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MB Spezial => Vietnam Gruppenbauprojekt => Gruppenbau-Sammelboard => Vietnam-GB Bauberichte => Thema gestartet von: hakkikt am 13. Februar 2018, 10:55:06

Titel: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: noch zwei akzeptable Fahrwerkschächte...
Beitrag von: hakkikt am 13. Februar 2018, 10:55:06
Bevor der eigentliche Baubericht beginnt, möchte ich gerne ein paar Worte zur Maschine sagen, die ich darstellen möchte. Ich hoffe, ihr habt Geduld mit mir.

(https://www.scalemates.com/products/img/8/1/8/134818-11185-pristine.jpg)
Das Deckelbild von Hasegawa zeigt eine doppelte Legende:

Ein legendärer Moment: Hinter dem vietnamesischen As "Colonel Tomb" löst sich gerade die entscheidende Sidewinder von "Showtime 100", der F-4J von Randy Cunningham (Pilot) und Willy Driscoll (RIO), die mit diesem Abschuß zu den einzigen Fliegerassen der US Navy im Vietnamkrieg wurden.

Ein legendärer Pilot: Colonel Tomb, ein geheimnisumwittertes Fliegeras der nordvietnamesischen Luftwaffe, dessen Existenz allein durch die US-Funkaufklärung ermittelt wurde; in der offiziellen Propaganda tauchte er nicht auf. Späteren Erkenntnissen nach soll er überhaupt nicht existiert haben. Eine Theorie, die sein gänzliches Fehlen in allen Berichten aus Vietnam selbst fünf Jahrzehnte nach Kriegsende erklären könnte - sollte er tatsächlich existiert haben - besagt, daß es sich bei ihm um einen nordkoreanischen Piloten handelte. Da Nordkorea offiziell nie am Vietnamkrieg teilnahm, aber (wie später bekannt wurde) Piloten zur Unterstützung schickte, wäre dies ein Grund, selbst seine Existenz offiziell abzustreiten.
Übrigens: wer sich für die Jagdfliegerei der "anderen" Seite des Vietnamkrieges interessiert, dem sei das Buch "MiG-17/MiG-19 Aces Of The Vietnam War" von István Toperczer empfohlen.

Wie dem auch sei: durch eine Kette von Fehlschlüssen galt die "3020" lange als die Maschine, in der Colonel Tomb den Tod fand. Mitte der 90er Jahre, als das Deckelbild des Hasegawa-Bausatzes entstand, war wohl gerade Nguyen Van Bay (ein weiterer erfolgreicher Jagdpilot aus Vietnam) der entsprechende Kandidat; inzwischen weiß man, daß das As Yen He zumindest einige seiner Abschüsse auf dieser Maschine erzielte (es war vietnamesische Praxis, die erzielten Abschüsse pro Maschine aufzupinseln und nicht mit dem jeweiligen Piloten "mitzunehmen").

Tatsächlich gibt es ein Foto der "3020", das offensichtlich nicht von der Front, sondern von einer Art Ausstellung stammt und eine Maschine mit 7 Abschußmarkierungen zeigt (auf dem Einlaßdeckel und unter der vorderen Cockpitscheibe). Mag sein, daß die Anzahl der Abschüsse auch zur Verknüpfung mit Colonel Tomb geführt hat.
(https://northatlanticblog.files.wordpress.com/2015/10/mig-17-3020.jpg)
Der Zeichner des Hasegawa-Deckelbildes hat sich ganz offensichtlich an diesem Foto orientiert - man vergleiche nur die Lackabplatzer rechts vorne auf der 37-mm-Kanone, auf dem Grenzschichtzaun der rechten Fläche und an den Wartungsklappen oberhalb der Flächen.

Jetzt stellt sich die Frage: was für eine Tarnung sieht man auf diesem Foto eigentlich?
Typischerweise bestand nordvietnamesische Tarnung aus einem eher dunkleren Grün mit hellen Flecken, mal weißen, mal olivgrünen, mal braunen... was gerade da war. Die Tarnungen wurden nicht ab Werk aufgebracht, sondern vor Ort. Wenn man sich eine Menge Maschinen ansieht, kann man Trends erkennen, aber keinen Standard.

Dementsprechend gibt es zahlreiche Illustrationen und auch gebaute Modelle genau dieser einen Maschine, die insgesamt stark voneinander abweichen. Die statistische Mitte ist so etwas wie graugrün über mittelgrün, aber wie weiland an der Front machen die Illustratoren, was ihnen sinnvoll erscheint, und das ist nicht immer dasselbe.
Colonel Tomb stirbt nicht so leicht, und so trägt etwa die MiG-17 im US Air Force Museum in Dayton, Ohio, die legendäre rote Nummer "3020" auf einer hübschen, aber ganz und gar fiktiven Würstchentarnung:
(http://www.williammaloney.com/Aviation/USAFMuseum/ModernFlight/MiG17/images/06Mig17.jpg)

Besser gelungene Beispiele wären:
(http://www.markstyling.com/vietnam_migs/12.jpg)
oder auch
(http://img.wp.scn.ru/camms/ar/12/pics/55_3_b1.jpg)

Gar nicht schlecht lag meiner Meinung nach John Weal mit einer Illustration aus dem Jahre 1971, die übrigens in einem noch sehr jungen Flugzeugenthusiasten den Wunsch entfachte, irgendwann einmal diese Maschine zu bauen...
(http://img.wp.scn.ru/camms/ar/12/pics/55_3_b5.jpg)

Was wünscht sich der Modellbauer, um solch kreativen Überlegungen harte Fakten entgegenzusetzen? Richtig, ein Farbbild!
Und man höre und staune, es gibt eines!
(https://northatlanticblog.files.wordpress.com/2015/10/migs-3020-and-4326.jpg)
Offensichtlich am gleichen Ort und im gleichen Zeitrahmen aufgenommen.
Ein unglaublicher Glücksfall für den wahrheitssuchenden Modellbauer...
...doch wer uns Modellbauer kennt, der weiß: nur weil es ein Farbfoto gibt, hören die Fragen noch lange nicht auf. :)
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; "Colonel Tomb" läßt grüßen.
Beitrag von: hakkikt am 13. Februar 2018, 11:00:59
Farbfotos zeigen offensichtlich Farben, auf Schwarzweißfotos kann man dafür oft Kontraste und Konturen erkennen, die auf Farbfotos untergehen.
Wenn man die beiden Fotos vergleicht und sich fragt, was man hier eigentlich sieht, bekommt man Antworten, aber auch wieder neue Fragen.

