Leopard 2A6M CAN - Tamiya u.a. - 1/35 *** HELP!!! 04.04.2012 ***

Begonnen von KlausH, 09. Januar 2010, 21:25:51

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heavytank

Bei der Bilderflut und Deinen ausführlichen Beschreibungen frage ich mich die ganze Zeit, warum drehst Du keinen Film für youtube?
Aber dann fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren ( auch wenn selbige nur noch sporadisch vorhanden :D ), jeder hätte es mitgekriegt, wenn Du das Riesencentstück in die Stube rollst!

.....ist klar....1:35......ich zieh mir ja die Hosen Kneifzange an.............. :D

Ich bin einfach nur fassungslos vor staunen!

Viper013

... ist abonniert.

Hier gibts wieder was zum lernen. :9:

Ein bißchen seltsam sieht so ein Leo im Käfig ja schon aus.  8o :D
Gruß aus der Westpfalz ....
Steffen

Kurfuerst

#52
Zitat von: Viper013 in 18. Januar 2010, 19:27:00
Ein bißchen seltsam sieht so ein Leo im Käfig ja schon aus.  8o :D

Das sehe ich genauso, Steffen. Dass man Briten und Amis in Käfige sperrt, mag ja auch durchaus Sinn machen. Aber Kanadier?!  8)
Eventuell ist es bei den Amerikanern sogar eine Hommage an deren ausgefeilte Grillkultur.

Wie dem auch sei, was Klaus hier als Menü kredenzt ist Haute Cuisine vom Feinsten!! Macht Appetit auf jeden einzelnen Gang. Absolut michelin-verdächtig. :meister:

Viele Grüße,
Erik

Pakenko

Uiii, bei dieser Größe der Ätzteile bin ich selber hoffnungslos überfordert! Es deutet alles darauf hin, dass es eine mehr als ansehbare Raubkatze sein wird.

:respekt:

red ram

Bin grade erst über diesen Beitrag gestolpert.
8o
Klaus, wehe Du fasst dich kurz!
Sowas kann garnicht ausführlich genug sein!
Großes Lesevergnügen!
:klatsch:
"...zuviele Panzer? Man kann nie zuviele Panzer haben!"

mk

Hallo,

gerade gesehen, den Leo2a6m von hobby boss: http://data4.primeportal.net/models/thomas_voigt4/hobby_boss/images/hobby_boss_04_of_38.jpg

Der Kitt ist insoweit von interessant, da man ggf. eine Alternative für die gesamte Käfigpanzerung hat, bzw. einzelnen Betsandteilen, wie den Halterungen, die mir als Ätzteil überhaupt kein Spaß machen...


Gruß
1:350 IJN Nagato + Fotoätz (Hasegawa)                                       Verschifft
1:700 HMS Queen Elizabeth 1918 (WEM)                                                        50%
1:350 HMS Hood (Trumpeter + Lion Roar), Bauzustand 1937-39                    50%
1:35 M1A1 Abrams AIM (Dragon) + MinePlow (Tamiya)                                     100%
1:35 Centurion MK 3 KoreaWar (AFV + MK III Turrte von LionMarcModeldesign + Scratch)

KlausH

Hallo liebe Leute,

diesmal hat es mit dem Update ein wenig gedauert; ich hatte in den letzten Wochen wenig Zeit. Aber nun gehts langsam weiter.


Ich hatte bei dem Modell von Beginn an das Gefühl, es wäre nicht schlecht, das später auf einer Grundplatte zu verschrauben. Sonst müßte ich wohl jedesmal die slat neu aufbauen, wenn ich das Ding mal anpacke. Außerdem hab ich das auch schon bei anderen Modellbauern gesehen, und es ist wirklich praktisch.

Mein Ziel war, das Ding auch ohne Herausnehmen des Turms fixieren zu können, also folgende Lösung:

- Man nehme ein Stückchen 2,5mm-Plastiksheet, bohre 2 Löcher (3mm) und lege zwei Muttern drauf, um deren Umrisse nachzuzeichnen:




- In die Unterwanne werden ebenfalls mit dem Sheet als Schablone zwei Löcher gebohrt:



Warum eigentlich zwei Löcher? Ganz einfach: Dann isst das Modell später gegen Verdrehen gesichert.


