Schwerer Kreuzer Admiral Hipper (1/700, Trumpeter)

Begonnen von maxim, 14. August 2010, 17:32:33

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

maxim

In Laupheim ist ja dieses Jahr Norwegen 1940 das Thema. Erst wollte ich ein norwegisches Schiff bauen - habe aber keinen Bausatz von einem für mich interessanten und 1940 noch im Einsatz befindlichen Schiff gefunden. Die nächste Idee war der französische Leichte Kreuzer Emile Bertin. Aber dann bekam ich den Bausatz der Admiral Hipper von Trumpeter:

http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2425:trumpeter-deutscher-schwerer-kreuzer-admiral-hipper-1700&catid=69:tru

Eigentlich wollte ich die  Admiral Hipper in dem auf dem Deckelbild abgebildeten Tarnschema bauen, aber das ist aus der 1940-Version von Trumpeter nicht direkt möglich. Es fehlt die MES-Anlage, die wohl bei der 1941-Version dabei ist. Also die selbst machen? Aber ich brauche ja noch ein Modell für Laupheim und die 1940-Version wäre ja möglich.

Also welche Tarnschemen hatte die Admiral Hipper 1940?

Hier gibt es einige der Tarnschemen (es fehlt wohl dies, was sie während der Reparaturen Ende April, Anfang Mai 1940 hatte).

http://www.admiral-hipper-class.dk/admiral_hipper/paint_schemes/admiral_hipper_paint_schemes_1940.html

Bei diesen beiden gibt es das Problem mit der MES-Anlage:
http://www.admiral-hipper-class.dk/admiral_hipper/paint_schemes/pictures/1940/07_hipper_october_40_starboard_big.jpg
http://www.admiral-hipper-class.dk/admiral_hipper/paint_schemes/pictures/1940/08_hipper_december_40_starboard_big.jpg

Wirklich interessant von den übrigen ist nur dieses:

http://www.admiral-hipper-class.dk/admiral_hipper/paint_schemes/pictures/1940/06_hipper_august_40_port_big.jpg

Wahrscheinlich hatte sie dies von Ende Juni (nach Operation Juno) bis Anfang August (Beginn einer neuen Werftliegezeit, Admiral Hipper war ja eigentlich laufend lange in der Werft).

Neben dieser Seite mit den Tarnschemen benutze ich als Quellen:



Also ging es an den Bau. Der Zusammenbau ist recht mühsam, da die Aufbauten aus sehr vielen Teilen bestehen - die Art und Weise, wie Trumpeter versucht die Detaillierung zu optimieren. Größere Probleme gab es bisher aber nicht, ich musste etwas am Übergang vom Rumpf zur Wasserplatte spachteln und an den Aufbauten muss ich noch ein paar kleine Ritzen schließen.

So weit ist sie gerade:



Im Bau: Fregatte SAS Jan van Riebeeck (1/700, Starling Models)


Graf Spee

Sehr schön.
Da werd ich mich dann mal einklinken. Das verspricht interessant zu werden.

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

maxim

Um das genannte Tarnschema darzustellen, wurde erst der Rumpf mit Vallejo 154 Signalgrau und die Aufbauten mit Vallejo 153 Hellblaugrau bemalt. Darüber kamen dann Muster mit Vallejo 155 Silbergrau und 159 Staubgrau.
Die Holzdecks habe ich mit Vallejo 110 Deck Tan und die Stahldecks mit Vallejo 166 Dunkelgrau bemalt.





Der dunkelste Farbton des Musters - ich werde Vallejo 166 Dunkelgrau benutzen - fehlt noch.

Im Bau: Fregatte SAS Jan van Riebeeck (1/700, Starling Models)


Graf Spee

Sieh schonmal gut aus soweit :1:
Hättest Du vielleicht noch ein Foto von oben oder schräg-oben?
Mich würde nämlich mal die Wirkung Deiner Decks interessieren :1:

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

Corum

Hallo!

Ah, ein Modell komplett mit Vallejo Farben bemalt, das gefällt mir ;). Eine Ansicht der Decks würde mich auch interessieren, denn "Deck Tan" fehlt bisher noch in meinem Sortiment ;). Und mit dem Pinsel aufgetragen oder Airbrush?