Zur besseren Übersicht nochmal ein Ausschnitt aus dem Farbfoto und das Schwarzweißfoto zusammen:
(https://northatlanticblog.files.wordpress.com/2015/10/mig-17-3020.jpg)
 [ You are not allowed to view attachments ]

An der Nase ist alles noch recht einfach, man sieht die typisch nordvietnamesische Praxis. Offensichtlich eine Tarnung aus einem eher dunklen, reinen Grün als Grundfarbe mit dichten kleinen Flecken aus einem mittleren Olivgrün. Die Tarnung reicht bis unter die Flächen, es gibt offenbar keine eigene Farbgebung der Unterseite (war auch vietnamesische Praxis).

Mit der Farbe unter der Nummer 3020 fängt es an... das Grün ist sehr dunkel, dunkler als die Grundfarbe der ursprünglichen Tarnung. Wenn man sich die Cockpithaube ansieht, wird (vor allem in S/W) offensichtlich, daß diese 1. nicht die Farbabplatzer zeigt, die man am feststehenden Teil der Cockpitscheiben erkennen kann, und daß sie 2. dunkler ist.

Die offensichtliche Schlußfolgerung ist, daß hier repariert und ausgebessert wurde und die Maschine im Zuge dessen eine neue Nummer bekommen hat. So weit, so gut.

Wenn man den Blick weiter nach hinten wandern läßt, ändert sich alles. Die Tarnung besteht plötzlich aus einer (vor allem an der Leitwerkspitze) fast hellgrünen, eher fleckigen Farbe, die vor allem an der Leitwerksvorderkante einen bräunlichen Anschein bekommt, und einer satt dunkelgrünen, ebenfalls gewolkten Farbe.
 
Auch die Musterung der Tarnung ändert sich - aus ists mit den kleinen Flecken, die beiden Komponenten decken jeweils große Bereiche ab. Oder?
Sieht man genauer aufs Leitwerk (wieder: vor allem in S/W), erkennt man innerhalb der hellen Farbe eine ähnliche Fleckenstruktur wie an der Nase, nur ist sie viel schwächer im Kontrast, und die Farben sind offensichtlich heller.

Was ist da passiert? Haben zwei Leute mit unterschiedlichen Farben oder mit unterschiedlichen Spritztechniken an derselben Maschine gearbeitet?

Den Ansatz zu meiner persönlichen Antwort liefert dieses Kurzvideo. Es zeigt Wartungsarbeiten an der MiG-17F, die von Randy Ball auf Flugshows geflogen wird.
(https://i.kinja-img.com/gawker-media/image/upload/s--bbMNrT58--/c_fit,fl_progressive,q_80,w_636/ixw491h8fmrmce8ertgc.gif)
Das gesamte Heck kann zu Wartungszwecken leicht entfernt werden.

Und das ist meine bescheidene Theorie zur seltsam chaotischen Tarnung der "3020":

Die Maschine, die später die "3020" war, besteht eigentlich aus zwei Maschinen. Irgendwo hat (z.B.) eine Clusterbombe der USA getan, was sie sollte, und auf einem Stellplatz einige Maschinen beschädigt. Um wenigestens eine davon flugfähig zu machen, hat man kurzerhand das gut erhaltene Heck der einen mit dem gut erhaltene Vorderteil der anderen verheiratet - hinten eine hellere (oder auch nur ältere) Fleckentarnung, vorne eine dunklere.
Wenn man sie sehen will ;), ist die Trennlinie zwischen den beiden Rümpfen auf dem S/W-Foto knapp rechts der vietnamesischen Fahne im Hintergrund zu erkennen.

Die Maschine bekam dann eine neue Nummer, die auf einen neuen Untergrund aufgespritzt werden mußte, und da stand eben das dunkle Grün zur Verfügung. Und weil man grad dabei war oder weil die Maschine so uneinheitlich aussah oder weil die Tarnung nicht mehr zur Umgebung paßte (die Maschinen wurden oft verlegt, teilweise per Hubschrauber), wurde mit dem dunklen Grün noch darüber getarnt, ein wenig hier, ein wenig dort; und vielleicht gabs am Heck ja Stellen, an denen die Farbe weggebrannt oder großräumig abgeplatzt war.

Ich danke euch, daß ihr mir bis hierher gefolgt seid - ich mußte all das einmal loswerden. :)
Es gibt sicher weniger komplizierte Erklärungen, aber ich werde versuchen, die "3020" auf dieser Grundlage zu bauen.

Was bedeutet, daß ich jetzt damit anfangen kann. :)
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; "Colonel Tomb" läßt grüßen.
Beitrag von: MauzeTung am 13. Februar 2018, 13:48:29
Hallo hakkikt,

es ist wirklich eine wahre Freude, Deine Überlegungen, Analysen und logischen Schlußfolgerungen zu Deinem geplanten Projekt zu lesen!!! Klasse!  :klatsch:

Absolut beeindruckend diese Vorarbeit, und ich bin mächtig gespannt darauf, was uns hier erwartet!!!  :1:

Viele Grüße
Marc  :winken:
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; "Colonel Tomb" läßt grüßen.
Beitrag von: Marderkommandant am 13. Februar 2018, 15:53:01
Mahlzeit.
Ich habe beide Fotos miteinander verglichen und bin der Ansicht, dass es die identische Tarnung ist und es sich um dasselbe Flugzeug handelt. Lackabplatzer gehen nach meiner Ansicht in der größeren Entfernung zum Objekt unter - es wird unschärfer.
Beste Grüße,
Andreas
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; "Colonel Tomb" läßt grüßen.
Beitrag von: GerhardB am 13. Februar 2018, 16:41:41
.... denke mal das dein Hase Bausatz auch wennn nur im kleinen Maßstab, deutlich und wesentlich und hoffentlich besser ist als mein Hobby Boss Bausatz im etwas größeren Maßstab.
Den kannst eigentlich sofort direkt in die Mülltonne schütteln.
Auf die Lackierung bin ich dann echt gespannt, im Netz dazu gibt es einige superb gebaute und bemalte Mig-17.

Viel Erfolg  :P
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; "Colonel Tomb" läßt grüßen.
Beitrag von: ice am 13. Februar 2018, 20:44:16
Tolle Geschichtsstunde und ich finde deine Überlegung schlüssig, dass hier "aus 2 mach 1" gespielt wurde. Wenn du bei dem Modell selbst auch so eine Detailverliebtheit wie bei deiner Recherche zeigst, wird das ein Knaller und darum setz ich mich hier mal hin, greif mir das Popcorn und das Bier und genieße was da noch kommen mag.
:winken:
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; "Colonel Tomb" läßt grüßen.
Beitrag von: Scale35 am 13. Februar 2018, 22:41:24
Sehr schönes Intro  :klatsch: . Freue mich schon auf den Baubeginn  :P .
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; "Colonel Tomb" läßt grüßen.
Beitrag von: Warlock am 14. Februar 2018, 20:07:52
Sehr schöne und interessante Recherche  :P
Mit dem Background wird der Bau noch interessanter und spannender.
Ich bleib dran  :1:
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; "Colonel Tomb" läßt grüßen.
Beitrag von: Flugwuzzi am 14. Februar 2018, 21:12:39
Sehr schöne und interessante Einleitung ... da bin ich doch gespannt wie es mit dem Bau weitergeht und bleibe dran  :P

Viel Spaß beim Bau.
lg
Walter
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; "Colonel Tomb" läßt grüßen.
Beitrag von: Hajo L. am 13. Mai 2018, 10:28:36
Huhuuuu....!