- Das Plastiksheet wird mit der Proxxon grob entlang der Umrisse ausgefräst (feihand):




- Mit dem Minischraubstock werden dann zwei Muttern in die Löcher gepresst und mit einem Angsttropfen Sekundenkleber fixiert:




- Noch ein dünneres Sheetstück als Abdeckung draufkleben:




- Und ab damit in die Unterwanne; M3-Schrauben reichen hier dicke aus. Unter den Panzer kommen später genau passende Kunstsstoff-Abstandshülsen aus dem Elektronikbedarf; die sieht man kaum:


Fortsetzung folgt!


Zweckmäßigerweise wurde übrigens schon vorher die Zusatzpanzerung angeklebt:




Nun konnten Ober- und Unterwanne verbunden werden. Die Passgenauigkeit ist wirklich erschreckend perfekt. Diese Präzision ist einfach eine Stärke von Tamiya:




Die Schwingarme montiere ich meist erst nach dem Verkleben der großen Wannenteile, damit es dadurch nicht wieder zu Ungenauigkeiten kommt und der Panzer später nicht eben aufliegt. Das wird hier zusätzlich erleichtert durch eine pfiffige Montagelehre, die dem bausatz beiliegt:




Unter die Motorlüfter hab ich sicherheitshalber noch ein Stückchen schwarz gefärbten Karton eingeklebt, damit da später nix durch die PE-Gitter durchscheint.




So nach und nach werden nun alle Plastikteile angeklebt, die sich später nicht mit den PEs ins Gehege kommen. Netter Gag am Rande: Die bewegliche Fahrerluke:




Hier ein kurzes Intermezzo zum Thema: Wie gehe ich sinnvollerweise bei Bau und Lackierung vor? Wird oft gefragt, ist aber schwierig zu beantworten, weil das erstens vom Modell und zweitens von den Vorlieben des Erbauers abhängt.

Ich selbst habe hier speziell zu diesem Modell folgenden Plan:

- Erst alle Plastikteile soweit wie möglich ankleben, bevor es mit PEs losgeht; das gilt besonders für die großen Teile.

- Die Schürzen montiere ich ungern nach dem Lackieren, weil das immer wieder Sauerei gibt. Andererseits will ich selbst nicht später die Laufrollen am Panzer bemalen. Also habe ich die Schürzen probehalber angeheftet, um zu sehen, ob später die Rollen noch problemlos draufpassen.





Ergebnis: Bis auf Leit- und Treibrad kann ich auch mit montierten Schürzen alles später dranstecken, incl. der Stützrollen. Und das Leitrad kann ich zur Not am fertigen Panzer bemalen.

- Teile in anderer Farbe wie hier z.B. Werkzeuge, Tankschlauch und Abschleppseile montiere ich erst nach dem Lackieren, was bei PE-Halterungen meist sehr gut klappt.

- Die Klarsichtteile für die Winkelspiegel und Periskop lassen sich ebenfalls auch nach dem Lackieren gut einbauen; man spart sich  hier also die Abkleberei.

- Die Slat wird natürlich erst nach dem Grundlackieren des Panzers montiert, zumal sie eine andere Farbe hat. Mal gucken, ich hab da schon eine Idee in petto für die Halterungen.

So, das war es mal für jetzt; die Bugpanzerung hab ich auch schon ein wenig aufgepeppt, die schieb ích nachher noch nach.

Schöne Grüße :winken:
Klaus

KlausH

Hallo liebe Leute,

kurz noch zur Zusatzpanzerung auf dem Bug. Die findet sich als Resinteil im Storm-Set, aber was mir daran nicht so gefällt sind die Antirutsch-Flächen. Die sind zum einen sehr hoch, und zum andern nicht struktiriert, was irgendwie komisch aussieht.

Ich habe lange überlegt, ob ich da was mache, aber wenn nicht, wäre das sicher ein Teil, das mich am fertigem Modell später ärgern würde. Also ran:

Zuerst wurde das Teil mit einem Edding etwas eingefärbt:





Grund: Man sieht nach dem Abschleifen der zu hohen Flächen schön, wo diese liegen und hat es leichter bei dem folgenden Schritten; hier die Sicht nach dem Runterschleifen der Flächen; es steht nur noch ein ganz dünner Rest davon:




Für das Erstellen der Beschichtungen habe ich auf einen Tip auf panzer-modell.de zurückgegriffen. Im Prinzip ganz einfach: Die Fläche mit Farbe einpinseln- oder sprühen, und in die noch nasse Farbe einfaches Mehl streuen. Wie man rechts sieht, waren die ersten Versuche schon recht vielversprechend:




