Hat jemand das nötige "Kleingeld"?

Begonnen von Modeler´s Apprentice, 13. August 2023, 15:36:17

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Modeler´s Apprentice

Ich vermute mal nicht, sonst würden wir unsere Modelle nicht selber bauen:

https://blog.trekcore.com/2023/07/factory-entertainment-fe-masterworks-star-trek-starship-models-reveal/


Ca. 15,000 Dollar pro Stück. Eine Enterprise G soll wohl auch kommen, war zumindest auf der San Diego CC ausgestellt. (Ein ziemlich häßliches Schiff allerdings.)

TWN

Ex nihilo aliquid fit

Falls von Interesse, riskiere einen Blick oder folge mir: Meine Sammlung & Arbeit

freddy55

und wenn ihr euch das teil zulegt-
vergesst nicht Porto und Verpackung :3:  :3:  :3:  :3:

fred

TWN

Ex nihilo aliquid fit

Falls von Interesse, riskiere einen Blick oder folge mir: Meine Sammlung & Arbeit

alf-1234

Wie gross, lang und breit ist das Teil? 8o

Bei der Summe muss auch schon etwas geboten werden.
Das werden bestimmt nicht viele kaufen.

xingu

#5
da steht was von 3 feet Länge...ca. 1 m

und der Preis ist ab 15000,- $
alles, was man selbst schnitzen kann, muss man nicht kaufen.....

Koffeinfliege

Nicht mal Klarlack über den Decals, Shuttle auf 1/350 Niveau, Figuren teils nicht entgratet und bemalt, Gravuren und Übergänge unsauber, Staub im Lack...
Sorry, bei dem Preis darf Nietenzählerei sein. :D

Aber schönes Bling Bling. :3:

Maxiplus

Solche Endpreise ergeben sich halt realistisch, wenn man die Arbeitsstunden zusammenrechnet und das nicht irgendwo billig in Bangladesch zusammendengeln lässt. Das ist meiner Meinung nach nicht überteuert.

Modeler´s Apprentice

Zitat von: Maxiplus in 14. August 2023, 15:07:30Solche Endpreise ergeben sich halt realistisch, wenn man die Arbeitsstunden zusammenrechnet und das nicht irgendwo billig in Bangladesch zusammendengeln lässt. Das ist meiner Meinung nach nicht überteuert.

Doch ist es, weil vor ein paar Jahren andere Firmen ähnliche Schiffe für unter 10,000 Dollar hervorgebracht haben. So schlimm ist die Inflation nun auch nicht, um 15,000 rechtfertigen zu können. Darüberhinaus vermute ich, daß die Enterprise A der Polar Lights-Bausatz sein könnte. Und dann haben die nur die normalen Blinklichter, nicht einmal Phaser- und Torpedoeffekte, wie es aussieht.

jackrabbit

Moin,

Zitat von: Modeler´s Apprentice in 14. August 2023, 15:36:26Doch ist es, weil vor ein paar Jahren andere Firmen ähnliche Schiffe für unter 10,000 Dollar hervorgebracht haben. So schlimm ist die Inflation nun auch nicht, um 15,000 rechtfertigen zu können.

je nach Gewerbe und Handwerk sind +50% die tatsächliche Kostensteigerung seit 2017.
Das diese nicht gerechtfertigt ist, mag sein.

Grüße

TWN

Was ist die Intention für diesen thread  ?(

Du findest dieses Angebot schlecht und willst uns warnen dafür $$$ auszugeben?

Danke schon mal im Voraus, ich möchte es nur verstehen  :)
Ex nihilo aliquid fit

Falls von Interesse, riskiere einen Blick oder folge mir: Meine Sammlung & Arbeit

Modeler´s Apprentice

Zitat von: TWN in 14. August 2023, 17:33:53Was ist die Intention für diesen thread  ?(

Du findest dieses Angebot schlecht und willst uns warnen dafür $$$ auszugeben?

Danke schon mal im Voraus, ich möchte es nur verstehen  :)

Also bei allem Respekt, das ist doch wohl klar. Ich bin über diese teuren, aber hübschen Schiffchen gestolpert und wollte sie den Sci-Fi Fans nicht vorenthalten. Zum Anschauen sind sie ja recht niedlich. Ob das jemand kauft, ist mir persönlich völlig egal. Es wäre m. E. auch nicht seltsamer, als der Typ, der bei ebay für den Indy V-Soundtrack 5000,00 Dollar bezahlt hat. Aber bitte, lasse ich es in Zukunft sein und werde da nichts mehr posten.

alf-1234

Damit ich das richtig verstehe.

Man bekommt für diese Summe ein sauber zusammen gebautes, lackiertes Schiff mit eingebauter Elektronik.

Bei 15000 sind das 300 Std a 50.

Zeit ist Geld.
Der Zeitaufwand um dieses Modell sauber zu bauen, wird wohl das teuerste sein. So gesehen, ist das dann nicht mehr soviel.

Die Frage ist nur, wie sauber gebaut und lackiert ist das Modell, welches man dann bekommt??

Ich bin dankbar für solche Infos, aber selber haben möchte ich das nicht. Ich bin mehr der Modellbauer der selber solche Schiffe baut.

jackrabbit

Hallo,

Zitat von: alf-1234 in 14. August 2023, 18:13:47Man bekommt für diese Summe ein sauber zusammen gebautes, lackiertes Schiff mit eingebauter Elektronik.
Bei 15000 sind das 300 Std a 50.

Hauptberuflich in selbstständiger Tätigkeit wird man wohl eher 100 US$ ansetzen müssen.
Aber dann arbeitet man auch professioneller = schneller.  ;)

alf-1234

Das war nur ein Beispiel.

Ich kann auch 100 Dollar rechnen. Dann wären das 150 Std. und das entspricht ca. 3,5 Wochen für ein Modell bei einer 40 Std. Woche.

Modeler´s Apprentice

So kann man wohl aber nicht rechnen. Ein mir bekannter Profi-Modellbauer hat letztes Jahr die von ihm gebaute 1:650 Enterprise E (ca. 1 m lang) für knapp 7000,00 Euro verkauft. Und die konnte noch wesentlich mehr, als die 15000,00 Dollar Schiffe. Generell sind die Preise solcher von Profis gebauten Modelle bisher immer zwischen ca. 3000,00 und 9900,00 Euro gewesen. Fünfstellig war da so gut wie nichts.

alf-1234

Und wie muss man das dann rechnen, damit man auf 15000 Dollar kommt?
Oder rechnen die mit 100% Gewinnspanne???
7500 Dollar Kosten und Arbeit und dann 7500 Dollar nochmal oben drauf oder wie??

Interessiert mich einfach nur, daher meine Frage.

jackrabbit

#17
Hallo,

es ist im verlinkten Bericht im Prinzip erläutert:
Zum einem wird das Modell beschrieben (3 foot = ca. 1 Meter lang, Materialmix i.W. Resin, mit Beleuchtung und etwas Aufwand). Zum anderen ist der Hersteller schon bekannt und hat seine Modelle zuerst 2011 für 5.000 USD, die anderen Typen dann später (2018) für 9 - 10.000 USD angeboten. Da sind jetzt 15.000 USD plausibel und wahrscheinlich marktüblich oder es gibt nur diese Modelle, womit der Hersteller dann den Preis vorgeben kann (Alleinstellungsmerkmal).

EDIT: auch müssen die Entwicklungskosten, der Formenbau und letztendlich die Herstellung der Teile mit in die Modelle eingerechnet werden.
Es werden hier ja keine vorhandenen Bausatzmodelle zusammengebaut (wenn ich es richtig verstehe).


Grüsse

pucki

Ich sag mal so.  Nix was ein guter Industrie-3D-Drucker nicht hinbekommt. Wobei man die Riefen + Co. vermutlich eher mit einen Laser erstellt.

