Rorke`s Drift 1879, Maßstab 1/72

Begonnen von Wolfgang Meyer, 08. November 2020, 16:47:56

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Wolfgang Meyer

Rorke`s Drift 22. Januar 1879

In Zusammenarbeit mit GERMANIA-Figuren http://www.germania-figuren.com/gx2/ möchten wir vom Verein ,,Geschichte in Miniaturen" ein neues Großprojekt vorstellen.

Ein Großdiorama zur Schlacht um die Missionsstation von Rorke`s Drift, die vom Nachmittag des 22. Januar bis zum frühen Morgen des 23. Januar 1879 in Natal/ Südafrika, geschlagen wurde.
Die Geschichte dieses Tages ist sehr komplex und in der Literatur sehr gut beschrieben und dokumentiert. Deshalb beschränke ich mich hier auch nur auf einen groben Überblick.

Ca. 15 Kilometer nordwärts fand ebenfalls am 22. Januar 1879 die Schlacht von Isandlwana zwischen den Zulus und einem britischen Expeditionskorps statt. Hier wurden die Briten vernichtend geschlagen. Das Geschützfeuer war bis zur Missionsstation bei ,,Rorke`s Drift zu hören. Mittlerweile trafen auch Überlebende der Schlacht bei Rorke`s Drift ein und berichteten von der britischen Katastrophe.
Die Überlebenden flüchteten dann auch weiter in Richtung Süden in Richtung der Siedlung Helpmakaar.
Die britische Besatzung der Missionsstation rechnete daher auch mit einem Angriff der Zulus auf Rorke`s Drift. Sofort wurden durch die kommandierenden Offiziere Schanz- und Verteidigungsvorbereitungen in Angriff genommen.
Nachdem noch einige der einheimischen Kräfte aus der Missionsstation geflohen waren, bestand die Besatzung nur noch aus 139 Männern, wovon sich fast 2 Dutzend auf der Krankenstation im Hospital befanden, die dann auch nur zum Teil verteidigungsfähig waren.

Kommandierender Offizier war Lieutenant J.R.M. Chard, 5. (Field) Company, Royal Engineers.
Zweiter im Kommando war Lieutenant G. Bromhead, 2nd Battalion, 24th Regiment.
Der Hauptteil der Verteidiger bestand aus Angehörigen dieses Battalion.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Rorke's_Drift

Die Zulus trafen am Nachmittag ein. Die kleine Missionsstation Rorke's Drift wurde von bis zu 4.000 Zulu-Kriegern des uNdi-Korps angegriffen. Die Zulu wurden geführt von Prinz Dabulamanzi kaMpande, dem Halbbruder des Königs. Einige Zulu waren mit Gewehren aller Art bewaffnet, meist Vorderlader aber nicht sehr geübt im Umgang damit. Die Mehrheit war mit dem großen Kriegsspeer (isijula) ausgerüstet. Darüber hinaus trugen Zulu Krieger einen großen Schild aus Kuhhaut (isihlangu). Dessen Farbe gab Aufschluss über die Zugehörigkeit zu einem Regiment.
Dieses Zulu-Korps, bestand in erster Linie aus Veteranen, kampferprobten Männern im Alter von 41-45 Jahren. Aber auch ein Regiment von unverheirateten Kriegern im jungen Alter war dabei. Diese Regimenter hatten bei der Schlacht bei Isandhlwana als Reserve gedient.

Die Missionsstation

Die Missionsstation lag ca. 1 km entfernt von der Furt Rorke`s Drift über den Buffalo-River. Die Mission lag an den Hängen des Oskar Berges. Deswegen befand sich die gesamte Station auch auf ansteigendem Gelände.

Zwei größere Gebäude befanden sich hier, das Storehaus des Reverend Witt und ein Gebäude welches als Hospital genutzt wurde. Dazu noch ein Küchenhaus, mehrere Öfen sowie ein WC-Häuschen.

Dann gab es noch 2 steingemauerte Kraals. Das Zeltlager des 24th Regimentes lag etwas außerhalb der Mission. Die Zelte wurden eilends abgebaut.
Die topografische Lage begünstigte die Verteidigung der Mission, gab den angreifenden Zulus jedoch auch die Möglichkeit sich hinter Deckungen der Mission zu nähern.

Mit gefüllten Maissäcken wurde Barrikaden zwischen den beiden Gebäuden gebaut. Diese Barrikade war ca. 120 cm hoch und wurde mit zwei mit Maissäcken beschwerten Wagen verstärkt. Auch Richtung Norden wurde ein 90 cm hohe Barrikade aus Maissäcken errichtet. Diese wurde so geschickt an einer felsigen Böschung errichtet, dass die angreifenden Zulu hier ein Hindernis von ca. 250 cm vor sich hatten.
Darüber hinaus befand sich hier auch noch eine 150 cm hohe Steinmauer, der Barrikade vorgelagert.