Gruß Christian

maxim

Die Decks sehen eigentlich immer noch sehr ähnlich aus, wie auf dem zweiten Foto im ersten Beitrag.
Im Bau: Fregatte SAS Jan van Riebeeck (1/700, Starling Models)


maxim

Inzwischen ist auch der dunkle Farbton (Vallejo 166 Dunkelgrau) aufgetragen (alles mit Pinsel):







(mit Healy und San Marco)
Im Bau: Fregatte SAS Jan van Riebeeck (1/700, Starling Models)


gemini

Sieht gut aus, nicht schlecht, nicht schlecht  :P
Nur schade, das Trumpeter den Bug nicht richtig hinbekommen hat, weder beim 700er noch beim 350er Modell... :2:

:winken:

maxim

Zitat von: gemini in 24. August 2010, 15:18:38
Nur schade, das Trumpeter den Bug nicht richtig hinbekommen hat, weder beim 700er noch beim 350er Modell... :2:
:winken:

Ich werde den Bug noch mal mit den Plänen vergleichen. Er ist dir zu Klipperbug-förmig? Irgendetwas stimmt auch mit der Höhe des Rumpfs nicht, d.h. die Wasserlinie entspricht nicht der, die man auf den Fotos sieht. Oder ist liegt an der Oberkante des Seitenpanzers bzw. Torpedowulsts...
Im Bau: Fregatte SAS Jan van Riebeeck (1/700, Starling Models)


starship24

Zitat von: maxim in 25. August 2010, 21:09:11
Irgendetwas stimmt auch mit der Höhe des Rumpfs nicht, d.h. die Wasserlinie entspricht nicht der, die man auf den Fotos sieht. Oder ist liegt an der Oberkante des Seitenpanzers bzw. Torpedowulsts...

Bei der Prinz Eugen in 1/700 hatte ich schon mal darauf hingewiesen, was das Maß in der KWL beim Trumpeter-Bausatz betrifft... :rolleyes:

maxim

#10
Zitat von: starship24 in 25. August 2010, 21:51:30
Zitat von: maxim in 25. August 2010, 21:09:11
Irgendetwas stimmt auch mit der Höhe des Rumpfs nicht, d.h. die Wasserlinie entspricht nicht der, die man auf den Fotos sieht. Oder ist liegt an der Oberkante des Seitenpanzers bzw. Torpedowulsts...

Bei der Prinz Eugen in 1/700 hatte ich schon mal darauf hingewiesen, was das Maß in der KWL beim Trumpeter-Bausatz betrifft... :rolleyes:

Ich erinnere mich daran - aber ich hatte es so in Erinnerung, dass die Wasserlinie bei dem Prinz Eugen-Modell zu lang war, also der Rumpf nicht an der Konstruktionswasserlinie geteilt ist, sondern an einer Wasserlinie eines beladenen Zustands. Bei der Admiral Hipper erscheint mir aber der Freibord zu hoch zu sein - d.h. wenn das stimmt, dann ist die Wasserlinie eher zu kurz oder zumindest nahe an der KWL.

Anders gesagt: Prinz Eugen wird im beladenen Zustand gezeigt und Admiral Hipper im leeren?? Die Fotos von den Bausatzbesprechungen deuten dahin. Nur ist der Prinz Eugen-Rumpf dann nun mal sehr viel realistischer!!
Im Bau: Fregatte SAS Jan van Riebeeck (1/700, Starling Models)


starship24

#11
Die Rümpfe von Trumpeters Hipper-Klasse fallen allerdings unterschiedlich aus.  :rolleyes:

Graf Spee

Nja gut.
Die Originalschiffe hatten ja auch nicht den gleichen Rumpf :2: also ist es da nicht allzu verwunderlich das Trumpeter verschiedene Formen nimmt. :pffft:
Anders herum hätte es mich eher gewundert :rolleyes:
Nur stellt sich die Frage, warum sie anscheinend einmal die Konstruktionswasserlinie und einmal die "Einsatz-Verdrängung"-Wasserlinie nehmen...

Eine gewagte Theorie wäre: Sie haben denen, die das Modell ins "Wasser" einbetten wollen, vielleicht mehr "Spielraum" verschaffen wollen ;)

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

starship24

Eugen, Seydlitz und Lützow waren nach Koop/Schmolke um einiges länger als Hipper und Blücher. Hatten somit auch ein anders Maß in der KWL.  :winken: Jörg.

Graf Spee

Äh, ich dachte das wäre soweit schon geklärt, das der Prinz einen anderen Rumpf als Hipper hatte :woist:
Das somit die CWL auch eine andere war, war ja auch geklärt. :woist: Oder stehe ich da auf dem Schlauch?

Allerdings kenne ich keine Fotos von Hipper mit Einsatzverdrängung bei dem sie soweit aus dem Wasser ragt, wie hier am Modell dargestellt.
Es gibt Fotos auf denen einige der Bunker leer sind, und Hipper deswegen weiter herausragt. :1:
Also kann ich maxim da schon verstehen, wenn er sich über diesen Umstand der gewählten Darstellung wundert.
Aber um das rauszukriegen, was man sich dabei gedacht, muss man wohl mal in Kontakt mit Trumpeter treten. :6:

Ansonsten würde ich sagen, dass man, um die Wasserlinie "anzupassen" das Modell vielleicht tiefer ins Dioramen-Wasser einbetten könnte/müsste.
So das denn machbar ist.

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

maxim

In Bezug auf den Rumpf der Admiral Hipper gibt es zwei mögliche Probleme:

1.) die Form des Bugs.

2.) die Höhe des Rumpfs über Wasser

Bei 2.) geht es nicht um die Unterschiede zwischen den einzelnen Schiffen, sondern um eine seltsame Wahl der Wasserlinie. Eben das Admiral Hipper leer dargestellt ist. Und natürlich könnte man sie tiefer in eine Dioramen-Platte einbetten - aber ich hatte eigentlich nicht vor, sie in ein Diorama einzubetten.

Ich finde, dass eine Darstellung eines Waterline-Modells auf Konstruktionswasserlinie keinen Sinn macht, wenn diese stark von der Linie der Einsatzwasserverdrängung abweicht. Das Schiff wirkt dann einfach seltsam.

In der Konsequenz bedeutet dies ja auch, dass ich den Wasserpass extrem hoch malen muss. Dann dürfte sie fast wie die Prinz Eugen im letzten Tarnanstrich wirken!?
Im Bau: Fregatte SAS Jan van Riebeeck (1/700, Starling Models)


starship24

Unten ein Foto vom Rumpf der Eugen. Die Gesamtlänge des Modells ist stimmig, wenn man sie auf das Original umrechnet. Maß allerdings an der Trennlinie 203 mm. Ergibt ja keinesfalls das Originalmaß der KWL. Die Hipper hatte ja auch den Atlantiksteven.



Graf Spee

Zu 1.) Die Bugform zu korrigieren dürfte jetzt wohl nicht mehr drin, da Du ja schon mit der Lackierung begonnen hast. Da bleibt wohl nur übrig, das so zu akzeptieren :rolleyes: Auch wenn´s schade ist.

Zu 2.) Das mit dem Bug und der "unglücklichen" Trennlinie ist echt Mist. Wenn Du den Wasserpaß hochziehst, und auf der richtigen Breite hälst, könnte es sogar fast sein, das noch etwas vom "Unterwasserschiff" zu sehen ist. Da Du ja nicht vor hast Hipper in eine Wasserfläche einzubetten, würde ich fast schon sagen: Abtrennen des überschüssigen unteren Teils. Sonst wirst Du Dich nur drüber ärgern :2:

@starship24: Ich denke mal, dass da Vergleiche mit dem Rumpf von Prinz Eugen nicht viel helfen. Die Rümpfe waren ja ohnehin in ihren Dimensionen sehr unterschiedlich. Und der Atlantiksteven von Hipper war auch nie so stark ausfallend wie der schon fast Sichelförmige Bug von Prinz Eugen. Das ist so ein bisschen "Äpfel mit Birnen"-Vergleichen, zumal es Lars ja bei seinem Problem nicht weiterhilft.

