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AH-56A Cheyenne in 1:72 von Atlantis

Begonnen von Hajo L., 20. Februar 2021, 23:10:45

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Hajo L.

Dieses Modell ist ein echter Klassiker, veröffentlichts erstmal 1968 von Aurora, und seitdem immer mal wieder aufgelegt und in den Handel gebracht - jetzt von der Firma Atlantis.



Das Original hatte seinen Erstflug im September 1967, und der Bausatz ist mit nur wenig Verzögerung entstanden:



Natürlich ist das Modell damit sowohl vom Formenbau nicht mehr wirklich auf der Höhe der Zeit, als auch von der "originaltreue". Was ohnehin schwierig ist, denn die AH-56A Cheyenne ist aus verschiedenen Gründen leider nicht aus dem Status eines Prototypen herausgekommen.

Ich werde mich hier bemühen, wieder ein wenig "what if" zu machen und eine Einsatzmaschine zu bauen, wie sie Anfang der 80er in Europa als Teil der Abschreckungsmaschinerie auf westlicher Seite geflogen sein könnte.

Das Cockpit ist etwas spärlich (kein Wunder bei insgesamt 36 Teilen für den gesamten Bausatz), aber immerhin mit zwei recht ansehnlichen Pilotenfiguren ausgestattet!



Ich habe trotzdem noch ein wenig nachgebessert, so hat der Pilot einen zusätzlichen Bildschirm erhalten sowie eine netwas ansehnlicheren Steuerknüppel.



Der Bordschütze hat eine Visiereinrichtung bekommen. Interessanterweise war das Design des Bordschützenplatzes so angelegt, dass dieser mit der beweglichen Bugkanonen parallel seinen Sitzplatz mitdrehen konnte, also tatsächlich immer "eyes on target" war. Ob das wirklich für das Gleichgewichtsgefühl besser war, kann ich nicht bewerten - muss mal meinen Kumpel fragen, der beim Heer "Tiger" geflogen ist. ;)



Und dann das ganze in Farbe:





Sofern im Rumpf noch Platz ist, werde ich auch noch Sitzpanzerungen einbauen - aber dafür muss ich das Cockpit erst einmal einpassen.




HAJO
"My theory is longer, thicker and harder than yours." (Frank Farrelly)

Aufgrund der Photobucket-Problematik sind zahlreiche Bilder von mir nicht sichtbar. Bei signalisiertem Interesse stelle ich die fehlenden Bilder gerne über einen anderen Host wieder online.

Maesi

Ja sauber, sehr coole Aufwertung  :P . Ich bleibe auch hier dabei...

  :winken:
Matthias

xingu

da bleibe ich auch dabei...das ist einer meiner Traumbausätze, habe ihn bis jetzt aber nie bekommen...bin auf den Bau gespannt...
alles, was man selbst schnitzen kann, muss man nicht (teuer) kaufen.....

Franz

Ein Heli ... ich bleib dran  :winken:

LG Franz
Cogito ergo sum

Hajo L.

Danke für euer Intesse!

Die beiden Rumpfhälften sind jetzt zusammen und die Piloten und "Zusatzteile" passen gut - ich mache später noch einmal ein Bild mit der Cockpithaube, die der Cheyenne auch ihren typischen Look verleiht.



Auf dem folgenden Bild sind die mit einem "Nutter" gezogenen Nietenreihen zu erkennen.



Außerdem habe ich den kleinen, drehbaren Sensor unter dem Rumpf etwas aufgemotzt. Im Originalbauteil "offen", habe ich ein wenig Innenleben eingebaut und dann noch ein Stück klare Scheibe vorgesetzt.


HAJO
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Hajo L.

