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Autor Thema:  3D Scans von historischen Skulpturen,Denkmäler und Monumenten - Scan the World  (Gelesen 1379 mal)

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Warlock

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Hi @all,

bei MyMiniFactory gibt schon länger ein Projekt namens "Scan the World" bei dem es darum geht Skulpture, Monumente, Teile von Bauten etc. zu scannen (3D) und der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung zu stellen (STL Files). Mittlerweile gibt es es eine große Anzahl von Skulpturen aus den verschiedensten Epochen und auch allen Teilen der Erde. So findet man z.B. neben einer Büste von Louis XIV eine Stele aus Theben oder einen aztekischen Sonnenstein oder auch den komplette Eingang zu einer Festungsanlagen von Vauban und gleich hinterher einen gescannten Sarkophag inkl. Grabbeigaben aus Ägypten...
Insgesamt sind mittlerweile mehr als 12.000 Objekte in der Sammlung zusammen gekommen.

https://www.myminifactory.com/users/Scan%20The%20World

Wer historische Dioramen baut oder gerne mal eine Indiana Jones Figur mit Fundstücken versorgen möchte dürfte hier auf jeden Fall fündig werden, wobei auch die WW2 1:35 Fraktion hier einige Stücke finden dürfte.
Naja, oder falls sich jemand ganz einfach 'nen Griechen oder Römer mit abgebrochener Nase ins Regal stellen will  :D
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THX 1138

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 :P :P :P

danke für den Tip

 :klatsch:

Hans

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Ich kann noch nicht unterscheiden, wann ein 3D-Modell nun druckbar ist und wann nicht. Das dann noch Feinheiten wie Stützgitter etc ran müssen ist mir schon klar.
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

Warlock

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Die Modelle bei myminifactory sind alle zum 3d drucken gedacht (inkl. der "Scan the World").

Im Generellen würde ich mal folgende Faustregel aufstellen:

Ist es eine STL oder OBJ Datei ist sie theoretisch druckbar. In der Praxis muss man die Datei vielleicht hier und da noch reparieren oder Teile davon sind zu dünn/fein um sie im gewünschten Maßstab zu drucken (z.B. Kleider von 3d gescannten Frauen oder auch Sakkos von Männern.)



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tengel

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Ich kann noch nicht unterscheiden, wann ein 3D-Modell nun druckbar ist und wann nicht. Das dann noch Feinheiten wie Stützgitter etc ran müssen ist mir schon klar.

An Hand vom Dateityp erkennt man nicht ob ein File 3d Druckbar sind.
Das kann man nur mit Hilfe spezieller Tools wie z.B. Meshmixer oder Netfabb basic nachprüfen, oder man lädt die Datei bei einem Online-3D-Druckservice hoch.
Ein 3d-file ist druckbar, wenn es solid ist - also ein in sich geschlossenes Volumenmodell ist (quasi wasserdicht, man füllt das Modell mit Wasser und nirgends darf was rauslaufen).
Auch wenn das File vom Typ stl ist, bedeutet nicht sofortige Druckbarkeit. Der Export aus 3d Programmen nach stl prüft i.d.R. nicht ob das Modell solid ist.
Best Regards
Torsten
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mause

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In Rhino kann man das Modell dahingehend überprüfen lassen, ob noch offene Kanten vorhanden sind.
Wenn keine offenen Kanten mehr vorhanden sind, ist das Modell wasserdicht und somit auch druckbar.
« Letzte Änderung: 24. April 2021, 06:50:24 von mause »
<°JMJ-

Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen in Nordrhein-Westfalen   https://www.openpetition.de/petition/online/abschaffung-von-strassenausbaubeitraegen-in-nordrhein-westfalen

Volksinitiative für die Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen in NRW https://www.steuerzahler.de/nrw/

Hans

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Danke, reicht völlig, zumindest mir.
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Duckdalb

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Die Normalen sollten alle nach außen ragen. Die Druckbarkeit ist am Ende ein Problem der Unterteilung. Sich überschneidende und durchdringende  Polygone, die im Rendering nichts ausmachen, gehen nicht. Zusätzlich werden Überhänge und Aushöhlungen, gerade bei Statuen, gerne vergessen.

Danke für den "Scan-die-Welt"-Link. Kostenlos an bekannte Kunstwerke heranzukommen, erleichert einiges. Ich habe mal testweise einige Modelle in C4d geladen. Sie haben jeweils ca. 2-4 Millionen Polygone, sind also kaum noch nachzubearbeiten. Aber die Qualität ist erstaunlich. Für Renderings mit Texturen und Umgebung dürfte mein PC jedoch arg schwitzen, normalerweise glätte ich meine Modelle bis max. 5000 Polygone...

