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Autor Thema:  MDD F-4J Phantom II VF-84 "Jolly Rogers" (1:48 von Academy) * fertig! *  (Gelesen 11876 mal)

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Flugwuzzi

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 :P Klasse ... die Decals sind absolut scharf, deckend und blitzsauber aufgebracht!

Welchen Daco Weichmacher benutzt du dafür (ich habe 3 verschiedene im Regal herumliegen)  :6:

lg
Walter
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Hallo Walter,

vielen Dank!

Das Lob geht aber wirklich nach Italien, die Decals sind einfach klasse.

Welchen Daco Weichmacher benutzt du dafür (ich habe 3 verschiedene im Regal herumliegen)  :6:

Alle drei, ich habe mich von schwach nach stark durchgearbeitet. Für die Ziffern auf glattem Untergrund hat die milde Variante gereicht, während es für die Vertiefung am Seitenruder dann doch die strong version sein durfte. Eine Stecknadel zum Aufstechen von Luftblasen hat auch geholfen!

Viele Grüße, Christian

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Schönen guten Abend! :winken:

Weiter geht´s mit dem dicken Brummer. Als nächstes steht die Lackierung der Oberseite an. Da ich gerade mein Arbeitszimmer wegen Renovierungsarbeiten nicht sinnvoll nutzen kann, habe ich mich entschieden, diese Phantom zu einem Spraydosen- und Pinsel-Projekt zu machen. Passende Farbe - Tamiya AS-26 light ghost gray  - habe ich sowieso auf Lager, und die Unterseite bleibt einfach so, wie sie ist, in der weissen Grundierung. Was natürlich auch bedeutet, dass es nichts wird mit Preshading und ähnlichen Kniffen. Bei einer tendenziell eher sauberen Maschine der US Navy sollte das gehen. ;)

Vor der Freude steht die Arbeit, mehrere Abende habe ich mit der Maskierung verbracht. Wegen der Unmengen von Sprühnebel bei der Dosenlackierung musste die natürlich besonders sorgfältig ausfallen, und die bereits montierten Fahrwerksteile machten die Sache auch etwas komplizierter. Die Klappe des Bugfahrwerks ging noch recht einfach, während ich für die Hauptfahrwerke kleine Zelte aus Maskierband auf einer Grundlage aus Küchenrollenpapier gebaut habe. Hinzu kommen noch Griffe an Bug und Heck, um das Teil bei Lackieren halbwegs anständig festhalten zu können. :





Die Kanten der Maskierfolie habe ich mit Klarlack versiegelt - Model Color matt varnish von Vallejo. Einfach mit dem Pinsel über Ränder fahren, trocknen lassen, fertig. Das soll spätere Unterkriechungen minimieren. Obwohl ich der alten Weisheit, dass Tamiya-Spray nur über Tamiya-Spray angewendet werden sollte, nicht generell widersprechen will: Der Vallejo-Klarlack hält zumindest die Tamiya-Sprühdosengrundierung problemlos aus. Genauso auf wie den Mr. Metal Primer, den ich ja für die Versiegelung der Cockpitverglasung vewendet habe.

Danach habe ich grau grundiert - wie schon angedeutet mittels Tamiya-Sprühdose:



Anschließend gab´s ein paar dünne Schichten der endgültigen Farbe:



Nach einem Tag zur Trocknung konnte ich die mühevoll aufgebrachte Maskierung in wenigen Minuten wieder entfernen. Die vor geraumer Zeit verpackten Flügelspitzen in gelb kamen jetzt auch wieder an´s Tageslicht. Auch die Maskierung der Lufteinläufe konnte weg. Zum Glück ist der Tamiya-Lack matt bis seidenmatt und war nach dieser recht kurzen Trocknungszeit absolut grifffest. Bei glänzendem Lack wäre jetzt wohl für einen Monat Pause gewesen ...  :D

An die Kanten muss ich noch mal mit feinem Schleifleinen ran, um die etwas zu egalisieren. Insgesamt bin ich aber mit dem Lackierergebnis durchaus zufrieden.



















Leider habe ich am Heck den Treibstoffablass und den Heckkonus noch nicht in grau mitlackieren können, da ich dort einfach den Platz zum Festhalten benötigt habe. Daher werde ich für diesen Teilbereich den kompletten Flieger nochmal einpacken dürfen. Das wird aber nicht ganz so wild, das werde ich wohl mit einer Kombination aus Küchenrolle und einer zweckentfremdeten Mülltüte erledigen. Oder Alufolie, eventuell Zeitungspapier.

Mal sehen!  ?(

Danke für´s Reinschauen und viele Grüße,
Christian
« Letzte Änderung: 01. September 2017, 13:18:43 von Hobbybastler »

Hajo L.

