werden sie bestimmt noch ein paar Zentimeter kürzer ;)

Zu guter Letzt habe ich dann noch zwei Löcher gebohrt, als Durchlass für die späteren Ankertaue:

(http://666kb.com/i/bin37mwh25k2m1du6.jpg)

Sieht sicherlich nicht so wunderschön aus, aber der Bugbereich wird später eh komplett verkleidet sein, bis auf die Durchlässe für das Ankertau halt :)

So viel von mir an dieser Stelle zum Schiff und damit ist mal wieder ein fast kompletter Samstagnachmittag für drauf gegangen. Das nächste Mal gibt es dann hoffentlich erste Bilder von der Erstbeplankung. Die in England bestellten Geschütze sind leider noch nicht da, ich hoffe ich kann sie beim nächsten Bericht präsentieren.

Bis dahin,

schöne Grüße
Bradhower
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: FSC_Zombie am 25. April 2010, 01:30:46
Hm das Bild mit den Heckspanten und der roten Linie macht mich stutzig. Sieht nach einer sehr kandig verlaufender Beplankung aus.
Kannst Du mal dort eine 2-3 mm starke Leiste dranmachen und ein Bild schießen?
Dann kann man sich ein besseres Bild vom Plankenverlauf machen.
Wenn sie so läuft wie ich vermute dann ist dort was faul.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Seemannsgarn am 25. April 2010, 12:36:39
Wenn ich das richtig sehe (und die Perspektive nicht sehr täuscht), sind Fock- und Großmast erkennbar nach achtern geneigt, während der Kreuzmast kerzengerade steht. Ich denke, damit wirst Du ein Typschiff bauen, zu dem es in der Geschichte bislang wenige Schwestern gibt. Ohne übermäßig generalisieren zu wollen: Ich glaube, die Neigung der Masten nimmt in aller Regel nach achtern zu.
Und dann noch eines: Wenn Du einen Viermaster baust, solltest Du Dir vielleicht bewusst sein, dass Du damit einen Terminus ante festlegst. Ich finde es beherzt und mutig, eine "Free Spirit" zu bauen, aber bei einem Viermaster des 17. Jahrhunderts würde es mir doch ein wenig an Respekt vor dem Projekt mangeln.
Seemannsgarn
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 25. April 2010, 12:56:21
Moin, Moin,

@FSC_Zombie:
der Plankenverlauf am Heck auf den Fotos sieht wirklich sehr kantig aus - war auch bis dato so. Aber wenn die neue Spante mit ihren Kanten geschliffen ist, dann passt sich das ganze etwas besser in Form. Werd bei Gelegenheit mal ein Foto machen und es noch einmal veranschaulichen :)

@Seemannsgarn:
Die Neigung ergibt sich weil der Mast sowie die Deckselemente noch nicht befestigt sind und daher noch ein bisschen Spiel haben. Vor allem die Passgenauigkeit des Großmastes muss noch nachgearbeitet werden, da ich ihn beim Aufstecken in die Verankerung nur mit Hilfsmitteln wieder herausbekomme ;) Bei einer späteren Fixierung derer, sollte eine Neigung nicht mehr zu sehen sein. Der Viermaster ist nach einem gestriegen Bauplan- und Buchstudium auch schon wieder passe, wird vielleicht doch eher ein großer Flaggenmast am Heck oder ich versetze den Kreuzmast doch noch ein paar Zentimenter nach hinten :D

Sonnige Grüße
Brad
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" Weitere Besatzungsmitglieder sind eingetroffen!
Beitrag von: Bradhower am 30. April 2010, 19:42:35
Auch wenn der Schiffsrumpf der Spirit noch lange nicht seetauglich ist, so hat sich die zukünftige Crew wieder etwas vermehrt:

(http://666kb.com/i/bit7ogiw0teedpxsb.jpg)

Die Figuren sind 30 mm groß und die Details sind schön herausgearbeitet, leider ist der Gussgrat stellenweise schon böse. Vor allem bei dem Offizier und den beiden Mitgliedern der Geschützbesatzung.

Bestellt wurden die übrigens bei "Tradition of London" http://www.traditionoflondon.com/index.asp?page=Home.asp# (http://www.traditionoflondon.com/index.asp?page=Home.asp#)

(http://666kb.com/i/bit7rynmqhki8vuiz.jpg)

Jede Figur hat umbemalt 1,50 Pfund gekostet - 2 Marineinfanteristen und die Kanone gab es gratis dazu. Bemalt kostet jede Figur das 12fache, darauf habe ich dann mal besser verzichtet. ;)
Bestellt wurden die Jungs am Dienstag und heute sind sie eingetroffen, in einem Päckchen aus Schweden, dass nenne ich Globalisierung.

Schönen Gruß
Bradhower

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 08.05.2010: Erstbeplankung Teil I
Beitrag von: Bradhower am 08. Mai 2010, 19:16:58
Es ist mal wieder Samstag und schon fast traditionell gibt es eine kurze Wasserstandsmeldung zur Spirit :)

Heute habe ich mich - nach einiger Verzögerung, die vornehmlich berufsbedingt und von bildungstechnischer Natur war - endlich daran gemacht und mit der Erstbeplankung begonnen. Mein Plankenbieger (Krick) ist heute auf jedenfall schon gut heiß gelaufen, trotz Wasserkühlung ;). Die Erstbeplankung besteht aus einer 1mm-starken Birkenholz-Platte. Die ich mit Hilfe einer Leistenführung und einem Cuttermesser in 8mm-breite Streifen geschnitten habe.

Aber kaum habe ich mich in einen förmlichen „Rausch“ gebogen und geleimt, gingen mir die Notwendigen Stecknadeln aus, so dass ich auf Nägel zurückgreifen musste. Aber seht selbst… (an dieser Stelle auch noch einen kurzen Dank an Magowski, der so schöne 4-Kant Nägel (die schwarzen) im Angebot hatte, auch wenn diese Nägel ebenfalls nicht lange gereicht haben, so haben sie mich zur Befestigung der Planken restlos überzeugt - super Nägel! :6:)  

(http://666kb.com/i/bj1aw5f3tkjm2qr0v.jpg)

Die Nägel werden natürlich wieder gezogen und entweder ich verspachtel später die Löcher oder ich setze Holzdübel ein – mal sehen. Aktuell tendiere ich zur Holzlösung… :)

(http://666kb.com/i/bj1axnt3g1pudu0y7.jpg)
(http://666kb.com/i/bj1aydxztn92fvolr.jpg)

Eher unerwartet hat sich der Bugbereich hier als etwas widerspenstig erwiesen. So dass die einzelnen Planken teilweise nicht exakt übereinander liegen. Hier werde ich noch nacharbeiten müssen bzw. eine Lösung für suchen, denn ich glaube nur mit Schleifen komme ich an dieser Stelle nicht weiter. Auf dem folgenden Foto kann man es ganz gut sehen:

(http://666kb.com/i/bj1b0pc3h3mfmjolr.jpg)

Der Bugbereich hingegen, eigentlich meine wochenlange Problemzone, ließ sich bis jetzt richtig gut beplanken:

(http://666kb.com/i/bj1ay0wyvhp1y11sf.jpg)

Die etwas heiklen Stellen am Unterkiel kommen jetzt noch, aber ich bin guter Dinge hier auf keine unüberwindbaren Hürden zu treffen :)

So jetzt könnt ihr loslegen - her mit den Kommentaren! :D

Bis dahin,
Gruß
Brad
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: FSC_Zombie am 08. Mai 2010, 21:10:13
Auf dem letzten Bild am Spant wo die rote und gelbe Büronadel dran sind ist eine ziemlich üble Delle in der Beplankung und am folgenden Spant macht die Beplankung einen deutlich sichtbaren Knick.
Irgendwas stimmt mit deinem Rumpfgerüst nicht.
Ich lasse mich überraschen ob Du das mit spachteln beheben kannst.
Da Du ein Pfantasieschiff baust wäre mein Tip die Estbeplankung wieder runter und die Zwischenräume der Spanten mit weichem Holz wie Linde oder Erle gefüllt und möglichst genau die Rumpfform geschliffen. So könntest auch die Heckpartie korrigieren.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 09. Mai 2010, 08:56:20
Ahoi!
Gebe FSC_Zombie recht. Du solltest die Planken wieder runternehmen und versuchen die einzelnen Bahnen mit möglicht wenig Zwischenräume hinzubekommen.Wie breit sind eigentliich die einzelenen Planken? Mir kommen die ein wenig "überdimensioniert" vor- versuche viel. ein wenig schmäler zu bekommen- wirst sehen, die lassen sich erstens leichter bearbeiten (biegen etc.) und du hast die Möglichkeit viel genauer zu arbeiten. UND: bitte nicht solche riesen Nägel verwenden!!!  Es reichen kleine Stahlstifte völlig und da du ja ne 2. Beplankung anbringen möchtest, muss der "Untergrung" komplett eben sein.
Aber alles in Allem gut gelungen bisher! Das wird sicher ein ganz besonderes Schmuckkästen, dein Modell :1: :1: :1:

glg. Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 09. Mai 2010, 10:08:08
Moin Männers,

Danke für eure Kommentare :)

die besagte "Delle" wirkt glaube ich nur auf den Fotos so, eigentlich ist dort keine. Allerdings hat sich 1-2 Spanten vorher eine eingeschlichen, die ich noch beheben muss, hier ist es allerdings auch weniger eine Delle sondern dort biegt sich die Planke wegen zu straffer Führung ein wenig nach außen. Die werde ich noch ersetzen müssen oder vielleicht auch durschneiden, um die Spannung zu nehmen und sie von Innen wieder zusammenzuleimen mit einem Übergangsstück - mal sehen. Ansonsten liegen die Planken eigentlich schon sehr glatt an. Die kleineren Lücken zwischen den einzelnen, die leider durch leichte Abweichungen beim Schneiden entstanden sind, werde ich von Innen mit Furnierleisten und von außen mit Leim/Spänegemisch verschließen. Einzig beim Bug gibt es ein paar fiese überlappende Planken, hier muss ich mir noch irgendeine unorthodoxe Lösung für überlegen. Naja, bei einer Rumpfstärke von aktuell 1 mm, sollte ja noch etwas Spiel sein, um die Stärke ein wenig zu erhöhen und mögliche Dellen und Lücken zu schließen.

Gruß Brad

P.S.: @Sascha: Die Stifte haben eigentlich die gleiche Stärke wie die Stecknadeln, ca. 1mm (ich glaube sogar 0,8). Die schwarzen Nägel haben eine sehr lange dünne Spitze und wirken Richtung Kopf erst so klobig. Die Nägel kommen ja eh raus und die Löcher werden durch Holzdübel ersetzt. Die Plankenbreite liegt übrigens bei 8mm, die ab der dritten Reihe am Bug und Heck verjüngt worden ist.

@FSC_Zombie: Ja, dass Heck sieht komisch ist, ist ja aber auch ein komisches Schiff  :6: Mal sehen, wie es dann auf euch wirkt wenn die Erstbeplankung komplett ist, dann versuche ich noch ein paar Fotos aus einer besseren Perspektive zu machen :)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: El Supremo am 09. Mai 2010, 10:20:32
Also ich täte ja - als NichtHolzModellbauer - und angesichts der ohnehin breiten Planken raten, so weiter zu beplanken und dann fett zu spachteln und verschleifen. Und sowie zufrieden, fein mit maßtäblicheren dünnen Funierstreifen zu beplanken. Sauber natürlich. Ist ja schnuppe, wie unordentlich es drunter zugeht.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 09. Mai 2010, 12:07:51
Hallo Brad!

Über Wasserdichtigkeit braucht man bei einer Erstbeplankung ja nicht reden. Aber aus genau demselben Grund sind Holzdübel an dieser Stelle vollkommen unnötig (mit Kanonen auf Spatzen geschossen).
Das dein Rumpf Beulen und Dellen hat ist Dir sicher auch bewusst. - Also wirst Du eine Menge spachteln müssen, bevor Du die zweite Beplankung auftragen kannst.

Da Du bereits die erste Beplankung drauf hast, brauchst Du auch nicht, wie von anderen Kollegen vorgeschlagen, alles nochmal mit Holzklötzen auffüllen... - Das wäre in dem Fall Zeitverschwendung.
Da Du viel spachteln musst, ist wie gesagt, eine Dübelung mit Holzdübeln ebenfalls Zeitverschwendung. - Die verschwinden unter der zweiten Beplankung und werden nie wieder gesehen...
Nägel solltest Du aber lieber aus einem Material verwenden, daß nicht mit Holz reagiert. - Also keine Eisennägel.

Dann mal weiterhin viel Spaß!

Ach ja, um den Plankenverlauf im Heck musst Du dir bei der ersten Beplankung ebenfalls keine Sorgen machen! ;)

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: FSC_Zombie am 09. Mai 2010, 13:01:12

Da Du bereits die erste Beplankung drauf hast, brauchst Du auch nicht, wie von anderen Kollegen vorgeschlagen, alles nochmal mit Holzklötzen auffüllen... - Das wäre in dem Fall Zeitverschwendung.
Da Du viel spachteln musst, ist wie gesagt, eine Dübelung mit Holzdübeln ebenfalls Zeitverschwendung. - Die verschwinden unter der zweiten Beplankung und werden nie wieder gesehen...
Nägel solltest Du aber lieber aus einem Material verwenden, daß nicht mit Holz reagiert. - Also keine Eisennägel.

Dann mal weiterhin viel Spaß!

Ach ja, um den Plankenverlauf im Heck musst Du dir bei der ersten Beplankung ebenfalls keine Sorgen machen! ;)

Ciao,

HWE


@HWE, ich sehe das etwas anders. Wenn ein Rumpf wie hinten am Heck so unharmonisch ja schon kantig verläuft wie es auf den Bildern den Anschein hat, dann würde ich persönlich einen Rückbau vorziehen und die Fehler am Gerüst vor der Erstbeplankung beheben.
Wieviel Spachtelmasse soll da aufgetragen werden bis das frei von Dellen und Kanten ist? Bei den normalen Unebenheiten wie bei Baukastenmodellen üblich ist Verspacheln sinnvoll da nicht so viel aufgetragen wird. Hier aber könnte das in eine Spachtelorgie ausarten bei der man noch gar nicht abschätzen kann obs überhaupt gelingt.
Klar ist es viel Arbeit die Planken nochmal runter zu nehmen und es ist auch eine heiden Arbeit die Spantzwischenräume zu füllen bzw. zu verkleinern.
Auch für eine Doppelte Beplankung sollte das Spantgerüst weitestgehend frei von Unebenheiten sein.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 09. Mai 2010, 14:36:34
Also ich täte ja - als NichtHolzModellbauer - und angesichts der ohnehin breiten Planken raten, so weiter zu beplanken und dann fett zu spachteln und verschleifen. Und sowie zufrieden, fein mit maßtäblicheren dünnen Funierstreifen zu beplanken. Sauber natürlich. Ist ja schnuppe, wie unordentlich es drunter zugeht.

.....jep, thats right!...so hab ich das gemeint!....es genügt (wenn du nicht nochmal planken willst) vollauf mit Spachtelkit mal die "Grundstruktur" möglichst glatt hinzubekommen. Das mit dem Dübeln ist zwar gut gemein, aber in Anbetracht, dass das die erste Plankungsschicht ist, wirklich ne (indiesem Fall) unnötige Mehrarbeit.
8 mm sind ok...siehe Anleitung von den gescannten Seiten... jedoch bei der 2. Schicht würde ich auf zumindest 5mm runtergehen.
Jedoch bei deinem Heck musst du aufpassen!Da solltest du wirklich noch mal überlegen, ob du nicht sdoch gleich was nachbessern willst. Du bekommst sonst wirklich Probleme bei deiner 2. Schicht und es wäre jammerschade um die viele und wie ich meine auch gute Arbeit , wenn`s dann in wieterer Folge zu einem nicht soooo gelungenem Heck ausartet- verstehst du was ich meine?

 

lg. Sascha

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 09. Mai 2010, 19:29:06
Die Nägel von den fertigen Planken habe ich heute schon gezogen und auch schon ein wenig den Schleifklotz geschwungen. Sowohl an Steuer-, als auch Backbord ergibt sich eine schöne ebene Fläche. Da ist der Schleifaufwand minimal. Allerdings eine Planke liegt nicht richtig auf (warum auch immer) und wölbt sich nach außen. Die werde ich austauschen müssen :( Wahrscheinlich werde ich das Stück einfach ausschneiden und durch ein Füllstück ersetzen, denn die gesamte Planke lösen, wird wohl eine sehr hässliche Arbeit. Denn mit Leim habe ich nicht gegeizt ;) Die Gefahr, dass sich durch diese „Stabilitätsschwächung“ der Rumpf verzieht ist bei der massiven Bauweise ja eigentlich auch nicht gegeben :D

Auch am Vordersteven liegt eine Planke nicht richtig an, die werde ich aber einfach wegschleifen.

@El:
„fett spachteln“ na so ungenau ist es nun nicht. ;) Eher tendiere ich dazu Unebenheiten am Bug, wo manche Planken der Vorherigen etwas überstehen, diese durch abermaliges aufleimen von dünnen Furnierstreifen auszugleichen und ggf. anschließend zu verschleifen. Wenn das nicht hilft kommt ein bisschen dünner Spachtel ;)

@HWE:
Die Holzdübel – bestehend aus Zahnstocherspitzen – habe ich als möglicher Ersatz für Stahlstifte gedacht. Ist natürlich in Anbetracht, dass man diese „Arbeit“ später wirklich nicht mehr sieht, vielleicht unnötig. Die vielen verschiedenen Nägel waren quasi aus der Not geboren, da ich gestern unerwartet gut vorankam und darauf nicht vorbereitet war ;)

Wenn man dann so im Bastelrausch ist und die Stecknadeln ausgehen, muss halt schnell Ersatz her, um die Phase des künstlerischen Schaffens nicht zu sehr zu unterbrechen… ;) 

Früher habe ich die Planken übrigens festgetackert – von daher… ;)

@FSC_Zombie:

Die Sache mit den Füllstücken habe ich ein paar Berichte weiter hinten schon erwogen. Außerdem daran gedacht die Spantenzwischenräume mit passend geschnittenen Furnierbrettchen zu schließen. Letzteres wurde hier nicht empfohlen, folglich bin ich davon abgewichen.

Allerdings um die Gleichmäßigkeit zu gewährleisten und Dellen zu verhindern, werde ich von Innen wahrscheinlich auch noch zu Werke gehen und stabilisierende Leisten des Birkenfurniers zwischen die Spanten leimen. Damit die Planken dorthin nicht ausweichen können :)

@Sascha:

Klar verstehe ich was du meinst ;) Aber bei einer fast halbjährlichen Bauzeit, habe ich fast zweidrittel der Zeit damit verbracht eine Lösung für das Heck zu finden ;) Jetzt unzählige Spanten später gibt es eine durchaus akzeptable Führung für die Planken. Sieht wirklich auch etwas unästhetisch aus, aber das Furnier ließ sich ohne Probleme anlegen und das wird mit der zweiten Schicht auch gut klappen. Von daher werde ich da nicht mehr groß nacharbeiten, sondern im Hinterkopf unter „Erfahrungen“ abspeichern, um es beim nächsten Modell besser zu machen ;)

Wenn es am Ende immer noch „doof“ aussieht dann gibt es ja immer noch die Kreissäge und die Spirit wird zu einem Wasserlinienmodell :D

Ich habe übrigens eben ein Bild mit der „Arche“ in der Hand gehabt, die hatte auch so ein Heck ;)

Bei der zweiten Plankenreihe bin ich aktuell noch etwas unschlüssig, vielleicht kann mir hier jemand einen Tipp geben:

Idee Nr. 1

Die erste Überlegung geht in die Richtung dass ich nach Bearbeitung der Unebenheiten, dass Unterwasserschiff komplett mit 0,6mm-starken Furnierstreifen beplanke. Hierzu hätte ich 5cm Breite Streifen aus Buche oder Esche zur Verfügung, die ich auf eine passende Breite schneide, entweder auf 10mm Breite oder 6-7mm Breite, um beim Aufleimen auch die Zwischenräume der Erstbeplankung durch die versetzten Zweitplanken zu verdecken. Anschließend wird über diese Zweitbeplankung, die Sichtbeplankung aus 0,5mm starken Birnenfurnier (Alternativ Kirsche) gelegt.

Was ich hier nicht genau weiß, ist die Reaktion des Furniers. Denn der Holzleim zieht sich beim Trocknen ja zusammen, so dass ich befürchte, dass bei zwei (sehr) dünnen Furnierschichten übereinander nach dem Trocknungsprozess Wellen oder Dellen entstehen könnten – besteht diese Gefahr?

Möglichkeit Nr. 2
Die alternative Möglichkeit wäre natürlich gleich mit der Sichtbeplankung zu beginnen.

Vielleicht hat jemand zu Idee Nr. 1 noch ein Idee, denn Möglichkeit Nr. 2 ist natürlich die gängigste Methode ;) Aber man darf sich ja durchaus mit verschiedenen Lösungsmöglichkeiten beschäftigen.

Viele Grüße
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Flamenco am 09. Mai 2010, 20:01:41
Ahoi Zusammen!

Ich habe  einen Sonntagnachmittag damit verbracht diese 10 Seiten durchzulesen. Ich muss sagen ich bin ein kleines bisschen verwirrt. Ich denke, hier werden Schiffsmodellbau und Bastelei verwechselt.

Auch wenn ich hier genauso in Gefahr laufe, wie der HWE, von Dir missverstanden, wenn nicht sogar als überhebliche Klugscheißer dargestellt zu werden.  Ich muss leider sagen, dass ich persönlich 90% von dem, das der HWE gesagt hat einverstanden bin.

Ausserdem habe ich so eine Ahnung Brad, dass Du auf die fachliche Kritiken in vielen Fällen irgendwie mit kindischer Gekränktheit reagierst.

Du hast natürlich das Recht ein Schiffsmodell so zu bauen, wie Du willst. Die Frage aber ist für mich dabei, ob man  - was Du da zusammenbastelst - wie weit noch historisches  Schiffsmodell nennen kann. Ein "moderner" Maler kann in sein zusammengepinseltes Gemäldchen alles einreden. Bei historischen Schiffsmodellbau dagegen nicht.

Mich auch hatten damals die "alte Hasen und Klugscheißer" - sogar viel grober als Dich hier - zurechtgestutzt - und zwar mit Recht und ich bin Ihnen dafür später sehr dankbar gewesen.

Musst Du wirklich unbedingt das Feuer oder das Rad neu erfinden?

Nun, noch konkreter.

Deine Herumspielerei mit den Spanten kann ich leider auch nicht mit meinem besten Wille,  nicht als Rekonstruktion bezeichnen. Abgesehen von den anderen schon genug erwähnten Tatsachen, dass Du willkürlich eine Galeone mit einer Fregatte zusammenmischst, die Wahl der Wodnik schon in sich eine unglückliche Wahl war.

Die - meines Wissens nach - erste Rekonstruktion einer kleinen Galeone im deutschen Sprachraum, wurde vor über 50 Jahren von Friedrich Jorberg und Rolf Hoeckel gefertigt. Diese Rekonstruktion hat später der heutige "Papst" Mondfeld unverschämt übernommen und als die eigene ernannt. Das ist aber sozusagen eine Plagiat, wie auch die von der Wodnik. Aber das ändert nicht die Tatsachen, dass schon die Spanten der erste Rekonstruktion - nach heutigen Sicht und Dank die inzwischen wieder aufgetauchte alte Schriften von Baumethoden - nicht wirklich autentisch geformt waren.

Ich beschäftige mich fast ausschliesslich mit den Schiffen ung. 1550-1700, deshalb kann ich nicht behaupten, dass ich ein Experte von den späteren Schiffen wäre. Aber wenn auch schon vom17. Jahrhundert mindestens zwei autentische Konstruktions- und Baumethoden uns zurückgeblieben sind ( 1.- Abhandlung über den Schiffsbau... -1610; 2.- Deans Doctrine 1670) dann kann ich mir vorstellen, dass gleiche von den späteren Jahrhunderten noch mehr in Museen oder in großen Fachbüchereien vorhanden sind. Die Methoden nach 1700 unterscheiden sich ganz entschieden von den früheren!

Bei deinem Bau bist Du wieder ganz eigene Wege gegangen. Schade, dass Du mit Deiner anerkannter Halsstarrigkeit niemand anderen anhören willst. Ich denke, Du hättest Dir viel-viel Mühe ersparen können. Aber das ist dein Bier. Niemand will Dir die eigene Meinung aufzwingen, das ist das, was Du nicht verstehen willst. Aber die Erfahrungen und Wissen anderer zu benutzen ist keine Schande. Ich will Dich nicht vom Schiffsmodellbau "abschrecken" und glaube auch nicht, dass der HWE das gewollt hätte. Obwohl Euere Diskussionen mittlerweile schon in Streitigkeiten ausgeufert sind, er wollte Dir nur die voraussichtliche Schwierigkeiten und Fehler ersparen. Wenn  Du dich ernshaft etwickeln wirst, dann musst Du früher oder später manchmal auch die alte Hasen anhören, einvertsanden mit ihnen musst Du nicht, aber gelegentlich ratsam. Jeder, der seine Arbeiten in solchen oder ähnlichen Net-Foren veröffentlicht, muss damit rechnen, dass sie auch kritisiert werden. Oder etwa nicht? Das Unterschied zw. Dir und der alten Hasen ist, dass sie ihre Meinungen und Antworten  in vielen Fällen gründlicher untermauern könnenn, als Du - in vielen Fällen - aus der Luft gegriffener Behauptungen. Ich möchte meinerseits jedenfalls nicht, dass man meine Bauten immer lobt, gegründete Kritiken sind immer willkommen.

Helfen kann man nur denen, die sich helfen lassen.(können, wissen, wollen)

In dem Sinn, dass Du dieses Modell, trotz seine Fehler fertigstellst sozusagen als Studienmodell und das nächste ein bisschen voraussichtiger planst und ausführtst und hoffentlich diese Schrift von mir nicht als Beleidigung aufnimmst und wenn Du meine "bescheidene" über 40 Jahren zusammengesammelte theoretische  und praktische Erfahrungen anhören bzw. "ausnutzen" willst, dann tue es - verbleibe ich bis auf weiteres - Flamenco
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 09. Mai 2010, 20:53:16
Hallo Flamenco,

erst einmal Respekt, dass du alle 10 Seiten dieses Threads durchgelesen hast.  ;)

Dabei solltest du allerdings auch gelesen haben, dass diese „Grundsatzdiskussionen“ über das Modell, die Umsetzung, ob als Wodnik, Fregatte oder Kaffeetasse hier irgendwann beendet worden sind.

Spätestens seitdem habe ich darauf verzichtet mich mit irgendwelchen geschichtlichen und damit modellbezogenen Ungereimtheiten hier herumzuschlagen (dass dies natürlich auch anders geht, siehe bspw. den Thread zur HMAV Bounty). Von daher halte ich dein Kommentar hier gerade für absolut unnötig. Da diese Grundsatzdiskussionen, die du hier wieder anstößt über diese „Halsstarrigkeit“ für mich und ich denke auch für HWE - als quasi Hauptdiskutant - schon längst at acta gelegt sind.

Daher wirst du es sicherlich verstehen, dass ich auf deine Ausführungen über das, was alles hätte besser laufen können nicht weiter eingehe.

Allerdings eines möchte ich doch noch richtig stellen: Ich bin für Tipps und Ratschläge durchaus dankbar, dieser Eindruck kam vielleicht Anfangs nicht so ganz rüber, dass stimmt. Aber ich nehme hier jeden guten Tipp, wie ein nassen Schwamm gerne auf. Ob der Tipp und Ratschlag dann hier am Modell unmittelbare Anwendung findet oder nicht, steht auf einem anderen Blatt, was die Qualität des Tipps/Ratschlags aber nicht mindern soll, denn vergessen wird er sicherlich nicht. Auch die Bauweise ist sicherlich diskussionswürdig, aber Erstens bin ich mit dem Modell gestartet, als ich noch keine 6 Meter Arbeitsfläche und reichlich Holz und Maschinen zur Verfügung hatte und Zweitens, mag ich die Entwicklung von Alternativen. Nur weil 9 von 10 Modellbauer sagen, dass Lösung A die Richtige ist, heißt es für mich nicht, dass man Lösung B nicht auch Beachtung schenken sollte.

Aber immerhin hat dein Kommentar nach der Ausführung über meine Vorgehensweise und Sturrheit im Einklang mit deinem (hier stellenweise unterdrückten) „bescheidenen“ Fachwissen (das allerdings auf direkte Tipps zum aktuellen Modell verzichtet), einen brauchbaren Begriff gelesen: „Studienobjekt“ – eine Bezeichnung die, nach einem guten halben Jahr Bauzeit, durchaus auf die Spirit zutrifft. Denn wenn ich so ein Modell mit dem jetzigen Wissen, angeeignet durch Tipps hier im Forum und dem Lesen diverser Bücher, garniert mit den Erfahrungen am Objekt selbst, beginnen würde, würde ich schon völlig anders zu Werke gehen. So viel zum anerkannten halsstarrigen Lerneffekt ;)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 09. Mai 2010, 21:22:58
Servus Marcel!

....also erstens finde ich mal, dass bei deinem Modell gar nix doof aussieht- ungewöhnlich?-ja!- aber gerade das "nicht alltägliche" macht unser Hobby ja zu was ganz besonderen, oder irre ich mich da?
Und zweitens finde ich , dass jeder hier das Recht haben sollte, "sein" Modell so zu bauen, wie er e(sie) es möchte!!
 :1: :1:
Egal, betreffend deiner 2 Varianten:

bei Varainte 1 soll ich dir (vom "Großmeister" )ausrichten, dass du vorsichtig sein sollst wenn du noch ne Furnierschicht auflegst (kann dir passieren, dass das Material zu werfen beginnt)- hängt jedoch stark vom Material und der Qualität ab-versuche es mal mit nem Probestück außerhalb deines Modelles....
Du kannst nat. auch versuchen (bevor du die 2. Schicht aufleimst) eine dünne Schicht Spannlack als "Schutzpolster" anzubringen- bitte wieder zu erst an nem Versuchsstück ausprobieren..

Varante2: wäre empfehlenswerter, auch wenns quasi"eh alle so machen" ;)

Ich werde jedenfalls alle deine Schritte mit Spannung verfolgen und freue mich wenn du deinen nächsten Bauabschnitt hier zum besten gibst!!!!

lg. Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: El Supremo am 09. Mai 2010, 21:32:43
Hoffentlich wird das keine Wespennest-Diskussion, aber wir dürfen bei dem ganzen Thema nicht vergessen, dass allein in diesem Forum vier oder mehr Generationen Modellbauer (was immer das Wort bedeutet) gleichzeitig vertreten sind. Und alle haben sie von ihrem Standpunkt berechtigt was zu sagen. Mit nunmehr 33 Lenzen gerate ich allmählich in die mittlere Altersklasse, bastle und modellbaue also auch schon seit über zwanzig Jahren. Ich würde mich deshalb weder als Anfänger noch als Profi bezeichnen. Irgendwo dazwischen zieh ich mein Ding durch und bin beständig am Lernen. Ich denke, dass ich Bemalung allmählich drauf habe, und in Karton und Polystyrol "Scratchen" krieg ich auch ganz gut hin. In Holz dagegen würde ich mir mehr als eine kleine Sloop nicht zutrauen. Dabei habe ich eine stolze Galeone aus Holz im Sinn, und dafür muss ich mich fit bekommen. Aber alles streng nach Plan.

Ich erinnere mich, dass ich Anfang der Neunziger mit rund 16 Jährchen nach einer Rekonstruktion der Stockholmer Galeone versucht habe zu bauen. Ich habe in Karton mit dem Heck begonnen und hielt es für eine gute Idee, mich zum Bug vorzuarbeiten. Von einem Kiel konnte damals nicht die Rede sein. Was ein Käse. Aber damals gabs halt kein Modellbauforum. Später (in einem zweiten Modellanlauf) habe ich immerhin einen rudimentären Rumpf hinbekommen (yeah!). Der hat dann einige Umzüge mitgemacht, bis er verschollen ging. Danach gings weiter mit Kartonmodellen nach Baubogen (Shipyard), immerhin eigenkreativ hochskaliert und auf Holz gefaket. Jetzatle baue ich in Plastik (ich brauche ein paar schnelle Erfolge) und dann...ja DANN (!) will ich mich an Holz versuchen. Sicher nicht als endgültiges und einziges Baumaterial, aber immerhin königsdisziplinär. Bis dahin bekomme ich hoffentlich ein Gefühl für das Einfühlen in einen verlässlichen Bauplan und den Umgang mit Holz.

Von vornherein muss es für mich ein authentisches oder zumindest nach fundiertem Plan gebautes Modell sein. Ich weiß ja nicht, wieviele Schiffe Brad vorher schon gebaut hat, aber ich denke, dass er mit dem heutigen Wissen die Spirit so nicht bauen würde (behaupte ich jetzt einfach mal), sondern gleich nach fundierter Methode. Andererseits kann ich nachvollziehen, wie schwer es ist, sich von einem liebgewonnenen Modell (und sei es noch so grottig) zu trennen. Immerhin will ich einige wenige meiner Anfängermodelle des Anstandes wegen auftakeln. Das muss einfach sein. Diese Liebe zum Eigenen kann erklären helfen, warum gestandene Modellbauer vielleicht fassungslos auf "leerlaufende" Modellbauprojekte blicken. Was man wiederum auch verstehen kann.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 10. Mai 2010, 12:04:19
@El Supremo:
Na die Wespennest-Diskussion hatte ich persönlich eigentlich schon für beendet erklärt und ging ja auch einige Seiten lang gut. Ich hoffe das bleibt jetzt auch so ;)

Ich glaube der Rumpf der Spirit ist bei mir aktuell eine modellbauerische Übergangsphase, von alten Bauweisen die man mit 15-16 Jahren verwendet hat, hin zu den jetzigen Ansprüchen. Wo durchaus der Gedanke im Hinterkopf weilt, irgendwann ein historisch korrektes Modell nachzubauen und nebenbei Jungspunden das Leben schwer zu machen :D

Das Holz hierbei natürlich auch ein widerspenstiger Baustoff sein kann ist natürlich klar. Aber ich bin mit dem Zeug aufgewachsen und obwohl ich auch meine Plastikschiffe hatte, haben Holzschiffe doch irgendwie ihren ganz eigenen Reiz :) Also würde ich sagen, trau dich! :)

Zitat
Ich weiß ja nicht, wieviele Schiffe Brad vorher schon gebaut hat, aber ich denke, dass er mit dem heutigen Wissen die Spirit so nicht bauen würde (behaupte ich jetzt einfach mal),

Diese Schiffe gibt es hier (http://www.modellboard.net/index.php?topic=32236.msg454567#msg454567) zu „bewundern“ ;)

Zitat
Andererseits kann ich nachvollziehen, wie schwer es ist, sich von einem liebgewonnenen Modell (und sei es noch so grottig) zu trennen. Immerhin will ich einige wenige meiner Anfängermodelle des Anstandes wegen auftakeln. Das muss einfach sein. Diese Liebe zum Eigenen kann erklären helfen, warum gestandene Modellbauer vielleicht fassungslos auf "leerlaufende" Modellbauprojekte blicken.

Definitiv ein Risiko in das ich zu laufen drohe und ich es auch nicht zu 100% ausschließen mag. Aber aktuell komme ich mit der Spirit voran und die nächsten 3-4 Bauabschnitte sind auch schon sehr konkret im Hinterkopf geparkt. Deswegen gebe ich ein Modell erst dann auf, wenn mir die Ideen ausgehen oder das Modell seinen Reiz, durch was auch immer, verliert. Am Ende ist es dann vielleicht eine unfertige Jugendsünde, ein Studienobjekt oder doch ein ansehnliches Modell daraus geworden – warten wir es ab :)

@Sascha:
Ich glaube du irrst dich nicht, ich denke jeder hat seine eigene Definition von „Modellbau“ :)

Aber danke für die Info vom „Großmeister“, ich glaube das mit dem Testen ist eine gute Idee, denn die Qualität des Furniers mag ich nicht komplett einschätzen. Es stammt zwar aus einer Schreinerei, aber wirkt schon jetzt leicht wellig. Ansonsten halt Variante 2, weil es alle so machen :)

Einen Gruß und Dank an den „Großmeister“ :)

Gruß
Marcel

P.S.: Die Sache mit der Spachtelmasse hat übrigens auf einer größeren Fläche nicht geklappt :( Aber ist wahrscheinlich auch nicht ganz so flächendeckend notwendig an diesem Modell hier.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 11. Mai 2010, 00:20:23
Hallo zusammen!

Ich wollte mich auch nur mal kurz melden, da mein Name ja zwischendurch auch gefallen ist.

Ich habe inzwischen eingesehen, daß es ein Fehler ist, zu versuchen jemanden etwas "aufzuzwingen". - Wenn Brad sein Modell so bauen möchte - wieso nicht? - Viele Menschen haben Picasso verlacht und heute sind seine Gemälde mit die teuersten der Welt (Auktion, neulich). - Allerdings muss man sich auch selbst eingestehen, daß Modellbau, vor allem historischer, doch etwas anders als "Kunst" funktioniert und man deswegen sicher nie einen Preis für besonders Kreative Modelle erhalten wird (es sei denn, jemand stiftet sowas... - aber wenn, dann bitte nur für Kinder!).

Brad und ich haben inzwischen unseren eigenen, kleinen, privaten Frieden geschlossen.

Wenn ich Brad richtig verstanden habe, sieht er das Modell wirklich in erster Linie als "Versuchslabor" für seine eigenen Fertigkeiten an. - Insofern dürfen wir ihm das nicht übel nehmen, daß er da macht, was er will. - Es ist eben ein wüster Mix verschiedener Epochen. Das ist so schräg, daß es hoffentlich nie einen Historiker jemals ernsthaft in Bedrängnis bringen wird.

Wenn dieses Modell fertig ist, wird Brad sicher auf andere, anspruchsvollere, Modelle umsteigen.

Also: Relax! - Es ist doch nur ein Bastel- und Übungsobjekt!

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 11.05.2010: Erstbeplankung Teil II
Beitrag von: Bradhower am 11. Mai 2010, 18:45:55
HWE hat sich nun erfreulicherweise auch so Wort gemeldet, damit sollte die Abweichung vom Thema jetzt auch durch sein. In erster Linie ist es ja die Rumpfform, die von historischen Standards abweicht. Aufbauten, Decks und Unterdecks möchte ich dann schon gerne zu einer Epoche vereinen - so das der Historiker später sagt: "Keine Ahnung was der Rumpf ist, aber die Aufbauten sind definitiv napoleonisch!" - ehe das Modell dann irgendwann bei Christie versteigert oder zu Holzpellets zermalen wird  :6:
   
Aber so lange das Schicksal der "HMS Free Spirit" noch weit entfernt auf sich warten lässt, geht es unbeirrt mit dem Bau weiter :)

Das Wulling von Nägeln und Stecknadeln wurde gezogen und die restliche Beplankung fertig gestellt. Am unteren Kiel musste ich leider etwas „flächendeckender“ zu Werke gehen, da eine weitere Beplankung mit einzelnen Planken keinen richtigen Halt versprochen hat - hier wirkt sich wahrscheinlich die an der Spitze zu breite Rumpfform nachteilig aus. Ein konstruktionstechnisches Manko, dass mir so sicherlich nicht mehr passieren wird. Aber ich habe es gelöst und es sollte durch die Sichtbeplankung später auch nicht mehr zu sehen sein :)

Aber seht selbst…

(http://666kb.com/i/bj4bebv6kru3s94qo.jpg)
(http://666kb.com/i/bj4ben1e4ckyxyxq8.jpg)

Die Klebebänder ziehen die Planken noch ein wenig in Form.

(http://666kb.com/i/bj4bf22tqeons4nk0.jpg)

Die unten zu sehenden leichte Wellenbildung hoffe ich noch durch schleifen, spachteln und dem Aufleimen feiner Furnierstreifen auszumerzen. Des weiteren werde ich von Innen auch noch eine Beplankung beginnen, um die Dellen, die sich aktuell nach Innen ziehen wieder in Linie zu bringen.

(http://666kb.com/i/bj4bfkf2004g242m8.jpg)

Auch am Bug muss noch reichlich nachgearbeitet werden, wie man sehen kann:
(http://666kb.com/i/bj4bi735x48104xts.jpg)
(http://666kb.com/i/bj4bipcpcfwwmsw8w.jpg)

Auf Steuerbord habe ich schon mit der Innenbeplankung angefangen:

(http://666kb.com/i/bj4bj81wqbwj02fr4.jpg)

Hier habe ich auch noch eine Ansicht vom Heck zu bieten:
(http://666kb.com/i/bj4bkskusdx1tsqww.jpg)
(http://666kb.com/i/bj4bl80njr9jnuhq8.jpg)

Zu guter Letzt kamen auch noch der zukünftige Admiral und sein Vice Admiral of the Red zu einer Stippvisite vorbei ;)

(http://666kb.com/i/bj4bmak9vs1rs9e80.jpg)

So das war es erst einmal, die nächsten Tage werden dann wohl vorwiegend aus Schleif- und Korrekturarbeiten bestehen. So werde ich wohl zwecks Abwechslung an der „HMAV Bounty“ weiterarbeiten, um hier die durch AotS entstandenen historischen Ansprüche an das Modell, nach der Umsetzbarkeit hin zu überprüfen. Da der Baukasten hierzu wirklich mau geraten ist, werde ich mit dem Bau eines Vorderstevens beginnen. Im Kleinen existiert er schon, nun werde ich ihn auf 1:60 skallieren. Denn der Steven des Bausatzes ist nicht wirklich mein Fall…

Bis dahin,
Gruß
Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 11. Mai 2010, 19:56:57
Hallo Marcel,

ENDLICH kann ich auf deinen Fotos die Ursache für deine Probleme mit dem Heck mal sehen und jetzt auch benennen! :)

Der vorletzte Spant ist zu konkav und zu wenig konvex und der Bereich für den Übergang zum Totholz ist zu steil.

Ich will es auch gerne mal etwas weniger "wissenschaftlich" formulieren.

Die für mich interessanten Fotos sind das zweite und das vorletzte in deinem letzten Beitrag.

Auf dem zweiten Bild ist das Hauptproblem gut zu erkennen.

Der vorletzte Spant sieht fast immer noch genauso aus, wie ein Spant im Mittschiffsbereich. An dieser Stelle müsste er aber bereits eine ganz andere Form haben, damit sich die Planken besser an das Totholz (Der eher senkrechte Bereich im hinteren Bereich des Schiffes) anschmiegen lassen. - Ein Schiffsrumpf, der im Querschnitt wie ein Baumstamm aussieht (ein Schiffsrumpf im mittschiffs Bereich entspricht dem weitgehend), hat die Tendenz, sich auch wie ein Baumstamm im Wasser zu benehmen. - Soll heissen, er dreht sich leicht um seine Längsachse und die Kursstabilität wird auch "irgendwie" erreicht. - Um dem abzuhelfen, wurden im Laufe der Jahrhunderte die Bugformen immer spitzer und gerader und die Hecks zuerst auch sehr Spitz und gerade, aber in letzter Zeit wieder eher flacher und breiter (um besser gleiten zu können, aber wir reden hier von Verdrängern...). - Also: Ein klassisches Segelschiff, wie Du es nachempfindest, hat auf jeden Fall so etwas wie eine ausgeprägte senkrechte "Heckflosse". Um das aus der runden, bauchigen Form mittschiffs erzielen zu können, muß man rechtzeitig diesen "Bauch" wieder wegnehmen und ihn durch einen "Gegenbauch" ersetzen. - Das ist bei deinem Spantensatz leider wegen Nebel ausgefallen. - Deswegen wollen deine Planken sich nicht so recht an das Heck anschmiegen. - Dort, wor auf dem Foto beim vorletzten Spant so viele Nägel sind, muss sich die Rumpfform eigentlich nach innen wölben und nicht mehr nach aussen.

Und auf dem vorletzten Bild sieht man es ebenfalls. - Ungefähr die Form, die dein letzter Spant hat, müsste der vorletzte Spant haben, nur noch etwas schmaler und kleiner und der letzte Spant müsste nochmal kleiner und "leichter" ausfallen.

Um es mal ein wenig übertrieben zu beschreiben, ähnelt der Rumpf im Heckbereich eben immer noch mehr einem Baumstamm, um dann ganz abrupt vom vorletzten zum letzten Spant zu versuchen, die Kurve zu kriegen. - Das ist ziemlich rabiat, strakt nicht und deswegen neigen deine Planken an der Stelle sicher zum brechen.

Und noch ein paar Tipps: Die "Dellen" ziehen sich nicht nach innen, sondern deine Planken knicken über die nicht genug strakenden Spanten. - An deiner Stelle würde ich die Planken zunächst einmal wenigstens grob verschleifen und wenn beim streicheln des Rumpfes keine Kanten mehr fühlbar sind, mit dem spachteln beginnen. - Eine weitere "Innenbeplankung" ist definitiv nicht notwendig! (Spar' dir diese unnötige Arbeit!)

Ciao,

HWE


Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 11. Mai 2010, 21:05:06
Hallo HWE,

herzlichen Dank für die Ausführung und Aufklärung :)

Hehe, den Gedanken an einen Baumstamm hatte ich eben auch, als ich vor dem beplankten Rumpf saß und ihn betrachtet habe :) (wäre vielleicht mal wieder Anlass für eine Namensänderung, die HMS Wood/ HMS Tree :D)

Ich glaube das Dilemma mit dem Heck hat schon damit angefangen, dass ich den Kiel, wo später die Spanten aufgesteckt wurden falsch ausgesägt habe. Der hat es im Nachhinein für mich schwierig gemacht dafür die Spanten so zu konstruieren, dass dieser „Gegenbauch“ und damit das für die Epoche typisch Heck- und Rumpfansicht entsteht. Daher sind die Spanten bis auf die Erste und die Letzte wirklich nahezu identisch. Aber das ist das Dilemma, wenn man mit gefährlichen Halbwissen sich an den historischen Schiffsmodellbau wagt, zudem auch noch viele Eigenideen mit einbringt  :rolleyes: und das dafür notwendige Wissen erst jetzt nach und nach heranreift. Beim nächsten Modell wird das definitiv besser gemacht.

Allerdings, wenn hier später der Heckaufbau dazu kommt, ist der Gesamteindruck vielleicht auch nicht mehr so baumstammmäßig-schlecht :)

Zitat
Das ist ziemlich rabiat, strakt nicht und deswegen neigen deine Planken an der Stelle sicher zum brechen.

Das hoffe ich, durch das vorherige einweichen und biegen verhindert zu haben. An den Stellen, wo die Biegung ziemlich rabiat erscheint – hat sich übrigens das Holz beim Anlegen gar nicht als so widerspenstig erwiesen oder den Eindruck erweckt überlastet zu sein. Vielleicht, weil die vorletzte Spante schon reichlich, abgerundete Fläche zum anlegen und verleimen hatte.

Zitat
Und noch ein paar Tipps: Die "Dellen" ziehen sich nicht nach innen, sondern deine Planken knicken über die nicht genug strakenden Spanten. - An deiner Stelle würde ich die Planken zunächst einmal wenigstens grob verschleifen und wenn beim streicheln des Rumpfes keine Kanten mehr fühlbar sind, mit dem spachteln beginnen. - Eine weitere "Innenbeplankung" ist definitiv nicht notwendig! (Spar' dir diese unnötige Arbeit!)

Die Innenbeplankung sollte quasi als stabilisierende Fläche dienen, immerhin sind es ja nur 1mm dicke Leisten, die aktuell aufliegen und die Sichtbeplankung wird ebenfalls keinen Millimeter stark sein. Aber nun gut, wenn es nicht wirklich erforderlich ist, dann verzichte ich darauf. 

Naja, dann werde ich ab morgen mal mit den Schleifarbeiten beginnen und hier berichten. Dann beginnen auch hoffentlich langsam die Arbeiten, die oberhalb der Wasserlinie liegen und mir am meisten Spaß machen :)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Flamenco am 11. Mai 2010, 21:40:02
Ahoi!

Ich freue mich Brad, dass Du mich nicht gesteinigt hast.  ;) Manchmal scheint es mir so, als ob wir uns bisschen näher kommen würden, dann wieder meilenweit entfernt voneinander sind.

"Dabei solltest du allerdings auch gelesen haben, dass diese „Grundsatzdiskussionen“ über das Modell, die Umsetzung, ob als Wodnik, Fregatte oder Kaffeetasse hier irgendwann beendet worden sind."
Ja, ich habe es gelesen. Sorry dass ich ein bisschen zu spät hierher angekommen bin, trotzdem wollte ich dazu die Meinung sagen. Ich verspreche Dir, dass diese Schrift das letzte sein wird.

"Nur weil 9 von 10 Modellbauer sagen, dass Lösung A die Richtige ist, heißt es für mich nicht, dass man Lösung B nicht auch Beachtung schenken sollte."
Ja, das ist die ewige menschliche und geschichtliche Frage: Wenn ein Mann zehntausenden oder noch mehrere Leuten gegenübersteht: wer hat recht?
Man kann 10000 Weise ein Schiffsmodell schlecht bauen, es gut und besser zu bauen gibt´s wesentlich weniger Methoden.

"(das allerdings auf direkte Tipps zum aktuellen Modell verzichtet)"
Willst Du das wirklich? Bitte sehr.

1.- Die Spantenweiten bzw. Spantenabstände sind zu groß, schätzungsweise 6cm oder mehr.

2.- Der Bug ist zu spitz.
(http://szeibel.makettblog.hu/files/2010/05/Spirit1.jpg)

3.- Bei dem letzten Heckspant ist der Knick so groß, dass es schwierig wird den abzuschleifen.
(http://szeibel.makettblog.hu/files/2010/05/Spirit21.jpg)

Den oberen Sachen kann man nichts mehr viel helfen.

4.- Beplankung: meiner Meinung nach ziemlich unglückliche Sache für die Beplankung 1x7 mm Furnierstreifen benutzen. Zusammen mit der oben erwähnten zu großen  Spantabständen kommen unvermeidlich viele Beulen und Buckel vor.
(http://szeibel.makettblog.hu/files/2010/05/Spirit3.jpg)
Wenn Du mir erlaubst: Ich benutze für Beplankungen 1,5x5 bis 2x6 mm leisten meistens Linde, Kiefer und Ahorn. Die Leisten bewässere ich in der Badewanne in "Hahnheißem" Wasser 10-20 Minuten, danach mache ich die Biegungen auf dem Schnabel eines Bügeleisen. Früher habe ich für die provisorische Befestigung der Leisten halbgebrochene Knopfnadeln  benutzt. Heute klebe ich die Leisten ohne Nadeln oder Nägel gleich mit gel Sekundenkleber. Da ich fast immer doppelte Beplankung mache, für die zweite Beplankung benutze ich 0,6 mm dünne Edelholzfurnier: Nussbaum, Ahorn, Birne usw., die ich auch mit gel Sekundenkleber klebe. Sowas bekommt man gratis bei Tischlern sozusagen als Abfall.

5.- Die Plazierung und Stellung bzw. Befestigung der Masten haben schon auch andere bemerkt.

"  „Studienobjekt“ – eine Bezeichnung die, nach einem guten halben Jahr Bauzeit, durchaus auf die Spirit zutrifft."

Ein Studienobjekt hätte auch nicht ein halbes Jahr Bauzeit gebraucht, wenn Du nicht unbedingt alles neu erfinden wollen hättest. Für die Beplankung eines  solchen Rumpfes brauche ich höchstens 2 Wochen, inklusive Schliff.
(http://szeibel.makettblog.hu/files/2010/04/Csiszol%C3%A1s2.jpg)

Übrigens, dass man Fantasiemodell auch schön bauen kann:

http://www.wettringer-modellbauforum.de/forum/thread.php?threadid=14751

http://www.wettringer-modellbauforum.de/forum/thread.php?threadid=26196

"Wo durchaus der Gedanke im Hinterkopf weilt, irgendwann ein historisch korrektes Modell nachzubauen und nebenbei Jungspunden das Leben schwer zu machen.  :D"
Ich habe nicht vor, Euch das Leben schwer zu machen, ich möchte eher den Gegenteil. Und wenn Du denkst, dass meine Lieblingsnebenbeschäftigung für "Jungspunden" das Leben schwer zu machen, dann leider irrst Du dich. Ich habe dafür zu wenig Zeit. Und was überhaupt die Jungspunden betrifft: ich glaubte, dass hier jeder seine Meinung sagen darf/dürfte. Wahrscheinlich irre ich mich, weil zur Zeit sieht die Lage so aus, dass die von Dir gehassten "deinlebenschwermachende alte Neunmalklughasen" vor Dir in Habacht stehen müssen.

El Supremo:

"Hoffentlich wird das keine Wespennest-Diskussion,"
Meinerseits sicher nicht. Wie schon erwähnt, das hier sind meine letzte Bemerkungen zu diesem Thema.