Geht's noch weiter? ;)


HAJO
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; Cockpit neu aufbauen
Beitrag von: hakkikt am 12. Januar 2019, 16:26:25
Am Abend wird der Faule fleißig. ;) Ende des Groupbuilds in knapp drei Wochen...

Nicht, daß nichts weitergegangen wäre, aber irgendwas muß mich vom rechten Weg abgebracht haben; jedenfalls fasse ich mal zusammen, was bisher geschehen ist.

Außerdem muß ich hier fertigwerden, damit ich es auch genießen kann, daß Airfix ihre Ankündigung wahrmachen, eine nagelneue MiG-17F in 1/72 herauszubringen! :)

Die erste Überlegung war, daß der Problembereich Cockpit/Lufteinlauf zwar theoretisch so vorbildlich gescratcht werden könnte, wie es Eduard mit ihrer MiG-15 vorgemacht haben...
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...da wäre ich mir jedoch nicht sicher gewesen, ob das auch so hinhauen wird.  Angesichts der Fotovorlage habe ich mich dann entschlossen, den Problembereich Lufteinlaß mit einem roten Deckel zu lösen :) und mich bei der Verfeinerung aufs Cockpit zu konzentrieren.

Die Ausgangssituation. Sieht doch schon ganz gut aus, muß man da wirklich was machen?!
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Spaß beiseite: wie man am Vorbild der MiG-15 gut sehen kann (deren Weiterentwicklung die MiG-17 ist), wird die Ansaugluft für das Triebwerk in zwei Schächten mit grob ovalem Querschnitt rechts und links am Cockpit vorbeigeführt.  Das hat zur Folge, daß die Seitenwände des Cockpits gekrümmt sind.
Nach einigem Kopfzerbrechen und Versuchen mit Medikamentenröhrchen etc. ging mir auf, daß der Querschnitt der Lufteinläufe nur bis zur Ebene des Cockpitbodens eine passende Rundung aufweisen muss.  Bei der Suche nach Wandkandidaten fiel mir dieses Teil in die Hände:
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Wer erkennts?

Es handelt sich um den inneren Flügelteil der A-10 von Matchbox, deren Rumpf schon lange verblichen war.  Die Krümmung paßt auf der notwendigen Länge zumindest nach Augenmaß...
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...und es ist Polystyrol, und ich habe zwei davon, also Treffer!

Die Teile werden erstmal auf Höhe geschnitten und zur Seite gelegt.
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Dann werden eine Vorder- und eine Rückwand etwas zu groß ausgeschnitten und mit der Feile angepaßt.  Theoretisch hat der Rumpf einen kreisförmigen Querschnitt, aber hat er das auch innen?  Aussparungen für die Flügelaufnehmer müssen auch geschnitten werden; die Flügelaufnehmer selbst sollen unter der Innenwand des Lufteinlaufs verschwinden.  Wäre der Bausatz anders konzipiert (würden z.B. die Flügelansätze/-paßstücke tiefer im Rumpf verschwinden), wäre zusätzliche Metzgerei notwendig.
Eingepaßt wird alles von Hand, mir fehlt das Profiwerkzeug um z.B. ein Innenrumpfprofil abzunehmen.
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Eine Schwierigkeit: ich möchte die Rumpfhälften so lange wie möglich getrennt lassen, um Zugang zum Cockpit zu behalten.  Also muß alles so gemacht werden, daß man es jederzeit zur Probe ineinanderstecken kann.

Vorder- und Rückwand sind eingeklebt.
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Jetzt wird der "Lufteinlauf" passend auf Länge geschnitten.  Hochprofessionelle Hitech-Bauhilfen sind dabei eine Selbstverständlichkeit. ;)
Man erkennt die beiden eingeklebten Wände, zufällig paßt die Höhe der Legosteine so gut, daß man sie als Führung für die Säge verwenden kann.  Soll ja alles rechtwinklig werden.
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[Foto Lego]

Paßt saugend.  Die näher beim Betrachter liegende Lufteinlaufhälfte ist nur eingesteckt; sie wird in die andere Rumpfhälfte eingeklebt, damit an beiden Innenseiten möglichst lange gut gearbeitet werden kann.
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Der Boden wird eingepaßt.  Warum ist ein Pfeil drauf?
Nach dem Muster der MiG-15 von Eduard steigt der Boden nach einem kurzen waagerechten Stück nach vorne hin an.  Das hat zur Folge, daß der Cockpitboden kein genaues Rechteck ist; einerseits wird er nach vorne hin breiter, weil er die Krümmung der Lufteinläufe entlangklettert, andererseits wird er schmaler, weil der Rumpf so weit vorne schon nicht mehr zylindrisch ist, sondern sich zur Bugspitze hin verengt, und die Einläufe folgen der Außenseite des Rumpfes.
Die langen Kanten des Nicht-Rechtecks sehen gerade aus, sind es aber nicht.  Ich hab einfach so lange dran herumgefeilt, bis es gepaßt hat.
Und wie man an den Spuren erkennen kann, habe ich mehr als einmal versucht, das gefühlt fertige Teil einzukleben... um dann doch noch dran rumzufeilen.
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Der Boden ist drin.
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Noch paßt alles wie angegossen. :)
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In einem Anfall außerordentlicher Großzügigkeit hat sich die MiG-15 von Eduard bereit erklärt, Organe zu spenden.  Sie meinte, da sie ohnehin ein Profipack-Bausatz sei, würde sie das Polystyrol-Armaturenbrett und die Decals für die Seitenkonsolen nicht brauchen, da diese als Fotoätzteile vorhanden sind.  Dankeschön! *daumenhoch* Der Maßstab ist nicht ganz derselbe, aber ich hoffe, es wird trotzdem gehen.