Das heißt, dass ein optimales Auftrennen der Statuen in druckbare Arme, Beine, Waffen usw. extrem mühsam ist. Für den Resin- oder Pulverdruck mag das eine oder andere Modell noch im ganzen Stück bleiben, aber für Würstchenleger wird es kompliziert...
« Letzte Änderung: 25. April 2021, 17:31:28 von Duckdalb »

Alex

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Interessante Sache, aber wie kommt man an die Scans? Ich meine, viele Originale werden irgendwo in einem Museum hinter Panzerglas gelagert sein. Oder kann man da einfach Kopien, die man in irgend einem Museums-Shop günstig gekauft hat, scannen und hochladen?

Es geht also nicht um die perfekte Qualität, sondern einfach darum, die Objekte prinzipiell verfügbar zu machen?

Alex
Hier ist mein Portfolio, und hier meine weiteren Berichte (<-- Upgedated am 20.9.2015)
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Duckdalb

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Bei einigen Modellen sind auch Bilder der Originale dabei. Man kann vergleichen, dass die Scans ziemlich gut getroffen sind. Viele der bekanntesten Statuen stehen nicht hinter Panzerglas (außer Nofretete vielleicht) und zudem sind viele Museumsexponate gar nicht die Originale (waren sie noch nie, die bekannten griechischen und römischen Statuen waren vorher schon Kopien, z.T. aus früheren Jahrhunderten!).

Ich vermute mal, dass der Scan selbst ein Projekt der Museen ist (so wie ja Gemäldegalerien längst digitalisiert werden), um virtuelle Rundgänge möglich zu machen. Im Zuge der Archivierung oder Restaurierung vielleicht. Als Besucher werde ich jedenfalls nicht heimlich mal eben einen 3D-Scan machen können... ;)

Ist ziemlich krass, was für ein Support nötig werden kann:



https://www.myminifactory.com/object/3d-print-ballerina-85020
« Letzte Änderung: 25. April 2021, 19:24:21 von Duckdalb »

Warlock

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Ich hab mal so bißchen quer drübergeschaut und es gibt einige Teilnehmer bei denen es sich wirklich um Museen selbst handelt wie z.B.

Musée Saint-Raymond oder das Statens Museum for Kunst . Hier gibt es auch ein paar Slides für Museen mit warum/wieso/weshalb https://cdn.myminifactory.com/static/STW_For_Galleries_Archives_and_Museum.pdf

Andere Teilnehmer scheinen (freie?) Mitarbeiter von Museen zu sein die das Scannen sozusagen privat machen.

Und dann gibt es noch Scans von dem Projekt selbst und die müssen dann entweder gute Connections haben oder exzellente Überzeugungsarbeit leisten.
Man macht nicht einfach mal die Vitrine der Lewis Chessmen auf um mal einen 3D Scan zu machen  :D

Aber wenn Du in Deiner Umgebung ein freistehendes Denkmal hast, das Equipment, die Zeit und die Lust - hau rein  :P :P :P
Wär schön wenn hier jemand über seine Scans berichten würde  :1:

@Duckdalb: Mich deucht das wäre auch mit weniger Supports gegangen  :D
« Letzte Änderung: 26. April 2021, 11:02:57 von Warlock »
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Alex

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In London haben sie auch schon für uns eine Vitrine geöffnet, damit wir ein besseres Foto machen konnten. War aber ein kleines Museum (vielmehr eine Sammlung), und wenn die Tochter unbedingt ein Quagga-Skelett für eine Schularbeit braucht...  :pffft:


Alex
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Duckdalb

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Ich habe mich nie gefragt, wie so ein Scan geht - ich sehe das nur in Dokus über Pompeji, Pariser Abwässerkanäle oder Höhlenforschung. Aber wieviel das kostet und welche Geräte man braucht, weiß ich nicht. Ungeklärt wäre auch die Rechtsfrage. Viele Statuen gehören jemandem (meist dem Land, der Stadt oder dem Museum), also: wen fragt man um Erlaubnis zur Veröffentlichung? Abgesehen davon habe ich keinen mobilen Computer für die GB Daten... ;) Aber es gibt viele Kandidaten, oft genug stehen Kunstwerke "einfach so im Park rum"...
« Letzte Änderung: 26. April 2021, 14:54:30 von Duckdalb »

Duckdalb

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Unter dem Download-Knopf kann man direkt ins Druckmenü gehen und eine Gcode-Datei erstellen lassen. Da die Statuen immer stehend plaziert werden, ist der Support meist nicht optimal. Man kann auch sonst nur den Druckertyp auswählen und ein wenig was ändern, aber ein Ersatz für Cura ist es nicht. Immerhin...