Das mit der Elektronik ist wirklich keine Kunst. An der/den richtigen Stellen ein kleines Loch rein und ne LED dahinter kleben. Und der mit Abstand preiswerteste Faktor des Teils.

Das Problem + die hohen Kosten liegen vermutlich im Prototyp. Der muss ja erst mal designt werden. Und wer schon mal mit 3d-Software gearbeitet hat, weiß was das für ein Aufwand ist. Besonders wenn man das mit der "Studio-Qualität" ernst meint.

Und auch Industriedrucker brauchen ihre Zeit und produzieren ne Menge Ausschuss.

Dann darf man auch nicht vergessen, das die Auflage nicht gerade sehr hoch ist. Ist wie bei neuen CPU's. Die ersten 100.000 sind schweineteuer. Danach sinkt der Preis. ;)

Ich persönlich würde mir das nie kaufen, egal wie gut es ist. Ich finde das Basteln und Designen viel besser, als für teures Geld ein Staubfänger zu kaufen. Aber so ticke ich halt.  :1:

Gruß

   Pucki
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

aSingleSpore21

#19
Also mal abgesehen von der ganzen Preis-Diskussion hier ist es wohl klar dass sich diese Produkte wohl an Premiumkunden richten, die wohl kaum über ein paar Tausend Dollar bzw. den tatsächlichen Wert nachdenken werden.
Und immer gilt : man bezahlt für die Prestige zu einem kleinen Kreis zu gehören.

Pro Jahr wird nur eine bestimmte Anzahl gebaut werden können oder es werden evtl. von vornherein die Stückzahlen beschränkt. Da kann von jeglicher Art rationaler Preisgestaltung sowieso keine Rede sein, besonders wenn es sich später um Sammlerobjekte handelt die evtl. sogar irgendwelche Promis in ihr Wohnzimmer stellen, soll ja vorkommen.
Wie ja alle wissen steht die originale Film-Enterprise jetzt bei Elon Musk in der Vorhalle. Und alle anderen Originale sind auch an Privatleute gegangen.
So werden mit diesen Modellen jetzt andere wohlhabende Fans bedient um zumindest was Ähnliches zu haben. Da aber wie gesagt die Originale zum Maßnehmen nicht mehr zur Verfügung stehen wäre ich bei der Detailtreue am Endprodukt doch vorsichtig.
Die große Abo-Enterprise-D von Eaglemoss (nach der Pleite jetzt wohl von einem anderen Herausgeber übernommen) hat ja auch ziemlich auffällige Abweichungen.

Außerdem gilt in Amerika ja immer: Preis nach oben offen. Die Preise STARTEN bei 15000 USD...
 " As for pricing? A representative from Factory Entertainment revealed through social media that the cost of each approximately-three-foot-long model is expected to start at a $15,000 USD price point — ..."
Ich nehme einfach an dass diese Vorführ-Prototypen aus den Clips eher schnell für den ersten Eindruck zusammengeschustert wurden um die Dimensionen auf der Messe zu zeigen. Vielleicht wird es versch. Ausfertigungsstufen oder Premiumversionen geben und die tatsächliche Qualität im Endprodukt für den Kunden besser ausfallen.
Mal abseits der Sinnhaftigkeit soetwas zu kaufen ist es erfreulich dass bei den Amis das alte Star Trek immer noch nicht tot ist und noch genug Begeisterung erzeugt sowas umzusetzen.
Die gehen da mit einer ganz anderen Mentalität ran. Die Modell- und Requisitenbauer aus Film und TV sind dort eine eigene Promiliga die auch auf solchen Messen mal auftauchen und sich mit den Fans austauschen. Dort gibt es eben einen Kreativen-Kult, hier kennt die kein Mensch. Dazu sind die Amis eben einfach immer geil auf die Studio Scale Repliken um es eben genauso groß wie die damaligen Originale zu haben.

