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Autor Thema: Flugzeuge What If - He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild  (Gelesen 7072 mal)

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Hans

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Flugzeuge Re: Heinkel He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #60 am: 29. September 2020, 14:16:38 »
Wann 72/73 tatsächlich zum Einsatz kam, ist unklar. Ich denke, es kam tatsächlich nur zum Einsatz, wenn am Flugzeug selbst auch andere korrosionshemmende Maßnahmen vollzogen wurden, also auch innen. Es gab dafür extra Lackketten, auch für Holz und Innenanstriche.

Selbst He 111 und Ju 88 mit Torpedoumbau wurden 70/71 lackiert, auch die FW 200. Die Frage sollte wirklich heissen, ist das Flugzeug komplett korrosionshemmend behandelt oder nicht. Wie schon erwähnt, 72/73 war kein extra angepasster Farbton, sondern korrosionshemmender als 70/71
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

springbank

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Re: Heinkel He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #61 am: 29. September 2020, 16:02:19 »
Ok
Ihr habt mich in soweit überzeugt als das 70/71/65 der warscheinlichste Grundanstrich war.

Was mich allerdings wirklich etwas irretiert ist, neben Revells Farbangaben ( die auch sinn ergeben),
Wenn man Hans hinweis berücksichtigt.
Kann ja durchaus sein das die Testflugzeuge gleich mal nen Korrosionsschutz bekamen, da als Marineeinheit geplant.
Gibt schon Punkte die für 72/73 sprächen.
Was für mich aber auch hinkommt  ist bei Revell RLM77, oder 76 für die Flecken als Farbvorschlag.
Wobei es 76 1943 ja noch nicht gab offiziell oder?

Vor allem aber verstehe ich die Chronologie nicht
Die Tests fanden von Oktober bis januar 43/44 statt.
Die A6 sollen umgebaute A5 sein laut diversen Quellen.
Die A-5 gingen aber erst ab Frühjahr 44 (juni) in Dienst, also müssten die A6 versuchsträger doch eigentlich späte A3  sein oder habe ich nen Denkfehler?

Tja so ist das mit mal eben aus dem Kasten bauen.klärt man am besten vorher :6:
« Letzte Änderung: 29. September 2020, 16:47:57 von springbank »
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Re: Heinkel He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #62 am: 29. September 2020, 16:35:47 »
76 gabs offiziell seit Frühjahr 41
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springbank

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Re: Heinkel He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #63 am: 29. September 2020, 16:47:09 »
Oops, danke Hans  :P

Ohne euch ärgern zu wollen, aber was auch durchaus für 72,73 als Werklackierung spräche, wäre doch das alle späten A3 bei Arado vom Band liefen.

Was das fleckenmuster  der seiten angeht kann man wohl davon ausgehen, das das nachträglich vor Ort so gestaltet wurde, da ein solcher Werkanstrich nicht existierte.
Da ist ja Kanonenvogels Vorsvhrift eindeutig wie der Fleckentarn auszusehen hatte.

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Wolf

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Re: Heinkel He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #64 am: 29. September 2020, 16:47:44 »
es gibt halt immer wieder Diskussionen darüber ob Fw 200, Ju 188, Do 217 oder He 177 in 72/73 lackiert waren.  Ich würde die Möglichkeit nicht ganz ausschließen, wenn sie z. B. aus speziellen Frontschleusen kamen.
Wer Future hat, hat noch lange keine Zukunft

springbank

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Re: Heinkel He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #65 am: 29. September 2020, 16:59:02 »
Jo, um die Sache abzukürzen

Also 70/71/65 mit wölkchen in 76 oder 77

Davor ne ganz stark verdünnte alu schicht drunter
Sollte dann passen

Bleibt halt nur das Rätsel der Zeitangabe Herbst 1943bei Revell.




« Letzte Änderung: 29. September 2020, 17:04:09 von springbank »
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Re: Heinkel He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #66 am: 29. September 2020, 19:05:30 »
Nachdem ich es bei Daniel losgetreten habe (ich hab ihn gefragt, ob er sich mit 72/73/65 als Grundanstrich sicher ist) habe ich jetzt selber auch noch ein wenig gesucht.

