Ta 152 H1 1:32 Neues aus alten Mühlen

Begonnen von fam43, 18. Juni 2009, 19:24:53

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fam43

Schon immer war es mein Traum, den Spannweitenkönig im großen Maßstab zu bauen. Nun hab ich ihn und das Problem, wie transportiert man das gute Stück.

Aber zum Bau:
Am Anfang hatte ich eine Dora 9 aus dem Jahr 1990 (Highgrade von Hasegawa). Das heißt, man bekam einen schönen gravierten Rumpf mit Ätzteilen, von denen ich nichts gebrauchen konnte und die uralten Flügel ihrer FW-190A Serie. Zum Glück hatte ich gute Pläne und ging ganz unbekümmert ans Werk. Hier die Bausätze, die was beisteuerten:



Die ersten Säge- und Klebearbeiten:





Das sah zunächst gar nicht schlecht aus. Den Rumpf an den richtigen Stellen durchgetrennt und Teile der alten Revellmühle dazwischensetzen.
Das Cockpit borgte ich mir auch von dieser alten D9 und nachdem ich ein neues Instrumentenbrett gefertigt hatte, fand ich das Ergebnis ausreichend.
Teurer Ätzkram kommt bei mir nicht in die Tüte und auf Resin kann ich auchganz gut verzichten.

HSS

Aus was machst Du die Flügel?

Welche Pläne verwendest Du?

heinz baccardi

'N Abend Fam,

schonmal davon gehört???

http://pacmodelscatalog.com/mm5/merchant.mvc?Screen=PROD&Store_Code=PCM&Product_Code=PCM+32008&Category_Code=pcm

Nichtsdestotrotz bewundernswert, sowas in Eigenregie herzustellen :klatsch:

Werde dranbleiben

Gruß
Christoph


fam43

#3
Hi Harald,
zu den Plänen eine interessante Seite:

http://www.airwar.ru/other/draw_fw.html#4

Hi Christoph,
hab mir das Ding leider schon gekauft. Frank und frei: Für den Preis ist der Haufen Plastik schlichtweg eine Unverschämtheit. Entweder dreh ich sie einem Unbedarften an oder sie wird zu einer TA 152 C umgemodelt.


fam43

#4
Erste Fortschritte:



Die Instrumente wurden in Corell Draw entworfen, verkleinert
und mit dem Tintenstrahler auf Fotoglanzpapier ausgedruckt.
Ich stanzte sie aus und klebte sie auf die Instrumententafel, Jedes Instrument bekam noch einen Tropfen Tamiya Glanz farblos - fertig.
Gurte mache ich aus der klebstofffreien Seite von Malerabklebbändern. Die haben Struktur und fallen schön. Schlösser werden aus Kupferdraht oder Lötzinn gefertigt - keinen müden Euro für den teuren Zurüsttüneff, der nur dazu führt, dass jeder den gleichen Kram verbaut.
So das ist das Ergebnis:



Das Cockpit von oben:



Die erste Grundierung. Es wird Zeit, die vier "Kühlkopfstützen" fertigzustellen.


Wolf

Ist zwar nicht mein Maßstab, aber eine Einstellung und Arbeit, die mir gefällt. Bin gespannt, wie es weiter geht.
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft

Primoz

Ja, die wirklich schwierigen Phasen kommen noch. Aber wir sind zuversichtlich.  :6: :winken:
Das Leben ist eine sexuell übertragbare unheilbare Krankheit mit tödlichem Ausgang

HSS

Hallo Michael,

danke für den Link.

Deine Art zu bauen gefällt mir sowieso.

heinz baccardi

Hallo Michael,

Zitat von: fam43 in 19. Juni 2009, 07:57:38
hab mir das Ding leider schon gekauft. Frank und frei: Für den Preis ist der Haufen Plastik schlichtweg eine Unverschämtheit. Entweder dreh ich sie einem Unbedarften an oder sie wird zu einer TA 152 C umgemodelt.

Dem entnehme ich, dass es sich bei dem Bausatz wohl eher um Schrott handelt.
Obwohl ich aufgrund deiner Aussage schon innerlich davon Abstand genommen habe,
wäre es schön, wenn du die Kritikpunkte ein wenig präzisieren könntest.

