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Autor Thema:  Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?  (Gelesen 708 mal)

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momos

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Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« am: 12. März 2021, 08:38:37 »
Moin die Herren !

Ich habe im Zusammenhang mit meinem derzeitigen Bauprojekt von einem Hersteller die o.a. Parts bekommen. Da ich diese in einen U-Boot-Rumpf einkleben möchte, stellt sich für mich als Laien in diesem Bereich die Frage, aus welchem Material diese Teile sind (Resin ?). Falls sie aus Resin sind, wird wohl das Verkleben mit Sekundenkleber die richtige Wahl sein. Oder ?

Schönen Tag und vor allem Gesundheit für Alle !

Dietmar

Warlock

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #1 am: 12. März 2021, 08:50:58 »
Naja, wenn Teile aus einem 3D Drucker kommen kann es sich um eine Reihe von Materialien handeln.

Sicherlich ist Resin durchaus wahrscheinlich, wenn ich davon ausgehe, dass Du ein U-Boot aus Plastik (Polystyrol) baust und die Teile dazu dienen die Details zu verbessern,
Wenn es Teile für ein RC Boot sind die eine mechanische Funktion haben könnten die Teile auch aus einem anderen Material sein.
Hast Du ein Bild oder Link zu den Teilen ?

Ansonsten ist es recht wahrscheinlich, dass Du Sekundenkleber nutzen kannst. Aber eine genaue Identifikation des Materials wäre schon besser als Stochern im Nebel...
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momos

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #2 am: 12. März 2021, 09:06:24 »
Hallo Warlock,
es ist wohl wie so oft, bei Fragen stellen sich immer wieder weitere Detailfragen ein. Du hast recht, das Boot ist aus Polystyrol (Grundbausatz von Revell). Die Teile sind von rcsubs, d.h. sind auch für den Bausatz vorgesehen und in der Anleitung dargestellt. Zuerst wollte ich an einem Reststück das Kleben ausprobieren, ist aber kein überflüssiges Material übrig. Habe auch schon eine mail an die Fa. geschrieben, bislang aber leider keine Antwort erhalten. Werde wohl warten müssen bzw. meine Anfrage bei denen noch einmal stellen.
Dir danke ich jedenfalls !

Dietmar

Warlock

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #3 am: 12. März 2021, 09:32:06 »
Hi Momos,

speziell "Dein" Set kenn ich nicht, ich hab aber bei rcsubs mal allgemein bißchen rumgeschaut.

Auf dem Bild hier


Quelle: https://www.rcsubs.cz/images/Modely/XXI/XXI011.JPG

erkennt man recht gut Druckspuren. Das sieht für mich nicht nach einem mSLA/Resindruck aus.
Auch die Größe von z.B. Rümpfen spricht eigentlich gegen mSLA (wobei natürlich Kleinteile wieder aus Resin sein könnten).

Ich denke aber schon, dass Du mit Sekundenkleber zum Ziel kommst.
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Koffeinfliege

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #4 am: 12. März 2021, 09:48:45 »
Das auf dem Foto wurde mit ziemlicher Sicherheit mit einem FDM-Drucker (Heißklebepistolenverfahren ;) ) gedruckt. Das erkennt man an der Oberfläche. Aber auch für die FDM-Technik gibt es verschiedene Materialien, z.B. ABS, PETG oder PLA.

Wie Warlock schon schreibt, im Zweifel hilft die Allzweckwaffe Sekundenkleber.



jacobm

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #5 am: 12. März 2021, 10:02:33 »
Das auf dem Foto wurde mit ziemlicher Sicherheit mit einem FDM-Drucker (Heißklebepistolenverfahren ;) ) gedruckt. Das erkennt man an der Oberfläche. Aber auch für die FDM-Technik gibt es verschiedene Materialien, z.B. ABS, PETG oder PLA.

Dem kann ich aus meiner Erfahrung nur zustimmen. Ich denke auch es ist im FDM-Verfahren entstanden.
..habt Geduld. Ich lerne "immer" noch. ;-)

wefalck

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #6 am: 12. März 2021, 10:09:58 »
Resin (=Harz) ist doch kein bestimmter Werkstoff, sondern dahinter können sich Dutzende unterschiedliche Stoffe verstecken !

Zum Abgießen verwenden Modellbauer und Kleinserienhersteller meist Polyurethan- oder Polyester-Harze.

Beim 3D-Druck mit UV-härtenden Harzen werden meist Acrylharze verwendet.