Um einen Fixpunkt für die Seitenkonsolen zu erhalten, muß das Armaturenbrett nun in den Rumpf eingepaßt und zumindest provisorisch verklebt werden.
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Nachdem die im Bausatz vorgesehene Verkleidung des Armaturenbretts (die mit der Realität der MiG-17F nichts zu tun hat) entfernt und ein etwa halbkreisförmiger Ausschnitt hergestellt wurde, wird eine Rille für das Armaturenbrett eingefeilt.
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Das wäre es erstmal bisher.  Nächster Schritt: Seitenkonsolen.  Demnächst in diesem Theater! ;)
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; "Colonel Tomb" läßt grüßen.
Beitrag von: hakkikt am 14. Januar 2019, 14:34:34
Die Zwischenschritte sind zwar auf Bild, aber nachträglich betrachtet wohl nicht so spannend - ein Stückchen Polystyrol ans andere fügen, immer wieder mit Cockpitfotos vergleichen... :)

Hier ist jedenfalls das Ergebnis.
Mit den Konsolen bin ich jetzt zufrieden - noch ein paar Spanten und Stringer, eventuell ein paar größere Leitungen, dann kommt Farbe drauf.
Kleinzeug mach ich dann ins farbige Cockpit.
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Ein Kandidat für den Schleudersitz hat sich auch im Fundus gefunden - nicht mehr leicht zu erkennen, aber ich glaube, er ist von NeOmega.
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Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; Cockpit spritzfertig.
Beitrag von: hakkikt am 16. Januar 2019, 23:51:27
Auf dem Weg zum spritzfertigen Cockpit eine Spielerei: die Schubhebelführung, die im Original die Form eines Kreissegments hat.

Zuerst wird ein Sandwich aus drei Plastikplatten hergestellt; die obere und untere Platte überragen die mittlere ein wenig.
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Wenn das trocken ist, wird mit dem Punchwerkzeug ein Kreis ausgestanzt (in diesem Fall 3 mm Durchmesser), der von der weiter innen liegenden Plattenkante durchschnitten wird.
Das ging nur halb gut; ich habe natürlich nicht lange genug gewartet, und ein Plastikscheibchen löste sich vom Sandwich. Machte aber nichts, konnte man wieder ankleben.
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Mit dem Seitenschneider (einem guten) wird vom Scheibensandwich dann ein Kreissegment so abgeschnitten, daß noch ein bißchen der mittleren Platte dran ist, um (1) die beiden anderen zusammenzuhalten und (2) den Schlitz für den Schubhebel zu bilden.

Aufgeklebt zu erkennen auf der linken Seitenkonsole.  Wars die Mühe wert?  Wird man sehen - war aber toll, daß es funktioniert hat! :D
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So sieht das Cockpit jetzt aus. Eine Leitung hab ich mal gelegt - die dickste, die auch die Cockpitfarbe bekommen soll.

Eine erste Paßprobe mit dem Schleudersitz hat zwei wesentliche Ergebnisse:

- Die Leitung wird unsichtbar sein.  Jetzt langts, jetzt kommt mal Farbe drauf, bevor ich mich vom 100sten ins 1000ste verzettle.  Ich will ja noch zur Tarnung kommen, um die es eigentlich geht.
- Der Schleudersitz ist zu breit. :rolleyes:  Oder besser gesagt, das gloriose Scratchcockpit ist zu schmal.  :5:  Das wäre jetzt ein guter Grund, in tiefes Grübeln zu verfallen und einen anderen Bausatz anzufangen... aber ich will den hier fertigbekommen.  Werd ich wohl zur Feile greifen und einen nicht ganz originalgetreuen Schleudersitz ins Cockpit setzen.  Mal sehen.

Edit: korrektes Foto eingefügt.
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; Cockpit spritzfertig.
Beitrag von: Gilmore am 17. Januar 2019, 00:40:05
Ein tolles Projekt, und du hast ja schon so einiges selber geschnitzt, das könnte von mir sein, auch ich greife zu Messer und Säge, wenn irgendwas nicht paßt. Deine Cockpitarbeiten sind ja schon mal richtig klasse! Da bleibe ich dran.
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; Cockpit spritzfertig.
Beitrag von: hakkikt am 20. Januar 2019, 23:20:41
Farbe klumpt, Ersatz kommt erst nach dem Wochenende.
Was jetzt tun am Bausatz?  Ah, da war doch was mit den Fahrwerksschächten.

So würde es bausatzmäßig aussehen. 
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Das gibts auch bei viel jüngeren Bausätzen, aber wenn grad nichts Dringenderes anliegt, warum nicht den vorderen Fahrwerksschacht verschönern?  Referenzbilder gibts genug.

Also frisch ans Werk!  Erstmal den falschen Boden rausschneiden und die neue Zwischendecke einse... Moment.  Da war doch noch was.

Stimmt.  Ein Lufteinlauf aus Zinn.  Mit dem ich mich nicht befassen wollte und den ich daher verdrängt hatte. :15:
Praktisch ist er ja... nur den Anguß runterfeilen, dann braucht man kein Blei mehr im Bug.
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Nur ein bißchen groß ist er...
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Das wars dann wohl mit dem realitätsnahen Fahrwerksschacht... außer ich befasse mich großräumig auch mit dem Lufteinlauf, und das führt einfach zu weit und möglicherweise in die Rundablage.  Oder ich klebe konsequent (wie auf dem Vorbildfoto vorhanden) einen Deckel auf den Lufteinlauf und tobe mich dahinter aus, als ob keiner da wäre, was dann ja auch so ist.
Aber ich muß gestehen: ein abnehmbarer Deckel, hinter dem zumindest ein ansatzweiser Lufteinlaß vorhanden ist, ist mir einfach lieber.

Also gut... dann kein realitätsnaher Fahrwerksschacht, aber der Boden ist ohnehin schon weg, d.h. ich muß das Fahrwerksbein ohnehin verlängern, also kann ich auch ein Konstrukt zusammenschustern, das zumindest ein wenig tiefer und besser aussieht als das, was ursprünglich vorgesehen war.

Nach der einen oder anderen Arbeitsstunde entsteht also sozusagen ein halber Fahrwerksschacht.. die hintere Hälfte folgt dem Original, mit einem schmalen Schacht, der den Drehpunkt des Einziehsystems des Fahrwerksbeins enthält und es daher rechts und links stützt, dann geht es mit abgeschrägten Wänden weiter (hinter denen rechts und links die Einlässe laufen)... und dann *seufz* viel zu früh die Wand einer im Original nicht vorhandenen Stufe.

Und so sieht ein halber Fahrwerksschacht im Schnitt aus:
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Hier sind beide Hälften zu sehen.  Noch paßt alles bestens ineinander, aber es knirscht schon etwas und hält von allein. :)
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Und das ist das sichtbare Ergebnis.  Endgespachtelt und etwas Struktur in den Vorderteil gebracht wird erst nach dem Zusammenbau der Rumpfhälften, vorher bringt das nichts. Ein paar Leitungen kommen natürlich auch noch rein.
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War es die Arbeitszeit wert?  Ich bin ehrlich gesagt nicht ganz glücklich damit, aber wesentlich besser als eine flache Platte ist es schon, und versaut hab ich mir auch nichts, also:
Weiter aufs Ziel zu. :)
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; vorderer Fahrwerksschacht...
Beitrag von: hakkikt am 21. Januar 2019, 09:37:33
Nach einmal Drüberschlafen mit einem nagenden "das paßt nicht" im Kopf nochmal Fotos studiert und festgestellt, daß ich die Aufhängung des Bugfahrwerks falsch interpretiert hatte. Ein Fall von "aus einem 2D-Foto wird im Kopf ein falsches 3D".  Einbauten nochmal rausoperiert, ging nicht ganz ohne Schäden.  In die Ecke gepfeffert, zum Glück nicht in die Tonne.
Einmal versuch ichs noch, dann kommt einfach eine Platte rein, etwas tiefer als vorher, und gut.  Nicht verzetteln, weiter aufs Ziel zu.

