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Autor Thema: Flugzeuge Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 20.11.2015 Holzluftschraube  (Gelesen 15073 mal)

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bughunter

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Flugzeuge Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 4.8.2015 Tragflächenbehandlung
« Antwort #15 am: 04. August 2015, 22:32:29 »
Tragflächenbehandlung

Nachdem Hans vor Jahren in der Fokker Einsitzer Kampfbastelgruppe über die Realisierung der schwarzen Rippensicherungsbändchen geschimpft hat, mußte ich mir die auch mal vornehmen.

Also der (eine, kein Doppledecker) Tragfläche erstmal mit schwarzer Alclad Grundierung die Rippen nachgezogen.



Dann mit 0,4mm Tape abgeklebt (1:48 ist stark Tape-fressend!)



Und die Nasenleiste mit 0,7mm.



Dann mit Alclad Grundierung in weiß streifig aufgehellt.



Ebenso die Uuterseite.



Ich hoffe, wenn ich darauf dann noch Leinen-Farbe sprühe, und am Ende die Tapes entferne, daß die scharzen Bändchen übrigbleiben. Die Höhe bzw Tiefe läßt sich hoffentlich mit KLarlack ausgleichen.

Drückt mal die Daumen, daß der Plan aufgeht!


Viele Grüße,
Bughunter

Wikipedia sagt: "Ein Modell ist ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit."
Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

bughunter

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Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #16 am: 07. August 2015, 14:08:08 »
Umlaufmotor


Die Variante, die ich baue, war mit einem 7-Zylinderumlaufmotor ausgerüstet. Dieses mal kommt nicht der Bausatzmotor, sondern der schöne Gnome 7 Omega 50PS von "small stuff" zum Einsatz, gerade hier vorgestellt.
Eigentlich war laut dem Datafile ein 7-Zylinder mit 80PS verbaut, das könnte dann ein Lamda sein. Aber da der Omega der einzige 7 Zylinder von small stuff ist und die Unterschiede nicht groß sein dürften, muss dieser herhalten.


Heute habe ich den Motor gebaut und mich an die Webseite des Herstellers gehalten. Meine Erfahrungen damit weiter unten.

Zuerst sind die Zylinder zu verkleben. Besondere Beachtung ist der Ausrichtung zu widmen, zwei sind mir vor dem Verkleben etwas gekippt, bzw es ist schwer zu erkennen, wie er gerade ist. Beim Versuch einen wieder zu Lösen habe ich die Verrippung ruiniert. Also mußte der Ersatzzylinder verbaut werden; einer ist nicht ganz perfekt, das bleibt aber so.



Dann kann schon mit Alclad loslackiert werden (ich habe die Teile vorher in Iso gewaschen). Hier z.B. die kleinen Buchsen für die Stößelstangen in Pale Gold.



Auf dem Motor selbst kamen viele Farben zum Einsatz: Alu semi matt, dark Alu, an den Zylindern auch Steel, auf den Auslassventilen der Zylinderkopfe Exhaust manifold und an den Zylindern hot sepia. Danach ein Pin-Wash mit Ölfarbe und Feuerzeugbenzin.



Die Zündkerzen werden mit Microscale Foil Adhesive eingesetzt (die linke hatte sich auf dem Bild etwas rausgeschoben), erst später mit Future verklebt.
Die Buchsen sind eine Problemstelle! Beim nächsten Motor werde ich sie nach dem Lackieren wieder aufbohren (montiert ging das nicht mehr), das Montage-tool ist super für die Zündkerzen, aber zu eng für die Buchsen. Habe ich erst zu spät bemerkt, das es mir den Lack wieder runterkratzt. Habe dann die Lackierung mit dickem Alclad Lack vom Rand der Flasche (und der bereits aufgebrachten Farbe) wieder repariert. Außerdem ist es das wirklich eng, und das Tool hat auch die Lackierung des Gehäuses etwas beschädigt. Also besser mit Pinzette montieren.



Nach Montage der Kipphebel waren die Stößelstangen dran, leider habe ich sie nicht (mehr) in die Buchsen bekommen, sind nur aufgeklebt, das ist verbesserungsfähig, aber beim Arbeiten kaum zu erkennen. Die werden mit einer Rasierklinge gekappt.



