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Autor Thema:  MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: noch zwei akzeptable Fahrwerkschächte...  (Gelesen 2187 mal)

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hakkikt

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; vorderer Fahrwerksschacht...
« Antwort #15 am: 21. Januar 2019, 09:37:33 »
Nach einmal Drüberschlafen mit einem nagenden "das paßt nicht" im Kopf nochmal Fotos studiert und festgestellt, daß ich die Aufhängung des Bugfahrwerks falsch interpretiert hatte. Ein Fall von "aus einem 2D-Foto wird im Kopf ein falsches 3D".  Einbauten nochmal rausoperiert, ging nicht ganz ohne Schäden.  In die Ecke gepfeffert, zum Glück nicht in die Tonne.
Einmal versuch ichs noch, dann kommt einfach eine Platte rein, etwas tiefer als vorher, und gut.  Nicht verzetteln, weiter aufs Ziel zu.

Zustand nach OP:
 

* MiG-17_FWfail.jpg (67.71 KB)

f1-bauer

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; vorderer Fahrwerksschacht...
« Antwort #16 am: 21. Januar 2019, 13:34:02 »
Servus hakkit,
ich lese hier ja jetzt schon geraume Zeit mit und bestaune Deine Arbeit. Dein Durchhaltevermögen ist famos und die Scratchereien sehen gut aus. Alleine die Idee, ehemalige Tragflächen für den gebogenen Luftschacht zu verwenden, ist aller Ehren wert. Ich kenne das, es ist immer das gleiche: einiges entsteht, obwohl es nicht zu sehen ist wegen dem Teufelchen "aber ich weiß, dass es da ist" und anderes muss geändert werden wegen dem anderen Teufelchen - "es ist nachher fast nicht zu sehen, aber ich weiß dass es falsch ist".

Ich habe jetzt eine Zeitlang gebraucht, bis ich verstanden habe, wo das Problem beim vorderen Fahrwerkschacht liegt. Nach dem Foto ...

Quelle: hobbysta.eu

... ist jetzt der Groschen gefallen  :8:. Leider muss ich jetzt sagen: Du wirst nicht glücklich werden, wenn Du das Zinkgussteil lässt wie es ist  :pffft:. Was spricht dagegen, ein Stück raus zu säbeln? Das Material, fehlendes Werkzeug oder ist das Teil nach dem Eingriff höchstwahrscheinlich schrott?

Zeig mal Fotos von dem Teil von vorne und von hinten, vielleicht fällt der Schwarmintelligenz hier eine Lösung ein  :1:

Ich bleib dabei.

Gruß
Jürgen  :winken:
« Letzte Änderung: 21. Januar 2019, 15:32:00 von f1-bauer »

hakkikt

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72; vorderer Fahrwerksschacht...
« Antwort #17 am: 21. Januar 2019, 16:28:21 »
Danke für die aufmunternden Worte, Gilmore und Jürgen!
Das mit dem Nicht-Glücklichwerden hatte ich mir schon gedacht und mich mit mir selbst auf "akzeptabel" geeinigt... aber das Männchen in meinem Kopf will leider nachverhandeln. :rolleyes:

Wenn man sich den Fahrwerkschacht im Original ansieht, dann bilden die nach vorne zusammenlaufenden Lufteinläufe eine Art abgerundeten Dachboden.  Darin hat der Konstrukteur das Fahrwerk untergebracht.  Seitenwände im Sinne von rechtwinklig und so sind nur im hinteren Teil eingezogen, im vorderen Teil bildet die Außenwand der Lufteinläufe die Innenwand des Fahrwerkschachtes.  Sieht man gut in der Seitenansicht.

Blick nach hinten (linkes Bild) und vorne (rechtes Bild):


Blick zur Seite von unten links:


Beschreibungen zu den Fotos (und noch ein paar durchfotografierte Ausstellungs-MiGs) findet man auf
http://www.detailandscale.com/mig-17_fresco_a_details.html

Den Fahrwerkschacht optimal gelöst hat Eduard mit seiner MiG-15 (die im Original mit der MiG-17 in vieler Hinsicht fast baugleich ist):
 

* MiG-15_FWS-Bug.jpg (73.01 KB)

Unglaublich übrigens, wie gut der Bausatz paßt.