Die "Stummelflügel" (die gar nicht so stummelig sind) und das Heckleitwerk sind dran:





Auch das Hauptfahrwerk ist bereits montiert, ich werde es erstmal auch noch beweglich lassen - so sieht es aus, wenn es eingefahren ist:



Ich hoffe, die Beweglichkeit bleibt problemlos erhalten, denn dann könnte man sehr schön die elegante Form des Hubschraubers demonstrieren. Mit ausgefahrenem Fahrwerk sieht er mehr so... naja aus. Zeige ich euch morgen! ;)


HAJO
"My theory is longer, thicker and harder than yours." (Frank Farrelly)

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Hajo L.

Ich hatte es ja versprochen: Heute gibt es Bilder mit ausgefahrenem Fahrwerk.

Also:



Irgendwie "Adler bei Liegestütz" - so richtig elegant will es mir nicht erscheinen.



Gerade bin ich dabei, die zweite Kanonenlafette zu bauen. Da habe ich nicht so richtig was passendes gefunden, was spontan gleich in die richtige Form gefallen ist. Aber ich arbeite dran!


HAJO
"My theory is longer, thicker and harder than yours." (Frank Farrelly)

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Hajo L.

Nicht schön, aber einigermaßen passend:



Der abgerundete hintere Teil ist ein Stück eines F-16 Zusatztanks, der zentrale Kanonenteil ist die Verschlusskappe von einem kleinen Behälter mit Skalpellklingen, und das Vorderteil ist die Vorderkante des hinteren Rotorturms eines Chinook.





Die gelben Flächen sind entstanden, weil ich mit Tape noch einige Kratzer auf der Kappe überdeckt habe.




HAJO
"My theory is longer, thicker and harder than yours." (Frank Farrelly)

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Hajo L.

Bevor es an die Lackierung geht, habe ich noch mal ein Beweisbild gemacht:



Die Kanzelhaube ist drauf, außerdem habe ich am Heckausleger noch je einen Täuschkörperwerfer montiert sowie zwei Antennen unter dem Rumpf und eine hinter der Haube.



Mir ist dann der Gedanke gekommen - wie kommen die Piloten eigentlich in das Fluggerät?? Ich habe auch auf meinem Bildmaterial nichts gescheites gefunden. Also ein wenig "freestyle" und aus den Ätzteilresten von einem Eduard-Satz noch versenkbare Trittstufen unter der Haube montiert.


HAJO
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Hajo L.

Die Grundierung erfolgte mit Khakibraun 86 von Revell. Der Farbton ist im Auftrag nicht ganz einfach und oft zickig, was die Deckkraft betrifft. Und unter Kunstlicht nimmt er alle möglichen Farbtöne an, wenn man ihn fotografieren will.  :3:



Vielleicht ist er gerade deshalb besonders gut für Tarnschemen geeignet...?



Ein etwas aufgehelltes Bronzegrün 65 von Revell kam dann als erster Konstrastton mit rauf. "Sieht russisch aus", meinte Nutzer "Ice" aus Kiel. Joa, hat er nicht ganz unrecht.



Aber spätestens jetzt ist von einer möglichen "russischen Orientierung" gar nichts mehr zu sehen, finde ich:



Verwendet habe ich ein leicht mit Gelb abgetöntes Mattweiß.



Es geht aber noch ein wenig weiter... ;)


HAJO
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Hajo L.

Und zu guter letzt noch schwarze "Krähenfüße", um das MERDC-Winterschema zu komplettieren:



Ich bin recht zufrieden, vielleicht wären etwas weniger starke Anteile an "schmutzig-weiß" auch gut oder sogar besser gewesen, aber der ganze Hubschrauber ist ja ein "What if".



Jetzt geht es an die Decals, danach folgen noch die Außenlasten, Räder, Rotor und Bordkanonen.