Nach etwas washing an des neu montierten Teilen definiere ich den Motor als fertig!



Das wichtigste Werkzeug waren scharfe Rasierklingen, hatte keine da und habe erst eine Dreifachklinge geöffnet (sehr dünne, scharfe Klingen!). Nach 4 Stunden Arbeit habe ich ein Resulat, mit dem ich zufrieden bin. Ich weiß aber nun auch, was ich beim nächsten Motor besser machen kann.

Der Bausatz ist der Hammer und definitiv sein Geld wert, oder?

Viele Grüße,
Bughunter

« Letzte Änderung: 08. August 2015, 12:24:01 von bughunter »

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DerXL

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #17 am: 07. August 2015, 14:20:34 »
WK1 Flugzeuge sind nicht so mein Gebiet, aber ich schaue hier gerne zu weil was du hier zeigst ist erstklassig.
Der Motor sieht echt toll aus. Was für eine Fummelei. :P
Axel.

bughunter

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #18 am: 07. August 2015, 14:33:10 »
Danke, Axel! Deine Meinung ehrt mich :meister:

ZUm Vergleich noch ein Original (Quelle: wikimedia.org), der ist mir aber zu sauber für den Einbau ins Flugzeug:



Auf den ertsen Fotos sah er ja schon arg versifft aus, im Original wirkt er schon metallischer. Da die Sonne nun weiter ist und inzwischen auf meine Werkbank scheint, habe ich nochmal ein Bild mit mehr Licht gemacht.



Viele Grüße,
Bughunter



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Hans

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #19 am: 07. August 2015, 14:58:56 »
Unglaublich. Ich weiss im Moment echt nicht, ob mich das motiviert, auch einen zu holen, oder eher abstösst.... :rolleyes: 8o :D
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

bughunter

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #20 am: 07. August 2015, 15:46:51 »
Dankeschön, lieber Hans!

Eine Entscheidungshilfe: Lies Dir in Ruhe diese Webseite durch http://www.modellboard.net/index.php?topic=53971.0
Und wenn Du Dir zutraust, das umzusetzen (Du bist ja ein erfahrener Modellbauer) - dann eine klare Kaufempfehlung!

Viele Grüße,
Bughunter

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Necronomecon

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #21 am: 07. August 2015, 16:25:47 »
Super Arbeit meinen, allerhöchsten :respekt: :respekt: :respekt:

Gruß Oli

Flugwuzzi

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #22 am: 07. August 2015, 16:36:30 »
 :P Klasse wie du das machst ..  die Rippenstruktur sieht überzeugend aus und der Motor ist der HAMMER!  :respekt:

Da macht das mitlesen genausoviel Spaß wie das bauen.

lg
Walter
DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGES IST ANZUFANGEN. (Mark Twain)

FS35237

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #23 am: 07. August 2015, 22:21:55 »
Gestern konnte ich den Motor noch in der Originalverpackung bewundern und über die allerfeinst gegossenen Teilchen staunen.
Heute bin ich einfach nur platt, was du aus diesem Bausatz gemacht hast.  :P :P :P
Jetzt noch die Zündkabel dran und einem Testlauf steht nichts mehr im Wege. :winken:

Grüße
Claus
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

bughunter

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #24 am: 08. August 2015, 12:33:50 »
Dankeschön für Eure netten Kommentare :winken:

Claus, mit den Zündkabeln hast Du recht, die fehlen noch. Da sie direkt blank angeschlossen sind, dürfen sie auch kupfern bleiben. In meinem Fundus habe ich ein Stück hochflexibles Silikonkabel gefunden, die Adern darin haben 0,06mm - die werde ich benutzen.
Andererseits benötigen sie ja ein Gegenstück, aber da muß ich noch abwarten. Unter der Motorhaube geht es total eng zu, und ich muß da noch schleifen, um das Teil überhaupt darunter zu bekommen. Die Zündkabel schließe ich dann erst vor Einbau des Motors an.

Positiv ist, daß der Parasol-Eindecker (das heißt wohl "Sonnenschrim") nur eine "halbe" Motorhaube hatte. Damit werden 4 Zylinder offen zu sehen sein.

