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Autor Thema:  Modellbaufarben und deren Verdünnung  (Gelesen 86091 mal)

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Fumator

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #60 am: 02. Februar 2016, 20:17:08 »
Ich verfüge noch über einen größeren Bestand an nicht mehr erhältlichen Modelmaster Enamel Farben, den ich gerne aufbrauchen würde. Allerdings gehen meine Vorräte an Original Verdünnung (für Airbrush) langsam zu Ende. Deshalb  benötige ich eine Alternative. Ist der leicht erhältliche Revell Verdünner anwendbar? Ich möchte nur ungerne eine Versuchsreihe zu bereits gelösten Problemen starten und wäre daher für Eure Hilfe dankbar.

Gruß Axel

P.S. Sollte ich beim Bedienen der Suche DEN alles erklärenden Hinweis übersehen haben, bitte ich um Gnade und den Link.

Hans

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #61 am: 02. Februar 2016, 20:37:39 »
Ja, dafür ist der allererste Beitrag gedacht...  :D

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/39/2052739/3963333233636334.jpg

Hier nochmal in gross. Steht sogar Modelmasters drin, obwohl das Testors sind. Und alle Enamels sind gleich verdünnbar. Wenn du nix originales mehr hast, besorg dir Terpentinersatz aus dem Baumarkt. NICHT Universalverdünner, der kann Plastik angreifen. Was auch geht ist "Testbenzin" oder "aromatenfreies Testbenzin / Terpentinersatz"
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #62 am: 02. Februar 2016, 20:39:15 »
Modelmaster ist sehr wohl noch erhältlich. Einfach mal googeln.


Jeder tut, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut.

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http://www.b-domke.de/AviationImages.html

Fumator

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #63 am: 03. Februar 2016, 00:27:41 »
Zitat
Ja, dafür ist der allererste Beitrag gedacht...
Gnädig versenkt! Die Tabelle habe ich zwar gesehen, aber nicht wahrgenommen.

Zitat
Modelmaster ist sehr wohl noch erhältlich
Stimmt. Aber wie ich das verstehe, handelt es sich dabei um Restbestände. Für mich ist das jetzt der Zeitpunkt, auf Acryl umzusteigen. Aber die selten benutzten Farben wollte ich schon noch aufbrauchen.

Alex

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #64 am: 24. Februar 2016, 20:13:01 »
So, und wieder ein Problem zum Thema Verdünner. Letzthin habe ich im Fachhandel extra aromatenfreier Verdünner für Kunstharzlacke gekauft (Lösin 600, Datenblatt hier: http://conticoatings.com/fileadmin/ressources/images/produkte/Kluthe/KlutheSicherheitsDatenblatt/069210330000_DE.pdf ). Damit wollte ich Modelmaster Enamel für die Airbrush verdünnen, aber die Farbe ist ausgeflockt! Revell Enamels scheinen besser zu gehen, da ist nichts passiert, aber da habe ich nicht gebrushed.

Lösin enthält >=30% Aliphatische Kohlenwasserstoffe, der Baumarkt-Terpentinersatz hat >30% aliphatische plus noch 15-30% aromatische KWS. Wieso kann das sein? Ich dachte, aromatenfreie seien unkomplizierter, und daher zu bevorzugen?

Alex

Edit: OK, gerade etwas geforscht und mit Lösin 600 so ziemlich das übelste Mittel geholt...  :12:
« Letzte Änderung: 24. Februar 2016, 20:42:14 von Alex »
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cappy0815

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #65 am: 10. März 2016, 22:52:12 »
Nabend,

ich hoffe, ich hab nix überlesen ...

Wie und womit sollte ich die "REVELL EMAIL" Farben verdünnen?
Die "Aqua Color" vom gleichen Hersteller müsste ich ja oben der Tabelle entnehmen können, oder!?

Vielen Dank
Cappy
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Wolf

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #66 am: 11. März 2016, 00:09:28 »
Die Enamels auch. Oberster Punkt in der Liste
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cappy0815

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #67 am: 11. März 2016, 07:41:37 »
Moin,

okay ... vielen Dank.
Kann ich auch irgendwo die Verhältnisse nachlesen?
Oder macht man das Gefühl und Bedarf?

Cappy
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Wolf

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #68 am: 11. März 2016, 08:27:25 »
Es gibt kein Standart Mischungsverhältnis. Das ist immer abhängig von der Ausgangslage, also wie dick die Farbe ist und der Art der Verwendung, also  Pinsel oder Airbrush.

Bei der Airbrush Verwendung ist es dann wiederum abhängig von der AB und der Art der Lackierung. So stell man bei einer flächigen Lackierung die Farbe sicherlich etwas dicker/deckender ein als bei feinsten Linien oder Flecktarnungen.

Als Grundregel/Ausgangsbasis kann man für die Airbrush eine Verdünnung im Bereich/Fließverhalten wie Milch anstreben. Beim Pinsel sollte die Farbe gut vom Pinsel aufgenommen werden und leicht auf der Oberfläche verlaufen.
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cappy0815

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #69 am: 11. März 2016, 09:37:54 »
... okay ... macht Sinn  :klatsch:

Gibt es denn ne grobe Richtung?
Also mische ich eher 1:1 oder verdünne ich eher 1:1000?
Das wird natürlich auch wieder je nach Farbe und Oberfläche anders sein, klar ...

