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Tipps und Tricks* => Airbrush, Painting, Altern => Thema gestartet von: Pegasus_HH in 22. Dezember 2012, 00:42:00

Titel: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: Pegasus_HH in 22. Dezember 2012, 00:42:00
Hallo ihr Lieben,

ich habe mich heute auch mal an die Revell Color Farben getraut und wenn ich ehrlich bin, weiss ich nicht, was ich davon halten soll.

Es begann damit das auf der Verpackung stand, ich solle gut schütteln. Ich schüttelte, bis ich fast nen Tennisarm hatte, aber eigenartigerweise war kein plätschern (wie ich es von den alten Revell und Humbrol Döschen kenne) zu hören. Das die Tamiya Gläser sich anders anhören, ist ja klar, Glasbehälter haben nen anderen klang. Aber ich meinte irgendetwas müsste ich hören...

Nach geschätzten 10 Min. habe ich dann gedacht nun muss es genug sein. Ich habe die Aufkleber an der Seite durchgeschnitten und den Deckel geöffnet. Der Geruch war angenehm unaufdringlich, aber der Inhalt machte eher den Eindruck von Fertigspachtelmasse. Glücklicherweise hatte ich vor einem 1/4 Jahr, als ich die Farben gekauft habe auch Aqua Color Mix "2 in 1" gegönnt und versucht die Masse in streichbare Farbe zu verwandeln.

Das Ergebnis war nicht überzeugend. Die Farbe ist nun zwar annähernd streichbar (mehr Verdünner geht nicht rein, sonst kriege ich den Deckel nicht geschlossen). Aber trotzdem die Farbe eher dickflüssig ist deckt sie auf gleichmäßigen Stellen eher schlecht als recht.

Außerdem ist mir aufgefallen, egal wie lange man rührt, wenn ich den Rührstab tief in die Farbe tauche, kommen dunkle fast schwarze schlieren zum vorschein. Dann rühre ich weiter, tippe mit dem Stab auf den Boden der Dose und es kommen wieder dunkle schlieren...

Die Farbe um die es hier geht ist Olivgrau Matt 36166 und ich habe 2 Dosen davon, die sich beide gleich verhalten.

Meine Frage ist nun, ist das bei den Farben immer so?

Und noch eine Frage: Kann man irgendwie erkennen, wann die Farben "abgelaufen" sind?

Auf den Verpackungen konnte ich kein Datum entdecken... Gut, das konnte ich bei den bisher genutzten Farben auch nicht finden, aber die haben auch nie solche Probleme gemacht...

Liebe Grüße

Pegasus
Titel: Re: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: Der Hoff in 22. Dezember 2012, 00:54:40
Ist leider so, da ist bei den Kleinen jede Farbe eine neue Herausforderung. Bei den Mattfarben ist die Konsitenz eher dicker, und wenn du die schüttelst wirst du auch nicht viel hören, denn die Konsistenz ändert sich meiner Meinung nach nicht wirklich. Was du machen könntest, ist eine kleine Schraubenmutter in die Farbe zu wrfen und dann Deckel zu und schütteln. Hab da aber auch die Erfahrung gemacht, dass dann doch noch schlieren hervorkommen. Man muss wohl damit leben.

Wenn ich mit den Farben arbeite, dann tunk ich den Pinsel vorher in ein Wasser/Spühli Gemisch.

Titel: Re: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: Wolf in 22. Dezember 2012, 00:56:18
Die Aqua Farben sind schon mal ein wenig pastös. In der Regel reicht es wenn man Wasser hinzugibt. Wenn es halt innerhalb des Döschen nicht geht, dann gibt man soviel Farbe wie man benötigt zum lackieren benötigt in einen Extrabehälter und verdünnt dann dort.
Titel: Re: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: Gilmore in 22. Dezember 2012, 01:31:22
So wie Wolf schon schreibt, ein Extrabehältnis zum Mischen und Rühren ist besser als im Farbtopf herumrühren, wenn der bis zum Stehkragen voll ist. Ich verwende zum Mischen gern die weißen Schraubkappen von Milchtüten, (meine Mutter sammelt die immer für mich) es gehen aber auch andere kleine Behältnisse. Zum Rühren nehme ich gern Zahnstocher, deren Spitze ich abgetrennt und den Stumpf rundgeschliffen habe, damit erziele ich immer recht gute Ergebnisse.
Titel: Re: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: Pegasus_HH in 22. Dezember 2012, 11:30:59
Hallo,