Zustand nach OP:
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Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; vorderer Fahrwerksschacht...
Beitrag von: f1-bauer am 21. Januar 2019, 13:34:02
Servus hakkit,
ich lese hier ja jetzt schon geraume Zeit mit und bestaune Deine Arbeit. Dein Durchhaltevermögen ist famos und die Scratchereien sehen gut aus. Alleine die Idee, ehemalige Tragflächen für den gebogenen Luftschacht zu verwenden, ist aller Ehren wert. Ich kenne das, es ist immer das gleiche: einiges entsteht, obwohl es nicht zu sehen ist wegen dem Teufelchen "aber ich weiß, dass es da ist" und anderes muss geändert werden wegen dem anderen Teufelchen - "es ist nachher fast nicht zu sehen, aber ich weiß dass es falsch ist".

Ich habe jetzt eine Zeitlang gebraucht, bis ich verstanden habe, wo das Problem beim vorderen Fahrwerkschacht liegt. Nach dem Foto ...
(https://www.hobbysta.eu/sklep_obrazki/Azm/azm7331_7.jpg)
Quelle: hobbysta.eu

... ist jetzt der Groschen gefallen  :8:. Leider muss ich jetzt sagen: Du wirst nicht glücklich werden, wenn Du das Zinkgussteil lässt wie es ist  :pffft:. Was spricht dagegen, ein Stück raus zu säbeln? Das Material, fehlendes Werkzeug oder ist das Teil nach dem Eingriff höchstwahrscheinlich schrott?

Zeig mal Fotos von dem Teil von vorne und von hinten, vielleicht fällt der Schwarmintelligenz hier eine Lösung ein  :1:

Ich bleib dabei.

Gruß
Jürgen  :winken:
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; vorderer Fahrwerksschacht...
Beitrag von: hakkikt am 21. Januar 2019, 16:28:21
Danke für die aufmunternden Worte, Gilmore und Jürgen!
Das mit dem Nicht-Glücklichwerden hatte ich mir schon gedacht und mich mit mir selbst auf "akzeptabel" geeinigt... aber das Männchen in meinem Kopf will leider nachverhandeln. :rolleyes:

Wenn man sich den Fahrwerkschacht im Original ansieht, dann bilden die nach vorne zusammenlaufenden Lufteinläufe eine Art abgerundeten Dachboden.  Darin hat der Konstrukteur das Fahrwerk untergebracht.  Seitenwände im Sinne von rechtwinklig und so sind nur im hinteren Teil eingezogen, im vorderen Teil bildet die Außenwand der Lufteinläufe die Innenwand des Fahrwerkschachtes.  Sieht man gut in der Seitenansicht.

Blick nach hinten (linkes Bild) und vorne (rechtes Bild):
(http://www.detailandscale.com/photos/post_world_war_ii/foreign_aircraft/mig-17_fresco/photo_set_3/large/44b.jpg) (http://www.detailandscale.com/photos/post_world_war_ii/foreign_aircraft/mig-17_fresco/photo_set_3/large/45b.jpg)

Blick zur Seite von unten links:
(http://www.detailandscale.com/photos/post_world_war_ii/foreign_aircraft/mig-17_fresco/photo_set_3/large/46b.jpg)

Beschreibungen zu den Fotos (und noch ein paar durchfotografierte Ausstellungs-MiGs) findet man auf
http://www.detailandscale.com/mig-17_fresco_a_details.html

Den Fahrwerkschacht optimal gelöst hat Eduard mit seiner MiG-15 (die im Original mit der MiG-17 in vieler Hinsicht fast baugleich ist):
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Unglaublich übrigens, wie gut der Bausatz paßt.

Auf dem Seitenfoto und dem der Eduard-MiG sieht man eine Art Stufe im Schacht (in Längsrichtung), wo die geraden Seitenwände aufhören und die krummen Lufteinläufe übernehmen.
Der Zinneinlauf des Hasegawa-Modells reicht geschätzt etwa bis zu dieser Stufe.  Das bedeutet, wenn ich den Zinneinlauf unbearbeitet lasse, dann kann ich den Schacht nur bis zu dieser "Stufe" anständig darstellen.  Aussehen tut der Zinneinlauf so:
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Da ist also anständig Material dran.

GRUNDSÄTZLICH wäre es wahrscheinlich so: Da der Zinn-Lufteinlauf nicht durchgängig ist, müßte eigentlich jede Menge Material zuviel sein. Es müßte also theoretisch möglich sein, soviel Zinn abzuschnitzen/-schleifen/-fräsen, daß Platz für einen anständigen Fahrwerkschacht entsteht - im Original sind die Einläufe ja durchgängig, und trotzdem ist genug Platz.

Aber ich muß sagen, ich trau mich mit der Proxxon nicht ran, und die Dreikantfeile... das dauert.  :2:

Wenn ich in mich gehe und mich frage, warum ich nicht am Zinnteil rumschnitzen will, dann hat die Antwort zwei Komponenten: erstens muß ich mir eingestehen, daß ich den Aufwand scheue, aber das ist eine Frage der Motivation, krieg ich hin. Aber zweitens müßte ich aus einem Material, mit dem ich normal nicht arbeite, eine eher komplexe Form ohne gerade Linien herausschnitzen, und hätte nicht mal Vorwarnung, (z.B. im Gegenlicht) daß die Wand dünn zu werden beginnt, d.h. es gibt kein Herantasten. :(
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: Zinneinlauf und Fahrwerksschacht beißen sich.
Beitrag von: f1-bauer am 21. Januar 2019, 17:35:19
Servus hakkikt,
das Zinnteil sieht leider ernüchternd aus. Die Trennwand ist viel zu schmal für meine Idee. Die wäre gewesen im Querschnitt hinten eine satte Scheibe abzuschneiden (Metallsäge), unten ein Stück rauszufräsen in der Breite der verbleibenden Trennwand und die entstehende Höhle als Dach fürs Fahrwerk zu nutzen. Das funzt aber nicht, auch weil Du, evtl. durch weitere gebogene Tragflächenteile ab der Treppenstufe bis zum Lufteinlass, den Anschluss an die Nase nicht gebacken bekommst. Das würde vorne einen zu schmalen Fahrwerkschacht ergeben.