"Andererseits kann ich nachvollziehen, wie schwer es ist, sich von einem liebgewonnenen Modell (und sei es noch so grottig) zu trennen. Immerhin will ich einige wenige meiner Anfängermodelle des Anstandes wegen auftakeln."
Kann sein. Wir sind nicht gleich. Ich meinerseits bin froh, dass ich meine erste Sünde bzw. Schund nicht ewig in meiner Wohnung anzustarren brauche. Einige habe ich verschenkt, andere sogar zerbrochen. Wenn ich in der ersten Phase bemerke, dass viel zu große Fehler sich eingeschlichen haben, dann fange ich lieber neu an. Obwol sowas in der letzten Zeit nicht sehr oft vorgekommen ist, trotzdem. Lieber opfere ich frühzeitig einige 10, manchmal sogar 100 Stunden, als ob ich nach vielleicht tausend Stunden sagen müsste: ich bin unzufrieden. Aber das ist Geschmacksache.

Also: in der nächsten Zeit werde ich mich behüten jemand oder sein Projekt ungebeten zu kritisieren.

Unabhängig von den vorigen wünsche ich Euch guten Wind und guten Bau. Euere untertänigste "NeunmalklugscheißsersichalleseingebildetealterFuchs".  :),  :D,  :5:,  :7:



Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: El Supremo am 11. Mai 2010, 22:08:16
Zitat
Wir sind nicht gleich.

Nein, aber ähnlich. Zumindest was die Vorlieben für hochbordige Schiffe anbelangt und die Treue zum Vorbild, respektive glaubwürdigem Modell.

Zitat
Ich meinerseits bin froh, dass ich meine erste Sünde bzw. Schund nicht ewig in meiner Wohnung anzustarren brauche. Einige habe ich verschenkt, andere sogar zerbrochen. Wenn ich in der ersten Phase bemerke, dass viel zu große Fehler sich eingeschlichen haben, dann fange ich lieber neu an.

Kenne ich. Ich habe mal eine in Holz begonnene Bounty (Kiel unrettbar durchgebogen) zerdeppert und weggeschmissen. Und erst neulich einen voll mit Spanten ausgestatteten Kiel der amerikanischen Fregatte Essex (in 1:66) in den Müll geworfen, weil ich die KWL mit einer anderen Linie vertauscht und die Spanten entprechend verschoben eingesetzt hatte. Im Ergebnis war optisch zwar wenig vom Fehler zu sehen und man hätte es als glaubwürdiges Modell fertigbauen können, aber es wäre ein anderes Schiff gewesen, also weg mit dem Ding.

Zitat
Obwol sowas in der letzten Zeit nicht sehr oft vorgekommen ist, trotzdem. Lieber opfere ich frühzeitig einige 10, manchmal sogar 100 Stunden, als ob ich nach vielleicht tausend Stunden sagen müsste: ich bin unzufrieden. Aber das ist Geschmacksache.

Yoah, man lernt daraus. Das Debakel mit der Essex hat mich gelehrt, Baupläne besser zu studieren.

Wenn ich von meinen Anfängermodellen rede, meine ich übrigens solche Modelle wie dieses hier:

(http://www3.pic-upload.de/thumb/11.05.10/epw7tjebxsvs.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-5602686/DSCF0001.jpg.html)

Das Ding ist zwar nur aus Karton, aber die Rumpfform ist korrekt ausgeführt und es bietet mir die Möglichkeit, an Schnitzwerk und Takelage zu üben, bevor ich ohne Ahnung vom Modellieren gleich ein Holzmodell versaue.

Zitat
Also: in der nächsten Zeit werde ich mich behüten jemand oder sein Projekt ungebeten zu kritisieren.

Sag doch bitte nicht sowas. Wo kämen wir denn hin, wenn jemand, der solche Modelle baut wie Deine Galeone, sich nur noch im Hintergrund hält? Also ich bestehe darauf, dass Du zumindest in meinen Bauberichten Kritik übst, wie Du lustig bist.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 11. Mai 2010, 22:46:00
Moin, Moin Flamenco,

ich glaube steinigen ist in christlichen Ländern etwas unpopulär ;)

Zitat
Manchmal scheint es mir so, als ob wir uns bisschen näher kommen würden, dann wieder meilenweit entfernt voneinander sind.

Na dafür, dass das hier gerade mein zweites Posting mit dir ist, ist die Sache mit der Annäherung wohl wirklich noch meilenweit entfernt. Aber etwas weiter unten sind immerhin schon gute Tendenzen zu erkennen.

Zitat
"Nur weil 9 von 10 Modellbauer sagen, dass Lösung A die Richtige ist, heißt es für mich nicht, dass man Lösung B nicht auch Beachtung schenken sollte."
Ja, das ist die ewige menschliche und geschichtliche Frage: Wenn ein Mann zehntausenden oder noch mehrere Leuten gegenübersteht: wer hat recht?
Man kann 10000 Weise ein Schiffsmodell schlecht bauen, es gut und besser zu bauen gibt´s wesentlich weniger Methoden.

„es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ (***5-EuroinsPhrasenschweinwerf***)

Zitat
"(das allerdings auf direkte Tipps zum aktuellen Modell verzichtet)"
Willst Du das wirklich? Bitte sehr.
 

Darum führe ich hier ja einen Baubericht, natürlich möchte ich das. Ob gut oder schlecht, ich habe ein dickes Fell und zur Not genug „Halsstarrigkeit“ ;)

Du verstehst, dass ich zu deinen Vorschlägen und Hinweisen trotzdem kurz eingehe:

Zu 1: 5-6 cm kommt in etwa hin, dies sollte durch das Aufleimen von zusätzlichen Kiefernleisten auf die Spanten ausgeglichen werden, so haben die Planken mehr Fläche.

Zu 2: Entspricht nicht der Norm für eine napoleonische Fregatte bzw. Schlachtschiffen jener Epoche, das stimmt. Das Problem ist erkannt und wird beim nächsten Modell anders gemacht (aktuell bzw. demnächst bei der Bounty)

Zu 3: Noch ist nicht Hopfen und Malz verloren. Ist aber kein Ding der Unmöglichkeit, vielleicht etwas aufwändiger (siehe hierzu vielleicht die letzten Bilder an, die liefern noch eine etwas andere Perspektive). Aber hier macht mir der Bug etwas mehr Sorgen.

Zu 4: Da habe ich mich nur an HWE gehalten, der hat gesagt… ;) :D

Aber Beulen und Buckel sind bis jetzt kaum welche entstanden. Ich denke ich werde die vorhandenen gut wegschleifen können.

Ich habe die Planken im Wasserkocher rund 15-20 Minuten eingeweicht und dann durch den Plankenbieger von Krick gezogen. Das hat eigentlich gereicht, da der Rumpf in seiner Gesamtheit kaum Windungen oder so hat, so dass ich bis auf das Heck großartig biegen muss.

Furniere habe ich für die Sichtbeplankung reichlich – auch vom Tischler ;) Ich denke Birne werde ich nehmen, alternativ Kirsche. Der Nussbaum ist mir einen Tick zu dunkel und kommt eventuell nur als Decksbeplankung in Frage.

Zu 5: Der Kreuzmast ist auch Käse geworden, der wandert noch etwas nach hinten.  

Zitat
"  „Studienobjekt“ – eine Bezeichnung die, nach einem guten halben Jahr Bauzeit, durchaus auf die Spirit zutrifft."

Ein Studienobjekt hätte auch nicht ein halbes Jahr Bauzeit gebraucht, wenn Du nicht unbedingt alles neu erfinden wollen hättest. Für die Beplankung eines  solchen Rumpfes brauche ich höchstens 2 Wochen, inklusive Schliff.

Nanananana, da wird jetzt aber mal wieder wild ins Grüne geschossen. 1. war die Spirit anfangs kein „Studienobjekt“. 2. habe ich geschrieben, dass man das Schiff durchaus „Inzwischen“ so bezeichnen kann, da ich manches anders machen würde und 3.: Komme ich als normalsterblicher Modellbauer in der Regel nur am Wochenende dazu, am Modell weiter zu bauen und das auch nicht jedes Wochenende, zumal bis Mitte März ein arbeiten bei Minustemperaturen im Keller nicht viel Sinn gemacht hat. Aktuell habe ich vier Wochen Urlaub und hoffe ein bisschen schneller voranzukommen. Außerdem (4.) stehen noch drei andere Schiffe parat und möchten weitergebaut bzw. -begonnen werden. Ach ja und fast vergessen 5. bin ich als Widereinsteiger noch lange nicht auf der Höhe meines Schaffens, in 20 Jahren vielleicht, aber aktuell wird alles schön angeeignet :)

Zitat
Übrigens, dass man Fantasiemodell auch schön bauen kann: http://www.wettringer-modellbauforum.de/forum/thread.php?threadid=14751

http://www.wettringer-modellbauforum.de/forum/thread.php?threadid=26196

Und was willst du mir damit sagen? Schön, wenn jemand ein paar Computerpixel nachbaut, ist dann der Modellbauer der Fantast oder doch die Experten für die Special-Effects aus Hollywood? Das ist nicht meine Defintion von Fantasiemodell, da es hier die Vorlage schon gibt.

Zitat
Ich habe nicht vor, Euch das Leben schwer zu machen, ich möchte eher den Gegenteil. Und wenn Du denkst, dass meine Lieblingsnebenbeschäftigung für "Jungspunden" das Leben schwer zu machen, dann leider irrst Du dich. Ich habe dafür zu wenig Zeit. Und was überhaupt die Jungspunden betrifft: ich glaubte, dass hier jeder seine Meinung sagen darf. Wahrscheinlich irre ich mich, weil zur Zeit sieht die Lage so aus, dass die von Dir gehassten "deinlebenschwermachende alte Neunmalklughasen" vor Dir in Habacht stehen müssen.

Na, dass grenzt jetzt aber ein kleines bisschen an Verleumdung, ich respektiere und freue mich wenn jemand der „alten Hasen“ einen guten Tipp und Vorschlag hat. Es tangiert allerdings nicht mit meiner Meinung, wenn jemand daherkommt, so wie du, meint seine Meinung über eine alte Grundsatzdiskussion kundtun zu müssen und dann mir ggü. noch irgendwelche Behauptungen aufstellt (übrigens gerade gekrönt worden durch die angeblich „gehassten“ deinlebenschwermachende alte Neunmalklughasen), die sich, sofern du diesen gesamten Thread wirklich gelesen hast, inzwischen überhaupt nicht mehr zur Debatte stehen.

Jetzt magst du noch intervenieren und sagen, dass ich diesen „Respekt“ anfangs hier im Thread nicht gezeigt habe. Wie schon geschrieben, kann der Eindruck hier entstanden sein, was aber in erster Linie daran gelegen hat, dass es mir nicht weiter hilft, wenn hier jemand etwas kritisiert und für untauglich abverurteilt ohne Vorschläge zu machen, wie man es besser machen kann. Das erinnert mich an schöne 1-Satz Rezensionen bei Amazon, die helfen dem potentiellen Käufer auch nicht weiter.

So und damit ist das Thema jetzt auch entgültig beendet!

In diesem Sinne, widme ich mich für den Rest des Abends lieber einem alten Schinken von 1963 - „Große Seeschlachten“ viele, schöne zeitgenössische Stiche und Zeichnungen. Vielleicht liefert das neue Inspiration :)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 13.05.10 Erstbeplankung Teil III
Beitrag von: Bradhower am 13. Mai 2010, 17:23:50
Neben der „HMAV Bounty“ stand die andere Hälfte des Nachmittages heute unter dem Motto: „Schleifen, schleifen, schleifen und ausbessern“ :)

Nachdem entfernen der letzten Nägel, habe ich den Schleifklotz geschwungen und erste Unebenheiten hinfort geschliffen. Anschließend habe ich größere Unebenheiten durch das aufleimen feiner Furnierstreifen ausgeglichen und diese anschließend durch kräftiges Schleifen förmlich in der Planke versenkt.

Die folgenden Fotos dokumentieren diese Schritte, stellenweise kann man auch die Furnierausbesserungen ganz gut sehen:

(http://666kb.com/i/bj6ak2o8itsh0f3dg.jpg)
(http://666kb.com/i/bj6akobak3sipb2l0.jpg)

(http://666kb.com/i/bj6alm7qbi43mo250.jpg)
(http://666kb.com/i/bj6am26y9canxlsyc.jpg)
(http://666kb.com/i/bj6amk5dkvojzjy6s.jpg)

(http://666kb.com/i/bj6amzsbo2p5p7xlg.jpg)

Insgesamt ist die Formgebung meines Erachtens schon sehr gut, Unebenheiten sind an den Seiten fast kaum noch vorhanden.

(http://666kb.com/i/bj6aneq0tvwi97zys.jpg)

Allerdings am Bug musste ich noch weitere dünne Leisten aufleimen, da hier die Unebenheiten noch sehr deutlich sind. Aber ich erhoffe mir dadurch und dem späteren Schliff diese größtenteils wieder ausgleichen zu können:

(http://666kb.com/i/bj6aop58crb3itfpw.jpg)

Als Letztes habe ich noch ein wenig experimentiert und mit einem Sägespäne-Leim-Gemisch, kleinere Ritzen (1-1,5 mm breit, ca. 5 cm lang) zwischen den Planken gefüllt:

(http://666kb.com/i/bj6aq09kwp3zexo7o.jpg)

Wenn dieses "Gemisch" getrocknet und verschliffen worden ist, sollte die Rille verschwunden sein. :)

Anschließend ist leider eine kleine Kolonie-Revolte im Maßstab 1:72 ausgebrochen, die ich aber erhoffe in den nächsten Tagen wieder in den Griff zu bekommen  :6:

(http://666kb.com/i/bj6armipg8wb41iac.jpg)

So das war es erst einmal für heute – „Die Erstbeplankung Teil IV“ gibt es sicherlich bald hier an gleicher Stelle, also verpassen Sie nichts :D

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 13. Mai 2010, 18:56:07
Hallo Marcel,

das ist, für die erste Runde, schon ganz gut! - Du hast da noch einen Haufen Arbeit vor dir, aber soweit ich das von hier aus sehen und beurteilen kann, bist Du auf einem guten Weg!

Das Heck ist nach wie vor eine Problemzone (Konstruktionsfehler), aber das ist ja bekannt. - Fertig bist Du mit der ersten Schicht, wenn es Keine (NULL, Niente, Nada) Sinkstellen, Knicke, Buckel oder irgendwie tastbare "übergänge" zwischen irgendwelchen Bereichen des Rumpfes gibt. - Wie diese Erste Schicht aussieht, ist erstmal vollkommen egal. - Ob das nun gespachtelt, aufgeleimt, ausgeschäumt, geschnitzt, oder mit Beton gegossen ist, ist vollkommen egal. - Wichtig ist nur, daß es glatt ist! - Und auf beiden Seiten gleichmäßig...

Gutes Gelingen!

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 13. Mai 2010, 19:17:18
Danke HWE, das Null, Niente, Nada war jetzt mal eindeutig ;) Aktuell würde ich sagen, dass gute 65-70% des Rumpfes diese vollkommene Glattheit, wie bei einem Kinderpopo erfüllen. Den Rest versuche ich jetzt durch die Anwendung zahlreicher Maßnahmen, von Furnier über Sägespäne bis hin zur Spachtelei weiter zu verbessern. Wobei ich die Spachtelei noch ein wenig scheue, da ich das Zeug so wenig wie möglich verwenden möchte, habe damit zuletzt nicht so gute Erfahrungen gemacht.

Naja, aktuell muss ich beim Schleifen an einigen Stellen schon ein wenig aufpassen, dass 1mm-Furnier ist doch schnell niedergeschliffen, wie man stellenweise an den Verfärbungen gut sehen kann.

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 15.05.10 Erstbeplankung Teil IV
Beitrag von: Bradhower am 15. Mai 2010, 17:56:33
Die "Spirit" steht weiterhin unter dem Motto schleifen, schleifen, schleifen - erfreulicherweise ist ein Ende dabei in Sicht :) Bis auf kleinste Korrekturen ist nicht mehr viel Schleifarbeit notwendig. Die letzten kleineren Unebenheiten habe ich heute teilweise verspachtelt - ich hoffe das Zeug erweist sich als tauglich.

Die auf den Fotos zu sehenden gespachtelten Stellen, wurden stellenweise schon sehr großzügig mit dem Spachtelzeug versehen. Durch den Schliff sollten diese aber wieder bedeutend kleiner werden und damit die letzten Unebenheiten glätten:

(http://666kb.com/i/bj8c80xyh1nasfe89.jpg)
(http://666kb.com/i/bj8c8d76hql4poo95.jpg)

Aktuell beschäftige ich mich auch schon mit der Sichtbeplankung und habe dort, wie früher schon geschrieben, zwei Furniere in der engeren Auswahl:

(http://666kb.com/i/bj8caf2joz5qq51op.jpg)

Links handelt es sich um Kirsche (Stärke 0,8 mm/ der leichte Glanz kommt vom Fotolicht), rechts um Birne (Stärke 0,6 mm). Die Birne ist schon praktischerweise in passenden Streifen geschnitten, was ich bei der Kirsche noch machen müsste. Was die Entscheidung aber nicht beeinflussen soll. Welches Furnier würdet ihr denn nehmen?

Noch eine Frage zum Schluss: Wenn ich es im Mondfeld richtig gelesen habe, wird die Sichtbeplankung nicht in Streifen über die gesamte Länge gelegt, sondern auf "6 Meter" (natürlich dem Maßstab angepasst) lange Leisten geschnitten. Was ist zu empfehlen und welche Länge/Breite sollten die Furniere bei einer Rumpflänge von 72 cm in etwa haben? Außerdem wo würde ich dann am besten Anfangen? Am Bug, Heck oder Mittschiffs?

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 31. Mai 2010, 21:02:08
Hallo Marcel!

Zu den Plankenbreiten und Längen kannst Du gerne auch hier schauen, ich baue in 1:72 mit ca. 6m langen (umgerechnet rund 8cm langen und entsprechend breiten) Planken.
 Fregatte "Jupiter" anklicken!  (http://www.modellboard.net/index.php?topic=24552.msg390465#msg390465).
Die Verlegung habe ich mit den dicken Barkhölzern begonnen und danach diese bemalt (wegen der sauberen Kanten).
Dann die Planken verlegt, begonnen am Bug. In dem Mondfeldschen Rumpfplankenverlegesystem.
Die Farbe sollte, wenn Du Eiche imitieren willst in das leicht gelblich-braungraue gehen. Wenn gekupfert wird oder bemalt wird, ist die Farbe des Holzes eigentlich wurst. Ansonsten geht meiner unwesentlichen Meinung nach auch das Holz, dass Deinem persönlichen Geschmack entspricht und Dir farblich gut gefällt.

Viel Erfolg!
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 05. Juni 2010, 14:38:29
Hallo Revier!

Danke für den Link  :P - aus Zeitgründen habe ich es bis jetzt noch nicht geschafft, sowohl an der Bounty als auch hier an der Spirit weiterzubauen. Das wird wohl auch noch ein paar Tage dauern. Die Barkhölzer bringe ich dann aber als nächstes an, zusammen mit den Geschützpforten.

Den Rumpf werde ich wahrscheinlich entweder mit Birne und Kirsche beplanken, da bin ich seit meinen letzten Thread immer noch unschlüssig, was später besser aussieht.  :rolleyes: Naja, wird eh noch ein klein wenig dauern bis zur entgültigen Entscheidung.  ;)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 19.06.10 Decksarbeiten I
Beitrag von: Bradhower am 19. Juni 2010, 18:30:20
Nachdem ich nun mal wieder etwas mehr Zeit hatte und bei der WM heute keine wirklich prickelnden Spiele anstanden, habe ich die Gelegenheit genutzt und mal wieder ein wenig weitergebaut.

Die Erstbeplankung des Rumpfes ist seit einigen Tagen zu 90% fertig geschliffen, so dass ich theoretisch mit der Sichtbeplankung schon beginnen könnte. Allerdings will ich damit erst anfangen, wenn das Geschützdeck – zu mindestens von außen – fertig bzw. beplankt ist. Damit ich anschließend auch die Barkhölzer anbringen kann.

Daher habe ich heute bzw. schon gestern damit begonnen, dass Geschützdeck zu beplanken (mit Nussbaum-Furnier), sowie die Seitenwände mit den Stückpforten zwischen den Spanten errichtet.

(http://666kb.com/i/bk7u73srd05xs4zfy.jpg)

Wie man auf dem obigen Bild sieht habe ich bei einer Spante den Zwischenbalken entfernt, da er mich schlichtweg beim Arbeiten gestört hat und seine Bedeutung eigentlich schon im Vorfeld eingebüßt hat. Da ich das Oberdeck aufbugen möchte und ebenso die Deckenkonstruktion anders gestalten werde. Daher sind die eigentlich unnötig. Allerdings habe ich noch ein wenig Respekt vor der Stabilität, deswegen werde ich vorerst nur die Balken 4 + 6 noch entfernen.

Zur besseren Ansicht habe ich auch ein paar Kanönchen (50 mm) platziert – hier bin ich immer noch auf der Suche nach schickeren Modellen.

(http://666kb.com/i/bk7ug9bt9qyvv0vvy.jpg)

Wie ich auf den Fotos gerade sehe, haben sich zwischen den Nussbaumplanken ein paar helle Stellen vom Sperrholz gemogelt. :5: :5: :5: :5: :5: - das ist der Nachteil, wenn man im Keller seine Werkstatt hat mit zu wenig Tageslicht hat  :5: :5: :5: :5:

Naja, die werde ich noch verschwinden lassen (müssen).

Hier noch ein paar weitere Bilder – die Matrosen stammen aus einem Konvolut und bekommen bestimmt noch ein paar, kleinere „Farbkorrekturen“ ;)

(http://666kb.com/i/bk7uk8ci3kho4vtri.jpg)
(http://666kb.com/i/bk7ulrlk2nd5u1dgu.jpg)
(http://666kb.com/i/bk7ujul2kbjscmqni.jpg)

Die Schiffsinnenwände werde ich in weiß streichen, die Geschützpforten in rot. Dadurch erhoffe ich mir einen netten Kontrast zum Fussboden. Auch wenn die weiße Farbe im Gefecht sicherlich nachteilig für die Moral gewesen ist … ;)

Von Außen gestalten sich die beiden Zwischenwände noch schmucklos und warten auf die weitere Beplankung:

(http://666kb.com/i/bk7unoyabhe7376ni.jpg)
(http://666kb.com/i/bk7uo0jblfgvx7dda.jpg)
(http://666kb.com/i/bk7uobhbqtzp76oha.jpg)

Eigentlich hatte ich vorgehabt 4 Geschützpforten zu basteln, aber bevor das Geschütz beim Rückstoß den Fockmast beschädigt, habe ich auf ein weiteres Geschützloch verzichtet…  :6:

Fortsetzung folgt…

Fragen, Kritik und Anregungen sind jetzt herzlich Willkommen :)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: JollyRoger am 20. Juni 2010, 14:45:22
Hallo Marcel!
Deine beplankung des deck´s sieht nicht schön aus sorry würd gerne etwas anderes schreiben ist aber so die Planken sehen unterschiedlich aus was die breite angeht und die lücken kannst du schliessen mit was du willst man wird es sehen.
Das ganze liegt aber nicht am arbeitsplatz im keller da arbeiten die meisten und licht kann man sich ja beschaffen um so mehr desto besser. :D
An deiner stelle würd ich die Beplankung nochmal entfernen, ist natürlich nur meine meinung also nicht böse sein, aber mir gefällts nicht ,leider.
mfg Christian
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: modellbau.fan am 20. Juni 2010, 14:55:07
Hallo Bradhower,
sorry und nichts für ungut, aber die Bilder machen einen sprachlos. Und Respektive des Threadverlaufs hilft auch keine Correctio Fraterna.
CU modellbau.fan  :2:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 20. Juni 2010, 15:03:03
Hallo Christian,

habe schon fünf Leuchten im Keller vom Deckenstrahler bis hin zum Wandfluter ;) Habe es einfach erst gesehen, als ich das Foto am PC nachbearbeitet habe...  :5: Die hellen Stellen werde ich vielleicht mit einem feinen Edding oder etwas Holzfarbe ausmalen ausmalen, sind ja wirklich nur feine Streifen.

Das mit den Planken sieht auch nicht wirklich so gut aus, dass stimmt. Aber ich habe mir gedacht, da es eh das Unterdeck ist, welches man später allenfalls durch die Geschützluken, 1-2 Grätlings oder einen Treppenaufgang sehen bzw. erahnen kann kann, sieht auch keiner mehr WAS und WIE die Planken da verlegt sind - das eigentliche Deck wird dafür dann bedeutend schöner  :1:

Außerdem müsste man dann mal sehen, wenn dieses Unterdeck ein paar Zubehörteile erhält, Ankerwinden, eine Grätling ist geplant und vielleicht noch ein Tisch für die Mannschaft (ein bisschen was darf man ja durchaus später durch die Luken und Öffnungen sehen), dazu noch eine Kombüse - irgendetwas mache ich da bestimmt noch, um dieses Plankenmuster ein wenig zu kaschieren... ;)

Lass dich überraschen :)

Schönen Gruß
Marcel

@modellbau.fan

aber jetzt bloß nicht in Tränen ausbrechen... ;)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: JollyRoger am 20. Juni 2010, 16:36:07
Hallo Christian,



Das mit den Planken sieht auch nicht wirklich so gut aus, dass stimmt. Aber ich habe mir gedacht, da es eh das Unterdeck ist, welches man später allenfalls durch die Geschützluken, 1-2 Grätlings oder einen Treppenaufgang sehen bzw. erahnen kann kann, sieht auch keiner mehr WAS und WIE die Planken da verlegt sind - das eigentliche Deck wird dafür dann bedeutend schöner  :1:

Außerdem müsste man dann mal sehen, wenn dieses Unterdeck ein paar Zubehörteile erhält, Ankerwinden, eine Grätling ist geplant und vielleicht noch ein Tisch für die Mannschaft (ein bisschen was darf man ja durchaus später durch die Luken und Öffnungen sehen), dazu noch eine Kombüse - irgendetwas mache ich da bestimmt noch, um dieses Plankenmuster ein wenig zu kaschieren... ;)

Lass dich überraschen :)

Schönen Gruß
Marcel

Dann kannst du es lassen :D aber das Oberdeck muss besser werden.
mfg Christian
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 20. Juni 2010, 16:47:02
Zitat
Dann kannst du es lassen  aber das Oberdeck muss besser werden.
mfg Christian

definitiv!  :1:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Pasanonic am 20. Juni 2010, 20:23:12
Meine Güte!

Was wird hier alles noch schön geredet: "Das mit den Planken sieht auch nicht wirklich so gut aus." Seid doch mal ehrlich! Das ganze Modell ist eine einzige Katastrophe. Am Bug sind die Linien viel zu scharf, das Heck unter der Wasserlinie hat nicht mal ansatzweise was von einem Schiff. Die Stückpforten sind krumm und es fluchtet nichts.
Es handelt sich hier um eine Sackgasse, aus der es kein Entrinnen gibt.

Schmeiß das Ding weg, und besorge Dir einen Bausatz.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 21. Juni 2010, 08:51:54
herrlich, wieder ein weiterer Kritiker auf der großen Modellbauerbühne  :6:

@Pasanonic:
Deine Feststellungen haben schon andere vor dir gemacht und sie haben alle Recht  :meister: und nun kommt das berühmt-berüchtigte ABER: Es macht mir Spaß an diesem Modell zu bauen und eine Sackgasse sehe ich hierbei noch lange nicht. Wer von diesem Bericht nichts hält, ist auch nicht gezwungen etwas zu schreiben oder ihn mitzulesen. Wer das Modell für krumm und schief hält. Bitte - will ich auch nicht ausschließen, wenn die Dekupiersäge gerade mal wieder ein Eigenleben entwickelt oder der Modellbauer seine Kontaktlinsen drinne hat, kommt das gerne mal vor. Wer den Rumpf für vorne zu spitz und von hinten für einen Toaster hält, tja der wird sich damit abfinden müssen oder wie weiter oben empfohlen: sollte er doch einfach nicht mitlesen. Manche regen sich ja schon darüber auf, wenn der Threadverlauf ein paar Abweichungen nimmt  :pffft: Wo ich gerade bei über 8.200 Klicks zu diesem Thread sehe, dass ein allgemeines Warten auf ein Scheitern dieses Projektes doch schon ein enormes Interesse hervorgerufen hat ;)
 - von daher Danke für dein Kommentar. Ich habe deine Empfehlung zur Kenntnis genommen.  

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 21. Juni 2010, 10:51:54
.....ich muss mich outen!!! ich habe wohl auch zu den über 8200 klicks beigetragen.
macht immer spass, hier reinzuschauen und zu sehen, wie sich der gute brad durchbeisst.
modelle, die im entstehen sind, sehen eben anders aus, als fertige. work in process eben.
ich denke am ende wird hier ein tolles modell in der gallerie zu bewundern sein....
carry on brad!!! :D :klatsch: :winken:
grüsse, roland
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: modellbau.fan am 21. Juni 2010, 11:25:29
Zitat
aber jetzt bloß nicht in Tränen ausbrechen...  ;)

I wo, dazu ist mir mein Gleichgewicht im körpereigenen Feuchtigkeitshaushalt viel zu kostbar, :D ABER Deine Anmerkung ...

Zitat
Fragen, Kritik und Anregungen sind jetzt herzlich Willkommen  :)

... kannst Du getrost weglassen, dies hatten mehrere konstruktiv versucht. Suum Cuique und wenns nur die erhoffte Lobhudelei ist.

CU modellbau.fan  :winken:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 21. Juni 2010, 22:50:25
@LTGarp: ich gebe mir Mühe ;)


@modellbau.fan:
Zitat
... kannst Du getrost weglassen, dies hatten mehrere konstruktiv versucht. Suum Cuique und wenns nur die erhoffte Lobhudelei ist.

wenn jemand konstruktive Tipps gibt, dann nehme ich die gerne auf. Ob ich sie gleich im nächsten Atemzug umsetze oder erst in einem halben Jahr, dass ergibt sich je nachdem wie und wo ich am Modell weiterarbeite. "Konstuktive" Tipps die darauf abzielen, dass Modell zu verheizen, zu entsorgen oder wie auch immer alles auseinander zu brechen - wiederholen sich nur und führen im Enteffekt zu keinem Ergebnis. Ich mag das Modell so wie es ist, es ist anders, es stammt nicht aus der Retorte, es hat seine Macken und hat mir schon einige Probleme bereitet, die sich aber bis jetzt alle lösen ließen und wenn es mit reichlich Schleifarbeit war. Das es auch anders geht, probiere ich mit der Bounty. Wo es zeitnah auch Neues zu berichten gibt. Von daher, wünschte ich mir doch von manchen Kommentarschreiber ein etwas entspannteres Verhalten beim Lesen und/oder kommentieren dieses Threads, nur weil er es in seinen Augen 1000mal besser machen würde. 

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 27.06.10 Decksarbeiten II
Beitrag von: Bradhower am 27. Juni 2010, 10:46:50
Vor der Türe fast 30 Grad und im Keller angenehme 20 – geradezu paradiesische Bedingungen für einen Modellbauer ;)

Die Decksbeplankung wurde weiter bis zum Großmast vorangetrieben, ebenso die Stückpforten. Einen Schönheitspreis gewinne ich mit den Planken zwar nicht, aber in Anbetracht dessen, dass man diese später kaum sehen kann, geht es mir einfach nur darum das Unterdeck fertig zu furnieren ;)

Aber nun auch ein paar Fotos:

(http://666kb.com/i/bkfn06z4kxu251j0l.jpg)

Für die Mastfüße werde ich in den nächsten Tagen wohl mal ein wenig Nussbaum-Holzfarbe aus dem Baumarkt mit den ständigen „Auf-alles“-Prozenten holen.

(http://666kb.com/i/bkfn1lfmhi9geq0lh.jpg)

(http://666kb.com/i/bkfn22bliruk4kmmd.jpg)

Am Bugteil werde ich zwischen den Durchlässen für die Ankerkette noch eine Tür andeuten, die zur Gallion führt - (die Tür öffnet sich natürlich in Richtung Gallion ;) ).

(http://666kb.com/i/bkfn41gqfxjeur79h.jpg)

So das waren mal wieder rund 4 Stunden Arbeit.

Fortsetzung folgt…  :winken:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 29. Juni 2010, 17:15:43
...wie schon zuletzt...mir gefällt's.
geh wieder schön in deinen keller....bin gespannt, wie es weitergeht,
grüsse, roland
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 29.06.10 Decksarbeiten III
Beitrag von: Bradhower am 29. Juni 2010, 22:03:20
Aye, Aye Sir – bei diesem Wetterchen ist der Keller ja der schönste Ort überhaupt, für einen der es gerne kühl und trocken mag ;)

Zwischen Elfmeterkrimi *hust* und Spanien vs. Portugal ging es heute Abend weiter am Modell. Gestern habe ich bereits mit Holzfarbe die Mastfüße/-verankerungen angepinselt. Die Farbwahl fiel auf Kastanie aus dem Baumarkt, nach dem Auftrag der ersten Farbschicht war ich schnell davon überzeugt, dass ich mich bei dem Farbton gewaltig vergriffen habe...  :5:

Aber nun, wo die Farbe getrocknet ist und ich ein wenig drüber geschliffen habe, sieht das gar nicht mal so schlecht aus. Mit dem Schliff wirkt es schön „gebraucht und abgenutzt“ :) An der Verankerung für den Großmast muss ich nur noch die hässlichen Abdrücke des Schraubstocks verschwinden lassen.  :pffft:

(http://666kb.com/i/bki4hkannmxnhknmp.jpg)
(http://666kb.com/i/bki4hxpt6sa1wvbtt.jpg)

Außerdem habe ich die hässlichen Lücken zwischen den Planken mit ganz wenig Leim „beschmiert“. Anschließend mit einem feinen Schleifpapier über die Planken geschliffen, damit sich die feine Späne in die Rillen festsetzt und die Rillen verschwinden lässt. Auf den Bildern sehe ich allerdings gerade, dass ich ein paar Fugen übersehen habe.

Außerdem sollen noch zwei Grätings zwischen Großmast und Fockmast platziert werden. Hier mit Liegeprobe:

(http://666kb.com/i/bki4r87jack46pfoh.jpg)
(http://666kb.com/i/bki4p04mh014ckech.jpg)

Hier muss ich allerdings auch noch sehen, wie die Ankerketten von den Spills am Großmast zu den Öffnungen verlaufen sollen. Hier frage ich mich zur Zeit, ob diese Ketten eine Führung hatten (so ähnlich vielleicht, wie die Durchlässe am Bug?) oder ob diese quasi einmal quer durch den Raum führten und als bessere Wäsche- und Stolperleine dienten ;) Vielleicht kann mir da jemand einen Tipp oder Denkanstoß geben!? :)

Außerdem eine Frage an die Experten, ob ich die Planken irgendwie mit Holzlack/Mattlack noch übermalen sollte oder nicht?

Schließlich habe ich damit begonnen, den Bugbereich zu schließen und den im vorherigen Bericht angekündigten Durchgang geschaffen.

(http://666kb.com/i/bki57o0h4xcak9fa9.jpg)

In meiner Restekiste habe ich auch noch eine Tür gefunden. Auch wenn ich die noch ein wenig bearbeiten muss, wird sie ihren Zweck sicherlich erfüllen können:

(http://666kb.com/i/bki4st6cyiv3pkiw1.jpg)

Der hier ansatzweise zu sehende Vorsteven gefällt mir inzwischen gar nicht mehr. Hier überlege ich, ihn auf der Höhe der letzten Plankenreihe abzusägen und durch eine Neukonstruktion zu ersetzen. Denn irgendwie tangiert der Steven nicht mehr mit meinen weiteren Plänen und Vorstellungen ;)

Ihr dürft gespannt sein, was damit passieren wird…  :14:

Fortsetzung folgt…

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 30. Juni 2010, 16:16:15
Hallo Marcel,

ich habe leider noch eine kleine Anmerkung zu machen, die Dir sicher nicht gefallen wird...

Und zwar findet man mehr als oft in der einschlägigen Literatur die Aussage, daß die Offiziere dafür sorgten, daß die Decks regelrecht "weiß" gescheuert wurden. - Jeden Tag!

Da die Decks damals oft auch aus Nadelholz waren, welches bekanntlich recht hell ist, ist deine aktuelle Farbgebung... hmmm... sagen wir mal, mal wieder sehr "kreativ". ;)

Mit anderen Worten: Ich würde als Decksbeplankung ein anderes Holz wählen. - Nußbaum ist für den Rumpf und Innenbeplankung OK, mit Ausnahme von Decks.

Ciao,

HWE

PS: Mach' dir nichts draus, es gibt viele Modellschiffe (gerade die wirklich guten!) bei denen die Decks mehr als einmal neu verlegt wurden...
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 30.06.10 Decksarbeiten IV
Beitrag von: Bradhower am 30. Juni 2010, 21:28:21
Hallo HWE,

wenn ich mir gerade so die Bilder der "echten" HMS Victory ansehe, sind die Decks wirklich sehr sauber geputzt – man sieht sogar die Maserung teilweise noch.

Aber war das immer so? Angenommen mein Schiff ist im eher um das Jahr 1700 angesiedelt, waren die Schiffsplanken auch schon so akkurat verlegt und die Böden nahezu „weiß“ geputzt? Ich könnte mir gut vorstellen, dass der jahrelange Gebrauch und die Abnutzung des Deckbodens, irgendwann dazu geführt hat, dass das Holz dunkelte und eine nahezu nussbaumartige Färbung annahm? ;)

Ursprünglich ist diese Plankenfarbe auch als Kontrast gedacht, zu den später weißen Innenwänden und roten Stückpforten. Wenn der Boden jetzt auch noch hell ist, fehlt mir persönlich ein wenig der farbliche Kontrast - zumindestens wenn es nach der künstlerischen Ader geht  :rolleyes:

Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend. Ich müsste für eine neue Beplankung des Decks das Nussbaumfurnier überleimen, denn ein Entfernen des Selbigen, würde wohl mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen, dafür bindet der Leim zu gut ;)

Zumal ich heute eh ein wenig mit den Grätings experimentiert habe und eine neue Beplankung um diese einfach herum legen könnte…

(http://666kb.com/i/bkj4bit0rp99ajh8x.jpg)
(http://666kb.com/i/bkj4bwmgg7z1fvx1t.jpg)
(http://666kb.com/i/bkj4dc4uj9r1m62hd.jpg)

Eine neue Beplankung bei gleichzeitigem Niederschliff der Grätings und der Umrahmung würde auch deren hohe Kante mehr verschwinden lassen. Zudem könnte ich mit der Verlegung noch etwas üben…. ;) *grübelundnocheinenachdarüberschlafen*

Im Bugbereich habe ich die Lücke heute auch geschlossen, aber noch nicht verleimt. Denn hier offenbart sich ebenfalls eine Optimierungsmöglichkeit. Indem ich die Bugaufbauten doch etwas weiter nach vorne ziehe und sie in einem Halbkreis schließe (siehe Bleistiftskizze):

(http://666kb.com/i/bkj4hstlftyqwg9ht.jpg)

Ich glaube, wenn das Geschützdeck noch etwas nach vorne gezogen wird, kann ich auch den Bugspiet später gut mit einbauen. :) Den Vorsteven werde ich so oder so noch überarbeiten müssen.

Bis dahin,

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 01. Juli 2010, 00:20:49
hallo marcel, evtl hilft dir dieses bild weiter. http://www.spiegel.de/img/0,1020,1422351,00.jpg (http://www.spiegel.de/img/0,1020,1422351,00.jpg)
ich bin ja auch eher ein fan von etwas dunkleren decks.
grüsse, roland
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 01. Juli 2010, 13:36:59
Hallo Roland,

genau so ein Bild hatte ich gestern auch gefunden. Nur wirkten dort die Planken fast weiß, hier sind die ja schon eher hässlich grau ;)

Ich habe mich auch noch nicht zu 100% dazu entschlossen, die Planken neu zu verlegen. Denn wie du auch, finde ich das dunklere Holz eigentlich angenehmer. Die Hauptdecks werden später definitiv nicht diesen Holzton haben, sondern bedeutend heller sein. Naja, da ich das jetztige Furnier nur mit Schäden entfernen kann, muss ich die restliche Fläche noch fertig beplanken, bevor ich eine neue Decke auflege :)

Habe heute schon bei Ebay herumgesucht, dort gibt es einen Händler bzw. gab es einen Händler der feine Birkenleisten angeboten hat. Schon (fast) passend in Länge (ca. 10cm)  und Breite (0,5 cm), in 100er, 250er, 500er und 1000er Mengen. Leider habe ich seinerzeit nur eine kleine Anzahl bestellt, für die Bordinnenwände. Vielleicht weiß ja zufällig jemand hier, wie dieser Händler heißt? Ich habe mir schon die Augen wund gesucht  :rolleyes:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 01. Juli 2010, 18:26:37
hallo marcel, noch ein gedanke zum thema deckfarbe. wenn du dein schiff bei 'schwerem' wetter darstellst, also
dann, wenn auch mal wasser über' die planken schwappt, darf's ruhig NOCH dunkler sein.
die sehr helle anmutung ensteht ja nur, wenn man das deck mit dem gebetsbuch geschrubbt hat und das ganze furztrocken ist. ich such dir da noch ein referenzfoto raus....
muss ich suchen, ist aber sehr interessant.
bis die tage, danke für die PN...bin heute etwas in zeitdruck...
grüsse, roland
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 02. Juli 2010, 09:25:09
Hallo Roland,

Referenzfotos nehme ich immer gerne :)

Bei Modellmarine.de habe ich mir weitere Bilder der Victory angesehen und dort erscheinen die Unteren Geschützdecks doch nicht ganz so "weiß" geschrubbt zu sein:

http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_imagebrowser&view=gallery&folder=hms_victory&Itemid=55 (http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_imagebrowser&view=gallery&folder=hms_victory&Itemid=55)

Anfänglich dachte ich, dass dies am mangelnden Licht für die Kamera liegt, aber auch die anderen Bereiche des Schiffs, wie die Schiffszimmerei oder das Foto mit den Seekisten, zeigen dann doch eher dunklere Böden. Wie auch hier auf einigen Bildern:

http://www.marinemaler-olaf-rahardt.com/joomla/index.php?option=com_content&task=view&id=22&Itemid=1 (http://www.marinemaler-olaf-rahardt.com/joomla/index.php?option=com_content&task=view&id=22&Itemid=1)

Mir scheinen ja die werten Matrosen der Royal Navy wohl nur auf den oberen Decks, wie die Weltmeister geschrubbt zu haben ;)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 04.07.2010 - Decksarbeiten V
Beitrag von: Bradhower am 04. Juli 2010, 19:15:54
Ohne Fussball ging es heute wieder mit der Spirit weiter. Über die Deckbeplankung habe ich noch nicht endgültig mein Urteil gefällt. Auf der einen Seite gefällt mir das bisherige Deck gut, so wie es ist. Auf anderen Seite hat das nach mondfeldscher Art verlegte und hellere Deck aus Kiefernleisten auch seinen Reiz. Naja, ich hoffe noch auf die richtige Eingebung. Heute habe ich ersteinmal die restliche Fläche des Decks zu Ende geplankt.

Nach 2,5 Stunden Arbeit gab es folgende Fortschritte:

Zunächst habe ich an Steuer- und Backbordseite eine verstärkte Leiste als Bergholz aus Lindenholz befestigt:

(http://666kb.com/i/bkn2vwv3rlwm4m4w4.jpg)

Außerdem habe ich, wie bereits angekündigt, den Vorsteven gekappt:

(http://666kb.com/i/bkn2wbov3s08pnk1w.jpg)

Dieser entsprach nicht mehr den zukünftigen Planungen und wurde somit entfernt. Eine neue Konstruktion werde ich zu gegebener Zeit präsentieren. Mir fehlt allerdings noch das geeignete Holz in gleicher Stärke, wie der Rest des Kiels, so dass es wohl noch ein wenig dauern wird, bis ich hier einen neuen Steven nachgebaut habe.

Wie man auf dem obigen Foto auch sieht, habe ich heute damit angefangen das Deck weiter vorzuziehen, um es dann später im Halbkreis zu schließen.

(http://666kb.com/i/bkn2zs6g0814dgll0.jpg)

Hierfür erarbeite ich zur Zeit eine möglichst stabile Konstruktion, da vor allem die noch nicht erstellten Außenpfosten, auch die äußere Beplankung halten müssen.

Wie oben geschrieben habe ich heute auch die Beplankung des Decks abgeschlossen:

(http://666kb.com/i/bkn30ky8cnvmnvfb8.jpg)
(http://666kb.com/i/bkn3abu2fh1tneeys.jpg)

(http://666kb.com/i/bkn33mrr27d1m0tac.jpg)
(http://666kb.com/i/bkn340pgow60j4mkk.jpg)

Meine Musterstür musste für das Foto auch mal wieder herhalten ;) Den hinteren Teil des Decks werde ich nicht zu einem reinen Batteriedeck machen. Hier wird es nicht nur einen Auf- bzw. Niedergang geben, sondern ich denke noch einen oder zwei Räume, vielleicht für den Schiffszimmermeister oder als Lazarett. Bevor ich damit beginne, wird allerdings der Fokus auf dem Heck des Schiffes liegen. Hier tendiere ich dazu mich generell von den Plänen - ein "fregatten-ähnliches" Schiff zu bauen um 1800 - zu verabschieden und ein paar Jahrhunderte zurück und mit dem Modell eher in Richtung Galeone bzw. die Spirit mehr in das Jahr um 1700 anzusiedeln. Dies käme dem gesamten Rumpf, so wie er sich jetzt darstellt, ebenfalls ein wenig mehr entgegen… :)

Fortsetzung folgt…

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 30.06.10 Decksarbeiten IV
Beitrag von: hwe am 07. Juli 2010, 16:20:02
Hallo Marcel,

Hallo HWE,

wenn ich mir gerade so die Bilder der "echten" HMS Victory ansehe, sind die Decks wirklich sehr sauber geputzt – man sieht sogar die Maserung teilweise noch.
Das ist bei "rohem" Holz so üblich, daß man die Maserung erkennen kann... ;)
Zitat
Aber war das immer so? Angenommen mein Schiff ist im eher um das Jahr 1700 angesiedelt, waren die Schiffsplanken auch schon so akkurat verlegt
Um 1700 wurde es vermutlich langsam "besser". - Die Vasa vom Beginn des 17 Jahrhunderts hat jedenfalls eine sehr kreative Decksbeplankung gehabt. - Wohingegen die Briten dann schon irgendwann dazu übergegangen sind, die Planken zu "normieren", so daß man überhaupt regelmäßig beplanken konnte!
Zitat
und die Böden nahezu „weiß“ geputzt? Ich könnte mir gut vorstellen, dass der jahrelange Gebrauch und die Abnutzung des Deckbodens, irgendwann dazu geführt hat, dass das Holz dunkelte und eine nahezu nussbaumartige Färbung annahm? ;)
Da muß ich dir leider wiedersprechen. - Holz, wenn es täglich gescheuert wird, bleibt hell. - Eben weil täglich die oberste Schicht abgetragen wird. Damit kann es quasi nicht altern (optisch) und wird somit sowieso eher grau wenn es dann doch in der Sonne altert (Tut meines Wissens jedes Holz. - Dunkelbraun wird dabei keines. - Im Gegenteil, dunkelbraunes Holz wird ebenfalls Grau!)

Wenn Holz auf einem Schiff "dunkelbraun" *wird*, liegt ein Problem vor! - Dann ist nämlich Feuchtigkeit in das Holz eingedrungen. - Ein sicheres Zeichen für jeden Schiffbauer, daß das entsprechende Holzstück erneuert werden muß!  :pffft: - Das weiß jeder, der ein Holzboot sein eigen nennen darf (oder mal nennen konnte, oder sich mit hölzernen Yachten und deren Restauration näher befasst hat).
Zitat
Ursprünglich ist diese Plankenfarbe auch als Kontrast gedacht, zu den später weißen Innenwänden und roten Stückpforten. Wenn der Boden jetzt auch noch hell ist, fehlt mir persönlich ein wenig der farbliche Kontrast - zumindestens wenn es nach der künstlerischen Ader geht  :rolleyes:
Weiße Innenwände gab es vielleicht im Bereich der Kapitänskajüte. - Bei britischen Schiffen war der Boden derselben dann meist Schwarz/Weiß diagonal gewürfelt. - Der Rest des Schiffes wurde unter Deck entweder Naturbelassen, oder vielleicht gefirnisst und die Seiten zuerst Rot und später auch in anderen Farben (grün oder weiß) bemalt. Um 1700 dürfte Rot die richtige Wahl sein.
Zitat
Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend. Ich müsste für eine neue Beplankung des Decks das Nussbaumfurnier überleimen, denn ein Entfernen des Selbigen, würde wohl mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen, dafür bindet der Leim zu gut ;)
Die Haftung des Leims überschätzt du vermutlich massiv! - Das hatte ich auch schon mal. - Erstaunlicherweise geht so ein Deck meist doch sehr schnell runter... ;)
Zitat
Zumal ich heute eh ein wenig mit den Grätings experimentiert habe und eine neue Beplankung um diese einfach herum legen könnte…
Da es sich ohnehin nur um ein reines Lernprojekt handelt, ist es relativ egal, ob dir an der Deckshöhe hinterher etwas fehlt...
Also, mach' wie Du denkst!
Zitat
Eine neue Beplankung bei gleichzeitigem Niederschliff der Grätings und der Umrahmung würde auch deren hohe Kante mehr verschwinden lassen. Zudem könnte ich mit der Verlegung noch etwas üben…. ;) *grübelundnocheinenachdarüberschlafen*

Im Bugbereich habe ich die Lücke heute auch geschlossen, aber noch nicht verleimt. Denn hier offenbart sich ebenfalls eine Optimierungsmöglichkeit. Indem ich die Bugaufbauten doch etwas weiter nach vorne ziehe und sie in einem Halbkreis schließe (siehe Bleistiftskizze):

Ich glaube, wenn das Geschützdeck noch etwas nach vorne gezogen wird, kann ich auch den Bugspiet später gut mit einbauen. :) Den Vorsteven werde ich so oder so noch überarbeiten müssen.

Bis dahin,

Gruß Marcel

Viel Erfolg!

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 07. Juli 2010, 16:29:15
Hallo Marcel,

Hallo Roland,

Referenzfotos nehme ich immer gerne :)

Bei Modellmarine.de habe ich mir weitere Bilder der Victory angesehen und dort erscheinen die Unteren Geschützdecks doch nicht ganz so "weiß" geschrubbt zu sein:

http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_imagebrowser&view=gallery&folder=hms_victory&Itemid=55 (http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_imagebrowser&view=gallery&folder=hms_victory&Itemid=55)

Anfänglich dachte ich, dass dies am mangelnden Licht für die Kamera liegt, aber auch die anderen Bereiche des Schiffs, wie die Schiffszimmerei oder das Foto mit den Seekisten, zeigen dann doch eher dunklere Böden. Wie auch hier auf einigen Bildern:

http://www.marinemaler-olaf-rahardt.com/joomla/index.php?option=com_content&task=view&id=22&Itemid=1 (http://www.marinemaler-olaf-rahardt.com/joomla/index.php?option=com_content&task=view&id=22&Itemid=1)

Mir scheinen ja die werten Matrosen der Royal Navy wohl nur auf den oberen Decks, wie die Weltmeister geschrubbt zu haben ;)

Gruß Marcel

Neee, ich glaube, das interpretierst du nicht so ganz richtig... - Zum einen werden die Böden der Victory heute bei weitem nicht mehr so oft gescheuert, wie damals. - Sie dunkeln unter Deck (weil die Sonneneinstrahlung fehlt, dunkeln sie tatsächlich, anstatt grau zu werden) ein wenig nach. - So wie Massivholzmöbel das auch tun. - Letztere werden ja auch nicht täglich gescheuert...
Auf einigen Fotos (vor allem, auf denen, wo der Weißabgleich neutral ist) kann man durchaus erkennen, dass die Decks fast weiß wirken. - An Deck sieht man scheinbar "dunkle" Planken. - Aber auch da wäre ich sehr vorsichtig. - Decks (auch frisch gescheuerte!) werden schlagartig sehr dunkel (zum Teil, je nach Holz, sogar fast schwarz!), wenn sie NASS werden! - Und da England bekanntlich ein recht feuchtes Klima hat, kann es sein, daß es kurz vor den Aufnahmen ein wenig Nieselregen gab. - Oder auch "Morgentau".

Wenn die Decks nicht mitten im Hochsommer nach 14 Tagen Sonnenschein ohne Regen fotografiert wurden, dann ist da vermutlich immer noch einiges an Restfeuchte im Spiel.
 
Wie gesagt. Heute werden die nicht mehr so intensiv geschrubbt. - Decks kosten schließlich auch Geld! Und würde man die täglich komplett scheuern, wären schnell neue fällig. - Die sollen halten!!! ;)

Davon abgesehen hat dein Deck eine Färbung, bei der ich entweder sagen würde: "Das komplette Deck ist gerade naß." (Es wird gerade "gewischt" ;) ) - oder "Das komplette Deck hat so viel Wasser gezogen, daß es rott ist und unbedingt sofort getauscht werden muß!"