danke schon mal für Eure Hinweise. Das der Napf beim zuführen von Verdünner irgendwann so voll wird, das ich ihn nicht mehr zu bekomme, hat mich ein wenig überrascht. Ich bin ja nicht davon ausgegangen, das ich bei einer jungfräulichen Farbe so viel auffüllen muss, das es fast überläuft.

Zum umrühren nutze ich seit Jahren, den Stiel eines ausrangierten dünnen Pinsels. Damit habe ich bis dato eigentlich alles zufriedenstellend verrührt bekommen.

Also die meisten Dinge, die ich an dieser Farbe als ungewöhnlich empfinde, sind Euch ja scheinbar auch schon aufgefallen. Also wie Microsoft so schön sagen würde: It´s not a bug, it´s a feature!

Insofern muss ich halt für mich die Entscheidung treffen, ob ich damit Leben möchte oder ob ich bei den "alten" Farben bleibe...

Vielen dank für Eure Meinung

Pegasus
Titel: Re: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: Triggerhappy in 22. Dezember 2012, 13:15:01
Die Aqua-Color-Farben von Revell fallen sehr verschieden aus. Es gibt Töne, die nur sehr wenig Verdünnung benötigen, wie Karminrot, Gelb oder das herrlich stark deckende Blau. Und dann gibt es Töne, die eher fest als flüssig im Behälter stecken, unter anderem das angesprochene Olivgrau, das Lehmbraun oder das Nato-Oliv. Die allermeisten davon lassen sich aber mit ausreichend Verdünner in einen streich- oder spritzfähigen Zustand versetzen, wobei ich nie in der Dose mischen würde, immer außerhalb (etwa in Kronkorken oder Schraubverschlüssen von PET-Flaschen). Ausnahmen sind beispielsweise das Farngrün und das Messing, die man so stark verdünnen muss, dass sie dann praktisch nicht mehr decken. Bei den besonders zähen Fällen bringt auch das Umrühren im Behälter nicht viel. Da mache ich mit dem Zahnstoher zwei, drei Umdrehungen und lasse dann von der Masse ein paar Tropfen in den Mischbecher träufeln, der Rest kommt zurück in die Dose. Leider schließen die Behälter oft nur schwer, die Konsistenz wird also im Lauf der Zeit noch dicker. Man sollte eventuelle Farbreste von den Rändern runterkratzen (nach außen, nicht in die Dose). Wie jemand hier im Board schrub, kann es auch helfen, die kleinen Plastikhaken unter dem Deckel abzuknipsen. Man kann über die Aquas wirklich nur schwer allgemeingültige Aussagen treffen, jede Farbe braucht ein anderes Mischverhältnis. Das erschwert die Anwendung etwas, dafür sind sie überall zu bekommen, sehr günstig, da ergiebig, und lassen sich gut mit dem Pinsel verarbeiten.
Titel: Re: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: Gilmore in 23. Dezember 2012, 22:10:16
Zitat von: Triggerhappy in 22. Dezember 2012, 13:15:01
Wie jemand hier im Board schrub,
Schöne Wortschöpfung - muß ich mir merken.
Meine Oma sagte damals auch oft "frug" statt "fragte", fand ich immer wieder interessant.