Auf dem Seitenfoto und dem der Eduard-MiG sieht man eine Art Stufe im Schacht (in Längsrichtung), wo die geraden Seitenwände aufhören und die krummen Lufteinläufe übernehmen.
Der Zinneinlauf des Hasegawa-Modells reicht geschätzt etwa bis zu dieser Stufe.  Das bedeutet, wenn ich den Zinneinlauf unbearbeitet lasse, dann kann ich den Schacht nur bis zu dieser "Stufe" anständig darstellen.  Aussehen tut der Zinneinlauf so:
    
Da ist also anständig Material dran.

GRUNDSÄTZLICH wäre es wahrscheinlich so: Da der Zinn-Lufteinlauf nicht durchgängig ist, müßte eigentlich jede Menge Material zuviel sein. Es müßte also theoretisch möglich sein, soviel Zinn abzuschnitzen/-schleifen/-fräsen, daß Platz für einen anständigen Fahrwerkschacht entsteht - im Original sind die Einläufe ja durchgängig, und trotzdem ist genug Platz.

Aber ich muß sagen, ich trau mich mit der Proxxon nicht ran, und die Dreikantfeile... das dauert.  :2:

Wenn ich in mich gehe und mich frage, warum ich nicht am Zinnteil rumschnitzen will, dann hat die Antwort zwei Komponenten: erstens muß ich mir eingestehen, daß ich den Aufwand scheue, aber das ist eine Frage der Motivation, krieg ich hin. Aber zweitens müßte ich aus einem Material, mit dem ich normal nicht arbeite, eine eher komplexe Form ohne gerade Linien herausschnitzen, und hätte nicht mal Vorwarnung, (z.B. im Gegenlicht) daß die Wand dünn zu werden beginnt, d.h. es gibt kein Herantasten. :(
« Letzte Änderung: 21. Januar 2019, 16:58:44 von hakkikt »

f1-bauer

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Servus hakkikt,
das Zinnteil sieht leider ernüchternd aus. Die Trennwand ist viel zu schmal für meine Idee. Die wäre gewesen im Querschnitt hinten eine satte Scheibe abzuschneiden (Metallsäge), unten ein Stück rauszufräsen in der Breite der verbleibenden Trennwand und die entstehende Höhle als Dach fürs Fahrwerk zu nutzen. Das funzt aber nicht, auch weil Du, evtl. durch weitere gebogene Tragflächenteile ab der Treppenstufe bis zum Lufteinlass, den Anschluss an die Nase nicht gebacken bekommst. Das würde vorne einen zu schmalen Fahrwerkschacht ergeben.

Es scheitert m.E. tatsächlich an dem grottigen Zinnteil. Wenn man sich das Foto vom Original als Vergleich anschaut, hat das Bauteil mit der Realität wenig gemein. Weder Form noch Breite der Trennwand kommen auch nur annähernd hin  ;(. Schade.

B.t.w. auch die 144er Mig 15 von Eduard ist exquisit  :D.

Ehrliche Meinung? Plan A weiterverfolgen, und mit "akzeptabel" ein bisschen glücklich sein  :1:. Ein Umbau des Zinnteils ist m.E. die Mühe nicht wert.

Gruß
Jürgen  :winken:

Edit meint, während ich mit Unterbrechungen an dem Post hier zugange war habe ich dein Edit nicht gesehen. Daher sieht das jetzt nach abgeschrieben aus. 
« Letzte Änderung: 21. Januar 2019, 17:39:41 von f1-bauer »

Marderkommandant

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72:
« Antwort #19 am: 21. Januar 2019, 17:49:01 »
Ich würde ein wenig mit der Proxxon vorsägen und dann von Hand weitermachen, mit Metallsäge und Feile...
Als der Herr am siebten Tag über die Erde wandelte und Sein Werk betrachtete, stellte Er fest, dass die Steine zu weich geraten waren. Darauf schuf Er den Panzergrenadier.

bughunter

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Das ist echt harter Tobak hier, da wird ja geschnitzt, bis vom Kitplastik nix mehr übrig ist :P
Sehr unterhaltsam, bitte mehr davon!