HAJO
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maxim

Mit dem MERDC-Schema sieht die wirklich spannend aus!  :P
Im Bau: ägyptische Korvette El Fateh (1/700, Minerva Model Craft)


Motschke

Wirklich sehr cool in diesen Farben!  :klatsch: Überhaupt klasse, den Cheyenne mal gebaut zu sehen. Irres Biest! Schade, dass das Projekt nicht weiter verfolgt wurde. Wenn man sich ansieht, wie im Moment der Designtrend zu Compoundhubschraubern geht, war man da wohl auf dem richtigen (Kriegs-)Pfad. Speed is life!

Als deiner noch in grün und braun war, erinnerte mich die Lackierung spontan sehr an die japanischen Heeresflieger.

Ob dieser drehbare Sitz für den Bordschützen eine gute Idee gewesen wäre? Muss für das Gehirn sehr merkwürdig gewesen sein, durch ein Periskop ein so ganz anderes Bild zu kriegen als das Trägheitsgefühl des Körpers es vermuten lässt.  trinken

Was den Zugang zum Cockpit angeht, diese rechteckigen länglichen Panels unter den Cockpitscheiben klappen als Trittflächen nach unten. Aber selbst die sind auf Augenhöhe eines stehenden Menschen.  8o Muss mal durch das WarbirdTech-Buch zum Cheyenne gucken. Da ist zumindest das Bild mit den klappbaren Trittflächen drin.
Moritz

"Das Wichtigste im Leben ist, man selbst zu sein. Es sei denn, man kann Batman sein. Sei immer Batman!"

Hajo L.

Ja, den Tipp mit der abklappbaren Trittfläche habe ich im ARC auch bekommen. Naja, manchmal gibt es ja Unterschiede zwischen Serien- und Prototypen-Maschinen... ;)

Angeblich soll der Bausatz von Atlantis nicht wieder aufgelegt werden, also die aktuelle Version dann die "letzte" sein...? Keine Ahnung, ob nicht noch ein anderer Hersteller dann wieder zum Zug kommt. Ich könnte mir jdenfalls durchaus vorstellen, doch noch mal den Prototypen in Olivgrün mit den bunten Markierungen zu bauen.


HAJO
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Hajo L.

#14
Der Cheyenne ist fertig und auf dem Kriegspfad!



Ich habe ihm natürlich zahlreiches Kriegsmaterial spendiert. Entgegen dem Prototypen habe ich keinen drei-rohrigen, sondern den klassischen Vierfach-Starter für TOW-Panzerabwehrraketen montiert - wollte nicht selber scratchen sondern habe einfach aus der Restekiste genommen. Dazu kam noch je ein Raketenwerfer an die Außenstationen, da wären theoretisch auch drei Behälter pro Station möglich gewesen!





Die Decals sind - bis auf das Wappen der 1st Air Cavalry - alle aus dem Bausatz und ließen sich ganz gut verarbeiten!



Das typische schlanke Frontprofil eines Kampfhubschraubers, aber mit sehr viel größerer Flügelspannweite als bei den klassischen Kampfhubschraubern.







Das Leitwerk mit dem Drehmomentsausgleichsrotor und dem "Pushrotor", der den Hubschrauber auf hohe Fluggeschwindigkeiten beschleunigt. Mit dem Propeller kann der Hubschrauber auch flott abbremsen - Beschleunigung und Bremsung jeweils ohne die für einen herkömlichen Hubschrauber typische Nickbewegung nach vorn oder hinten. Für die taktische Bewegung und den Waffeneinsatz nicht unwesentliche Faktoren!



Die Kanzel ist recht groß und sollte gute Sicht ermöglicht haben.



Die Minigun ist nicht aus dem Bausatz, sondern die Standard-Minigun, bekannt aus diversen Italeri-Bausätzen.



Die Bordkanone unter dem Rumpf ist eine 30mm-Kanone von einem Apache - das erschien mir stilgerecht für den Cheyenne.



Und zu guter letzt noch zwei Größenvergleiche. Einmal mit einer AH-1G Cobra:





Und einer Super Hornet:



Man sieht also, das der Cheyenne ein ziemlich großer Krieger ist!


HAJO
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