Sorry - ich wollte natürlich nicht diesen Thread auf ein anderes Thema biegen. Aber ist schon richtig, die Revell Aqua-Farben sind sehr gewöhnungsbedürftig, aber wenn man einmal damit klarkommt, sind die meisten Farbtöne hervorragend. Nur große Flächen mit dem Pinsel bekomme ich noch nicht hin.
Titel: Re: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: Universalniet in 23. Dezember 2012, 22:19:54
Die Aqua Farben sollten wenn man sie schüttelt ein sattes Flap-Flap machen und nicht wie Wasser klingen. Ich stelle die Verdünnung nach Gehör ein. Dann sollten sie etwa Sahnekonsistenz haben. Das oder etwas dünner ist zum Pinseln geeignet. Für die Airbrush gehe ich auf Milchkonsistenz.

Titel: Re: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: toty7584 in 09. April 2013, 17:17:09
Hallo

Dann auch mal was Gutes zu den Farben bin zwar generell kein Freund von Revell allerdings liegt das eher am Service  sowie die so genannten Neuerscheinungen die es vor 20 bis 30 Jahren schon gab.

Also ich kann nicht verstehen das alle so viele Probleme mit den Farben haben. Ich bin sehr begeistert davon ich verdünne sie mit verdünntem Glasreiniger. Sie trocknen zwar etwas länger aber wie gesagt seht selber. Ein Bild sagt ja mehr wie 1000 worte.

Gruß
Toty7584

Titel: Re: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: Rohri in 09. April 2013, 19:05:02
HI,

als "Verfechter" der geruchlosen Aquas geb ich auch mal meinen "Erfahrungssenf" dazu.

Ich persönlich gehe immer so vor:

1: ungeschüttelt öffnen
2: Bleikügelchen hinein ( vorsicht -> keine Stahlkugel ; ich verwende Bleikügelchen aus dem Fischereibedarf )
3: kräftig schütteln ( vorher jedoch bitte wieder fest verschliessen )
4: umleeren in ein Glas-Fläschchen ( inkl. Bleikügelchen )
5: Plastik-Döschen 1/2 bis 3/4 voll mit Wasser füllen
6: wieder fest schütteln ( jetzt sollte auch die restliche Farbe ab sein )
7: dieses Dünngemisch auch ins Glasfläschchen dazu
8: Glasfläschchen nochmals vorsichtig schütteln ( ich verpacke diese in ein Stück Stoff beim schütteln )
9: Konsistenz prüfen ( gegebenenfalls weiter verdünnen )

Als Glas-Flaschen nehme ich diesselben die auch für die Gun passen. So habe ich diese auch gleich spritzfertig vorhanden. Vor dem Sprayen entferne ich jedoch meist das Bleikügelchen mit einer Pinzette. Als Verdünner nehme ich meist Leitungswasser. Da ich in 1/12 arbeite verbrauche ich solche Döschen recht schnell, bevor das Wasser "umfällt".

Hoffe es hilft....

:winken: Rohri


Titel: Re: Probleme mit Revell Aqua Color Farben
Beitrag von: Tomä1 in 11. April 2013, 19:53:32
Hallo!

Ich benütze diese Farben auch schon eine Weile und bin mehr als zufrieden. Ich nehme nicht den Original Verdünner da ich damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Wasser, sonst kam mir bis jetzt noch nichts dazu. In der Airbrush auch keine Sorgen. Soll die Farbe dicker sein, Druck hoch. Soll die Farbe dünner sein, Druck runter. Klar hats auch ma gespratzt aaaaaaber da wa die Gun nich sauber  :rolleyes:  :6:


Ich finde sie reagiert mit Wasser hervoragend. Ich hab sogar schon Washings zu Testzwecken damit gemacht. Geht prima. Ein großer Vorteil ihrer Zähflüssigkeit ist"schmeiß die ma aus versehen um" ;)

Bei Vallejo hab ich schon beobachtet das sich die Farbschicht wie Latex verhällt, Gummiartig. Kann aber auch an mir gelegen haben. Um den Hersteller geht es aber nicht.

Die Farbe hab ich auch mit zb. Vallejo gemischt und das klappt auch sehr gut.

Die Pigmente sind fein so dass damit auch trocken Malen kein Problem ist.

Gruß Tom :winken: