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darkmoon2010

Autor Thema:  A. W. Meteor Night Fighter Mk.12, Special Hobby, 1/72  (Gelesen 315 mal)

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BAT21

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A. W. Meteor Night Fighter Mk.12, Special Hobby, 1/72
« am: 28. Juni 2020, 14:25:05 »
A. W. Meteor NF Mk.12 'Defending the UK Skies' 


Modell:  A. W. Meteor NF Mk.12 'Defending the UK Skies'
Hersteller:  Special Hobby
Maßstab:   1/72
Art. Nr. :   SH72360
Preis ca. :  20 €








Beschreibung: 

Die Gloster Meteor (Werksbezeichnung G.41) der Gloster Aircraft Company war ein zweistrahliges Kampfflugzeug aus britischer Produktion. Der Tiefdecker war das erste britische strahlgetriebene Jagdflugzeug, das die Einsatzreife erlangte.

Der Erstflug des Prototyps fand während des Zweiten Weltkrieges am 5. März 1943 statt.

Ab 12. Juli 1944 stand die Meteor im Einsatz bei der Royal Air Force. Der Haupteinsatzzweck der ersten einsatzfähigen Staffel, der 616 Sqn, war die Bekämpfung deutscher V1-Flugbomben ab dem Flugplatz RAF Manston. Oft hatten die Bordkanonen der frühen Meteors Ladehemmung, so dass der erste Pilot, der am 4. August 1944 eine V1 zum Absturz brachte, einen Verweis erhielt; er hatte seine Tragfläche beschädigt, als er unter den Flügel der V1 flog, um diese durch eine Berührung, dem sogenannten „tipping“, aus dem Gleichgewicht zu bringen. Diese Methode erforderte Geschick, war aber auch ungefährlicher als der Abschuss des mit etwa 850 kg Sprengstoff beladenen Flugkörpers aus nächster Nähe. Eine spätere elegantere Methode war die reine Störung des Luftstroms über dem Flügel der Bombe durch das Positionieren des eigenen Flügels über dem der Bombe.

Im Februar 1945 wurde eine Meteor-Staffel nach Holland verlegt und in der Jagdbomber-Rolle eingesetzt. Einige deutsche Flugzeuge wurden durch Meteors am Boden zerstört und ein Fieseler Storch zum Landen gezwungen und dann zerstört. Hauptaufgabe der Meteors war es jedoch, die alliierten Luftwaffen in Europa mit Strahlflugzeugen vertraut zu machen und bei der Entwicklung von Taktiken zu helfen. Zu einer Begegnung mit dem deutschen Gegenstück Messerschmitt Me 262 kam es nicht mehr. Allerdings wurde der Stützpunkt der Meteors in Belgien von einer einzelnen Arado Ar 234 bombardiert, wobei eine Meteor beschädigt wurde.

Die Gloster Meteor litt bei Mach-Zahlen von 0,74 und höher unter der Tendenz zur Instabilität um die Gierachse (sogenanntes snaking), wahrscheinlich hervorgerufen durch Strömungsablösung an dem relativ dicken Leitwerksprofil. Dieses Problem trat bei vielen im Zweiten Weltkrieg gefertigten Strahljägern auf.

Im Herbst 1945 wurden zwei Exemplare zu Weltrekordflügen eingesetzt. Am 7. November 1945 wurde der absolute Geschwindigkeitsweltrekord auf 975 km/h und am 7. September 1946 auf 985 km/h verbessert.

Eingesetzt wurde das Muster unter anderem auch als Aufklärer und doppelsitziger Strahltrainer.

Anfang der 1950er Jahre suchte die Royal Air Force einen neuen Nacht- und Allwetterjäger mit Radarausrüstung. Als Basis sollte die doppelsitzige Schulversion der Meteor dienen. Da Gloster aber mit der Produktion des Jägers bereits ausgelastet war, übernahm Armstrong-Whitworth Entwicklung und Bau des Nachtjägers. Am 31. Mai 1950 fand der Erstflug eines aus einer Meteor T.Mk.7 entwickelten Versuchsmusters mit einem Radargerät im verlängerten Rumpfbug statt. Ab Januar 1951 wurden die ersten Serienmaschinen Meteor NF.Mk.11 an die RAF ausgeliefert. Diese Nachtjäger beschafften auch die Luftwaffen Ägyptens, Belgiens, Dänemarks, Frankreichs, Israels und Syriens.

Im Korea-Krieg wurde die Gloster Meteor zunächst als Luftüberlegenheitsjäger eingesetzt, bis die Kampferfahrungen zeigten, dass der von China eingesetzte sowjetische Strahljäger MiG-15 flugtechnisch deutlich überlegen war. Da nur die F-86 Sabre der MiG-15 gewachsen war, wurden alle anderen Jäger, einschließlich der Gloster Meteor, auf den Einsatz als Jagdbomber beschränkt, während die F-86 den Luftraum großräumig abschirmte.