Es scheitert m.E. tatsächlich an dem grottigen Zinnteil. Wenn man sich das Foto vom Original als Vergleich anschaut, hat das Bauteil mit der Realität wenig gemein. Weder Form noch Breite der Trennwand kommen auch nur annähernd hin  ;(. Schade.

B.t.w. auch die 144er Mig 15 von Eduard ist exquisit  :D.

Ehrliche Meinung? Plan A weiterverfolgen, und mit "akzeptabel" ein bisschen glücklich sein  :1:. Ein Umbau des Zinnteils ist m.E. die Mühe nicht wert.

Gruß
Jürgen  :winken:

Edit meint, während ich mit Unterbrechungen an dem Post hier zugange war habe ich dein Edit nicht gesehen. Daher sieht das jetzt nach abgeschrieben aus. 
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72:
Beitrag von: Marderkommandant am 21. Januar 2019, 17:49:01
Ich würde ein wenig mit der Proxxon vorsägen und dann von Hand weitermachen, mit Metallsäge und Feile...
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: Zinneinlauf und Fahrwerksschacht beißen sich.
Beitrag von: bughunter am 21. Januar 2019, 22:39:34
Das ist echt harter Tobak hier, da wird ja geschnitzt, bis vom Kitplastik nix mehr übrig ist :P
Sehr unterhaltsam, bitte mehr davon!

Viele Grüße,
Bughunter
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: Zinneinlauf und Fahrwerksschacht beißen sich.
Beitrag von: Russfinger am 22. Januar 2019, 19:44:55
Tolle Arbeit bisher!
Aber bitte erlaube mir an dieser Stelle ein kleines "Puhhhh."
Denn der Kit, den Du Dir ausgesucht hast, weist mehrere Probleme auf.
Zum Einen ist es von der Form und der Detailtreue her ungefähr das, was ein japanischer Spion in den 60ern grad noch ins Geheimikro, versteckt in der Badezimmerwaage, hauchen konnte, während der KGB grad die Wohnungstür eintrat.
So hat ja das Bugfahrwerk weder von der Form noch vom Winkel her was mit dem Original zu tun. Das ging gerade runter, so wie bei der MiG 15 auch, und nicht angewinkelt, so wie im Bausatz.
Dann war der ursprüngliche Bausatz keine F, sondern eine PFU, dh. eine PF (die MiG 17 F mit Radarnase) bewaffnet mit vier "Alkali" Raketen. Weder die Raketen noch die Startschienen entsprechen ansatzweise dem Original, ist aber nicht Dein Problem - weil ja F.
Da aber einfach nur einen neuen Lufteinlauf beizulegen entspricht so ziemlich dem, wenn man meint, mit Hilfe zweier Beulen auf der Motorhaube wird aus einer 109 F eine 109 G.
Konkret: Die Bewaffnung entsprach der MiG 15. Die PF hatte da eine abweichende. Den großen Mumpelwerfer (NR 37) haben sie ja mitgegeben. Würde mal den Rest anhand der eduarschen MiG 15 abgleichen.
So wie Du bauen kannst, wird das schon!
Übergang Tragfläche/Rumpf ist leicht daneben. Das geht hinten rechtwinklig raus, auch hier wie bei der MiG 15, und nicht leicht angewinkelt wie im Bausatz. Kostet Dich aber mutmaßlich nicht mehr als zwei Minuten mit dem Skalpell.
Auch über die Flossen der Zusatztanks würde ich noch mal gehen, Referenzen hast du ja genug, ansonsten wühlen ob noch eine olle KP im Bestand ist. Immer noch besser als die Hase-Tanks.
Zu guter Letzt: Die Kanzel der PF war anders verstrebt als die der F. Ob die jetzt sogar länger war oder eine steilere Frontscheibe hatte: Aus dem Kopp keine Ahnung.
Gibt aber Ersatz von Aeroclub.
Kurzum: Lass den Fahrwerkschacht so wie er ist, da lohnt der Aufwand nicht den Ertrag - und mit Deinen Talenten würde ich mich dann den anderen Schwachstellen des Bausatzes annehmen, die deutlicher ins Auge fallen.

 :winken:

Russfinger
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: Zinneinlauf und Fahrwerksschacht beißen sich.
Beitrag von: f1-bauer am 23. Januar 2019, 11:36:47
Servus hakkikt,
ich habe zugegebenermaßen von dem Kit keine Ahnung und auch von der MiG 17F nicht. Nach Russies Worten würde ich aber tatsächlich beim Bugfahrwerkschacht mit "akzeptabel" leben und mich dem Rest zuwenden  :pffft: Bitte weitermachen, das Projekt insgesamt ist es wert  :1:

Gruß
Jürgen  :winken:
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: Zahnarzt wird keiner aus mir...
Beitrag von: hakkikt am 05. Februar 2019, 23:41:57
Nun denn, da bin ich wieder.  Ich freue mich, sagen zu können, daß ich alle eure Ratschläge befolgt habe :) , auch wenn sie sich zum Teil widersprachen... wie? Ganz einfach - hintereinander. :D

Schritt 1: Bearbeiten des Zinneinlaufs
Nichtvergessenhabend, daß ich mit dem Zinneinlauf in dieser Form nicht glücklich werde, beschloß ich, es doch zu versuchen, allen Unwahrscheinlichkeiten zum Trotz. Zukleistern kann ich hinterher immer.  Die fotografische Dokumentation beginnt erst beim Ergebnis, aber keine Angst, die Schadenfreude kommt nicht zu kurz. :)

Zuallererst das Zinnteil auf ein 400er Schleifpapier gesetzt und von hinten naß flach geschliffen, damit möglichst viel Material wegkommt, das ich dann von oben und unten nicht mehr wegnehmen muß.  Schleifeschleifeschleife bis... Hoppla. Der erste Durchbruch. Nur klein, kein Problem. Das Teil auf eine flache Fläche gesetzt, etwas rot gefärbten 5-Minuten-Epoxy rein, mit einem runden Werkzeug (siehe später) innen glattgestrichen. Endgeschliffen wird vorm Grundieren.

Dann die Feile an die untere Hinterkante des Zinnteils gesetzt - Material muß weg, und nicht zu knapp, um Platz zu schaffen für den Fahrwerkschacht!

Die feine Dreikantfeile wich sehr schnell der groben - das Material kann was ab.  Immer wieder versucht, mit Augenmaß einzuschätzen, ob ich der Rundung des Lufteinlaufs zu nahe komme... keine Gefahr.  Als klar wurde, daß der äußere Rand des Lufteinlaufs unumgehbar den Zugang für die Feile versperrte (ich muß bis an die Stelle, wo der innere Teil an den äußeren stößt), mußte doch die Proxxon her.