Viele Grüße,
Bughunter

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BV141

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #25 am: 08. August 2015, 13:28:26 »
Ich setz mich auch mal dazu, denn der Name "Bughunter" spricht immer für 1A-Qualität. Auch wenn das nicht meine Baustelle ist - die Lösungen sind klasse. Und um Deine Mikro-Lötkünste beneide ich Dich herzlichst. Bei mir bleiben da immer irgendwelche grobmotorischen Plopps an den Lötstellen ... ein Bughunter-Lötkurs wäre mal was ...

AnobiumPunctatum

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #26 am: 08. August 2015, 13:52:32 »
Grrrr, Du bist schuld, ich habe mir doch heute tatsächlich eine Dr.I von Eduard geholt. :rolleyes:
Mal gespannt, wann ich die bauen soll.

Der Motor ist einfach nur GENIAL
:winken:  Christian

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #27 am: 08. August 2015, 14:21:23 »
@BV141
Danke für die netten Worte - ich hoffe, daß wir und dann im Frühjahr in FFB wiedersehen?
Bezüglich Löten würde ich mal vermuten, daß bei den Plopps Flußmittel fehlt. Können wir dann ja mal in Ruhe besprechen ...

Holzwurm, Meinst Du jetzt die Dr.I in Plastik oder die Stripdown? Ich hoffe doch mal das Messingwunder :klatsch: Auch ja, small stuff hat auch den Motor dazu in 1:72 :1:
Wann? Immer, sofort oder auch gleich :D Aber ja ich weiß, Dein tolles Schiff hat Dich voll in Beschlag :P

Da ich heute den Rumpf zukleben möchte, gibt es vorher noch ein Update vom Cockpit.

Bis später,
Bughunter

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AnobiumPunctatum

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Re: Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 7.8.2015 Umlaufmotor
« Antwort #28 am: 08. August 2015, 14:25:48 »
Nö, nö nur den Plastekit in 1/48. 1/72 ist mir definitiv zu klein. Aber da gibt es ja auch so ein kleines Messingmonster, welches mich reizt. ;)
:winken:  Christian

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Morane-Saulnier type L, Eduard 1:48, Update 8.8.2015 Cockpit fertig
« Antwort #29 am: 08. August 2015, 17:14:54 »
Cockpit


Wie angekündigt geht es nun mit der Fertigstellung des Cockpits weiter.

Zur Erinnerung, letzte Woche sah es noch so aus:


Nachdem die Holzgestaltung mit Ölfarben eine Woche härten konnte, wurde eine Detailbemlung ergänzt (metallische Spanndrähte, graue und schwarze Bedienelemente) und Kleinteile wie "Abfalleimer" hinten, Pedale, Sitzgestell mit Sitz vorn, und Tank(attrappe) eingebaut Die Sitzkissen habe ich das erste mal aus milliput modelliert.



Noch eine andere Perpektive:



Von innen war noch der Bespannungsstoff zu lackieren.



So sieht nun mein Cockpit (oder das von Eduard) im Vergleich zum Original im Datafile aus. Die Seitentaschen hätten noch weiter nach hinten gedurft :pffft:

ABER: wo ist das Ansaugrohr? Gut, daß ich den Baubericht schreibe, daher ist es noch aufgefallen.


Position laut Dreiseitenriß im Datafile angezeichnet und dünn vorgebohrt. Das schöne Ätzteil stellt die Holztür als Zugang für die Mechaniker dar.



Passt, aber der Tank war zu steil gebogen und mußte raus.



Die Kastenform des Rumpfes erleichtert das Bohren der anderen Seite.



Ein dünnwandiges 1,3mm Röhrchen wird noch verzinnt und die Rolle des Ansaugrohres übernehmen. Die Position auf diesem Foto ist gegenüber der Zeichnung weiter vorn, aber bei diesem Exemplar ist der 9-Zylinder eingebaut.



Zum Schluß wurde der Tank noch neu gebogen und wieder eingeklebt, die Gurte bemalt und eingeklebt sowie das ganze Innenleben mit Ölfarbe und Feuerzeugbenzin gewaschen.



Und noch einmal von oben:



Damit kann der Rumpf zu, oder habe ich noch etwas vergessen? Für den Beobachter gibt es keine Gurte :2:
Fazit: ein schöner Ätzteilbausatz, aus dem sich ein vorbildnahes Cockpit bauen lässt.

Viele Grüße,
Bughunter

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