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Autor Thema:  Vomag 7 / 660, Verlag model-hobby.pl, M: 1:25  (Gelesen 3437 mal)

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fuchsjos

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Re: Vomag 7 / 660, Verlag model-hobby.pl, M: 1:25
« Antwort #30 am: 04. September 2020, 17:28:44 »
Die letzten drei Wochen habe ich mich unter anderem mit den Scheinwerfern beschäftigt. Wie so oft, war ein Foto aus dem Internet der Auslöser. Ich möchte den LKW ohne zusammen gekniffene Augen darstellen, da er meiner Meinung nach so hübscher aussieht. Dafür mußte ich allerdings eine akzeptable Lösung für die Scheinwerfergläser finden.



Meine erste Lösung war eine Darstellung als Ausdruck auf Folie. Im Internet habe ich ein Foto eines alten Bosch Scheinwerfers in guter Auflösung gefunden. Dieses Foto wurde durch Nachbearbeitung weitgehend entzerrt und in eine brauchbare runde Form gebracht.



Auf transparente Folie gedruckt, ausgeschnitten, mit einer kleinen Kuppel aus Bondic versehen und mit einem kleinen Ring in das Gehäuse eingeklebt. Nicht schlecht, aber nicht gut genug. Lösung verworfen!



Für den nächsten Versuch habe ich das Foto des Scheinwerferglases nachgezeichnet.

 

Diese beiden Zeichnungen habe ich zu einer 3D-Form komponiert, ausgedruckt, mit teflonhältigem Trennspray eingesprüht und die Form mit Bondic aufgefüllt. Meine Hoffnung war, daß sich Bondic aufgrund des Trennsprays nicht mit der Gussform verbindet - diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt - die beiden Teile waren so gut miteinander verbunden, eine Trennung war unmöglich. Es gibt kein Bild von den Splittern ... aber Kompliment an Bondic, dieser Kleber hält wirklich bombenfest!

Der dritte Versuch begann wieder mit einer gedruckten Form, allerdings diesmal als Negativ.



Die negative Form wurde mit Silikon Kautschuk ausgegossen und in ein Positiv verwandelt.



Die Silikonform wurde nun wieder mit Bondic gefüllt und diesmal mußte Bondic passen. Der Glasteil konnte mühelos aus der Form gelöst werden. Die Oberfläche wurde noch mit Klarlack versiegelt (Bondic bleibt nach dem aushärten leicht klebrig und verewigt jeden Fingerabdruck) und präsentiert sich nun so.



Der Reflektor des gedruckten Scheinwerfers wurde noch mit Alclad II verchromt. Die Glühbirne wurde mit einem kleinen Kelch simuliert.



Die Linse ist auf diesem Bild nur eingelegt. Die Paßgenauigkeit ist so gut, daß ein Hauch von Klebstoff genügt um sie deuerhaft zu befestigen. Jetzt bin ich mit der Lösung zufrieden. Die Fotos sind extreme Makro-Aufnahmen - im Modell hat die Glaslinse einen Durchmesser von gerade mal 10,6 mm.




Pacific Strafer

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Re: Vomag 7 / 660, Verlag model-hobby.pl, M: 1:25
« Antwort #31 am: 04. September 2020, 17:56:39 »
Wunderbar!
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NewFisch

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Re: Vomag 7 / 660, Verlag model-hobby.pl, M: 1:25
« Antwort #32 am: 04. September 2020, 18:15:38 »
 :respekt:

Was für eine Arbeit für zwei Scheinwerfer.

Gruß Matze
Im Bau: He 111Z,Ju 52,P-61
In Vorbereitung: Ju 88-A11,Fw 190-A5 Jabo,Ta152H-1
Geplant: viel zu viel..

haplo 08

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Re: Vomag 7 / 660, Verlag model-hobby.pl, M: 1:25
« Antwort #33 am: 07. September 2020, 10:32:05 »
 :klatsch: :klatsch: :klatsch:
Deine Arbeiten mit Karton sind echt nicht von dieser Welt, einfach unglaublich

Ein kleiner Hinweis zu Bondic & Co: dabei handelt es sich um ein Material, das so ähnlich auch
in der Otoplastik verwendet wird (Otoplastik: Ohrstücke für Hörgeräte)
Wir nennen es Fotoplastik, das gibt es in unserem Bereich flüssig zur Erstellung von Rohlingen
als auch als Paste für Reparaturarbeiten, beide härten wie auch Bondic unter UV-Licht aus. Dabei entsteht
eine sog. Inhibitionsschicht, das ist das von Dir beschriebene klebrige. Diese Klebrigkeit kann durch
eine abschliessende Belichtung des Werkstückes in einem Glycerinbad beseitigt werden (ich weiss aber nicht,
ob dazu die kleine UV-Lampe des Bondic-Systems ausreicht, in der Otoplastik werden dazu UV-Geräte verwendet)
Auch benutzen wir zu Lackierung einen UV-Lack, in welchen die Werkstücke getaucht und anschliessend belichtet werden.
Danach sind die glasklar.

Gruss und Hochachtung vor Deiner Baukunst
Andreas
Schlechtes Sehen trennt von den Dingen, schlechtes Hören von den Menschen!

fuchsjos

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Re: Vomag 7 / 660, Verlag model-hobby.pl, M: 1:25
« Antwort #34 am: 07. September 2020, 18:59:25 »
Servus Andreas (und bei dieser Gelegenheit auch die anderen Mitleser ein lieber Gru?!)

Danke, für die umfassende Erklärung. Ich habe entdeckt, daß dieses Bondic (sowie auch UV-härtendes Resin) mit IPA gewaschen werden kann. Anschließend versiegle ich mit Klarlack von Tamyia, der ist auch auf Alkoholbasis und das funktioniert ganz gut. Zum Aushärten verwende ich übrigens nicht die kleine LED-Lampe von Bondic, sondern eine eigene UV-Taschenlampe mit 52 UV-LED's, sowie eine Härteanlage für UV-Resin (CW1 von Prusa).

LG
Josef

wefalck

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Re: Vomag 7 / 660, Verlag model-hobby.pl, M: 1:25
« Antwort #35 am: 13. September 2020, 10:34:48 »
Das sind alles Metacrylate. Evonik (war mal Röhm GmbH) produziert nicht nur Plexiglas, sondern eine ganze Palette von flüssigen Klebern, Lacken und Acrylharzen, von denen einige durch sichtbares und andere durch UV-Licht härten. Verschiedene dieser Produkte sind auch für Normalverbraucher erhältlich. Ich verwende z.B. Acrifix 192.

fuchsjos

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Re: Vomag 7 / 660, Verlag model-hobby.pl, M: 1:25
« Antwort #36 am: 16. September 2020, 12:31:42 »
Zwischenzeitlich habe ich die Felgen der Reifen mit Klammern versehen. Das Reifenbett war bei diesem Fahrzeug mehrteilig und wurde mit Klammern an der Felge befestigt.



Der Fahrer bekam kuschelige Sitzpolster und Sonnenblenden spendiert und auch etwas, um sich festzuhalten.

 



Die einzelnen Baugruppen wurden montiert und am Rahmen befestigt - damit ist das vordere Drittel des LKW's fast fertig.

 

 

Durch die geöffnete Motorhaube kann man einen Blick auf den Motor werfen.