Selbst wenn ich genug Geld und Platz hätte für so ein Teil würde ich es nicht haben wollen. Ich hab mich dann doch langsam an den alten Designs sattgesehen und die Schiffe haben einfach schon im Ursprung einen eher reduzierten Detailgehalt, so dass ich da keinen 1m-Klopper haben müsste wenn alles auch auf der Hälfte darstellbar wäre. Aber überarbeitete neuere Modelle in der Größenordnung wird es von den klassischen Schiffen wohl eher nicht mehr geben.

Vielleicht zeigen die ja mal ein ganz Making of... könnte lehrreich sein.

Modeler´s Apprentice

Zitat von: aSingleSpore21 in 04. September 2023, 12:55:24Die gehen da mit einer ganz anderen Mentalität ran. Die Modell- und Requisitenbauer aus Film und TV sind dort eine eigene Promiliga die auch auf solchen Messen mal auftauchen und sich mit den Fans austauschen. Dort gibt es eben einen Kreativen-Kult, hier kennt die kein Mensch. Dazu sind die Amis eben einfach immer geil auf die Studio Scale Repliken um es eben genauso groß wie die damaligen Originale zu haben.
Also, wenn da irgendwo stand, die Modelle wären im Studiomaßstab, dann ist das schlichtweg gelogen. Die FE-Modelle sind alle nur ca. 1,00 m lang und kaum eines der großen Hauptschiffe war nur so klein. Die große D war 1,80 m und viele denken, daß ihr 1:650 Resin Modell der Enterprise E im Studiomaßstab ist. Dabei ist die E über 3,00 m lang gewesen.
Abgesehen davon, weiß zumindest ich, welche Hauptdesigner und Modellbauer an welchem Modell herumgebastelt haben.  :3:

drago-museweni

Enterprise D in 90cm wär schon ein träumchen aber dann gerne als Bausatz von PolarLights, aber 15k da bin ich die falsche Zielgruppe im Leben nicht.

pucki

Zitat von: alf-1234 in 14. August 2023, 19:27:40Und wie muss man das dann rechnen, damit man auf 15000 Dollar kommt?
Oder rechnen die mit 100% Gewinnspanne???

Gar nicht.  :pffft:

Richtige Kalkulationen gehen SO.

  Wareneinsatz = (Material)
+ Zeitaufwand = (Was man denkt was man an Stundenlohn haben will ) x Stunden
+ Mindestgewinn
========================
Summe die man min. Braucht

+ Rabatt den man geben will (50 % - 100 % der obigen Summe)
+ Steuern

========================
Endsumme  (VB = zur Verhandlung).

Wenn man nun ein Doofen findet, der Endsumme (hier 15.000 $) zahlt, geht man man sehr gut Essen damit man den Ärger runter spülen kann, nicht mehr verlangt zu haben.

I.d.R. und in der Allgemeinen Praxis , lässt man sich runter handeln. Das macht allein schon aus Psychologischen Gründen ein guten Eindruck. Im Supermarkt nennt man das "Werbeaktion" im Matratzen-Handel ist das gang+gebe.

Zum Problem wird es, wenn der vorher kalkulierte Rabatt überschritten ist. Kommt selten vor, aber hin + wieder. Dann kann man aber sicher sein, das die Produkte sehr schnell vom Markt verschwinden und sehr oft die Firmen gleich mit. Kommt in selten Fällen auch bei bekannten Produkten der Unterhaltungselektronik vor (Bildplattenspieler z.b.)


Fazit : Es ist also sinnfrei, über den Preis zu diskutieren.

Ich persönlich mache eine "Marktanalyse für Arme" wenn ich etwas verkaufen will. Einfacher Gesagt, ich schaue was ein vergleichbares Produkt bei Ebay kostet. Dabei interessieren mich 2 Werte. Was man haben will UND was wirklich geboten wurde. ;)

Bei den hier genannten Produkt handelt es sich aber um Kunst. Und da spinnen die Preise. Der Wert der Mona-Lisa dürfte keine 10 Euro betragen (Altes Holz, und Material wann man vom Kellerboden zum Sperrmüll trägt). Der Versicherungswert würde mir als Sparsamen Menschen aber locker bis zum Lebensende reichen, inkl. der Kosten für ein voll Klimatisieren Häuschen was ich gerade dringend brauche ;) ).

Gruß

  Pucki






Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

Koffeinfliege

Die Enterprise ist was für arme Schlucker. Wer richtig was hat, nimmt einen X-Wing in 1:24 für 400.000$ - Startgebot. :D

https://www.golem.de/news/filmgeschichte-originaler-x-wing-aus-star-wars-wird-versteigert-2309-177530.html


pucki

Das ist ja auch ein Film Original. !!

Die roten Schuhe von Judy Garland liegen bei 3.5 Mio Dollar. Da muss sich das Teilchen aber noch strecken. ;)


Gruß

  Pucki
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

aSingleSpore21

Einige Studiomodelle hatten tatsächlich rund 1m Länge. Deswegen werden die wohl auch vorrangig diese dann umsetzen. Auch von der Enterprise-D gab es am Ende ja drei Hauptversionen, die zweitgrößere hatte rund 1,20m, später gab's noch die 60cm Version. Die Stargazer hatte auch 1,20m.
Vielleicht werden die dafür die Größen leicht anpassen, preislich geht's dann aber bestimmt auch nach oben.
Dann haben die ja noch die einzelne große Untertassensektion gebaut für den Absturz in Star Trek VII. Die hatte sogar irgendwas über 3,5 Meter Durchmesser. Da hat jetzt irgendjemand eine sehr üppige Heimkino-Deko.
Die alten Pötte der Kirk-Ära waren wirklich noch groß, später wurden die Modelle dann kleiner. Die Voyager hatte auch noch rund 1,50m.

Soweit ich mitbekomen hab gab's rund 1m-Studio-Modelle der TOS Enterprise, Enterprise-C, Klingon Bird of Prey, Vor'Cha- und Negh'Var-Klasse und Nachbauten der Excelsior-Varianten, jedenfalls bei den bekannteren. Da wird's bestimmt noch einige andere gegeben haben, z.B. Prototyp-Modell der Voyager was aber dann redesignt wurde.
Einige wie die Nebula-Klasse-Varianten oder der romulanische Warbird waren sogar etwas kürzer, könnten also in die Produktlinie passen für die Studio Scale.
 
Es wurden ja  sogar die Kits/ Kit Bashes von AMT und Revell für Distanzaufnahmen benutzt, wie bei der Cheyenne, Yeager oder Centaur-Klasse. Die werden die dann wohl eher nicht in 1:1 Modelle umsetzen...

Duckdalb

Ich finde es eher traurig, dass solche Film-Originale in irgendwelchen Villen verschwinden, weil deren Besitzer das Geld für sie hat, anstatt dass sie in einem Museum öffentlich gezeigt werden. Das betrifft auch Kunst und Antiquitäten. Klar, es gibt auch Mäzene, die daraus Dauerleihgaben machen.
Ich habe die Doku gesehen, in der die Original Enterprise hochgepäppelt wurde (sie war arg ramponiert...) und die beteiligten Modellbauer bzw. Restauratoren hätten ein Recht darauf, sie ab und zu mal zu sehen...

Hans

Zitatin der die Original Enterprise hochgepäppelt wurde
Die steht ja in einem Museum....
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

Duckdalb

Zitat von: aSingleSpore21 in 04. September 2023, 12:55:24Wie ja alle wissen steht die originale Film-Enterprise jetzt bei Elon Musk in der Vorhalle. Und alle anderen Originale sind auch an Privatleute gegangen.

Ich hatte mich darauf bezogen.
Aber wenn Elon Musk jetzt als Museum gilt - mir soll's recht sein...  ;(  X(  :winken:

pucki

Naja, nur für den Fall das es einige nicht Wissen.

Ein Museum muss viele seiner Exponate auch kaufen. Und anscheinend war keiner der Mitarbeiter bereit dafür die Kohle hinzulegen.

Es gibt zwar einige "Film-Museum" aber die werden oft von Fans betrieben, leiden an permanenter Geldnot und überleben nur Zeitweise durch Spenden.