Viele Grüße,
Bughunter

Wikipedia sagt: "Ein Modell ist ein vereinfachtes Abbild der Wirklichkeit."
Deshalb baue ich lieber verkleinerte Originale.

Russfinger

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Tolle Arbeit bisher!
Aber bitte erlaube mir an dieser Stelle ein kleines "Puhhhh."
Denn der Kit, den Du Dir ausgesucht hast, weist mehrere Probleme auf.
Zum Einen ist es von der Form und der Detailtreue her ungefähr das, was ein japanischer Spion in den 60ern grad noch ins Geheimikro, versteckt in der Badezimmerwaage, hauchen konnte, während der KGB grad die Wohnungstür eintrat.
So hat ja das Bugfahrwerk weder von der Form noch vom Winkel her was mit dem Original zu tun. Das ging gerade runter, so wie bei der MiG 15 auch, und nicht angewinkelt, so wie im Bausatz.
Dann war der ursprüngliche Bausatz keine F, sondern eine PFU, dh. eine PF (die MiG 17 F mit Radarnase) bewaffnet mit vier "Alkali" Raketen. Weder die Raketen noch die Startschienen entsprechen ansatzweise dem Original, ist aber nicht Dein Problem - weil ja F.
Da aber einfach nur einen neuen Lufteinlauf beizulegen entspricht so ziemlich dem, wenn man meint, mit Hilfe zweier Beulen auf der Motorhaube wird aus einer 109 F eine 109 G.
Konkret: Die Bewaffnung entsprach der MiG 15. Die PF hatte da eine abweichende. Den großen Mumpelwerfer (NR 37) haben sie ja mitgegeben. Würde mal den Rest anhand der eduarschen MiG 15 abgleichen.
So wie Du bauen kannst, wird das schon!
Übergang Tragfläche/Rumpf ist leicht daneben. Das geht hinten rechtwinklig raus, auch hier wie bei der MiG 15, und nicht leicht angewinkelt wie im Bausatz. Kostet Dich aber mutmaßlich nicht mehr als zwei Minuten mit dem Skalpell.
Auch über die Flossen der Zusatztanks würde ich noch mal gehen, Referenzen hast du ja genug, ansonsten wühlen ob noch eine olle KP im Bestand ist. Immer noch besser als die Hase-Tanks.
Zu guter Letzt: Die Kanzel der PF war anders verstrebt als die der F. Ob die jetzt sogar länger war oder eine steilere Frontscheibe hatte: Aus dem Kopp keine Ahnung.
Gibt aber Ersatz von Aeroclub.
Kurzum: Lass den Fahrwerkschacht so wie er ist, da lohnt der Aufwand nicht den Ertrag - und mit Deinen Talenten würde ich mich dann den anderen Schwachstellen des Bausatzes annehmen, die deutlicher ins Auge fallen.

 :winken:

Russfinger
« Letzte Änderung: 22. Januar 2019, 19:47:04 von Russfinger »


We shall fight them on the benches ... but we shall never surrender.

f1-bauer

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Servus hakkikt,
ich habe zugegebenermaßen von dem Kit keine Ahnung und auch von der MiG 17F nicht. Nach Russies Worten würde ich aber tatsächlich beim Bugfahrwerkschacht mit "akzeptabel" leben und mich dem Rest zuwenden  :pffft: Bitte weitermachen, das Projekt insgesamt ist es wert  :1:

Gruß
Jürgen  :winken:

hakkikt

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: Zahnarzt wird keiner aus mir...
« Antwort #23 am: 05. Februar 2019, 23:41:57 »
Nun denn, da bin ich wieder.  Ich freue mich, sagen zu können, daß ich alle eure Ratschläge befolgt habe :) , auch wenn sie sich zum Teil widersprachen... wie? Ganz einfach - hintereinander. :D