Ein anderes Thema ist ein fehlender Ersatz. - Wenn es finanziell nicht geht, dann kannst Du ja immer noch "hoffen", daß man es kaum sehen wird, weil es eh' das Gundeck ist und dadurch weitgehend nicht zu sehen. - Dann könnte man vielleicht in der Kuhl einen Teil neu verlegen und dann fällt das kaum auf. ;)

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 08. Juli 2010, 21:28:14
Hallo HWE,

Zitat
Um 1700 wurde es vermutlich langsam "besser". - Die Vasa vom Beginn des 17 Jahrhunderts hat jedenfalls eine sehr kreative Decksbeplankung gehabt. - Wohingegen die Briten dann schon irgendwann dazu übergegangen sind, die Planken zu "normieren", so daß man überhaupt regelmäßig beplanken konnte!

Naja, da ich mich zur Zeit mit dem Gedanken angefreundet habe, die Spirit eher in den Jahren zwischen 1600 und 1699 n. Christi anzusiedeln und gar tendenziell eher einer Seemacht auf der iberischen Halbinsel zuzuordnen, wühle ich mich gerade (u. a.) durch dieses Büchlein: Die Galeonen – Große Segelschiffe um 1600 (http://www.amazon.de/Die-Galeonen-Gro%C3%9Fe-Segelschiffe-1600/dp/3763754709/ref=sr_1_7?ie=UTF8&s=books&qid=1278615514&sr=8-7)   

Aber das klärt natürlich die Beplankung nicht gänzlich. Ich will auch gar nicht danach suchen, ob es irgendwo ein Schiff gegeben hat, dass eine geradezu „wirre“ Decksbeplankung hatte. Ich glaube die Suche wird zu lange dauern ;)

Zitat
Da muß ich dir leider wiedersprechen. - Holz, wenn es täglich gescheuert wird, bleibt hell. - Eben weil täglich die oberste Schicht abgetragen wird. Damit kann es quasi nicht altern (optisch) und wird somit sowieso eher grau wenn es dann doch in der Sonne altert (Tut meines Wissens jedes Holz. - Dunkelbraun wird dabei keines. - Im Gegenteil, dunkelbraunes Holz wird ebenfalls Grau!)

Wenn Holz auf einem Schiff "dunkelbraun" *wird*, liegt ein Problem vor! - Dann ist nämlich Feuchtigkeit in das Holz eingedrungen. - Ein sicheres Zeichen für jeden Schiffbauer, daß das entsprechende Holzstück erneuert werden muß!   - Das weiß jeder, der ein Holzboot sein eigen nennen darf (oder mal nennen konnte, oder sich mit hölzernen Yachten und deren Restauration näher befasst hat).

Da kenne ich eine Lösung: Palisanderfarbe ;) – gut ich schrubbe zu selten Schiffsdecks, deswegen fehlt mir da schlichtweg die vollkommene Kenntnis über das Verhalten des Holzes im Angesicht von Wasser, Seife und Schrubbzeug ;)

Zitat
Weiße Innenwände gab es vielleicht im Bereich der Kapitänskajüte. - Bei britischen Schiffen war der Boden derselben dann meist Schwarz/Weiß diagonal gewürfelt. - Der Rest des Schiffes wurde unter Deck entweder Naturbelassen, oder vielleicht gefirnisst und die Seiten zuerst Rot und später auch in anderen Farben (grün oder weiß) bemalt. Um 1700 dürfte Rot die richtige Wahl sein.

Die weißen Wände auf dem Geschützdeck, findet man wohl nur noch auf Museumsschiffen. Naja, hier nehme ich mir die künstlerische Freiheit zwischen rot und weiß zu wählen für das Geschützdeck. Die Kapitänskajüte soll eine große Seekarte und Wände aus Edelholz bekommen. Das ist aber wie gesagt, alles Bestandteil der künstlerischen Freiheit ;) Die Farbe Grün ist hier auf jedenfall völlig außen vor. Alternativ kann ich mir noch eine schöne Holzfarbe für das Geschützdeck vorstellen. Hier teste ich zur Zeit verschiedene Farb- bzw. Holztöne.

Zitat
Zitat
Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend. Ich müsste für eine neue Beplankung des Decks das Nussbaumfurnier überleimen, denn ein Entfernen des Selbigen, würde wohl mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen, dafür bindet der Leim zu gut 
Die Haftung des Leims überschätzt du vermutlich massiv! - Das hatte ich auch schon mal. - Erstaunlicherweise geht so ein Deck meist doch sehr schnell runter...   

Die Auflagefläche für die Planken besteht aus Pappelholz, von mittelprächtiger Baumarktqualität und ich vermute das der Leim sich darauf sehr wohl gefühlt hat. Außerdem müsste ich die Seitenwände auch lösen, da sie auf dem Furnier liegen. Nenenene, das würde kein gutes Ende nehmen… :rolleyes:

Zitat
Davon abgesehen hat dein Deck eine Färbung, bei der ich entweder sagen würde: "Das komplette Deck ist gerade naß." (Es wird gerade "gewischt"  ) - oder "Das komplette Deck hat so viel Wasser gezogen, daß es rott ist und unbedingt sofort getauscht werden muß!" Ein anderes Thema ist ein fehlender Ersatz. - Wenn es finanziell nicht geht, dann kannst Du ja immer noch "hoffen", daß man es kaum sehen wird, weil es eh' das Gundeck ist und dadurch weitgehend nicht zu sehen. - Dann könnte man vielleicht in der Kuhl einen Teil neu verlegen und dann fällt das kaum auf.   

Da mein Schiff eh auf dem Grund eines Sees landen wird, sind die mit Nässe durchzogenen Planken vielleicht gar nicht so abwegig… ;)

Hier habe ich auf jedenfall schon ein paar Kiefernleisten bestellt, http://www.architekturbedarf.de/Shop/Modellbau1/Holz/holz.html] [url]http://www.architekturbedarf.de/Shop/Modellbau1/Holz/holz.html (http://[url)[/url]
für den Fall ich beplanke das Geschützdeck doch neu – spätestens für die Hauptdecks werden die Leisten aber Verwendung finden.

Auf jedenfall werde ich erst einmal die Grätings und noch ein paar Wände ziehen, dann fälle ich die Entscheidung, ob das Deck neu beplankt wird oder nicht. Man sieht nachher ja eh nicht mehr viel davon.

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 08.07.2010 Bugarbeiten I
Beitrag von: Bradhower am 08. Juli 2010, 21:46:45
Zur Bekämpfung des WM-Katers ging es heute für kurze Zeit zur „Erholungstherapie“ in den Keller. Hier habe ich ein wenig am Bug weitergerarbeitet und die Fortschritte für euch dokumentiert:

(http://666kb.com/i/bkr95cx1e00mkb6c3.jpg)
Das Deck ist noch nicht verleimt, daher kann es auf einigen Bildern etwas schief wirken, auch die Bleistiftzeichnungen könnten etwas irritieren ;).

Der Bugbereich wird später u. a. über einen Aufgang vom Geschützdeck aus erreichbar sein. Die äußere Wand wird im Halbkreis verlaufen – ich hoffe nur ich vergesse den Einlass bzw. die Halterung für den Bugspiet nicht :pffft: : (http://666kb.com/i/bkr96p014uvls1l1v.jpg)

Im „Raum“ zwischen den beiden Decks werden später die beiden Ankerketten laufen:
(http://666kb.com/i/bkr97xqmqa1r7psr7.jpg)

So das war es auch schon, der nächste Report wird sicherlich wieder ausführlicher.

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 11.07.10 Bugarbeiten II
Beitrag von: Bradhower am 11. Juli 2010, 19:11:17
Dieses Wochenende habe ich am Bug weitergearbeitet, nach ca. 8 Stunden, verteilt auf Samstag und Sonntag kann ich euch heute folgendes Ergebnis präsentieren:

Hier zunächst mit einem provisorischen Bugspiet:
(http://666kb.com/i/bku6jgj06z4a9kgo5.jpg)
(http://666kb.com/i/bku6rviz6kr34byat.jpg)
(http://666kb.com/i/bku6pq84hqomy8ndx.jpg)

Der Bugspiet wird seine entgültige Position bekommen, sobald der neue Vorsteven fertig ist. Der Draht aus den Ankerklüsen, dient dazu später die Ankerkette bzw. das Tau für den Anker durch den Unterbau zu ziehen.

Die rote Pfeilmarkierung zeigt an, wo ich später eine Tür andeuten möchte:
(http://666kb.com/i/bku6omvljhr6das85.jpg)
(http://666kb.com/i/bku6ivksy35ct7xid.jpg)

Außerdem überlege ich bei dem Vorbau in die Stückpforte einen vorgefertigen Rahmen aus Messing zu setzen – der könnte, wie hier, von Krick sein:

(http://666kb.com/i/bku6q5cvz1hn3uhd1.jpg)

Außerdem habe ich den Rahmen für die Grätings verleimt. Sowie am Heck die Arbeit aufgenommen und eine Zwischendecke gezogen (ohne Fotos). Die Beplankung des Geschützdecks werde ich wohl doch so lassen. Der Grund: Mir gefällt es einfach ;)
Die späteren Hauptdecks, werden aber definitiv mit feinen Kiefernleisten beplankt.

Bis dahin,
schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 13.07.2010
Beitrag von: Bradhower am 13. Juli 2010, 21:12:49
Werte Holzwürmergemeinde,

auch heute gibt es wieder ein paar Fortschritte zu verkünden:

Nachdem ich gestern ein wenig meine Werkstatt aufgeräumt habe (man glaubt ja nicht, wie viel Sägespäne und Schnittreste sich binnen weniger Baustunden ansammeln können und wo überall), fand ich einen Vorsteven den ich für mein Bounty-Projekt nachgebaut habe. Diesen Steven habe ich verworfen, da die oberen Teile zwar passten aber der Steven im Bereich des Unterwasserschiffes ungenau geworden ist. So habe ich ihn seinerzeit zu den (gefühlten) 10 anderen, gescheiterten Versuchen in die Ecke gepfeffert und nun wieder hervorgeholt.

Aus dem anfänglichen Zweifeln, ob ich diesen Steven für die Spirit verwenden kann, wurde nach dem Gebrauch von Säge, Schleifpapier und unzähligen Passproben doch irgendwie Gewissheit. Da der obere Teil des Stevens für meinen Geschmack recht ordentlich geworden ist, habe ich ihn noch ein wenig nachgearbeitet, anschließend gebohrt und gedübelt und siehe da, nach ein paar kleineren Wutanfällen, weil die Klemmen nicht halten wollen, hat der Steven doch noch seine Endposition gefunden.

Der Unterschied bei den Holzsorten ist natürlich nicht zu übersehen, aber der gesamte Kiel wird demnächst in Nussbaum bemalt, danach sollte alles schön gleichmäßig aussehen :)

Sollte der Steven allerdings komisch wirken, dürft ihr mich das ruhig Wissen lassen ;) :

(http://666kb.com/i/bkwa4qigtx9tjk1r4.jpg)
Die weißen Flecke sind Reste von einem Taschentuch – hatte gerade leider kein anderes Papier zur Hand, als ich zum Pressvorgang angesetzt habe und dabei dringend was zwischen Holzzwinge und Steven benötigte um die Welle von hervorquellenden Leim aufzuhalten ;)

Hier das Werk auch noch einmal von vorne und von der anderen Seite:

(http://666kb.com/i/bkwa7abh0r8n1z468.jpg)
(http://666kb.com/i/bkwa7v2knewe0l9sw.jpg)

Wie geschrieben, wird der Übergang zwischen den Hölzern noch nachgearbeitet und vielleicht auch noch ein wenig gespachtelt, ehe Farbe alles verschwinden lässt ;)

Vermehrt richte ich inzwischen auch meine Aufmerksamkeit auf das sträflich vernachlässigte Heck der Spirit. Hier feile ich an einem Ergebnis für eine elegante und geschwungene Hecklösung:

(http://666kb.com/i/bkwa8s5j1tcvjt80w.jpg)

Zur Abwechslung habe ich auch mal eine Gesamtansicht zu bieten:

(http://666kb.com/i/bkwacbhsocvvjjh7k.jpg)

So bald das Geschützdeck seine Außenbordwände hat, werde ich mich wieder der Beplankung widmen. Dort neben der Bemalung des Kiels, auch mit der Sichtbeplankung beginnen. Die Erstbeplankung wird dann über das Geschützdeck weiter gezogen, während die Sichtbeplankung zunächst bis zum ersten Bergeholz gehen soll.
Um mein weiteres Vorhaben noch ein wenig zu veranschaulichen, habe ich die Gesamtansicht dazu genutzt, einmal kurz zu skizzieren, wie sich die Aufbauten der Spirit weiter entwickeln sollen:

(http://666kb.com/i/bkwadv0qgdzpkzxls.jpg)

Wie man sieht kollidieren die oberen Geschützpforten wohl später mit den Spanten, so dass ich hier noch reichlich Arbeit erahne ;) Am Heck bin ich zur Zeit noch am überlegen, ob das Schiff noch seitliche Balkone oder Ähnliches bekommt. Das werden sicherlich die weiteren Entwicklungen offenbaren.

Ach ja, für die Decksinnenwände habe ich mir übrigens Farben der „Admiralty Colour“-Serie bestellt (hier u. a.  Rot-Ocker für das Geschützdeck) – habe diese Farben bis jetzt nur in englischen Shops gesehen, bis ich bei www.krickshop.de (http://www.krickshop.de) darüber gestolpert bin: http://www.krickshop.de/Admiralty-Colour-Serie-fuer-Hist-Schiffsmodelle (http://www.krickshop.de/Admiralty-Colour-Serie-fuer-Hist-Schiffsmodelle) –

Wie sind den eure Erfahrungen mit dieser Farbe? Lässt die sich gut auftragen bzw. wirkt sie auch gut auf Holz? Mit rund 6 Euro ist das 15ml Farbdöschen ja nicht gerade billig ;)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 16.07.10 Decksarbeiten VI
Beitrag von: Bradhower am 16. Juli 2010, 20:01:01
Werte Modellbaugemeinde,

heute gibt es mal wieder einen kurzen Stand der Arbeiten am Schlachtross. Die in meinem vorherigen Bericht erwähnten Farben sind gestern eingetroffen und ich konnte nicht an mich halten und sie gleich mal ausprobieren. Also ich muss sagen, die 6 Euro pro Döschen haben sich doch gelohnt, super Deckkraft, kein Verlaufen – sehr zufrieden stellende Qualität.

Ich habe die Farben zunächst im vorderen Teil des Geschützdecks benutzt. Außerdem habe ich für den Aufgang zur Gallion eine Tür gebastelt – wenn man hier noch ein wenig den frischen Lack schimmern sieht, dann liegt es daran, dass ich die beiden Flügel extra für das Foto kurz von ihrem Trocknungsprozess abgehalten habe:

(http://666kb.com/i/bkzae0vevqt8cja08.jpg)

links ist übrigens ein Geschütz mit Lafette von Steingraeber und rechts von Krick - bei den Kanonen experimentiere ich noch ein wenig...

(http://666kb.com/i/bkzagj134pvyohrhk.jpg)

Und hier noch mit Figur:

(http://666kb.com/i/bkzah12lcftepsqco.jpg)

Außerdem habe ich die Grätlings bemalt und montiert – ob ich diesen Farbton aber wirklich beibehalte bin ich noch etwas unschlüssig.

Die Bordwände habe ich heute bis zum Heck vorangetrieben und fast fertig gestellt.

(http://666kb.com/i/bkzai33z6qdg7kpk8.jpg)

Auf diesem Bild sieht man, dass ich im hinteren Teil noch zwei Räume plane, ich dachte dabei an die Schiffszimmerei und das Lazarett. Dieses könnte ich mir auch ein Deck höher in der Kombüse ganz gut vorstellen. Daher mag es auch sein, dass ich rechts oder links noch eine Offizierskajüte errichte. Vielleicht auch eine Munitionsausgabe – mal sehen. Viele Ideen, viele Möglichkeiten – lasst euch überraschen…

Fortsetzung folgt…

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 18. Juli 2010, 17:23:12
hi marcel, du weisst ja, ich schaue immer wieder gerne bei dir und deiner 'free-spirit' vorbei.
ALLERDINGS....es fällt mir auf, dass speziell deine bilder immer besonders gross und lade-intensiv
sind....wirklich in keinem anderen baubericht sind die ladezeiten so heftig.
es wäre echt super, wenn du deine bilder ein wenig an die 'übliche' grösse 640x480 und komprimiert
anpasst.....dann macht das hier bei dir doppelt so viel spass....
überleg's dir mal.....
dir 'n schönen sonntag, grüsse, der roland
PS: mannschaft von dir ist bald bereit, bei mir anzuheuern :D
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 18. Juli 2010, 18:52:25
Hallo Roland,

das freut mich das die Jungs bald zum Einsatz kommen - bin sehr, sehr gespannt was du aus dem Konvolut gemacht hast :)

Die Bilder nehme ich mit der Handykamera auf und bei einer Auflösung von 640x480 sind die eigentlich zu unscharf. Daher sind die Pics immer ein wenig größer und die Dateigröße verringere ich auf 100 KB (plus/minus). Aber gut, danke für den Hinweis, denn an meinen PCs hatte ich bis jetzt minimale Ladezeiten, daher bin ich davon ausgegangen das alles gut ist. Ich werde bei den nächsten Bildern mal versuchen, die Auflösung noch ein wenig herunterzuschrauben.

Schönen Restsonntag & Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 19. Juli 2010, 14:28:54
hi marcel, vielleicht geht es ja nur mir so....mit den ladezeiten aber ich schaue auch schonmal von unterwegs
aufm netbook oder blackberry rein und da fällt mir dann immer auf, dass die dinger mächtig in die knie gehen....
bis die tage, LG Roland
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 21.07.2010 Decksarbeiten VII
Beitrag von: Bradhower am 21. Juli 2010, 20:58:26
Liebe Modellbaukollegen,

auch wenn ich in den letzten zwei Tagen nicht allzu viel geschafft habe, möchte ich euch auch die kleineren Fortschritte am Modell präsentieren. Leider sind es keine Großen, da eine Sache mir dazwischengefunkt hat – mein Geburtstag ;)

Hier hat meine Freundin meine Abendgebete erhört und mir eine schicke Bohrmaschine geschenkt und da diese zusammen mit dem Bohrständer zu viel Platz wegnimmt, gab dazu auch noch eine Werkbank :D

(http://666kb.com/i/bl4e2jjggeh77lcmc.jpg)

Damit hat sich meine Arbeitsfläche auf knapp 5 Meter verlängert und ich kann endlich raumgreifend arbeiten ;) An der Wand fehlt allerdings noch ein weiteres Regal für meine stetig wachsende Panzerarmee (rechts im Bild zu erahnen).

Des Weiteren habe ich endlich die passenden Stäbchen für die Decks- und Innenbeplankung bekommen (siehe auch älteren Bericht). Wo weg diese sind? Aus dem Kaffee-Großhandel :):

(http://666kb.com/i/bl4e5me40qsco7w2s.jpg)

2000 Rührstäbchen aus Kieferholz, schon passend auf Breite geschnitten und das Ganze für einen knappen Zehner inklusive Versand. Damit sollten die nächsten Schiffdecks gesichert sein ;)

Dies habe ich heute genutzt und die ersten Stäbchen für die im letzten Baubericht angekündigten Räumlichkeiten im hinteren Teil des Geschützdecks eingebaut:

(http://666kb.com/i/bl4e83jbpih1da7ms.jpg)
(http://666kb.com/i/bl4ea3ijiugj4zrj8.jpg)

Hier möchte ich eine kleine Schiffszimmerei einrichten, die man später durch die Luke aus „erahnen“ kann. Aktuell habe ich noch nicht die endgültige Deckenhöhe für das Geschützdeck, daher fehlt noch der Eckpfeiler. Auf der gegenüberliegenden Seite kommt entweder ein Magazin oder eine Kajüte für die niederen Offiziersränge.

Am Bug habe ich einen kleinen Durchgang zur Galion errichtet. Außerdem den Rest des vorderen Decks geschlossen. Aktuell noch provisorisch, da ich noch einen grätling-ähnlichen Übergang zum Vorsteven bauen möchte. Außerdem wird der Vorsteven noch ordentlich geschliffen, um ihn etwas eleganter darstellen zu können:

(http://666kb.com/i/bl4eci3aih5dapxyc.jpg)
(http://666kb.com/i/bl4ecxx93opbfzyuc.jpg)

So viel zu den „kleinen“ Fortschritten, mehr gibt es in den nächsten Tagen zu berichten.

An dieser Stelle auch noch eine Frage: Da ich regelmäßig im Baumarkt vor den Holzfarben stehe und mich frage welche Farbe ich für den Rumpf nehmen soll (vor allem für den Bereich oberhalb der Wasserlinie). Wollte ich einmal nachfragen mit welchen Farben ihr an euren Holzmodellen noch arbeitet. Man kann sicherlich einiges mit Acryl-Farben bemalen und es sieht nachher auch gut aus, aber ich persönlich mag für Holz eher Holzfarbe ;) Ich stehe im Baumarkt immer vor Teak, Kirsche und Nussbaum hell/dunkel und bin immer noch unschlüssig, was später am besten wirkt. Die Sichtbeplankung wird aus Birnenfurnier sein. Vielleicht kann jemand von euch eine Empfehlung aussprechen?

Gruß
Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 22. Juli 2010, 10:16:59
 :tröt: :tröt:alles, alles Gute zum Geburtstag!!!! :tröt: :tröt:
Mit der neuen Bohrmaschine kann ja gar nichts mehr schiefgehen ;)
Gute Idee, das mit den Rührstäbchen- und farblich passen die auch.
Freu mich schon auf die Fortsetzung deines Berichtes!

glg, Sascha

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 22. Juli 2010, 11:05:25
Hallo Sascha,

danke für die Glückwünsche :)

Die Bohrmaschine ist schon was Feines. 1000 Watt, wenn die richtig loslegen ist meine Nachbarschaft sicherlich schwer begeistert :9: :9: :9:  :6:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 23.07.10 Decksarbeiten VIII
Beitrag von: Bradhower am 23. Juli 2010, 19:57:53
Ahoi!

Der heutige Nachmittag am Bau der Spirit, stand zunächst im Zeichen von Korrekturarbeiten. Zunächst habe ich mich der Gräting-Konstruktion auf dem Geschützdeck gewidmet. Den Rahmen für die Grätings habe ich so weit es ging zu einer aufbugenden Form niedergeschliffen, damit aus theoretischer Sicht, der Rückstoß der Schiffsgeschütze nicht dazu führt, dass diese jäh an der Stolperkante der Grätings gestoppt werden. Es ist zwar immer noch eine leichte Kante zu sehen, aber der Gesamteindruck ist jetzt doch etwas ansprechender, wie ich finde :)

(http://666kb.com/i/bl6dpuwl0olpa5m5l.jpg)
(http://666kb.com/i/bl6dq8ezldfnfr1wp.jpg)

Außerdem habe ich am Bug den angedeuteten Durchgang zur Galion abgerissen und durch eine Neu-Konstruktion ersetzt. Zusätzlich wurde ein Teil des Vorbaus mit Planken geschlossen:

(http://666kb.com/i/bl6dtgx2k9649hxm1.jpg)
(http://666kb.com/i/bl6dtukr7p4qxknl5.jpg)

Nach diesen kleineren Korrekturen, habe ich im hinteren Teil des Geschützdecks weitergearbeitet und dort sowohl die Rückwand des Decks weitergebaut, sowie ein Grundgerüst für den ersten von zwei geplanten Räumen gebaut:

(http://666kb.com/i/bl6dvo5lj0q9bhaax.jpg)
(http://666kb.com/i/bl6dvxvxbwfmlwu3t.jpg)

Die Tür ist noch nicht ganz fertig und bekommt auch noch eine Treppe ;)

Eine der beiden Räumlichkeiten wird wohl ein Magazin mit Ausgabefenster für die Geschützkanoniere sein. Hierzu fand ich in dem Buch „Fighting Sail“ eine inspirierende Zeichnung:

(http://666kb.com/i/bl6dxj8ipanb4l8bt.jpg)
(http://666kb.com/i/bl6dxzqdj6t6fqq21.jpg)
(Quelle: Fighting Sail)

So, dass war es mal wieder mit den kleinen Fortschritten am Modell, wenn es in diesem Tempo weitergeht bin ich mir sicher doch noch innerhalb des kommenden Jahrzehnts mit diesem „Studienobjekt“ fertig zu werden ;)

Bis dahin,
Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 24.07.2010 Decksarbeiten IX
Beitrag von: Bradhower am 24. Juli 2010, 16:21:51
heute habe ich die Spill für das heranziehen und ablassen des Ankertaus eingebaut:

(http://666kb.com/i/bl78xsgue4ug7sd64.jpg)

Da die Grätings nur aufgeleimt sind und keinen Durchlass für das Ankertau haben, musste ich improvisieren und werde das Tau später unter der Spill durchführen, um damit zu suggerieren, dass es im Schiffsbauch verschwindet… ;)

Hier gibt es noch ein paar weitere Bilder:

(http://666kb.com/i/bl78z4eee1z1uul64.jpg)
(http://666kb.com/i/bl78zeufgtjzac1ik.jpg)

Für die Färbung der Spill habe ich Nussbaum-Beize verwendet.

Im hinteren Teil habe ich die Räumlichkeiten weiter vorangetrieben, sowie die Tür mit Scharnieren versehen und eingebaut – die Farbe für den Treppenaufgang wird noch geändert. Auf den ersten Blick sah „Dark Earth“ ganz nett aus, auf dem zweiten hässlich… ;)

(http://666kb.com/i/bl790464akbyyw4h8.jpg)
(http://666kb.com/i/bl791lfy8jc0q9ne4.jpg)

Abschließend noch einmal der Blick von der Spill zum Ende des Geschützdecks aus Leichtmatrosensicht :)

(http://666kb.com/i/bl792iovtvhqai7jg.jpg)

Der hier zu sehende Querbalken - der letzte seiner Art - wird irgendwann noch entfernt, er dient zur Zeit einfach nur dem Zweck, dass Modell zu halten.

So das war es mal wieder – bis zum nächsten Report  :winken:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 24. Juli 2010, 19:44:01
Servus Marcel :winken:

....sehr schön geworden !!
Die Kanten der Grätings sehen jetzt um einiges besser aus.Die Türe find ich super orginell :P :P
Auch die Idee mit der "Durchreiche" für die Geschützkanoniere ist klasse!
Einzig die Farbe der Stiege ist nicht unbedigt glücklich- will sagen passt irgendwie nicht zum Gesammtbild...aber das willst du ja eh ändern.

Bis dann und lg,

Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 25. Juli 2010, 13:51:30
Hallo Sascha,

danke für die lobenden Worte :) Die Durchreiche kommt in den rechten Raum - mal sehen, ob ich sie dann auch mit einem Vorhang konstruiere oder vielleicht mit einem Schiebegitter - mal sehen. Die Farbe der Stiege wird heute noch geändert - das war kein guter Griff  :rolleyes:

Bezüglich der Deckenkonstruktion habe ich übrigens heute in dem mondfeldschen Buch zur "Wasa" eine interessante Zeichnung dazu gefunden, die ich mir so oder so ähnlich auch für die Spirit vorstellen könnte:

(http://666kb.com/i/bl85nqiv7v59mcphh.jpg)
(Quelle: "Wasa - Schwedisches Regalschiff von 1628"/ Mosaik Verlag/ S. 59)

So gäbe es keine mehr mit freischwebenden Plankenstößen und ist eine nette Alternative zur Sperrholzdecke. Es ist zwar sicherlich eine heiden Arbeit - aber mich hetzt ja niemand  :6:

Aber jetzt geht es ersteinmal wieder weiter am Modell und den anderen Baustellen...

Schönen Gruß
Marcel

P.S.: Danke für die Links, vor allem der zur Mirage hat mir gute Ideen geliefert :)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 26.07.10 Decksarbeiten X
Beitrag von: Bradhower am 26. Juli 2010, 17:38:02
Die Fortschritte der letzten beiden Tage bestehen daraus, dass ich den Bugbereich zum Vorsteven teilweise beplankt habe. Hinter der auf den Fotos zu sehende Stolperkante wird später eine Grätlingskonstruktion bis zum Vorsteven führen. Außerdem wurden die Kranbalken für die spätere Ankeraufhängung grob vorbereitet. Die Balken wirken aktuell noch sehr mächtig und bekommen daher noch ein wenig Schliff, auch die hier gezeigte Position ist noch nicht entgültig:

(http://666kb.com/i/bl9buawoxj9kzag87.jpg)
(http://666kb.com/i/bl9bwcqx9hd2skjhj.jpg)

Am Heck habe ich die beiden Räumlichkeiten weiter vorangetrieben und ein wenig den Farbpinsel geschwungen:

(http://666kb.com/i/bl9bx2rs2kz27j92f.jpg)

Der Farbauftrag auf der Wand am Heck ist leider etwas komisch geraten, hier werde ich noch ein wenig nachschleifen und anschließend die Farbe noch einmal neu auftragen. Die restlichen Innenwände der linken Kajüte sind allerdings so in Ordnung. Die weißen Flecken auf dem Boden stammen von Klarlack…

(http://666kb.com/i/bl9bz3zwr1dctnauf.jpg)

Soviel zum aktuellen Stand der Dinge.

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 27. Juli 2010, 15:51:51
Ahoi Captain Brad,

Erstmals gratulation zu deinem Fortschritt beim bauen :P :P
Die Farbe der Stiege ist nun auch besser geworden :D
...ganz zu schweigen von der Beplankung des Bugbereiches- haste toll hinbekommen :klatsch: :klatsch:
Die "Balken" würde ich aber auf jeden Fall noch um einiges "zarter" gestalten. Sehen derzeit ein wenig nach "Netzeinholer" von nem Fischkutter aus- ich hoffe du verzeihst, aber die sind wirklich zu massiv für meinen Geschmack :D :D :D
Besonders gefällt mir jedoch mir der "Durchgang zum Bugbereich- der kann was!    :1:
Kleiner Tip an Rande: um den Klarlack vom Boden wegzubekommn, kannst du das Deck mit nem Glasfaserstift vorsichtig bearbeiten- klappt in der Regel recht gut.
Bin schon gespannt, wie du dein Vorhaben mit der Deckenkonstruktion realisieren wirst.......

bis bald dann, Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 28. Juli 2010, 09:19:58
Ahoi Sascha,

schön das dir die kleinen Fortschritte gefallen - obwohl bald jeden Tag zwei Stunden am werkeln, kommt es mir vor, als geht es nur im Schritttempo voran. Naja, immerhin geht es voran. Allerdings verspüre ich seit einigen Tagen ein kleines Motivationsloch. Daher werde ich zwecks Ideensammlung und zum Wohle der Kritiker  :6:, wohl mal ein paar Tage mit dem Modell pausieren und mich anderen Tätigkeiten widmen, wie die Werkstatt aufzuräumen... ;)

Die Kranbalken werden auf jedenfall noch etwas filligraner, wobei so mächtig wie auf den Fotos wirken sie in Natura nicht. Aber trotzdem werde ich da noch ein wenig nacharbeiten. Vielleicht gibt es auch komplett Neue, ich finde es ganz ansprechend wenn die Kranbalken ein wenig gebogen sind. Daher nichts ist entgültig, außer es ist verleimt und das länger als 48 Stunden  :6:

Gruß Marcel

P.S.: Das mit dem Glasfaserstift ist ein interessanter Tipp - vielen Dank!
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 7.08.2010 Diverse Arbeiten
Beitrag von: Bradhower am 07. August 2010, 17:58:54
Werte Modellbauergemeinde,

nachdem ich einige Tage zur Ideengewinnung genutzt habe und um einfach mal wieder etwas anderes nach Feierabend zu machen, als an der „HMS Free Spirit“ zu basteln – hielt diese kurze Schaffenspause wirklich nur kurz an und seit einigen Stunden verbringe ich wieder viele freie Minuten am Modell.

Folgende Fortschritte präsentiere ich euch heute:

Zunächst habe ich den Vorsteven geschliffen und verschlankt, zudem den Übergang zwischen dem Steven und dem restlichen Sperrholzkiel „weggezaubert“. Danach kam, wie ihr gleich sehen werdet, ein wenig Nussbaumfarbe zum Einsatz. Die teilweise arge Schmiererei mit der Farbe ist zwar zur Zeit etwas unschön anzusehen, wird aber noch weggeschmiergelt und der Rest verschwindet unter der Sichtbeplankung:

(http://666kb.com/i/bllhwa357nkof6pkt.jpg)

Wie man sieht habe ich auch den Taudurchlass für den Bugspiet schon gebohrt. Links im Bilde seht ihr ebenfalls das Ankertau, dass ich bereits durch den Vorbau gezogen habe. Weitere Fotos über den Verlauf sind weiter unten.

Hier ist der Vorsteven auch noch mit einem provisorischen Bugspiet zu sehen:
(http://666kb.com/i/blli1pxjrhbnnrbi5.jpg)

und noch mal ohne:
(http://666kb.com/i/blli2oy5ctx3pudq5.jpg)

Der stellenweise leichte Glanz der Nussbaumfarbe kommt wohl vom Blitzlicht.

Eine weitere Beschäftigung war die Beplankung höher zu ziehen, was im Vergleich zum Unterwasserschiff mal eine ganz angenehme Aufgabe war:

(http://666kb.com/i/blli4ipt061tymk8t.jpg)
(http://666kb.com/i/blli46i2hkjf2j08t.jpg)
(http://666kb.com/i/blli3vnno1yqg4wl9.jpg)

Hier ieht ihr auch den weiteren Verlauf des Ankertaus inklusive einer kleinen Führung:
(http://666kb.com/i/blli5uoky1iuc3fnh.jpg)

Das Seil zum heranziehen des Ankertaus kommt noch und wird noch befestigt – wie und wo – wird mir schon was einfallen ;)

Wie man auf den obigen Fotos sieht, bereite ich auch bereits die Deckenkonstruktion vor und versuche mich daran das Deck ein wenig aufzubugen. Ist alles noch nicht verleimt, sondern erst einmal zwecks Foto zusammengesteckt worden:

(http://666kb.com/i/blli82amy8kmun01p.jpg)

Die beiden in Nussbaumfarbe gebeizten Säulen stammen aus dem Puppenhausbedarf und dienten eigentlich als Tischbeine…  :pffft:

(http://666kb.com/i/blli8ytmpt2o1lczh.jpg)
(http://666kb.com/i/bllib3hg6kjn0klj1.jpg)

Und hier auch noch von der Seite:
(http://666kb.com/i/blli9hy3u525s3da5.jpg)

Links sind die Durchlässe für die Balken noch nicht ausgesägt. Die Sichtbeplankung wurde auch noch nicht höher gezogen, da ich im Moment noch Ideen sammele zur Befestigung der Stückpfortendeckel.

Der Raum rechts ist ebenfalls fast fertig und hat ein kleines Fenster bekommen:
(http://666kb.com/i/bllibfe3ely9obqbh.jpg)

Der andere Raum hat einen kleinen Schreibtisch:

(http://666kb.com/i/bllic4lkl6ten3zlp.jpg)

Der überzeugt mich allerdings noch nicht, daher nur dieses schemenhafte Foto ;)

Und hier noch eine Draufsicht auf die Räumlichkeiten:
(http://666kb.com/i/bllicxjj4rdwosp31.jpg)

So viel zum derzeitigen Stand der Arbeiten – Fortsetzung folgt…

Gruß Marcel




Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 07. August 2010, 20:24:49
Servus Marcel!!
Sieht nun um einiges besser aus, der Vordersteven und die Idee mit den "Tischbeinen" ist einfach sensationell!! :klatsch: :klatsch:
Überhaupt die Deckenkonstruktion - zumindest das was bisher zu sehen ist, lässt auf einiges Interesanntes hoffen  ;) ;)

BRAVO!!!

glg, Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 08. August 2010, 15:02:59
Hallo Sascha,

danke fürs Lob - der Steven ist natürlich noch nicht ganz endgültig. Er ist zwar von einer Breite von 8mm, auf knappe 6mm geschrumpft. Wird aber vielleicht noch etwas mehr Bearbeitung bekommen, wenn ich weiß, wie ich die Gallion am besten baue und auch welche Galionsfigur ich für das Modell entwickel :)

Bei der Decke dachte ich auch daran, Furnierstreifen zu Deckenbalken zusammen zu leimen und dabei schon leicht zu biegen. Das versprach mir allerdings nicht die gewünschte, dauerhafte Stabilität bei der Größe des Schiffs. Daher diese Variante und ich denke in Verbindung mit der Deckenzeichnung, z. B. von der Wasa (siehe oben), werde ich damit ganz gut fahren. Man darf gespannt sein.  :1: Heute habe ich mit der Sichtbeplankung am Bug begonnen. Sind noch nicht allzu viele Streifen die ich aufgeleimt habe, da ich erst um die Biegung muss und da die Furnierstreifen nur nach und nach anbringe. Danach gibt es alsbald auch Bilder dazu. :)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 10.08.10 Sichtbeplankung I
Beitrag von: Bradhower am 10. August 2010, 18:13:34
Insgesamt 5 Stunden habe ich gestern und heute am Modell verbracht und es gibt wieder kleine Fortschritte zu berichten – ist nicht viel, aber auch die kleinen Dinge halten den Modellbauer am Leben ;)

Zunächst sind die ersten beiden Reihen der Sichtbeplankung (Birnenfurnier) vom Bug aus angebracht worden. Breite und Länge liegt bei 7mm und 7 cm pro Planke:

(http://666kb.com/i/blojzs2bbfd3krio0.jpg)
(http://666kb.com/i/blok08ort6zpjuwjk.jpg)
(http://666kb.com/i/blok0iraj2qytst34.jpg)

Bis zur Bleistiftlinie wird es recht einfach so voran gehen. Danach werde,ich gemäß dem Mondfeld am Bug und Heck, die einzelnen Planken anpassen und bearbeiten müssen, um eine schöne Wasserlinie zu bekommen. Ob ich das Birnenfurnier später in der Holzoptik lasse oder doch noch übermale, wird sich nach der Betrachtung des Endergebnisses ergeben. Aktuell tendiere ich zur Bemalung… :)

Die anderen kleinen Fortschritte haben sich auf Deck ereignet:

Die Tür zur Galion wurde endgültig eingebaut und mit einem kleinen Stahlstift durch den oberen Balken befestigt:

(http://666kb.com/i/blok5pb29mgfeqbls.jpg)

Außerdem habe ich die Tür zum Magazin angefangen zu basteln. Zunächst ein Brettchen auf Türgröße zugeschnitten und dann im bewährten Verfahren mit Eichenfurnier beklebt. Das Ergebnis ist noch etwas unfertig:

(http://666kb.com/i/blok7iteju654bbk0.jpg)

Wie man auf dem Foto auch sieht, schwimmen gerade ein paar Kanonenkugeln im Leim. Mit dieser ehemaligen Lafette in 1:90 möchte ich kleine Munitionskisten für die Kanonenkugeln suggerieren. Wie diese an Bord im Gefecht gelagert wurden habe ich zu genügend gesehen. Wie diese allerdings „Auf Lager“ gehalten wurden, bis jetzt noch nicht. Daher habe ich einfach mal vermutet, dass die Geschosse in Kisten gelagert wurden :) Einen Teil davon werde ich im Magazin platzieren, die restlichen in der Nähe der Geschütze. Dort suche ich noch nach einer zufriedenstellenden Lösung, da es doch irgendwie etwas eng unter Deck geworden ist.  :pffft:

Bis dahin,

schönen Gruß  :winken:
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 12. August 2010, 18:07:26
Hallo Marcel,

erfrischend, dass du allen Hardlinern zum Trotz deine eigene Interpretation eines Schiffes baust!

Auf deine Frage nach dem Stauraum der Kugeln: Die waren immer in einer riesigen Kiste am Fuße des Hauptmastes untergebracht - denn damit war das Gewicht genau an der richtigen Stelle. Den oberen Teil der Kiste siehst du auf dem Bild ganz unten, die geht aber noch gut. 2 Meter tiefer:

http://www.hms-victory.com/index.php?option=com_content&task=view&id=39&Itemid=67 (http://www.hms-victory.com/index.php?option=com_content&task=view&id=39&Itemid=67)

Liebe Grüße, dafi

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: El Supremo am 12. August 2010, 20:28:57
Zitat
erfrischend, dass du allen Hardlinern zum Trotz deine eigene Interpretation eines Schiffes baust!

Yeah, find' ich auch; - )
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 12. August 2010, 21:27:16
Nabend Männer,

Zitat
erfrischend, dass du allen Hardlinern zum Trotz deine eigene Interpretation eines Schiffes baust!

eine Eigeninterpretation orientiert an historischen Begebenheiten, bitte ;) & die "Hardliner" oder auch Mitglieder mit einem größeren Fachwissen, sind sicherlich genauso gespannt wie ich, was am Ende dann dabei herauskommt :6:

Der Link ist übrigens super, Dafi - der hat mir sehr geholfen. Vielen Dank. :P

Viele Grüße
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 12. August 2010, 21:51:57
Lasst mich bitte klarstellen: Hardliner war hier in keiner Weise bösartig oder abwertend gemeint :-)
Sorry falls das falsch rüberkam.

Liebe Grüße, dafi
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 14./15.08.10
Beitrag von: Bradhower am 15. August 2010, 18:24:48
Servus werte Schiff-, Fisch- und Holzwurmfreunde,

am heutigen Sonntag gilt es mal wieder die kleinen Baufortschritte zu dokumentieren. Diese umfassen Maler- und Beplankungsarbeiten, Heck- und Decksarbeiten.

Zunächst werfen wir einen kleinen Blick auf die Beplankung. Von Montag bis Freitag habe ich nach Feierabend immer wieder ein paar Planken aufgeleimt, mit Krebband abgeklebt. Dieses am nächsten Tag wieder entfernt und weitere Planken angebracht, wieder abgeklebt und am nächsten Tag entfernt, undsoweiterundsofort. An der Backbordseite bin ich schon recht weit, an Steuerbord ist erst die erste Plankenreihe angebracht. Bis jetzt bin ich mit den Fortschritten und der Wirkung der Sichtbeplankung ganz zufrieden. Kleinere Schleifkorrekturen wird es nach Abschluss der Beplankung geben, dann fälle ich auch die Entscheidung ob der Rumpf bemalt, Natur belassen oder gar gekupfert wird. Aber zunächst ein paar Bilder:

(http://666kb.com/i/bltmn09jifmqv8wxr.jpg)
(http://666kb.com/i/bltmna9ayclp7ur3z.jpg)

Habe beim Schreiben leider gerade festgestellt, dass ein Bild von der Bugbeplankung mir abhanden gekommen ist. Wird beim nächsten Bericht nachgereicht.

Ansonsten habe ich auf dem Geschützdeck weitergearbeitet. Die Innenbordwände blutrot fertig bemalt, im Magazin eine Tür eingesetzt, die Kammern im Heck mit einem Fenster versehen und Dank Dafis Link, eine Kanonenkiste am Fuße des Hauptmastes gesetzt. Letztere ist noch nicht ganz fertig. Am Heck habe ich eine Konstruktion errichtet die, die späteren Aufbauten tragen soll – ich hoffe es gefällt euch :)

(http://666kb.com/i/bltmscr0olojqr6in.jpg)
(http://666kb.com/i/bltmt8nupuogoinjz.jpg)

Die Kanonenkugelnkiste wird zwei Klappen haben, eine stelle ich offen die andere geschlossen dar, damit man auch die Kügelchen sehen kann - auch wenn man später nichts mehr sieht ;):

(http://666kb.com/i/bltmtj9bxmf19fagv.jpg)
Die Farbgebung gefällt mir bei der Kiste noch nicht, vielleicht lege ich da noch Hand an.

Hier die Tür zum Magazin:
(http://666kb.com/i/bltmuxzwv32iwz8vz.jpg)
(http://666kb.com/i/bltmvh49uxfk7plfj.jpg)

Und hier die Ansichten der Balkenkonstruktion am Heck:
(http://666kb.com/i/bltmwkrul505os79b.jpg)

Die Balken werden natürlich noch unterstützt. Um einen halbwegs ansehnlichen Übergang zu schaffen, hier einmal ein Muster drangehalten:

(http://666kb.com/i/bltmwvsdftfg9256n.jpg)
Dadurch erhoffe ich mir die fehlerhafte Rumpfkonstruktion am Heck ein wenig aufzulockern, zu mindestens soll es optisch etwas „erträglicher“ wirken :)

Am Magazin und der Kajüte auf Steuerbord, wurden dann noch Fenster eingesetzt:
(http://666kb.com/i/bltmyw420tjp0wjpb.jpg)
(http://666kb.com/i/bltn0dtc2107r8atb.jpg)

Ich bin noch am überlegen, ob ich vor den Fenstern auch noch eine Kanonenluke setze oder diese so lasse. Mal sehen, was später Ansprechender wirkt.

So viel zum aktuellen Stand.

Neben der Beplankung fange ich in den nächsten Tagen mit der Takelung der Geschütze an. Hierzu warte ich noch auf weitere Kanonenrohre und Takelgarn aus England. Ich hoffe diese Woche kommt das Material an :)

Bis dahin, schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 20.08.10
Beitrag von: Bradhower am 20. August 2010, 18:34:51
Wieder sind ein paar Tage vergangen und ich zeige euch kurz die kleineren Fortschritte – zunächst der Blick auf die Sichtbeplankung der Spirit:

(http://666kb.com/i/blypkgxc4dmdrjegy.jpg)
(http://666kb.com/i/blypljil2gp5lqdc2.jpg)
(http://666kb.com/i/blypluuc6yyfpdr0i.jpg)

Pi mal Daumen schaffe ich eine Reihe pro Tag. Ich denke mit aufleimen und hinterher schleifen, bin ich mit der Sichtbeplankung für das Unterwasserschiff noch gut 3 Wochen beschäftigt.

Auf dem Geschützdeck wurde die „Kanonenkugelkiste“ in unmittelbarer Nähe des Hauptmastes montiert und nun doch geschlossen dargestellt:

(http://666kb.com/i/blypomtjbtz95ofsy.jpg)

Es fehlen noch die Scharniere, diese waren bei der Aufnahme des Bildes noch nicht Farb-getrocknet. Ich habe an der Kiste auch ein wenig mit Beize experimentiert.

Außerdem habe ich den Durchlass für den Bugspiet geschlossen. Zunächst ein Blick von Innen:

(http://666kb.com/i/blypqd43ekemf0hdu.jpg)

… und von außen:

(http://666kb.com/i/blypqyoat24ngxzpe.jpg)

Hier werde ich wahrscheinlich noch schmale Furnierleisten aufleimen, um dem Mittelteil der Gallion etwas Struktur zu verleihen.

Zum Abschluss gibt es noch ein paar Gesamtansichten mit den Mast- und Bugspiet-Prototypen:

(http://666kb.com/i/blypsin70xee618g2.jpg)
(http://666kb.com/i/blypsxqvqxohy3toi.jpg)
(http://666kb.com/i/blypt8klp7milkwle.jpg)

So das war es - Fortsetzung folgt... :)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 21.08.10 Decksarbeiten XI
Beitrag von: Bradhower am 21. August 2010, 18:13:53
Heute wurde der Nachmittag mit Detailarbeiten auf dem Geschützdeck verbummelt :)

Zunächst wurde für ein wenig „Seemanns-Romantik“ gesorgt und eine Kerze entzündet, als der Wachs sich gerade ordentlich ausgebreitet hatte kam leider eine Windbö und hat das Kerzenlicht ausgeblasen:

(http://666kb.com/i/blzpl11ou07vi8lkp.jpg)

Anschließend wurde die Kerze mitsamt Fass, vom Leichtmatrosen zurück unter Deck gebracht… nur leider dort wo das Schießpulver lagert…

(http://666kb.com/i/blzpntqmmmy7s71vd.jpg)
(http://666kb.com/i/blzpo4i85az9x6d6h.jpg)

Das da links sollen Kartäschenladungen sein oder auch Zigarettenfilter die zweckentfremdet wurden… :) Die Kanonenkugeln könnten Sprengladungen sein, die nicht in der "Kanonenkugelkiste" gelagert wurden. Lasst einfach eure Fantasie spielen...  ;)

Naja, wenn das Schiff schon in die Luft fliegen kann, dann sollte zu mindestens das Wasser abgepumpt werden können… die Lenzpumpe wurde heute installiert:

(http://666kb.com/i/blzpp2nba4pfsmeyh.jpg)
(http://666kb.com/i/blzppxujeb9j9ubzt.jpg)

Sollte das auch nicht helfen, können die Matrosen über die Treppe an Deck gelangen und sich den Weg zu den Rettungsbooten oder über Bord bahnen, denn auch ein Nieder- bzw. Aufgang wurde in neudeutsch „gescracht“ und anschließend gebeizt - die Beize wirkt unter Blitzlicht leider dunkler als die Treppe in Natura eigentlich ist:

(http://666kb.com/i/blzpqs29x60j68u9l.jpg)
(http://666kb.com/i/blzprohjcemyluq7t.jpg)

So das war es – schönes Wochenende allen :winken:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 23. August 2010, 11:28:09
Servus Marce :winken:
Zurück aus dem Urlaub gleich mal mein "Senf" zu deinem derzeitigen Bauzustand der Spirit:

erstmal:respekt:für deine Detailarbeiten! Vor allem die "Kerze" und die „Kanonenkugelkiste“ sind der Hammer :P
Auch die Treppe zu den beiden "Räumen" am Unterdeck ist nun (farblich)um einiges besser gelungen-zumidest fällt es mir jetzt auf ....
Aber nun ne Frage: wiso bringst du eigentlich die Sichtbeplankung nicht abwechselnd (Backbord-steuerbord) an? Ich finde es besser sich an die "herkömmliche"Methode zu halten um auf beiden Seiten eine gleiche Beplankungsstruktur zu erhalten ?(
UND: soll jetzt keine Kritik sein, aber ich würde auf jeden Fall ein „Galionsgräting" nicht nur darstellen, sondern viell. auch komplett anfertigen
(siehe Christians Baubericht unter:http://www.modellboard.net/index.php?topic=24946.180 - weiter unten gehts los). Ich hab leider bei meiner SR dies nicht gemacht (könnte mich im Nachhinein dafür am liebsten in den H...ern beissen)- sieht super aus und ist durchaus nicht soooo schwierig herzustellen :1:

Auf jeden Fall- weiter so!!!! Wird immer besser, was du hier zeigst!

glg, Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. August 2010, 12:34:27
Hallo Sascha,

hab gerade deine eMail auch gelesen (Antwort folgt) - schön das Italien gefallen hat :)

Danke für die Blumen und zu deinen Anmerkungen:

Zitat
Aber nun ne Frage: wiso bringst du eigentlich die Sichtbeplankung nicht abwechselnd (Backbord-steuerbord) an? Ich finde es besser sich an die "herkömmliche"Methode zu halten um auf beiden Seiten eine gleiche Beplankungsstruktur zu erhalten

das lag schlichtweg daran, dass eine Seite noch nicht fertig war und ich noch an den Geschützpforten gebastelt habe und mir dabei diverse Zwingen im Wege waren. So hat die andere Seite einen kleinen Vorsprung, den ich langsam aber stetig versuche zu verrringern. An der versuchten Gleichmäßigkeit wird das nichts ändern. Das passt bis jetzt auf Steuer- und Backbord ganz gut.

Zitat
UND: soll jetzt keine Kritik sein, aber ich würde auf jeden Fall ein „Galionsgräting" nicht nur darstellen, sondern viell. auch komplett anfertigen
(siehe Christians Baubericht unter:http://www.modellboard.net/index.php?topic=24946.180 - weiter unten gehts los). Ich hab leider bei meiner SR dies nicht gemacht (könnte mich im Nachhinein dafür am liebsten in den H...ern beissen)- sieht super aus und ist durchaus nicht soooo schwierig herzustellen

es ist auf jedenfall eine Überlegung wert und würde manches vereinfachen. Es hängt für mich allerdings noch ein bissl vom Design der Galionsfigur ab, da teste und probiere ích noch herum. Daher muss ich sehen, wie weit die Galionsgräting über den Bug reichen muss oder auch nicht. Je nachdem, wie die Galionsfigur beschaffen ist, ob groß, ob klein, mächtig oder simpel - mal sehen. Wird aber sicherlich bald eine Entscheidung fallen. Bin ja mal hier oder mal da am Modell am werkeln - für diese Woche habe ich den Fokus auf das Heck gelegt und erarbeite da einen Rahmen für die Heckgalerie. Wenn der steht, geht es am Bug weiter :) Aber so lange ich den Schiffsrumpf fürs Beplanken auch immer noch auf den Kopf stellen muss, kann ich halt noch nicht groß in die Höhe oder in die Breite gehen.