Auch die beiden Rinder Kraals boten sehr gute Deckung, zuerst den Briten und während der späteren Angriffe, den Zulu.
In einer späteren Phase der Schlacht, nach dem Verlust des brennenden Hospitals wurde eine zweite Defensivlinie durch die Briten bezogen. Zwischen der nördlichen Maissackbarrikade und der nordwestlichen Ecke des Storehauses wurde eine weitere Barrikade gezogen. Sie bestand aus aufeinandergetürmten Biskuit-Kisten. Diese schloss in der Höhe mit der Maissackbarrikade ab und war ca. 90 cm hoch.
Man hatte noch eine Reserve an gefüllten Maissäcken. Daraus wurde jetzt eine hohe Schanze im Innenraum des befestigten Hofes errichtet. Diese Schanze war ca. 300 Zentimeter hoch und wurde von 6 Schützen besetzt.


Plan des Dioramas auf den Maßstab 1/72 runter gerechnet






Wolfgang Meyer

Bei den Figuren handelt sich ausschließlich um Figuren der Fa. Germania-Figuren, alle aus Resin im Maßstab 1/72.

Die Planung zum Diorama fand schon Anfang 2019 statt. In Absprache mit Michael Cremerius von Germania-Figuren wurde eine ganz neu Figurenserie kreiert. Die ersten Figuren modellierte noch Massimo Costa aus Italien in Handarbeit. Massimo modellierte quasi die Szene der ersten Evakuierung aus dem brennenden Hospital mit vielen Figuren die einem historischen Gemälde nachempfunden wurden.



1200px-Alphonse_de_Neuville_-_The_defence_of_Rorke's_Drift_1879_-_Google_Art_Project.jpg
Gemälde gemeinfrei


So sahen die ersten Figuren für das Diorama aus, alle durch Massimo Costa modelliert:







Diese Figuren konnte ich dann auch schon Anfang 2019 ordern.


Da ich aber die ganze Mission-Station bauen wollte, brauchte ich noch viele weitere Figuren, Briten und natürlich viele Zulu.

Wir haben dann die Figurenplanung für solch ein größeres Diorama voran getrieben. Die Figuren wurden alle in 3D modelliert und dann
auch so gedruckt. Im Laufe der Zeit, bis jetzt kamen immer neue Figuren hinzu, so dass ein höchst abwechslungsreiches Diorama entstehen
konnte.
Mittlerweile sind für das Diorama schon über 900 Figuren bemalt. Der Figurenpart ist praktisch abgeschlossen. Den Dioramenbau möchte ich gerne hier zeigen.

Das Diorama wird 1,61 Meter x 1,21 Meter groß werden.


Wolfgang Meyer

Ich habe mit einigen bereits bemalten Figuren kleine Test`s gemacht, auf meiner eigens dafür
angefertigten kleinen Dioramen-Testfläche.

Die Bilder sollen nur eine kleine Anregung sein, auf das was noch kommt.







Indunas, Häuptlinge der Zulu

Bei Rorke`s Drift waren zwei berittene Häuptlinge dabei, wobei der eine von beiden direkt zu Beginn der Schlacht getötet wurde.








Briten und Zulu im Kampf








Gefallene und verwundete Briten und Zulu


Darüber hinaus gibt es noch sehr viele andere Varianten von Figuren, Briten und Zulu!

Fortsetzung folgt

Wolfgang Meyer

#3

Nach diesem Foto baute ich das Storehaus. Man sieht schön das Zusammenspiel der Feldsteine mit den Ziegelsteinen. Die weiße Tür zum Dach ist praktisch ein Stück ins Walmdach reingeschoben. Deshalb hat man dort mit Ziegelsteinen den Platz neben der oberen Tür etwas aufgemauert. Dies werde ich beim Modell auch berücksichtigen.
Ein Foto im Sommer 1879 aufgenommen, die Mauern links und rechts des Storehouse wurden nach der Schlacht angebaut.









Hier die Hauptgebäude sowie die Nebengebäude der Missionsstation.
Wer sich für den Baubericht dieser Gebäude interessiert, hier habe ich es genau erklärt:

https://www.geschichte-in-miniaturen.de/forum/viewtopic.php?f=36&t=671&start=50


Das Storehouse der Missionsstation


Storehouse, Hospital, Kochhaus, 2 Öfen sowie eine Latrine

Ein dritter Ofen ist auch fertig. Lediglich die Treppe zur Veranda des Hospitals muss noch gesetzt werden.
Das zeige ich später beim Einsetzen ins Diorama.