Schritt 1: Bearbeiten des Zinneinlaufs
Nichtvergessenhabend, daß ich mit dem Zinneinlauf in dieser Form nicht glücklich werde, beschloß ich, es doch zu versuchen, allen Unwahrscheinlichkeiten zum Trotz. Zukleistern kann ich hinterher immer.  Die fotografische Dokumentation beginnt erst beim Ergebnis, aber keine Angst, die Schadenfreude kommt nicht zu kurz. :)

Zuallererst das Zinnteil auf ein 400er Schleifpapier gesetzt und von hinten naß flach geschliffen, damit möglichst viel Material wegkommt, das ich dann von oben und unten nicht mehr wegnehmen muß.  Schleifeschleifeschleife bis... Hoppla. Der erste Durchbruch. Nur klein, kein Problem. Das Teil auf eine flache Fläche gesetzt, etwas rot gefärbten 5-Minuten-Epoxy rein, mit einem runden Werkzeug (siehe später) innen glattgestrichen. Endgeschliffen wird vorm Grundieren.

Dann die Feile an die untere Hinterkante des Zinnteils gesetzt - Material muß weg, und nicht zu knapp, um Platz zu schaffen für den Fahrwerkschacht!

Die feine Dreikantfeile wich sehr schnell der groben - das Material kann was ab.  Immer wieder versucht, mit Augenmaß einzuschätzen, ob ich der Rundung des Lufteinlaufs zu nahe komme... keine Gefahr.  Als klar wurde, daß der äußere Rand des Lufteinlaufs unumgehbar den Zugang für die Feile versperrte (ich muß bis an die Stelle, wo der innere Teil an den äußeren stößt), mußte doch die Proxxon her.

Das ging ganz gut und eigentlich sehr kontrolliert - die Angst war unbegründet. 

Schließlich kam, was kommen mußte, das nächste Hoppala - ein Durchbruch.  Mist, ein ziemlich großer. :rolleyes:  Ging eigentlich nicht anders; es gibt keine optische Vorwarnung, daß das Material dünner wird, es macht einfach KRK und man ist durch.  Aber ich war wohl zu herzhaft mit der Proxxon.
OK, also in der Breite schon zuviel Material weggenommen.  Flicken mit Epoxy, wieder gefärbt, damit man sieht, wo was ist.

Voooorsichtig auf der anderen Seite.... KRK.  Nur klein, aber doch.  OK, flicken und dann in die Tiefe arbeiten.

Tiefer und tiefer gings ins Metall, und was hab ich für einen Respekt vor meinem Zahnarzt bekommen.
Etwa auf Höhe der gedachten Decke des Fahrwerkschachtes kam dann der vierte Durchbruch, diesmal in der Mittelwand.  Das gibts doch nicht, das kommt viel zu früh! :5:

Und da ging mir auf, was Jürgen (f1-bauer) gemeint hatte, als er meinte, die Trennwand ist viel zu schmal.
Die Jungs von Hasegawa hatten beim Entwurf des neuen Lufteinlaufs den Fahrwerkschacht nicht bedacht, der innerhalb der Trennwand (theoretisch) Platz haben sollte, und einfach so designt, wie es gut aussieht.  Und so ist er schmaler geworden, als er eigentlich sein sollte.

Gut, ich wollte es wissen, jetzt weiß ich es.  Das wird nix mit dem Zinn, Handwerkskunst hin oder her, die Trennwand (splitter plate) ist zu schmal. 
Außerdem weiß ich jetzt, daß ich besser nicht Zahnarzt werden sollte. :)

Also den letzten Durchbruch auch noch flicken (man beachte das Profiwerkzeug)....
 

...den Einlauf so wie er ist an eine Rumpfhälfte kleben (mit 5-Minuten-Epoxy), und den Schaden begutachten.
 

Romantisch schimmert das Licht durch die Reparaturstellen... leise Loungemusik erklingt...
 