Was ich allerdings nicht so ganz verstehe ist folgendes:
Zitat von: starship24 in 26. August 2010, 12:17:52
(...) Die Gesamtlänge des Modells ist stimmig, wenn man sie auf das Original umrechnet. Maß allerdings an der Trennlinie 203 mm. Ergibt ja keinesfalls das Originalmaß der KWL. (...)
Wenn das Modell an der Trennlinie 203mm misst, komme ich umgerechnet auf ein Maß am Original von ca. 142m. Da würden dann ja um und bei 55m bis zur CWL fehlen 8o Und dann passt der Rumpf trotzdem noch ?(

Wenn man Deine 203mm als 203m nimmt wäre es ca 3,5m zuviel im Vergleich zum Original. Das wären am Modell dann 5mm zu viel. Ich schätze mal, das Du das so rum meintest.
Das Maß der Trennlinie dürfte sich dann aber wirklich mehr am Maß der Wasserlinie bei Einsatzverdrängung orientieren, wie ja schon von Lars angesprochen. Denn die lag ja dann um ca. 1,5m höher. Dass dürfte dann wahrscheinlich auch eher mit den von Dir gemessenen/errechneten 203m passen. :woist:

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

gemini

#18
Hallo,

also ich habe die "Hipper" in 1 /350, ich nehme an, das Trumpeter das Modell einfach runterskaliert hat, da das mit der Wasserlinie bei mir genauso ist. Es handelt sich dabei offensichtlich um die Konstruktionswasserlinie. Ich habe mal bei Koop/Schmolke nachgelesen: Länge in der Konstruktionswasserlinie nach dem Umbau 194,6m, ist umgerechnet 55,6cm, gemessen habe ich 55,9cm. Die Länge über alles nach dem Umbau passt ziemlich genau.
Der Steven bei Admiral Hipper war so gut wie gar nicht Sichelförmig, auf manchen Foto wirkt er sogar gerade.

http://web.ukonline.co.uk/aj.cashmore/germany/cruisers/hipper/admiralhipper1.html

Leider gibt es keine schönen Bilder davon, aber das hier kommt der Sache wohl ziemlich nahe:

http://www.bismarck-class.dk/miscellaneous/book_reviews/a_j_press/admiral_hipper_33_cz_1_book_review.html

Hier noch ein Farbfoto:

http://einestages.spiegel.de/external/ShowEntry/Sl_onHideNotices/S933.html

Und hier ein Filmausschnitt:

Admiral Hipper returning from Atlantic

Hoffe, ich konnte helfen  ;)

:winken:


P.S.: Uuups, ich wollte doch nur den Link von dem Video einfügen, ich hoffe ich verstoße damit jetzt nicht gegen eine Forumsregel.... :rolleyes:

Graf Spee

Tja, wenn das beim 350er Modell auch so ist...
Beim 350er Prinzen habe ich mal nachgemessen, da komme ich auf umgerechnet ca. 204m an der Schnittkante.
Das dürfte dann also auch zur Einsatzverdrängung passen :1:
Ist natürlich ärgerlich, wenn man dann ein Modell mit der CWL als Schnittkante in Waterline-Option bauen will.

Aber dazu sage ich mal:
Maxim, das kriegst Du bestimmt ordentlich hin :P

:winken:
Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

gemini

ZitatBeim 350er Prinzen habe ich mal nachgemessen, da komme ich auf umgerechnet ca. 204m an der Schnittkante.
Das dürfte dann also auch zur Einsatzverdrängung passen

Laut Koop/Schmolke: Länge Konstruktionswasserlinie nach Umbau: 199,5m
                             Länge über Alles nach Umbau: 212,5m

:winken:

Graf Spee

Handle nur nach derjenigen Maxime,
durch die zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

starship24

@gemini Richtig. Von der im Link gezeigten Encyklopedia Okretow Wojennych habe ich übrigens Band 3, der sich mit der Eugen befasst. Und anhand der Eugen wollte ich nur mal zeigen, dass beide Bausätze (Hipper und Eugen) von Trumpeter in 1/700 ihre Macken haben ...  :winken: Jörg

gemini

@graf spee
Ich dachte, Du wolltest es genau wissen......

:winken:

maxim

Den Bug werde ich wohl korrigieren - auch wenn ich dann den Anstrich noch mal am Bug machen muss.

Aber den Rumpf unten absägen? Das ist keine Kleinigkeit und dazu ist die Wasserlinienplatte ja für die Stabilität des Rumpfs wichtig. Da muss ich noch mal überlegen.


@ Jörg: ich denke nicht, dass es bei der Prinz Eugen ein Problem gibt. Da haben sie den Rumpf im beladenen Zustand dargestellt und damit realistisch. Die Hipper dagegen kann man wahrscheinlich, wenn man größere Operationen vermeiden will, nur als Vollrumpfmodell bauen  :2: :2:
Im Bau: Fregatte SAS Jan van Riebeeck (1/700, Starling Models)