Das ging ganz gut und eigentlich sehr kontrolliert - die Angst war unbegründet. 

Schließlich kam, was kommen mußte, das nächste Hoppala - ein Durchbruch.  Mist, ein ziemlich großer. :rolleyes:  Ging eigentlich nicht anders; es gibt keine optische Vorwarnung, daß das Material dünner wird, es macht einfach KRK und man ist durch.  Aber ich war wohl zu herzhaft mit der Proxxon.
OK, also in der Breite schon zuviel Material weggenommen.  Flicken mit Epoxy, wieder gefärbt, damit man sieht, wo was ist.

Voooorsichtig auf der anderen Seite.... KRK.  Nur klein, aber doch.  OK, flicken und dann in die Tiefe arbeiten.

Tiefer und tiefer gings ins Metall, und was hab ich für einen Respekt vor meinem Zahnarzt bekommen.
Etwa auf Höhe der gedachten Decke des Fahrwerkschachtes kam dann der vierte Durchbruch, diesmal in der Mittelwand.  Das gibts doch nicht, das kommt viel zu früh! :5:

Und da ging mir auf, was Jürgen (f1-bauer) gemeint hatte, als er meinte, die Trennwand ist viel zu schmal.
Die Jungs von Hasegawa hatten beim Entwurf des neuen Lufteinlaufs den Fahrwerkschacht nicht bedacht, der innerhalb der Trennwand (theoretisch) Platz haben sollte, und einfach so designt, wie es gut aussieht.  Und so ist er schmaler geworden, als er eigentlich sein sollte.

Gut, ich wollte es wissen, jetzt weiß ich es.  Das wird nix mit dem Zinn, Handwerkskunst hin oder her, die Trennwand (splitter plate) ist zu schmal. 
Außerdem weiß ich jetzt, daß ich besser nicht Zahnarzt werden sollte. :)

Also den letzten Durchbruch auch noch flicken (man beachte das Profiwerkzeug)....
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...den Einlauf so wie er ist an eine Rumpfhälfte kleben (mit 5-Minuten-Epoxy), und den Schaden begutachten.
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Romantisch schimmert das Licht durch die Reparaturstellen... leise Loungemusik erklingt...
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ACH JA - vielleicht will ja jemand sehen, wie das Teil jetzt von hinten aussieht?
Dann haltet mal den Kindern die Augen zu... uuuund...
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Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
Beitrag von: hakkikt am 06. Februar 2019, 00:29:09
Schritt 2: Der akzeptable Fahrwerkschacht.

Nun gut, Option 1 hat nicht geklappt, jetzt tue ich, was mir geraten wurde und mache einen akzeptablen Fahrwerkschacht.

Nach verschiedenen Einpaßversuchen wird mir klar: einen sich nach vorne verjüngender Schacht wie im Original spielt es nicht. Das wird jetzt rechteckig; hinten (wo mans gut sieht) möglichst tief, und vorne am Einlauf so tief wie möglich, was aber sehr flach sein wird. Mit einer optisch akzeptablen Steigung der Fahrwerkschacht-Decke, d.h. die ursprüngliche Decke kann zwar drinbleiben (als strukturelles Bauteil), aber hat ansonsten ausgedient.

Immerhin ist die Schachtöffnung jetzt nicht zur Hälfte vom Zinn verschlossen, sondern man hat etwas Raum zum Arbeiten.
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So wird das ungefähr mit der Decke des Fahrwerkschachtes... die Rundung am vorderen Ende kommt noch weg.
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Der Schacht wird jetzt rundherum aufgebaut.
- Zwei vierkantige Polystyrolteile an der Hinterkante simulieren die Aussparung, in der sich im Original (siehe weiter oben) die Verriegelung des Fahrwerks befindet.
- Die beiden Seitenwände werden nicht eingepaßt und verschliffen (ich mag Schleifen nicht so), sondern es wird zuerst flach, aber nicht unbedingt passend mit Plastikteilen hinterfüllt und dann über die ganze Breite aus sehr dünnem Polystyrol eine Seitenwand ausgeschnitten und eingeklebt.
- An der Vorderkante mache ich eine schmale Brücke hinter das sichtbare Zinn des Lufteinlaufs. So wird eine gewisse Illusion von Tiefe erzeugt, und ich kann die Vorderkanten der Fahrwerksklappen dem Original etwas anpassen - nicht halbrund, sondern gerade mit einem kleinen Böppelchen (für das Vorderrad).  Eine kleine Rundung mache ich dann noch rein, die habe ich bisher vergessen.
Ich hätte für die kleine Brücke gerne was Dünneres genommen, aber ich hatte keine Lust auf Warmformen, und kalt biegen kann man (ok: kann ich) PS-Streifen nur ab einer gewissen Stärke, sonst bricht's.
- Dann werden Spanten angedeutet... zusammengeklebt sind die Rumpfhälften immer noch nicht, aber alles paßt recht gut.
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Zuletzt noch rechts und links ein Messingstäbchen, das den Öffnungsmechanismus für die Fahrwerkklappen simuliert.
Leitungen (viel ist da im Original ohnehin nicht los) lege ich, wenn Farbe dran ist.

Und so sieht das jetzt aus, wenn die Rumpfhälften ausgeklappt sind.  Man beachte auch die Schrotkügelchen, die zusammen mit 5-Minuten-Epoxy den weggefrästen Teil des Zinns noch etwas aufbauen.  Tailsitter wird das keiner. :)
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Und so, wenn alles zusammengehalten wird.  Damit lass ich's mit dem Fahrwerkschacht, denn er ist ...akzeptabel. :)  Jaja, hätte ich gleich und ohne Umweg über den Zahnarzthorror haben können... :1: aber ich mußte es ja wissen! :D
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Ach ja, @Russfinger: danke für den Hinweis mit den Flügelhinterkanten und den Tankflossen, die hatte ich nicht im Auge!  Die Bewaffung ist im Prinzip vorhanden, Hasegawa gibt auch die 23-mm-Kanonen mit.  Hab ich mir noch nicht im Detail angesehen, wird aber nicht ganz ohne etwas Schnitzen gehen, grad bei den Hülsenauswürfen.
Die Cockpithaube hatte ich im Auge, auch schon Ersatz von Pavla besorgt, aber der ist leider nicht so gut.  Aber ich hoffe (fürchte? ;)), dazu komme ich noch.

Ich würde jetzt gerne schreiben: "Nicht verzetteln, weiter aufs Ziel zu", aber der Fahrwerkschacht ist definitiv verzettelt, da hilft kein Rumreden.  Macht nix, muß es auch geben.