ACH JA - vielleicht will ja jemand sehen, wie das Teil jetzt von hinten aussieht?
Dann haltet mal den Kindern die Augen zu... uuuund...
 
« Letzte Änderung: 06. Februar 2019, 00:44:46 von hakkikt »

hakkikt

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
« Antwort #24 am: 06. Februar 2019, 00:29:09 »
Schritt 2: Der akzeptable Fahrwerkschacht.

Nun gut, Option 1 hat nicht geklappt, jetzt tue ich, was mir geraten wurde und mache einen akzeptablen Fahrwerkschacht.

Nach verschiedenen Einpaßversuchen wird mir klar: einen sich nach vorne verjüngender Schacht wie im Original spielt es nicht. Das wird jetzt rechteckig; hinten (wo mans gut sieht) möglichst tief, und vorne am Einlauf so tief wie möglich, was aber sehr flach sein wird. Mit einer optisch akzeptablen Steigung der Fahrwerkschacht-Decke, d.h. die ursprüngliche Decke kann zwar drinbleiben (als strukturelles Bauteil), aber hat ansonsten ausgedient.

Immerhin ist die Schachtöffnung jetzt nicht zur Hälfte vom Zinn verschlossen, sondern man hat etwas Raum zum Arbeiten.
 

So wird das ungefähr mit der Decke des Fahrwerkschachtes... die Rundung am vorderen Ende kommt noch weg.
 

Der Schacht wird jetzt rundherum aufgebaut.
- Zwei vierkantige Polystyrolteile an der Hinterkante simulieren die Aussparung, in der sich im Original (siehe weiter oben) die Verriegelung des Fahrwerks befindet.
- Die beiden Seitenwände werden nicht eingepaßt und verschliffen (ich mag Schleifen nicht so), sondern es wird zuerst flach, aber nicht unbedingt passend mit Plastikteilen hinterfüllt und dann über die ganze Breite aus sehr dünnem Polystyrol eine Seitenwand ausgeschnitten und eingeklebt.
- An der Vorderkante mache ich eine schmale Brücke hinter das sichtbare Zinn des Lufteinlaufs. So wird eine gewisse Illusion von Tiefe erzeugt, und ich kann die Vorderkanten der Fahrwerksklappen dem Original etwas anpassen - nicht halbrund, sondern gerade mit einem kleinen Böppelchen (für das Vorderrad).  Eine kleine Rundung mache ich dann noch rein, die habe ich bisher vergessen.
Ich hätte für die kleine Brücke gerne was Dünneres genommen, aber ich hatte keine Lust auf Warmformen, und kalt biegen kann man (ok: kann ich) PS-Streifen nur ab einer gewissen Stärke, sonst bricht's.
- Dann werden Spanten angedeutet... zusammengeklebt sind die Rumpfhälften immer noch nicht, aber alles paßt recht gut.
 

* MiG-17_FWWalls.jpg (70.34 KB)


Zuletzt noch rechts und links ein Messingstäbchen, das den Öffnungsmechanismus für die Fahrwerkklappen simuliert.
Leitungen (viel ist da im Original ohnehin nicht los) lege ich, wenn Farbe dran ist.

Und so sieht das jetzt aus, wenn die Rumpfhälften ausgeklappt sind.  Man beachte auch die Schrotkügelchen, die zusammen mit 5-Minuten-Epoxy den weggefrästen Teil des Zinns noch etwas aufbauen.  Tailsitter wird das keiner. :)
  

Und so, wenn alles zusammengehalten wird.  Damit lass ich's mit dem Fahrwerkschacht, denn er ist ...akzeptabel. :)  Jaja, hätte ich gleich und ohne Umweg über den Zahnarzthorror haben können... :1: aber ich mußte es ja wissen! :D
    

Ach ja, @Russfinger: danke für den Hinweis mit den Flügelhinterkanten und den Tankflossen, die hatte ich nicht im Auge!  Die Bewaffung ist im Prinzip vorhanden, Hasegawa gibt auch die 23-mm-Kanonen mit.  Hab ich mir noch nicht im Detail angesehen, wird aber nicht ganz ohne etwas Schnitzen gehen, grad bei den Hülsenauswürfen.
Die Cockpithaube hatte ich im Auge, auch schon Ersatz von Pavla besorgt, aber der ist leider nicht so gut.  Aber ich hoffe (fürchte? ;)), dazu komme ich noch.

