*Fertig* Das Modell der Brigg Irene 1:50

Begonnen von jaerschen, 28. August 2006, 00:52:21

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jaerschen

Hallo

@Marcus
ZitatWarum nimmst Du aber für aufgeschossene Tau nicht einfach ein anderes, farblich und von der Struktur her ähnliches? Würde das auffallen?
Herbert hat hier vollkommen recht, man würde es auf jeden Fall marken da Naturfasergarneben anders aussiht als das synthetische.

@modellbaufan
ZitatÜbrigens Philip Reed hat das zu seiner Majestic fast genauso gemacht - nur mit dem Unterschied, dass er bei 1:144 Kupferdraht verwendete und den Draht 'einfach' so hingebogen hat.
Ja, der gute alte Phil. Ist eines meiner Lieblingsbücher. Hier lernt man am Besten wie man mit einfachen Schablonen sich das Leben leichter machen kann.. Aber in Bezug auf die aufgeschossenen Taue hatte er es einfacher, Kupferdraht bleibt besser in der Form die man ihm gegeben hat.

@Herbert
ZitatSteht schon fest welches? - Selbstgemachtes? - Was war/ist jetzt eigentlich das Problem mit dem jetzigen Garn?
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es zu elastisch, richtig?
Ich denke schon. Laszlo, der die Flämische Galeone baut (siehe Modellmarine), hat jemanden an der Hand der hochwertiges Takelgarn aus Naturfaser herstellt und das in fast allen gewünschten stärken. Die Preise sind auch sehr human. Dieses wird dann wahrscheinlich zum Einsatz kommen.
Die Problematik des Kunstgarns iat diese das es sich sofort wieder komplett auftrullert wenn man es nicht richtig fixiert. Eben dieses fixieren ist wesentlich schwieriger als bei Naturfasergarn.
Ausserdem ist es fast unmöglich durchhängende Taue vernünftig darzustellen. Der Verlauf ist in sich dann sehr "wellig" und nur mit entsprechendem Aufwand eiigermaßen in den Griff zu bekommen. Betonung liegt hier auf einigermaßen.
Nächstes Problem ist das es relativ schnell an Spannung verliert und lappelig wird. Taue die eine gute Spannung hatten sind mittlerweile viel zu lappelig. Ein Umstand der nur mit immensem Aufwand jetzt zu korrigieren wäre.

ZitatDem kann ich nur beipflichten: Wunderschön! - Ich hoffe, es kommen doch noch ein paar Beiträge...  pffft
Diesmal überredest du mich nicht zu weiteren Missetaten   :2: :D  ;)
Gruß
Jürgen :winken:


Im Bau:
HMS Triton 1773 1/48

hwe

Hallo Jürgen,

Zitat von: jaerschen in 19. Dezember 2008, 12:41:35
Hallo

@Herbert
ZitatSteht schon fest welches? - Selbstgemachtes? - Was war/ist jetzt eigentlich das Problem mit dem jetzigen Garn?
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es zu elastisch, richtig?
Ich denke schon. Laszlo, der die Flämische Galeone baut (siehe Modellmarine), hat jemanden an der Hand der hochwertiges Takelgarn aus Naturfaser herstellt und das in fast allen gewünschten stärken. Die Preise sind auch sehr human. Dieses wird dann wahrscheinlich zum Einsatz kommen.
Das hört sich gut an! - Spart wahrscheinlich auch eine Menge Nerven und zeit, wenn man sich die Grarne passend fertig kaufen kann.
Zitat
Die Problematik des Kunstgarns iat diese das es sich sofort wieder komplett auftrullert wenn man es nicht richtig fixiert. Eben dieses fixieren ist wesentlich schwieriger als bei Naturfasergarn.
Ausserdem ist es fast unmöglich durchhängende Taue vernünftig darzustellen. Der Verlauf ist in sich dann sehr "wellig" und nur mit entsprechendem Aufwand eiigermaßen in den Griff zu bekommen. Betonung liegt hier auf einigermaßen.
Nächstes Problem ist das es relativ schnell an Spannung verliert und lappelig wird. Taue die eine gute Spannung hatten sind mittlerweile viel zu lappelig. Ein Umstand der nur mit immensem Aufwand jetzt zu korrigieren wäre.
Tuschel, tuschel.... soll ich dir mal einen alten "Indianertrick" verraten?