Du darfst aber auf jedenfall weiter gespannt sein :)

Schönen Gruß
Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 23. August 2010, 12:49:57
...ok, das mit der Galionsfigur leuchtet mir ein- hab da nen Link für dich (siehe in der Mitte des Beitrages), welcher viell.inspirierend für dich sein könnte:

http://forum.aceboard.net/5500-323-28683-64-Soleil-royal.htm (http://forum.aceboard.net/5500-323-28683-64-Soleil-royal.htm)
glg, Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Herz_aus_Stahl am 23. August 2010, 14:16:47
...ok, das mit der Galionsfigur leuchtet mir ein- hab da nen Link für dich (siehe in der Mitte des Beitrages), welcher viell.inspirierend für dich sein könnte:

http://forum.aceboard.net/5500-323-28683-64-Soleil-royal.htm (http://forum.aceboard.net/5500-323-28683-64-Soleil-royal.htm)
glg, Sascha


Alter Schwede, das Aussehen der "Sonne" wird da jaauch heiss diskutiert.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 23. August 2010, 14:25:27
...ok, das mit der Galionsfigur leuchtet mir ein- hab da nen Link für dich (siehe in der Mitte des Beitrages), welcher viell.inspirierend für dich sein könnte:

http://forum.aceboard.net/5500-323-28683-64-Soleil-royal.htm (http://forum.aceboard.net/5500-323-28683-64-Soleil-royal.htm)
glg, Sascha


Alter Schwede, das Aussehen der "Sonne" wird da jaauch heiss diskutiert.

...jep, wiso soll es nur uns so ergehen ?  :3: :3:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. August 2010, 15:13:48
zum Glück kann ich kein französisch ;)

Allerdings sehe ich gerade, dass dort die Klohäusschen für die werten Offiziere und höherrangigen Schiffsmitglieder doch ein wenig besser platziert worden sind als bei deiner SR, Sascha...  :6:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 23. August 2010, 19:26:01
Hallo Marcel,

so schön deine Kerze auch geworden ist... Kerze + Pulvermagazin = BUMMMMMM!

Man ist schon SEHR früh auf die Idee gekommen, das Pulvermagzin durch ein "Fenster" zu beleuchten, damit IN der eigentlichen Pulverkammer kein offenes Feuer gab. - Genauso waren darin so gut wie alle Metalle (allen voran natürlich Eisen) streng verboten und die Leute mussten Filzpantoffeln tragen. (Früher waren Schuhe oft mit Eisennägeln beschlagen. So einer auf einen Bolzen am Boden, ein Funke und BUMMMMM!)

Also ich würde das Faß mit der Kerze *irgendwo* anders hinstellen, aber auf KEINEN FALL in das Pulvermagazin!

Ansonsten. Nett. Es wird! :)

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. August 2010, 20:18:06
Hallo HWE,

die "Kerze im Pulvermagazin" ist auch eher als kleiner Gag, quasi als "Easteregg" gedacht gewesen. Sollten später irgendwelche Bewunderer und seien es meine Nachkommen, mal einen Blick durch das Fenster dieses Schiffes werfen, dann kann man die Kerze und die Kanonenkugeln halbwegs erkennen.

Zitat
Man ist schon SEHR früh auf die Idee gekommen, das Pulvermagzin durch ein "Fenster" zu beleuchten, damit IN der eigentlichen Pulverkammer kein offenes Feuer gab. - Genauso waren darin so gut wie alle Metalle (allen voran natürlich Eisen) streng verboten und die Leute mussten Filzpantoffeln tragen. (Früher waren Schuhe oft mit Eisennägeln beschlagen. So einer auf einen Bolzen am Boden, ein Funke und BUMMMMM!)
das in Pulvermagazinen besondere Vorsicht galt wusste ich, auch dass die Kammer besonders geschützt war. Siehe auch eine der vorherigen Seiten mit der dargestellten Durchreiche. Aber das auch Filzpantoffel getragen wurden war mir neu. Ich dachte immer, die meisten Matrosen haben simple Leder oder Holzschuhe angehabt, sofern diese überhaupt Schuhe trugen. :rolleyes: Wieder was dazu gelernt...  :8:

Schönen Gruß Marcel

P.S.:
Zitat
Ansonsten. Nett. Es wird :)
o-ho - entdecke ich da einen Hauch von Lob..? ;)

P.P.S.: Bau-Update 23.08.10:

Die Beplankerei hat ihr Ende langsam vor sich. An Backbord sind es noch drei Reihen bis zum Kiel. An Steuerbord noch 6 Reihen zu beplanken.

Da sich die Lieferung meiner Schiffsgeschütze und der dafür notwendigen Takellage sich noch verzögern wird. Habe ich heute Abend für das Hauptdeck ein paar Deckenbalken zurechtgesägt und zusammengesteckt. Außerdem den Deckendurchlass für den Niedergang etwas vergrößert:

(http://666kb.com/i/bm1taz4qqm4q0bioq.jpg)
(http://666kb.com/i/bm1teg6wi1e4izyhm.jpg)
(http://666kb.com/i/bm1teojuhu9ir72hm.jpg)

Dies brachte mich zu der Frage, ob ich das Deck durchgehend aufbugen soll, oder nur die „sichtbaren Decksbereiche“? Diese würden für den nächsten Bauabschnitt den markierten Bereich umfassen:

(http://666kb.com/i/bm1ti3jtcza01opad.jpg)

Für die Konstruktion des Heck- und Bugbereiches wäre es ein wenig einfacher, wenn der Boden „ebenerdig“ ist. Die Alternative, dass Deck durchgehend aufzubugen, wäre eine kleine Herausforderung bei der weiteren Konstruktion. Man darf gespannt sein. :)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Herz_aus_Stahl am 23. August 2010, 21:25:57
Ds mit der Kerze find ich auch sehr cool.
Aber Schwarzpulver ist nicht ganz so empfindlich wie hier dargestellt, als Vorderladerschütze hab ich damit genug zu tun. Trotzdem würde ich ungern ne offene Flamme neben dran haben wenn ich damit arbeite. Auch das mit dem Eisen ist richtig, denn das reisst sehr heisse Funken. Deshalb wird beim Schiessen auch ausschliesslich Messing und alu genutzt.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 27.08.10 - Decksarbeiten XII
Beitrag von: Bradhower am 27. August 2010, 19:47:19
Zum Wochenendstart gibt es wieder kleine Fortschritte zu zeigen:

Zunächst wurde eine Auflage (ich weiß nicht, ob das Teil einen Namen hat – aber dem ist bestimmt so) für den Bugspiet konstruiert und am Buggalion angebracht:

(http://666kb.com/i/bm5uwip9086hukd5x.jpg)

Außerdem habe ich die Beplankung in diesem Teil erneuert. Die Alte hatte beim Schleifen die volle Kraft des Feinbohrschleifers zu spüren bekommen und hässliche Dellen im Holz hinterlassen…  :12: :5: :blaw:

So gibt es nun eine Neue – aktuell auf den Bildern erst einmal Probe-gelegt. Die ist auch noch nicht ganz fertig, wie man an den Lücken sieht:

(http://666kb.com/i/bm5uz3ojy5k3yf7hh.jpg)

Die längst verlaufenden Planken fallen unter „künstlerische Freiheiten“ :D

Der Durchgang zur Galion hat dann auch noch eine kleine Tür bekommen:  

(http://666kb.com/i/bm5v1ano6li91f99h.jpg)

Anschließend habe ich für den Vorraum der zur Galion führt, zwei Lafetten für zwei 40 mm Geschütze gebastelt – sind meine allerersten :)

(http://666kb.com/i/bm5v2mdasumgb7ulh.jpg)
(http://666kb.com/i/bm5v2w0h4tfx3ogpx.jpg)

Das rechte Geschütz auf der Lafette ist ein Bausatz von Steingraeber und für das eigentliche Batteriedeck gedacht, ganz rechts ist die gleiche Lafette schon gebeizt.

Zu guter Letzt gibt es auch noch einen Blick auf die Sichtbeplankung. An Backbord ist das Ziel – der Kiel - ganz, ganz nah :):

(http://666kb.com/i/bm5v4fz6f8q8x1l0l.jpg)

an Steuerbord dauert es noch ein bisschen…:

(http://666kb.com/i/bm5v5edvlgmvae751.jpg)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 27. August 2010, 20:39:36
Du "meterst" ja ganz ordentlich weiter! :)

Ich lehne mich ebenso entspannt zurück und schaue mir das alles an. - Etwas zu sagen, wäre unfair, weil "hinterher" ist man bekanntlich *immer* klüger.

Ist immer wieder interessant hier rein zu schauen.

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 12.09.10
Beitrag von: Bradhower am 12. September 2010, 18:09:15
Werte Modellbauergemeinde,

leider haben mich Beruf und Privatleben in den letzten Tagen/ Wochen sehr in Beschlag genommen, so dass es kaum Zeit für Baufortschritte an der Spirit gab. Heute gab es glücklicherweise mal wieder einen entspannten Nachmittag im Bastelkeller - die Fortschritte des heutigen Tages sind allerdings überschaubar:

Zunächst sei ein kurzer Blick auf die Beplankung geworfen - diese ist (fast) fertig - aufgrund der Arbeitsfülle unter der Woche vermute ich allerdings, dass sie frühestens Ende September wirklich richtig fertig sein wird:

(http://666kb.com/i/bmm0e0ab0qypikr75.jpg)
(http://666kb.com/i/bmm0emeipp4xc0rsh.jpg)

wie man an den Abklebungen sind, bin ich links immer noch nicht ganz fertig.

Am Heck gab es auch kleinere Fortschritte - vor allem der Hecksteven wurde ordentlich verschlankt, damit die Ruderscharniere später besser passen:

(http://666kb.com/i/bmm0ft35cjefiv5pt.jpg)

Außerdem wurden die Stückpforten heute mit Red-Ocker ausgemalt, ebenso die Erstbeplankung über die Stückpforten gezogen, so dass sie nach oben hin nicht mehr so offen wirken.

(http://666kb.com/i/bmm0gio8yje8fg88h.jpg)

die überschüssige Farbe, wird natürlich noch hinter der Sichtbeplankung und den Bergehölzern verschwinden.

Schließlich wurde mit der Serienfertigung der Decksgeschütze begonnen - zunächst die Lafetten:

(http://666kb.com/i/bmm0iz9ax728fsipd.jpg)

die Lafetten habe ich im Gegensatz zu meinen ursprünglichen Plänen doch nicht mehr gebeizt sondern ebenfalls in Red-Ocker angemalt. Außerdem die Durchlässe für das Brocktau gebohrt. Bei englischen Schiffen war es zwar üblich, dass Brocktau hinten an der Kanone zu befestigen, ich finde diese Rest-Europäische Variante allerdings ansprechender. Außerdem habe ich jede Lafette an der Unterseite mit einem Dübel versehen, so werde ich die Lafette später auf dem Deck in vorgebohrte Löcher aufstecken, so dass sie wohl in den nächsten hundert Jahren kein Eigenleben im Schiffsrumpf entwickeln wird :)

Schließlich wurden noch die zugehörenden Kanonenrohre in einem ehemaligen Schuhkarton gebrusht:

(http://666kb.com/i/bmm0nvfd8inowegtt.jpg)

So viel zum Modell - weitere Fortschritte (hoffentlich) demnächst :)

Gruß Marcel


Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 13. September 2010, 11:11:35
Servus Marcel :winken:
Schön, dass es wieder Neuigkiten aus deiner Werft zu bewundern gibt.
Da du nun mit dem Beplanken fast fertig bist, weisst du schon, wie du den Rumpf versiegeln willst, bzw. kommt da noch Farbe ins Spiel?
Sieht schon recht gut aus, die 2. Beplankungsschicht-haste gut hinbekommen!! :P
Das "rot" deiner Lafetten könntest du jedoch noch ein wenig "aufpeppen" (sieht zumindest auf den Bildern in wenig zu clean aus)- viell. mit ner stark-lasierenden dunkelbraun nochmal drübergehen, dann erhältst du ein wenig mehr "Struktur"....die Idee mit den "Dübeln" finde ich übrigens super!! Das mache ich bei meinem nächsten Modell auch  :D

bis bald, glg, Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 13. September 2010, 11:41:08
Hallo Sascha,

Zitat
Schön, dass es wieder Neuigkiten aus deiner Werft zu bewundern gibt.

naja, sind ja nur kleine Fortschritte - aber mühsam ernährt sich bekanntlich der Modellbauer... ;)

Zitat
Da du nun mit dem Beplanken fast fertig bist, weisst du schon, wie du den Rumpf versiegeln willst, bzw. kommt da noch Farbe ins Spiel?
Sieht schon recht gut aus, die 2. Beplankungsschicht-haste gut hinbekommen!!


Danke - so ein paar kleinere Schönheitskorrekturen muss ich aber noch vornehmen, vor allem muss noch fleißig geschliffen werden, dass habe ich bis jetzt nur grob getan.

In Sachen Farbgebung bin ich noch komplett unschlüssig - ich tendiere ja zum beizen. Bin hier nur am Überlegen ob in Nussbaum oder in Schwarz. Nussbaum bietet sich an, weil der Kiel auch schon diese Farbe hat. Schwarz würde dem geteerten Rumpf näher kommen und sieht nachher vielleicht mit einem weißen Unterwasserschiff besser aus - schwarz grenzt sich widerum vom Kiel besser ab. Daher stelle ich gerade fest, dass ich zur schwarzen Beize tendiere ;) Aber bevor überhaupt gebeizt wird, muss ich den Rumpf erst einmal komplett geschliffen haben, um mögliche Leimrückstände zu entfernen. Also ist noch ein bissl Zeit zum überlegen.

Zitat
Das "rot" deiner Lafetten könntest du jedoch noch ein wenig "aufpeppen" (sieht zumindest auf den Bildern in wenig zu clean aus)- viell. mit ner stark-lasierenden dunkelbraun nochmal drübergehen, dann erhältst du ein wenig mehr "Struktur"....die Idee mit den "Dübeln" finde ich übrigens super!! Das mache ich bei meinem nächsten Modell auch 

auf den Bildern steht ja auch "frisch gestrichen" ;) Aber hast recht, ein bissl mehr den Used-Look dürfen die Lafetten schon haben. Werde es vielleicht mal mit verdünnter Wasserfarbe versuchen - ich muss eh da noch einmal mit der Feile drüber gehen, da die Dübel teilweise etwas aus ihrem Loch schauen. Sprich, gepinselt wird so oder so noch einmal :) Auch die Innenwände der Stückpforten wirken mir etwas zu clean - da werde ich vielleicht auch noch einmal Hand anlegen.

Schönen
Gruß Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 16. September 2010, 11:07:28
Nachtrag:

hier einmal die aufgesteckten Lafetten mit den gebrushten Kanonen, wie sie denn auf der Steuerbordseite aufgebaut werden sollen - da die Lafetten sich von den Innenbordwänden farblich kaum bis gar nicht unterscheiden, werde ich die Lafetten wohl noch einem leichten Washing unterziehen - auch die Räder müssen noch montiert werden bzw. haben gestern noch vor sich in getrocknet:

(http://666kb.com/i/bmprtqlf6hwbq5ysz.jpg)

die letzte Geschützpforte (auf diesem Foto nicht zu sehen) zur Gallion hin, wird geschlossen dargestellt, da es platzmäßig dann doch zu grenzwertig wird, denn so ist schon genug Betrieb unter Deck... ;)

Gruß Marcel


Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 16. September 2010, 11:29:58
Hy Marcel,

wahrscheinlich hab´ ich´s überlesen: Wo hast du die hübschen Rohre her?

Lieber Gruß und weitermachen!

Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 16. September 2010, 11:37:16
Hallo Daniel.

ich glaube, ich habe gar nichts dazu geschrieben wo weg ich die habe...  :pffft:

Aber daraus muss man ja kein großes Geheimnis machen - diese hübschen und ästhetischen Rohre stammen aus diesem Shop:

http://www.schiffsmodellbau-onlineshop.de/Warengruppe-historische-Geschuetze?suche=&id=3340&ds_anzeige=25&navig=1&ds_gesamt=39&ds_position=25 (http://www.schiffsmodellbau-onlineshop.de/Warengruppe-historische-Geschuetze?suche=&id=3340&ds_anzeige=25&navig=1&ds_gesamt=39&ds_position=25)

nachdem ich sie entfettet habe, wurden sie mit matten Metalllack aus der Sprühdose geschwärzt.

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 18.09.10 Geschütze montieren I
Beitrag von: Bradhower am 18. September 2010, 18:14:28
Servus werte Modellbauergemeinde,

heute wurde der Nachmittag damit verbaselt, einige Geschütze zu takeln und fest im Schiffsinnern zu befestigen. Aufgrund dessen, dass man 90% dieses Geschützdecks später nicht mehr sehen wird – habe ich mich bei der Takelung nur auf die Brocktaue beschränkt. Mit ganz geringer Wahrscheinlichkeit werden die Geschütze vielleicht noch mit Rückholtauen versehen (daher auch die Öse am Hinterteil der Lafette), aber das hängt eher von der Lust und Laune ab ;)

Nun denn – hier gibt es ein paar Bilder, der ersten 4 Lafetten mit zwei Kanonen :) – den Aufgang habe ich nun auch fest verleimt. Links wurde die Außenbordwand etwas höher gezogen, daher die Zwingen:

(http://666kb.com/i/bms3n4j7ah785j5zo.jpg)
(http://666kb.com/i/bms3ng3gtxkwxp2j8.jpg)
(http://666kb.com/i/bms3np0us50yg7qj8.jpg)
(http://666kb.com/i/bms3o01j7xi8qhwr8.jpg)
(http://666kb.com/i/bms3o9bpd0cax9edw.jpg)

So, dass war es für heute – die Lafetten wurden einem leichten Washing mit verwässerter Wasserfarbe unterzogen, um sie ein wenig „benutzter“ darzustellen. Aber wie man sieht, sieht man nichts, was zweifelsohne an dem Blitzlicht liegen mag. In Natura ist der optische Unterschied gut zu sehen. Den Unterlegkeil für das Kanonenrohr wurde nachträglich noch eingebaut, damit ich mit Superkleber, auch ordentlich kleben bzw. das Kanonenrohr befestigen kann, denn noch muss ich den Rumpf auf den Kopf stellen, um die Beplankung am Kiel weiterzubauen.

Fortsetzung folgt… vielleicht schon morgen – aber ganz gewiss bald :)

Gruß
Marcel

@Sascha: Ich hoffe du hast deine Ösen und deinen Draht wiederentdeckt!? :D
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 19. September 2010, 10:57:48
Hallo Marcel,

ich glaube es war taktisch nicht besonders geschickt, bereits mit dem Innenausbau anzufangen, wenn der Rumpf noch nicht fertig beplankt ist. - Üblicherweise beplankt man zuerst den Rumpf fertig...  :woist:
Aber Du machst ja eh' alles anders...  8)

Machst Du eigentlich auch mal gelegentlich den ganzen Dreck unter Deck weg (Sägestaub), oder soll das auch der "Authentizität" dienen?  :woist:

Ich ahne schon: solange Du noch außen beplanken mußt (viiiiiel Schleifarbeit), macht das saubermachen keinen Sinn?!

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 19. September 2010, 13:04:22
Hallo Herbert,

Zitat
ich glaube es war taktisch nicht besonders geschickt, bereits mit dem Innenausbau anzufangen, wenn der Rumpf noch nicht fertig beplankt ist.

das Einzige, was taktisch nicht geschickt ist, ist es hier Bilder zu posten...  :pffft: Die Lafetten sitzen bombenfest und auch die Kanonen rühren sich nicht mehr. Von daher, haben die auch kein Problem damit auch mal auf den Kopf zu stehen ;)

Zitat
- Üblicherweise beplankt man zuerst den Rumpf fertig...
Aber Du machst ja eh' alles anders... 

ich baue dort am Modell weiter, wo ich gerade Lust zu habe und wenn es der Mastkorb ist, von daher: Ja, ich mache es vielleicht anders als die Millionen von Schiffsmodellbauern vor und nach mir, und? Wo ist das Problem? Ich baue bekanntlich für mich und nicht für eine IP-Adresse in Süddeutschland. ;)

Zitat
Machst Du eigentlich auch mal gelegentlich den ganzen Dreck unter Deck weg (Sägestaub), oder soll das auch der "Authentizität" dienen? 

Ich ahne schon: solange Du noch außen beplanken mußt (viiiiiel Schleifarbeit), macht das saubermachen keinen Sinn?!

Bauarbeiter räumen ja auch erst nach getaner Arbeit auf, oder? Das Deck ist ja noch nicht fertig, von daher macht es wenig Sinn mehr zu putzen, als nur drüber zu pusten. Wenn die Deckenbalken alle sitzen und bereit zur nächsten Beplankung sind, werde ich mit einem Ministaubsauger mal übers Deck gehen. Vielleicht aber auch erst viel später, wenn die „Dreck- und Spänegefahr“ für das untere Deck gemindert ist. Durch die Grätings vom Hauptdeck sollte ich auch später noch mit dem Teil gut in (fast) jede Ecke kommen.

Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 20. September 2010, 12:28:24
Beitrag vom Autor geändert, um den Frieden hier wieder einkehren zu lassen !

Lg, Sascha :winken:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: SantaFeFan am 20. September 2010, 12:35:57
Hallo Marcel ,
Ich habe ja noch hier nichts geschrieben ,aber verfolge diesen Baubericht mit Aufmerksamkeit .Ich kann nicht urteilen was gut oder schlecht ist .....aber wenn ich mit meiner Bounty soweit wäre ,würde ich froh sein !!!
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: AnobiumPunctatum am 20. September 2010, 13:12:59
Hi Marcel,

ist Deine Free Spirit ein französisches Beuteschiff? Oder wurde sie nur mit erbeuteten französischen Geschützen ausgestattet?  ;)

Die Bauform Deiner Lafetten entspricht der kontinentalen und nicht der englischen Bauform.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 20. September 2010, 13:33:07
Zitat
Hi Marcel,

ist Deine Free Spirit ein französisches Beuteschiff? Oder wurde sie nur mit erbeuteten französischen Geschützen ausgestattet?  

Die Bauform Deiner Lafetten entspricht der kontinentalen und nicht der englischen Bauform.

Hallo Christian,

ich fand die französische bzw. kontinentale Variante einfach schöner, als die englische Version. Von daher, habe ich mir auch schon Gedanken dazu gemacht, welche "Vergangenheit" die Spirit wirklich haben soll. Klar, dass sich da natürlich eine Beutegeschichte anbietet - würde dann auch als Alibi für manche Umbauten ganz gut passen.  :pffft: Genaueres werde ich eines Tages mal schreiben, wenn das Schiff in die Galerie wandern sollte. Dann überlege ich mir mal eine "bewegte" Geschichte zu diesem Schiff. Denn auch der jetzige Name "HMS Free Spirit" wird vielleicht auch nicht mehr als nur ein Projektname sein und das Schiff bekommt einen ganz anderen, passend zur Vergangenheit :)

Was die Kanonen betrifft, hatte ich auch schon überlegt, auf den Hauptdecks die englische Variante zu wählen, einfach um beide mal gegenüber zu stellen. Aber wie gesagt, genaueres wird noch überlegt... :)

Aber bis es soweit ist, fließt noch reichlich Wasser den Rhein hinab... :)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 20. September 2010, 15:57:26
Beitrag vom Autor gelöscht, da er keine nennenswerte Relevanz zum Modell hatte.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 20. September 2010, 16:14:48
Hallo Marcel,

Zitat
Hi Marcel,

ist Deine Free Spirit ein französisches Beuteschiff? Oder wurde sie nur mit erbeuteten französischen Geschützen ausgestattet?  

Die Bauform Deiner Lafetten entspricht der kontinentalen und nicht der englischen Bauform.

Hallo Christian,

ich fand die französische bzw. kontinentale Variante einfach schöner, als die englische Version. Von daher, habe ich mir auch schon Gedanken dazu gemacht, welche "Vergangenheit" die Spirit wirklich haben soll. Klar, dass sich da natürlich eine Beutegeschichte anbietet - würde dann auch als Alibi für manche Umbauten ganz gut passen.  :pffft: Genaueres werde ich eines Tages mal schreiben, wenn das Schiff in die Galerie wandern sollte. Dann überlege ich mir mal eine "bewegte" Geschichte zu diesem Schiff. Denn auch der jetzige Name "HMS Free Spirit" wird vielleicht auch nicht mehr als nur ein Projektname sein und das Schiff bekommt einen ganz anderen, passend zur Vergangenheit :)

Was die Kanonen betrifft, hatte ich auch schon überlegt, auf den Hauptdecks die englische Variante zu wählen, einfach um beide mal gegenüber zu stellen. Aber wie gesagt, genaueres wird noch überlegt... :)

Aber bis es soweit ist, fließt noch reichlich Wasser den Rhein hinab... :)

Gruß Marcel
Grins. - Inzwischen sehe ich deine "Kapriolen" mit der Free Spirit ganz entspannt. - Nachdem das nur ein reines Übungobjekt ist, kannst Du ja tun und lassen, was Du willst. :)
Insofern... - Vielleicht wäre inzwischen angesagt, es zu einem "Piratenschiff" zu ernennen, so viele Variationen hast Du da drin. :)

Viel Spaß noch!

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Seemannsgarn am 20. September 2010, 16:55:20
@ HWE
Frage eines notorisch Uninformierten: Welches ist *dein* Forum?
Seemannsgarn
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 20. September 2010, 18:31:26
zur Wahrung des Friedens in diesem Forum, ist dieses Kommentar nicht mehr von Interesse und soll daher auch der gemeinen Rattus rattus keinen Anlass mehr bieten weiter unter Deck zu wüten. Daher wurde diese Ausführung in einen sicheren Hafen gebracht, die Geschützpforten geschlossen und der Blick wieder gen Horizont gerichtet :)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: usan am 20. September 2010, 22:57:59
Hallo Marcel,

chapeau, Hut ab, ich bin seit kurzem erst in diesem forum aber deine art und weise zu bauen und auch die art mit kritik (ob jetzt gut oder weniger gut gemeint) umzugehen ringt mir respekt ab.
Was man irgendwie abschätzig als "Fantasieschiff" bezeichnet geht bei vielen Modellbauern als sogenanntes "Typschiff" durch und wird von deren Erbauern auch mit einem Namen  getauft den nie ein richtiges Schiff je getragen hat. Mein jetziger Bau ist meiner Oma gewidmet und trägt deshalb ihren Namen. Es ist die karge Freizeit, von der Familie abgerungen, die wir unserem Hobby frönen. Dein Schiff, dein Baby wächst und ich freu mich weitere Fortschritte zu sehen. Ich hoff irgendwann dein stolzes Schiff auch live bewundern zu dürfen. Viel Spass und Erfolg bei deinem weiterm Bau. Einen neuen Fan hast du auf jeden Fall in mir gewonnen. Vielleicht noch etwas zum Schluss; Mein Ausbilder gab mir einst einen wie ich find interessanten Spruch mit auf dem Weg.

"Kritiker sind wie Eunuchen, wissen alles besser, aber können es selbst nicht"

In diesem Sienne lass dich nicht entmutigen, ich freu mich auf neue Berichte und Bilder



bis bald


Uwe
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 21. September 2010, 00:16:17
moin marcel,
du weisst ja, dass ich ein fan deiner free spirit bin. in letzter zeit habe ich nicht mehr ganz so oft
vorbeigeschaut, da deine bilder immer EWIG lange ladezeiten hatten.
ABER, wie ich sehe :D, ist das seit beitrag 675 auch anders und du verwöhnst uns mit bildern
'handelsüblicher' grösse. da kann ich dann wieder öfter (auch mit dem netbook) einen blick
auf deinen pott werfen. toll, wie das voran geht und vor allem, WIE du dich da durchgebissen
hast. freu mich schon auf den nächsten schwung (640x480) bilder und auf den stapellauf!
LG  :winken:, der roland
ach ja.... :klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 21. September 2010, 01:03:10
Beitrag vom Autor gelöscht, da er keine nennenswerte Relevanz zum Modell hatte.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Seemannsgarn am 21. September 2010, 07:37:08
Darf ich nochmal fragen, um welches Forum es sich hier handelt?
Seemannsgarn
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 21. September 2010, 09:47:30
@Seemannsgarn:

guck doch mal in HWEs Profil... :)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Seemannsgarn am 21. September 2010, 10:07:23
Danke!
Smg
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 21. September 2010, 10:10:53
"Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden in Ruhe ihre Schiffe bauen dürfen." - auch dieses Kommentar wurde in einen sicheren Hafen gebracht :)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: 0815 am 21. September 2010, 10:29:53
Genialer Thread, zwar nicht im Sinne von Modellbau - aber super Unterhaltungswert.  :santa:

0815
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 21. September 2010, 11:10:34
Zitat
Genialer Thread, zwar nicht im Sinne von Modellbau - aber super Unterhaltungswert. 

wenn das Rütteln an den Grundfesten des Modellbaus vorbei ist, wird hier auch wieder gebaut - bis dahin aber besser den Kopf einziehen...  :6:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 21. September 2010, 13:27:49
Was, du hast bei den Trempelrahmen über die Kante gemalt?? :] :] :]- unglaublich 8o 8o- sofort musst du das korrigieren- stell dir vor, wieviel Staub das wieder auf dein Deck bringen wird, wenn du die Farbe runterschleifst... :7: :7: :7: :7:aber achte bitte beim Schleifen der Außenplanken, dass du die korrekte Plankenbreite nicht unterschreitest, dass wäre dann nat. eine "historische Katastrophe" und hätte zufolge, dass du die komplette Zweitbeplankung nochmal machen müsstet :D :D :D...kleiner Scherz am Rande-jetzt geb ich Ruhe-versprochen :1:
...ich denke, dass du deinen Weg bereits gefunden hast und warte voller Spannung auf die Fortsetzung deines Berichtes....hab übrigens meine Ösen entdeckt :D
glg, Sascha

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 21. September 2010, 14:00:17
Zitat
Was, du hast bei den Trempelrahmen über die Kante gemalt??   - unglaublich  - sofort musst du das korrigieren- stell dir vor, wieviel Staub das wieder auf dein Deck bringen wird, wenn du die Farbe runterschleifst...    :7:aber achte bitte beim Schleifen der Außenplanken, dass du die korrekte Plankenbreite nicht unterschreitest, dass wäre dann nat. eine "historische Katastrophe" und hätte zufolge, dass du die komplette Zweitbeplankung nochmal machen müsstet   ...kleiner Scherz am Rande-jetzt geb ich Ruhe-versprochen
...ich denke, dass du deinen Weg bereits gefunden hast und warte voller Spannung auf die Fortsetzung deines Berichtes....hab übrigens meine Ösen entdeckt
glg, Sascha

kann es sei das dir der Föhn in den Alpen nicht bekommen ist...  :6:  :7:  :7:  :7:

Erfreulicherweise habe ich ein Mikromessgerät, damit überprüfe ich regelmäßg unmittelbar nach dem Schleifvorgang die Plankenstärke, damit diese den historisch-korrekten Wert von einem Pfifferling nicht unterschreitet. Fehlerhafte Planken werden natürlich umgehend herausgerissen und durch Passende ersetzt. Vorher wird die neue Planke mit einem mit Lavendel besprühten soft-weichen Tüchlein massiert, anschließend in einem Wasserbad eingeweicht und mit dem Lied "Drunken Sailor" liebkost, ehe ich mit einem super-weichen Wattepuster die Planke vorsichtig von ihrem Nass befreie, danach kommt noch ein Lufthauch Lavendel auf die Planke. Damit das Schiff, wenns schon nicht gut aussieht, zumindestens später gut riecht. Anschließend wird die Planke mit einer Spezial-Komposition aus Weißleim und Pfefferminze eingestrichen, damit das Holz beim "atmen" auch einen frischen Atem hat. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, wird die nun eingeriebene, nach Lavendel-duftende Planke mit Samthandschuhen angefasst und ganz vorsichtig an die vorgesehene Stelle gepresst. Dazu läuft dann in der Regel "Judas Rising" von Judas Priest, denn so haben es mir meine Erfahrungen gezeigt, zieht sich das Holz besser zusammen und fügt sich dadurch besser in die Form ein. Anschließend wird die Planke noch 24 Stunden lang mit Vivaldis "Vier-Jahreszeiten" berieselt, damit sie sich schön entspannt und ihre optimale Passform annimmt - noch Fragen...!?  :6:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 21. September 2010, 17:17:04
Hallo Marcel,

da ich kein Interesse daran habe, daß unsere persönlichen Differenzen hier zur allgemeinen Volksbelustigung dienen, werde ich in diesem Thread keinen weiteren Beitrag mehr schreiben.

Ansonsten hast Du noch eine PN von mir.

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 21. September 2010, 17:27:34
" ... Vivaldis "Vier-Jahreszeiten" berieselt, ..."

Deswegen nennen das die Engländer "seasoning"

:-))))

Lieber Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 22. September 2010, 17:08:15
....jawoll JUDAS PRIEST ist immer 'ne gute inspiration, ich sag ja weiter so marcel!!!
auch für dich gilt: ....breakin' the ...what???
breakin' the (modelboard) rule!
greetz from the metal-god rob 'roland LTgarp
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 22. September 2010, 18:14:23
Zitat
....jawoll JUDAS PRIEST ist immer 'ne gute inspiration, ich sag ja weiter so marcel!!!
auch für dich gilt: ....breakin' the ...what???
breakin' the (modelboard) rule!
greetz from the metal-god rob 'roland LTgarp

jaja. erst Judas Rising, dann den Deal With the Devil, anschließend die Revolution, wo man sich fragt: Worth Fighting For? Aber der Demonizer zeigt einem dann einen Angel, ehe er eine Eulogy auf Loch Ness hält. Hoffe nur ich begegne nicht noch dem Hellrider hier im Forum...  :6:

Danke Roland für deinen Zuspruch - ich geb mir Mühe :)

Viele Grüße
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: IronP am 22. September 2010, 18:22:50
Hallöle,
Jetzt muss ich auch meinen Senf dazu geben.
Erstaunlich das manche hier im Forum nicht aus Fehlern lernen. (wessen Fehler ist nicht relevant)
Hatten wir das nicht alles schon unglaubliche 14536787 mal durchgekaut?
Manche hier vertreten die Meinung alles muss historisch super korrekt sein. Sie diskutieren praktisch so als seien sie damals dabei gewesen. :rolleyes:
Andere wiedeum bauen eine gesunde Priese Fantasie mit ein.

Ich schlage vor:
Jedes neue Thema,(Baubericht) sollte hinterm Namen in klammern entweder "Historisch", oder "Fantasie" stehen haben!  :3: :3: :3:

Man, werdet erwachsen!  X(


@Bradhower

Lass dich nicht verarschen!


in diesem Sinne, gute nacht modellboard!
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 23. September 2010, 13:16:16
Hallo zusammen!

Ja, ich weiss, ich habe versprochen hier nichts mehr hinein zu posten, aber lest es erst einmal durch, bevor ihr urteilt!

Ich möchte mich hiermit in aller Form und öffentlich bei Marcel dafür entschuldigen, daß ich wohl etwas zu oft auf der Free Spirit "herumgehackt" habe. Ich habe mich da wohl im Ton vergriffen, denn es war nicht mein Ziel, Marcel zu verletzen und in eine Ecke zu treiben und zu ärgern. - Das tut mir sehr Leid, wenn ich diesen Eindruck irgendwo erweckt habe!

Deswegen meine Entschuldigung! - Wer mich kennt, weiß, daß ich nicht der Typ bin, der andere quält, sondern normalerweise lege ich nicht nur den Finger in die Wunde (das tut erstmal weh...), sondern ich versuche auch immer, Desinfektionsmittel und Verbandszeug gleich mitzubringen.  :1:

Trotzdem möchte ich hier sicherheitshalber auf keinen Fall mehr eine "alte" Wunde aufreissen und werde mich daher aus diesem Thread fernhalten.

@Marcel: Viel Spaß noch mit deiner Free Spirit!  :6: :V:

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 23. September 2010, 15:08:42
@hwe: :respekt: :respekt: :respekt: :respekt: dafür!!!! Hut ab- sowas kann was und ist mehr als anständig von dir!!!
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. September 2010, 17:33:03
Hallo Herbert,

nachdem wir die letzten Tage auch fleißig hin und her geschrieben haben und jeder dem anderen gesagt hat, was alles bescheiden gelaufen ist und einige Missverständnisse aus dem Weg geräumt wurden. Vor allem, dass du dich auch noch einmal öffentlich hier entschuldigst  - zeugt dies - aber auch deine eMails - von Größe und absoluter Ehrlichkeit. (wovon sich manche gerne eine Scheibe abschneiden dürfen...)  
 
Von daher ist hier ein kräftiger Sturm durchgezogen, der das Schiff fast an die Klippen getrieben hätte. Aber durch die Rücknahme von Segelmasse, dem festen Vertrauen der Besatzung in das Schiff und seinem Steuermann – konnte dieses durch den Sturm und an den Klippen vorbei, in ruhigere Gewässer geführt werden.

Denn auch ich möchte mich an dieser Stelle hiermit bei dir entschuldigen, denn ich denke vor allem einige Mails der letzten Tage haben auch bei dir, die einen oder anderen wunden Punkt getroffen.

Aber nun, wo wir beide unsere Ansichten und Standpunkte erklärt und geklärt haben, denke ich, dass hier AB SOFORT WIEDER GEARBEITET WERDEN SOLLTE UND SICH DIE GANZEN LEICHTMATROSEN WIEDER UNTER DECK GEHEN UND IHREN FOKUS AUF IHRE MODELLE RICHTEN…  :6:  :7:

Ab jetzt soll hier wieder dieses grazile Fantasieschiff im Fokus stehen und die Baufehler, die ich noch reihenweise daran begehen werde :6:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: El Supremo am 24. September 2010, 09:53:14
Freut mich zu lesen, dass das Ganze doch noch zuhöchst anständig zuende gebracht wird. Einer der Momente, wo ich froh bin, dass es Menschen gibt, die von einem nicht erwarten, dass man perfekt ist, solange man sich nur ehrlich um Gemeinschaft bemüht. Sehr fein von dir, Herbert, und ein Greetz in die Runde.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: IronP am 24. September 2010, 18:02:03
Meine Hochachtung an HWE und Bradhower.  :klatsch:

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 27.09.10
Beitrag von: Bradhower am 27. September 2010, 19:28:41
Werte Modellbauergemeinde,

nun wo einige Unklarheiten ausgeräumt wurden und man sich auch Abseits dieses Bauberichtes wieder vertragen hat, wird hier nun wieder weitergebaut und berichtet :)

Zunächst gibt es einen kurzen Blick auf die Sichtbeplankung, die sich langsam aber sicher ihrer Fertigstellung nähert. Der Großteil wurde auch schon geschliffen. Hier sieht man auch gut, warum es so lange gedauert hat - viele Planken werden bzw. wurden einzeln angebracht und festgeleimt:

(http://666kb.com/i/bn19kw4pcgv34a4m5.jpg)
(http://666kb.com/i/bn19liey6jhhtgct9.jpg)

Am Heck müssen noch ein paar Lücken geschlossen werden:

(http://666kb.com/i/bn19lz3l5y053thp9.jpg)

Außerdem habe ich angefangen mir Gedanken zum weiteren Aufbau des Hecks zu machen, zunächst habe ich den Übergang am Heck geschlossen:

(http://666kb.com/i/bn19nzyfetk3g8kil.jpg)

Die Beplankung des unteren Teils ist noch nicht ganz abgeschlossen. Außerdem sieht man hier den verschlankten Hecksteven, der noch unbemalt ist.

(http://666kb.com/i/bn19pjsavwsk5fa3h.jpg)

Aktuell fällt der farbliche Unterschied der Hölzer noch stark auf, aber ich denke wenn der Rumpf seine Farbe hat, wird so ein starker Kontrast nicht mehr zu sehen sein. Links und rechts dieses Bogens bzw. Überganges möchte ich später gerne eine Verzierung anbringen, vielleicht eine Figur oder ein ansprechendes Muster, damit es nicht ganz so kantig wirkt. Außerdem fehlen noch die Bohrungen für die Ruderkette.

Wie man auf den Fotos erahnen kann, habe ich für das Heck auch schon was gebastelt. Die Hölzer sind aktuell nur aufgesteckt, da ich sie für die Plankenarbeiten abnehmen muss, auch ist der Neigungswinkel noch nicht endgültig:

(http://666kb.com/i/bn19t790nk8lt1yhp.jpg)

Ich erhoffe mir mit dieser Konstruktion, die Höhe des Heckspiegels gut steuern zu können, in dem ich links und rechts später weitere Leisten einfüge und Dank des Holzdübels befestigen kann. Da ich die endgültige Höhe des Hecks noch nicht habe, kann ich hier ganz gut variieren. :)

Hier das ganze auch noch mal in der Gesamtansicht:

(http://666kb.com/i/bn19uuex28lp8cyjh.jpg)

Ich bin auch noch am überlegen, ob ich der Spirit am Heck auch seitlich noch Balkone bzw. Erker verpasse. Da bin ich mir noch etwas unschlüssig. Aber ich tendiere wenn dann, schon mehr zum Balkon, als zu einem geschlossenen Erker.

Abschließend noch einen Blick auf das Geschützdeck, wo ich die ersten 6 Kanonen montiert habe, damit ich die Decke demnächst einziehen und folglich auch am Heck weiterbauen kann:

(http://666kb.com/i/bn19xkxclqvuvn2zh.jpg)

Dieser Bestandteil des Decks wird ebenerdig sein, da dies später eh Bestandteil des Heckaufbaus sein wird und somit eine Aufbugung nicht mehr zu sehen sein wird, zumindestens was das untere Deck betrifft. Der linke Balken deutet allerdings schon an, dass es so nicht durchgehend ebenerdig bleiben wird:

(http://666kb.com/i/bn19z82lquyh73qvx.jpg)

Ein bisschen muss ich da noch mit der Pfeile dran :) Aber so in etwa soll der Mittelteil des Decks aufgebugt werden :)

So viel zum aktuellen Stand – Fortsetzung folgt…

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 27. September 2010, 19:31:02
Hallo MArcel,

pass auf, dass die rücklaufenden Kanonen nicht in die Pfeiler krachen können :-)

Lieber Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 27. September 2010, 19:37:02
Hallo Daniel,

nein das passt! :6: und außerdem können die Jungs ja auch mal ein wenig aufpassen, wenn sie ballern...  :pffft:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: AnobiumPunctatum am 27. September 2010, 19:42:06
Marcel,

die Länge und Breite Deiner Planken harmoniert irgendwie nicht richtig. Ich glaube, wenn Du halb so breite Planken genommen hättest, wäre das Ergebnis deutlich harmonischer. Auf den Detailbildern vom Heck sieht man, dass Du mir sehr kurzen Stücken, wahrscheinlich weil Deine vorbereiteten Planken zu kurz waren gestückelt hast. Das solltest Du beim nächsten Modell vermeiden.

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 27. September 2010, 19:45:23
hi marcel, da fällt mir nur ein.....ALL GUNS BLAZING!!!!!
LG, roland
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 27. September 2010, 20:02:11
Hallo Christian,

verflixt und ich dachte es fällt net so auf  :17: :blaw: - irgendwie nach der 6-7 Reihe habe ich mich verzettelt und die Abstände der Planken sind aus dem vorherigen mondfeldschen Muster ausgebrochen  :rolleyes: Habe das leider zu spät gemerkt und bevor ich anfange herumzureißen, dann so weiter gebaut und teilweise etwas breitere Planken (anstatt 7 mm, 10 mm (+/-) ) verwendet. Aber das Furnier war auch nicht in der Qualität, wie ich es mir erhofft habe. Fast jede einzelne Planke hatte unsaubere Kanten und musste nachgearbeitet werden.

Mit ein wenig Farbe sollte das hoffentlich auch net mehr so auffallen  :2:

Naja, alles in allem aber wirklich nicht so schön geworden - aber dafür lehrreich... :)

Gruß Marcel

@Roland:

oder der hier  :6::

Scooter - Fire (Official Video HQ) (http://www.youtube.com/watch?v=r32LcBqiv7I#ws) :V: :9: :9: :9:  :6:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 28. September 2010, 10:39:03
Servus Marcel :winken:
..na also, jetzt hast du die Beplankung ja bald hinter dir..
Bin gespannt, wei der Rumpf nach verschleifen und Farbgebung aussieht.Willst du den Unterwaserbereich kupfern, oder lässt du ihn"natura"?
Ich finde, Kupfern würde super passen und du könntest etwaige "Ungleichmäßigkeiten" der 2.Beplankung recht gut kaschieren :1:
Was dein Heck angeht: da würde ich ebenso für die" Balkonvariante" plädieren! Hierbei kann man sich wunderbar mit Details austoben...
Aber sag mal, bei denem letzten Bild ist ein Zwischenraum zwischen "Pfeilern" und Decksbalken....bleibt das so?? Bzw. der Abstand der linken und rechten Ausbuchtung des Decksbalkens sind nicht ident- kommen da noch Füllstücke dazwischen, oder wie hast du dir das da gedacht*neugierig bin* - oder ist das ne optische Täuschung und die Pfeiler stehen nicht unter dem Balken....aber dann bleibt ja immer noch ein Zwichenraum zwischen oberen Deck und Pfeiler....hmmmm- kenn mich grade nicht aus *dummi*
Nochmals Gratulation zu deinem "Innenausbau"!! schaut echt super aus :klatsch: :klatsch:

bis dann und glg, Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 28. September 2010, 11:29:21
Hallo Sascha,

Zitat
..na also, jetzt hast du die Beplankung ja bald hinter dir..
Bin gespannt, wei der Rumpf nach verschleifen und Farbgebung aussieht.Willst du den Unterwaserbereich kupfern, oder lässt du ihn"natura"?
Ich finde, Kupfern würde super passen und du könntest etwaige "Ungleichmäßigkeiten" der 2.Beplankung recht gut kaschieren

ersteinmal werde ich dem Rumpf nur Farbe verpassen - entweder Schwarze- oder Nussbaum-Beize. Es ist zurzeit eine 50/50 Entscheidung, was besser aussieht. Wenn jemand nen Tipp geben kann - immer her damit :) An eine Kupferung habe ich auch schon gedacht, aber ich denke das wird erst dann ein Thema, wenn das Schiff quasi kurz vorm Stapellauf steht und ich irgendwie noch so ein Highlight drauf packen möchte. Ähnlich wie bei Roland, der seine Victory quasi ja auch Zwecks Aufwertung erst viel später gekupfert hat. Das hängt dann aber auch ein bissl davon ab, welche Geschichte ich der Spirit später andichte ;)

Zitat
Was dein Heck angeht: da würde ich ebenso für die" Balkonvariante" plädieren! Hierbei kann man sich wunderbar mit Details austoben...

so nen schönen windschiefen Balkon, passend zu einem Schiff das schon seine Jahrzehnte auf den Buckel hat. Ja, ich denke auch, dass der Balkon eine nette Lösung ist, mal sehen wie ich den konstruiere. Vor allem wie ich die Stützen anringe. Auch erwäge ich ein schönes Panoramafenster im Heck einzubauen, wo man schön in die zweistöckige Admiralskabine gucken kann. Mal sehen nicht, dass das Heck nachher das ganze Schiff in den Abgrund reist, weil es zu schwer geworden ist… ;)

Zitat
Aber sag mal, bei denem letzten Bild ist ein Zwischenraum zwischen "Pfeilern" und Decksbalken....bleibt das so?? Bzw. der Abstand der linken und rechten Ausbuchtung des Decksbalkens sind nicht ident- kommen da noch Füllstücke dazwischen, oder wie hast du dir das da gedacht*neugierig bin* - oder ist das ne optische Täuschung und die Pfeiler stehen nicht unter dem Balken....aber dann bleibt ja immer noch ein Zwichenraum zwischen oberen Deck und Pfeiler....hmmmm- kenn mich grade nicht aus

Der letzte Balken ist hochkant eingebaut worden, damit ich den Übergang vom geraden Deck zum aufgebugten Deck besser darstellen kann und der Balken eine größere Stabilität erhält, für die nächsten Arbeiten. Denn er ist der Übergang zwischen dem hinteren Aufbau und dem sichtbaren Oberdeck. Von daher wird er sowohl den – hoffentlich kunstvollen – Nieder- bzw. Aufgang tragen, sowie Teile der Schottwand halten müssen. Die weiteren Balken werden dann wieder ganz „normal“ verlegt.
Die Pfeiler wirken auf dem letzten Bild wie eine optische Irritation sind aber versetzt, wie man ein Bild höher sieht, der Balken, der über den Pfeilern liegen wird, ist an den Kontaktstellen mit dem Pfeiler ein bisschen versenkt – das sieht man glaube ich auf älteren Fotos besser.
 
Für die Deckenbeplankung werde ich später 2 mm-starke Birkenleisten verwenden. Die habe ich in 10 mm und 20 mm Breite beschafft und werde die dann so verlegen, dass das Deck schön aufgebugt bleibt. Andere Modellbauer fertigen ihren Decken bzw. Decks zwar meistens aus einem großen Stück an und setzen dies dann ein. Aber ich sehe da viel Arbeit, bis es richtig aufgebugt ist und so liegt, dass es auch festgepresst werden kann, von daher werde ich mit einzelnen Leisten arbeiten. Wenn die liegen kommt dann die Sichtbeplankung aus Kiefernleisten oben drauf.

Wer es sich jetzt nicht Vorstellen kann, der möge noch ein wenig warten :)

Zitat
Nochmals Gratulation zu deinem "Innenausbau"!! schaut echt super aus

Vielen Dank – so ein paar kleine Details möchte ich noch anbringen, vor allem dort, wo man eventuell später die Grätings herausnehmen kann. Der Niedergang bzw. alles was dort in der Nähe ist, wird später nicht mehr so sichtbar sein. Aber die Geschütze im Mittelteil des Decks möchte ich eigentlich schon etwas deutlicher darstellen, inkl. Zubehör. Ich denke vor allem zum Bug hin werde ich noch Tische und Bänke aufstellen, da ich bei den beiden letzten Geschützpforten keine Kanonen mehr einplane. Aber weiteres dann bei Zeiten. Ich bin auch noch unschlüssig, was ich mit dem Raum ggü. dem Magazin anstelle. Da hoffe ich noch auf einen Geistesblitz, denn leer möchte in den eigentlich nicht zubauen… :(

In diesem Sinne,
schöne Grüße
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 29. September 2010, 20:53:58
was die "Balkonvariante" betrifft (siehe vorheriges Kommentar/Mitte), habe ich heute mal ein wenig getüftelt und mit Hilfe von ein wenig Pappelsperrholz mal die Balkone an Steuer und Backbord angedeutet - den Gedanken an einen Balkon, der ganz um das Heck führt, habe ich verworfen, denn dann wird es doch nach hinten-heraus viel zu klobig für meinen Geschmack. Für den Heckspiegel, erwäge ich allenfalls eine Etage höher einen kleinen Balkon als Halbrund. Aber das ist noch Zukunftsmusik - hier ersteinmal die seitlichen Balkonböden:

(http://666kb.com/i/bn3d2v0pgw6xfkp9s.jpg)
(http://666kb.com/i/bn3d36iuh7xw8tzao.jpg)
(http://666kb.com/i/bn3d3i609wk83sovk.jpg)

Der Balkon wird dann wohl mit einem Geländer versehen und offen dargestellt, alternativ zur Hälfte geschlossen - das muss ich dann mal sehen. Die Holzbrettchen haben aktuell nur eine Muster-Funktion und dienen als Ausschneidevorlage für etwas "massivere" Brettchen als Grundlage.

Damit die seitlichen Balkone auch nicht abbrechen, habe ich Tischbeine aus dem Puppenhausbedarf noch herumliegen, ich denke mit ein wenig Zuarbeit, sollten das ganz ansprechende Balkonstützen ergeben:

(http://666kb.com/i/bn3d5ickfm49qune8.jpg)

So dies nur als Info, vielleicht kann ich am WE in dieser Hinsicht schon mehr präsentieren, von daher: Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 02.10.10
Beitrag von: Bradhower am 02. Oktober 2010, 18:29:03
Werte Holzbauergemeinde,

ich habe für euch mal wieder ein paar Fortschritte dokumentiert:

Zunächst habe ich die Unterbeplankung für die Deckbeplankung eingebaut (@Sascha: keine Panik - sie ist noch nicht verleimt). Diese besteht aus 2 mm starken Birkenhölzern. Wie man am Mastdurchlass sieht, ist das auch noch nicht ganz ausgereift - kommt aber noch:

(http://666kb.com/i/bn6axcjsxejth836k.jpg)
(http://666kb.com/i/bn6az28p4xhs2zeos.jpg)

Außerdem habe ich die provisorischen Balkonböden durch Kieferausschnitte ersetzt - aber diese sind ebenso wie der Heckspiegel noch provisorisch festgemacht - ich bin da noch ein wenig am messen, rechnen und ausprobieren - vor allem die Schiffswände müssen dann ja irgenwie noch gebaut werden:

(http://666kb.com/i/bn6azeym8mfxb0b30.jpg)
(http://666kb.com/i/bn6b26uvtgtetvvoc.jpg)

Ich muss auch noch probieren, wie ich das Ruder später am besten einsetze und vor allem, soll es später funktionstüchtig sein (zumindestens theoretisch). Am Heckspiegel sollen zudem 2 Geschütze noch ihren Platz finden, die ich vielleicht mal auf Schlitten befestige, mal sehen.