Letztere lassen sich mit Aceton, Dichlormethan oder auch den üblichen Flüssigklebstoffen für Polystyrol verkleben oder besser verschweißen. Für ernsthafte Verklebung gibt es auch Konfektionierungen von unvernetzten Acrylharzen (z.B. Acrifix oder Pleximon von Evionik, früher Röhm, dem Plexiglas-Hersteller).

Polyurethan- oder Polyester-Harze lassen sich mit allen Kontaktklebstoffen (z.B. Pattex) oder Cyanoacrylat-Klebstoffen verarbeiten. Letztere gehen auch gut bei Acrylharzen, können aber zu Spannungsrißkorrosion führen.   

Warlock

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #7 am: 12. März 2021, 10:18:25 »
Beim 3D-Druck mit UV-härtenden Harzen werden meist Acrylharze verwendet.

Letztere lassen sich mit Aceton, Dichlormethan oder auch den üblichen Flüssigklebstoffen für Polystyrol verkleben oder besser verschweißen. Für ernsthafte Verklebung gibt es auch Konfektionierungen von unvernetzten Acrylharzen (z.B. Acrifix oder Pleximon von Evionik, früher Röhm, dem Plexiglas-Hersteller).

Hast Du selbst schon mal versucht Teile die aus einem mSLA Drucker kommen mit den o.g. Mitteln zu kleben?
Also mal weg von Theorie - so Richtung "eigene Erfahrung" ?
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wefalck

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #8 am: 12. März 2021, 10:37:54 »
Nein. Es geht hier aber um Materialien, nicht darum wie diese verarbeitet wurden. Wenn ich weiß, um welches Material es sich handelt, dann weiß ich auch womit es geklebt werden kann.

Man muß also beim Hersteller der Teile nachfragen, aus welchem Material sie bestehen.

Warlock

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #9 am: 12. März 2021, 10:52:25 »
Ok, danke für die Info.
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momos

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #10 am: 12. März 2021, 13:20:23 »
Hallo Warlock,
wenn Du Dich dankenswerterweise so in's Zeug legst hier der Pfad bei rcsubs: Auf der Seite von denen siehe Photo-etched sets - Sets for Revell 01566 Revell - darunter unter read more. Dann runterscrollen U-507-509, Details for lower Hull - Photo etched and 3 D print parts. Die Rahmen sind Ätzteile, die "Einsätze" für die Flutschlitze sind dann die 3 D parts aus dem mir unbekannten Material. Diese "Einsätze" haben jeweils einen hauchdünnen, wirklich hauchdünnen Rahmen der entfernt werden muss. Habe vor ca. 1 Stunde diese haarfeinen Stückchen mit Sekundenkleber auf ein Reststück Polystyrol geklebt. Hält !

Dir und den Anderen vielen Dank für die Ratschläge !

Dietmar

Warlock

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #11 am: 12. März 2021, 13:29:09 »
Das ist dann wahrscheinlich das Set hier

https://www.rcsubs.cz/images/IXC/U-67/U507-509.jpg

Aber Hautsache die Teile halten mit Sekundenkleber   :P
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Hans

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #12 am: 12. März 2021, 13:59:49 »
UV-härtende Acrylharze. Aha. Dem Geruch nach kommt das schon hin, ähnlich dem Zeug von Zahnarzt. Ist aber nicht durch Lösemittel, die Polystyrol anlösen zu knacken. Hab ich grad zur Sicherheit noch mal ausprobiert. Bei den weicheren 3D-Materialien sollte man Sekundenklebergel verwenden und dies auch unbedingt vorher testen. Auch der klebt nicht alles.
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

momos

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Re: Grundmaterial aus dem Drucker (sog. 3 D print parts) ?
« Antwort #13 am: 12. März 2021, 19:24:39 »
Hallo Warlock, hallo Hans,
Grundsätzlich ist das das Kit welches Du herausgesucht hast, es gibt aber "darunter" eben noch einen Satz für die Flutschlitze. Dieser befindet sich auf der Seite unter dem von Dir geschickten Kit. Entschuldige wenn ich mich vielleicht bei der Fundstelle nicht so richtig ausgedrückt habe, bin so eine Art Legastheniker in Sachen PC und web. Dir Hans auch vielen Dank für Deine Ausführungen. Wie bereits von mir dargestellt, habe ich das Rähmchen heute Morgen auf einem überschüssigen Stück Polystyrol mit einem No-Name-Sekundenkleber verklebt. Bis jetzt hält es. Da ich dabei bin die Öffnungen für die Schlitze zu machen und dies einige sind, lasse ich mein Probestück liegen und hoffe es hält auch in Zukunft. Werde dann berichten.

Vielen Dank nochmals und wünsche Euch ein schönes Wochenende !

Dietmar