Also wurde der Rest abgeklebt; das geht ruckzuck, wenn man ein Stück Tape aufklebt, erst in dünne Streifen schneidet, und die dann kürzt und mit dem Skalpell etwas anhebt. Dann kann man sie gut mit der Pinzette greifen und zügig aufkleben:






Dann Farbe aufgepinselt, Mehl aufgestreut:



und die Schraubenköpfe, die dem Schelifen zum Opfer fielen, wieder aus PE-Teilen aufkleben. Wie gehabt: Winziger Tropfen Sekundenkleber mit einen dünnen Draht aufgebracht, PE-Teil mit Pinzette draufkleben.




Ca. 130 Schrauben später kam eine dünne Lackschicht zum Testen drauf. Ich muß die Flächen noch ein wenig nacharbeiten, aber insgesamt bin ich mit der Methode grundsätzlich sehr zufrieden. Ein Riesenvorteil ist auch, daß man die Schicht mit Isopropanol einfach wieder wegbekommt, wenn es denn gar nicht ginge.




Das wars denn mal für heute; Fortsetzung folgt! 

Schöne Grüße :winken:
Klaus

KlausH

Falls ihr keine Bilder seht: Offenbar ein Provider-Problem...

mumm

Zitat von: KlausH in 21. Februar 2010, 15:37:43
Falls ihr keine Bilder seht: Offenbar ein Provider-Problem...

Moin junger Mann,

also ich sehe Bilder und bin wirklich begeistert von deinem Anti-Rutschbelag, sieht sehr gut aus.
Bist du beim Schraubenverkleben nicht knapp vor Wahnsinn gewesen?

weiter so, dann baue ich irgendwann auch nochmal so´n Kettenteil..., und du musst das meiner Frau beibringen  X(

Peter  :winken:

PS: kann man den Apparat denn in Wilnsdorf live sehen? :pffft:

Thorsten

***Push*** Wann geht´s weiter??? :3: X(

Kommt das hier ja auch noch recht passend für dich... Canadian-LEOPARD-2A6M-CAN. Ich hab´s schon bestellt. :1:
Der ganze Bau bisher ist  :klatsch:

Gruß

KlausH

Hi Thorsten,

Update kommt in den nächsten Tagen! Das Heft hatte ich auch gestern schon in Newsletter gesehen und gleich geordert.  :1:

Schöne Grüße
Klaus

KlausH

Hallo liebe Leute,

allerhöchste Zeit für ein Update. Wie gesagt, zur Zeit kommt der Modellbau etwas kurz, aber es geht schon weiter, wenn auch in kleinen Schritten.

Wenden wir uns zunächst mal den Kettenschürzen zu. Das ist das letzte größere Teil, das ich dran haben möchte, bevor ich mit dem PE-Fitzelkram anfange.

Im Prinzip könnte man die Tamiya-Teile einfach ankleben, aber es gibt einen winzigen Unterschied beim Original. Denn dort werden die ganz aktuellen, leichteren Blenden verwendet. Diese unterscheiden sich äußerlich von den Tamiya-Teilen darin, daß die Befestigungsschrauben aufgesetzt und nicht versenkt sind, und daß die Blenden vom Material her dünner sind.

Letzteres hab ich weitgehend ignoriert und nur die hinteren Kanten mit dem Skalpell etwas dünner geschabt, um die geringere Materialdicke anzutäuschen. Man sieht es hier ein wenig an der hinteren, schon behandelten Blende:




So sehen die Originalteile aus, mit den versenkt dargestellten Schrauben. Übrigens wunderschön umgesetzt:




Aber wir kennen kein Erbarmen; die Dinger werden zugespachtelt:




Für solche kleineren Arbeiten bringe ich meinen geliebten Tamiya-Spachtel mit einem kleinen Schraubendreher auf; geht sehr gut:




Nach dem Trocknen verschleifen; ich warte da lieber immer mal einen Tag, damit der Spachtel nicht doch noch schrumpft nach dem Schleifen:




Dann kommen wieder mal die schon bekannten PE-Schraubenköpfchen von Lion Roar zum Einsatz; wie gehabt Leimtröpfchen auf die Blende, Schraube mit spitzer Pinzette drauf:






Nachdem auch diese Teile montiert sind, kann es nun mit den PE´s losgehen. Übrigens passten auch die Kettenblenden wie zu erwarten wie angegossen.