Nächster Schritt: Farbe ins Cockpit und in die Fahrwerkschächte.  Weiter aufs Ziel zu!  :1:
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
Beitrag von: f1-bauer am 06. Februar 2019, 11:47:04
Servus hakkikt,
wieso habe ich gerade weiße Fingerknöchel und ein déjà-hör - das Kreischen von einem Fräskopf, der mit 100.000 Turboumdrehungen/Min in den Zahnschmelz eindringt  8o 8o

Hut ab und Respekt, dass Du es angegangen bist  :klatsch:. Jetzt muss ich wohl meine Hälfte vom Deal angehen  :pffft: - ich finde das Ergebnis in der Zink-Nase sehr gelungen. Was mich zum anderen Punkt bringt: jetzt hast Du einen brauchbaren Dom für den Radschacht freigelegt, warum deckst Du ihn nun zu, anstelle ihn zu nutzen???  ?(

[Stichelmodus]Du hast jetzt die halbe Miete - mach den Sack zu. Da ist doch der tiefe Teil des Schachts, der das Bugradbein aufnimmt, dann kommt die Stufe und von da geht es in die Nase. Das dürfte jetzt kein Hexenwerk mehr sein. Jetzt bist Du schon so weit gegangen ... ich hab mal ein Foto von Dir stibitzt und eingezeichnet, was ich meine ...
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Der tiefe Teil hat etwa 1/3 der Länge und bildet einen Schacht mit quadratischer Fläche. Also das Plättchen an der roten Linie kürzen und ein paar mm nach oben damit. Die Schachtwände ausbilden, wobei die nach vorne gerichtete Wand kürzer ist. Das bildet die Treppenstufe, da dann waagerecht ein Plättchen als Zunge in den Dom rein. Das Plättchen könntest Du mit einem Bohrerschaft o.ä. auch noch ein wenig in Längsrichtung rundrollen. Seitenwände ran, den Anschluß in den Dom verspachteln, mit dem Kugelschleifer vom Proxxon glätten und fertig ist die Laube. Das kriegst Du locker hin  :1: [/Stichelmodus]

Ich schau Dir gerne weiter zu

Gruß
Jürgen  :winken:

Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
Beitrag von: hakkikt am 06. Februar 2019, 12:51:29
"LAAAALAAALAAAAAAA" *fingerindenohrenhab* Ich hasse dich! :D

Außerdem, wie sagte schon Mother im ersten Alien-Film, nachdem Ripley verzweifelt das Kühlsystem wieder aktiviert hatte? "The option to override detonation procedure has now expired." ;)
Das, was ich da jetzt drin hab, fräs ich nicht nochmal raus... neinein. :2:
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Die Idee mit der "Laube" ist tatsächlich gut - ich hatte nur mit quadratischen & dreieckigen PS-Platten herumprobiert und bin auf keinen grünen Zweig gekommen, der Schacht ist einfach zu schmal, immer steht irgendwo ein Zinnwinkelchen raus, das ich nicht mehr anfassen will.  Wie weit man eine Laube nach vorne ziehen könnte, ist die Frage... könnte klappen... aber eine theoretische, ich mach das wirklich nicht mehr auf.  Aber ich schaue dir gern bei deinen Muttern zu! :D
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
Beitrag von: f1-bauer am 06. Februar 2019, 13:21:11
Ok, dann mach ich auch nur die Hälfte  X(

Gruß
Jürgen  :winken:

PS: die Muttern werden unspektakulär ...

PS2: [stichel]
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Quelle: Dein Foto
[/stichel]
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
Beitrag von: matz am 02. März 2019, 15:11:38
Oha, das ist mal ein Bau"bericht". Hier wird nicht nur die Geschichte das Originals aufgedröselt.
Auch das Bugfahrwerk entwickelt sich zu einer eigenen Geschichte.  :klatsch:
Dank der Hinweise von Russi und damit noch offene Baustellen sollte vielleicht die jetzt doch wirklich azeptable Lösung für das Bugfahrwerk den Zuschlag bekommen.
Wo wir doch alle auf den weiteren Fortgang und va. auf die Lackierung so gespannt sind.  :D

matz
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
Beitrag von: hakkikt am 07. März 2019, 20:23:34
Ich gebe matz von Herzen recht, ich bin auch schon gespannt auf die Lackierung! :D
Im Ernst, da möchte ich gerne hin, drum bin ich auch bereit, an anderen Stellen die eine oder andere Abkürzung zu nehmen.  Im Schneckentempo leider, Speedbauer bin ich keiner...

Umso mehr betrübt es mich, daß noch eine weitere Verzettelung stattgefunden hat...  ;(

Die Rippchen in den Schächten der Hauptfahrwerke hätte man im Prinzip lassen können, "akzeptabel" wären sie im Prinzip, aber naja 0:-) wenn man schon Fotos vom Original hat...
Zudem hat sich herausgestellt, daß die Einziehhydraulik nicht an der Hinterkante des Schachts ansetzt, sondern an der Vorderkante.  Das wollte ich dann doch nicht durchgehen lassen!

Bitte die Qualität der Fotos zu entschuldigen, mir ist meine alte Schnorchelkamera (Canon Powershot D10) abgesoffen, mit der ich sonst immer alle Bilder gemacht habe.  Daher vorerst nur Handybilder.

Die Rippchen des Originals mußten weg...
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Neuer Aufbau des Fahrwerkschachtes, jetzt neu & verbessert mit Seitenwänden: ;)
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Im Hauptfahrwerkschacht der MiG-17 ist nicht allzu viel los, drum wirkt der Umbau tatsächlich weniger "busy" als die Schachtdecke des Bausatzes... aber das Innere sieht nun mal so aus, zumindest ungefähr.  Die Form der Aussparung an der Flügelunterseite entspricht auch nicht 100% dem Original, aber diesen Kelch lasse ich an mir vorüberziehen.
Alles wird sich noch etwas beleben - Leitungen möchte ich aber erst legen, wenn der Schacht seine Grundfarbe hat.

Was ich auch belassen habe, ist der Sitz für das Fahrwerksbein - hier das Original nachzubilden bei all den Dingen, die noch zu machen sind, wäre mir zuviel gewesen.  Und das Modellchen soll ja gscheit auf seinen drei Beinen stehen.

Vergleich der beiden Schächte, unten alt, oben neu:
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Jetzt noch die andere Seite machen, dann kommt ENDLICH Farbe ans Modell.
Man möchte fast meinen, ich würde diesen entscheidenden Schritt prokrastinieren... tatsächlich gestehe ich einfach mal, daß mir immer gerade dann, wenn bei einem Modell der erste Anstrich ansteht, besonders gute Ideen kommen, was noch an anderer Stelle zu tun wäre... :3:
Titel: Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: noch zwei akzeptable Fahrwerkschächte...
Beitrag von: Hajo L. am 07. März 2019, 22:06:26
Nicht ablenken lassen, volle Konzentration auf die Lackierung! ;)


HAJO