Jensel1964

SENSATIONELL, Wolfgang. Deine Dioramen sind wirklich atemberaubend. An den Bildern kann man sich stundenlang festgucken und findet immer wieder neue Details. Beim Thema Dioramen bist Du wirklich der Meister.  :meister: :meister: :meister:
Viele Grüße, Jens  :winken:

Marderkommandant

Als der Herr am siebten Tag über die Erde wandelte und Sein Werk betrachtete, stellte Er fest, dass die Steine zu weich geraten waren. Darauf schuf Er den Panzergrenadier.

Flugwuzzi

Beeindruckend  :klatsch: :klatsch:
Die Figuren sind wunderbar modelliert und auch bemalt. In der tollen Landschaft kommen sie richtig gut zur Geltung.
Die Gebäude sehen auch spitzenmäßig aus. Vor dem fertigen Dio will man bestimmt stundenlang auf Suche nach Details gehen  :1:

lg
Walter
DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGES IST ANZUFANGEN. (Mark Twain)

vonMackensen1914

Eine menge Zurzeit im Bau.

Wolfgang Meyer

Danke euch!

Ich wollte als Szene ja das Gemälde von Alphonse de Neuville im Diorama zeigen. Die Evakuierung der Patienten aus dem brennenden Hospital. Der Maler hat jedoch, wie es so einige Schlachten-Maler machen, im Bild verschiedene Zeitpunkte der Schlacht zusammengefügt.

Bevor ich mit dem Diorama begonnen habe, musste ich erst vernünftig recherchieren. Dazu sind im Laufe der letzten beiden Jahre so einige Bücher zusammengekommen.

Ich habe mich in einigen englischen Foren zum Thema angemeldet und war auch mit einigen der Autoren der englischen Bücher im Dialog.
Der Kampf um die Missionsstation ,,Rorke`s Drift" ist mit die am besten beschriebene Schlacht der Kolonialkriege. Mittlerweile bin ich da auch sehr gut belesen und meine Recherchen sind abgeschlossen. Ich habe mich also entschlossen das Diorama nicht nach dem Gemälde zu bauen, sondern es so zu gestalten wie es tatsächlich zu diesem Zeitpunkt ausgesehen hat. Die Geschichte ist so gut erforscht und in der Literatur so dezidiert beschrieben worden, dass man sogar viele der britischen Protagonisten namentlich an ihre Stellungen hinter den Barrikaden zeigen kann.

Hier ein Teil meiner Literatur, viele Bücher habe ich auch noch in digitaler Form.





darkmoon2010

Einfach genial, was du hier zeigst und Respekt vor so einem großen Projekt.

Bin gespannt, wie es weiter geht.
Thomas  :winken:

Surrender is not an option
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Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.
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Wolfgang Meyer

Danke Thomas!

Die Missionsstation ,,Rorke`s Drift" liegt am Fuß des Oskarberg, schon in abfallenden Gelände. So müssen jetzt auch alle Gebäude in dieses abfallende Gelände eingearbeitet werden.

Basis des Dioramas ist eine 5 mm Sperrholzplatte in der Größe 1,60 Meter x 1,20 Meter. Diese Sperrholzplatte habe ich mit 5cm starken Leisten an den Rändern und auch im Innern verstärkt, um ein Verziehen der Platte zu verhindern.

Zuerst musste ich das Szenario mit der Örtlichkeit maßstabsgerecht auf die Platte bekommen. Nach der ersten Styrodurschicht habe ich die Häuser, Öfen und Klo, auf die Platte gesetzt und alles vermessen, so, dass es mit den historischen Gegebenheiten übereinstimmt. Dann habe ich die beiden Krals sowie die Höhenlinien, Straßen und Garten sowie die Barrikade gezeichnet.

Weiterhin gibt es noch Zäune und Gräben sowie Erdaufwerfungen. Diese wurden auch angezeichnet. Charakteristisch für die Missionsstation Rorkes`s Drift ist die Felskante unterhalb der beiden Terrassen der Gebäude. Sie verläuft fast parallel zur nördlichen Barrikade. Sie ist ungefähr mannshoch. Das ist meine Trennlinie in der Topografie. Ober- und unterhalb dieser Felskante ist das Gelände gegen den Oskarberg hin, ansteigend.
Diese Topografie musste ich jetzt genau treffen.

Die Topografie wurde jetzt mit 5cm, 3cm, 2cm, 1cm und 0,5 cm Styrodur- bzw. Hartschaumplatten gefertigt.