Ich würde jetzt gerne schreiben: "Nicht verzetteln, weiter aufs Ziel zu", aber der Fahrwerkschacht ist definitiv verzettelt, da hilft kein Rumreden.  Macht nix, muß es auch geben.

Nächster Schritt: Farbe ins Cockpit und in die Fahrwerkschächte.  Weiter aufs Ziel zu!  :1:
« Letzte Änderung: 06. Februar 2019, 01:00:27 von hakkikt »

f1-bauer

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
« Antwort #25 am: 06. Februar 2019, 11:47:04 »
Servus hakkikt,
wieso habe ich gerade weiße Fingerknöchel und ein déjà-hör - das Kreischen von einem Fräskopf, der mit 100.000 Turboumdrehungen/Min in den Zahnschmelz eindringt  8o 8o

Hut ab und Respekt, dass Du es angegangen bist  :klatsch:. Jetzt muss ich wohl meine Hälfte vom Deal angehen  :pffft: - ich finde das Ergebnis in der Zink-Nase sehr gelungen. Was mich zum anderen Punkt bringt: jetzt hast Du einen brauchbaren Dom für den Radschacht freigelegt, warum deckst Du ihn nun zu, anstelle ihn zu nutzen???  ?(

[Stichelmodus]Du hast jetzt die halbe Miete - mach den Sack zu. Da ist doch der tiefe Teil des Schachts, der das Bugradbein aufnimmt, dann kommt die Stufe und von da geht es in die Nase. Das dürfte jetzt kein Hexenwerk mehr sein. Jetzt bist Du schon so weit gegangen ... ich hab mal ein Foto von Dir stibitzt und eingezeichnet, was ich meine ...
 
Der tiefe Teil hat etwa 1/3 der Länge und bildet einen Schacht mit quadratischer Fläche. Also das Plättchen an der roten Linie kürzen und ein paar mm nach oben damit. Die Schachtwände ausbilden, wobei die nach vorne gerichtete Wand kürzer ist. Das bildet die Treppenstufe, da dann waagerecht ein Plättchen als Zunge in den Dom rein. Das Plättchen könntest Du mit einem Bohrerschaft o.ä. auch noch ein wenig in Längsrichtung rundrollen. Seitenwände ran, den Anschluß in den Dom verspachteln, mit dem Kugelschleifer vom Proxxon glätten und fertig ist die Laube. Das kriegst Du locker hin  :1: [/Stichelmodus]

Ich schau Dir gerne weiter zu

Gruß
Jürgen  :winken:

« Letzte Änderung: 06. Februar 2019, 11:49:44 von f1-bauer »

hakkikt

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
« Antwort #26 am: 06. Februar 2019, 12:51:29 »
"LAAAALAAALAAAAAAA" *fingerindenohrenhab* Ich hasse dich! :D

Außerdem, wie sagte schon Mother im ersten Alien-Film, nachdem Ripley verzweifelt das Kühlsystem wieder aktiviert hatte? "The option to override detonation procedure has now expired." ;)
Das, was ich da jetzt drin hab, fräs ich nicht nochmal raus... neinein. :2:
 

Die Idee mit der "Laube" ist tatsächlich gut - ich hatte nur mit quadratischen & dreieckigen PS-Platten herumprobiert und bin auf keinen grünen Zweig gekommen, der Schacht ist einfach zu schmal, immer steht irgendwo ein Zinnwinkelchen raus, das ich nicht mehr anfassen will.  Wie weit man eine Laube nach vorne ziehen könnte, ist die Frage... könnte klappen... aber eine theoretische, ich mach das wirklich nicht mehr auf.  Aber ich schaue dir gern bei deinen Muttern zu! :D

f1-bauer

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
« Antwort #27 am: 06. Februar 2019, 13:21:11 »
Ok, dann mach ich auch nur die Hälfte  X(

Gruß
Jürgen  :winken:

PS: die Muttern werden unspektakulär ...