Im forderen Teil habe ich schon mal die Durchgänge bzw. (Tür-)Schwellen angedeutet und wie man auch sieht, einen Rahmen um den Niedergang gezogen, denn mit der Unterbeplankung und der Deckbeplankung habe ich eine Deckenstärke von 3 mm und damit das nicht so komisch aussieht, ziehe ich an einigen Stellen Abschlussleisten:

(http://666kb.com/i/bn6b1f04y84jr8v8c.jpg)

So viel für heute  :winken: - Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 02. Oktober 2010, 19:40:31
Hallo Marcel

Da wirst Du Mühe haben, die Heckgeschütze mit einer funktionierenden Ruderanlage auf dem gleichen Deck unterzubringen. Aber ich sehe die Möglichkeit, die Heckgeschütze auf dem Deck darunter anzubringen, hinter den Pulverkammern, da wäre allerdings nomals ein Umbau angesagt. Eine andere Variante wäre, Du verlängerst den Ruderschaft mit genügend Platz für die Pinne, bis unmittelbar unter das darüberliegende Deck, das heisst die Ruderpinne würde sich über den Köpfen der Geschützmannschaft hin und her bewegen. Bei meinem Pott habe ich es so gelöst, dass ich die letzten zwei Geschütze von der Back und Steuerbord Seite bei Bedarf in die Kajüte stellen kann.


LG  :winken:

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 02. Oktober 2010, 20:31:50
Hallo Marcel,

ich weiss, ich habe gesagt ich schreibe nichts mehr, aber in dem Fall will ich nicht nörgeln, sondern helfen.

Du könntest deine Problematik mit der Ruderpinne vielleicht noch so lösen, daß der Achtersteven nicht ganz so hoch ragt und das Hennegat ist ja auch schon fast an der richtigen Stelle. - Wenn die Ruderpinne quasi unter der Decke, ein Deck tiefer, verlaufen würde, hast Du auf dem aktuellen Deck Platz für deine Geschütze...

Nur mal so als Vorschlag!

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 03. Oktober 2010, 13:17:31
Guten Mittag die Herren :),

@HWE: Deine Abstinenz hier hat ja lange gehalten - aber Hilfsbereitschaft soll man ja auch nicht verteufeln...  :6:

@HWE & Sergio:

Vielen Dank für eure Tipps - die Ruderpinne über die Köpfe der Mannschaft zu führen ist durchaus eine gute Idee. Aber ich hatte im Mittelteil der Galerie ein schmales Fenster vorgesehen und wenn dann die Ruderpinne davor ist...  :rolleyes:

Ich denke entweder ich lass die Geschützpforten quasi Geschützfrei, so dass diese bei Bedarf aufgestellt werden können. Was aber auch irgendwie nicht das Wahre ist, da es dann ja theoretisch im Gefecht wieder stört. Von daher überlege ich gerade, ob ich, wie HWE schon geschrieben hat, die Ruderpinne nicht unter Deck verlagere. Sprich, hier einen "Zwischenraum" schaffe, wo sich die Ruderpinne frei bewegen kann. Vielleicht noch eine "Wartungsluke" einbaue und links und rechts mit Durchlässen für die Seile arbeite. Aber das ist auch bis jetzt die Idee, die mir am besten beharkt. Alternativ könnte ich auch mal testen, ob die Ruderpinne vielleicht gar nicht so störend ist... - das wäre ja am Einfachsten. ;)

Gibt es von deiner Lösung, Sergio, denn auch Bilder die man sich ansehen darf?

Schönen Gruß
Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 03. Oktober 2010, 17:12:38
Hallo Marcel  :winken:

Es gibt nicht nur Bilder, sondern auch einen Baubericht, allerdings in einem anderen Forum :pffft:, ich seh das aber nicht so eng :D.

Also hier der Link :

http://www.wettringer-modellbauforum.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=27773 (http://www.wettringer-modellbauforum.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=27773)

Ich weiss allerdings nicht ob Dir das was nützt, aber mal schauen schadet nichts, die Bauweise meines Potts ist allerdings völlig anders.

LG

Sergio

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 03.10.10 - Ruder I
Beitrag von: Bradhower am 03. Oktober 2010, 18:06:00
Hallo Sergio,

schauen hat definitiv nicht geschadet - die "Avalon" habe ich schon als "stiller" Beobachter bewundert  :1:  :klatsch:

Ich habe heute Nachmittag auch mal versucht die Ruderpinne zu konstruieren. So lange ich immer noch sichtbeplanke  :rolleyes: kann man immerhin anständig experimentieren ;)

Es ist natürlich noch nicht so weit gediehen, aber der work-in-process hat mir gezeigt, dass ich die Ruderpinne wohl oich über den Köpfen der Besatzung platzieren werde. Das wirkt einfach besser und ich müsste die seitlichen Balkone nicht noch 2-3 Zentimeter höher ansetzen.

Aber nun denn - ersteinmal ein paar Fotos zum aktuellen/ heutigen Stand:

(http://666kb.com/i/bn7aohqh56m2r2611.jpg)
(http://666kb.com/i/bn7as2l8k4pkshtz9.jpg)

Von der Seite sieht man auch ganz gut, dass es sinniger ist die Ruderpinne etwas höher anzusetzen - denn so wird eine Kollision mit den seitlichen Hölzern und der Heckverkleidung vermieden.

Der Nagel ist natürlich nur ein Provisorium und soll ersteinmal alles in Form halten ehe ich einen Holzdübel einsetze. Wie man sieht habe ich auch die Ruderkette mal eingeführt. Vielleicht wird diese noch durch ein dickes Tau ersetzt, da muss ich mich erst noch schlau machen, wann die Ruderketten in etwa eingeführt worden sind.  :rolleyes:

(http://666kb.com/i/bn7auj1g0vm8si0at.jpg)
(http://666kb.com/i/bn7auvf5x22dm9og5.jpg)

Das Ruder an Sich ist auch noch nicht endgültig - mir ging es in erster Linie darum, zu sehen wie die Ruderpinne funktioniert und reagiert. Die Durchlässe für die Ankerkette sind kleine Bullaugen die ich ihrer Gläser beraubt habe - gefiel mir besser als "nur" ein gebohrtes Loch... ;)

Gruß Marcel



Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 03. Oktober 2010, 18:23:31
Hallo Marcel,

ich glaube, da hast du dich von zwei Systemen verwirren lassen :-)

Zum Verstellen der Pinne gab es das Seilzugsystem, das über die Trommel des Steuerrades bedient wurde. Dieses lag komplett wie bei Sergio zu sehen innen und war aus Tau. Die Kette außen, die auf vielen Schiffen zu sehne ist, war nur eine Sicherungskette für den Fall, dass das Ruder aus den Angeln gehoben wird und so nicht (so leicht) verschwinden kann. Diese Anwendung ist rein äußerlich und vom anderen System getrennt. Manchmal wird behauptet, dass diese Kette auch als Notsteuerung verwendet wurde, was ich aber aufgrund der Hebel bezweifle und annehme, dass hier ein drittes System zum Einsatz kam

Lieber Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 03. Oktober 2010, 18:28:09
na, verwirren lasse ich mich öfters... ;)

Die Kette kommt natürlich nicht an die Pinne - da plane ich schon das Seilzugsystem, wie bei der "Avalon" - die Kette habe ich einfach aus "fotografischen Gründen" um die Pinne gewickelt worden... ;) Ich denke die Kette werde ich einfach irgendwo befestigen...   :6:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 03. Oktober 2010, 19:04:58
Hallo Marcel  :winken:

Das sieht doch schon mal ganz gut aus  :klatsch: Du hast sogar die Löcher für die Sorgleinen nicht vergessen, die habe ich total verschwitzt, ja das ist das Alter  :5: Die abgeänderten Bullaugen machen sich auch Klasse  :P.Falls Du auf der Suche nach Umlenkrollen bist, hier Du können gefinden, ich würde ein paar mehr bestellen, da einige bisschen klemmen und nicht so rund laufen.

http://www.schiffsmodellbauer-onlineshop.de/Warengruppe-Bloecke?id=71 (http://www.schiffsmodellbauer-onlineshop.de/Warengruppe-Bloecke?id=71)

LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 03. Oktober 2010, 19:37:11
Hallo Sergio,

Zitat
Das sieht doch schon mal ganz gut aus   Du hast sogar die Löcher für die Sorgleinen nicht vergessen, die habe ich total verschwitzt, ja das ist das Alter
   

na, dass wertet dein Schiff aber schon ziemlich ab  :7: :6: - ich hab die auch schon vorgebohrt, damit ich sie später nicht vergessen, von daher...  :woist:

Aber ich denke, dass könnte man bei deinem Modell sicherlich noch nachrüsten, oder soll der liebe "Kleine" nicht allzuviel zum herumreißen haben..? ;)

Zitat
Die abgeänderten Bullaugen machen sich auch Klasse  .Falls Du auf der Suche nach Umlenkrollen bist, hier Du können gefinden, ich würde ein paar mehr bestellen, da einige bisschen klemmen und nicht so rund laufen.

http://www.schiffsmodellbauer-onlineshop.de/Warengruppe-Bloecke?id=71 (http://www.schiffsmodellbauer-onlineshop.de/Warengruppe-Bloecke?id=71)

hab den Shop schon lange leergekauft - jeden Monat lasse ich ein paar Euros dort, aktuell allerdings mehr für gedrehte Geschützrohre :) Die Blöcke sind auch die Dinger an einem Schiff mit denen ich net warm werde, vor allem wenn ich versuche einen "dicken" Faden durch ein viel zu kleines Loch zu stopfen... aber auf kurz oder lang komme ich da eh nicht dran vorbei, als früh übt sich...  :pffft:

Welche Blöcke hast du denn für deinen Ruderstand verwendet? Alles Zweifach-Blöcke oder noch andere?

Greetz Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 03. Oktober 2010, 19:40:58
Hallo Marcel,

die Kette diente ausschließlich als "Verliersicherung", falls das Schiff mal wo aufsetzt, oder eine Welle das Ruder aus den Fingerlingen heben sollte. - So ein Ruderblatt wog auch schon etliche Kilo und wäre sonst einfach weggeschwommen, wenn man es nicht gesichert hätte. - Die Kette hat den Vorteil, daß sie Beschuß eventuell etwas besser aushält und auch nicht so schnell wegmodert, wie eine Leine. - Ansonsten dürfte das Geklimper der Kette den darüber logierenden Kapitän doch etwas gestört haben... - So massiv, wie ein Ankerkette braucht die da hinten auf keinen Fall sein... es hängt ja kein tonnenschwerer Anker dran! - Aber das machst Du schon! :)

Und noch ein Tipp: Wenn Du es hinbekommen kannst, verkürze den Achtersteven. Wenn der nur halb so weit nach hinten ragen würde, könnte das Ruder komplett mit Kopf, wie sich das gehört, in einem Hennegat im Deck darunter "verschwinden".

Ich versuche inzwischen, meine Ratschläge hier nicht auf Zehntelmillimeter zu geben, sondern im Augenblick will ich nur helfen, daß das ein halbwegs logisches Schiff wird und so funktionieren könnte. - Ist das OK, oder soll ich doch lieber ganz die Klappe halten?

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 03. Oktober 2010, 19:55:34
Hallo Marcel  :winken:

Zitat
Welche Blöcke hast du denn für deinen Ruderstand verwendet? Alles Zweifach-Blöcke oder noch andere?

Ich habe gar keine Blöcke am Ruder verwendet, bloss die Umlenkrollen aus dem Shop und die zwei Eigenbau Umlenkrollen unter dem Ruderstand, da man davon ja eh nichts sieht, passt das schon. :D Ich bin noch weit davon entfernt, was Blöcke anbelangt, erst muss mal der Rumpf und das Galion fertig werden, was die Masten usw angeht, muss ich erst noch Zeichnungen anfertigen und mich über die Takelage schlau machen, das ist halt der Mist bei einem Eigenbau, alles sieht man eben nicht während der Planung und der Erstellung der Zeichnungen, das sieht man erst beim Bau, jedenfalls gehts mir so.

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 03. Oktober 2010, 20:00:04
Hallo Herbert,

Zitat
die Kette diente ausschließlich als "Verliersicherung", falls das Schiff mal wo aufsetzt, oder eine Welle das Ruder aus den Fingerlingen heben sollte. - So ein Ruderblatt wog auch schon etliche Kilo und wäre sonst einfach weggeschwommen, wenn man es nicht gesichert hätte. - Die Kette hat den Vorteil, daß sie Beschuß eventuell etwas besser aushält und auch nicht so schnell wegmodert, wie eine Leine. - Ansonsten dürfte das Geklimper der Kette den darüber logierenden Kapitän doch etwas gestört haben... - So massiv, wie ein Ankerkette braucht die da hinten auf keinen Fall sein... es hängt ja kein tonnenschwerer Anker dran! - Aber das machst Du schon!

ich hätte auch noch eine schmalere Kette zur Auswahl - aber ich denke mir, ähnlich wie bei den Brocktauen an den Geschützen, können die nicht dick genug sein. Genauso vermute ich es bei der Sicherungskette für das Ruder. Wenn mal ein Volltreffer das Ruder trifft, dann soll später zumindestens keiner Meckern, dass die Kette zu schwach war... ;)

Zitat
Und noch ein Tipp: Wenn Du es hinbekommen kannst, verkürze den Achtersteven. Wenn der nur halb so weit nach hinten ragen würde, könnte das Ruder komplett mit Kopf, wie sich das gehört, in einem Hennegat im Deck darunter "verschwinden".

ja das ist ein Problem. Ich habe den schon schlanker gemacht, aber ca. 1 Zentimeter dieses Hinterstevens befindet sich zwischen den beiden Balken, wenn ich mit der Säge Hand anlege, mache ich wahrscheinlich sehr, sehr viel kaputt. Das ist halt eines dieser Laster aus der Anfangsphase dieses Modells. Ich dachte eventuell daran, ein kleines Stück Kunstleder mit einem Loch zu versehen, um damit das Ruder bzw. den Übergang ein wenig verschwinden zu lassen. Auch das Ruder an Sich, kann ich noch etwas anders bauen, so dass es mehr zwischen den beiden Balken verschwindet und trotzdem voll beweglich bleibt. Aber das ist leider alles Milimeterarbeit, denn viel Luft bzw. Platz habe ich da leider nicht. Ich hoffe der Heckspiegel wird dann so pompös, dass der Ruderübergang gar nicht mehr auffällt :) 

Zitat
Ich versuche inzwischen, meine Ratschläge hier nicht auf Zehntelmillimeter zu geben, sondern im Augenblick will ich nur helfen, daß das ein halbwegs logisches Schiff wird und so funktionieren könnte. - Ist das OK, oder soll ich doch lieber ganz die Klappe halten?

ich sehe da im Moment keinen Grund zum meckern und hilfreich ist es auch - also was will man mehr!? :) und so lange du dich nicht über die Sägespäne auf und unter dem Deck äußerst, ist alles im Lot...  :6: :3:

Gruß Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 03. Oktober 2010, 20:06:31
Hallo Sergio,

Zitat
Ich habe gar keine Blöcke am Ruder verwendet, bloss die Umlenkrollen aus dem Shop und die zwei Eigenbau Umlenkrollen unter dem Ruderstand, da man davon ja eh nichts sieht, passt das schon.  

und ich dachte, ich hätte bei deinem Ruderstand Blöcke gesehen... aber so ist das manchmal mit den Augen...   :rolleyes:

Zitat
Ich bin noch weit davon entfernt, was Blöcke anbelangt, erst muss mal der Rumpf und das Galion fertig werden, was die Masten usw angeht, muss ich erst noch Zeichnungen anfertigen und mich über die Takelage schlau machen, das ist halt der Mist bei einem Eigenbau, alles sieht man eben nicht während der Planung und der Erstellung der Zeichnungen, das sieht man erst beim Bau, jedenfalls gehts mir so.

der Eigenbau hat viele Nachteile, vor allem der "Fantasie-Eigenbau" - aber die Vorteile überwiegen doch manchmal, man kann sich mal so richtig austoben und wenn dann wie hier, sogar noch Tipps gegeben werden können, ist ja eigentlich alles in Ordnung. Aber immerhin hast du bzw. machst du Zeichnungen - meine schwimmen irgendwo zwischen dem Groß- und dem Kleinhirn herum und warten auf ihren Einsatz. Von daher kann ich meistens erst bei der Umsetzung wirklich feststellen, ob der Plan im Kopf dem Holz auf der Werkbank entspricht - erfreulicherweise haben sich da die Rückschläge bis jetzt in Grenzen gehalten...   :)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - 09.10.10 - Von Rudern und Teereimern...
Beitrag von: Bradhower am 09. Oktober 2010, 17:36:22
Werte Segelschiffgemeinde,

bevor ich mir eine Woche lang "echte" Schiffe angucken werde, gibt es hier noch eine kleine Wasserstandsmeldung zur Spirit:

Zunächst habe ich mich heute dem Ruder noch einmal gewidmet und die Ruderpinne überarbeitet, mit Ösen für die spätere Takellung versehen, sowie durch einen kleinen "Abstandshalter" in die richtige Position - über den Köpfen der Crew zu bringen. Außerdem habe ich das Ruderblatt ein wenig in Form gesägt, geschliffen und gebeizt - es ist aber noch unfertig:

(http://666kb.com/i/bndcy8jb2yedu5mum.jpg)

und das Ruder auch einmal provisorisch eingebaut:
(http://666kb.com/i/bndcyvu5zmsstih9q.jpg)
(http://666kb.com/i/bndczeb02jh65rsa6.jpg)

bei der Ruderpinne habe ich mich ein wenig an der, der HMS Victory orientiert. Aber so lange die Bordwände noch nicht errichtet sind, muss ich hier vorerst nicht mehr viel tun. Außer natürlich die Ruderscharniere noch beschaffen.

Nebenbei habe ich auch ein wenig im Gallion-Bereich gearbeitet und die Deckenhöhe des Vorraums zur Gallion ein wenig angehoben:

(http://666kb.com/i/bndd16eo2w8h80832.jpg)
(http://666kb.com/i/bndd1iy6suhtwhasu.jpg)
(http://666kb.com/i/bndd1udbbjqrw5be6.jpg)

noch ein paar Feinarbeiten fehlen, ein wenig Farbe, ein wenig Schliff, dann die Geschütze rein, Decke(l) drauf und gut ist damit :) Wie man sieht arbeite ich auch schon ein wenig am Geländer zum Vorsteven.

Außerdem hatte ich heute Besuch vom Teermann und der hat sich mal kräftig am Rumpf ausgetobt, denn an Backbord bin ich immerhin mit der Sichtbeplankung schon fertig und nach längerem Hin und Her, habe ich mich entschlossen, denn Rumpf in Schwarz zu beizen. Das Unterwasserschiff werde ich später vielleicht noch mit einem "schmutzigen" Weiß bemalen, aber dies später.

Zunächst gibt es ein paar Bilder der geschliffenen Backbordseite VOR der Behandlung:

(http://666kb.com/i/bndd65ugnbzk14hym.jpg)
(http://666kb.com/i/bndd6fymtb4dnkru6.jpg)
(http://666kb.com/i/bndd6pr4on6822wvi.jpg)

und nun NACHDEM der Teermann da war:

(http://666kb.com/i/bndd776bzc4ujxxwu.jpg)
(http://666kb.com/i/bndd7ho8fvm0ulwby.jpg)
(http://666kb.com/i/bndd7t60n4vgndy3y.jpg)

So das war es, jetzt heißt es Trocknen, Schiffe gucken und in 1 1/2 Wochen geht es weiter :)

Gruß Marcel




Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 10. Oktober 2010, 12:55:22
Hallo Marcel

Geht der doch glatt eine Woche weg, Schiffe gucken. :5: Ich wünsch Dir jedenfalls viel Spass. Bei der Gelegenheit, schau dir die Ruderpinnen auch nochmal an, die der Spirit scheint mir etwas zu gross geraten in der Höhe, in der gleichen Höhe wie die des Ruderkopfes ( oder wie das Ding heisst ) wäre ideal. :pffft:

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 15. Oktober 2010, 15:02:59
Hallo Sergio & ich melde mich zurück an Board :)

"Schiffe gucken", war leider sehr Stahlschiff-lastig. Aber immerhin hat ein wunderschöner Nachbau der "Le Protecteur" in einem kleinen, privaten Schiffsmuseum meinen Ausflug ans Meer etwas versüßt, neben dem tollen Wetter natürlich :)

Zitat
Bei der Gelegenheit, schau dir die Ruderpinnen auch nochmal an, die der Spirit scheint mir etwas zu gross geraten in der Höhe, in der gleichen Höhe wie die des Ruderkopfes ( oder wie das Ding heisst ) wäre ideal.

die Ruderpinne soll ja eigentlich über den Köpfen der Besatzung ihre Bahnen ziehen und das müsste eigentlich von der Größe her so hinhauen (das die Besatzung ihre Köpfe einzieht, habe ich eigentlich mit einkalkuliert ;) ). Aber ich kann die sicherlich noch ein wenig nachbearbeiten und vielleicht von 10mm auf ca. 7mm schmaler machen. Auch das Ruderblatt an Sich gefällt mir noch nicht wirklich. Im Urlaub habe ich noch eine andere Idee bekommen, wie ich das Ruder darstellen kann. Die Lösung dazu kommt (vielleicht) in den nächsten Tagen :)

Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 15. Oktober 2010, 16:00:46

Hallo Marcel!

Schön, daß Du wieder zurück bist! - Übrigens: Herzlichen Glückwunsch!   :klatsch: :winken: :pffft:

Aber eigentlich wollte ich nochmal auf dein Modell zu sprechen kommen.

Und zwar ist - meiner bescheidenen Meinung nach - wirklich der Achtersteven etwas zu lang geraten. - Wenn Du den kürzen würdest, hättest Du automatisch ein paar Probleme weniger...

Schau mal, hier:

(http://666kb.com/i/bnjdsso7p5m3d09jo.jpg)

Wenn Du ungefähr da, wo ich die schwarze Linie hingezeichnet (vielleicht nicht ganz so stark zittern, vielleicht besser ein Lineal verwenden... ;) ) habe, deinen Achtersteven - äh, nein, den deines Schiffes - absägst, dann kannst Du den Ruderkopf locker in das Deck unter deiner Kapitänskajüte verlegen und es sieht auch noch "richtiger" aus... (Es darf auch noch ein bisschen weiter vorne sein...)

Das wäre mein Vorschlag.

Ciaooo,

HWE


Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 15. Oktober 2010, 16:25:55
Hallo Herbert & Danke für die Glückwünsche :)

der Achtersteven ist auch wirklich zu lang geraten und dies nicht gerade vorteilhaft für das Ruder  :rolleyes: Aber das Kürzen ist nicht so einfach, denn ich habe keine wirklich geeignete Säge, ich habe eine mit groben Zähnen und eine mit feinen Zähnen. Die "grobe" Säge wird wahrscheinlich viel zu sehr reißen. Die feine Säge hat allerdings einen Stopper nach 5 cm Schnitttiefe. Was vielleicht sogar noch gehen könnte, wenn ich Stück für Stück säge. Die Alternative wäre noch meine Laubsäge, aber mit der kann ich eigentlich nur perfekt sägen, wenn ich deiner Linie folge... ;)  :pffft: Alternativ könnte ich meinen FeinbohrSCHLEIFER schwingen. - (ok - wegen der Sauerei den Gedanken gleich wieder verworfen...)

Das weitere und eigentlich viel schwierigere Problem ist, dass der Steven oben noch gut einen Zentimeter zwischen den beiden Balken verschwindet. Dieses Stück kann ich wohl nur mit einem Stecheisen versuchen zu entfernen, was auch wieder viel kaputt machen kann, da ich mit Leim stellenweise ja nicht geize und ich gegen die Maserung "stechen" muss... ;)

Auf der anderen Seite, wird es mir das Ruder später Danken...  :rolleyes: Ich seh mir das Morgen mal am Modell an und wenn ich das Gefühl habe, mit so einer Säge-Aktion viel kaputt zu machen, dann lasse ich es... :pffft: Aber soll immerhin später keiner sagen, ich hätte es nicht versucht :)

Gruß Marcel

 
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 15. Oktober 2010, 17:38:41
Hallo Marcel,

dann würde ich es in deinem Fall mit der Laubsäge versuchen. - Auch wenn Du damit zunächst einmal nicht ganz so gerade sägst, einmal kannst Du das bei der Gelegenheit üben und zweitens: Mach' dir einfach 2 Striche hin. - So in 1-2 mm Abstand. Auf der Äußeren Linie sägst Du entlang und dann ist es auch nicht schlimm, wenn Du mal ein wenig "wackelst". - Anschließend wird mit einem Schleifklotz und grobem Sandpapier "geschlichtet" und an die erste, innere Linie heran gearbeitet. - Danach kannst Du mit feinerem Sandpapier weitermachen, bis es perfekt ist.

Das schaffst Du doch mit Rechts! - Äh, links! ;)

Ciao,

HWE

PS: Den Teil oben im Hennegat kannst Du auch mit der Laubsäge sägen, wenn der große Teil schon weg ist und Du dann das Sägeblatt neu und um 90 Grad gedreht (von oben nach unten!) einspannst... - Da bleiben dann wahrscheinlich immer noch ein paar mm stehen, aber das schaffst Du schon! ;)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 15. Oktober 2010, 18:06:54
Hallo Marcel,

hätte ich auch so gesagt, erst Laubsäge und dann Dreickschleifer wenn du hast.

Zum Sägen kannst du ja eine Metallschiene mit Spiegelklebeband als Führung auf den abzuschneidenden Teil kleben.

Gruß, Daniel

PS: Hab ich gerade erst ausgedacht, sag falls du es machst, wie es funktioniert.

PPS: Ich liebe Versuchstiere

PPPS: Herbert meint in seinem PS wahrscheinlich, das Blatt auszuspannen, durch das Hennegatt zu führen und dann wieder einzuspannen. Das wäre auch meine logische Antwort gewesen.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 15. Oktober 2010, 18:14:41
Hallo Marcel  :winken:

Da haben wir uns irgendwie missverstanden, ich habe nich die Höhe von Deck zur Ruderpinne gemeint, sondern die Höhe der Pinne, aber Du schreibst ja schmaler machen von 10 auf 7 mm und das habe ich gemeint. Der Vorschlag von Herbert scheint mir eine gute Lösung, mit einer Laubsäge mit einem ( oder ein paar mehr  :pffft: ) ganz feinen Sägeblatt sollte das zu schaffen sein. Falls Du diese Lösung in Angriff nehmen solltest, wünsche ich Dir ein ganz ruhiges Händchen und good luck. :P

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 15. Oktober 2010, 20:36:21
Nabend Männer,

gut - ihr habt mich überzeugt, ich werde es morgen mit der Laubsäge probieren. Vielen Dank für eure Kommentare & Tipps!

@Daniel:
Das mit der Führungsschiene ist ein sehr guter Tipp, ich glaube das werde ich probieren. :)

@Herbert:
Das Hennegat sollte eigentlich (fast) kein Hindernis sein, da ich es schon reichlich bearbeitet habe und das Stück Kiefernleiste nicht wirklich eine tolle Qualität dort besitzt, ich denke mit ein wenig "Druck" und einem Dreieckschleifer sollte das klappen :)

@Sergio:
Zitat
Da haben wir uns irgendwie missverstanden, ich habe nich die Höhe von Deck zur Ruderpinne gemeint, sondern die Höhe der Pinne, aber Du schreibst ja schmaler machen von 10 auf 7 mm und das habe ich gemeint.

habe auch erst beim schreiben meines Kommentars gemerkt, was du meintest - aber die Pinne kann ich problemlos verschlanken, die Ösen sind nur aufgesteckt. Vielleicht mache ich sie auch von vornherein ganz neu - bin im Moment in "doppelt machen - hält besser"-Laune... ;)

Sollte ich mir morgen keine Finger absägen oder die Laubsäge verfluchen (muss glaube ich, ein altes Werkeltrauma aus der Schulzeit sein, warum ich die nicht mag) werdet ihr das Ergebnis hier sehen dürfen.

Bis dahin - schönen Abend & Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 16.10.10 Das Ruder - Zweiter Akt
Beitrag von: Bradhower am 16. Oktober 2010, 18:35:30
Werte Modellbauergemeinde,

wie schon vorher angekündigt und von einigen Mitgliedern empfohlen, habe ich heute den Achtersteven gekürzt. Zum Einsatz kam eine hierfür extra angeschaffte Säge aus dem hiesigen Baumarkt, die mit 13 Zähnen je Zoll durchaus einen feinen Schnitt garantierte und ich nicht wie bei der Gährungssäge das Problem habe, dass man irgendwann ab einer gewissen Schnitttiefe nicht mehr weiter sägen kann, da ein Bügel oder sonstige Stopper das tiefere sägen nicht mehr möglich machen. Zunächst habe ich die Schnittlinie angezeichnet und eine kleine Metallleiste mit doppelseitigen Klebeband als Führungsschiene angesetzt.

Anschließend griff ich zur neuen Säge und habe den Achtersteven um gute 5 mm gekürzt. Schäden bzw. "Ausrutscher mit der Säge" wurden erfreulicherweise vermieden (einzig die Haltekette für das Ruderblatt wurde irgendwie durchtrennt...  :pffft:) und mit ein wenig Schliff sieht der Achtersteven wieder ganz ordentlich aus. Einzig die Farbe fehlt natürlich noch.

Des Weiteren habe ich auch ein neues Ruder und eine neue Ruderpinne konstruiert - hierzu zunächst ein paar Bilder - alt und neu im Vergleich:

(http://666kb.com/i/bnkhzjeszom5ximvi.jpg)

Das neue Ruderblatt habe ich dann mehr an historische Vorlagen orientiert, ein bisschen Feinarbeit fehlt natürlich noch. Diese kommt allerdings erst, wenn ich auch die Ruderscharniere habe. Diese sind seit heute geordert.

Eingebaut sieht das Ganze nun so aus:

(http://666kb.com/i/bnki0u80j3ypvpky6.jpg)
(http://666kb.com/i/bnki1o3c79hgwky1a.jpg)
(http://666kb.com/i/bnki25cubxhe2qrta.jpg)

Außerdem ist die Ruderpinne nun gut einen Zentimeter nach innen gewandert:
(http://666kb.com/i/bnki7tgy98d6ow3f2.jpg)

Ich hoffe die Bilder liefern eine gute Übersicht. Ein Stück vom Achtersteven ist zwischen den beiden Balken leider noch vorhanden. Ich habe versucht ihn so weit es geht zu entfernen, aber leider reiße ich viel zu viel dabei kaputt. Aber ich denke es sieht schon etwas besser aus, als beim ersten Versuch :)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 16. Oktober 2010, 19:06:40
Hallo Marcel  :winken:

Dem Mutigen lacht das Glück,  :klatsch: well done Mr. Bradhower well done  :klatsch:, kann ich nur sagen, das hast Du super hingekriegt und die Dimensionen der Ruderanlage passen perfetto. Du hast hoffentlich nur in die Kette gesäbelt und die Finger verschont gelassen :pffft:. Ich habe mir dafür mit einem 0.4 mm Boher ein Belüftungsloch in den Daumen gebohrt, das hat man davon wenn man's eilig hat :5:.

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 16. Oktober 2010, 19:23:31
Vielen Dank, Sergio :) - die Dimension des Ruderblattes habe ich von Dafi´s-Victory geklaut bzw. mich daran "orientiert"... :6:

In Sachen "in die Finger säbeln oder bohren" habe ich bis jetzt Glück, was die Spirit betrifft - es gab noch keine schlimmen Verletzungen, trotz Arbeiten mit dem Skalpell, Cutter oder den mm-Arbeiten an der Dekupiersäge. Ich hoffe das bleibt auch bis zum Ende so - die Erfahrungen der Vergangenheit haben mich da meistens eines Besseren belehrt. Aber wenn man schön aufpasst, nicht hetzt und auch immer einen Blick für heiße und rotierende Bohrer oder ratternde Sägeblätter hat, werden es mir die Finger hoffentlich Danken :)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 22.10.10 - Der Teermann Teil II
Beitrag von: Bradhower am 22. Oktober 2010, 18:31:29
zum Wochenendstart gibt es eine kleine Wasserstandsmeldung von der Werft:

Heute habe ich die zweite Hälfte des Rumpfes geteert.... ähhh... gebeizt und damit nach gefühlten zwei Jahren Rumpfarbeiten, diesen nun endlich am Rande der Fertigstellung. Außerdem habe ich den Achtersteven neu bemalt, nachdem durch Schleif- und Sägearbeiten ein Teil der ursprünglichen Farbe abgeschliffen wurde.

Nun fehlt nur noch das Ruder und dieser Bauabschnitt ist fertig :). Eventuell bemale ich den Unterwasserkiel noch in Weiß, aber diese Option bewahre ich mir noch, so bald die Spirit etwas mehr "Struktur" erhalten hat und ich mir bei der Farbgebung des gesamten Schiffes etwas sicherer bin.

Aber zunächst die Bilder zum gebeizten Rumpf:

(http://666kb.com/i/bnqkzix36smgbsb7d.jpg)
(http://666kb.com/i/bnqkztfictl9u94u1.jpg)
(http://666kb.com/i/bnql01bx3oo45rdmh.jpg)

Parallel wurde in den letzten Tagen auch am Geschützdeck und der äußeren Beplankung gearbeitet - Bilder hierzu kommen in den nächsten Tagen.

Allerdings kann ich euch auch noch das Ruder zeigen. Dieses habe ich mit Furnierstreifen (mal Limba probiert) etwas mehr Struktur verliehen und die inzwischen angekommenen Ruderscharniere schon einmal aufgesteckt - ich habe zwar vier Scharniere bestellt, aber ich denke 3 wirken später besser:

(http://666kb.com/i/bnql1sp8blu8lfsft.jpg)

ich muss mal sehen, wie ich das Scharnier später befestige. Sicherlich kann man es ankleben, aber ich würde schon gerne ein paar Nägel durch die Löcher der Scharniere treiben. Mal sehen, wie ich das am besten anstelle.  :8:

Ich werde wahrscheinlich einmal durch das Ruder bohren, dann einen kleinen Nagel durchschieben und diesen dann am Ende "platt hauen". Das Praxisergebnis wird dann gezeigt  :6:. Außerdem werde ich die Scharniergelenke etwas im Ruderblatt "versenken", damit der Abstand zwischen Ruderblatt und Achtersteven nicht mehr so groß wirkt.

Bis dahin,
schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 23. Oktober 2010, 06:17:55
Hallo Marcel  :winken:

Da kann ich mich Dir anschliessen, sieht besser aus mit nur drei Ruderscharnieren :P. Ich würde die Scharniere zusätzlich trotzdem kleben, sie verrutschen so nicht mehr, dann kannst Du noch nageln und die Nagelspitzen " platt hauen "  :D das hiess früher mal nieten, hat man mir beigebracht, ist aber schon sehr, sehr lange her. Nimm aber keine Stahlnägel dafüf, die sind zu hart, zum flach klopfen. Am besten wären Messing oder Kupfernägel, die werden schön weich wenn man sie vorher ausglüht und im Wasser abschreckt. Das einfeilen des Ruders für die Scharniere ist eine gute Idee, würde ich auch machen. Und als Rundumschlag zum Abschluss  :klatsch: :klatsch: :klatsch:

Liebe Grüsse
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. Oktober 2010, 18:17:15
Hallo Sergio,

leider sind die Ruderscharniere schon sehr mächtig, aber bei "kleineren" würde ich mir die Finger brechen. Von daher kann ich mich mit Dreien auch ganz gut anfreunden :)

Kleben wollte ich die Scharniere auf jedenfall und dann "nieten" (das Wort war gesucht - Danke) - habe sogar heute in meinem Fundus gekramt und ein paar nette Messingnägel gefunden, die werden morgen verwurstet. Ich werde die Scharniere aber erst nur am Ruder montieren. Wenn ich beides schon verbinden würde, breche ich bestimmt irgendwann etwas kaputt. Denn meine Helling kann mit meinen gestiegenen Modellbauansprüchen nicht mehr mithalten. Daher muss ich in den kommenden Tagen mal eine vernünftige Helling bauen. Denn sonst sehe ich Geiste meine Spirit schon auf die Seite rollen, von der Werkbank herunter und dann in einen tiefen, dunklen Schlund verschwinden...  :17:

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 23. Oktober 2010, 19:24:11
Hallo Marcel

Ich finde die Ruderscharniere nicht als zu gross, da sie ja auch funktionieren sollen, dürfen sie auch etwas mehr am Knochen haben. Mit der Rudermontage hast Du völlig recht, solange am Rumpf noch hantiert wird, kann es leicht abbrechen. Mit der Helling bin ich Dir bei meinem Kahn voraus, die habe ich in der Schuhschachtel integriert, mein Pott steht wie einbetoniert auf der Werkbank und leider sieht er auch so aus  :7:.

Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. Oktober 2010, 19:29:26
Zitat
Mit der Helling bin ich Dir bei meinem Kahn voraus, die habe ich in der Schuhschachtel integriert, mein Pott steht wie einbetoniert auf der Werkbank und leider sieht er auch so aus

definitiv - da kann ich auch so schnell nicht mit halten...  :7:  :7:  :7:

Ach ich klemme den Vor- und Achtersteven irgendwo ein, dann sollte die Spirit net mehr so wackeln, wie sie es zuletzt getan hat :)

In diesem Sinne - auch einen schönen Sonntag.

Greetz Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: TK5512 am 24. Oktober 2010, 16:18:46
Sollte ich mit meiner SR mal irgendwann fertig werden spiele ich mit dem Gedanken auch mal ein Hozschiff zu bauen.

Ich bleib an deinem Bericht dran.

Gruß
Stef
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Exkurs - ich baue mir eine neue Helling
Beitrag von: Bradhower am 29. Oktober 2010, 20:31:13
Liebe Holzwürmer,

leider war es mir in den letzten Tagen nicht gegönnt signifikante Fortschritte an der Spirit zu erreichen, da mir schlichtweg die Zeit und auch ein bissl die Motivation fehlte (was aber eher an viel Arbeit auf der Arbeit lag). Auch heute habe ich an der Spirit nicht wirklich weitergebaut, aber dafür gab es einen kleinen Ausflug in den Baumarkt.

Exkurs – Ich baue mir eine neue Helling :)

Ich habe schon vor einiger Zeit mich dazu entschlossen meine bisherige Helling:
(http://666kb.com/i/bnxphueh2korc7fcv.jpg)
die wackelig, hässlich und inzwischen viel zu instabil geworden ist, um einen Schiffsrumpf von ca. 3-5 kg angemessen zu stabilisieren, durch eine neue Helling zu ersetzen.

Nun fanden sich Lust und Laune zusammen und haben sich zusammen gesetzt, um eine neue Helling zu konstruieren. Da ich es auch ein wenig „extravagant“ mag, wollte ich auch eine möglichst flexible Helling, die ich komplett wieder auseinander nehmen kann und ggf. für ein neues Schiffsprojekt anpassen bzw. zusammenstecken kann.

Also, frisch ans Werk - ein 80 cm Holzbrett gesucht und ein wenig im Werkzeugkasten gekramt. Anschließend einen kurzen Ausflug zum Baumarkt gemacht und 4 Winkel besorgt. Dann konnte es losgehen:

Der erste Schritt bestand darin, ein wenig zu bohren:

(http://666kb.com/i/bnxqk0c7cfpl9biwv.jpg)
(http://666kb.com/i/bnxqm209wvgvg2r27.jpg)

und Schrauben einsetzen.

Anschließend, meine Winkel aus dem Bausatz aufgesetzt – diese haben die nette Eigenschaft, dass man sie verschieben kann:
(http://666kb.com/i/bnxqownpd6i7jj2bj.jpg)
(http://666kb.com/i/bnxqq67w7i1qhuidb.jpg)

Ob das lange Ende oder das kurze Ende des Winkels auf die Holzplatte aufgelegt wird, hängt dann natürlich vom Modell und dem Bauzustand ab.

Anschließend war meine Hauptbeschäftigung eigentlich nur Unterlegscheiben und Flügelschrauben anzubringen und zu justieren. :pffft:

(http://666kb.com/i/bnxquhi3i4k2122db.jpg)

So sieht das fertige Ergebnis in der Gesamtansicht aus. :)

Außerdem habe ich zwischen den Winkelpaaren eine Leiste aufgesteckt (aufgesteckt – nicht geleimt, damit man auch diese wieder entfernen kann, um sie bspw. durch ein kürzeres Stück zu ersetzen). Damit der Kiel ein wenig höher liegt und sich nicht die scharfen Kanten der Winkel in den Rumpf drücken:

Das Vorderteil, wo später der Vorsteven eingespannt wird, hat zwischen den Winkeln, zwei Eisen, die sich hochklappen lassen (siehe auch weiter unten):

(http://666kb.com/i/bnxqwbp6o0yrlfgcf.jpg)

Damit die beiden Eisen den Vorsteven des Schiffes nicht „zerdrücken“, habe ich als Puffer zwei Polieraufsätze aus Filz (ursprünglich für Feinbohrschleifer gedacht) eingespannt. Die eignen sich wunderbar dafür.  :6:

Dort, wo ich das Heck einspanne, habe ich zunächst nur einen verwendet:
(http://666kb.com/i/bnxr12s3xbt8k0igv.jpg)

Das war der kleine Exkurs zur Helling – das Einzige, was ich vielleicht noch besorge sind etwas längere Schrauben und ein paar Filzaufkleber, um den Vorder- und Achtersteven noch besser zu schützen.

Abschließend gibt es noch ein Bild der Helling mit Schiff:

(http://666kb.com/i/bnxr5fgs05nxji1z3.jpg)
(http://666kb.com/i/bnxr6yt7cmx4zvlhb.jpg)
(http://666kb.com/i/bnxr7aejm7iiamdtr.jpg)

Nun sitzt meine Spirit endlich bombenfest auf ihrer Helling und ich kann nun fleißig weiterbauen :).

Wie man sieht, bin ich aktuell an den Bergehölzern dran und ziehe die Sichtbeplankung höher. Außerdem habe ich ein zweites Loch neben dem Ankertau gebohrt. Weitere Details gibt es dann im nächsten Baubericht.  :winken:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 30. Oktober 2010, 12:00:30
Hallo Marcel  :winken:

Gute Idee mit den Metallwinkeln :P, muss ich mir merken. Ich habe mir vor Jahren einen Kielhalter angeschafft, aber noch nie benutzt fürs beplanken könnte es gehen damit, aber für den Bau des Spantengerüstes kann man das Teil vergessen und für grössere Modelle > 60 cm ist ebenfalls Feierabend. Ich habe mir das Teil gekauft als ich noch das Soleil Royal Fieber hatte, jetzt liegen beide Teile auf Halde :D.

Wenn ich mir deine letzten Bilder so anschaue, frage ich mich, ob die Ankerklüsen nicht zu weit hinten ( Heckseitig ) liegen. Die sollten doch in einer mehr oder weniger geraden Linie zum Spill liegen, damit man die Anker leichter einholen kann. Das heisst, die Klüsen sollten weiter vorne beim Vordersteven plaziert sein. Bei der Spirit macht es den Anschein, als ob ein +/- 90 Grad Knick in der Linie Klüse-Spill vorhanden ist. Schau mal hier in den Link :http://covax.bth.se/chapmanprojekt/ritningar.html?3 (http://covax.bth.se/chapmanprojekt/ritningar.html?3)

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: AnobiumPunctatum am 30. Oktober 2010, 12:08:58
Moin Marcel,

wie Du weißt, betrachte ich Dein Projekt durchaus kritisch - vielleicht auch, weil es mit meiner Sichtweise des historischen Schiffsmodellbaus nicht zusammenpaßt. Viele Deiner Probleme liegen an Deinem ungewöhnlichen Ansatz, ein Modellschiff und eben kein Schiffsmodell zu bauen. Aber Du hast Dich für diesen Weg entschieden.
Ich hätte nicht gedacht, dass Du mit dieser Konsequenz und gegen alle Widerstände Deinen Weg verfolgst. Ich hätte Ende letzten Jahres gewettet, dass das Projekt spätestens im Sommer endgültig auf Eis gelegt wird. Meinen Respekt für Dein Durchhaltevermögen. :P
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 30. Oktober 2010, 12:46:40
Hallo Männer :)

@Sergio:

Zitat
Gute Idee mit den Metallwinkeln , muss ich mir merken. Ich habe mir vor Jahren einen Kielhalter angeschafft, aber noch nie benutzt fürs beplanken könnte es gehen damit, aber für den Bau des Spantengerüstes kann man das Teil vergessen und für grössere Modelle > 60 cm ist ebenfalls Feierabend. Ich habe mir das Teil gekauft als ich noch das Soleil Royal Fieber hatte, jetzt liegen beide Teile auf Halde .

ich Stand auch gut eine Stunde im Baumarkt vor der Winkelabteilung und habe gegrübelt, mit welchen Winkeln ich das am geschicktesten hinbekomme, was ich vorhabe. Sprich eine möglichst flexible und stabile Helling zu bauen. Bis ich dann genau diese Winkel in die Finger bekam - also von daher kann ich sie dir durchaus empfehlen. Preislich lagen liegen die bei 3,50 € das Stück.

Zitat
Wenn ich mir deine letzten Bilder so anschaue, frage ich mich, ob die Ankerklüsen nicht zu weit hinten ( Heckseitig ) liegen. Die sollten doch in einer mehr oder weniger geraden Linie zum Spill liegen, damit man die Anker leichter einholen kann. Das heisst, die Klüsen sollten weiter vorne beim Vordersteven plaziert sein. Bei der Spirit macht es den Anschein, als ob ein +/- 90 Grad Knick in der Linie Klüse-Spill vorhanden ist. Schau mal hier in den Link :http://covax.bth.se/chapmanprojekt/ritningar.html?3

naja, 90 Grad sind es nicht - eher so 45-60 Grad... ;) Aber hast natürlich recht, dass ist eine der Bausünden aus der Vergangenheit und da ich die Ankertaue ja schon vor Ewigkeiten durch die Öffnung gezogen habe, konnte ich den zweiten Ankerklüsen nicht gefühlte drei Meter daneben bohren. Weiter zum Bug hin versetzen kann ich auch nicht, da sich dort kein Hohlraum mehr befindet. Von daher muss ich den Drops schlucken und hoffen durch die Gallion das Ganze nicht mehr so schlimm aussehen zu lassen. Aber der gesamte Bugbereich regt mich inzwischen doch schon mächtig auf (sogar bedeutend mehr als das Heck)  :12: , der Rumpf verläuft viel zu spitz, der Vorsteven ist auch nicht so wirklich super gewählt und überhaupt.  :5: Aber so ist das halt mit dem Lerneffekt  :rolleyes:

@Christian:
Zitat
wie Du weißt, betrachte ich Dein Projekt durchaus kritisch - vielleicht auch, weil es mit meiner Sichtweise des historischen Schiffsmodellbaus nicht zusammenpaßt. Viele Deiner Probleme liegen an Deinem ungewöhnlichen Ansatz, ein Modellschiff und eben kein Schiffsmodell zu bauen. Aber Du hast Dich für diesen Weg entschieden.
Ich hätte nicht gedacht, dass Du mit dieser Konsequenz und gegen alle Widerstände Deinen Weg verfolgst. Ich hätte Ende letzten Jahres gewettet, dass das Projekt spätestens im Sommer endgültig auf Eis gelegt wird. Meinen Respekt für Dein Durchhaltevermögen.

Danke für deine ehrlichen Worte - ich hätte gerne mal die Wettquoten gesehen. Denn du bist ja garantiert nicht der Einzige, der keinen Pfifferling auf dieses Schiff gesetzt hätte...  :6:

Aber als ich hiermit anfing, war ich auch schlichtweg "doof" - ich wusste zwar generell wie man Schiffe baut. Aber so ein historischer Segler ist doch eine ganz andere Herausforderung, als irgend so eine Jugendspielerei. Das habe ich auch Anfangs mächtig unterschätzt, dass gebe ich gerne zu. Auch so manche Diskussion ging dann schon ein wenig an die Nieren und ich habe mich gefragt: "Warum tust du dir das überhaupt an?!" Aber ich beschäftige mich inzwischen schon bald seit einem Jahr intensiv mit dem Thema und würde jetzt an ein Bauprojekt völlig anders heran gehen. Das fängt dann schon bei der Materialbeschaffung an und endet im ausgiebigen Studium der Pläne von einem Schiff, dass es dann auch wirklich gegeben hat. :)

Von daher hätte ich die Spirit, wäre sie mir nicht so an Herz gewachsen, wohl schon längst in eine Ecke gepfeffert und ein neues Bauprojekt begonnen. Aber irgendwie symbolisiert sie auch die Entwicklung, die ich bis jetzt durchgemacht habe. Denn ich denke, bei all ihren Fehlern sieht man doch das Bemühen, dass ich das Schiff versuche auf den richtigen Kurs zu bringen. Es erfordert zwar phasenweise enorm viel Improvisation, weil sie halt doch einige Fehler und Ungenauigkeiten hat. Aber ich denke mir, so lange mir die Ideen nicht ausgehen und ich auch für alles eine Lösung finde, werde ich die Spirit weiterbauen. Von daher wird das Projekt hier sicherlich noch einige Zeit erhalten bleiben... :)

In diesem Sinne,
mal sehen was ich hier noch so alles zusammenbastel :)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 30. Oktober 2010, 13:24:37
Hallo Marcel  :winken:

Mach Dir nichts draus, auch wenn Fehler passieren, ist es meiner Meinung viel interessanter ein Modell von 0 auf zu konzipieren und zu bauen, als einen gegebenen Bausatz abzuändern, umzugestalten, zu verbessern usw. unter dem Strich bleibt das Resultat in etwa gleich wie vom Hersteller vorgegeben. Ich bin heute auch dran den Vorsteven zum dritten Mal neu zu bauen :12:, zum Glück habe ich den alten nur eingesteckt und noch nicht verleimt.

Schönes Wochenende wünsche ich Dir

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 30. Oktober 2010, 13:44:42
Leime nie niemals nicht einen Vordersteven ein, von dem Du nicht weist, dass es richtig sitzt. *heul*

(Leidvolle Selbsterfahrung)

Viel Glück auf dem weiteren Bau-weg!
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 30. Oktober 2010, 14:33:54
... und was ich gut finde ist die Entwicklung deines handwerklichen Könnens. Eigentlich bist du längst gut vorbereitet für einen "richtigen" Bausatz. Denn den musst dann nicht mehr versemmeln, da du dich durch die Problematiken des Holzmodellbaus hier schon durchwurschteln musstest!

Du wirst wissen, wann der Tag kommt, an dem du deine Free Spirit für fertig erklärst. Und dann warte ich schon auf deinen nächsten Streich :-)

Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: SantaFeFan am 30. Oktober 2010, 14:48:36
Hallo Marcel,
Also ich finde Dein Schiff sieht gut aus ....natürlich kann man mit dem gleichen Aufwand ein Schiff bauen das historisch korrekt ist ,aber darüber wurde ja oft genug diskutiert.
Aber warum gibst Du es nicht als Piratenschiff aus ? Dann hast Du ja Freiheiten die Du einafch damit begründest ,das die Piraten das Schiff für ihre Zwecke halt umgebaut haben......
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 30. Oktober 2010, 15:27:55
...ich muss ja nicht viel sagen, man kann ja nachlesen, dass ich immer schon ein 'fan' dieses projektes war.
weiter so marcel.....grüsse, der roland
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 30. Oktober 2010, 18:37:04
Nabend Männer,

danke für eure Kommentare - so viele auf einmal - das freut mich sehr :) Ich hoffe das liegt nicht an der neuen Rubrik... ;)

@Sergio:
ich habe übrigens den Winkel von der Spill zum Ankerklüsen nachgemessen - er weicht nur um ca. 20 Grad von seiner Ideallinie ab - ich glaube damit können wa leben, oder? ;)

@Revier:
der Vorsteven stammt von meinen Bounty-Versuchen - den konnte ich einfach nicht wegwerfen und sah hiermit eine nette Verwendungsmöglichkeit... aber zukünftig mache ich das definitiv anders...  :pffft:

@Daniel:
Zitat
... und was ich gut finde ist die Entwicklung deines handwerklichen Könnens. Eigentlich bist du längst gut vorbereitet für einen "richtigen" Bausatz. Denn den musst dann nicht mehr versemmeln, da du dich durch die Problematiken des Holzmodellbaus hier schon durchwurschteln musstest!

naja, das Risiko einen Bausatz zu versemmeln schwimmt bestimmt immer mit. Aber es kribbelt schon ziemlich in den Fingern mal ein "echtes" Schiff nachzubauen. Nur leider fällt es mir schwer mich für ein bestimmtes Schiff zu entscheiden, dafür gibt es einfach zu viele....  :rolleyes:

Zitat
Du wirst wissen, wann der Tag kommt, an dem du deine Free Spirit für fertig erklärst. Und dann warte ich schon auf deinen nächsten Streich :-)

wird bestimmt noch ein Jahr dauern... aber ich kann dir sagen, was dann der nächste Streich wird - eine Eigeninterpretation der "HMS Victory" - mit 450mm Geschützen...  :6:

@SantaFeFan:
Zitat
Aber warum gibst Du es nicht als Piratenschiff aus ? Dann hast Du ja Freiheiten die Du einafch damit begründest ,das die Piraten das Schiff für ihre Zwecke halt umgebaut haben......

ich feile schon an der Geschichte dieses Schiffes, die aber erst veröffentlicht wird, wenn es soweit ist. Aber der Gedanke an Piraten ist da schon sehr konkret. Außerdem gab es die Pest an Bord... ;)

@Roland:
deine Unterstützung freut mich - aber nicht das du noch zum Groupie mutierst... ;)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: TK5512 am 30. Oktober 2010, 18:43:37
Aber der Gedanke an Piraten ist da schon sehr konkret.