Die Platten habe ich mit dem Cutter geschnitten und dann mit Bauschaum bzw. Weißleim verklebt. Die Platten selbst wurden mit Zahnstochern gegen das Verrutschen fixiert und mit Gewichten beschwert.
Es war ein aufwändiges Verfahren, immer wieder mussten neue Höhenlinien angepasst und geklebt werden. Letztendlich konnte ich dann die Gebäude mit Weißleim ins Diorama kleben.








Anzeichnen der Szenerie auf der ersten Styrodur-Schicht







In einzelnen Schritten wurde die Topografie aus verschiedenen Styrodur- bzw. Hartschaumplatten aufgebracht

vonMackensen1914

Eine menge Zurzeit im Bau.

Flugwuzzi

Ui  8o .. erst mit dem Bürostuhl neben dem Tisch erkennt man die Größe der Abmessungen. Ganz schön groß das Dio  :P

lg
Walter
DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGES IST ANZUFANGEN. (Mark Twain)

HI-Lok

Yepp Walter geht mir ganz genauso  8o und was mich auch wieder immens erstaunt hat ist die Anzahl er "bereits bemalten" Figuren in Anzahl 900!!! : 8o 8o 8o
Unglaublich.

Wolfgang Meyer

Danke euch!

Als nächstes, konnte ich meine Styrodur-Landschaft mit der ersten Schicht Leichtspachtel überziehen. Ich denke, ich habe die Topografie gut getroffen. Die Spachtelmasse musste jetzt erstmal mehrere Tage durchtrocknen. Dann kam der nächste Auftrag für die Topografie mittels Struktur-Spachtel-Masse. Der letzte Auftrag wurde dann mit richtiger Erde gemacht, im Backofen 20 Minuten bei 200 Grad steril gemacht.

Aber erstmal hier der Leichtspachtel für die grobe Topografie.



















Das Ganze sah jetzt erstmal aus, wie ein Schnee-Diorama!

Wolfgang Meyer

Der nächste Schritt.

Aus 5mm Sperrholz habe ich die Umrandung am Diorama angebracht. Verschraubt und verklebt. Der nächste Schritt, war dann mit der Stichsäge die Umrandung an die Topografie angleichen. Danach muss dann Umrandung (5mm) mit der Dioramenfläche verspachtelt werden.

Dann habe ich alles mit einer leichten Schicht Strukturspachtel-Masse überzogen, auch die Kanten der Umrandung. Die Verschraubungen der Umrandung werden später auch noch verspachtelt. Zum Schluss wird dann die Umrandung lackiert.








Wolfgang Meyer

#16
Nach dem Trocknen der Masse bekam die ganze Fläche eine Bemalung mit Erdfarben. Zum Schluss kam dann noch richtige gemahlene Erde auf die Dioramenfläche. Diese wurde 20 Minuten bei 200 Grad im Backofen gebacken um etwaige Schädlinge und Pilze auszumerzen. Ich konnte bereits die Felskante kleben, zumindest die etwas größeren Felsen. Die kleinen Felsen klebe ich später dazwischen, da wo es passt. Es kommen ja auch noch hohes Gras und viele Büsche und einige Bäume hinzu.
Den Boden habe ich braun grundiert, mit Dispersionsfarben aus dem Baumarkt. Der Boden soll einfach nur dunkel sein, damit nichts weißes mehr durchscheint, wenn ich die Erde aufbringe. Das musste jetzt erstmal mehrere Tage gut durchtrocknen.







Dann wurden noch Wagenspuren eingearbeitet.








Wolfgang Meyer

Nachdem ich noch Fahrspuren der Fuhrwerke in die Dioramen Oberfläche eingearbeitet hatte, wurde die Erdoberfläche des Dioramas mit richtiger Erde gestaltet.

Ich habe etwas graue und etwas braune Erde genommen um verschiedene Nuancen der Erdoberfläche zu bekommen. Die Erde wurde 20 Minuten bei 200 Grad im Backofen gebacken um Schädlinge und Sporen abzutöten.

Die Erde wurde dann fein zerrieben und durch verschiedene Siebe getrennt. So bekam ich ganz feine, mittlere und grob gesiebte Erde.

Die Dioramen Oberfläche habe ich dann mit einem Gemisch aus Buchbinderleim und Wasser gestrichen. Buchbinderleim deswegen, weil er eine geringere Oberflächenspannung im Gegensatz zum Weiß Leim hat. Der Leim trennt sich nicht so schnell vom eingerührten Wasser. Meine Fläche bleibt daher länger feucht.