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...oder mit einem Pinsel? Kein Abkleben, kein umständliches Düsenreinigen - einfach in die Farbe tunken, Teile lackieren, auswaschen, fertig. Zeitansatz: 1 Minute. ;)


HAJO
"My theory is longer, thicker and harder than yours." (Frank Farrelly)

Aufgrund der Photobucket-Problematik sind zahlreiche Bilder von mir nicht sichtbar. Bei signalisiertem Interesse stelle ich die fehlenden Bilder gerne über einen anderen Host wieder online.

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...oder mit einem Pinsel?

Pinsel? Pinsel! :8: Danke! :6:

Ich habe einfach einen dicken Farbkleks von der Spraydose auf ein Stück Alufolie gesprüht und die kleinen Teile mit dem Pinsel bearbeitet. Nach dem Trocknen das ganze nochmal. Wegen der kleinen zu lackierenden Fläche ging das, ohne dass die Farbe zu schnell getrocknet ist.

Danach habe ich dann ebenfalls per Pinsel und Freihand mit den Metallteilen am Heck angefangen. Zunächst chromsilber von ModelMaster. Da muss ich aber noch zwei- bis dreimal drangehen, bis das ordentlich aussieht. Jetzt ist das eindeutig noch nicht der Fall, auf den Fotos wirkt das sogar ziemlich grausam:









Bis dann und viele Grüße,
Christian
« Letzte Änderung: 01. September 2017, 13:20:23 von Hobbybastler »

Prowler

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Hallo Christian,

da hast Du Recht,pinseln ist wahrlich keine gute Alternative.Erst recht nicht bei Metallic Farben.
Eine Frage: Bist Du dir sicher,daß das der richtige Grau-Farbton für die Oberseite ist?

Gruß

Peter

P.S. Dein Modell macht einen sehr guten Eindruck!
« Letzte Änderung: 28. Januar 2016, 12:07:46 von Prowler »

Hajo L.

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Ach, Kameraden, ihr macht da irgendwas verkehrt... ;)



(Alles mit Pinsel!)


HAJO
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Flugwuzzi

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 8o Auwei Christian, der Metallicbereich sieht nicht so prickelnd aus. Vielleicht hilft abkleben, Fläche schleifen und nochmal lakieren.

Good luck und lass dich von dem kleinen Hoppala nicht abschrecken ... das passiert jedem von uns  :D
lg
Walter
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Hallo!

Ach, Kameraden, ihr macht da irgendwas verkehrt... ;)

Ja, definitiv!  *dummi*

Vor ein paar Jahren hatte ich mal einen Glückstreffer mit einer gepinselten Metall-Lackierung...



... aber seitdem stehen wir da irgendwie auf Kriegsfuss. Wobei die Farbe von Modelmaster für kleine Pinseleien z.B. an Fahrwerksteilen immer prima funktioniert hat, aber für den grossflächigen Einsatz war das wohl nichts für mich.  ;)

Liegt aber nicht an der Farbe, sondern an mir: Den perfekten Verdünnungspunkt habe ich nicht getroffen. Entweder habe ich Pampe produziert, wie auf den Bildern zu sehen ist, oder mit reiner Verdünnung gepinselt.

8o Auwei Christian, der Metallicbereich sieht nicht so prickelnd aus. Vielleicht hilft abkleben, Fläche schleifen und nochmal lakieren.

Nach einen Fehlversuch, mit einem weiteren Farbauftrag die Dinge zu retten, habe ich gestern angefangen, die Silberfarbe wieder zu entfernen. Teils durch Ablösen, teils durch Abkratzen, und teils durch runterschleifen. Geht ganz gut, ohne weiteren Flurschaden anzurichten.

Zeit für Plan B! :santa:

Zitat
Good luck und lass dich von dem kleinen Hoppala nicht abschrecken ... das passiert jedem von uns  :D

Vielen Dank! Ist auch nicht schlimm, da sich das Malheur offenbar folgenlos beseitigen lässt. Die Laune ist immer noch gut! :V:

(...) da hast Du Recht,pinseln ist wahrlich keine gute Alternative.Erst recht nicht bei Metallic Farben.

War ein Versuch. Hat nicht geklappt!  :D

Zitat
Eine Frage: Bist Du dir sicher,daß das der richtige Grau-Farbton für die Oberseite ist?

Ja ... und nein!  ;)

Ja: Tamiya gibt die Farbe als passenden Farbton an, und der Deckel der Dose sah auch gut und richtig aus.
Nein: Die lackierte Farbe wirkt leider etwas anders. Auf den Fotos sogar noch deutlicher als real.

Ich werde mal ein Foto nachreichen, wo man die Farbunterschiede hoffentlich erkennen kann. Andererseits ist das jetzt nicht mehr zu ändern und wird so gelassen.