Am Heck kommen einige PE-teile zum Einsatz, um die schon vorher entfernten Kettenabdeckungen und Auspuffgitter zu ersetzen.

Erstere bestehen jeweils aus zwei großen Teilen. Die Klebefläche ist nur ca. 0,8 mm breit, daher sollte man die Verbindungsstellen leicht anschleifen, um die Klebekraft zu erhöhen.




Dann mit zwei kleinen Klebepunkten anheften und an der später nicht sichtbaren Rückseite endgültig verkleben:




Die Auspuffroste empfand ich als ziemlich tricky, weil die Klebepunkte wirklich sehr klein sind. War aber auch machbar.

Um den Gittern eine leichte Wölbung zu verpassen, habe ich wie üblich das erstbeste gegriffen, was grad in Sichtweite war. Also wurden die Teile in die Vertiefung dieser Schraubendreher gedrückt, um eben diese Wölbung zu erhalten:






Die winzigen Streben wurden dann um 45 Grad nach innen geknickt, nacheinander in Sekundenkleber Gel getunkt und angeklebt. Etwas nervig, wie gesagt... Aber dafür sieht es ganz schick aus.

Hier das Heck mit den montierten Teilen:




Die kleinen PE-Kettchen an den Abdeckungen wurden vor dem Ankleben verdrillt; das läßt sie besser aussehen als flache PE-Teile:




Die Halteklammern an den Zugösen wurden über einem Bohrerschaft in Form gebogevor dem Ankleben:




Übrigens geht auch bei meinen Modellen oft genug was in die Büchs. Hier als Beispiel der Versuch, eine weggeschliffene Schweißnaht wieder herzustellen. Ja, ich kenne die gängigen Methoden, aber an dem Tag war ich wohl einfach zu blöd für so was:

Erst der Versuch mit eingeweichtem Gießast. An dem Tag muß ich blind gewesen sein, der war viel zu dick und ich bekam irgendwie auch keine Struktur rein:




Nächster Versuch mit Evergreen-Profil:



, das mit dem Skalpell strukturiert wurde:



So gesehen ganz nett, aber auch hier voll der Knick in der Optik; die Naht dürfte höchstens halb so dick sein. Also: Drauf geschissen, ich hab alles wieder weggeschliffen und nehme der Faulheit wegen Archer-Decals dafür, sobald ich die bekomme.

Das nur mal, um auch die kleinen Nicklichkeiten zu zeigen.


Inzwischen bin ich schon munter die Werkzeuge am Montieren, aber dazu mehr in Kürze.


Fortsetzung folgt! 

Schöne Grüße :winken:
Klaus

Travis

Zitat von: KlausH in 14. März 2010, 18:00:48
[...] Übrigens geht auch bei meinen Modellen oft genug was in die Büchs. Hier als Beispiel der Versuch, eine weggeschliffene Schweißnaht wieder herzustellen. Ja, ich kenne die gängigen Methoden, aber an dem Tag war ich wohl einfach zu blöd für so was [...]

Danke, Klaus, danke dass Du zeigst, dass Du auch nur ein Mensch bist. Ich krieg jedesmal die Krise, weil ich manchmal das Gefuehl habe, dass nur bei mir immer was schief geht...  :D

Ansonsten ist das wieder super erklaert! Ich mag sowas!  :P

Tho :santa:

- Modellbaufreunde Siegen -

I knew it, I knew it! Well, not in the sense of having the slightest idea but I knew there was something I didn't know!

Come to the dark side, Luke...   We have cookies!!!

Cipi

Moin Klaus :winken:

Danke für deine Ehrlichkeit. Schön zu sehen, dass ich nicht der einzige bin, dem was schieflaufen kann.  :pffft:

Die Arbeit mit den Lion Roar Schraubenköpfchen könnte ich mir nicht antun!
Dafür und natürlich auch für den Rest deiner Arbeit meinen grossen :respekt:



:winken:
Gruss Carlo

plantagoo

Hi!

Da Du ja besonderes Augenmerk auf die Verarbeitung von PE-Teilen bei diesem Baubericht hast... :)

ZitatDann kommen wieder mal die schon bekannten PE-Schraubenköpfchen von Lion Roar zum Einsatz; wie gehabt Leimtröpfchen auf die Blende, Schraube mit spitzer Pinzette drauf:

DAS interessiert mich doch jetzt ganz genau. Kleber aufs Plastikteil und die Schraubenköpfe greifst Du mit was? Die sind doch so winzig - da geht eine Pinzette?