Mit einem Sieb wurde dann die Erde auf das Leim-Wasser-Gemisch aufgebracht.

Die Erde musste nun 24 Stunden trocknen, dann konnte ich die überflüssige Erde wieder mit einem weichen Pinsel vom Diorama entfernen.

















Flugwuzzi

Tolle Sache Wolfgang ... sehr interessant einem Profi bei der Dioramagestaltung über die Schulter zu blicken.
Danke für die Schritt-für-Schritt Bilder und Beschreibung  :P

lg
Walter
DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGES IST ANZUFANGEN. (Mark Twain)

Wolfgang Meyer

Hallo Walter, danke!

Das ist zu viel der Ehren. Ein Profi bin ich ganz bestimmt nicht, wenn ich sehe, wer hier alles so fantastische Kunstwerke baut. Das könnte ich nie.  Ich habe mich eben nur auf diese Art des Modellbaus in diesem Maßstab spezialisiert. Weil ich mich sehr für Geschichte interessiere, gerne da auch recherchiere und gerne Szenen mit Figuren darstelle.

Ich freue mich auch immer wenn ich in Modellbauforen Tipps für mein Hobby mitnehmen kann.

Liebe Grüße,

Wolfgang

Wolfgang Meyer

Ich konnte dann die überschüssige Erde mit einem weichen Pinsel von der Dioramenoberfläche entfernen, die Erde, welche nicht kleben geblieben ist. Wahrscheinlich werde ich später noch partiell etwas Erde auf bestimmte Regionen aufbringen. Das kann ich aber am besten beurteilen, wenn alle Krals, Mauern und Barrikaden fertig auf dem Diorama gebaut sind.

Bei Rorke`s Drift gab es 2 Rinder-Krals, einen exakt gebauten mit kleineren Steinen, ca. 90-120 cm hoch. Dieser gehörte auch zum verteidigten Bereich der Station, in direkter Nähe zum Storehouse.

Dann gab es nördlich noch einen weiteren Kral, etwas größer, aber sehr grob und einfach gebaut. Hier wurden einfach größere und kleinere Steine übereinander gehäuft, nur ca. 60 bis 90 cm hoch. Es genügte, ein Hindernis zu bauen, um das Vieh in diesem Kral zusammen zu halten.
Hier konnte ich schon mal die etwas größeren Steine auf die Dioramenfläche kleben. Später wird dieser Wall (Kral) noch mit kleineren Steinen vervollständigt.

Hier ein paar Bilder mit Figuren, da erkennt man die Größenverhältnisse.


















vonMackensen1914

Eine menge Zurzeit im Bau.

coporado

Moin Wolfgang,

eine, im wahrsten Sinne des Wortes, großartige Arbeit  :klatsch: :klatsch: :klatsch: Wie von den Vorschreibern schon angemerkt, kann man sich an den Details gar nicht satt sehen, absolut beeindruckend!

Auch vielen Dank für den ausführlich bebilderten Baubericht! :P

Eine Frage zum Aufbringen der Erde: Wie gehst du bei den Übergängen/ Rändern von Gebäuden oder Steinen vor? Hast du da ein kleines Werkzeug, anstelle des Siebes, mit dem du die Erde an die richtige Stelle bringst?
Gruß
Sascha  :winken:

Visit Modellschmiede @ https://www.facebook.com/ModellschmiedeHaemelerwald/

...und weißt du keinen Rat, nimm Draht!

Wolfgang Meyer

Hallo Sascha, danke!

Ich bringe einfach etwas Leim an diesen Stellen auf und schütte mit Sieb oder auch mit den Fingern etwas Erde auf den Leim. Mit einem kleinen Pinsel kann ich da unterstützen, wo ich mit Fingern nicht mehr dran komme.
Und nachher, nach dem Trocknen, entferne ich die restliche Erde wieder mit einem weichen Pinsel.

LG Wolfgang

Wolfgang Meyer

Zurzeit bin ich dabei den Cattle-Kraal zu bauen. Es braucht halt immer seine Zeit, es sind ja viele hundert Steine. Aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich baue die Mauern aus winzigen Kies-Steinchen. Die klebe ich mit Uhu-Hart. Danach pinsele ich noch mal mit einem Buchbinderleim-Wasser-Gemisch zwischen den Steinchen und schütte etwas meiner Erde drüber.

So sieht dann eine fertige Mauer aus. Alle Mauerteile müssen dann später verbunden, und beim Einbau ins Diorama müssen die Kraal-Ecken noch mal mit weiteren kleinen Steinen ausgebaut werden.
Hier ein paar Bilder exemplarisch mit Figuren.