Danke,
Christoph

Rolle

Kann es sein, dass ich diesen Baubericht schon mal wo gesehen hab?
Aber interessant allemal.
Gruß aus Hamburg
Rolf Karotka
---------------------------------
Modellbau-Stammtisch-Hamburg.de

Erdinger

Zitat von: heinz baccardi in 19. Juni 2009, 15:16:37
Hallo Michael,

Dem entnehme ich, dass es sich bei dem Bausatz wohl eher um Schrott handelt.
Obwohl ich aufgrund deiner Aussage schon innerlich davon Abstand genommen habe,
wäre es schön, wenn du die Kritikpunkte ein wenig präzisieren könntest.

Danke,
Christoph

Ich muss Michael zustimmen. Auch ich war ganz heiß auf die angekündigte PCM Ta 152, war aber eben nicht flüssig, um sie vorzubestellen. Zum Glück... Ich verfolge ein paar Bauberichte in einem amerkanischen Forum für Große Maßstäbliche Flugzeuge, und was die Könner da zum Teil an dem Bausatz rumschnitzen wäre mir schon lange zuviel. Den hätte ich ungestartet auf der Bucht weitervertickert oder entsorgt. Ich für meinen Teil warte also weiter auf einen Tamiygawa-mäßigen stimmigen und recherchierten Bausatz dieses Traums, der dann auch sein Geld wert ist.
Grüße!
Thomas 
____________________________________________________


Hans

Irgendwoher kenn ich doch den Bericht? Flugzeugforum....?

Die Pacific Ta wirkt tatsächlich etwas schlicht, aber was wirklich gravierendes hab ich noch nicht feststellen können. Mal gucken...

H
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

fam43

#12
Hi,
die ersten Bilder von der PCM-Ta 152-H sind da. Wie gesagt: "Eine Riesenenttäuschung":
Für  85,- Euro hat PCM einen miesen Job gemacht. Ich Rindvieh hab trotzdem eine gekauft! Schaut Euch die Bilder an. Wem das noch nicht reicht: Das Fahrwerk ist das alte A-Fahrwerk mit dem elektrischen Einzug, die Kiste ist vor der Verlängerungstonne zu lang, ebenfalls ist die Tonne zu lang und das Höhenleitwerk. Kommt hinzu, dass keine Landeklappen da sind, die hinteren Flügelkanten viel zu dick sind und einiges an der Form des Rumpfvoerderteils nicht stimmt. Weiß nicht was man sich dabei gedacht hat.
Meinen Plan, sie als Ergänzung zu meunem Scratch zu bauen, hab ich jedenfalls auf Eis gelegt. Wer Zugang zum "Large-Scale-Planes" Forum hat, kann da einen Baubericht verfolgen, der inzwischen auch am Flügel gescheitert ist.
Fazit: Wer geglaubt hat, die Trumpeter MiG 15 wäre der Horror wird eines Besseren belehrt. Onkel SAM hats überboten.








deleted_Account

 8o 8o 8o WAHHHHHH was ist das. So ein Teil hätte ich schon lang entsorgt. Für 85,-€ ist´s ein teurer Müll.

Gruß Maeks :woist:

Primoz

Zitat von: fam43 in 20. Juni 2009, 12:10:43
Fazit: Wer geglaubt hat, die Trumpeter MiG 15 wäre der Horror wird eines Besseren belehrt. Onkel SAM hats überboten.

Tja, bei Trumpeter ist wenigstens die Passgenauigkeit ganz passabel (obwohl es freilich nicht ohne Spachtel geht).
Das Leben ist eine sexuell übertragbare unheilbare Krankheit mit tödlichem Ausgang

fam43

Ja gell,
ist doch fein, dass sich eine Firma erdreistet für teures Geld Plastikschgranulat zu produzieren!
Aber weiter mit dem Eigenbau:

Das Gitter am Kühlerring hat mir viel Kopfschmerzen gemacht. Ich hab es schließlich aus Plastikstreifen zusammengeleimt und zurecht gefeilt.



Anprobe:



Die Kühler im Kühlkopf sind aus Strip und Rod von Evergreen.

   

Noch ein Bild davon:



Noch mal von oben betrachten. Passt!



Hier eine hochinteressante Seite:
http://www.cybermodeler.com/aircraft/fw190/ta152h.shtml

fam43

Die Kühlklappen hab ich nur leicht geöffnet dargestellt, da der Bau des Verstellmechanismus eher was für Rodney Williams, Brian Gauchi und &Co ist.
Gefertigt wurden sie aus einem Plastik-Trinkbecher.
Übrigens lasse ich den Kühlkopf abnehmbar. Wenn ich mal ganz, ganz große Langeweile habe, geh ich noch mal dran aber nur dann!



