North American P-51B "Mustang", Kovozavody Prostejov, 1:72

Begonnen von f1-bauer, 14. Februar 2016, 20:22:13

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f1-bauer

North American P-51B Mustang "Birdcage"  
 


Modell:  North American P-51B Mustang "Birdcage"
Hersteller:  Kovozavody Prostejov (KP)
Maßstab:   1:72
Art. Nr. :   KPM 0029
Preis ca. :  13,95 Euro im Einzelhandel



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Beschreibung: 

Die P-51 Mustang ist wohl eines der bekanntesden Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkriegs und darüber hinaus. Für die Geschichte des Flugzeugs, ihre unzähligen Varianten, technische Daten usw. verweise ich hier mal auf Wikipedia.

Die Fa. KP hat nun die P-51B als Razor Back aus neuen Formen in zwei Varianten herausgebracht. Ich zeige Euch hier den Inhalt des Bausatzes mit der "Birdcage" Haube. Daneben gibt es noch einen Bausatz mit "Malcolm Hood" Haube. Die Spritzlinge sind identisch, nur das Klarsichtteil der Haube ist unterschiedlich.

Zur "Malcolm Hood" kann ich das Review auf IPMS Deutschland empfehlen oder meinen Baubericht.
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Doch nun zur P-51B Birdcage.

Im stabilen (für manche nicht so attraktiven) Schüttkarton befinden sich zwei graue Spritzlinge, ein wiederverschließbares Tütchen mit der Kanzelhaube, ein Decalbogen und eine Bauanleitung.

Die Teile sind messerscharf gespritzt, keine Fischhaut, minimalster Grat, kein Formenversatz, keine Auswerfermarken an sichtbaren Stellen, messerscharfe aber nicht all zu tiefe Gravuren und wunderbare Details. Ich sag mal, da kommt man locker ohne PE-Teile davon. Ok, für die Gurte wohl schon, da ist nichts am Sitz. Es gibt aber Decals für die Gurte.
Für den geübten Modellbauer kein Problem, für den Anfänger wohl schon - es gibt keine Passstifte z. B. an den Rumpfhälften, den Tragflächenhälften usw. und die Teile haben am Spritzling keine Nummern. Letzteres ist aber m. E. kein Beinbruch, weil sich die Teile mühelos am Spritzling identifizieren lassen und die Teileanzahl (52 Teile) doch sehr überschaubar ist.

Ein paar Details kommen mir etwas überdimensioniert vor, so z. B. der Rückspiegel oder der Steuerknüppel. Dafür besticht der Bausatz mit anderen Kleinigkeiten. So sind z. b. Stoßdämpfer für die Abdeckungen der Fahrwerkschächte dabei oder eine wunderbar erhabene Holzstrucktur am Cockpitboden, das erleichtert ungemein das Trockenmalen  :D. Ganz toll finde ich den stimmigen Fahrwerkschacht, da braucht es m. E.  kein Resinteil mehr. Genug gelabert (und geschwärmt), jetzt die Bilder ...   

Schachtelinhalt: 

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Das Klarsichtteil ist superdünn und schlierenfrei.
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Der Nupsi im Hintrgrund ist die Abdeckung für den Landescheinwerfer in der Tragfläche. Das ist einer meiner wenigen Kritikpunkte, da identisch mit dem Bausatz der P-51B "Malcolm Hood" und mir deshalb bestens bekannt: das Teil passt überhaupt nicht in den Ausschnitt der Tragfläche. Beim zurechtschleifen ist es mir dann zerbrochen  :5:

Die Decals
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Messerscharf gedruckt und superdünn. Ich brauchte keinen Weichmacher. Das Decal Nr. 19 wurde von mir zensiert  :pffft:. Aber Achtung: die Decals Nr. 1, 2, 3, 4 und 10, rechts oben in der Stencil-Ecke, sind in Dreier-, Vierer- und Sechsegruppen zusammnehängend auf den Trägerfilm gedruckt  :5:

Bemalungsvarianten und Decals gibt es für drei Maschinen ...
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... zwei sind auf der Rückseite der Schachtel abgedruckt, die Dritte ist in der ...

Bauanleitung (in tschechischer und englischer Sprache) ...
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Die Farbangaben beziehen sich auf Farben von Humbrol oder Agama (letztere sagt mir nichts, was aber nichts heißen muss).



Fazit:  

Ein für meinen Geschmack wunderbarer Bausatz. Die Teile passen (bis auf eine Ausnahme, siehe oben Klarsichtteile) bestens zusammen. Aus der Schachtel lässt sich schon ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Mit ein paar Ergänzungen aus Bordmitteln (z. B. Gitter in die Lufteinlässschächte oder Mittelstützen in den Luftein- und Auslaß aus gezogenem Gussast, Bremsleitungen aus Draht) wirds dann schon ein sehr stimmiges Modell der P-51B. Die Bauanleitung ist überwiegend verständlich. Die fehlenden Teilenummern am Spritzling haben mich nicht gestört, Anfänger könnten hier bei den kleineren Teilen (z. B. Abdeckungen des Spornradschachtes) Probleme bekommen.

+ Detaillierung
+ Schärfe der Teile und Details (Fahrwerk, Fahrwerkschacht, Räder, Reifenprofil etc.)
+ Stimmige Proportionen
+ dezente Gravuren
+ Passgenauigkeit
+ Bemalvarianten/Decaloptionen
+ Alternativteile für Auspuffrohre

- Teile am Spritzling nicht numeriert (ggf. Problem für den weniger Erfahrenen)
- keine Passstifte (ggf. Problem für den weniger Erfahrenen)
- Reflexvisier als Klarsichtteil wäre schöner
- nach meinem Dafürhalten zu groß ausgefallener Rückspiegel
- Stencils in gruppen zusammen auf einen Trägerfilm gedruckt
- Abdeckung des Landescheinwerfers passt nicht in den vorgesehenen Ausschnitt und zerbricht leicht

Bleibt mir nur noch, eine dringende Kaufempfehlung auszusprechen  :D.

Gruß
Jürgen  :winken:

HI-Lok

Vielen Dank Jürgen für die Vorstellung :6:
Gruß
Marcel

pilotace

Also zumindest eine Mustang "muss"man ja mal gebaut haben. Ich denke es wird diese :santa:! Danke für die Vorstellung :P 8)

Dragon666

Superklasse... das nenne ich: prompte Bedienung; )
Danke, für die Vorstellung, besonders für die Nahaufnahmen.  :klatsch:
Gruß Drachili
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