Nimm einfach mal eine kleine Schale (Glas tuts auch) mit Wasser und einen sauberen, dicken Pinsel.

Dann mach' den Pinsel nass und streich' mit dem Wasser das zu sehr durchhängende Tau ein.

5 Minuten weggucken und dann mal wieder hingucken...  :6:
Zitat
ZitatDem kann ich nur beipflichten: Wunderschön! - Ich hoffe, es kommen doch noch ein paar Beiträge...  pffft
Diesmal überredest du mich nicht zu weiteren Missetaten   :2: :D  ;)
Doch! - Die mit dem Wasser!  X(

Ciao,

HWE
:mariinee:

jaerschen

Und wieder gibt's eine kleine Verzögerung beim Bau. Schuld sind diesmal die Anker, die ich normalerweise schon am Modell montiert haben wollte. Die Anker hab ich schon relativ früh im Zubehör gekauft (schon kurz nach Baubeginn) und zu dieser Zeit eigentlich für schön befunden. Als sie jetzt wieder das Licht der Welt erblickten und einer neuerlichen Begutachtung unterzogen wurden, war das Ergebnis nicht mehr so positiv.

Der Ankerschaft war bei beiden Ankern ziehmlich verbogen, was auf dem Bild nicht so richtig zu erkennen ist. Außerdem ist der Ankerstock aus einem Stück (real waren es zwei) und dessen Maserung verläuft in die falsche Richtung. Hinzu kommt auch noch das ich nur zwei gekauft hatte aber drei Stück brauche und das sie eigentlich zu klein sind.

Das I-Pünktchen war dann noch das Ergebnis einer versuchten Korrektur das Ankerschafts

Naja, hätte ich mir denken können das man Spritzguss nicht kalt verformen kann.

Nach reiflicher Überlegung überwand ich mich dann Neuland zu betreten. Und zwar die Anker selbst aus Zinn zu gießen. Hierzu gibt's im Internet ja genug Infos. Hauptbeweggrund war die Tatsache das alle drei Anker der Irene gleich groß waren.
So, als erstes musste eine Form her. Für dessen Herstellung wiederum galt es erstmal ein Rohling herzustellen. Der Anker ist im Buch von Petrejus Maßstabsgetreu abgebildet. Also musste ich diesen nur auf ein selbstklebendes Etikett (ich benutze A4-Etiketten) drucken, auf entsprechende Holzteile kleben und diese dann bearbeiten.


Nach der entsprechenden Bearbeitung und dem Zusammenleimen kam dann dies als Ergebnis heraus

Die rote Farbe diente zum besseren Erkennen der Anfasung.

Mit diesem Rohling hab ich dann die folgende Form aus Silikonkautschuk hergestellt. Hierbei hab ich ein wenig von Laszlo (flämische Galeone) abgekupfert der mir vor geraumer Zeit eine ähnliche gezeigt hat.


Normalerweise sollte aus dieser Form ein kompletter Anker herauskommen. Leider lief das Zinn aber nicht in die sehr engen Vertiefung für die Flunken (Waagrechte Platten auf den Ankerarmen).
Aus diesem Grund hab ich diese dann wieder vom Rohling entfernt und zum Gießen in der Form belassen, so das dann dieses Ergebnis zum Vorschein kam.

Oben links sind man wie ich das Zinn mit dem Eislöffel meiner Frau und dem Fonduebrenner zum Schmelzen gebracht habe. Im übrigen hab ich stinknormales Lötzinn verwendet, da nichts anderes so schnell zur Hand war.

Danach folgte dann die Herstellung der Flunken aus Zinkblech.....


und der Ankerstöcke


Und so sieht das Ganze dann Zusammengebaut aus.

Die Flunken sind mit einem Spezialkleber aufgeleimt

War zwar ein riesen Aufwand, denke das es sich aber gelohnt hat.
Gruß
Jürgen :winken:


Im Bau:
HMS Triton 1773 1/48

Nelson1805

Oh ja, das hat sich eindeutig gelohnt. Das sind richtige kleine Prachtstücke. So einen Anker kann man nicht im Zubehörhandel kaufen.