So sieht das Ganze in etwa aus. Die Auspuffanlage ist inzwischen auch an Ort und Stelle. m Hintergrund kann man eines der unverzichtbarsten Hilfsmittel des ernsthaften Bastlers erkennen.


fam43

Nun wurde es haarig. Der Schei...... Flügel!
Das grüne Teil rechts und links stammt von ner alten Hase-Me 262 die grauen Teile aus der Highgrade- Dora - d.h. der alte A-Flügel von Hase.
Den Unterflügel aus besagtem alten Teilen hab ich ja noch einigermaßen hingekriegt aber irgendwie kamen oben und unten nicht richtig zusammen.
Just in Time stellte ich fest, dass ich statt 3 neuen Doras von Revell deren 5 besaß (der übliche Kaufrausch) und so fiel es mir nicht schwer eine ihrer Schwingen zu opfern und noch mal gründlicher ohne Vermesserei zu Werk zu gehen.




Hier fehlen einige Zwischenstufen aber es gibt da auch nichts Wildes zu berichten. Die Flächen der Revelldora fügten sich gut ein. Was an Spannweite fehlte, konnte ich aus der Krabbelkiste ergänzen. Ein netter Mensch - Danke Hans-Georg - hatte besagte Kiste vor Jahren mit dem Leitwerk einer Grumman Tracker bereichert, das auf Anhieb passte. Sogar die Höhenruder konnten ohne großen Aufwand als Querruder übernommen werden.
Für die Spachtelorgie benutzte ich Zweikomponenten Feinspachtel und einen Zweikomponentenkitt aus dem Baumarkt, der im Röhrchen daherkommt und scheibchenweise abgeschnitten werden kann.




Ein paar Problemzonen gibts immer bei Eigenbauten:




Ohne Zweikomponentenknete geht hier gar nichts.


HSS


fam43

Nun wurde es Zeit, die "German Lufthutz" abzuändern.
Erschwert wird das Ganze durch den Einbau eines Gitters 2-3 mm von der vorderen Öffnung entfernt.



So sieht das fertig aus.
Die kleine Hutze über dem Ansaugstutzen ist noch zu groß ausgefallen. Wird umgehend geändert.





Backboard:


Jenner

Hi,

sehr interessantes Projekt, gefällt mir von der Umsetzung her.

Ich finde es generell sowieso gut, solche Umbauten selbst zu machen, statt irgendwelche (teilweise überteuerten und schlecht gemachten) Transkits zu verwenden.

Gruß, Jens

mumm

 :respekt:, denn  *dummi* und bekäme das niemals hin.

Peter :pffft:

fam43

Hi Peter,
das Geheimnis ist, einfach damit beginnen. Ein kleiner Umbau hier und da, dann leckst Du Blut und auf gehts.
Ach ja, ganz wichtig ein guter Vorrat an Jever Pils hilft über manchen kleinen Misserfolg hinweg.

heinz baccardi

Hallo Michael,

auch von mir meinen großen  :respekt:, alle Achtung.
Das verleiht dem Begriff Modellbau seine Wurzeln.

Und Danke nochmal für den Verriß der Pacific Coast Ta :winken:.


By the way, Jever ist wirklich ne gute Wahl....

In diesem Sinne, Prost

Christoph

fam43

#24
Von Unten:



Hier ist die kleine Hutze schon merklich geschrumpft.
Die Farbe sagt mir aber ganz und gar nicht zu!




Obwohl ziemlich verschwommen (Schei... Foto oder Schei... Fotograf?) kann man das Gitter in der Lufthutze gut erkennen. Ob es denn da hingehört? Ich hab es nach einem Foto der in den Staaten eingelagerten TA-152 H-0 gemacht.




Das sieht farblich schon besser aus. Ich hab stets so meine Zweifel. was die sog. "late war colors" angeht. Gibts den wirklich keine guten Farbbilder der TA? So beug ich mich halt der Diktatur von 81, 82, 83 Seufz!
Die LW-Farben mische ich von Modell zu Modell neu. Ich verwende keine fertigen Farbtöne. Es gab keinen alleinigen Hersteller der Farben. Viele Betriebe waren eingespannt und einheitliche Farbtöne waren trotz Farbtonkarten ein frommer Wunsch.  ?(