Ich würde mal vermuten (aber wirklich ... ich bin blutiger Anfänger)
Bei Wasserfarben kommt wenig verdünnendes Wasser dazu
Bei bsp. email eher etwas mehr TerpentinErsatz ...
Die Original Revell-Set Farben sind vermutlich schon ziemlich fertig.

Gruß Cappy
Kannste schon so machen, aber dann isses halt Kacke

Hans

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #70 am: 11. März 2016, 09:41:13 »
Fertig ist eigentlich keine Farbe. Verdünnen muss man sie alle. Es gibt ein paar extra für Airbrush eingestellte Farben, die manchmal für bestimmte Zwecke nicht weiter verdünnt werden müssen.

Einfach mal ausprobieren. Modellbau ist ein Handwerk und da muss mal viel ausprobieren.....
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cappy0815

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #71 am: 11. März 2016, 10:27:48 »
Hallo nochmal,

[...]Einfach mal ausprobieren. Modellbau ist ein Handwerk und da muss mal viel ausprobieren.....

Völlig richtig ... bin auch nicht neu im Modellbau, sondern nur beim Airbrushen.
Bisher hab ich mich allerdings mehr mit Funktions-Modellbau beschftigt.

Jetzt möchte ich aus Affinität zu einer F4U gerne mal mit nem Plastik-Bausatz beschäftigen.
Naja ... und der ist weiß irgendwie nicht so schön :-)

Dahe rnochmal bitte die Frage nach einer groben Richtung in die ich beim Verdünnen denken muß.

Danke
Cappy
« Letzte Änderung: 11. März 2016, 10:29:43 von cappy0815 »
Kannste schon so machen, aber dann isses halt Kacke

BV141

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #72 am: 11. März 2016, 10:40:21 »
Sorry, cappy, aber so macht das recht wenig Sinn. Du müsstest als erstes einmal angeben, welche Airbrush mit welcher Düse Du verwendest. Eine 0,15 Düse an der Infinity braucht definitiv eine andere Verdünnung als eine 0,5er Düse an einer Billig-AB. Wenn Du Schwarz auf weisse Sprues nebelst, wird das vermutlich auch anders besser sein als weiss auf weisse Sprues. Dazu kommt noch, dass einzelne Farben des GLEICHEN Herstellers manchmal anders verdünnt werden müssen als andere. Dann kommt noch der Arbeitsdruck dazu. Du siehst also, viele, viele Variablen.

Halte Dich einfach mal an die Empfehlung weiter oben: versuche in etwa das Fliessverhalten von Milch zu erreichen. Und arbeite von da an weiter. Oder probiere halt erst mal 1:1, dann 2:1 oder 1:0,5 (Falscher Fehler: 1:2 macht mehr Sinn :-) usw. Dann an die optimale Verdünnung annähern. Nach drei bis vier Versuchen hast Du es dann auf einem Kleenex oder Zeitung selbst rausgefunden. Dann noch auf einem Plastikteil nachjustieren (z.B. Joghurtbecher) und gut ist.
« Letzte Änderung: 11. März 2016, 10:46:48 von BV141 »

cappy0815

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #73 am: 11. März 2016, 12:28:22 »
Hallo nochmal,

ich habe mich vermutlich blöd ausgedrückt.
Ich möchte kein exaktes Mischungsverhältnis von Euch wissen.

Das geht aus verschiedenen Gründen nicht, das habe ich nach der ersten Antwort verstanden.
Ich wollte nur einen Anhaltspunkt haben, wo ich etwa anfange zu üben.

Schütte ich in den 10 Liter Eimer Farbe 10 Liter Verdünner?
Oder tröpfel ich mit der Pipette einen Tropfen Wasser in den Tanklaster ...

So in dieser, etwas übertriebenen Richtung, dachte ich.

Klotzen statt Kleckern, oder mit höchster Dosier-Vorsicht ... :-)  :8:

[...] Oder probiere halt erst mal 1:1, dann 2:1 oder 1:0,5 (Falscher Fehler: 1:2 macht mehr Sinn :-) usw. Dann an die optimale Verdünnung annähern.[...]

SO  :P Danke ... :-)

Cappy
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Koffeinfliege

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Re: Modellbaufarben und deren Verdünnung
« Antwort #74 am: 11. März 2016, 13:38:12 »
Hier ein konkretes Beispiel:

- Airbrush mit 0,2mm Nadel
- Kompressor etwa 1-1,2 Bar
- Tamiya Farbe, XF Serie. Revell Aquas nutze und kenne ich nicht.
- Original Tamiya Verdünner X20A
- Verhältnis 1 Teil Farbe, 4-8 Teile Verdünner. Je nach Farbe und wie lasierend ich lackieren möchte.

Wie Du siehst, auf 3 Tropfen mehr oder weniger kommt es sich nicht an.
Will ich eine Fläche einfach nur schnell farbig haben nehme ich weniger Verdünner. Sollen untere Schichten Farbe (z.B. ein Preshading) durchschimmern, gehe ich mit der Verdünnung rauf um die Deckkraft zu reduzieren. So kann ich besser steuern, wie viel durchscheinen soll.
Eine hohe Verdünnung ist zeitintensiv, weil bei jedem Durchgang nur wenig Farbe auf das Modell gelangen darf (dünnere Farbe läuft schneller weg, Nasengefahr), die zudem schlecht deckt. Dafür wenig Probleme mit spratzenden oder verstopften Düsen und rauen Oberflächen.