:P :P :P :P Wirklich top! Mittlerweile fallen mir in diesem Forum die Augen raus
"As a ship is undoubtedly the noblest and one of the most useful machines that ever was invented, every attempt to improve it becomes matter of importance, and merits the consideration of mankind." Thomas Gordon, Principles of Naval Architecture (1784)

Im Bau:
- Colombo Express, 1/700, Revell
- HM Cutter Sherbourne, 1/64, Caldercraft

AnobiumPunctatum

:winken:  Christian

in der Werft: HMS Triton 1773, Maßstab 1/48

"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

Uwek

Toll! Hat sich wirklich gelohnt!

Nur eine kleine Anmerkung: zwischen den Flunken und den "Ankerarmen" würde ich noch etwas kleber einfügen, um die Fuge etwas auszufüllen! Die Flunken waren meines Wissens ja keine flachen Platten, sondern waren alles zusammen aus Guss.....

modellbau.fan

Einfaches Lötzinn !!!  8o ... das kommt auf die Merkliste!  :P

CU modellbau.fan  :winken:

Uwek


jaerschen

Erstmal Danke an alle für die Blumen

@Uwe
ZitatNur eine kleine Anmerkung: zwischen den Flunken und den "Ankerarmen" würde ich noch etwas kleber einfügen, um die Fuge etwas auszufüllen! Die Flunken waren meines Wissens ja keine flachen Platten, sondern waren alles zusammen aus Guss.....
Hab mal eine Skizze aus dem Buch von Petrejus abgenknipst. Ich denke du meinst die rot eingekreiste Stelle.

Dies ist zustandegekommen weil das verwendete Zinkblech ca 2-3 zehntel Millimeter zu dünn ist. Dadurch steht die Spizze des Ankerarms etwas hervor. Ich werde sie auf die Höhe der Flunken abschleifen, dann dürfte man nichts mehr sehen. Danke für den Hinweis.
Was den Aufbau eines Ankers möchte ich ein paar Zeilen aus dem Buch anführen.
Ein Anker bestand aus einer Reihe zusammengeschmiedeter Eisenstäbe. Der Schaft war rund oder achtkantig mit Ausnahmedes Kopfendes , das als Vierkant geschmiedet war, um so ein Drehen des dort angebrachten Stockes zu vermeiden. Die Verbindungsstelle zwischen Schaft und Armen nannte man  das Kreuz. Die Flunken oder Hände bestanden aus breiten dreieckigen Platten, die etwas in die doppelt so langen Arme eingelassen und mit ihnen vernietet waren
Nun stellt sich die Frage ob generell alle Anker so gebaut waren oder auch welche aus einem Stück hergestellt wurden. Petrejus gibt jedoch keinen alternativen Aufbau an.
Gruß
Jürgen :winken:


Im Bau:
HMS Triton 1773 1/48

jaerschen

Warum denn in die Ferne schweifen wenn das Gute ist so nah.
Auf Modellmarine, und zwar genau Hier, sind die Anker sehr gut zu erkennen.
Da hat man die schönsten Beispiele praktisch vor der Haustür und sieht sie nicht.  :15:
Gruß
Jürgen :winken:


Im Bau:
HMS Triton 1773 1/48

jaerschen

Hallo,

hab da ein Problem bei dem ich eure Hilfe bräuchte. Es geht um das Anbringen des Ankers. Petrejus beschreibt hier sehr genau wie der Aufgepentert wird. Jedoch schreibt er auch das man den Anker nicht auf der Back aufliegen lassen sollte da dies bei Kriegsschiffen nur selten der Fall war. Hab den Anker mal provisorisch hingehängt und das sieht dann wie folgt aus:

Klar, da wo die Spitze anliegt würde sich noch der Schweinsrücken befinden, kann mir aber nicht vorstellen das dies so war. Die Spitze drückt ja fast im rechten Winkel dann auf den Schweinsrücken.
Versuch ich den Ankerarm mehr parallel zum Rumpf verlaufen zu lassen ergibt sich folgendes Bild:

Der Schaft entfernt sich zum Bug hin vom Rumpf und die Porteurleine befindet sich nicht mehr in der vorgesehenen Klampe.
Auch existieren mehrere Bilder von Modellen der Irene (auch Museumsmodelle) bei denen der Anker auf die Back aufgesetzt ist. Dies würde alle Probleme lösen.
Was würdet ihr zu diesem Fall sagen?
Gruß
Jürgen :winken:


Im Bau:
HMS Triton 1773 1/48

Marcus.K.

Hallo Jaerchen,

zu aller erst nochmal: wunderschöne Anker, ein wunderschönes Modell!

