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Autor Thema:  Löten statt Kleben  (Gelesen 62838 mal)

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Lötprofi

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #135 am: 22. Oktober 2010, 20:49:17 »
Ja möge das Lot fließen.....
auf das wir uns alle die Finger verbrennen.... :klatsch:

Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #136 am: 22. Oktober 2010, 21:27:46 »
Habe ich vergessen obwohl eigentlich schon erklärt. meistens Murks bezieht sich auf meine eigenen Erfahrungen im Kirmes Modellbau da wird fast nur mit Messing gearbeitet und kannst mir glauben ich habe schon 100 meter Messingprofile gelötet, da weiß man wovon man spricht.....
Glaub ich Dir ja auch :1: es hörte sich nur blöd an...........aber Thema vergessen weiter gehts beim Bau der Stuka.
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

standart2k

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #137 am: 23. Oktober 2010, 09:45:14 »
Und jetzt bitte Ende Gelände und zurück zum eigentlichen Thema :D

Ich hab die ersten, am Kiosk gekauften Teile auch versucht, mit dem Gaslötkolben zu verlöten, so wie ich es bisher bei den normalen Ätzteilsätzen von Eduard, Aber und Co. gemacht habe. Allerdings kam ich damit nicht weit. Mit dem Lötkolben und den hier besprochenen Tipps war das Ergebnis schon besser. Wobei seltsamerweiße die ersten Teile vom Abo super halten, während die am Kiosk gekauften, wieder auseinandergenommenen, gereinigten und mit dem Kolben verlöteten Teile gar nicht halten. Ich werd jetzt einfach mal die Tipps von Lötprofi probieren und nochmals den Brenner auspacken
Im Bau:
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Lötprofi

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #138 am: 23. Oktober 2010, 14:27:50 »
@ standart2k
Moin moin, denke bitte dran nicht dicker als 1mm Radiolot. Wie beim Schweißen sollte die Elektrode oder der Schweißdraht nicht dicker als das zu verarbeitende Material sein.

cu
« Letzte Änderung: 23. Oktober 2010, 16:25:17 von Lötprofi »

Erdinger

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #139 am: 23. Oktober 2010, 15:13:52 »
Moin moin, denke bitte dran nicht dicker als 1mm Radiolot. Wie beim Schweißen sollte die Elektrode oder der Schweißdraht nicht dicker als das zu verarbeitende Material sein.
Ich denke, aus welchem Durchmesser auf der Rolle das Lötzinn stammt ist nicht ganz so wichtig als welche Menge Lot man auf den Lötkolben gibt, bzw. in die zu verbindende Naht. Es sollte einfach nur nicht zuviel sein.

Und wie alle anderen Lötanfänger hier im Stukaboard arbeite auch ich noch daran mich da ranzutasten. Zumeist entnehme ich mein Lot aus einer Rolle mit 0,5mm, was deinem Vorschlag rein zufällig entspricht da die zu lötenden Messingplatten 0,55mm stark sind.
Grüße!
Thomas 
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Michael

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #140 am: 23. Oktober 2010, 15:26:39 »
Ich denke, aus welchem Durchmesser auf der Rolle das Lötzinn stammt ist nicht ganz so wichtig als welche Menge Lot man auf den Lötkolben gibt, bzw. in die zu verbindende Naht. Es sollte einfach nur nicht zuviel sein.

Aber je dünner das Lot umso weniger läuft man Gefahr zu viel aufzutragen. Theoretisch kann man jedes Lot verwenden (Durchmesser)
Leider geht es nur durch ausprobieren, und bevor man die Teile versaut, würde ich lieber die vielen Reststücke benutzen um zu üben.
Ich hab keine Macken! Das sind Special-Effects.