Danke für die Anteilnahme ( :D ) und viele Grüße,
Christian
« Letzte Änderung: 01. September 2017, 13:21:25 von Hobbybastler »

Hobbybastler

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@ Prowler, hier noch die versprochenen Bilder mit der Abweichung Farbdose und Lackierergebnis:





Wie schon gesagt: Nicht schön, aber damit muss ich jetzt leben. ;)

Zur Abwechselung habe ich schon mal mit den Höhenflossen weitergemacht und mich dabei wieder auf sicheres Terrain mit Abkleben und Sprühlackierung begeben:





Die Schadensbehebung sah zwischenzeitlich so aus, ein bißchen habe ich da aber noch weitergemacht:





Heute abend wage ich einen neuen Versuch, mit den Metallflächen klarzukommen. Läuft bisher ganz gut. Später mehr! :D

Bis dann und viele Grüße,
Christian
« Letzte Änderung: 01. September 2017, 13:22:28 von Hobbybastler »

Hobbybastler

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Hallo!

Und nun zu Plan B! Wenn Metall-Farbe nicht geht, muss es eben echtes Metall sein. Ich habe in meinem Fundus einen Bogen Bare Metail Foil gefunden, Aluminium matt. Ein bißchen störrisch, das Zeug, so daß ich nicht ganz so gut um die Rundungen herumkam und etwas puzzeln musste. Die Stöße fallen auf den Fotos mehr auf als im direkten Augenschein, sind aber natürlich vorhanden. Erfahrungsgemäß tragen die aber später unter einen Schicht Klarlack nicht mehr ganz so auf.

Die dunkeleren Teile habe ich mit Tamiya gun metal lackiert, hier wieder per Pinsel. Da ist wohl noch mal vorsichtiges anschleifen und ein zweiter Durchgang erforderlich, aber so sollte es gehen Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich den Fanghaken angeklebt.









Gute Nacht und viele Grüße,
Christian
« Letzte Änderung: 01. September 2017, 13:23:20 von Hobbybastler »

Flugwuzzi

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 :P Operation gelungen ... dem Patient geht es viel besser als vorher  :D

lg
Walter
DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGES IST ANZUFANGEN. (Mark Twain)

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Hallo Walter,

das sehe ich auch so. Der Patient ist zumindest noch am Leben. Danke! :D

Viele Grüße,
Christian
« Letzte Änderung: 30. Januar 2016, 18:08:44 von Hobbybastler »

Prowler

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Hmm,ja der Farbton ist falsch,leider.Light Ghost Grey ist ein F-15 Farbton,FS 16440(Light Gull Grey) wäre richtig gewesen.Nun ja zu spät.

Hobbybastler

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Moin!  :winken:

FS 16440(Light Gull Grey) wäre richtig gewesen. Nun ja zu spät.

Nee. nicht ganz.

Mit den ersten Decals auf dem Vogel ...



... sieht das so schei..., ähm, bescheiden aus, dass ich mich entschlossen habe, es nicht bei der falschen Farbe zu belassen. Die Walkways sollten dunkler sein als der Rest, und die beiden Grautöne passen absolut nicht zusammen.

Daher mache ich dem Drama jetzt ein Ende, rette an Teilen, was zu retten ist, und fange einfach noch mal von vorne an.

Dafür habe ich mich jetzt erstmal an den richtigen Grauton herangetastet, durch graduelles Aufhellen von Tamiya XF-20:



Ich habe zwar auch das passende Gunze-Grau auf Lager, möchte hier aber doch auf den Tamiya-Lack zurückgreifen. Gunze ist toll, aber ich komme mit Tamiya besser klar, zumal ich das eine oder andere Detail pinseln möchte. Und es kommt jetzt doch die Airbrush zum Einsatz. ;)

Im Ergebnis sollte es passen:



Parallel habe ich die Höhenflossen komplett entlackt und noch mal lackiert. Hier der Stand der Metall-Töne, gloss aluminium und gun metal aus der Tamiya-Spraydoese





Die Vorderkante der Unterseiten habe ich nachher im Oberseiten-Grau lackiert, mit dem Pinsel. Anschließend kam auch schon das Washing drauf:





Für diesen Zweck habe ich wasserlösliche Pigmente von Ultimate Modelling Products verwendet. Der Überschuss sollte sich später mit einem feuchten Tuch entfernen lassen, wenn man der Anleitung glauben darf. Der Farbton dark dirt ist, denke ich, für den rußbelasteten Heckbereich einer Phantom okay. Für die Unterseite des Fliegers werde ich aber eher einen etwa helleren Farbton verwenden.

Weiterhin habe ich mit den Außenlasten angefangen, die Fotos folgen bei einem der nächsten Updates.

Bis später und viele Grüße,
Christian
« Letzte Änderung: 01. September 2017, 13:24:20 von Hobbybastler »