Meteors waren unter anderem auch bei der RAF Germany in Westdeutschland stationiert.


Weiterlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Gloster_Meteor


Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:15_Gloster-Armstrong_Whitworth_Meteor_(15834186451).jpg


Schachtelinhalt:

Nach dem Erscheinen diverser Auflagen der Einsitzer- und Trainervarianten sind ein paar Tage ins Land gegangen... aber mittlerweile veröffentlich Special Hobby die noch fehlenden Nachtjagdvarianten der Meteor.
Aus dem hier vorgestellten Bausatz kann die Variante Mk.12 im Maßstab 1/72 gebaut werden.

Die Teile stammen aus neuen Formen, die bisherigen Formen für Einsitzer und Trainer wurden hier nicht verwendet.
Für ein Kleinserienherstellen machen die Plastikteile einen guten Eindruck.
Hier und da gibt es zwar etwas Grat, aber das bewegt sich noch im verkraftbaren Rahmen.
In der Schachtel befinden sich nur Plastikteile, Ätz- oder Resinteile gibt es hier nicht.
Anleitung und Abziehbilder runden das Angebot ab.

Werfen wir ein Blick auf die Teile:












Die Klarsichtteile - das können andere Hersteller besser:






Die Anleitung kommt als Heft und ist auf hochwertigem Papier gedruckt.
In 46 Schritten führt sie zum fertigen Modell.
Farbangaben beziehen sich auf Gunz/Mr. Hobby/Mr. Colour.










Wie gerade zu sehen war, schlägt Special Hobby drei verschiedene Bemalungsvarianten vor.
Die dafür notwendigen Abziehbilder sind sauber gedruckt und auf zwei Bögen verteilt:




Zum Abschluss nochmal ein paar Detailansichten der Plastikteile:




















Fazit:  

Schön, dass Special Hobby jetzt auch die Nachtjägervarianten der Meteor anbieten und damit die Möglichkeit schafft, die Meteor Sammlung in 1/72 zu komplettieren. Mit etwas Erfahrung kann aus dem Bausatz sicherlich eine schöne 72fache Verkleinerung der Meteor Mk.12 entstehen.

+  Vorbildauswahl
+  Gussqualität
+  Bemalungsvarianten

-  Gurte für Pilotensitze fehlen

 :winken:

Hans

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Re: A. W. Meteor Night Fighter Mk.12, Special Hobby, 1/72
« Antwort #1 am: 28. Juni 2020, 14:52:17 »
"Hässlich....ich bin so hässlich....So grässlich hässlich.....bin für die Nacht!". Da bekomm ich ja einen NDW-Flashback. Aber ein toller Bausatz. Danke für die Vorstellung!

Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

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Re: A. W. Meteor Night Fighter Mk.12, Special Hobby, 1/72
« Antwort #2 am: 28. Juni 2020, 17:21:03 »
Ja tatsächlich. Very ugly! Aber das ist subjektiv (obwohl, in diesem speziellen Fall wohl weniger ;) ).

Tolles Review, in von Dir gewohnter Qualität :P   Weiter so.

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Re: A. W. Meteor Night Fighter Mk.12, Special Hobby, 1/72
« Antwort #3 am: 28. Juni 2020, 18:34:13 »
Deine Fotos sind immer wieder der Hammer! Danke für alle Deine Vorstellungen.


Alex
 :winken:


Travis

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Re: A. W. Meteor Night Fighter Mk.12, Special Hobby, 1/72
« Antwort #4 am: 29. Juni 2020, 08:45:52 »
Ein häßliches Flugzeug? Sicherlich.
Aber ich bin immer mehr begeistert von der Qualität der neuesten Bausätze von Special Hobby. Die legen sich richtig ins Zeug. Zur Zeit habe ich auch ein neueres Special Hobby Modell auf dem Basteltisch und das macht richtig Spaß!  :1: Zwar noch kein Schüttelbausatz, aber die Qualität ist schon enorm.

Danke auch für Deine tolle Bausatzvorstellung!  :P Absolut hohes Niveau! :D

Tho :santa:
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HI-Lok

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Re: A. W. Meteor Night Fighter Mk.12, Special Hobby, 1/72
« Antwort #5 am: 29. Juni 2020, 08:58:39 »
Hässlich ist relativ...halt englisches Design :pffft:
Danke für den Blick in die Schachtel, es ist Bemerkenswert, mit welchen Details der Kit aufwarten kann, sehr interessant...

matz

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Re: A. W. Meteor Night Fighter Mk.12, Special Hobby, 1/72
« Antwort #6 am: 29. Juni 2020, 16:26:19 »
Tolle Bausatzvorstellung, mit gewohnt formidablen Bildern.  :P
Enorm wie sich Special-Hobby entwickelt hat.

Zum Thema hässlich: erinnert mich an Langnese "Flutschfinger" Eis, das wir in den 70er so gerne verspeist haben  :7:

matz
Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
(Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916 +2001)