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #141 am: 23. Oktober 2010, 15:29:48 »
Sorry lieber Thomas aber es macht schon Sinn auf den Durchmesser beim Lötdraht zu achten. Gerade wenn man nicht so geübt ist. Bei einem zu dicken Draht hast halt dann überall deine Batzen an der Lötstelle. Ich spreche hier da aus meiner Erfahrung vom WIG-Schweißen. Ich hab da bei einer Schweißnahtbreite von 2mm nie ein Draht genommen der Dicker war als 0,8mm. Meine Kollegen haben sich immer gewundert wie ich so saubere Schweißnähte schaffe. Klar die Anderen haben immer den dicken Stangendraht genommen beim schweißen. Ich dagegen den Draht von der Rolle die beim MIG-Schweißen verwendet wurde. Der ist etwas Dünner. Also nix für Ungut aber so unwichtig sind manche Tipps nicht.

Gruß Maeks

Lötprofi

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #142 am: 23. Oktober 2010, 16:15:55 »
Richtig, du sprichst mir aus der Seele man nimmt auch keine 10mm Schweißelektrode aus dem Erdöl-Piplinebau um ein 1mm Kotflügelblech am Auto zu schweißen. Je dicker die Elektrode bzw. das Lot umso mehr Hitze brauch man. Beim Weichlöten soll das Werkstück die richtige temperatur haben und das Lot am Werkstück schmelzen und nicht in der Flamme..

Erdinger

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #143 am: 23. Oktober 2010, 16:17:48 »
Markus,
ich habe nicht gesagt dass man dicken Draht nehmen soll. Da hast du etwas falsch herausgelesen. Ich nehme Draht von 0,5mm Stärke, das reicht mir völlig und lässt sich gut dosieren.

Zitat
Also nix für Ungut aber so unwichtig sind manche Tipps nicht.
Wo soll ich das denn behauptet haben?  ?(

Im Endeffekt sind wir uns doch darüber einig dass man mit sowenig Lot wie möglich und nötig arbeiten sollte, oder? Im Grunde sagtst du ja dasselbe, ob du nun von deiner Erfahrung beim Schweißen sprichst oder ich vom Löten.

Ich fürchte nur dass ich und andere Beginner so langsam etwas verwirrt werden wenn einmal von Schweißen und dann wieder von Löten gesprochen wird. Vielleicht sollten wir uns hier wieder etwas auf das Löten fokussieren.
Grüße!
Thomas 
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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #144 am: 23. Oktober 2010, 17:53:09 »
Lieber Thomas
um wieder auf´s Löten zurück zu kommen. Lötprofi verwendet zum Löten eine offene Flamme und kein Kolben. Auf das bezog sich mein letztes Posting. Und da ist es schon wichtig welchen Durchmesser der Lötdraht hat. Bei einem Kolben ist es egal welchen Durchmesser der Lötdraht hat. Nur eines noch bei einer Löterei mit einem Kolben wirst du nie so eine saubere Lötnaht erreichen, als wenn du es mit einer offenen Flamme machst. Wenn nun jemand eine Lötnaht haben will wo er nichts verschleifen und versäubern will, wird er mit einer Kolbenlöterei nicht viel Freude haben und weit kommen. Ich denke ich werde um diesen Thread in Zukunft ein größeren Bogen machen, da das Gefühl habe, hier nur Leute erwünscht sind die selber eine Stuka bauen. Ach ja Löten und Schweißen haben eines gemeinsam. Sie sind eine nicht lösbare Verbindung.

Gruß Maeks

Erdinger

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #145 am: 23. Oktober 2010, 17:59:50 »
...Ich denke ich werde um diesen Thread in Zukunft ein größeren Bogen machen, da das Gefühl habe, hier nur Leute erwünscht sind die selber eine Stuka bauen. ...
Hä?  :woist:
Grüße!
Thomas 
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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #146 am: 23. Oktober 2010, 18:15:30 »
Also ich habs jetzt gerade nochmal an dem Blech vom Spant von der 1ten Ausage mit dem Gaslötbrenner probiert. Hab dazu das Blech mittels Krokodiklemmen am Spant festgemacht, dann auf das Lötbrett gelegt, von oben ein winziges Stück Lötzinn draufgelegt und von unten kurz mit dem Lötbrenner hin. Das Lötzinn hat sich wunderbar über das Loch und den gekürzten Passstift zwischen die Teile gesaugt, ganz ohne zusätzliches Lötfett. Das Ergebnis ist meines Erachtens im Vergleich zum selben Teil mit dem Lötkolben gelötet um einiges besser.
Allerdings stellt sich mir die Frage, inwieweit diese Methode funktioniert, wenn schon zusammengelötete Teile und zu lötende Teile nahe beieinander liegen wie gerade diese doppelten Spantenbleche im Cockpitbereich. Da der Brenner ja eine viel höhere Wärme erzeugt und durch die Flamme auch eine größere Fläche erhitzt, besteht doch die Gefahr, das sich andere Teile wieder lösen?!?
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Lötprofi