Also ohne die Antwort zu kennen: aber bei deinem Bild 1 bestünde doch beim Ankerfallen lassen die Gefahr, dass der Ankerstock, der unten am Rumpf anliegt, hinter dem Tau zum Bugspriet (weiß den Namen nicht) verklemmt und das Stehend Gut hier abreißt, oder? Man müsste also beim Ankerfallen lassen erst denoberen Teil des Ankers anheben bis der Ankerstock über dem Stehenden Gut weg wieder runter kann ...

Bei beiden Vorschlägen sind auch die vordersten Stückpfortendeckel nicht zu benutzen. Das halte ich für fragwürdig.

Daher denke ich: in jedem Fall wird man den Anker höher hängen haben. Den Ankerstock dichter und dem Kragarm - und die Fluke sicher höher am Reling-Rand - wenn nicht darüber weg, wie Du schon andeutest.

Bin gespannt, was die wirklichen Experten denken ...


maxim

Hmm, hatte die Irene nicht auch so vier oder fünf Anker? Zwei oder drei davon an den Rüsten des Fockmast und zwei auf der Back - oder zumindest auf der Höhe der Back festgemacht? So wie auf Seite 83 des Irene-Buchs (Abbildung einer Brigg der Cruizer-Klasse)?
Im Bau: Eisbrecher Fyodor Litke (1/700, Brown Water Navy Miniatures)


Model Mariner

Zitat von: jaerschen in 09. Januar 2009, 11:47:52
Hallo,

hab da ein Problem bei dem ich eure Hilfe bräuchte. Es geht um das Anbringen des Ankers. Petrejus beschreibt hier sehr genau wie der Aufgepentert wird. Jedoch schreibt er auch das man den Anker nicht auf der Back aufliegen lassen sollte da dies bei Kriegsschiffen nur selten der Fall war. Hab den Anker mal provisorisch hingehängt und das sieht dann wie folgt aus:
....................................Was würdet ihr zu diesem Fall sagen?

Hallo Jürgen,

gute Arbeit :klatsch:

häng' den Anker wie in Bild 1 auf, aber etwas höher, so dass die Geschützpforte frei ist. Wenn der Anker gesichert war, hing er nicht mehr am Haken unter dem Cathead (siehe Brian Lavery, The Ship of the Line Vol II).

:winken:

Klaus

maxim

Im Bau: Eisbrecher Fyodor Litke (1/700, Brown Water Navy Miniatures)


AnobiumPunctatum

Ich habe vorhin im Lavery nachgesehen. Deine Anker sind richtig gut. Insbesondere die Konstruktion des Ankerstocks ist prima.

Schau mal zur Befestigung der Anker im Mondfeld (bei meiner Ausgabe Seite 204) nach. Gerade die unteren 3 Zeichnungen zeigen die Anordnung im frühen 19. Jh. sehr schön.
:winken:  Christian

in der Werft: HMS Triton 1773, Maßstab 1/48

"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

HWB

Hi Jürgen,

ich schließe mich Model Mariner an und würde einen modifizierten 1. Vorschlag wählen. Vielleicht helfen dir folgende Abbildungen weiter. Stammen alle aus J. Harland "Seamanship in the age of sail"




:winken:
Holger

Im Bau: holländische Fregatte "Wapen van Edam" von 1644

In Planung:
HMS Royal Katherine 1664 Eendracht 1654

jaerschen

#492
Wow, das nenn ich Informationsflut  :1:

Es wird auf jedenfall wie von Klaus vorgeschlagen durchgeführt, auch da die Hinweise von Christian und Holger dies untermauern. Ist aber doch irgenwie komisch das die allermeisten Briggmodelle den Anker auf die Back setzen.  ?(

ZitatHmm, hatte die Irene nicht auch so vier oder fünf Anker? Zwei oder drei davon an den Rüsten des Fockmast und zwei auf der Back - oder zumindest auf der Höhe der Back festgemacht? So wie auf Seite 83 des Irene-Buchs (Abbildung einer Brigg der Cruizer-Klasse)?
Im Buch steht das Brigg-Sloops mit 370 to aufwärts drei große Anker von je 1016 kg fuhren. Allerdings schreibt er nicht wo der kleinere Stromanker ( 356 kg) verblieb (unter Deck oder auf der Rüste). Ich gehe mal davon aus das nur die Hauptanker, sprich die 3 großen, am Bug befestigt waren. Außerdem besaß sie aber auch einen Warpanker mit 178 kg.
Außerdem beschreibt er auch das zur Zeit der Irene britische Kriegsschiffe mit mehr als 20 Kanonen, Ostindienfahrer und ähnliche Schiffe 4 große Anker hatten. Zwei an den Kranbalken und zwei auf den Rüsten als Reserve.