Gruß
plant

ice72

#66
Jau neee, das mit den Schraubenköpfen könnte ich mir auch nicht antun :2:
Aber würde mich auch mal interessieren, womit du die, da drangemacht hast ?(

Flugwuzzi

 :P Prima - vor allem die Rückschläge - das macht das ganze Projekt vie sympathischer, grad so als hätt das unsereiner gemacht  :6:

Die Schraubköpfe von Lion Roar hab ich auch noch nie gesehen - gibts dafür ein Kaufargument?

Bisher hab ich die immer mit einem Punch & Die Set aus Sheet ausgestanzt und mit Plastikkleber verklebt. Zuerst mit dem Zahnstocher ein kleines Klebepünktchen auf die Stelle am Modell und dann den Zahnstocher umgedreht, die Spitze im Mund mit etwas Spucke angefeuchtet und damit den Schraubkopf auf die Zahnstocherspitze gebracht. Hält prima - dann noch schnell damit genau auf den Klebepunkt am Modell.

lg und weiter so
Walter
DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGES IST ANZUFANGEN. (Mark Twain)

WaltMcLeod

Zitat von: Flugwuzzi in 15. März 2010, 15:28:00
Zuerst mit dem Zahnstocher ein kleines Klebepünktchen auf die Stelle am Modell und dann den Zahnstocher umgedreht, die Spitze im Mund mit etwas Spucke angefeuchtet und damit den Schraubkopf auf die Zahnstocherspitze gebracht.

... und immer schön drauf achten, welche Seite des Zahnstochers mit Spucke und welche mit Superkleber, weil ..... sonst ......  :pffft:
Toller Bericht .... ich bleib dran!

:winken: Walter
... dahoam im schönen Oberalm, Salzburger-Land

mumm

Zitat von: WaltMcLeod in 15. März 2010, 16:13:15
]
... und immer schön drauf achten, welche Seite des Zahnstochers mit Spucke und welche mit Superkleber, weil ..... sonst ...... 

bei der falschen Seite, brauchst du dir aber keine Gedanken zu machen, schmeckst du doch, und  :pffft: wird dann schwerer....

Klaus, dein BB ist echt klasse, so detailiert etc, macht schon Spaß...

Es gibt doch diese selbstklebenden Schraubenköpfe, sind die nix?
(irgendwo hab´ich noch welche, muss mal suchen)

Peter  :winken:

BigA

Oh schön es geht weiter und auch gleich wieder in einer schönen Qualität .

Keine Bange das mit der Schweißnaht am Heck ist selbst mir passiert allerdings nicht zu dick
sondern leicht falsch im Verlauf. So wie sie Tamiya darstellt ist sie leicht daneben.

Gruß ALex

KlausH

Hallo,

danke euch allen!


Kurz zu eurer Frage zum Anbringen der Lion Roar-"Schrauben" und deren Besonderheit. Die liegt eigentlich nur darin, daß man die Dinger sehr einfach verwenden kann, weil sie nicht an der Platine befestigt sind, sondern komplett freigeätzt sind und nur von eine Haftfolie auf der Rückseite gehalten werden. So kann man sie einfach und schnell entfernen.





Zudem sind sie recht preiswert; um die 5,80 Euro für über 800 Teile. Ein Punch&Die steht auch bei mir auf der Wunschliste, aber noch schreckt mich deren Preis...


Hier nochmal das Handling im Detail. Zum Greifen verwende ich in der Tat eine gute Pinzette, die ich mal für wenig Geld auf einer Ausstellung gekauft habe. Damit kriegt man die Dinger sehr gut zu greifen, wenn sie auf einer glatten Unterlage liegen:




Die Pinzette in voller Pracht; Herkunft siehe Aufdruck. ;)




Zum Auftragen des Klebers setze ich erst einen Klecks auf ein Stück Papier; in dem Fall Gel:




Zum Aufnehmen des Klebers dient ein dünner 0,2mm-Draht. Um den besser handhaben zu können, hab ich Murdocks Tip umgesetzt und den Draht in eine dünne Kanüle gezogen; so ist er gut greifbar:




Wie gesagt ist das Ganze keine Hexerei. Mit dem Draht einen kleinen Tupfer Kleber an die Stelle, wo das Schraubchen hin soll: 




Mit der Pinzette das Teil aufsetzen (evtl. die Finger der anderen Hand als Führung benutzen):




Dann noch mit der Spitze andrücken:




Und sitzt:




Wenn der Draht mit Kleber versaut ist, kurz eine Feuerzeugflamme drunterhalten und schon kanns weitergehen.