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #147 am: 23. Oktober 2010, 18:49:22 »
da sollte es keine Probleme geben, bei mir jedenfalls nicht. Das ist ja der Punkt bei der Flamme das du in Sekunden an der Stelle wo du löten willst die richtige Temperatur hast und nicht erst mit dem Kolben das ganze Teil zum glühen bringen mußt. Außerden hast ja noch die Klemme die alles zusammenhält solle also eine stelle wieder weich werden passiert nix... bei den Spanten klappt das besonders gut was ich schon anmerkte "Flamme aussen Lötzinn von innen" da sieht man anschließend nicht die Spur einer Lötnaht...

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #148 am: 23. Oktober 2010, 19:04:38 »
@standart2k
Die Gefahr das die die Teile wieder auseinander fallen hast du mit dem Kolben mehr als mit der Flamme. Der Grund ist, das du mit dem Kolben keine punktuelle Hitze ins Material bekommst. Der Kolben heizt das Blech zu langsam auf und damit verteilt sich die Wärme zu schnell. Mit der Flamme bekommst du eine genaue und schnelle Hitze ins Material ohne das sich sie schnell ausbreitet. Das von dir angesprochene Thema ist aber auch mit der offene Flamme nicht ganz so einfach. Um aber sowas zu vermeiden das Teile wieder auseinander fallen Bedarf es schon etwas mehr Löterfahrung. Ich hab als Schlosser beim Flammrichten immer ein Schneidbrenner benutzt und kein normalen Brenner. Nun werden wieder einige gackern, was hat Flammrichten wieder mit Löten zu tun. Ganz einfach beim Flammrichten und beim Löten von Teile wie du sie beschreibst gibt es eines was Gemeinsam ist. Man muß schnell eine punktuelle Hitze ins Blech bekommen. Das schaffe ich aber nur mit einer Flamme und nicht mit einem Kolben. Also mit einer Flamme solche Teile zu löten ist machbar. Nur Bedarf es ein wenig an Übung.

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Re: Löten statt Kleben
« Antwort #149 am: 23. Oktober 2010, 19:28:35 »
Also hier sind mal Fotos der verlöteten Teile:


Hier sind die Teile mittels Lötkolben, viel Lötfett und nochmehr Geduld zusammengefügt.




Hier der Versuch von heute, dasselbe Teil mittels Lötbrenner zu löten. Die Flamme habe ich unter den Spant gehoben und obendrauf aufs Loch ein kleines Stück Lötzinn, das sich dann reingesaugt hat. Allerdings ist hierbei die Lötstelle mehr oder weniger punktuell, während ich bei obigem Teil mit dem Lötkolben das Zinn quasi "durchs Blech" entlang der Kante ziehen konnte. Ich bin jetzt auch am überlegen, ob ich mir diesen Lötbrenner von Proxxon bestell, der auf dem Foto von Lötprofi zu sehen ist, da meiner nur so ein kleines Teil von Rothenberger aus'm Baumarkt ist, der des öfteren beim Schräghalten mal ausgeht.

Müsste ich eigentlich die Teile nach dem Löten nicht noch etwas ausrichten können, bei mir knackts jedenfalls immer, wenn ich versuche, bei minimalen Ungenauigkeiten etwas geradezurichten.
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