Zitat(siehe Brian Lavery, The Ship of the Line Vol II).
Leider besitz ich nur Vol I. Vol II steht aber schon auf meiner Wunschliste.

Vielen Dank für die ganzen Hinweise.
Gruß
Jürgen :winken:


Im Bau:
HMS Triton 1773 1/48

jaerschen

Hallo Leute, das Ende ist gekommen  ;(

Zum Abschluss möchte ich noch ein kleines Fazit schreiben.

Zuerst möchte ich mich bei jedem der mir hier mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat recht herzlich bedanken. Ohne euch währe ich auf jeden Fall nicht so weit gekommen und die Irene wäre, auch wenn sie bei weitem nicht perfekt ist, nicht so schön geworden (mir gefällt sie jedenfalls). Eigentlich ist es sehr schwer hier jemanden hervorzuheben. Trotzdem möchte ich ein kleines Extralob an Burkhardt aussprechen, der mir die Karronaden ohne großes Aufheben fertiggestellt hat. Ich möchte dies hervorheben weil mich diese Dinger fast zum Aufhören bewegt haben und ich nur durch diese Aktion wieder den Anschluss fand.

Viele werden sich Fragen warum ich nicht mit einem kleineren Fahrzeug die ersten Stehversuche gemacht habe. Im Nachhinein bin ich froh kein kleineres Fahrzeug als Einstiegsmodell gewählt zu haben. Weniger wegen der Arbeiten am Rumpf, sondern mehr wegen der Takelage. Hier liegt die Hauptlast der gemachten Erfahrung. Ich muss gestehen dass mir dies, selbst beim Beginn des Auftakelns, in keinster Weise bewusst war. Ich kann jedem Einsteiger in den historischen Schiffsmodellbau nur raten sich schon im Vorfeld über die Takelage so genau wie irgend möglich zu informieren. Dadurch kann man sich viel Ärger ersparen, Zeit sparen und auch seine Nerven immens schonen. Hauptaugenmerk lege ich hierbei auf das Anbringen von benötigten Klampen oder Blöcke zum Umlenken des laufenden Guts, die in der Takelage des stehenden Guts befestigt werden müssen. Es geht sogar soweit das manche Details der Takelage eventuell nicht mehr angebracht werden können.
Was die vielen Anregungen und Tipps betrifft waren wirklich sehr viele dabei die ich auch eins zu eins umgesetzt habe. Auf jeden Falls sollte man aber immer nach Wegen und Techniken suchen die den eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten angepasst sind. Ich bin sogar davon überzeugt das man nur dann in der Lage ist ein vernünftiges Modell zu bauen.
Der wichtigste Aspekt ist aber, denke ich jedenfalls, jeder sollte einen Baubericht in einem Forum wie diesem schreiben. Die Motivation die man hier aufgrund des Lobs, der konstruktiven Kritik und der vielen Tipps erhält ist unbezahlbar.

So, nun noch die letzten Fotos mit den abschließenden Feinarbeiten.
Beginnend mit den Ankern



Die Reling der Marsen sind endlich an ihrem Platz


Die Beiboote sind festgezurrt

Eigentlich ist das obere Boot nicht am richtigen Platz und sollte am Heck hängen. Ich möchte aber den Heckspiegel nicht verdecken und habe es jetzt kurzerhand hier verstaut, was höchstwahrscheinlich nicht korrekt ist.

Die Butluve sind verspannt


und die Leesegelspieren sind montiert



Natürlich könnt ihr, falls ihr noch etwas sehen könnt das berichtigt werden sollte, dies noch sagen. Ich werde es dann noch korrigieren aber keine Fotos mehr zeigen.

Also dann tschüß, hat mir riesigen Spaß gemacht. Wir sehen uns dann wieder beim Baubericht der Triton.
Gruß
Jürgen :winken:


Im Bau:
HMS Triton 1773 1/48

HWB

Gratulation Jürgen  :klatsch: :klatsch: :klatsch: :klatsch:
Für ein Erstlingswerk eine wahre Pracht, aber das hatten wir ja schon.....