Bravo!!! :klatsch:

Zitat
Außerdem gab es die Pest an Bord... ;)

Wir lagen vor Madagascar und hatten die Pest an Bord...............    :17:  *sing*


Gruß
Stef
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 31. Oktober 2010, 08:32:42
Hallo Marcel  :winken:

@Sergio:
ich habe übrigens den Winkel von der Spill zum Ankerklüsen nachgemessen - er weicht nur um ca. 20 Grad von seiner Ideallinie ab - ich glaube damit können wa leben, oder? ;)

Aber sicher doch ;), das er mir grösser schien lag wohl am Aufnahmewinkel des Fotos. Machst Du jetzt echt nen Piratenkahn aus der Spirit, so mit viel schwarzer Farbe wird aus der Free eine "Black Spirit", oder die andere Variante mit viel Muschelbelag, bisschen abwracken hier, da und dort , zwei Drillingskanonen als Jagdgeschütze und schon haben wir die "Flying Spirit"  :D :pffft:

Auf die Victory a la Bradhower bin ich jetzt schon gespannt.

So frotzeleien machen halt irre Spass  :7:

Liebe Grüsse
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 31. Oktober 2010, 12:30:03
Zitat
Aber sicher doch , das er mir grösser schien lag wohl am Aufnahmewinkel des Fotos. Machst Du jetzt echt nen Piratenkahn aus der Spirit, so mit viel schwarzer Farbe wird aus der Free eine "Black Spirit", oder die andere Variante mit viel Muschelbelag, bisschen abwracken hier, da und dort , zwei Drillingskanonen als Jagdgeschütze und schon haben wir die "Flying Spirit" 

Moin Sergio,

lass dich mal überraschen, aktuell habe ich nur eine Idee für die Geschichte des Schiffs und eine Idee für einen neuen Namen. Denn mögliche Piraten, haben ein gekapertes "His Majestic Ship" sicherlich anders genannt ;) Das Einzige was aber aktuell ziemlich sicher ist, ist dass ich die Schwarze Beize noch eine Zeitlang verwenden werde... ;)

Zitat
Auf die Victory a la Bradhower bin ich jetzt schon gespannt.

nicht nur du...  :6:

Zitat
So frotzeleien machen halt irre Spass

fänds irgendwie langweilig, wenn es keine geben würde...  :D  :pffft:

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 31.10.10
Beitrag von: Bradhower am 31. Oktober 2010, 18:19:16
Nachdem es einen kleinen Exkurs in Sachen "Helling-Bau" gegeben hat, richtet sich nun der Fokus wieder auf die Spirit. :)

Gestern habe ich das Ruderblatt bemalt und heute eingebaut. Zur Befestigung habe ich 7mm Messingnägel verwendet - ca. zwei Dutzend von den Nägel liegen jetzt in meiner Werkstatt verteilt, denn diese Dinger sind ja so verdammt klein...  :12: Aber ich habe es am Ende doch noch hinbekommen und die Ruderscharniere genietet:

(http://666kb.com/i/bnzqgfcr6754ubjgp.jpg)

Die kleinen Nägel habe ich jeweils halbiert eingesetzt, damit sich zwei gegenüberliegende Nägel nicht unnötig ins Gehege kommen. Außerdem habe ich, wie man auf den Bildern sieht, die Haltekette für das Ruder befestigt:

(http://666kb.com/i/bnzqj4c1dn2ud20qx.jpg)
(http://666kb.com/i/bnzqjkw75d0ayyngp.jpg)

Die Kette für das Ruder habe ich dann mit zwei Krampen im Zwischenraum des Deckboden fixiert - die sollte sich daher so schnell nicht lösen... ;) :

(http://666kb.com/i/bnzqkuz298bzp9npl.jpg)

Wie man auf dem obigen Foto auch sieht, habe ich die Decke rechts geschlossen. Dies ist natürlich nur der Unterboden, die eigentliche Decksbeplankung kommt natürlich noch. Diese besteht dann natürlich aus Kiefernleisten und nicht mehr aus Nussbaum... ;) Die beiden mittleren Leisten sind etwas höher, damit man später eine natürliche "Stoppkante" für die rücklaufenden Lafetten hat.

Die restlichen Arbeiten an der Spirit betreffen die Kammer zur Gallion - die ein wenig gepinselt wurde. Und dort wo der Bugspiet durchreicht, habe ich eine kleine Auflage eingesetzt:

(http://666kb.com/i/bnzqngc9pf6lpaekp.jpg)

Ein kleines Problem hat sich leider auch aufgetan - welches ich euch nicht vorenthalten möchte: Und zwar kollidiert der spätere Niedergang des Heckaufbaus mit dem Großmast:

(http://666kb.com/i/bnzqoaizwom0lifrd.jpg)

den geplanten Niedergang habe ich eingezeichnet, leider sind es zwischen der Schottwand und dem Mast nur knappe 3 cm - das wird noch richtig eng...  :rolleyes:

Aber ich habe jetzt ja noch genug Zeit mir eine Lösung zusammenzureimen. Der letzte Blick für heute geht auf die Außenhaut der Spirit, diese habe ich mit der Sichtbeplankung versehen:

(http://666kb.com/i/bnzqqfcqluheo047d.jpg)
(http://666kb.com/i/bnzqqsexh2qgeeseh.jpg)

vor allem wenn ich damit am Heck fertig bin, kann ich mit den seitlichen Balkonen beginnen und die Stützen für Selbige anbringen.

Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 31. Oktober 2010, 18:59:16
Na sieht doch gut aus! Und interessant ist die Ruderpinne. Beweglich?

Grüße!
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 31. Oktober 2010, 19:05:34
Zitat
Na sieht doch gut aus! Und interessant ist die Ruderpinne. Beweglich?

Danke Revier & ja, die Pinne mitsammt Ruder ist beweglich :) Mal sehen, wenn ich es hinbekomme, bleibt diese Beweglichkeit auch mit dem späteren Einbau des Steuerrads erhalten :)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 31. Oktober 2010, 19:46:05
Hallo Marcel  :winken:

Das Ruder ist sehr schön geworden, gefällt mir, mein Kompliment :klatsch: :klatsch: :klatsch:, Wofür ist der Niedergang beim Grossmast gedacht, ca. 6-8 cm dahinter besteht ja schon einer. Ja, ich weiss immer diese Fragerei  :6:.

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 31. Oktober 2010, 20:00:20
Zitat
Wofür ist der Niedergang beim Grossmast gedacht, ca. 6-8 cm dahinter besteht ja schon einer. Ja, ich weiss immer diese Fragerei

Hallo Sergio,

Fragen sind dafür da um beantwortet zu werden und da kein Plan für die Spirit im ersichtlichen Sinne vorherrscht, ist Fragen doppelt wichtig :)

Der Niedergang, den du siehst führt zum Batteriedeck. Den Niedergang den ich eingezeichnet habe, führt vom Achter- bzw. Poopdeck auf das Oberdeck - sprich, das Ganze ist eine Etage höher und dort ist es durch den "dicken" Hauptmast recht eng geworden...  :rolleyes: Aber in der Badewanne kam mir gerade  schon eine Idee - vielleicht werde ich den Hauptmast in den Niedergang integrieren, so dass dieser quasi links und rechts daneben verläuft und den Mast in einem Halbrund mit einschließt. :)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 31. Oktober 2010, 20:45:08
Hallo Marcel

Zitat
vielleicht werde ich den Hauptmast in den Niedergang integrieren, so dass dieser quasi links und rechts daneben verläuft und den Mast in einem Halbrund mit einschließt. :)

Ok, ich haben verstanden diese  :D

Kriegst Du dann nicht Probleme mit der Mastbeting und der Pumpe, wie wäre es, wenn Du beim Schott Richtung Bug über den beiden Kanonen an der Bordwand eine Art Laufgang anbringst, der mit einem Niedergang verbunden ist und der ca. kurz vor dem Spant auf das Deck führt, das natürlich auf beiden Seiten. Wenn ich mich nicht täusche, ist bei der Victory auch sowas vorhanden.

LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: usan am 31. Oktober 2010, 22:28:42
Hallo Marcel,
schöne Bilder von der Spirit.

könntest du vielleicht auf den Bildern Lineale oder Maßstabswürfel benutzen. Das würde helfen die Dimensionen deiner Spirit zu verdeutlichen.

Liebe Grüße Uwe
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 01. November 2010, 08:49:06
Moin, Moin,

@Sergio:
Zitat
Kriegst Du dann nicht Probleme mit der Mastbeting und der Pumpe, wie wäre es, wenn Du beim Schott Richtung Bug über den beiden Kanonen an der Bordwand eine Art Laufgang anbringst, der mit einem Niedergang verbunden ist und der ca. kurz vor dem Spant auf das Deck führt, das natürlich auf beiden Seiten. Wenn ich mich nicht täusche, ist bei der Victory auch sowas vorhanden.

müsste ich mir mal bei der Victory ansehen - danke für den Tipp. Die Pumpe stört später auf jedenfall nicht, die ist ja ebenfalls ein Deck tiefer und sollte eigentlich nicht im Wege stehen. Aber vielleicht werde ich mal eine Skizze anfertigen, wenn ich heute Lust und Laune dazu habe, um zu zeigen, wie ich es mir vorstelle.

@Uwe:
klar, kann ich zukünftig gerne machen - um dir die Dimensionen kurz zu beschreiben: Rumpflänge ca. 72 cm, Rumpfbreite ca. 17 cm, aktuelle Höhe ca. 18 cm. Der Maßstab bewegt sich so um die 1:60 - mal ein bissl mehr, mal ein bissl weniger - je nach Augenmaß und Bauchgefühl... ;)

Gruß Marcel   
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 01. November 2010, 13:32:35
Hallo Sergio,

da irgendjemand auf die Idee kam, dass man auch an Feiertagen arbeiten darf obwohl nichts zu tun ist, habe ich die Gelegenheit genutzt und mal eine Skizze während der Arbeit angefertigt:

(http://666kb.com/i/bo0jy9azo5rlu3dc0.jpg)

Verzeiht die schiefe Perspektive und die teils hässlichen Kritzelleien, aber eigentlich mache ich bei der Spirit auch keine Zeichnungen. Aber so in der Art stelle ich mir den Niedergang von Achter- aufs Oberdeck vor, wenn ich den Mast zwischen den beiden Niedergängen integrieren würde. Ich hoffe, jetzt kannst du es dir besser vorstellen. :)

Gruß Marcel


Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: menlein2810 am 01. November 2010, 14:28:58
hallo marcel

ich bin ja mal gespannt auf das endergebnis. :1:
irgendwie bewundere ich es wie du das alles so bewerkstelligst.
da hätte ich keine ruhe für  ;(

gruß tommy
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 01. November 2010, 17:09:26
Hallo Marcel   :winken:

Ja jetzt kapierts der alte Davy Jones auch :D, Du bist ja richtig begabt im skizzieren :P, ja das sieht gut und machbar aus, erinnert mich ein wenig an die alten Errol Flynn Filme. Die Victory Variante würde über den beiden Durchgängen zu liegen kommen, die ist rein zweckmässig und kein Hingucker, da finde ich Deine Version viel besser. Das kleine Geländer hinter dem Grossmast könnte man zu einer Mastbeting ( so eine Kombination Geländer und Beting ) umbauen, dann wäre das Thema auch gegessen.

Also kurz und bündig : Do it

LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 01. November 2010, 17:33:51
hi marcel, glaubst du, dass du genug platz hast für die 'showtreppe'???
ich glaube, das könnte knapp werden. :rolleyes:
grüsse, der roland
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 01. November 2010, 17:49:19
Hallo Roland,

naja, die Skizze ist ja auch recht großzügig gehalten und die Showtreppe leicht überdimensioniert. Aber eigentlich sollte das passen ;) Das einzige was Probleme bereitet wären die Geschütze, dass die schlichtweg keinen Platz mehr haben und dort wegfallen. Aber zur Not könnte ich die Treppe auch noch ein wenig ins Schott integrieren. Da könnte ich ohne Probleme noch einen Zentimeter raushauen... ;)

Aber wie bei allem, was dieses Schiff betrifft, gilt: Lass dich überraschen...  :6:

Gruß Marcel

@Sergio:
naja, davon dass ich in Kunst mal eine 1 hatte, sieht man aber nicht mehr viel... ;)

Zitat
Das kleine Geländer hinter dem Grossmast könnte man zu einer Mastbeting ( so eine Kombination Geländer und Beting ) umbauen, dann wäre das Thema auch gegessen.

das wäre eine Idee, wobei ich hier auch an einen einfachen Mastring aus Messing denke. Aber bis ich den Mast einbaue, feiern wir wahrscheinlich schon wieder Weihnachten... ;)

@Tommy:
Danke & in Sachen Geduld ging das bis jetzt ganz gut, auch wenn gestern das Nieten des Ruders schon ein wenig die Zornesröte in mir aufsteigen ließ... ;)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 09.11.10
Beitrag von: Bradhower am 09. November 2010, 18:44:19
Werte Holzwürmer,

heute gibt es mal wieder ein kleines Update zu Spirit.

Zunächst habe ich im Voraum zur Gallion ein wenig herumgebastelt und mir Gedanken dazu gemacht, wie ich den Niedergang dort abdecken kann, damit sich die dort befindlichen Geschütze beim Rückstoß vom selbigen nicht "verschlungen" werden. Verschiedene Ideen habe ich mir überlegt, eine Luke ließ sich nicht wirklich befestigen, da der Niedergang einfach "doof" platziert ist. Somit habe ich mich dazu entschlossen eine Holzplatte zu fertigen, die man im Falle eines Gefechts über den Gang legen kann, auf dem die Geschütze bzw. das Geschütz zurückrollen kann. Gleichzeitig hat die Crew in diesem "Kampfraum" die Möglichkeit Befehle von Hochrangigen entgegen zu nehmen. Da durch den Halbbogen in der Wand der Kontakt zum "Rest des Schiffes" bestehen bleibt. :)

Die Konstruktion ist natürlich mit ganz viel Sinn für Fantasie zu sehen ;) Aber seht selber:

(http://666kb.com/i/bo8vol3dd3xmjvzpd.jpg)
(http://666kb.com/i/bo8voxck4m0i2skn5.jpg)
(http://666kb.com/i/bo8vp85j2v3izla4h.jpg)

Ist zwar alles sehr eng, aber dafür schön muckelig...  :6: Die Lafetten müssen natürlich noch getakelt und die Kanonenrohre geschwärzt werden. Außerdem packe ich irgendwo bestimmt noch ein paar Kanonenkugeln hin... :)

Etwas besser ging es im hinteren Teil des Schiffes weiter - hier habe ich einen Teil des Decks beplankt:

(http://666kb.com/i/bo8vrdy6jvnzs4sjl.jpg)
(http://666kb.com/i/bo8vro5ir1ebe6jcx.jpg)

Im Mittelteil fehlen noch die Planken, dort werde ich wahrscheinlich eine Kochstelle einrichten von daher müssen die Planken noch ein wenig warten. Dann gibt es auch noch eine "Stolperkante", um den etwas unsauberen Abschluss zu kaschieren ;) Die Nägel fehlen auch noch, die werde ich vielleicht mit einer erhitzten Nadelspitze einbrennen - aber da teste ich noch ein wenig, welches Verfahren mir besser gefällt. Vielleicht gibt es ja auch "richtige" Nägel. :)

Die Kalfaterung habe ich mit Hilfe eines Eddings durchgeführt und die Kanten der Holzleisten (5 mm breit und max. 60 mm lang) geschwärzt. Damit sollte die Nussbaum-Beplankung des Batteriedecks hoffentlich alsbald vergessen sein... ;)

Viele Grüße
Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 09. November 2010, 19:31:54
Servus Marcel!

Ich muß doch mal schauen, was Du hier wieder so treibst... ;)

Ich hätte einen kleinen Verbesserungsvorschlag zu machen. - Du hast doch den Mondfeld, oder? - Du benutzt den aber nicht wirklich oft für dieses Modell, oder?
Schau' doch einfach mal rein, was der so über die Decksbeplankung schreibt. - Speziell über die Plankenstöße. - Mehr wird nicht verraten! ;)

Ich würde deinen Stil im Augenblick, passend zur "Free Spirit", als "Adventure Planking" beschreiben.  :6:

Ist bei einem Phantasiemodell ja nicht so wichtig. - Aber gucken und informieren wäre manchmal vielleicht nicht sooo verkehrt. - Für die Zukunft.

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 09. November 2010, 20:07:53
Hallo Herbert,

Zitat
Ich hätte einen kleinen Verbesserungsvorschlag zu machen. - Du hast doch den Mondfeld, oder? - Du benutzt den aber nicht wirklich oft für dieses Modell, oder?
Schau' doch einfach mal rein, was der so über die Decksbeplankung schreibt. - Speziell über die Plankenstöße. - Mehr wird nicht verraten!

den Mondfeld sehe ich eher als eine Art "Ideenbörse" an... ;)

Wenn du das Verlegemuster der Planken meinst, dann ist es eher französisch als britisch. Als französische Freibeuter das Schiff im 18. Jh. aufbrachten, war der Mittelteil des Schiffes mitsamt der Kombüse leider ausgebrannt und schwer beschädigt. Die englische Besatzung war von der Pest dahingerafft, so dass niemand bei der Reperatur - auf irgendeiner Pazifikinsel und weit ab der Heimat - gefragt werden konnte und somit kam dieses "Adventure Planking" dabei raus...  :6: - kurzum: Da ich schon seit einiger Zeit die "wahre Nationalität" der Spirit hinterfrage, ebenso an einer Geschichte für das Schiff feile, gefiel mir diese Plankenversion im Mondfeld irgendwie besser, als die "klassische" Variante, die seit Annodomifix verwendet wird.

Ich denke mal das meinst du und nicht den im Original 9mm breiten Spalt, den man zwischen den Planken lassen sollte für die Hude und das Kalfateisen :). Ansonsten siehst du etwas, was ich nicht sehe, oder ich sehe was, was du nicht siehst oder wir beide sehen etwas was gar nicht da ist, aber in Wirklichkeit doch oder umgekehrt - das wäre dann ja so wie meistens in diesem Baubericht...  :6:

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 11. November 2010, 08:34:11
Servus Marcel!!

...so , jetzt komme ich endlich mal dazu auchmeinen Senf hier abzugeben :1:
leider nur in "Kurzversion"-da die Arbeit ruft:....dein Ruder ist super geworden :P und auch der Rest kann sich sehn lassen :1:
Die Nägel kannst du auch alt. mit der Spitze eines Lötkolbens imitieren- sieht auch recht gut aus.
Bzw. kannst du dich noch an meinen Vorschlag mit Bienenwachs erinern?


glg, Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 11. November 2010, 10:24:28
Servus Sascha!

Zitat
Die Nägel kannst du auch alt. mit der Spitze eines Lötkolbens imitieren- sieht auch recht gut aus.
Bzw. kannst du dich noch an meinen Vorschlag mit Bienenwachs erinern?

der Lötkolben oder eine erhitzte Nadel ist auch meine erste Alternative. Eventuell habe ich auch noch ganz feine Nägel, aber dazu brauche ich deinen Nagelhalter, um die halbwegs unfallfrei einzuzimmern, denn die sind knapp 5 mm lang und der Kopf ist glaube ich keinen Milimeter breit. Die würden aber perfekt passen und auch die Decke nicht durchschlagen.

An den Tipp mit dem Bienenwachs kann ich mich so vage erinnern ;) War doch, die Nagelstellen vertiefen, Bienenwachs drüber, abreiben und der Wachs in den Vertiefungen immitiert dann die Nägel? Frage mich nur gerade wie das aussieht und welchen Wachs ich nehmen soll, Honigbiene, Wildbiene, Waldbiene, Flotte Biene... es gibt ja so viele...  :6:

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - MiniUpdate 11.11.10
Beitrag von: Bradhower am 11. November 2010, 17:59:29
hier reiche ich noch ein klitze-kleines Update nach:

Die Decke um den Niedergang zum Batteriedeck wurde heute geschlossen - sobald der Leim trocken ist, wird beplankt. Aber zunächst noch ein Foto von den besagten Nägeln, die ich eventuell für die Beplankung verwende - nur sind die ja so verdammt klein...  :pffft:

(http://666kb.com/i/boav8eem9orkmk1pt.jpg)

und nun ein paar Fotos von der Decke mitsammt 10-Pfennig-Stück, weil mal ein Größenvergleich gewünscht war (für alle die dieses Geld nicht mehr kennen - die Größe der Münze entspricht in etwa einer 20 Cent-Münze  :pffft:) - leider hat sich gerade, als ich die Aufnahme machen wollte, eine Inspektoren-Gruppe angekündigt, begleitet von der "zukünftigen" Besatzung. Diese sind so gleich auf Deck gestürmt und haben schon mal die Geschütze begutachtet.

In der Zwischenzeit hat die Inspektorentruppe die nicht-vorhandenen Baupläne studiert und dazu Baguette und Rotwein getrunken...  :6:

(http://666kb.com/i/boav8rvgcahkgfovl.jpg)
(http://666kb.com/i/boavcjdbqim4924dt.jpg)
(http://666kb.com/i/boavdd5lqyj02nelt.jpg)

und auf dem folgenden Foto erahnt man hoffentlich das aufgebugte Hauptdeck:

(http://666kb.com/i/boavcueru3g7p54mp.jpg)

die Inspektorengruppe, habe ich gegen ihren Willen auch aufgenommen:

(http://666kb.com/i/boavn32gmkuebkur5.jpg)
(http://666kb.com/i/boavdthj6z986d775.jpg)

nachdem diese mich zunächst mit Camembert beworfen haben, konnten sie sich doch mit diesem Blitzlichtdings anfreunden und waren schließlich sogar noch zu einem Mannschaftsfoto bereit:

(http://666kb.com/i/boavnrizcv9j1aj01.jpg)

Nachdem nun auch die Plankenfrage von Fachleuten geklärt wurde, sind alle Mann wieder abgezogen und es darf weitergebaut werden  :6:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: AnobiumPunctatum am 11. November 2010, 20:51:50
Marcel,

hast Du bitte Input zu den figuren? Maßstab, Hersteller, usw. Ich suche schon länger passende Figuren für ein Projekt
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 11. November 2010, 21:09:27
Hallo Christian,

die Figurenhersteller kann ich dir gerne liefern:

Die Größe beträgt ca. 28 - 30 mm

die englischen Matrosen und Marineinfanteristen stammen aus diesem Shop:
http://www.traditionoflondon.com/index.asp?page=Home.asp# (http://www.traditionoflondon.com/index.asp?page=Home.asp#) --> "30mm Tradition - Napoleonic Wars British Army 1806 to 1815"

die bemalten Figuren gibt es u. a. hier als Set:
http://www.cornwallmodelboats.co.uk/cgi-bin/sh000001.pl?REFPAGE=http%3a%2f%2fwww%2ecornwallmodelboats%2eco%2euk%2facatalog%2fkrick_fittings%2ehtml&WD=crew%20figures&PN=mantua_crew%2ehtml%23a7161#a7161 (http://www.cornwallmodelboats.co.uk/cgi-bin/sh000001.pl?REFPAGE=http%3a%2f%2fwww%2ecornwallmodelboats%2eco%2euk%2facatalog%2fkrick_fittings%2ehtml&WD=crew%20figures&PN=mantua_crew%2ehtml%23a7161#a7161)

der französische Generalstab und die Figuren der Royal Navy, die sich auf der Helling befinden gibt es hier:
www.miniaturicum.de (http://www.miniaturicum.de) - sehe allerdings gerade, dass die Seite down ist. Ich hoffe es ist nur eine technische Sache. Denn dort gibt es wirklich ein paar nette Seeleute :)

Hier sind auf jedenfall die Hersteller Foundry, Black Scorpion, Old Glory und Crusaders interessant.

Wenn die Figuren ein wenig kleiner sein dürfen (25 - 28 mm), gibt es auch hier zahlreiche interessante Einzelfiguren:
http://www.redoubtenterprises.com/shop/?page=shop/index (http://www.redoubtenterprises.com/shop/?page=shop/index)

Das sind die Shops, die ich akutell kenne und bei denen ich auch schon bestellt habe. Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen :)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: AnobiumPunctatum am 11. November 2010, 21:23:33
Hi Marcel

27-28 mm sind im Maßstab 1/64 eigentlich ideal. Kannst Du mal nachmessen, ob die Matrosen vom 1. Link 30mm incl Base sind und wie dick die Base ist. Meine Offizier müssen 30 Jahre älter sein. (American war of Idependence)

Danke für die Hilfe
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 11. November 2010, 21:51:39
Hi Christian,

die Matrosen habe ich gerade einmal nachgemessen - die Figuren von Tradition sind allesamt eher 30-32 mm groß, dazu kommt die Base mit einer Stärke von ca. 1-1,5 mm. Diese lässt sich allerdings problemlos entfernen, wie ich feststellen durfte. Einfach die Figur auf ein kleines Hölzchen legen, so dass die Base sich senkrecht im rechten Winkel zur Auflage befindet und dann vorsichtig mit der Dekupiersäge an der Schuhsohle der Figur entlangsägen - das geht wie Butter und sogar das Sägeblatt war danach immer noch zu gebrauchen :)

Die Figuren vom dritten Link passen da eher - die sind mit Base ziemlich genau 30mm groß (die Base ist allerdings auch gut 2 mm stark) und der Shop hat, wenn er denn läuft, auch einiges zum AWI. Der letzte Link hat diesen auch zum Thema, es mangelt nur leider an Bildern, aber vielleicht ließen sich diese anfordern, denn die Figuren entsprechen definitiv deiner gesuchten Größe.

Gruß Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" Update 12.11.10 Eine Einbauküche für die Spirit
Beitrag von: Bradhower am 12. November 2010, 17:35:17
Werte Holzwürmer,

mangels Motivation zum Geschütze "zusammenfriemeln" (immerhin fehlt noch gut ein Dutzend für das Batteriedeck), kam es mir heute in den Sinn die Kombüse für die Spirit zu konstruieren. :)

Man nehme dafür:
- ein kleines Brettchen mit den Idealmaßen für zwei "Herdplatten", sprich ca. 3,5 x 5 cm
- einen Beutel mit Ziegelsteinen aus dem Dioramenbau
- Plasto von Revell, um den Mörtel zu immitieren
- Super-Kleber von Pattex
- zwei (oder auch nur ein) kleine(s) Brettchen mit zwei Löchern in der Mitte, dazu wahlweise noch zwei kleinere Brettchen mit etwas kleineren Löchern, um dadurch einen Einsatz für die Kochtöpfe zu suggerieren.
- das Ofenrohr aus der Kombüse der Bounty
- eine Pinzette und/oder Modellierwerkzeuge
- ein scharfes Messer, um die Ziegelsteine zu zerteilen
- schwarze Beize (alternativ Acrylfarben)
- eine vage Vorstellung von dem, wie eine Kombüse im 18. Jh. an Bord eines Schiffes aussehen könnte
- gute Kernseife, um vor allem Klebe- und Plasto-Reste von den Fingern wieder zu bekommen

Das Ganze wird dann ordentlich gemixt und verrührt, gemauert und gespachtelt, fixiert und fokussiert, reichlich mit Plasto und Kleber hantiert und siehe da - so etwas, wie eine Kochzeile ist dabei herausgekommen:

(http://666kb.com/i/bobvctf93use4nw19.jpg)
(http://666kb.com/i/bobvd4wreil1s7z71.jpg)
(http://666kb.com/i/bobvdg5ntioe1qw31.jpg)

wenn alles richtig getrocknet ist, werde ich noch ein wenig den "Mörtel" entfernen und auch versuchen die Klebereste wegzubekommen. Im Original fällt vor allem Letzteres nicht so stark auf, wie hier unter dem Blitzlicht.

Anschließend habe ich mit der Beize das Holz gefärbt und auch ein paar Russspuren verteilt, da die Beize ja nur auf Holz hält, werde ich mit verdünnert Acryl-Farbe noch ein wenig nacharbeiten:

(http://666kb.com/i/bobvilanrx8ccgijx.jpg)

Die Kombüse werde ich aber wohl doch nicht dort platzieren, wie aktuell gezeigt, das wird mir zu eng. Außerdem will der Kapitän bestimmt nicht ständig Bratengeruch in der Nase haben. Ich denke weiter in Richtung Bug wird sie besser aufgehoben sein.

Hier noch weitere Ansichten:

(http://666kb.com/i/bobvk160y3sp26z8t.jpg)
(http://666kb.com/i/bobvkabkfgtry8s19.jpg)

Abschließend gibt es auch noch den obligatorischen Größenvergleich:

(http://666kb.com/i/bobvktn09w8tid4h9.jpg)
(http://666kb.com/i/bobvl1nvvkgh5vw8d.jpg)

so viel zur Kombüse - ein paar Feinheiten noch, die Töpfe nicht zu vergessen, außerdem vielleicht noch zwei Klappen vor der Feuerstelle, dann ist sie soweit fertig und kann in Betrieb genommen werden :)

Fortsetzung folgt...  :winken:

Gruß Marcel


 
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 12. November 2010, 17:37:19
wow, heisser ofen!
 :klatsch: :winken:
roland
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 12. November 2010, 18:03:01
Boah, wattn Rohr!

Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 12. November 2010, 18:07:05
Danke Männer! :6:

@Daniel: Dat Rohr muss so lang sein, damit es ordentlich dampft und qualmt und vor allem durch die Decke geht... ;)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 12. November 2010, 19:26:15
Hallo Marcel

Du warst ja richtig fleissig :P, eine Mannschaft gepresst :D, ein toller Kalorienkocher gebaut :P, aber mit Holzfeuerung tz, tz, ne Mikrowelle hättest schon springen lassen können  X(, aber eben, wie heisst so schön in der Werbung, Geiz ist Geil. :7:

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: ghost am 12. November 2010, 21:38:32
Hallo Marcel

Irgendwo im Hinterkopf glaub ich, mal gehörtzuhaben , daß die Kochstelle unter der Back war.

P.S. Ich bewundere schon vom Anfang deines Berichtes dein Durchhaltevermögen und deinen Dickkopf.

Gruß

Edwin
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 13. November 2010, 12:38:33
...dann wäre das ja praktisch ein hecktriebler......
 :7:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 13. November 2010, 14:04:31
Hallo Marcel!

Bei so viel künstlerischer Freiheit, kannst Du den Herd auch gerne da hinten stehen lassen. :)

Wenn der Kapitän notorisch hungrig ist (liess' mal den Patrick O'Brian Bücher, da hat man manchmal das Gefühl, daß es da nur ums Essen geht! ;) ), dann kann er ja auch Wert darauf gelegt haben, daß es kurze Wege zur Kombüse gibt. - Und im Winter hat er gleich eine Fußbodenheizung unter seiner Kajüte. - Also ein Herd achtern hätte schon seine Vorteile...

Der Hauptgrund, wieso das Ding so weit vorne im Schiff untergebracht gewesen ist, dürfte wohl die Rauchentwicklung gewesen sein. - Es geht nicht an, permanent das ganze Schiff einzuräuchern. - Denn bei einem Segelschiff kommt der Antrieb (Wind) nunmal zur Hälfte der Zeit von achtern bis Mittschiffs, zu einem Viertel schräg von vorn und zu einem Viertel garnicht, weil in dem Viertel kein Segelschiff fahren kann (zu hart am Wind, gegen den Wind).

Ein Rahsegler kann maximal zirka 65 Grad am Wind segeln. - Das macht einen Wendewinkel von ca. 130 Grad (Moderne Sportyachten schaffen 70-80 Grad Wendewinkel, also ca. 35 bis 40 Grad hart am Wind). In diesem Bereich (130 oder 80 Grad) kann ein Segelschiff nicht direkt fahren, es muß, um dorthin zu gelangen eine Wende nach der anderen fahren (kreuzen). Also hat man einen Bereich von ungefähr 180 Grad wo der Wind von hinten, oder von der Seite kommt und 50 Grad, wo der Wind mal leicht schräg von vorne kommt. - Wenn man dann die Kombüse hinten einbaut, weht ständig der Qualm über das ganze Schiff. Nachdem da sicher auch mal Flammen und Funken rausschlagen können, ist es sicher clever, den Herd doch eher in der Nähe des Bugs zu installieren. - Geringere Brandgefahr und die Besatzung kann langfristig besser atmen. ;)

Aber nachdem ich auch gerne gut esse, habe ich bei deinem Modell nichts gegen eine verlegte Kombüse! ;)  :6: :7:

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 13.11.10
Beitrag von: Bradhower am 13. November 2010, 19:09:40
@Edwin:

Zitat
Irgendwo im Hinterkopf glaub ich, mal gehörtzuhaben , daß die Kochstelle unter der Back war.
wie Herbert schon ausführlich schrieb, ist es ja auch irgendwie logisch, dass die Kombüse weiter vorne ist. Bei der Victory befindet sich diese zum Beispiel auch im Vorschiff.

@Roland:

Zitat
...dann wäre das ja praktisch ein hecktriebler......
Holz zum heizen ist ja genug da...  :7:

@Sergio:

Zitat
Du warst ja richtig fleissig , eine Mannschaft gepresst , ein toller Kalorienkocher gebaut , aber mit Holzfeuerung tz, tz, ne Mikrowelle hättest schon springen lassen können  , aber eben, wie heisst so schön in der Werbung, Geiz ist Geil.

die Jungs sollen ja auch nicht schlemmen, sondern kämpfen ;) Da wird lieber in Rohre und Pulver, als in eine Mikrowelle investiert...  :6:

@Herbert:
ja den guten O´Brian sollte ich wirklich mal lesen, als kleiner Bub lag der mal auf meinem Nachttisch. Aber seitdem hab ich die Werke nicht mehr angefasst.

Aber ich meine mal gesehen zu haben, dass bei der, ich glaube es war die Batavia, dass Ofenrohr mehr in Richtung achtern durch das Deck ging. Ich werde aber die Mikrow... den Ofen auch mehr zum Vorschiff platzieren. Denn es wird mir einfach zu eng am Achterdeck:

(http://666kb.com/i/bocy3gd9v7o1fd739.jpg)

die Geschütze bräuchten noch Platz, außerdem der Durchgang zur Kapitänskabine müsste auch noch bedacht werden. Somit habe ich Kombüse mal am Bug platziert:

(http://666kb.com/i/bocy4vpqp3d7w9739.jpg)

ich denke dort ist es besser. Zwischen den beiden Masten kommen übrigens zwei Gätlings.

Das ganze habe ich jetzt auch noch einmal etwas skizziert, um den Aufbau grob darzustellen:

(http://666kb.com/i/bocy5yt3rga8x0aw5.jpg)

es rollt zwar im "Fall des Falles" ein Geschütz vor dem Ofenrohr herum, aber damit kann die Besatzung sicherlich eher leben, als ständig im Qualm des Ofenrohres zu stehen... ;) Hoffe nur das der Koch gut zu Fuss ist, damit das Essen bis zur Kapitänskajüte nicht kalt wird  :6:  :7:

Selbige fängt langsam, aber stetig an Form anzunehmen:

(http://666kb.com/i/bocy8fvkj477sa3hh.jpg)
(http://666kb.com/i/bocy8x5847g1hj5lx.jpg)

aktuell versuche ich dafür eine Bodenplatte zu konstrieren, bei der ich auch noch weitere Spanten einbauen kann:

(http://666kb.com/i/bocy9hbg1cshkiyp1.jpg)

aber das Teil mache ich wahrscheinlich noch einmal neu, da ich mich ein bissl versägt habe...  :pffft:

Der letzte Fortschritt ist bei der Gallion geschehen, die Lafetten wurden eingebaut:

(http://666kb.com/i/bocybxcbzr38vbgo5.jpg)

Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 14. November 2010, 16:06:20
Hallo Marcel  :winken:

Kommt gut Deine Spirit :P, der Ofen ist ein Hingucker :klatsch: :klatsch:, vergiss dann nicht, beim Einbau ein kleines Rumlager für den Smutje dahinter zu deponieren, der hat einen langen Weg bis zur Kajüte :D da muss er schon was tanken vorher. :7:

LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 14. November 2010, 16:48:40
Danke Sergio für den Hinweis - das Rumlager habe ich doch glatt vergessen in meinen Planungen mit zu berücksichtigen...  :6:

Bis das fertig ist, können wir uns die Zeit mit singen vertreiben...  :6:  :7:

Fifteen Men (Bottle of Rum) - Original Version (http://www.youtube.com/watch?v=nzcv5TJkJBA#)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 14. November 2010, 17:09:25
Hallo Marcel

Aye genauso... :7: :7: :7: :7: :7:
Das Lied kenn ich noch von dem SW Film "Die Schatzinsel", allerdings in etwas anderer Form und in Deutsch.

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 14. November 2010, 17:18:29
Vergiss aber die Luke am Niedergang nicht, sonst verschwindet die Lafette samt Stück nach dem Schuss im Lafettenhimmel!
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 14. November 2010, 17:33:50
@Sergio:
"Fünfzehn Mann auf der Totenmanns Kiste" hat auch was ;) "Die Schatzinsel" ist echt eine schöne Kindheitserinnerung, sofern man den TV-4-Teiler meint :)

@Ullrich:
Zitat
Vergiss aber die Luke am Niedergang nicht, sonst verschwindet die Lafette samt Stück nach dem Schuss im Lafettenhimmel!

die Luke ist bereits vorhanden ;), das ist das Teil rechts an der Wand. Das nimmt die Besatzung und legt es über den Niedergang, damit die Lafette dort rüberrollen kann... ob das in der Praxis auch so funktionieren würde, lasse ich mal dahingestellt. Aber wenn ich mir die Positionen der anderen Lafetten auf diesem Schiff ansehe, führt sich die Spirit bei der ersten Salve wahrscheinlich mehr Schaden zu, als durch Gegnereinwirkung...  :pffft:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 23.11.10
Beitrag von: Bradhower am 23. November 2010, 19:21:16
Werte Holzwurmgemeinde,

nachdem die letzten Tage recht anstrengend waren, habe ich mir heute Nachmittag einfach mal wieder ein wenig Zeit genommen und an der Spirit weitergebastelt. Die Arbeiten waren recht zeitaufwendig (ca. 3 Stunden) und lieferten am Ende doch ein sehr überschaubares Ergebnis. Ich habe damit begonnen, die Decksbeplankung mit Hilfe der vorgestellten Nägeln aus einem der vorherigen Threads, an den Plankenstößen zu nageln. Zu erst mit einem 0,5mm Bohrer vorgebohrt, dann die Nägel mithilfe einer Pinzette erst in einen Tropfen Leim getaucht und anschließend eingesetzt. Danach gab es noch einen sanften Schlag mit dem Hammer und drin waren die kleinen Biester:

(http://666kb.com/i/bon3fff1unol0p4lb.jpg)

Wie man auf dem Foto sieht, habe ich die Decksbeplankung auch noch weitergebaut. Zudem habe ich mich dort für die englische bzw. mitteleuropäischen Beplankungsweise entschieden. War mal ganz interessant beide Versionen gegenüber zu stellen. Da man die französische Variante später eh nicht mehr sieht (und die englische wohl nur erahnen kann), werde ich mit der englischen wohl weiter fortfahren. Ich muss die Abstände zwischen den einzelnen Plankenstößen zu den einzelnen Reihen, dann aber auch noch deutlicher abgrenzen, um dadurch eine möglichst gerade Nagelreihe hinzubekommen.

(http://666kb.com/i/bon3mrsy5wum0or5r.jpg)

Wie man auf dem Foto auch sieht, bin ich, trotz vorgebohrter Löcher, mit den Nägeln heute noch nicht ganz fertig geworden. Das ist leider doch eine kleine Friemelarbeit  :15:. Auch die französische Variante muss an den Kanten und dem Mittelteil noch beplankt bzw. genagelt werden. Danach werde ich das Deck wohl mit matten Klarlack versiegeln und mich dann den Seitenwänden widmen. Außerdem soll der Niedergang noch ein Geländer bekommen.

So viel zu diesem kleinen Update, demnächst (hoffentlich) mehr :)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 24. November 2010, 05:59:47
Hallo Marcel  :winken:

Da bist Du ja gerade voll in einer Fleissarbeit drinnen und die Zugänglichkeit ist wohl auch nicht grade Optimal. Da wird Dir der Nagelsetzer in der Vertikalen auch nicht viel helfen, da die Nägel aus dem Röhrchen rutschen, mit der Pinzette geht es eindeutig besser. Aber was ich Dir empfehlen kann, ist ein Durchschlag den man als Nageleisen verwenden kann, habe ich im Baumarkt bei uns aber leider nicht gefunden und deshalb einen alten abgebrochenen Körner, in der Drechselbank ( Bohrmaschine geht auch ) mit einer Schlüsselfeile auf d = 3mm bearbeitet.

Sieht dann etwa so aus :

(http://i1043.photobucket.com/albums/b432/DavyJonesII/HMS%20AVALON/Nageleisen.jpg)

Damit kommt man besser in die Ecken beim nageln. Ist ein einfaches Werkzeug, aber sehr hilfreich.

Ansonsten gefällt mir Deine Arbeit sehr gut  :klatsch: :klatsch: :klatsch: mein Kompliment.

LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 24. November 2010, 07:00:42
Guten Morgen Sergio,

ich habe es mit dem Nagelsetzer (DANKE SASCHA für die flotte Zusendung!!! :) - Mail kommt) probiert, der hat nur schon beim ersten Versuch den Nagel gefressen und erst nachdem ich ihn auseinander gebaut habe, wieder ausgespuckt. Der ist leider doch noch viel zu groß für diese kleinen Nägel...  :pffft: Von daher, ging das mit der Pinzette, viel Geduld und einer ruhigen Hand (einen Dank an die Flasche Wischki *g*) richtig gut  :D

Aber das mit dem Nagel- bzw. Durchschlageisen ist eine gute Idee. Ich hab es recht simpel mit dem flachen Kopf eines Nagels an den engen Stellen versucht und damit die Nägel ein wenig versenkt. Ging auch reibungslos - der Hobbybastler, weiß sich ja zu helfen  :6:. Aber so ein Eisen habe ich irgendwie noch überhaupt nicht in meinem Werkstattfundus...  :rolleyes:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 24. November 2010, 07:22:55
Hallo Marcel

Ich habe mir den hier zugelegt, ist zwar bisschen teuer mit Porto und dem ganzen Tamtam, ging aber bisher tadellos mit 0.5 und 0.7 mm Nägeln nur zerlegen kann man ihn allerhöchstens Dreimal : das Erste, das Einzige und das Letzte Mal. :7:

http://www.sell-it-easy.de/de/spezial_werkzeuge_nagelfix,pid,1465,rid,85,kd.html (http://www.sell-it-easy.de/de/spezial_werkzeuge_nagelfix,pid,1465,rid,85,kd.html)

LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 24. November 2010, 07:35:06
Zitat
Ich habe mir den hier zugelegt, ist zwar bisschen teuer mit Porto und dem ganzen Tamtam, ging aber bisher tadellos mit 0.5 und 0.7 mm Nägeln nur zerlegen kann man ihn allerhöchstens Dreimal : das Erste, das Einzige und das Letzte Mal.

na dann ist der ja genau das Richtige für mich und meine grobmotorischen Finger...  :6:  :7:

Danke für den Link - ich glaube bei Amazon habe ich den auch mal (vor Ewigkeiten) gefunden und auf meinem Wunschzettel vergraben. Mal sehen, fast 15 Euro für einen Nagelsetzer oder einen Euro für einen neuen Satz Pinzetten aus dem 1-Euro-Shop - schwierige Entscheidung...  :woist: Aber ich befürchte fast und wenn ich daran denke, dass eventuell und unter Umständen, die Pinzette mir nicht in jeder Lebenslage helfen kann, ist das Ding wohl so gut wie gekauft und wenn es dann auch noch Kleinst-Nägel hält und nicht frisst, desto besser...  :6:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 24. November 2010, 09:31:23
Hallo Marcel  :winken:
Kompliment für deine Fortschritte beim Bau deines Schiffes  :P
Der Herd sieht super aus und die "Nagelei "kann sich auch sehen lassen :klatsch: :klatsch: :klatsch:
Schade, dass der Nagelsetzer nun doch für die benötgten Nägelchen der Decksbeplankung zu "grob " ist...aber du wirst ihn sichrlich noch bei anderen gelegenheiten benutzen können  :1:  ;)

glg, Sascha
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 24. November 2010, 10:10:31
Danke Sascha, für die lobenden Worte :)

Was den Nagelsetzer betrifft, wird dieser garantiert noch seine Verwendung finden. Eventuell sogar schon, wenn ich das Geländer für den Niedergang bastel, denn irgendwie muss es ja auf dem Rahmen befestigt werden und da schwebt es mir vor, dass ich an allen vier Ecken kleine Stahlstifte einsetze, anschließend den Kopf abkneife und dann die Säulen für das Geländer dort aufsetze - die bastel ich vielleicht aus Tischbeinen für den Puppenhausbedarf. Alternativ werden es simple kleine Kanthölzer :)

Mal sehen, was dabei am Ende herauskommt - in der Theorie sollte es aber funktionieren :pffft:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 26. November 2010, 20:16:06
Hallo Marcel,

Zitat
@Herbert:
ja den guten O´Brian sollte ich wirklich mal lesen, als kleiner Bub lag der mal auf meinem Nachttisch. Aber seitdem hab ich die Werke nicht mehr angefasst.

Also die 21 Bände von dem Herrn sind einfach Klasse! - Ich lese sie gerade zum zweiten Mal, innerhalb von 5 Jahren. - Danach ist mal wieder der Hornblower dran... ;)

Ich gehe mal davon aus, der Zusammenhang zwischen Patrick O'Brian und dem Film "Master and Commander - Bis ans Ende der Welt" ist dir geläufig!?

Frag' mich nicht, wie oft ich inzwischen den Film gesehen habe...  :pffft:

Aber für die UBahn sind die Taschenbücher für mich ideal!

Ciao,

HWE

PS: Deine Free Spirit wächst und gedeiht prächtig! - Ich finde es eigentlich inzwischen recht originell, was Du da machst, weil Du auf diese Weise definitiv mal alle Probleme eines echten Schiffbauers kennenlernst. - Wo sind die Luken/Niedergänge? Wo ist der Herd, die Pumpen, die Ruderpinne und so weiter... - Und natürlich auch die Beziehungen zwischen all den Teilen, also zum Beispiel: Wenn ich hier eine Treppe hinbaue, dann steht sie da genau bis zum ersten Schuß einer Kanone. - Umgekehrt verschwindet die Kanone dann gleich im Hauptluk... ;) - Das ist für Dich sicher sehr interessant mal zu sehen, an was man da alles denken muß. - Inzwischen finde ich das Modell - genau für solche Zwecke sogar gut!

Ciao,

H.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 27. November 2010, 09:36:51
Hallo Herbert,

Zitat
Ich gehe mal davon aus, der Zusammenhang zwischen Patrick O'Brian und dem Film "Master and Commander - Bis ans Ende der Welt" ist dir geläufig!?

Frag' mich nicht, wie oft ich inzwischen den Film gesehen habe...

nicht nur du...  :pffft: - wobei gerade "Des Königs Admiral" schon das dritte Mal binnen weniger Wochen lief und in meiner Gunst aktuell recht hoch steht. :)

Aber die Bücher wollte ich wirklich mal demnächst wieder lesen. Mein Problem ist nur immer - und das betrifft nicht nur dieses Hobby, dass ich mich schwer tue, zu diesem Themengebiet, dann einen mehr oder weniger fiktiven Roman zu lesen. Vor allem so lange ich die Geschichte, die teilweise hinter diesen Romanen, die weltlichen Ereignisse, noch nicht so studiert habe - dass ich aus dem Stand heraus darüber referieren könnte. Da hat sich die Sichtweise doch etwas geändert in den letzten Jahren. So habe ich mich bspw. auch erst mit den politischen und kriegerischen Abläufen der Weltkriege beschäftigt, ehe ich den einen oder anderen "Soldaten"-Roman zu dem Thema gelesen habe. Bei O´Brian oder Hornblower geht es mir ähnlich, auch wenn vor allem bei O´Brian der Zugang sicherlich einfacher fällt. Bei Hornblower hingegen, warte ich noch auf die Preissenkung der DVD-Staffel... ;)

Zitat
PS: Deine Free Spirit wächst und gedeiht prächtig! - Ich finde es eigentlich inzwischen recht originell, was Du da machst, weil Du auf diese Weise definitiv mal alle Probleme eines echten Schiffbauers kennenlernst. - Wo sind die Luken/Niedergänge? Wo ist der Herd, die Pumpen, die Ruderpinne und so weiter... - Und natürlich auch die Beziehungen zwischen all den Teilen, also zum Beispiel: Wenn ich hier eine Treppe hinbaue, dann steht sie da genau bis zum ersten Schuß einer Kanone. - Umgekehrt verschwindet die Kanone dann gleich im Hauptluk...  - Das ist für Dich sicher sehr interessant mal zu sehen, an was man da alles denken muß. - Inzwischen finde ich das Modell - genau für solche Zwecke sogar gut!

es freut mich, dass du langsam einen Zugang zu diesem Schiff hast. Ich hoffe es ist nicht ein verzweifelter Versuch etwas Gutes daran zu finden... ;) Aber du hast Recht, ich verbringe im Schnitt eigentlich mehr Zeit damit eine Lösung für die Probleme zu finden (die hausgemachten und die, die ein Schiffsbauer hätte), als mit dem eigentlich Bau. Was bei einem planlosen Modell manchmal nicht wirklich einfach ist. So ist zum Beispiel das Problem mit dem Geschütz, dass im Niedergang verschwindet, so ein Klassiker. In erster Linie ging es mir darum das Batteriedeck weiter zur Gallion zu ziehen. Im zweiten Schritt habe ich mir überlegt, wie die Besatzung denn dort hinkommt. Da der Niedergang wegen dem Mast nicht mittig gesetzt werden konnte, wurden die Treppen etwas versetzt. Im dritten Schritt dachte ich natürlich an die Geschütze und kam zu dem Ergebnis "da fällt dir schon was ein, wenn es so weit ist". ;) So kam ich auf die Idee mit der Luke, die man auf dem Niedergang legen kann. Alles in allem führt dann wahrscheinlich trotzdem zu einem Einweggeschütz...  :rolleyes:

Aber generell ist die Erkenntnis schon vorhanden, wie ich zukünftig an so ein Projekt herantrete. Deswegen wird die Spirit in dieser Hinsicht ein einmaliges Erlebnis sein. Wobei ich auch bei zukünftigen Projekten im Zweifelsfall und/oder wenn es mir besser gefällt meine Fantasie spielen lassen werde - dafür bin ich dann doch zu sehr Freigeist... ;)

Gruß Marcel   
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 27. November 2010, 10:51:51
Guten Morgen Marcel

Die Hornblower Staffel habe ich auch im Auge, die gesamte Bücherreihe habe ich schon seit ewig und schon x-Mal gelesen, ich finde Forrester hat da sehr gute Arbeit abgeliefert, ich habe viele Dinge die er beschrieben hat in Geschichtsbüchern wieder gefunden. Allerdings hatte ich am Anfang Mühe mit dem Fachchinesisch das er verwendet und so habe ich mir Fachbücher zugelegt um nachzuschlagen, damit ich überhaupt verstand was er da schrieb.

Was den Schiffsbau anbelangt, finde ich unsere Variante die Spannendste, da man jeweils um drei Ecken rum denken muss und man völlig frei, oder zumindest fast frei, konstruiren und bauen kann, Ok nicht immer "histerisch" Korrekt :pffft:, was solls, wenns Spass macht. Auch die Teilebeschaffung hat seinen Reiz, da man nicht einfach in die Kiste greifen das Bauteil heraus nehmen und verbauen kann, sondern, dass man es bewusst suchen, oder eben selbst anfertigen muss, klar gibts den einen oder den anderen Missgriff, ich habe mir 12 Karronaden gekauft, die sich anschliessend als Nichtbrauchbar herausstellten. Wenn ich wenigstens schon Mal ein Schiff beplankt und getakelt hätte, würde ich nur Scratch bauen. Jetzt führt mein Weg halt erst über einen Holzbausatz, wird sicher auch Spass machen, hoffe ich jedenfalls :D.

LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 27. November 2010, 11:39:31
Hallo Sergio,

Zitat
Die Hornblower Staffel habe ich auch im Auge, die gesamte Bücherreihe habe ich schon seit ewig und schon x-Mal gelesen, ich finde Forrester hat da sehr gute Arbeit abgeliefert, ich habe viele Dinge die er beschrieben hat in Geschichtsbüchern wieder gefunden. Allerdings hatte ich am Anfang Mühe mit dem Fachchinesisch das er verwendet und so habe ich mir Fachbücher zugelegt um nachzuschlagen, damit ich überhaupt verstand was er da schrieb.

deswegen möchte ich auch gerne erst das "fachliche" drauf haben, bevor ich mich völlig entspannt, diesen Romanen widme - ohne jedesmal nachschlagen zu müssen... ;) Bei Amazon gibt es alle 11 Forrester-Bände über Hornblower in einer Sammeledition - mal sehen, ob ich noch Platz auf meinem Wunschzettel habe...  :6:

Zitat
Was den Schiffsbau anbelangt, finde ich unsere Variante die Spannendste, da man jeweils um drei Ecken rum denken muss und man völlig frei, oder zumindest fast frei, konstruiren und bauen kann, Ok nicht immer "histerisch" Korrekt , was solls, wenns Spass macht.

Spannung ist garantiert und zu dem Spiel, Spaß und Freude wenn es funktioniert...  :6: Vor allem, was auch recht angenehm bei einem Fantasieschiff ist, man kann jederzeit sagen: Ist halt so - habe ich mir so ausgedacht! ;) Dies verwende ich aber eher nur im Notfall, so ein bisschen "historisch" find ich schon ganz angenehm... :)

Zitat
Auch die Teilebeschaffung hat seinen Reiz, da man nicht einfach in die Kiste greifen das Bauteil heraus nehmen und verbauen kann, sondern, dass man es bewusst suchen, oder eben selbst anfertigen muss, klar gibts den einen oder den anderen Missgriff, ich habe mir 12 Karronaden gekauft, die sich anschliessend als Nichtbrauchbar herausstellten.

ach, wenn es nach den Missgriffen geht... Beplanke nie einen Rumpf mit teueren Birnenfurnier, wenn man ihn eh hinterher bemalt... 35mm Kanonenrohre passen nicht auf Lafetten für 50mm Rohre... Auch 3mm Ösen können immer noch zu groß sein, wenn man vom Innenkreis ausgeht... und höre nie auf einen Anbieter, der einfaches Pappelholz als "Spezial-Bastelholz" anwirbt... zahle nie mehr als 5 Euro für 250 Rührstäbchen aus Kiefernholz, wenn du für den gleichen Preis 1000 bekommen kannst... :pffft: - von daher, deine Erfahrungen kann ich nur zu gut nachvollziehen...  :6:

Gruß
Marcel

P.S.: Ach ja, wenn du die Karronaden noch hast und loswerden möchtest. Könntest du mir gerne die Maße schicken und von welchem Hersteller? Vielleicht hätte ich Verwendung für die Dinger :)


Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 27. November 2010, 12:06:38
Hallo Marcel

Zitat
P.S.: Ach ja, wenn du die Karronaden noch hast und loswerden möchtest. Könntest du mir gerne die Maße schicken und von welchem Hersteller? Vielleicht hätte ich Verwendung für die Dinger :)

Ich wage zu bezweifeln, dass Du für die Dinger hier Verwendung haben wirst, es sein denn als Ballast  :D

http://www.schiffsmodellbauer-onlineshop.de/Schiffsmodellbauzubehoer-historisches-Karronade-40-mm-Bestellnummer=RBM01141=3340 (http://www.schiffsmodellbauer-onlineshop.de/Schiffsmodellbauzubehoer-historisches-Karronade-40-mm-Bestellnummer=RBM01141=3340)

Die sehen in echt, Mega  besch...eiden aus  :7:

LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 27. November 2010, 13:32:49
Zitat
Ich wage zu bezweifeln, dass Du für die Dinger hier Verwendung haben wirst, es sein denn als Ballast 

http://www.schiffsmodellbauer-onlineshop.de/Schiffsmodellbauzubehoer-historisches-Karronade-40-mm-Bestellnummer=RBM01141=3340 (http://www.schiffsmodellbauer-onlineshop.de/Schiffsmodellbauzubehoer-historisches-Karronade-40-mm-Bestellnummer=RBM01141=3340)

Die sehen in echt, Mega  besch...eiden aus

also als Ballast find ich die gar nicht mal soooo schlecht...  :pffft:  :7:

ok, danke fürs Zeigen - ich glaube ich nehme dann doch etwas ästhetischere...  :6:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 27. November 2010, 14:02:53
Hallo Marcel

Ha, wusst ich's doch, dass Dir die Dinger auch nicht gefallen  X(

Da auf der Avalon nur zwei Karronaden sind, habe ich die hier aus Zinn verwendet.

http://www.schiffsmodellbauer-onlineshop.de/Schiffsmodellbauzubehoer-Karonade-gegossen-32-mm-9-5-mm-Bestellnummer=GKLC02010A=3340 (http://www.schiffsmodellbauer-onlineshop.de/Schiffsmodellbauzubehoer-Karonade-gegossen-32-mm-9-5-mm-Bestellnummer=GKLC02010A=3340)

Aber bei der Snake werde ich mir welche "from merry old England" aus Messing besorgen
C85832A Carronade Barrel, 32lb, 1:64, C1795 (2)

http://www.cornwallmodelboats.co.uk/acatalog/caldercraft_cannons.html (http://www.cornwallmodelboats.co.uk/acatalog/caldercraft_cannons.html)

Dat it doch wat, oder  :1:

LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 27. November 2010, 16:05:30
Hallo Sergio,

Zitat
Da auf der Avalon nur zwei Karronaden sind, habe ich die hier aus Zinn verwendet.

mit fünf Euro ist das ja schon ein ordentlicher Preis, für so ein bisschen Zinn und dann fehlt auch noch die Höhenverstellung...  :12:, da würde ich auch bei Cornwallmodelboats bestellen, aber pass bloß auf, dass dir mit dem Shop nicht so etwas passiert: Klick mich! (http://www.modellboard.net/index.php?topic=34522.0) - nicht das deine Snake in der Vitrine schon am verstauben ist, bis deine Karronaden eintreffen...  :6:

Schönen Gruß
Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 27. November 2010, 18:16:54
Autsch, aber der ist trotzdem gut, schon fast zu gut :D

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - steigende Personalkosten...
Beitrag von: Bradhower am 14. Dezember 2010, 18:15:01
Liebe Modellbauerinnen und Modellbauer,

da der gemeine Lipper, wie ich einer zur Hälfte bin, zu denen gehört, die über einen ausgeprägten Geiz verfügen und die andere Hälfte der Familie zudem auch noch hessischer Abstammung mit leichten schwäbischen Einflüssen ist, obsiegt aktuell der Dickkopf, der sich weigert, sich für seine Kellerwerft endlich mal einen Heizlüfter zu besorgen. Somit liegt die Spirit aktuell unter Eis und Schnee begraben - in der Hoffnung, dass es bald wieder Tauwetter gibt oder alternativ - endlich mal eine Heizung gekauft wird, um die 10 Grad im Keller ein wenig "aufzuheizen". Nach einer ausgewachsenen Rüsselpest, weiß ich immerhin, dass zwei Stunden Stehen oder Sitzen bei diesen Temperaturen nicht wirklich gut sind. Für ein Umdenken und der Fahrt zum Baumarkt oder Elektroladen, hats aber noch nicht gefruchtet...  :pffft: :12:

Aber auch diese Zeit des inneren Zwistes, wird halbwegs sinnvoll genutzt und zwar in der Aufrüstung meiner Schiffsbesatzung. Es sind zwar noch keine 200 Mann, aber so um die 50 Figuren sollte ich inzwischen beisammen haben. Ein weiterer Schwung an Besatzungfiguren ist heute eingetroffen - nachdem ich ein paar "Testfiguren zwecks Gussqualität" bei  http://www.redoubtenterprises.com/shop/?page=shop/index (http://www.redoubtenterprises.com/shop/?page=shop/index) bestellt und für gut befunden habe, ist heute der Rest der Crew eingetroffen:

(http://666kb.com/i/bp8bur3qpnd5yg3vw.jpg)
(http://666kb.com/i/bp8bv0opw791pdyng.jpg) (http://666kb.com/i/bp8bvb8zeysz7yh0s.jpg)
(http://666kb.com/i/bp8bvmhjanicgjnho.jpg)

Die Figuren stammen aus der Rubrik "Pirates" und "ACW". Sie sind sehr schön detailiert und bis auf einige, kleinere Gusskanten, auch recht sauber gegossen. Die Größe der Figuren liegt dabei unterhalb der Figuren von bspw. "Tradition of London" und haben eine Größe von ca. 27-28mm +/- Vor allem die verschiedenen "Gefechtspostitionen" fand ich sehr ansprechend und sind in dieser Art und Weise recht schwer zu bekommen. Kombiniert mit Figuren anderer Hersteller, sollte daraus eine vielseitige Mannschaft entstehen. Einzig ein paar "klassische" Matrosen in klassischen "Matrosen-Posen" fehlen mir noch. Aber gut Ding... braucht halt manchmal... :)

Ich möchte auf jedenfall demnächst mit der Bemalung der Figuren beginnen, in der Hoffnung das ich diese in die Wohnung verlegen darf ;) Sollte dies meine Dame gestatten, schaffe ich auch gleich mein "Winterprojekt" in die wärmeren Räumlichkeiten:

(http://666kb.com/i/bp8c0rq7pkoxvlqr0.jpg)

Nachdem ich den letzten Winter mit "Panzer-basteln" verbracht habe, möchte ich nun gerne ein Hafendiorama inklusive einer Kogge im Zentrum darstellen und dafür muss dieser Revell-Bausatz herhalten. Den ich auf den ersten Blick für sehr ordentlich befand :) auf jedenfall besser als mein jüngster Bausatz, die "Santa Maria" von Heller...  :5:

Hierzu aber zu gegebener, hoffentlich baldiger Zeit mehr und dann in einem seperaten Baubericht, der sich, da als Langzeitprojekt gedacht, zunächst nur mit der Kogge beschäftigen wird.   

Nichtsdestotrotz, hoffe ich doch sehr, dass ich irgendwann einen Heizlüfter mein Eigen nennen darf...  :pffft:

Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 14. Dezember 2010, 19:01:47
Hallo Marcel  :winken:

Da möchte ich Captain Bradhower zu seiner Crew gratulieren, sind paar stramme Teerjacken darunter, hoffentlich taugen sie auch was und wenn nicht....wird sich Mr. Nine um sie kümmern, ich nehme an, er hat die Neunschwänzige Katze im Seesack dabei.

Ja mit dem Heizlüfter drückt der Schwabe durch, wenns kalt ist, schaffe mir halt schneller, dann wirds au warm.  :7: Ich hatte bis vor dem Umbau 2009 auch so ne begehbare Gefriertruhe als Bastelraum in der Garage, aber nun ist das ganze isoliert und geheizt, im Sommer kühl im Winter warm. X( Also raff Dich zusammen und ab in den Baumarkt, besorg Dir so ein Ding, dann gibts auch keine Winterpause bei der Spirit und ich kann hier weiterhin meine (ach so kompetenten) Kommentare abgeben. :7: Das fällt dann weg, weil ich von den Dio....Dia....ach den Diagrammen nichts verstehe. :7:

So nun mal Spass beiseite, wird sicher interessant Dein Winterprojekt :P, bin auf den Baubericht gespannt.

LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 14. Dezember 2010, 19:45:02
Aye Mr. Davy Jones the Scd.,

mit der neunschwänzigen Katze geht zwar gerade der Klabautermann Gassi, aber im imaginären Mastkorb hockt noch ein fliegender Holländer der gerade ein paar Kielschweine schnitzt. So bald der damit fertig ist, wird er der Crew schon ordentlich einheizen, vor allem da 90% der Neuankömmlinge vollbärtige Landratten sind, werden hier noch Schere und Messer geschwungen. Bei allem Dämonischen was diesem Schiff anhaftet, gehts nur frisch-rasiert an Bord  :6:

In Anbetracht dessen, dass mir gerade schon wieder die Nase davonläuft. Der Schiffszwieback und Zitronen auch schon wieder alle sind, werde ich wohl das "Album De Colbert" durch einen Heizstrahler auf meinem Weihnachtswunschzettel ersetzen ;) Der gemeine Lipper-Hesse gibt zwar ungern Geld für solchen Unsinn, wie einen stromfressenden Heizstrahler aus, aber er lässt sich gewiss gerne so ein Gerät schenken...  :6:

In diesem Sinne, warte noch ein bissl ab, dann kannste hier wieder lang und breit über die Fortschritte an diesem fulminanten Schiff referieren  :6:

Grüße, Marcel



Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 22.12.10 "Alle Mann an die Geschütze!"
Beitrag von: Bradhower am 22. Dezember 2010, 20:12:43
Werte Modellbauergemeinde,

heute gibt es zur Abwechslung mal wieder ein "echtes" Update zur Spirit. Aber zunächst möchte ich den Augenblick für ein paar Sentimentalitäten nutzen, denn ich habe gerade festgestellt, dass ich inzwischen seit über einem Jahr in dieser illustren Runde unterwegs und seit mehr als 37 Tagen hier nonstop online bin :)

Somit sind es auch nur noch wenige Tage, bis ich exakt seit einem Jahr in regelmäßigen Abständen an diesem Schiff hier baue und darüber berichte. Die investierte, reine Arbeitszeit schätze ich bis jetzt auf ca. 170-200 Stunden. Dazu kommen unzählige Stunden, die ich mit dem Studium von einschlägiger Literatur und mit der Recherche verbracht habe, phasenweise waren es 2-3 Bücher die Abends entspannt im Bett gelesen wurden (natürlich alle schön nach einander). Was kein Wunder ist, bin ich doch mit viel Aktionismus und Motivation an dieses Projekt gegangen, aber mit recht wenig Erfahrung - vor allem was das Historische betraf. Folglich gab es in diesem einen Jahr viele gefährliche Klippen, die umschifft werden mussten und teilweise kamen die Einschläge "feindlicher" Schiffe, die in der Ferne lauerten, schon gefährlich nahe. Wer hier regelmäßig mitgelesen hat, wird auch so manches Scharmützel sicherlich mitbekommen haben. ;)

Rückblickend für dieses eine Jahr, muss ich allerdings sagen, dass ich mit dem Weg, den ich mit der Spirit beschritten habe, eigentlich zufrieden sein kann. Es gefällt mir, dass ich mich dazu entschlossen habe, nicht den ausgelatschten Pfade anderer Modellbauer blind zu folgen, sondern mir daneben einen eigenen Weg gesucht habe, der manchmal auf einen der ausgetretenen Pfade ausweichen musste, aber man immer wieder gewillt war, seinen eigenen Weg zu finden. Wobei ich allerdings inzwischen auch eingestehen muss, dass mit wachsender Erfahrung und Wissen, die ausgetretenen Pfade wirklich verlockend werden... ;)

Lange Rede kurzer Sinn, ich danke meinen Mitlesern und Tippgebern - auch die Kritiker dieses Projektes sollen nicht unerwähnt bleiben - immerhin haben diese meinen Ergeiz bis ins scheinbar Unermessliche angestachelt ;) und ich denke, die Spirit liefert noch genug Potential, um auch im zweiten Jahr ihres Baus hier im Forum zu bestehen und zu unterhalten - insbesondere, weil ich mit meinen Ideen noch lange nicht am Ende bin...  :6:  

In diesem Sinne möchte ich euch nicht unterversorgt lassen und liefere euch hiermit noch ein kleines Update:

Aber zunächst einen Blick, auf DIE Anschaffung des Jahres - einen Heizlüfter :D :

(http://666kb.com/i/bpgin7ipp7h4vkp3g.jpg)

Diesen gab es im Sonderangebot im hiesigen Baumarkt und da ich vor der Wahl stand: Entweder dieses Teil zu kaufen, um dann glücklich und gewärmt an der Spirit auch an kalten Wintertagen zu bauen oder den Geiz siegen lassen, um bei einer u. U. sehr langen Kälteperiode, dem drohenden Wahnsinn vor lauter Untätigkeit zu verfallen. So habe ich mir doch lieber dieses vorweihnachtliche Geschenk gemacht :) und ich muss sagen - es wärmt (immerhin im Umkreis von einem Meter, um die Werkbank herum  :pffft: ) ... :)

Somit habe ich damit begonnen, dass Batteriedeck der Spirit mit den restlichen 10 Lafetten zu versorgen, dass Einzige was jetzt noch fehlt, sind die Kanonenrohre, die baue ich in den kommenden Tagen ein. Außerdem habe ich eine weitere Spill eingebaut, die in Verbindung mit der eigentlichen Ankerspill, später das Ankertau heranholen soll. Ein dünneres Tau dafür, wird noch zwischen den beiden Spills angebracht:

(http://666kb.com/i/bpgis9rmp34zjo7ik.jpg)
(http://666kb.com/i/bpgiskak4l8j9gw0c.jpg)
(http://666kb.com/i/bpgisuott0l1nlc0c.jpg)
(http://666kb.com/i/bpgit5lx9s0ublq8c.jpg)

Das Batteriedeck werde ich jetzt noch mit ein paar kleinen Details, sprich Gegenständen aufwerten. Ebenso möchte ich vor den beiden Stückpforten zum Bug hin noch irgendein "Highlight" platzieren, dass man später durch die Pforte sehen kann. Ich denke hier an Matrosen, die vielleicht gerade am Tisch sitzen und ihren Rum verköstigen :)

Abschließend gibt es noch einen kleinen <> großen, Größenvergleich mit meiner "Winterbastellei":

(http://666kb.com/i/bpgjocjkkdudyoyks.jpg)
(http://666kb.com/i/bpgivspbw0j4mgvt8.jpg)
(http://666kb.com/i/bpgiw0tfje3zhyubw.jpg)

hierbei handelt es sich um die Kogge von Revell (Maßstab 1:72), die ich in den nächsten Wochen in wärmeren Gefilden (in der Wohnung) bauen möchte, um sie im nächsten Schritt in ein Hafendiorama einzubinden. Deswegen wähle ich auch die Wasserlinien-Variante des Bausatzes. Aktuell suche ich noch den richtigen Holzton und das richtige Washing für den Rumpf (was bei Plastik ja so verdammt schwierig ist) - wenn mir das gelungen ist, werde ich einen offiziellen Baubericht zu dem Projekt hier starten. Die Figuren auf dem zweiten Foto stammen übrigens von Valdemar ("Koggen-Besatzung"), die ich immerhin schon grundiert habe und nach und nach bemalen möchte.

Damit sei nun auch genug der Worte - Ich wünsche allen Mitlesern ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und das nächste Update der Spirit kommt bestimmt... ;)

Viele Grüße
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 23. Dezember 2010, 16:51:27
Hallo Marcel  :winken:

Herzliche Gratulation zur Anschaffung des Jahres :P, die Investition wird sich noch als lohnenswert erzeigen, wirst Du schon noch merken, beim wohltemperierten Schiffsbau. :1: Und falls es Dir trotzdem zu kühl wird, ist der Ausweich auf Dein Winterprojekt ja jederzeit möglich. Ich wünsche Dir / Euch schöne Weihnachten.


LG

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. Dezember 2010, 17:37:21
Hallo Sergio,

ja das Teil ist wirklich fein, es reicht zwar nicht um den ganzen Kellerraum zu heizen, aber immerhin den Bastelplatz (den man besser nicht verlassen sollte). Aber die wahren Vorzüge des Gerätes, wird man an neuen und zeitnahen Bauberichten zur Spirit sehen... ;)

Wünsche dir und deinen Lieben auch ein schönes Weihnachtsfest und reichlich "Schiffsmaterial" unterm Baume :)

Schöne Grüße
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 10.01.2011
Beitrag von: Bradhower am 10. Januar 2011, 19:08:17
Hallo zusammen,

heute gibt es das erste Bau-Update im neuen Jahr, es sind zwar nur wieder kleinere Fortschritte - aber egal, ob große oder kleine Fortschritte - beide fressen liebend gerne viel Zeit  :rolleyes:

Zunächst habe ich ein Geländer für den Niedergang gebaut, damit meine wackeren Matrosen nach ihrer Rumverköstigung nicht eine Etage tiefer stürzen, sondern hierzu die Treppe nutzen.

Verwendet habe ich hierfür Tischbeine aus dem Puppenhaus-Bedarf, diese gekürzt und eine Öse durchgezogen, anschließend gebeizt:

(http://666kb.com/i/bpzqnw46tomn4qtvf.jpg)

... das Ganze wurde dann noch dreimal wiederholt und anschließend eingebaut bzw. in vorgebohrte Löcher eingesteckt (eine praktische Verfahrensweise, die ich sicherlich so noch für weitere Geländer am Schiff verwenden werde  :8: ):

(http://666kb.com/i/bpzqramwkfk7ehgvv.jpg)
(http://666kb.com/i/bpzqrzibjiy4o4u63.jpg)

ich hadere zur Zeit noch ein wenig mit der Höhe des Geländers, ich denke, ich werde es noch ein wenig kürzen.

In der folgenden Draufsicht sieht man übrigens, dass ich die Planken dieses Deckteils mit den restlichen Nägeln versehen habe:

(http://666kb.com/i/bpzqstjk2uj96lrqz.jpg)

Außerdem habe ich mir Gedanken zum Kabelaar gemacht, dem Tau, dass den Matrosen dabei hilft, dass schwere und dicke Ankertau einzuholen. Auf der Suche nach dem: "Wie sieht das Ding aus!?" Bin ich nur in Peter Holz´s "Historische Modellschiffe aus Baukästen" fündig geworden:

(http://666kb.com/i/bpzqu0cskxr3qzu7v.jpg)
(Peter Holz "Historische Modellschiffe aus Baukästen", 2. Auflage 1987, Seite 110)

Da die Ankertaue meiner Spirit nicht ganz so verlaufen, wie auf der Zeichnung zu sehen, hat das folgende Kabelaar eher "symbolischen" Charakter und würde in einem historisch korrekten Schiff, ebenso wie das Ankertau natürlich etwas anders verlaufen. Mir ging es in erster Linie darum, das Kabelaar darzustellen:

(http://666kb.com/i/bpzr0jr1hhjj7ovqz.jpg)

Wie man auf dem Bild sieht, habe ich zudem die restlichen Geschütze auf dem Batteriedeck eingebaut.

Hier gibt es noch weitere Ansichten vom Batteriedeck:

(http://666kb.com/i/bpzr1fkjb0mriuj0b.jpg)
(http://666kb.com/i/bpzr1q9xg38vk49mj.jpg)
(http://666kb.com/i/bpzr1zwgc9vtzmegr.jpg)

Die mittlere Spill braucht jetzt  noch ein paar Spillspaken, ebenso werde ich den Geschützen noch ein paar "Accessoires" verpassen. In Anbetracht dessen, dass man diese später kaum noch erahnen kann, werden diese eher einen "Testcharakter" haben, um sich in Form zu bringen für die "sichtbaren" Decks. Außerdem befürchte ich, dass ich die Decke schneller einziehe, als die Zubehörteile zu basteln...  :pffft:

Zu guter letzt gibt es noch einen Blick auf die Außenhaut, hier habe ich die Sichtbeplankung in Richtung Gallion getrieben:

(http://666kb.com/i/bpzr5r6dj7ht07hrv.jpg)

Die Gallion wird dann wohl die nächste große Baustelle werden, da aufgrund der "Rumpfform" hier viel Improvistionskönnen verlangt wird und mir schlichtweg immer noch die zündende und damit mir gefallende Idee fehlt, die Gallion mit ihrer Rehling, Kranbalken, Regeln, Grätings & Co. darzustellen...  :rolleyes:  :woist: Aber ich arbeite daran...  :8:

Fortsetzung folgt...

Gruß  :winken:
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 10. Januar 2011, 19:40:28
Hallo Marcel  :winken:

Schön das es bei Dir und deiner Spirit wieder weitergeht, ist übrigends eine gute Idee mit den Stuhlbeinen und den Ösen als Geländerpfosten. Du Schlaumeier, takelst die Brooktaue der bald nicht mehr sichtbaren Geschütze, auf die kontinentale Weise  :pffft:, sieht trotzdem gut aus :klatsch: das Kabelaar weiss auch zu gefallen und die ausgerannten Kanonen machen schwer Eindruck. Auf die Fortsetzung warte ich gespannt.

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 10. Januar 2011, 20:18:05
Hallo Marcel,

toll wie immer :-)

Einziger Hinweis: Das Kabelaar wurde nur um das hintere Spill geschlungen, im Bugbereich lag es freifliegend am Boden - oder bekam wie bei den Engländern etwas Führung über zwei senkrechte Stangen.

Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 10. Januar 2011, 20:19:58
Hallo Sergio,

nach einer doch recht langen Schaffenspause, sind die Finger noch ein wenig eingerostet. So bin ich beim Knoten dieser 1,5-2 cm langen Kabelaar-Seile schon fast an meine anatomische Grenzen gestoßen...  :pffft: Aber ich denke noch 1-2 Sitzungen an der Spirit und die alte Schmiere ist wieder da...  :6:

Zitat
Brooktaue der bald nicht mehr sichtbaren Geschütze, auf die kontinentale Weise  , sieht trotzdem gut aus


ja mir stand der Sinn danach - die Motive habe ich glaube schon vor ein paar Monaten verkündet. Aber da die Decksbeplankung ja auch britisch-französisch ist, gehe mal davon aus, dass das nächste Batteriedeck dann britisch sein wird.... je nachdem was der Mann im Kopf gerade einem so flüstert  :pffft:

Zitat
die ausgerannten Kanonen machen schwer Eindruck. Auf die Fortsetzung warte ich gespannt.

na warte mal ab, wenn meine One-Way-Guns loslegen und deine Avalon versenken...  :14:  :ziel:  :9:

:6:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 10. Januar 2011, 20:30:28
Hallo Daniel,

Zitat
Einziger Hinweis: Das Kabelaar wurde nur um das hintere Spill geschlungen, im Bugbereich lag es freifliegend am Boden - oder bekam wie bei den Engländern etwas Führung über zwei senkrechte Stangen.

ich hatte auch erst vorgehabt dort, wo die besagte Spill zum Bugbereich sich befindet, einen Poller oder ähnliches einzubauen, wo das Tau herum gelegt werden kann.

Aber als ich diesen befestigen und ein kleines Loch bohren wollte, habe ich es versäumt die Drehzahl meines Feinbohrschleifers von 20.000 U/min auf 5.000 U/min herunterzuschrauben. Da hat der Bohrkopf in einem Moment der Unachtsamkeit kurz Party auf dem Deck gemacht und ein hässlichen Krater hinterlassen. So habe ich dann aus der Not heraus, die Spill eingebaut, um diesen Fopa zu kaschieren. Denn eine Stange bzw. ein Poller, müsste dann schon fast so dick wie der Mast bzw. die Säulen sein und das wirkt dann doch irgendwie hässlich... von daher Spills kann man niiiiiiieeeeee genug an Deck haben....  :6:  :pffft:

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: AnobiumPunctatum am 10. Januar 2011, 21:44:37
Das in Aktion befindliche Gangspill ist eine nette Idee.  :P Hast Du auch genug Matrosen und den Leutschinder, gen. Bootsmann)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 10. Januar 2011, 22:17:01
Aye Christian,

Zitat
Das in Aktion befindliche Gangspill ist eine nette Idee.   Hast Du auch genug Matrosen und den Leutschinder, gen. Bootsmann)

der Leutschinder ist leider beim letzten Kielgang nicht mehr aufgetaucht, ich kann allerdings mit einem Trommler dienen, der die Jungs antreibt.  :6: Aber aufgrund mangelhafter Disziplin durch das britisch-französische Multikulti an Bord, ist dies allerdings nicht so einfach. Die Briten sind dabei sogar die Schlimmsten, entweder sie sind am Brunchen oder am Cricket spielen, sofern nicht gerade Tea-Time ist und die Franzosen haben die Weinwässer entdeckt... - aber ich bin mir sicher, die Lage noch in den Griff zu bekommen...  :6:

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 10. Januar 2011, 22:38:53
Schöne Sache, mit der Bedienmannschaft. Wird die verleimt oder verstiftet?
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 10. Januar 2011, 23:20:51
Hallo Marcel,

das zweite Spill passt da schon, nur es für das Kabelaar zu verwenden wäre nicht nötig gewesen :-)

Bei der Vic ist das vordere Spill bei der Ankerarbeit auch ohne Benutzung und steht nur rum.

Aber das ist kein Gemecker, denn das ist ja eh die Free Spirit :-)

Lieber Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 11. Januar 2011, 08:50:08
Guten Morgen Männer!

@Daniel:

Zitat
Aber das ist kein Gemecker, denn das ist ja eh die Free Spirit :-)

die verschiedenen Versionen von "Gemecker" kann ich zum Glück inzwischen unterscheiden, dein "Gemecker" habe ich daher nicht als eigentliches "Gemeckere" interpretiert...  :6:

So eine Spill hatte ja durchaus mehrere Funktionen und diente nicht nur für das Kabelaar - von daher kann man vielleicht auch davon ausgehen, dass sie auch für den Laderaum von Nutzen war :) Oder wenn die One-Way-Guns beim Rückstoß die andere Spill zerstören, hat man immerhin einen Ersatz zur Hand...  :6:

@Ullrich:

bei den Figuren bin ich mir noch unschlüssig, wie ich die generell befestigen werde. Das Stiften wäre mir grundsätzlich lieber, da ich einer einfachen Klebeverbindung auf Dauer nicht traue. Aber das hängt von der "Leibesfülle" der Figuren ab. Diese hier sind mir etwas zu dünn, wenn du eine Seite im Thread zurückblätterst, wirst du sehen, dass aber auch noch ein paar korpulentere Matrosen angeheuert haben. Ich denke, die werden auf jedenfall gestiftet. Als Bedienmannschaft werde ich die hier gezeigten Jungs aber nicht verwenden, da habe ich Bessere im petto: http://www.traditionoflondon.com/index.asp?page=Home.asp# (http://www.traditionoflondon.com/index.asp?page=Home.asp#) - ich habe allerdings noch nicht überprüft, ob das mit der Höhe hinhaut, da mir die Figuren erst heute morgen beim Lesen deines Beitrages wieder eingefallen sind...  :pffft:

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 15.01.11
Beitrag von: Bradhower am 15. Januar 2011, 18:47:02
Fast ein halbes Jahr lang, habe ich immer wieder darüber gegrübelt, wie ich die Galion und seine Regeln bei der Spirit darstelle bzw. umsetze. Da sowohl die Rumpfform, wie auch mangelnde Erfahrung mit so einer Konstruktion sich durchaus suboptimal, auf die gängigen Verfahrensweisen auswirkten.

Heute war es aber dann endlich so weit: Da ich heute keine großen Motivationen verspürt habe, an anderen Stellen am Schiffes zu basteln, habe ich mich heute ausschließlich auf das Bugteil gestürzt :)

Nach vier Stunden Bastellei bin ich mit den ersten Ergebnissen durchaus zufrieden. Es ist aber nur der erste Schritt zu einer fertigen Gallion - das ist klar.

Zunächst gibt es aber noch einen kurzen Blick auf die Rehling beim Niedergang zum Batteriedeck - die habe ich ein wenig gekürzt und damit auf Hufthöhe für die Besatzung gebracht:

(http://666kb.com/i/bq4szbmce1ql7jnm7.jpg)

und nun gibt es ein paar Bilder zu den ersten Arbeitsschritten am Bug-Bereich. Dort habe ich auch schon die Kranbalken für einen Einbau vorbereitet. Sowie die Decke des "Vorraumes" eingesetzt. Kranbalken und Decke sind allerdings noch nicht verleimt.

(http://666kb.com/i/bq4t0ybo4qjredydr.jpg)

Wie man auf dem Bild und den weiteren Fotos sieht, habe ich auch eine Gräting eingebaut. Aufgrund der Rumpfform dort, ist diese nicht freistehend.

(http://666kb.com/i/bq4t2n1gdzg21tl5b.jpg)
(http://666kb.com/i/bq4t30zmhg3sodcnj.jpg)
(http://666kb.com/i/bq4t3d5fj21utroen.jpg)

der einzelne Galionsspanten und die Regel sind natürlich ersteinmal nur ein Provisiorium und Bedarf noch ein wenig Feinschliff. Auch der Kranbalken bekommt noch eine Unterfütterung, damit mehr Stabilität gegeben ist. Wie man auch sieht, habe ich als Laufrollen die kleinsten kaufbaren Unterlegscheiben aus dem Baumarkt verwendet :)

Weitere Ansichten:

(http://666kb.com/i/bq4t5y5g68hh5x6q7.jpg)
(http://666kb.com/i/bq4t7fsittvdf6pfz.jpg)
(http://666kb.com/i/bq4t7vo0re18mebtb.jpg)

vielleicht habe ich auch schon meine Gallionsfigur gefunden - von welchem Schiff die ursprünglich stammt dürft ihr jetzt erraten ;) Aber warum sollte das königliche Wappen nicht bei mehreren Schiffen verwendet worden sein!? :)

Fortsetzung folgt...

Gruß  :winken:
Marcel



Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 16. Januar 2011, 07:19:46
Bon Giorno Marcello  :winken:

Dein Galion kommt gut  :P  :klatsch:, hast Du die Gräting selbst angefertigt, falls ja, krieg ich den Koller :12:, meine ging ja voll in die Hosen :pffft:. Die Kranbalken gefallen ebenfalls, die Unterlagsscheiben als Rollen umzufunktionieren  ;), auf die Idee muss erst einmal einer kommen. Vergiss aber nicht jeweils noch eine Abdeckungsplatte anzubringen  :pffft: Die Galionsfigur hast Du von sicher von dem russischen Dreidecker YrotciV ( Baumeister Towarisch Dafidowski ) ausgeliehen.  :7: :7:

Liebe Grüsse

Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 16. Januar 2011, 12:01:59
Hallo Marcel,

wie immer eine Freude zuzuschauen :-)

Interessant ist deine Variante, die Gräting innerhalb des Burgbereiches einzubauen, so dass im Bereich darunter gute Duschabteilungen für die Matrosen entstehen ;-) Ansonsten ist bei einer Welle lenzen angesagt ...

Nur mit deiner Gallionsfigur bin ich noch nicht sooooo einverstanden: Deine Free Sprit hat etwas anderes verdient als dieses "russische" Ding! Da könnte dein Freigeist etwas freigeistigeres vertragen :-)

Liebe Grüße, Daniel
(Baumeister Towarisch Dafinowski)
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 16. Januar 2011, 12:23:08
Hallo zusammen!

@Sergio:

Zitat
hast Du die Gräting selbst angefertigt, falls ja, krieg ich den Koller

keine Sorge, deine Nerven dürfen völlig entspannt sein. Ich hatte die Gräting noch herumfliegen und sie dann mal unter die Säge gelegt. Überraschenderweise ist sie nicht auseinandergebrochen und hat sich respektabel in diese Form sägen lassen.

Zitat
Die Kranbalken gefallen ebenfalls, die Unterlagsscheiben als Rollen umzufunktionieren, auf die Idee muss erst einmal einer kommen.

Dankeschön - das ist das angenehme an einem Fantasieschiff - man darf alles mal ausprobieren... ;)

@Towarisch Dafinowski:

Zitat
Interessant ist deine Variante, die Gräting innerhalb des Burgbereiches einzubauen, so dass im Bereich darunter gute Duschabteilungen für die Matrosen entstehen ;-) Ansonsten ist bei einer Welle lenzen angesagt ...

naja, ob der Rückstoß der Kanonen oder das eindringe Meerwasser die Spirit versenkt, ist unterm Strich ja fast egal...  :pffft: Naja, die Rumpfform hat es mir leider nicht so leicht gemacht und die Gräting weiter zum Steven zu bauen sieht so auch nicht wirklich aus. Von daher diese etwas unästhetische Lösung, die dem Laien eh nicht auffällt... muss jetzt nur noch einmal gucken, wo ich das Scheißhaus unterbringe. Die Suppe kann ja jetzt nicht so einfach ins Meer laufen.... ;)

Zitat
Nur mit deiner Gallionsfigur bin ich noch nicht sooooo einverstanden: Deine Free Sprit hat etwas anderes verdient als dieses "russische" Ding! Da könnte dein Freigeist etwas freigeitigeres vertragen

Aye Sir, dass russische Gallionsding wird eingeschmolzen und zu Kanonenkugeln verarbeitet - ich liebäugel ja immer noch mit einem Dämon oder etwas Teuflisches da vorne, mir ist bis jetzt nur noch nichts Brauchbares über den Weg gehuscht. Wird aber noch.... ;)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 17. Januar 2011, 20:05:43
hi brad....
du machst aber schon auch die köttelrutschen...gell?
grüsse
der roland
PS: geil wie immer... :D
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 17. Januar 2011, 20:36:55
Zitat
hi brad....
du machst aber schon auch die köttelrutschen...gell?
grüsse
der roland
PS: geil wie immer...

Hallo Roland,

an die Köttelrutschen wird natürlich gedacht  :6:, wobei ich hier eher an den Köttelweitwurf mit Hilfe eines entsprechenden Bottichs dachte, der in der Regel senkrecht zum Nullmeridian und parallel, etwas unterhalb des Äquators des Matrosen in einer hierfür vorgesehenen Vorrichtung eingehängt ist.  :D

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 17. Januar 2011, 21:22:21
"Die Suppe kann ja jetzt nicht so einfach ins Meer laufen.... "

Nein wir sind verantwortliche Naturschützer, wir scheißen nicht ins Meer! Wir nehmen brav einen Eimer und und entsorgen dann den Inhalt vorschriftsmäßig über die Leereling ;-)

Gruß, Damn´iel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: ghost am 20. Januar 2011, 19:13:22
Hallo Brad

Suchst du noch Besatzungsmitglieder ?

Ich war heute in einem Modellbaushop in Sachen Holz, und was liegt da in der Ecke?
96 British mariners and sailers für unter 14€ in 1/72 von "hat" in GB.Ich hab sie gleich einkassiert.
Wenn es dich interressiert mach ich ein paar Fotos, weil ich auf der website keine finde.
http://www.hat.com/currentN.html (http://www.hat.com/currentN.html)
Es ist die Nummer 8098 ein paar Kanonen sind auch dabei, nicht der Brüller aber besser wie die Hundepfeifen im Victory Thread

Grüße

Edwin
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 20. Januar 2011, 19:45:25
Hallo Edwin,

Danke für den Hinweis - die Jungs haben aber bei mir schon angeheuert  :D. Da es einer der wenigen brauchbaren 1:72er Figurensätze ist, den man wunderbar für Schiffe verwenden kann. Übrigens von Hecker & Goros gibt es auch noch ein paar passende Figuren zu dem Satz von Hät: http://www.hecker-goros.de/html/figuren_1_72-2.html (http://www.hecker-goros.de/html/figuren_1_72-2.html). Der Detailgrad ist erste Sahne mit Sternchen ;) und der etwas bauchige Typ gibt nen tollen Admiral ab...  :6:

Für die Spirit kann ich die Jungs nur leider nicht verwenden, da mein Schiff doch größer geworden ist, als Anfangs gedacht. Ich suche daher eher Figuren im Bereich 25 - 30mm Körpergröße. Aber ich glaube, da habe ich inzwischen das World Wide Web auch schon abgegrast ;)

Schöne Grüße
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: HWB am 20. Januar 2011, 20:44:40
Die Spillszene sieht gut aus. Das mit dem zweiten Spill war mir auch aufgefallen, aber der Kratzer liefert die Erklärung  :3:
Die Geländerstützen am Niedergang erinnern mich an Pfeffermühlen  ;)
Hast du jetzt die Gattung des Patchwork-Modells erfunden?  :6:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 20. Januar 2011, 21:09:56
Hallo Holger,

Zitat
Die Spillszene sieht gut aus. Das mit dem zweiten Spill war mir auch aufgefallen, aber der Kratzer liefert die Erklärung

du glaubst ja nicht, was die volle Schubkraft meines kleinen Feinbohrschleifers alles anrichten kann, wenn man damit nicht rechnet, von einem Kratzer kann daher nicht mehr die Rede sein...  :17:

Daniel (Dafi) hat mir vor ein paar Tagen ein paar Bilder aus dem McGowan (Victory) geschickt, der zeigt eine nette "Balkenkonstruktion" dort, wo jetzt die überschüssige Spill ist. Ich werde daher mal versuchen die Spill wieder zu entfernen und durch die einfachen Balken ersetzen, wo das Kabelaar herumlaufen kann. Nur mal sehen, wie ich den "Kratzer" dann weghexe - aber da habe ich schon eine Idee.

Zitat
Die Geländerstützen am Niedergang erinnern mich an Pfeffermühlen

na was glaubst du, was die anstelle von Schießpulver verwendet haben...  :7:

Zitat
Hast du jetzt die Gattung des Patchwork-Modells erfunden?

ich versuche nur verschiedene Schiffstypen, aus unterschiedlichen Epochen, von mehreren Seenationen in einem Schiffstyp zu vereinen, um dann später alles auf einen Blick zu haben...  :6:

Tendenziell bin ich aber inzwischen bei den Galeonen angekommen, vor allem was das spätere Heck betreffen soll. Wenn es denn eines Tages hoch aufsteigt... der Bugteil hat leider eine deutliche Tendenz ins 18 Jh., vor allem was Steven und die Gallion betreffen und zwischen Bug und Heck tummeln sich dann kontinental getakelte Lafetten, französische und britische Plankenmuster, viel rote Farbe und jedemenge Freigeist :) Also so gesehen, ja es ist ein Patchwork-Schiff - das ich wohl auch nur einmal im Leben bauen werde, dass erste und das letzte Mal... ;)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 22.01.11
Beitrag von: Bradhower am 22. Januar 2011, 18:06:03
Liebe Modellbaugemeinde,

heute gibt es nur ein kleines Update. Ich habe weiter an der Gallion gearbeitet und sowohl ein wenig Farbe aufgetragen, wie auch die Deckbeplankung in diesem Teil noch einmal entfernt und neu verlegt, diesesmal inklusive Kalfaterung und den schon bekannten Nägeln. Sieht jetzt bedeutend besser aus, als in der Ursprungsvariante.

Farblich bin ich mit der Gallion noch nicht so ganz glücklich, aber mir war es vorerst wichtig überhaupt dort Farbe aufzutragen, ehe die Galionsregel eingesetzt wird und ich gar nicht mehr an einige Ecken komme. Die Nahaufnahme mit der Kamera zeigt natürlich jedes Detail, mit ein wenig gesunden Augenabstand wirkt es besser ;)

(http://666kb.com/i/bqbvp4yj0n1qimbqt.jpg)

(http://666kb.com/i/bqbvpjkyu1n7e6m0l.jpg)

(http://666kb.com/i/bqbvpsur6zbwjks8l.jpg)

So viel für heute - die im vorherigen Beitrag angekündigte Veränderung bzw. Austausch der Spill für das Kabelaar auf dem Batteriedeck, wurde nach dem ersten Versuch, diese schonend zu entfernen, für gescheitert erklärt. Dat Ding sitzt fest... ;) Ich werde jetzt noch einmal in mich gehen und überlegen, ob ich für das Teil die Brechstange auspacke oder es doch so lasse...  :pffft:

Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 28.02.11
Beitrag von: Bradhower am 28. Februar 2011, 19:25:00
Hallo zusammen,

nachdem hier lange nichts mehr zu berichten gab und ich auch nicht wirklich Zeit und Ruhe hatte, an der Spirit weiterzubauen - habe ich mir heute mal wieder die Zeit genommen, um auch hier ein wenig weiterzuarbeiten. Und wie das so ist, kaum steht man vorm Modell, ist das Feuer wieder entfacht und man wundert sich, dass ratz-fatz mal eben vier Stunden für Bastelleien draufgehen :)

Nachdem ich allerdings von den 4 Stunden in der Werft, fast eine mit der Suche nach meiner Lieblingsfeile verbracht habe (das gute Stück hat irgendwie den Weg hinter die Werkbank gefunden), konnte es endlich losgehen :):

Der Fokus lag heute auf der Schließung des Batteriedecks und, wo ich gerade dabei war, habe ich auch am Heck und im Vorraum zum Bug eine neue Decke ausgesägt.

Die etwas kniffelige Arbeit lag dabei, die Balkenkonstruktion des Batteriedecks so weiterzubauen, dass ich auch noch zwei Grätings einsetzen kann und das Deck gleichzeitig aufgebugt wird. Das Ergebnis gestaltet sich dann so:

(http://666kb.com/i/brdft59dvlegw7bif.jpg)
(http://666kb.com/i/brdfth1ywj7i2owsn.jpg)

Der Bereich mit den Grätings bekommt noch eine Verstärkung von unten, da es mir ein wenig zu sehr wippt. Entweder ich setze von unten noch einen Rahmen oder ich baue noch ein paar Säulen ein. Letzteres wäre die ästhetischere Variante; Ersteres wäre die einfache und genauso effektive Lösung. Eines von beiden wird es wohl.

Anschließend habe ich auch noch die Decke ausgesägt und weil ich gerade dabei war, habe ich auch die Decke für den Bug- und Heckteil zurecht gesägt. Für den Vorraum zur Gallion hatte ich ursprünglich schon eine Decke, diese erschien mir aber doch etwas zu dünn, so dass ich anstelle von 1,5mm Birnenholz, zu 2,5mm-starken Birkenholz gegriffen habe:

(http://666kb.com/i/brdfw8q3pwmg873lz.jpg)
(http://666kb.com/i/brdfxeujpuysdi807.jpg)
(http://666kb.com/i/brdfxorgmxa5y7dhj.jpg)

die Grätings sollen später herausnehmbar sein, ebenso werden sie natürlich noch eingerahmt. Auf dem letzten Foto sieht man auch ganz gut, dass der hier später sichtbare Teil des Decks schon aufgebugt ist.

Abschließend gibt es auch noch eine Skizze, wie der Weiterbau geplant ist:
 
(http://666kb.com/i/brdfzy9jz94kfs1l3.jpg)

es ist natürliche eine Freihand-Zeichnung, aber ich denke, es liefert eine ganz nette Orientierung. Wovon ich aktuell Abstand genommen habe, ist es am Heck die seitlichen Balkone einzubauen. Irgendwie habe ich sowohl in der Konstruktion, wie auch in der optischen Gestaltung, noch nicht DIE zündende Idee. So dass ich den Heckbereich und auch die Heckgalerie, ersteinmal ohne eine "Aussichtsplattform" plane. Allerdings, werde ich mir gewiss noch was einfallen lassen, wie ich so lange wie möglich, diese Option - die Balkone bzw. Seitengalerien auch noch später einzubauen - wahren kann.

Fortsetzung folgt...

Gruß  :winken:
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 28. Februar 2011, 20:15:02
Hy, schön, dass es hier weitergeht!

Lieber Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 02.03.2011
Beitrag von: Bradhower am 02. März 2011, 18:29:29
Hallo,

heute wurde mal wieder ein wenig Zeit am Modell verbracht. Zunächst habe ich die Decke rund um die Grätings von unten etwas stabilisiert. Hierfür habe ich die bekannten Geländerstützen aus dem Puppenhausbedarf verwendet. Diese oben und unten aufgebohrt und einen kleinen Dübel eingesetzt, anschließend eingebaut:

(http://666kb.com/i/brfflepp4reokzagz.jpg)

und hier auch noch einmal aus "Matrosen-Sicht" :) :

(http://666kb.com/i/brffm34p25fz3sds3.jpg)

danach habe ich die Säulen gebeizt und mit dem Deck verleimt:

(http://666kb.com/i/brffmxjqbpdczck3n.jpg)

So macht die Decke rund um die Grätings in Sachen Stabilität keine Zicken mehr und ich kann meine rohen Kräfte eine Etage höher etwas besser walten lassen  :6:  :pffft:

Anschließend habe ich das Deck am Heck ein wenig bearbeitet:

(http://666kb.com/i/brffowb17u5cehewz.jpg)

Zwecks Orientierung habe ich die Lafetten schon mal aufgezeichnet. Ebenso die Kammern bzw. Kabinen links und rechts. Was das in der Mitte dann sein bzw. werden soll... wer weiß (ok, Sascha weiß es *g*) - ihr werdet es auf jedenfall erfahren. Irgendwann.  :pffft:

Fortsetzung folgt...

Gruß  :winken:
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: LTGARP am 03. März 2011, 18:58:44
hi brad,
toll und unterhaltsam...wie immer....
man wird mir was fehlen, wenn der kahn mal fertig ist....also lass dir zeit.
weiter so....das rockt...
grüsse
der roland
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 03. März 2011, 20:02:02
Zitat
hi brad,
toll und unterhaltsam...wie immer....
man wird mir was fehlen, wenn der kahn mal fertig ist....also lass dir zeit.
weiter so....das rockt...
grüsse
der roland

Hallo Roland,

Zeit lasse ich mir schon genug, wenn man bedenkt, dass in den beiden letzten Updates gut 5-6 Stunden Herumbastellei stecken. Aber keine Sorge: Das nächste Fantasieschiff kommt bestimmt...  :6: allerdings dann mit einem anständigen Rumpf :pffft:

Schönen Gruß & Danke fürs Vorbeischauen
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 03. März 2011, 20:09:03
Hallo Marcel  :winken:

Schön, dass Du die Spirit nicht ganz vergessen hast, bei deinen Mehrfachbaustellen, mir gehts momentan ebenso, die Avalon liegt in der Warteschlaufe und ich befasse mich mit einem zweiten Schuhschachtel Projekt, nur nicht ganz so gross, aber das Ding sollte im März die Werft verlassen können. Ein nettes Plätzchen hast Du dir in der Spirit, für das ominöse Teilchen ausgesucht, wird sicher ein Hingucker. :6:

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 03. März 2011, 20:18:57
Hallo Sergio,

deine Schuhschachtel-Armada habe ich schon bewundert, auch deinen jüngsten Neuzugang - sowas hätte ich mir als kleiner Junge gewünscht :1:

Naja, bei der Spirit ist es witterungsbedingt halt etwas schwierig gewesen. Da doch viel herumstehen und wenig bewegen angesagt ist. Aber ich denke jetzt geht es im gewohnten Tempo mit dem Schiff weiter. Samstags wird an der Spirit gebaut, Sonntags ist die Victory dran und dazwischen je nach Lust und Laune - das ist zumindestens der Plan :)

Zitat
Ein nettes Plätzchen hast Du dir in der Spirit, für das ominöse Teilchen ausgesucht, wird sicher ein Hingucker.

ja, ich bin noch am überlegen, wie ich das ominöse Teilchen richtig in Szene setze. Vor allem habe ich auch schon überlegt, ob ich das Heck vielleicht beleuchte. Ich denke zwar an eine große Fenstergalerie an Achtern, aber mal sehen wie sich die wirklich nachher umsetzen lässt. Es ist also noch viel Grübelarbeit von Nöten... :)

Viele Grüße
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 02.03.2011
Beitrag von: hwe am 04. März 2011, 11:59:35
Hallo Marcel!

Hallo,

heute wurde mal wieder ein wenig Zeit am Modell verbracht. Zunächst habe ich die Decke rund um die Grätings von unten etwas stabilisiert. Hierfür habe ich die bekannten Geländerstützen aus dem Puppenhausbedarf verwendet. Diese oben und unten aufgebohrt und einen kleinen Dübel eingesetzt, anschließend eingebaut:

...
und hier auch noch einmal aus "Matrosen-Sicht" :) :
...

danach habe ich die Säulen gebeizt und mit dem Deck verleimt:

...
So macht die Decke rund um die Grätings in Sachen Stabilität keine Zicken mehr und ich kann meine rohen Kräfte eine Etage höher etwas besser walten lassen  :6:  :pffft:

Ich habe nur ein paar kleine Anmerkungen zu machen. (keine Sorge, nicht schlimm!) :)

Einmal: Damit das Kabelaar richtig funktioniert, müssen die Bändsel zum befestigen des Ankerkabels konsequenter Weise komplett ringsum am gesamten Kabelaar angebracht sein, weil das ja "endlos" läuft. - Eine Lücke geht nicht, das gibt Probleme! (Alternativ ist das Ankerkabel EXTREM kurz... Ist ja auch möglich... ;) ) Und wenn Du gerade bei den Bändseln bist, dann kannst Du sie vielleicht noch irgendwie dazu bringen, dass sie nicht wie Propeller abstehen. Im wahren Leben hängen Bändsel einfach schlaff herunter.

Was mich am meisten interessiert, ist die Funktion des dicken Taus, welches da unter den Balken, welche ja wohl die Grätings irgendwie verstärken sollen, durchlaufen.
So etwas habe ich bisher noch auf keinem Schiff gesehen und deswegen interessiert mich einfach mal, was das sein soll. Als oberster Schiffbaumeister der "Free Spirit" wirst Du mir das sicher erläutern können. - Ich lerne gerne dazu! :)
Zitat
Anschließend habe ich das Deck am Heck ein wenig bearbeitet:

(http://666kb.com/i/brffowb17u5cehewz.jpg)

Zwecks Orientierung habe ich die Lafetten schon mal aufgezeichnet. Ebenso die Kammern bzw. Kabinen links und rechts. Was das in der Mitte dann sein bzw. werden soll... wer weiß (ok, Sascha weiß es *g*) - ihr werdet es auf jedenfall erfahren. Irgendwann.  :pffft:

Fortsetzung folgt...