Walters Zahnstocher-Methode klappt sicher genauso gut, aber das ist ja das Schöne, daß viele Wege zum Ziel führen und man sich den raussuchen kann, mit dem man am besten zuwege kommt.


@BigA: Danke für den Tip mit der falsch verlaufenden Schweißnaht; da werd ich drauf achten, wenn ich die Archers bekomme. :P


Schöne Grüße
Klaus

Flugwuzzi

 :P Schön und prima mit Bildern erklärt deine Klebetechnik.

Mir zischen auf diese Art die Teilchen immer ins Nirvana  :D - vielleicht liegts neben meiner Zitterkralle ja auch an der Pinzette, muss mal eine bessere besorgen.

lg
Walter
DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGES IST ANZUFANGEN. (Mark Twain)

KlausH

@Walter: Mit springen auch immer noch mal Teile weg, aber die Qualität der Pinzetten spielt hier in der Tat eine wichtige Rolle.

KlausH

Hallo,

heute legen wir mal mit den Werkzeugen los.

Ich geh ein wenig ins Detail; wie gesagt: vielleicht kann der eine oder andere ja was mitnehmen als Einstieg in die Verarbeitung von PE-Teilen.


So sieht das Werkzeug im Bausatz aus:




Und das sind die PE-Teile, die dazu verbaut werden sollen; hier wurden auch schon teilweise die angespritzten Halterungen der Bausatzteile weggeschliffen:



So werden aus 7 Bausatzteilen insgesamt über 100 Teile...


Und als Anhaltspunkt der entsprechende Ausschnitt aus der Lion-Roar-Anleitung. Etwas simpel, aber zweckdienlich:






Begonnen habe ich mit der Säge, aber da hatte ich grad keine Fotos gemacht, daher zum Stemmeisen, Teil B14 oben in der Anleitung.

Zuerst werden die Halterungen zurechtgebogen; das Ding wird mit der Pinzette gegriffen und mit dem Fingernagel hochgebogen:




Dann mit der Flachzange vorsichtig andrücken, dann passt auch schon gleich der rechte Winkel:




Ein Tröpchen Kleber in die Ecken und fertig:




Die Halterung der anderen Seite wird über einem passenden Bohrerschaft gerundet; sorry, leicht unscharf:




Die Haltebleche haben einen fiesen Knick, weil darunter noch kleine Scheibchen geklebt werden (s. Anleitung). Geht aber eigentlich sehr einfach: Das Teil einspannen und die beiden Laschen hochbiegen:




Dann den PE-Bogen, aus dem auch die kleinen Scheibchen stammen, als Distanzstück unterlegen und die Laschen wieder runterbiegen:




Schon passt´s; oben vorher, unten nachher:




Die Scheibchen sind auch einfach aufzukleben; einen Tropfen Leim unter die Lasche, und dann das komplette Ding auf ein Scheibchen aufsetzen:




Dann noch die Halterung selbst falten und aufkleben:






Und schon kann man den ganzen Kram am Bausatzteil anpappen:




Eine ebene, glatte Unterlage ist hier sicher kein Fehler.

Zum Schluß noch die Verschlüsse und Griffe drauf:




Und ab damit auf´s Modell:




Die Säge ist hier schon montiert; zu der sei lediglich angemerkt, daß sich solche langen Teile zugegebenermaßen am besten mit der Biegehilfe bearbeiten lassen, vor allen, wenn das Material wie bei Lion Roar etwas störrisch ist:




Noch zwei kleine Hinweise:

- Die Löcher für die Bausatzteile wurden wenn nötig mit Sekundenkleber gefüllt und verschliffen:




- Bei den Verschlüssen sollte man die überstehenden Teile (rot) abschneiden,



denn die passen so nicht in die entsprechenden Löcher der Griffe:



Wer mag, kann natürlich auch die Löcher aufbohren, war mir aber zuviel Arbeit.


Ein Hinweis noch: Selbst bei diesen Teilen gibt es immer noch kleine Differenzen zum Original, aber damit kann ich nun wirklich leben. Es sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.



So, das soll erstmal reichen. Evtl. mach ich heut abend noch ein Update auf den aktuellsten Stand.


Schöne Grüße
Klaus