Falls du das Modell nach Wilnsdorf bringst, kann ich dort noch ein paar Fotos schießen.

So, nach den Aufwärmübungen bin ich auf die Triton gespannt  :D ;)



:winken:
Holger

Im Bau: holländische Fregatte "Wapen van Edam" von 1644

In Planung:
HMS Royal Katherine 1664 Eendracht 1654

Marcus.K.

Ich kann mich nur staunend anschließen. Ich hoffe, mein 10tes könnte mal so einen Eindruck machen ...

Einfach genial! Ich frage mich, wie man sich nach so einem tollen Ergebnis noch steigern will?
Ein wunderschönes Schiff!  :P  :klatsch:  :winken:

modellbau.fan

... NEEEEIIIIN ... soll dieser Baubericht wirklich zu Ende sein?  :12:  ;) Absoluter Respekt, die Messlatte ist wieder ein gewaltiges Stück in die Höhe gehoben worden ... beneidenswert!
CU modellbau.fan  :winken:

AnobiumPunctatum

Hallo Jürgen,

:respekt: :klatsch: ganz großes Kino.


Zitat von: HWB in 22. Januar 2009, 22:26:58
Falls du das Modell nach Wilnsdorf bringst, kann ich dort noch ein paar Fotos schießen.

Jupp, ich würde mich freuen, wenn Du das Modell auf dem MM-Stand noch einmal präsentieren würdest.
@Holger, Du bist natürlich auch herzlich eingeladen.

Trotzdem könntest Du noch eine schöne Fotogalerie des fertigen Modells mit einigen Gesamtansichten erstellen.

Zitat von: HWB in 22. Januar 2009, 22:26:58
So, nach den Aufwärmübungen bin ich auf die Triton gespannt  :D ;)

Melde Dich bei mir, dann können wir uns abstimmen. Hältst Du Dich am MSW-Entwurf oder planst Du auch einige von meinen Änderungen ein?


:winken:
:winken:  Christian

in der Werft: HMS Triton 1773, Maßstab 1/48

"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."

maxim

Super!  :klatsch: Mehr Photos! Insbesondere mehr Photos vom gesamten Schiff!

Es ist toll, wenn man ein derart detailliertes und originalgetreu bemaltes Modell anschauen kann.

Ich freue mich schon darauf sie dann selbst zu sehen. Da sollte ich wohl meine Grasshopper neu takeln, so dass sie sich als Vergleich der beiden Bauzustände sehen lassen kann.

Ich bin schon auf die Triton gespannt!  :P
Im Bau: Eisbrecher Fyodor Litke (1/700, Brown Water Navy Miniatures)


jaerschen

#499
Erstmal Danke für die Blumen.
Allerdings Denke ich daß das Ergebnis Für ein Erstlingswerk zwar ganz gut ist, für ein Folgewerk aber ne ganze Schippe noch draufgepackt werden muss. Wird man sehen ob mir dies bei der Triton gelingt.

ZitatFalls du das Modell nach Wilnsdorf bringst, kann ich dort noch ein paar Fotos schießen.
ZitatJupp, ich würde mich freuen, wenn Du das Modell auf dem MM-Stand noch einmal präsentieren würdest.
Wilnsdorf ist schon fest bei mir eingplant. Das ich die Irene mitbringen soll freut mich natürlich sehr.

ZitatTrotzdem könntest Du noch eine schöne Fotogalerie des fertigen Modells mit einigen Gesamtansichten erstellen.
Habe ich noch geplant. Das macht aber jemand der ein büschen besser knipsen kann wie ich.

ZitatMelde Dich bei mir, dann können wir uns abstimmen. Hältst Du Dich am MSW-Entwurf oder planst Du auch einige von meinen Änderungen ein?
Ich melde mich bei dir, steht ganz oben auf meinem Terminkalender.

ZitatIch freue mich schon darauf sie dann selbst zu sehen. Da sollte ich wohl meine Grasshopper neu takeln, so dass sie sich als Vergleich der beiden Bauzustände sehen lassen kann.
Dann musst du aber auch die Taue des stehenden Guts kleiden  :D
Gruß
Jürgen :winken:


Im Bau:
HMS Triton 1773 1/48