Gruß  :winken:
Marcel
Da es sich hier um die "Free Spirit" handelt, tippe ich derzeit mal auf ein "Tischlein deck dich!", wie es sich König Ludwig in Schloß Neuschwanstein hat einbauen lassen. - Sehr praktisch, wirklich! :)

Ciao,

HWE
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: sascha am 04. März 2011, 16:04:17
...nein nein...da kommt was viel "entspannenderes" hin  :D :D :D :D :D....schön, mal endlich wieder was neues von der Spirit zu hören/lesen!

...die Beplanung des Decks sieht übrigens toll aus!! Hast du geil hinbekommen   :P :P

glg, Sascha  :winken:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 04. März 2011, 16:37:33
Hey Sascha,

schön das du mal wieder einen Blick in meine Werft geworfen hast :)

@Herbert:
wie Sascha - dem ich dieses Teil, was da hinkommt zu verdanken habe...  :pffft:, ja schon geschrieben hat - ein Tisch wird es nicht, auch keiner der sich selber decken kann. Mal sehen, wie ich es dem Publikum hier transferiere und letzendlich auch umsetze. Aber das hat es in dieser Art und Weise wohl noch auf keinem Fantasieschiff gegeben, selbst auf den Bekannten nicht. Wobei ich es mir auf der "Flying Dutchman" durchaus vorstellen könnte. Auf jedenfall wird es den Charakter dieses Schiffes ein wenig beeinflussen. Aber da es im Bereich der Ruderpinne ist, wird man wahrscheinlich die geplanten, kleinen Details nicht alle sehen können. Aber wie gesagt, es dauert noch ein wenig und dann werdet ihr es zeitnah sehen :)

Was deine weitere Anmerkungen betrifft, sind die natürlich nicht schlimm, sondern durchaus berechtigt :):

Zitat
Einmal: Damit das Kabelaar richtig funktioniert, müssen die Bändsel zum befestigen des Ankerkabels konsequenter Weise komplett ringsum am gesamten Kabelaar angebracht sein, weil das ja "endlos" läuft. - Eine Lücke geht nicht, das gibt Probleme! (Alternativ ist das Ankerkabel EXTREM kurz... Ist ja auch möglich...  ) Und wenn Du gerade bei den Bändseln bist, dann kannst Du sie vielleicht noch irgendwie dazu bringen, dass sie nicht wie Propeller abstehen. Im wahren Leben hängen Bändsel einfach schlaff herunter.

ich habe ebend auch noch einmal darüber gegrübelt, mit dem ganzen Konstrukt bin ich auch immer noch ein wenig unglücklich. Habe leider keine Klavierspieler-Hände bzw. Finger, so dass ich schon was zu tun hatte, dass Kabelaar da überhaupt halbwegs hinzubekommen. Aber die zweite Spill ist mir ja auch noch ein Dorn im Auge. Man sieht sie zwar nicht mehr, aber irgendwie ist das noch nicht die ideale Lösung. Ich werde das Kabelaar noch mal ersetzen und als "Bändsel" vielleicht mal Draht verwenden, der ist nicht ganz so widerspenstig, Wenn ich die Spill austausche und durch ein paar Balken ersetze (ähnlich, wie auf der HMS Victory), dann wird es bestimmt auch nicht so straff gespannt sein. :)

Zitat
Was mich am meisten interessiert, ist die Funktion des dicken Taus, welches da unter den Balken, welche ja wohl die Grätings irgendwie verstärken sollen, durchlaufen.
So etwas habe ich bisher noch auf keinem Schiff gesehen und deswegen interessiert mich einfach mal, was das sein soll. Als oberster Schiffbaumeister der "Free Spirit" wirst Du mir das sicher erläutern können. - Ich lerne gerne dazu!

Du meinst das dicke Tau, dass um die Grätings herumführt!? Das ist das Ankertau (siehe auch die Bilder vom Beitrag am 22.01. & 28.02.). Ich weiß, es verschwindet eigentlich durch die Grätings in den Schiffsrumpf. So verschwindet es halt unter der Spill in Selbigen. Das Tau ist ja schon ziemlich lange verbaut - mir gefiel die Lösung damals. Nun ein gutes halbes Jahr später, kann man darüber sicherlich diskutieren, dass die historisch korrektere Variante besser wäre. Aber so ist das halt mit einem Fantasieschiff, dass mit gefährlichen Halbwissen begann...  :6:

Viele Grüße
Marcel 
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 04. März 2011, 17:18:43
Hallo Marcel,

ich glaube das irritierende ist, dass Kablaar und Ankertrosse so weit auseinanderliegen. Wie soll die Trosse dran angeschlagen werden? Wenn du den Niederhalter über der Gräting noch wegbekommst wäre es plausibler. Außerdem bin ich der Meinung (noch nicht belegbar), dass das Kablaar ganz locker am Boden lag und nicht gepannt wie ein Anfängerskilift kniehoch hing.

Aber wie üblich: eine Freude, zuzuschauen! Modellbau und Freude, das haben leider viel zu wenige gleichzeitig!

Lieber Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 04. März 2011, 17:38:43
Hallo Marcel!

Das wird ja, ich glaube es enträtselt zu haben, die erste Galeonen-Fragette. Oder? Also da kommt noch ein Kastell auf die Back und hinten auch noch viel mehr Aufbauten? Das wird ja interessant.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: hwe am 04. März 2011, 21:26:03
Hallo Marcel,

also wenn das kein "Tischlein-Deck-Dich" wird, sondern etwas noch viel entspannenderes (laut Sascha!), dann tippe ich mal auf ein Wasserbett, oder einen Whirlpool. - Am besten mit geeignetem Inhalt, zum entspannen... ;)  :1: :D :7: :winken: :pffft:

Ciao,

HWE
 
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 04. März 2011, 21:41:24
Hallo Männer, vielen Dank für euer Interesse :)

@Ullrich:
eine Galeonen-Fregatte? Joa, ich glaube du hast diesen Schiffstyp enträtselt ;) Aber es war ja anfangs meine viel-diskutierte Absicht, die Spirit mehr als Fregatte aussehen zu lassen. Als dann mit wachsenden Wissen, sich herausstellte, dass dies das Schiff nicht erfüllen kann, habe ich einfach weitergebaut, wie es mir in den Sinn kommt ;) Da der Schiffstyp "Galeone" eigentlich seit jeher mich gleichermaßen interessiert hat, versuche ich quasi zwei interessante Schiffstypen in einem Modell zu vereinen, um natürlich auch ein wenig zu experimentieren. Aber sei dir gewiss, so eine waghalsige Kombination mache ich auch nur einmal ;)

@Daniel:
ich werde das gesamte Konstrukt mit dem Kabelaar noch einmal entfernen und neu machen. Ich denke auch, dass das Kabelaar relativ locker auf dem Deck gelegen hat. Alleine schon um die Besatzung nicht mehr zu behindern als nötig. Vielleicht war es ja sogar mit dem Ankertau verknotet. Um auch bei eingezogenen Anker, diesen zusätzlich zu sichern, für den Fall das Stürme oder ein Seegefecht, die Haltetaue der Anker kappen bzw. beschädigen. Mir fiel auch eben ein (ja manchmal vergisst man sowas), dass die große Spill herausnehmbar ist. Von daher, werde ich das Gesamtkonstrukt mal abseits basteln und dann einbauen. Sollte für einen Grobmotoriker etwas einfacher sein  ;)

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 04. März 2011, 21:53:22
Zitat
Hallo Marcel,

also wenn das kein "Tischlein-Deck-Dich" wird, sondern etwas noch viel entspannenderes (laut Sascha!), dann tippe ich mal auf ein Wasserbett, oder einen Whirlpool. - Am besten mit geeignetem Inhalt, zum entspannen...       

Ciao,

HWE

Hallo Herbert,

hehe, ich glaube einen Whirlpool hat das Schiff schon, wenn es blubbernd untergeht... :D

Also ein Möbelstück ist es auf jedenfall, man stellt es sich aber eher weniger in die Wohnung, mit Ausnahme von vielleicht einigen Leuten, die auf sowas stehen  :pffft: Es passt aber gewiss besser zu einem Piratenschiff, als zu einem englischen Schiff. Von daher werde ich das HMS wohl bei Fertigstellung aus dem Namen streichen.

Da sich das "Objekt" in der Mitte befinden wird, bin ich zur Zeit am Überlegen, ob ich das vielleicht irgendwie von unten oder von der Seite beleuchte. Irgendwie mit kleinen LEDs. Im Zwischenraum darunter, könnte ich die Kabel verschwinden lassen. Optisch, müsste das dann sehr interessant aussehen. Mal sehen, wie ich das technisch hinbekommen kann, Stromkreise sind mir manchmal ein Rätsel und mein Wissen beschränkt sich weitesgehend auf Lampen anschließen... ;)

Viele Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 05.03.11
Beitrag von: Bradhower am 05. März 2011, 18:09:10
Hallo zusammen,

nachdem das Kabelaar-Konstrukt weder mir noch den Mitlesern dieses Bauberichtes wirklich gefiel, habe ich mich heute noch einmal drangesetzt und es ein wenig umgebaut. Es war die befürchtete Brecherei an der einen Spill, aber mit Stecheisen und viel Feingefühl, konnte ich die Spill und auch ihren Unterbau ganz gut entfernen. Anschließend habe ich eine kleine Balkenkonstruktion gebastelt und mich dabei ein wenig an der Kabelaar-Konstruktion auf der HMS Victory orientiert. Das Tau habe ich ebenfalls neu zusammenknüpft und anstelle der etwas wirren Fäden, feinen Draht genommen. Diese werde ich bei Betrachtung der Bilder, wohl noch an das Tau drücken.

Aber nun ersteinmal die Bilder der heutigen Tagesarbeit:
(http://666kb.com/i/brign2hcmh9ed3qj2.jpg)
(http://666kb.com/i/brigni6853e2zgfm6.jpg)
(http://666kb.com/i/brignsyzy47cyiexa.jpg)
(http://666kb.com/i/brigo2xz1bg9451ce.jpg)

Ingesamt gefällt es mir jetzt auch besser. :) Ich habe allerdings darauf verzichtet das Kabelaar auf dem Boden liegen zu lassen, da es mir etwas komisch wirkte. Dafür hängt es jetzt aber ein wenig durch ;)

Fortsetzung folgt...

Schönen Gruß
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 08.03.11
Beitrag von: Bradhower am 08. März 2011, 19:33:14
Aye zusammen,

heute habe ich das Deckenkonstrukt über dem Batteriedeck eingebaut und in Nussbaum (dunkel) gebeizt. Damit habe ich vorerst einen Haken an das Batteriedeck gesetzt und es geht demnächste eine Etage höher weiter. In den kommenden Tagen werde ich aber auch wieder vermehrt an der Victory arbeiten. Das Holz für die neuen Spanten war so verzogen, dass ich dieses erst in die richtige Richtung bekommen musste.

Zunächst aber noch einmal das übliche Bilderwerk zur heutigen Schafferei:

(http://666kb.com/i/brlkctg1vdvtsr27h.jpg)
(http://666kb.com/i/brlkd27g722gm6x9p.jpg)

und anschließend noch ein Foto mit den geplanten Grätings, die ich schon ein wenig zurecht gesägt habe:

(http://666kb.com/i/brlkdpreycuss5xbh.jpg)

Fortsetzung folgt...

Gruß  :winken:
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 08. März 2011, 21:39:41
Äh, Marcel, hattest du vor, die Decks irgendwie offen zu lassen, um Deine Arbeit auch später noch sehen zu können? Oder willst Du nur wissen (wie ich) dass das was drin ist so aufwändig gebaut wurde, dass es vor allen Blicken geschützt werden muss?

Dunkel die untere Seite ist...
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 08. März 2011, 21:56:45
Hallo Ullrich,

neugierige Blicke haben ja schon so manches Unheil gebracht, da denke ich wie du und strebe danach mein Erschaffenes vor der Nachwelt zu verbergen.  :6: Zudem würde ich es persönlich viel spannender finden, vor einem Modell zu stehen, wo man diese kleinen Details nur durch eine witzige (Stück)Pforte sehen kann. Was ich allerdings ernsthaft überlege, ist es die Grätings herausnehmbar zu halten, um vielleicht auch noch später 2-3 Männekens dort unterzubringen :)

Grüße  :winken:
Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 09. März 2011, 05:38:41
Hallo Marcel  :klatsch:

Da gibt man(n) sich so viel Mühe und dann knallt man(n) einfach nen Deckel drauf. :pffft: Die Idee mit den abnehmbaren Grätings finde ich gut, so sieht man wenigstens noch ein klein wenig von deinen schönen Details, ne Minicam einzubauen wäre auch noch eine Variante  :6:

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 09. März 2011, 09:19:29
Aye Sergio,

ja so ist das mit den Deckeln, sie sollen verhindern, dass was reinkommt, ebenso wie sie unterbinden, dass was rauskommt. Naja, dafür habe ich die Stückpforten ja groß genug ausgesägt, auch wenn man wohl nur bei hellem Lichte dort was sieht. Beim nächsten Projekt werde ich mir auf jedenfall auch mal Gedanken in Sachen Beleuchtung machen. Die versuche ich zur Zeit für mein Schmankerl im Heckteil zu verwirklichen. Denn das, was ich da vor habe, ohne gänzlich zu wissen, wie mir die Umsetzung gelingt, sollte nicht im dunkeln verschwinden...  :6:  :pffft:

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 24.03.2011
Beitrag von: Bradhower am 24. März 2011, 19:20:34
Hallo zusammen,

nach Feierabend überkam mich mal wieder die große Lust, etwas Sinnvolles zu tun und meiner Schiffswerft einen kleinen Besuch abzustatten und um damit ein wenig Zerstreuung vom Alltagsstress zu suchen.

Die Fortschritte sind war wieder recht bescheiden, aber immerhin :)

Ich habe damit begonnen, den Rahmen für die beiden Grätings auf dem Hauptdeck zu fertigen. Diesen habe ich dann schön gedübelt und eingebaut, garniert mit einer Prise liebevoll verstrichenen Holzleim:

(http://666kb.com/i/bs1rh42i6on3uu3cw.jpg)

Anschließend wurden die Grätings eingesetzt - erst die eine:

(http://666kb.com/i/bs1rhm01wkgmr6feo.jpg)

und dann die andere...

(http://666kb.com/i/bs1rilg8nj9q9gvwg.jpg)

- Fertig! Fast.

Nun muss das Ganze noch ein wenig geschliffen werden und auf Höhe des Decks gebracht und u. U. leicht aufgebugt werden. Eines ist aber schon vollbracht - beide Grätings sind herausnehmbar und liefern somit zumindestens einen kleinen Blick auf das darunterliegende Batteriedeck.

Anschließend habe ich die erste Hälfte des Decks eingebaut - da es aufgebugt werden soll, musste ich es entsprechend fixieren - was zweifelsohne die friemeligste Aufgabe des Tages war. Mal sehen wie es aussieht, wenn der Leim getrocknet ist. Ich hab ja so ein bisschen Magenschmerzen, ob dat auch wirklich hält, 3mm-starkes Birkensperholz ist doch schon wiederspenstig...

(http://666kb.com/i/bs1rli04ttoounedc.jpg)

Danach überkam mich ein Moment, der zu den "klassischen" bradhowerschen Gedankengängen gehört. Es frisst sich urplötzlich eine Idee in den Kopf und will UNBEDINGT gleich, sofort umgesetzt werden. Diese Idee heute hieß: "Scheißhaus".

Daraufhin wurde in den Rümpel-, Material- und Restekisten herumgekramt auf der Suche nach einer Idee, für das "Scheißhaus" und siehe da: Ein Objekt 20 x 22mm-groß war genau das richtige Futter für diesen Gedanken:

(http://666kb.com/i/bs1row2dps0izxv28.jpg)

Anschließend wurde dieses kleine, dicke Fässchen in die Mangel genommen und das kam dabei heraus:

(http://666kb.com/i/bs1rpkmkp61g98oe8.jpg)

Danach konnte ich es mir nicht verkneifen, eine Passprobe zu machen und dieses Ex-Fässchen an den Ort seiner zukünftigen Bestimmung zu setzen:

(http://666kb.com/i/bs1rqjd65azir9280.jpg)
(http://666kb.com/i/bs1rqsij38z6ia934.jpg)

und hier Foto mit der "Latrinenreinigungskraft":
(http://666kb.com/i/bs1rr1jpv2i5an81s.jpg)

Ich denke mal der Zugang zu dieser Art von "Scheißhaus" war je nach Schiff entweder über die Gallion oder über das Batteriedeck möglich. Ich habe mich für die Variante "über das Batteriedeck" entschlossen, ist wärmer... ;)

Ich werde das Teil auf jedenfall aber noch ein wenig bearbeiten, vielleicht die (unteren) Ringe abschleifen.... Auch die Farbgebung - auch die des gesamten Bugbereiches - gefällt mir noch nicht so richtig..., vielleicht gibt es doch wieder eine Abkehr von "Nussbaum-und-Schwarz" - hin zu "Ocker-und-Blau".... Mal sehen... Gedankenanstöße dürfen jetzt gerne kommen :)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 27. März 2011, 05:47:43
Hallo Marcel  :winken:

So Fässer können vielfach verwendet werden, in der Nähe von Mannheim gibts ein Restaurant in einem Riesenfass, bei uns im Dorf haben wir einen Fassbauer der baut einen Briefkasten aus einem Fass und auf der Spirit gibts einen Sitzungsraum in einem Fass, die Idee finde ich herrlich  :klatsch:, nur bist Du jetzt gefordert mit dem Anbringen des Abflussrohres der sogenannten "Köttelrutsche" unser LTgarp wird Dir sicher auf die Sprünge helfen dabei, er soll ja ganz vernarrt sein in das Teil.  :7:

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: TK5512 am 27. März 2011, 10:37:03

So Fässer können vielfach verwendet werden, in der Nähe von Mannheim gibts ein Restaurant in einem Riesenfass

Das ist in Bad Dürkheim, ich war da zur Kur 2010.  :)

Guggst du Fass

(http://i854.photobucket.com/albums/ab102/TK5512/Bad-Duerkheim_05Sep2010_0464.jpg)


glg
Stef
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 27. März 2011, 19:24:27
mal sehen, vielleicht versenke ich die Spirit auch in einem Fass, überhaupt den ersten Wassergang im Regenfass sollte bald nichts mehr im Wege stehen...  :6:

Zitat
bist Du jetzt gefordert mit dem Anbringen des Abflussrohres der sogenannten "Köttelrutsche" unser LTgarp wird Dir sicher auf die Sprünge helfen dabei, er soll ja ganz vernarrt sein in das Teil.

dafür hat die Spirit ja extra Personal eingestellt, die immer schön das Töpfchen entleeren... ;)

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 27.03.2011
Beitrag von: Bradhower am 27. März 2011, 20:22:37
Hallo zusammen!

Die heutige Sonne musste ja genutzt werden, um sich in seine Werft zu verkrümeln  :6:

Gebastelt wurde heute an der Spirit im Grunde überall ein wenig. Folgende Fortschritte ließen sich dann am Ende des Tages festhalten:

zweite aufgebugte Deckshälfte eingebaut,
seitliche Geländer eingebaut, wahlweise auch Barkhölzer genannt, je nachdem was am Ende dabei herauskommt,
Grundriss der Zimmer im Heckbereich eingebaut,
und noch ein bisschen hier und ein bisschen dort gewerkelt :)

Fotos:
(http://666kb.com/i/bs4tkkeikpsnkzkb1.jpg)
(http://666kb.com/i/bs4tj292lzkofxgnh.jpg)
(http://666kb.com/i/bs4tjdqpgpy9v2sul.jpg)
(http://666kb.com/i/bs4tjrcvvx7splgul.jpg)

So das war es!

Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 30.03.2011
Beitrag von: Bradhower am 30. März 2011, 19:59:19
Nabend zusammen,

mein NachFeierabend-VorSimpsons-Zeit-Kontinium hat heute eine gute Stunde Bastelzeit ausgespuckt, die ich auch glatt genutzt habe. Ich habe die Klemmen & Co. der zweiten Deckshälfte entfernt und siehe da: Das Deck ist aufgebugt und sieht sogar besser aus als erwartet... ;)

Daraufhin habe ich den Rahmen, um die beiden Grätings ein wenig geschliffen und auch ein wenig an den Aufbauten weiter gearbeitet. Das Ergebnis ist überschaubar, aber ich will es auch nach gut 60 Minuten nicht vorenthalten:

(http://666kb.com/i/bs7ue2tsny47ckt6t.jpg)
(http://666kb.com/i/bs7uf4ut5b3xlboat.jpg)

die Klemmen links und rechts, sollen eigentlich dabei helfen, dass der Querbalken später leicht aufgebugt sein soll. Die Lindenholzleiste ist leider noch nicht behandelt, so dass man das Aufbugen nur erahnen kann....  :pffft:

und hier sieht man die geplante Show-Treppe als seeeeeeeeehr grobe Skizze auf dem Decksboden gekrakelt:

(http://666kb.com/i/bs7ufi57q0wywkmv9.jpg)

Mal sehen, ob sie mir so gelingen wird - ansonsten gibts ne Hühnerstiege...  :pffft:

Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 02.04.2011
Beitrag von: Bradhower am 02. April 2011, 18:05:26
Hallo zusammen,

wie im letzten Beitrag angekündigt, habe ich mir heute mal die Showtreppe der Spirit vorgenommen. Hierzu habe ich einen Balsaklotz ein wenig in die nötige Form gesägt (eine grobe Skizze dieser Showtreppen-Idee gab es schon ziemlich früh hier: http://www.modellboard.net/index.php?topic=30955.315 (http://www.modellboard.net/index.php?topic=30955.315) bei Beitrag Nr. 324):

(http://666kb.com/i/bsaswt9prsjz2nipe.jpg)

anschließend den Bogen unter der Treppe verkleidet:
(http://666kb.com/i/bsasxkr58rxouvomq.jpg)

Anschließend habe ich die Wand auf der Spirit an der Stelle der Treppe verkleidet, außerdem weitere Pfeiler eingebaut:
(http://666kb.com/i/bsasya70c5u5xesfm.jpg)

Danach habe ich die Treppe mal probehalber eingesetzt:
(http://666kb.com/i/bsasystxgrm88pqwi.jpg)

Der "dicke" Mast macht es zwar nicht ganz so einfach. Aber ich habe eh schon vor einiger Zeit erwogen, diesen doch etwas zu verschlanken. Die Treppe liefert mir dazu die nötige Vorlage ;) Die Treppe wird natürlich noch verkleidet und mit Stufen versehen, mit dem späteren Geländer hadere ich noch ein wenig. Aber da fällt mir gewiss noch was ein :)

und noch ein paar Bilder:

(http://666kb.com/i/bsat01yea2xa7wn76.jpg)
(http://666kb.com/i/bsat0d54jwagw6h6a.jpg)

im Vordergrund sieht man den Raum vor dem Bugbereich, der ja ebenfalls einen Aufbau werden soll.
(http://666kb.com/i/bsat1wk5hqziwef76.jpg)

(http://666kb.com/i/bsat1c4tcq1jj2pgy.jpg)
(http://666kb.com/i/bsat1n0ctc28zbq7m.jpg)

so viel zu den kleinen Fortschritten an der Spirit, die Nächsten kommen bestimmt... :)

Grüße  :winken:
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 03. April 2011, 19:42:39
Ist ja spektakulär! Es gibt bei Preiser ja auch Damen in schwingenden Kleidern...
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 03. April 2011, 19:46:04
... fehlen nur noch ein paar stattliche Scheinwerfer für die richtige Bestrahlung - in der Bilge sitzt ja schon das Orchester...  :6:  :7:

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Klaus L aus M am 03. April 2011, 20:00:13
Hi Marcel,

ich habe es noch nicht geschafft, Deinen Baubericht von Anfang an zu lesen, das wird sicher erst im nächsten Winter was werden. Deshalb jetzt mal die Zwischenfrage: welche Abmaße hat Deine "Kiste" denn eigentlich?

Deine Experimente hier gefallen mir gut, bei so einer Eigenkonstruktion kann man das auch machen und man lernt viel dabei. Super!

Viele Grüße,

Klaus
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 03. April 2011, 20:01:37
Hallo Marcel  :winken:

Die Treppenstufenbeleuchtung mit LED und den Trockeneiskasten nicht vergessen, damit ein schöner Nebel von oben über die Stufen wabert und irgendwo im Mondlicht taucht der weisse Schädel von Käptn Barbossa auf. :7: Quatsch, wir sind hier nicht im Film. Kommt gut deine Showtreppe. :klatsch:

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 03. April 2011, 20:18:43
@Klaus:

Zitat
ich habe es noch nicht geschafft, Deinen Baubericht von Anfang an zu lesen, das wird sicher erst im nächsten Winter was werden. Deshalb jetzt mal die Zwischenfrage: welche Abmaße hat Deine "Kiste" denn eigentlich?

Deine Experimente hier gefallen mir gut, bei so einer Eigenkonstruktion kann man das auch machen und man lernt viel dabei. Super!

och, nimm dir ruhig die Zeit, den Thread von Anfang an zu lesen - dürfte vor allem zu Anfang und im Mittelteil sehr unterhaltsam werden...  :pffft:

von den Maßen her, ist die Spirit fast so groß wie die Victory. Hab es lange nicht mehr exakt nachgemessen, aber sie müsste aktuell ca. 72 cm lang und ca. 16-18 cm breit sein. Der Maßstab ist an 25-30 mm Figuren orientiert und sollte so bei 1:60 +/- liegen. Ist halt viel Augenmaß mit dabei... ;)

@Sergio:
Zitat
Die Treppenstufenbeleuchtung mit LED und den Trockeneiskasten nicht vergessen, damit ein schöner Nebel von oben über die Stufen wabert und irgendwo im Mondlicht taucht der weisse Schädel von Käptn Barbossa auf.  Quatsch, wir sind hier nicht im Film. Kommt gut deine Showtreppe.

ich hatte auch schon an einer geheimnisvollen "Dame in Weiß" gedacht, immerhin wird es im Heck ja auch noch ein Schmankerl geben, dass gut zu dieser Idee passen würde - von daher, lass dich überraschen - an Einfällen wirds mir gewiss so schnell nicht mangeln...  :6:

Grüße
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 12.04.2011
Beitrag von: Bradhower am 12. April 2011, 18:45:26
Aye zusammen,

die kleinen Fortschritte der letzten Tage wollen mal wieder verkündet werden:

Zunächst habe ich dem Gallionsbereich einen neuen Anstrich verpasst - French Blue :)

Außerdem wurde das Sch...haus bemalt und mit einem Guckloch versehen:

(http://666kb.com/i/bskyvbfaoiuwpfk4j.jpg)

Danach habe ich den Hauptmast gekappt, da dieser für die Showtreppe zu mächtig war. Somit wird der Hauptmast ab dem Hauptdeck etwas dünner - von ursprünglich 12 mm, auf 8-10 mm...

(http://666kb.com/i/bskywmseebe52vq8z.jpg)

Abschließend habe ich die Showtreppe verkleidet und auch schon die ersten Stützen für das Geländer angebaut. Selbiges kommt dann, wenn das dazu entsprechende höher gelegene Deck fertig ist:

(http://666kb.com/i/bskyxkzcfd6vj1qqr.jpg)
(http://666kb.com/i/bskyxvilp8pfwd677.jpg)

... und die Showtreppe am Orte ihrer Bestimmung:
(http://666kb.com/i/bskyy4p4eggr2l8kj.jpg)
(http://666kb.com/i/bskyyk9532zogyher.jpg)

... und mit dem Mast-Provisorium:
(http://666kb.com/i/bskyytdp0xat8pjtv.jpg)

als Nächstes steht dann wohl eine Runde "Das Deck beplanken" an und für den Heckbereich habe ich so einen höllischen Gedanken, den ich erst testen, aber wahrscheinlich auch schon alsbald umsetzen werde...  :6:

Fortsetzung folgt...

Gruß  :winken:
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 12. April 2011, 19:07:18
Hallo!

Hier (Klick) (http://www.foto.genova.it/03/zz03d26.htm) eine ähnliche Showtreppenlösung (Ich wusste doch, dass ich so was schon mal belaufen hatte...).  Leider ohne Mast. Macht aber nichts.
Ich freu mich auf weitere Ergebnisse!
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 12. April 2011, 19:14:48
Hallo Ulrich,

so eine Lösung wie auf der "Neptune" wäre auch meine Alternative gewesen, wenn die jetzige Showtreppe in die Hose gegangen wäre  ;). Wobei ich da wahrscheinlich schamlos bei der "HMS Lydia" aus "Des Königs Admiral" geklaut hätte - da gab es eine ähnliche Treppe, wie bei der Neptune, allerdings noch ärmer an Verzierungen, wenn ich sie richtig in Erinnerung habe.  :)

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 18.04.2011
Beitrag von: Bradhower am 18. April 2011, 19:02:05
Aye zusammen,

in den letzten Tagen, habe ich damit begonnen, den Boden der Heckkabinen zu beplanken, außerdem wurde die Ruderpinne eingebaut (natürlich ohne dabei die Beweglichkeit zu verachten).

Hier die entsprechenden Bilder:
(http://666kb.com/i/bsr2co6xyxu7lmdag.jpg)
(http://666kb.com/i/bsr2cxwhvtg0yh0aw.jpg)

Außerdem habe ich mich darin versucht den „Halbmond“ zur Auflage der Ruderpinne zu biegen bzw. aus zwei Leisten zu leimen. Hierzu habe ich mir aus einem Stück Restholz eine kleine Biegevorrichtung gebastelt. Anschließend eine halbe Stunde lang über meinen Konvektor gelegt und fertig bzw. trocken war das gute Stück:

(http://666kb.com/i/bsr2dhlp45poyv554.jpg)

Hier einmal „in Position gehalten“:

(http://666kb.com/i/bsr2d9x5f5p1qi66g.jpg)

Jetzt müssen nur die Räumlichkeiten in die Höhe gebaut und die Deckenkonstruktion gefertigt werden. Das „Schmankerl“ im Zentrum dieses Raumes wird dann gewiss auch bald enthüllt... :6:

Fortsetzung folgt…

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 18. April 2011, 21:11:22
Ich freu mich über das gezeigte und schon spitzbübisch auf das Kommende ;-)

Lieber Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 19. April 2011, 17:40:16
Zitat
Ich freu mich über das gezeigte und schon spitzbübisch auf das Kommende ;-)

Lieber Gruß, Daniel

Hallo Daniel,

freut mich das es gefällt  :) - ja, über das "Kommende" zermatere ich mir schon den Kopf, wie ich es entsprechend in Szene setze - ein Hauch von Apokalypse und Geisterbeschwörung darf es gewiss gerne sein und das alles unter dem privaten Kämmerlein des Käpitäns - es bleibt auf jedenfall spannend... ;)

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"- Update 20.04.2011
Beitrag von: Bradhower am 20. April 2011, 18:59:21
Hallo zusammen,

heute habe ich damit angefangen, die hintere Schottwand eingezogen - zunächst in Form eines Grundgerüsts, dass später verkleidet wird:

(http://666kb.com/i/bst39qtpaoprj2kau.jpg)

In der Mitte der Wand wird sich später eine Tür befinden. Aufgrund dessen, was sich später in dem Raum dahinter befinden wird, wird es allerdings keine weiteren Fenster links oder rechts neben dem Eingang geben  :pffft:. Der aufliegende Balken, wird von der Seite gedübelt und auch noch in der Höhe etwas verjüngt bzw. aufgebugt.

Ein Stückchen weiter davon, habe ich dann noch zwei Säulen zur besseren Stabilität des Deckenbalkens eingesetzt:

(http://666kb.com/i/bst3bjn8bi5zeq4au.jpg)

zwischen dem Mastfuss und der heute begonnenen Schottwand plane ich den Einbau des Steuerrads, dass dann natürlich die Ruderpinne bewegen soll - so ist zumindestens der Plan... ;)

Fortsetzung folgt...

Gruß  :winken:
Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 23.04.2011 Ein Hauch von Poseidon...
Beitrag von: Bradhower am 23. April 2011, 18:48:15
Werte Holzwürmer,

in den letzten Tagen habe ich mich mit der hinteren Kammer beschäftigt und den Decksboden ein wenig "behandelt" - hier entsteht eine kleine okkulte "Andachtsstelle", wo der Kapitän der Spirit zu Poseidon beten darf oder wen auch immer, um für gutes Wetter zu sorgen  :6:. Folglich möchte ich diesen Bereich ein wenig "anders" gestalten. Gestartet mit ein wenig Beize, um den Schiffsboden ein wenig "ungepflegt" und "düster" erscheinen zu lassen, anschließend wurde der poseidon´sche Dreizack aufgezeichnet - das Ergebnis sah zwischenzeitlich so aus:

(http://666kb.com/i/bsw4a5gounzfquh2t.jpg)
(http://666kb.com/i/bsw4avsuc4hfax71x.jpg)

ein Altar darf in so einem Fall natürlich auch nicht fehlen ;) :
(http://666kb.com/i/bsw4dhel9g596kph1.jpg)

Das war bis gestern der Stand der Arbeiten - die Andachtsstätte ist natürlich noch lange nicht fertig...  :pffft:

Heute habe ich mich dem Balken-Decken-Konstrukt beschäftigt - das Ergebnis hat sich wie folgt gestaltet:

(http://666kb.com/i/bsw4com96uzcezp4l.jpg)
(http://666kb.com/i/bsw4ebxj5rogn2ad1.jpg)
(http://666kb.com/i/bsw4f0ysqys4ptkvp.jpg)

die Längstbalken sind alle nur provisorisch festgesteckt, die beiden Querbalken habe ich heute fixiert.

So ist auch erst nur provisorisch der Halbmond für die Ruderpinne aufgesteckt:

(http://666kb.com/i/bsw4g9vtqs11pihv9.jpg)
(http://666kb.com/i/bsw4hucamhznkm96d.jpg)
(http://666kb.com/i/bsw4i36eglryk0f05.jpg)
(http://666kb.com/i/bsw4ibrj8r5bl7eut.jpg)

Als Nächstes kommen die seitlichen Balkone, die beiden hinteren Kammern erhalten ihre Wände und das Doppelsteuerrad möchte ich einbauen. Danach gehts dann auch mit der Bordwand weiter.... :)

Fortsetzung folgt...

Gruß + schöne Ostern  :winken:
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: TK5512 am 23. April 2011, 19:09:23
Hi

Ich hab ja schon viele verrückte Ideen...... :1:

Aber der Dreizack und Altar........das schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht   :7: :respekt:

Darauf wäre ich nie gekommen.
Tolle Arbeit

lg
Stef
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 23. April 2011, 19:24:06
Hi Stefan,

Zitat
Aber der Dreizack und Altar........das schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht

na dann warte mal gespannt, auf die Utensilien, die sich dort noch einfinden werden....  :6:  :pffft:

Grüße Marcel

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: TK5512 am 23. April 2011, 19:25:21
*schauder*   :woist:
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 24. April 2011, 20:02:19
Hallo Marcel  :winken:

Ganz Davy Jones like, gib nur acht, dass der alte Tentakelbart nicht die Flying Dutchman verlässt und sich auf der Spirit einquartiert :pffft:. Wie immer, ganz grosses Kino was Du uns zeigst. :klatsch:

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 24. April 2011, 20:30:46
... das Feld ist bestellt, jetzt warten wir auf die Saat des Bösen :-)

Herrlich, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 25. April 2011, 17:52:14
Zitat
Ganz Davy Jones like, gib nur acht, dass der alte Tentakelbart nicht die Flying Dutchman verlässt und sich auf der Spirit einquartiert

seitdem Hollywood den fliegenden Holländer in seinen Fingern hatte, hat er irgendwie seinen Reiz verloren - aber Arielle ist glaube ich noch unverbraucht zu haben und macht sich gewiss auch ganz gut auf dem Schiff...  :6:

Zitat
... das Feld ist bestellt, jetzt warten wir auf die Saat des Bösen :-)

da muss ich bei dem Satz doch spontan an einen gewissen Dichter denken - der u. a. sowas hier geschrieben hat ;):

Die Sonne ward vom schwarzen Flor umhüllt.
O meines Lebens Mond verlösch´ die Strahlen;
Umwölk´ dich, schlummre ein, verstumm´ in Qualen
Und sink ins Leere tief und leiderfüllt:

So lieb´ ich dich. Doch bist du heut gewillt,
Ein neuer Stern aus Schatten, neblig fahlen,
Mit deinem Glanz vor Toren hell zu prahlen,
So funkle Dolch, dein Sehnen sei gestillt!

Entflamme deinen Blick an tausend Kerzen!
Entflamme Gier in tausend rohen Herzen!
Wild oder matt, nur Lust kann dir entblühn;

Sei, was du willst, sei Nach, sei rosiges Glühn;
All meine Fiebern fühl´ ich nach dir beben;
Mein König Belzebub dein ist mein Leben!

(Der Besessene - Charles Boudelaire "Die Blumen des Bösen", S. 67)


Wenn das mal keine treffende Beschwörungsformel für das da ist...  :pffft:

Aber vorher werden Heck und Seitengalerien noch ein wenig winddicht gemacht :)

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Miniupdate 22.05.2011
Beitrag von: Bradhower am 22. Mai 2011, 17:22:22
Aye zusammen,

nach einer kurzen "Schaffenspause", möchte ich mich heute mit einem kleinen Arbeitsfortschritt zurückmelden. So habe ich damit begonnen das Steuerrad zu konstruieren. Nun gut "konstruieren" ist sicherlich etwas zu hoch gegriffen, da ich mir von der Intermodellbau in Dortmund zwei Steuerräder mitgebracht habe und sie nun langsam für ihre Bestimmung vorbereite:

Hier zunächst die Einzelteile - es musste auch mal wieder ein Fass "zweckentfremdet" werden:
(http://666kb.com/i/btpgibyc8gn543ljw.jpg)

Zusammengebaut schauts dann so aus:
(http://666kb.com/i/btpgjaqwl100mj5cs.jpg)

die Nägel werden natürlich noch gekappt. Aber so ist das kleine Konstrukt zur Zeit einfach etwas Handlicher.

Hier das Ganze noch am Ort der (vorläufigen) Bestimmung:
(http://666kb.com/i/btpgj0fvd31egqifw.jpg)

mit dieser Position bin ich aber auch noch nicht so wirklich glücklich mit. Eventuell wird der Steuerstand eine Etage höher verlegt, denn so wäre er auf der gleichen Deckshöhe, wie die Ruderpinne und in diesem Fall sogar unterhalb dieser. Angenehmer bei der Verlegung, wäre der Umstand, dass ich das Rudertau in den Boden und unterhalb des unteren Decksverlaufen lassen kann - ähnlich wie bei dieser schönen Zeichnung vom Steuerrad der HMS Victory:

(http://666kb.com/i/btpgsdop659ul3hek.jpg)
Quelle: 12 Superb Drawings of parts of the Exterior of Lord Nelson´s famous flagship H.M.S. Victory by L. Glover, 1970

Auf jedenfall stelle ich fest, dass auch bei Fantasieschiffen die Platzfrage das A und O ist, selbst für so ein Steuerrad... ;)

In diesem Sinne,
Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: alter Schwede am 24. Mai 2011, 09:48:43
Hallo Marcel,

du bist ein Hort schöner Ideen, ich erlaube mir für die Victory Anregungen mitzunehmen, eine tolle Arbeit, Chapeau.
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 24. Mai 2011, 12:36:26
Hallo Reinhard,

nur zu bedient euch - es freut mich wenn auch ein Fantasieschiff Inspiration liefert :)

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 25. Mai 2011, 06:07:29
Aye, Mr. Bradhower

Immer wieder schön hier deine Fortschritte bewundern zu dürfen :klatsch:, eine kleine Anmerkung zur Seiltrommel, das Fässchen sieht zwar gut aus :P, aber falls Du einen funktionierenden Ruderstand haben möchtest, sollte die Seiltrommel eben sein, die Seilwindungen können so nicht zu den Steuerrädern hin verrutschen und sich irgendwie verklemmen. Falls es geht, versetze den Ruderstand ein Deck höher, damit er über die Pinne zu liegen kommt, dies ergibt dann auch weniger Probleme mit der Seilführung.

LG
vom Spantvermurkser  :7:


Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 25. Mai 2011, 07:46:04
Davy - das alte Adlerauge!!!

Aberrechthater.

XXXDAn
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 25. Mai 2011, 07:53:32
Aye Daniel

Ruderstände habe ich ja schon einige gebaut, aber dafür murkse ich wie ein Grosser an den Spanten herum.  :pffft: :7:

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 25. Mai 2011, 08:05:21
Ahoi Adleraugen,

der Ruderstand ist ja nur aus fotografischen Gründen dort wo er hinkommen könnte aufgetellt worden. Er wird dann natürlich auf die Unebenheit an dieser Stelle angepasst. Wenn es so weit ist und ich mir sicher bin, dass er da auch hinpasst. Aktuell vermute ich allerdings stark, dass er doch eine Etage höher kommt. Denn das Kompass- und Kartenhäuschen muss ja auch noch irgendwo hin....  :woist:

Grüße  :winken:
Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"- Update 04.06.2011
Beitrag von: Bradhower am 04. Juni 2011, 18:44:04
... sobald die sommerlichen Temperaturen einen gewissen Siedepunkt erreichen, gefällt es dem Bradhower sich in eine kühle Ecke verkriechen zu können  :pffft:

Somit war heute mal wieder Bastelzeit angesagt, es gibt zwar nicht allzu viele Fortschritte zu zeigen. Das lag aber eher an dem Umstand, dass ich zwischendurch einmal zu Baumarkt zwecks Materialnachschub düsen musste und auch die Werkstatt mal wieder ein wenig aufgeräumt werden wollte :)

Hier aber nun die Ergebnisse des heutigen Tages - ich habe mich mal wieder an den Seitentaschen versucht und im ersten Schritt eine stabile Ausgangsbasis bzw. einen stabilen Boden gebaut:

(http://666kb.com/i/bu2p8zqnmwmmdxo1m.jpg)
(http://666kb.com/i/bu2p98yfcakl51rzu.jpg)

Aktuell bin ich noch am Schwanken bzw. immer noch am Überlegen, ob ich die Seiten offen oder geschlossen darstelle. Mein aktueller Favorit ist es, zweigeschossige Seitengalerien zu bauen, die unten geschlossen und in der zweiten Etage offen sind - ähnlich wie bei der HMS Royal George von 1715 (http://www.universitaetssammlungen.de/modell/2).

Außerdem habe ich damit begonnen, die Bordwände zum Heck hin, weiterzubauen:

(http://666kb.com/i/bu2pciotddwekqfi2.jpg)

Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 05. Juni 2011, 20:55:08
Hallo Marcel  :winken:

Da tauchen viele Erinnerungen bei mir auf, wenn ich Dich an den Seitentaschen werkeln sehe, die Dinger sind nicht ohne und sehr grosse Zeitfresser. :pffft: Ich wünsche Dir auf alle Fälle viel Geduld und good luck.  :V:

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 07. Juni 2011, 10:58:24
Hallo Sergio,

ja über die Konstruktion der Seitentaschen zermatere ich mir seit Samstag auch den Kopf. Aktuell schweben mir zwei Lösungen vor. Die eine inspiriert durch die DeAgo Vic und die dort gezeigte Konstruktion der Seitentaschen. Die andere wäre ein Balsaklotz der entsprechend bearbeitet und ausgehöhlt wird, die Fenster werden dann ebenfalls eingeschnitten. Das sollte vor allem der Schräge und der Biegung der Seitentaschen entgegenkommen. Ich werde hier wahrscheinlich einfach mal herumexperimentieren und sehen, was am besten klappt.

Das mag aber noch ein wenig dauern, weil ich bei meiner Spirit immer wieder wechselnde Arbeitsschwerpunkte habe - so fing ich doch glatt schon mit der weiteren Beplankung des Hauptdecks an...  :pffft:

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Sommerpause -
Beitrag von: Bradhower am 11. August 2011, 20:01:33
Aye zusammen,

in letzter Zeit gab es leider kaum Fortschritte an der Spirit, so dass man sagen kann: das Schiff ist im "Sommerpausen-Modus". Der Grund hierfür ist, neben dem steten Kampf um die Freizeit, eine kleine Brigg mit 22-Kanonen. Ich versuche mich seit einiger Zeit an dem Nachbau der "HMS Ontario", die im Jahre 1780 auf dem Ontariosee in einem schweren Sturm geraten und gesunken ist. Das Wrack wurde im Jahre 2008 in einem bemerkenswerten Erhaltungszustand wiederentdeckt.

Ich mühe mich an einem möglichst historisch, vorbildtreuen Nachbau des Schiffes, was mir zur Zeit sehr viel Spaß macht, aber auch viel Zeit benötigt und leider dafür gesorgt hat, dass die Spirit etwas ins Hintertreffen geraten ist. Sporadisch baue ich an dem Schiff zwar weiter, es lohnt sich aber nicht wirklich darüber zu berichten. Das hebe ich mir dann für ein größeres Update auf :6:

Dies nur als Info für euch.

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: JollyRoger am 11. August 2011, 20:41:10
Darum bau ich nur ein Schiff würd ich ein zweites beginnen besteht die Gefahr das meine Soleil nie fertig wird weil man sich immer dem neuen zuwendet und so entstehen ganze flotten von nicht fertigen schiffen.
Was ich aber bei dir nicht hoffen will, hast du vor einen baubericht von deine Ontario zu schreiben würd mich schon freuen davon was zu sehen.
mfg Christian

Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 11. August 2011, 22:19:32
Hallo Christian,

stimmt schon, zu viele Projekte sollte man nicht auf einmal am Start haben. Aber ich möchte mich ja weiterentwickeln und da ist ein Fantasieschiff, wie die Spirit zwar eine beliebte Abwechslung der besagten "Lust & Laune", aber bringt einem bei dem Ziel ein guter Schiffsbauer zu werden, nicht immer weiter.

Außerdem macht es mir mehr Spaß, eine gewisse Abwechslung durch die Spirit, Ontario und Victory zu haben - dauert dann zwar alles ein wenig länger, aber Zeit ist ja bekanntlich relativ... ;)

Zitat
hast du vor einen baubericht von deine Ontario zu schreiben würd mich schon freuen davon was zu sehen.

da die Holzwürmer hier im Forum inzwischen stark unterrepräsentiert bzw. mir schon fast als ausgestorben erscheinen, habe ich den Baubericht aktuell im Wettringer (http://www.wettringer-modellbauforum.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=33102&pageNo=1) und etwas "umfangreicher" diskutiert, im Bolitho-Forum (http://forum.bolitho-und-co.de/showthread.php/1698-Brigg-HMS-Ontario-(1780)-nach-Zeichnungen-von-John-McKay) dokumentiert.

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Sommerupdate 27.08.2011
Beitrag von: Bradhower am 27. August 2011, 18:27:55
Aye zusammen,

auch wenn die Holzwürmer hier im Forum scheinbar langsam aussterben, so ist doch zumindestens einer gewillt diesem Niedergang aufzuhalten  :14: und liefert hier mal wieder neue Bilder seiner Kopfgeburt. Da ich gestern und heute einen unbändigen Drang verspürt habe, einfach mal wieder zu basteln, ohne sich dabei einen allzu großen Kopp zu machen, wurde die gute, alte Spirit mal wieder hervorgeholt, ein wenig entstaubt und weitergebaut.

Zunächst habe ich das Hauptdeck weiter beplankt, bei gefühlten 10 Stunden Arbeit an der Beplankung leider immer noch nicht ganz fertig, aber das wird schon noch:

(http://666kb.com/i/bwfuls6gycjgpkd9v.jpg)

Nebenbei habe ich den Innenausbau des Achterdecks voran getrieben:

(http://666kb.com/i/bwfumfdq17is1tt0z.jpg)
(http://666kb.com/i/bwfumx6lmqo04bfw3.jpg)

Mangels Platz, überlege ich zur Zeit in die Stückpforten Drehbrassen einzubauen, damit ich das Achterdeck besser nutzen kann. Das raubt der Spirit zwar ein wenig an Feuerkraft, aber dafür kann man später auch durch die Stückpforten mehr sehen, wie bspw. das Steuerrad:

(http://666kb.com/i/bwfuocaxe97a1tesz.jpg)

Das ist noch unvertäut, durch die kleinen Ösen links und rechts am Schott, wird später das Tau zur Ruderpinne durchgeführt. Ist keine ästhetische Lösung, aber dafür ist die Spirit ja auch nicht bekannt...  :6:

So viel zu den "kleinen" Fortschritten der letzten 48 Stunden. Möge das nächste Update nicht zu lange auf sich warten lassen...  :pffft:

Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: dafi am 27. August 2011, 18:52:17
Marcel - wir warten - auf die dunkle Seite - du noch musst!

Immer wieder ein Genuss dich hier an dieser speziellen Stelle weiter werkeln zu sehen.

Gruß, Daniel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 27. August 2011, 19:01:17
Marcel, wir bleiben dran. Und Du bist hier nicht der letzte Holzwurm...
Lieferst aber immer wieder schöne, interessante Arbeit ab.

Grüße!
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: AnobiumPunctatum am 27. August 2011, 23:04:21
Keine Pamik, so schnell sterben die Holzwürmer schon nicht aus
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 28. August 2011, 14:03:56
Danke Männer für eure Kommentare, immer wieder eine Wonne, dass man hier nicht der einzige Holzwurm ist, der sich tief in seine Laibspeise verbissen hat...  :6:

@Daniel: Die dunkle Seite kommt hervor, wenn es von Achtern her weniger zieht   :D

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Davy Jones II am 28. August 2011, 16:43:00
Hallo Marcel  :winken:

Die Holzwürmer, sind noch nicht ausgestorben, vielleicht temporär verzogen.  :pffft: Du weisst ja selbst wie das ist, wenn man auf mehreren Baustellen tanzt.  :D Aber schön wieder mal Fortschritte an deiner Spirit bewundern zu dürfen, sie ist und bleibt eben was ganz Spezielles  :P und darum schau ich hier öfters nach dem Rechten.  :haudrauf:  :D

LG
Sergio
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 28. August 2011, 17:07:54
Hallo Sergio,

na so lange die Holzwürmer auch temporär wieder auftauchen, ist ja auch alles bestens - man muss nur genug Baustellen haben und sie auch regelmäßig betreiben...  :D

Aktuell bin ich am überlegen, ob ich das Heck der Spirit nicht wieder einreiße... es passt irgendwie nicht mit dem überein, was ich aktuell Anspruch nenne. Vor allem die Seitengalerien sind aktuell ein Ei im Nest des Kuckucks - von daher greife ich doch mal wieder zur ungeliebten Säge und versuche mich anschließend an den alten Meistern. Philip Reed hat in seinen Büchern ein paar nette Varianten des Heckbaus gezeigt und die gefallen mir zusehens besser, als diese "Verlegenheitslösung" von mir... von daher: Die Spirit lebt, wächst und gedeiht...  :6:

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit" - Update 24.09.2011
Beitrag von: Bradhower am 25. September 2011, 13:17:12
Aye zusammen,

da ich zur Zeit drei Schiffe in der Werft habe, war mir gestern mal wieder danach an allen dreien zu bauen - somit gibt es auch einen kleinen Fortschritt an der Spirit. Damit es an Achtern nicht mehr so zieht, wurden die Heckfenster eingebaut.

Um Zeit zu sparen, kam der Sekundenkleber zum Einsatz. Die Sprossen sind aus Draht, es gibt zwar auch die Variante mit bedruckten Folien - aber so hat man doch später einen besseren Blick ins Innere:

(http://666kb.com/i/bx917cmwrwak08pin.jpg)

Innenansicht - noch ohne Farbe:
(http://666kb.com/i/bx917xcw5vdfqbeb3.jpg)

Außenansicht - die wird noch mit Zierrat bestückt, wenn die gesamte Heckgalerie fertig ist:

(http://666kb.com/i/bx9189ivlftg6tkj3.jpg)

Fortsetzung folgt...

Gruß Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 26. November 2012, 20:08:05
Brad, wann kommt die Fortsetzung?
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Bradhower am 26. November 2012, 20:14:58
Hi Ullrich,

wenn mich der Freigeist wieder packt  :6:

Wobei ich befürchte, dass dann erst die Abrissbirne kreisen wird, denn einige Sachen weiß und kann man inzwischen doch besser...  :rolleyes:

Grüße Marcel
Titel: Re: Baubericht "HMS Free Spirit"
Beitrag von: Revier am 27. November 2012, 19:54:17
Wobei ich befürchte, dass dann erst die Abrissbirne kreisen wird, denn einige Sachen weiß und kann man inzwischen doch besser... 

Warum denn, es ist ja die beste Lehrstudie, die Du Dir selbst erarbeitest!