PS2: [stichel]
 
Quelle: Dein Foto
[/stichel]
« Letzte Änderung: 06. Februar 2019, 13:39:48 von f1-bauer »

matz

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
« Antwort #28 am: 02. März 2019, 15:11:38 »
Oha, das ist mal ein Bau"bericht". Hier wird nicht nur die Geschichte das Originals aufgedröselt.
Auch das Bugfahrwerk entwickelt sich zu einer eigenen Geschichte.  :klatsch:
Dank der Hinweise von Russi und damit noch offene Baustellen sollte vielleicht die jetzt doch wirklich azeptable Lösung für das Bugfahrwerk den Zuschlag bekommen.
Wo wir doch alle auf den weiteren Fortgang und va. auf die Lackierung so gespannt sind.  :D

matz
Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
(Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916 +2001)

hakkikt

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Re: MiG-17F der NVAF, Hasegawa 1/72: der 'akzeptable' Fahrwerkschacht.
« Antwort #29 am: 07. März 2019, 20:23:34 »
Ich gebe matz von Herzen recht, ich bin auch schon gespannt auf die Lackierung! :D
Im Ernst, da möchte ich gerne hin, drum bin ich auch bereit, an anderen Stellen die eine oder andere Abkürzung zu nehmen.  Im Schneckentempo leider, Speedbauer bin ich keiner...

Umso mehr betrübt es mich, daß noch eine weitere Verzettelung stattgefunden hat...  ;(

Die Rippchen in den Schächten der Hauptfahrwerke hätte man im Prinzip lassen können, "akzeptabel" wären sie im Prinzip, aber naja 0:-) wenn man schon Fotos vom Original hat...
Zudem hat sich herausgestellt, daß die Einziehhydraulik nicht an der Hinterkante des Schachts ansetzt, sondern an der Vorderkante.  Das wollte ich dann doch nicht durchgehen lassen!

Bitte die Qualität der Fotos zu entschuldigen, mir ist meine alte Schnorchelkamera (Canon Powershot D10) abgesoffen, mit der ich sonst immer alle Bilder gemacht habe.  Daher vorerst nur Handybilder.

Die Rippchen des Originals mußten weg...
 

Neuer Aufbau des Fahrwerkschachtes, jetzt neu & verbessert mit Seitenwänden: ;)
 

Im Hauptfahrwerkschacht der MiG-17 ist nicht allzu viel los, drum wirkt der Umbau tatsächlich weniger "busy" als die Schachtdecke des Bausatzes... aber das Innere sieht nun mal so aus, zumindest ungefähr.  Die Form der Aussparung an der Flügelunterseite entspricht auch nicht 100% dem Original, aber diesen Kelch lasse ich an mir vorüberziehen.
Alles wird sich noch etwas beleben - Leitungen möchte ich aber erst legen, wenn der Schacht seine Grundfarbe hat.

Was ich auch belassen habe, ist der Sitz für das Fahrwerksbein - hier das Original nachzubilden bei all den Dingen, die noch zu machen sind, wäre mir zuviel gewesen.  Und das Modellchen soll ja gscheit auf seinen drei Beinen stehen.

Vergleich der beiden Schächte, unten alt, oben neu:
 

* MiG-17_maingear.jpg (128.29 KB)


Jetzt noch die andere Seite machen, dann kommt ENDLICH Farbe ans Modell.
Man möchte fast meinen, ich würde diesen entscheidenden Schritt prokrastinieren... tatsächlich gestehe ich einfach mal, daß mir immer gerade dann, wenn bei einem Modell der erste Anstrich ansteht, besonders gute Ideen kommen, was noch an anderer Stelle zu tun wäre... :3:
« Letzte Änderung: 07. März 2019, 20:26:25 von hakkikt »