72/73 war offenbar der Anstrich für Seeflugzeuge, also das was ich ein Flugboot oder Wasserflugzeug nenne, also z.B. Do 24, BV 222 oder Ar 196 (wenn kein Bordflugzeug). Da war erhöhter Korrosionsschutz angesagt. Insofern liegt Hans da richtig. ABER: wenn eine Ar 196 als Bordflugzeug eingesetzt ist, braucht es keinen erhöhten Korrosionsschutz, weil Katapultstart und nach der Landung gleich per Kran aus dem Wasser und abgewaschen. Typisch deutsch, die Logik muss mir einer erklären, was ist mit dem Spritzwasser bei Seegang an Bord eines Kriegsschiffes???. Die Farbtöne 72/73 waren etwas dunkler als 70/71, aber nicht, wie ich zwischenzeitlich vermutete, ein eigenes Tarnschema für Einsätze über Wasser, wie z.b. das spezielle Tempered Sea Scheme der RAF.

Flugzeuge, die "von Land über Wasser" eingesetzt wurden, waren keine Seeflugzeuge, also auch kein 72/73. Daher ist und bleibt die He 177 mit FritzX oder Henschel 293 ein Bomber, auch wenn sie nur gegen Seeziele flogen. Anstrich demzufolge, entgegen Revell, tatsächlich Oberseiten 70/71. Quelle für den Klugschiss: u.a. Luftarchiv

es gibt halt immer wieder Diskussionen darüber ob Fw 200, Ju 188, Do 217 oder He 177 in 72/73 lackiert waren ... 
Dazu habe ich nebenbei das hier gefunden. Ist zwar kein Beweis, aber auf alle Fälle eine interessante Lektüre mit tollen Fotos, auch und gerade zum Thema "Modellbau anno 1942 einer Do 217 und Do 24 mit RLM-Originalfarben".
http://www.ipmsstockholm.org/magazine/2002/11/stuff_eng_profile_luftwaffe_bomber_camo.htm

Die A-5 gingen aber erst ab Frühjahr 44 (juni) in Dienst, also müssten die A6 versuchsträger doch eigentlich späte A3  sein oder habe ich nen Denkfehler?
Die A-5 offenbar ja, die A-5 Kehl IV (= mit FuG203 für die FritzX bzw. Henschel 293) gab es wohl schon ab Dezember 43, z.B beim KG 40 in Bordeaux, wäre für die Tests aber auch zu spät. Kämen tatsächlich nur die A-3 Kehl IV als Basis für die A-6/R1 HD131 im Oktober 1943 in Frage.

Gruß
Jürgen  :winken:

B.t.w., sieht alles Top aus  :klatsch:, das Heck hast Du super gerettet  :P :P und GsD hast Du den Bombenschacht und den Wartungsweg in Ruhe gelassen  :3:

springbank

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Re: Heinkel He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #67 am: 29. September 2020, 19:35:14 »
Tja die Boardsuche hilft
Eben gesehen das die He 177 schon einige male Thema waren  :D

Also 70/71/ 65 und ein ganz helles Grau für die Wölkchen. Basta
Was auch immer das Vorbild für diesen Anstrich war.. Vermutlich mit den HS293 montiert eher What if, da man Geschütztests wohl kaum mit Lenkwaffen durchführt.
Habe den BB Titel entspechend angepasst

Danke euch
gruß
Daniel
« Letzte Änderung: 29. September 2020, 20:06:17 von springbank »
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Re: What If - He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #68 am: 29. September 2020, 22:51:35 »
Dann von mir auch noch einmal ein paar Gedanken und Anmerkungen zur He 177 im speziellen und RLM 72/73 im allgemeinen.

Laut Merrick waren die He 177 in 70/71/65 lackiert. Die Seiten waren entweder 76 oder frisches 65. Jedenfalls unterscheiden diese sich von der 65er Unterseite

Ich kenne natürlich auch die Theorie/Vermutung, dass 72/73 im Grunde nur 70/71 Farben mit dem Zuschlag von Korrosionsschutz waren und sich dadurch der Farbton verändert hat. Ich halte diese Theorie aus einem simplen Grund für nicht schlüssig. Warum sollte das 70/71 sich durch diese Zugabe verändern, das 65 der Unterseite aber nicht. Wenn durch die vermeintliche Zugabe schon ein dunkler Ton wie 70 oder 71 deutlich anders aussehen würde, dann Ein helles 65 erst Recht. Das
Oder hat man nur dem 70/71 den Schutz mitgegeben und den bei Seeflugzeugen noch stärker dem Wasser ausgesetzten Unterseiten nicht? Das halte ich für nahezu ausgeschlossen. Ich denke also schon, dass 72/73 ein eigener Farbton waren, speziell für die Tarnung über See und nicht nur zum Korrosionsschutz

Zur Verwendung von 72/73 Schreiben sowohl Ullmann als auch Merrick, dass diese Farben eben nicht nur auf klassischen Seeflugzeugen verwendet wurden. Weitere Beispiele waren Ju 290, Fw 200, Do 217 und Ju 188.

Ullmann gibt hierfür als Quelle Bilder und bei den beiden ersten auch Werkszeichnungen mit an. Gerade Ullmann ist ein sehr penibler Rechercheur. Ich denke der schreibst das nicht nur so dahin.
« Letzte Änderung: 29. September 2020, 22:53:49 von Wolf »
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Re: What If - He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #69 am: 29. September 2020, 23:16:34 »
Jo danke Dir Wolfgang,
das ist ne durchaus ne weitere Perspektive und Komponente die durchaus die Option offen lässt was Seetarnung angeht.

Von der Do 217 fällt mir da vor allem die K2 ein die ja wohl nachweislich RLM72/73 auf den Oberseiten trug und auch mit Lenkwaffen gegen Seeziele bestückt war.

Gruß
Daniel
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Re: What If - He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #70 am: 30. September 2020, 17:20:24 »
Servus Daniel,
in dem Bericht, den ich oben verlinkt habe, hegt der Autor vom ipms-Stockholm ja ernste Zweifel, ob die beiden Modelle (Do 217 und Do 24) in 70/71 angemalt wurden. Wohlgemerkt: der Erbauer hat beide Typen geflogen. Die beiden Modelle sind 1942 in Schipol entstanden, wo der Erbauer stationiert war, und die hat er mit den original Farben lackiert, die er sich bei seiner Einheit besorgt hatte. Der Autor hat mit Farbkarten von Merrik verglichen und ist der Meinung, dass es weder mit 70/71 noch mit 72/73 eine exakte Übereinstimmung gibt, aber es läge näher bei 72/73.

Wenn man die Fotos in dem Bericht mit diesem Foto aus dem Britmodeller vergleicht (da geht es um die Lackierung einer Do 217 in 72/73)

Quelle: britmodeller.com

dann sieht es für mich so aus, als wären beide Modelle 72/73 lackiert, was ja für die Do 24 korrekt wäre und dafür spräche, dass für Einsätze über See doch teilweise eine Seetarnung in 72/73 existierte. Ich denke mal nicht für die Zeit des BoB mit dem kurzen Flug über den Kanal, aber möglicherweise später für die langen Antlantik-Flüge z.B. zu den Konvoys. Gut, RLM 71 ist jetzt nicht so hell aber über Wasser doch auffällig. Die RAF hat ja auch für Einsätze über Wasser das über See auffällige Dark Earth aus dem Land Scheme durch das Dark Sea Grey ersetzt.

Wie ich schon gestern erwähnte: mach Dir keinen Kopf, ob es diese Revellsche A-6/R1 mit HL 131 und Henschel 293 über haupt so gab. Die Tests wurden offenbar mit drei A-3 mit der Bezeichnung V32, V33 und V34 gemacht, die Kennungen sind unbekannt. Hab Spaß, bau sie what-if fertig wie sie Revell anbietet und lackier vielleicht auch mutig what-if :D

Gruß
Jürgen  :winken:

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Re: What If - He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #71 am: 01. Oktober 2020, 00:51:21 »
Danke Jürgen,
auch und vor allem fürs Lob  :P

Ich schlafe da noch ein-zwei Nächte drüber was die Farbgebung angeht aber die Hauptkomponenten sind schon mal zusammen.
Flügel wie gesagt nur angesteckt und mit etwas patafixiert.. Passen wie ne 1 die Dinger wirklich. Da kann ich auch den anderen Kram mit Hecktum etc ausblenden.







Dann gehts jetzt zum ersten lackiergang (Grundierung und Vorschattieren)

Gruß
Daniel


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Re: What If - He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #72 am: 01. Oktober 2020, 19:46:32 »
Servus Daniel,

der "Rohbau" schaut schon gut aus. :P

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Re: What If - He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #73 am: 01. Oktober 2020, 20:50:00 »
Moin Bernd,

danke Dir  :P Bei den Hauptbauteilen gibbet auch nix zu meckern. Die passen wunderbar für nen damals 15€ Bausatz.
Watt kriegste da heute noch Neues für?
Gut die Revell Lancaster aber sonst gerade mal nen Panzer in 72 oder nen Tornado.
gruß
Daniel
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2020, 22:36:18 von springbank »
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Re: What If - He 177 A6 (Erprobung Heckstand 131) Revell 1/72 Goupbuild
« Antwort #74 am: 02. Oktober 2020, 22:55:20 »
Für wahr!
So ein relativ großes 1/72 Modell war der Preis unschlagbar.

Gruß,
Bernd