Da finde ich die Vorhalle von Elon Musk durchaus als eine Alternative, bevor sie auf den Schrott ladet". Die Film-Leute sind nämlich froh wenn die ganzen Sachen nach Beendigung des Drehs so schnell wie möglich weg kommen. Platz kostet GELD.

Und um eine Requisite zu erwerben braucht man 3 Dinge.
1. Man muss wissen das sie zum Verkauf steht.
2. Man muss ein Fan sein, oder auf einen Hohen Verkaufs-/Marktwert hoffen. Siehe z.b. die "roten Schuhe".
3. Man muss die Kohle haben

Und das ist mit Einzelstücken absolut nicht so einfach.


Gruß

  Pucki

Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

Hans

ZitatAber wenn Elon Musk jetzt als Museum gilt
Ich spreche vom Smithonian. Es gibt aber halt nicht nur eins.

http://hollywoodlostandfound.net/props/enterpriseTV.html
Ceterum censeo: Die Lackierung ist wichtiger

aSingleSpore21

Ja, die TOS-Enterprise ist im Smithsonian Museum. Elon Musk hat die Enterprise aus den Filmen in der Vorhalle.

Es dreht sich leider immer ums Geld.
Leider wurden die Modelle dieser Schiffe oft behandelt wie Vieles im Filmbusiness, wenn der letzte Drehtag einer Serie oder Film vorbei ist muss das Zeug weg, egal wie. Kleinigkeiten die gut verstaut werden können werden oft irgendwo gelagert, Kulissen werden praktisch sofort verschrottet. Star Trek gilt da zwar als Kulturgut aber wenn es ums Geld geht sind die Studios gnadenlos. Aus finanziellen Gründen haben die auch kein Interesse Fahrzeuge oder Modelle aufzubewahren/zu pflegen und es muss sich praktisch immer sofort jemand finden der das Zeug abkauft und sich kümmert, sonst landet es im Container.
Wenn es für die Dreharbeiten nicht notwendig war wurden die Modelle auch nicht mal repariert. Die Star Trek Schiffe haben da noch eine Sonderstellung weil sie über Jahre verwendet und eben einige gerettet und in Auktionen oder anders verkauft wurden, teilweise wirklich in erbärmlichem Zustand. Ohne den Kultstatus würde keins der Schiffe mehr existieren.

So ähnlich wie bei einigen bekannten Modellen war es ja auch beim DeLorean. Einige von euch haben ja auch bestimmt die "Zurück in die Zukunft"-Doku über den originalen Filmwagen gesehen, der aus Vernachlässigung und Geiz irgendwann nahezu völlig verrottet und zerstört war. Und das war ja dazu noch ein reales, extrem aufwändiges Fahrzeug. Es gab drei Versionen für den ersten Film, eine ging für den Zug-Crash drauf, die Versionen der Fortsetzungen existieren nur noch als private Nachbauten. Erst durch eine groß angelegte Kampagne durch Filmfans wurde der Wagen mit riesigem Aufwand wieder hergerichtet. Die Industrie war schon immer verschwenderisch, auch bei künstlerisch aufwändigen Gegenständen. Und was hauptsächlich Geld kostet muss weg, der typisch amerikanische Kapitalismus. Lizenzrechte und Gewinnbeteiligung bringen eben mehr ein als ein Modell irgendwo auszustellen.
Heute wird sowas nicht mehr realisiert, existiert nur noch im Computer ohne irgendwelche Nachhaltigkeit. Man stelle sich mal vor Raumschiffe würden über Jahre noch gleich aussehen. Kirk's Film-Enterprise wurde für 6 Auftritte verwendet, heute undenkbar. Das sind alles digitale Wegwerfartikel, neuer Film, neue Version.
Nach den 3 neuen Filmen gibts dann schon die dritte komplett neue Version im nächsten. Wundert mich nicht wenn auch die dann kaum zwei Filme übersteht.

Eine seltene Ausnahme ist noch der Millennium Falke bei dem die etwas vorsichtiger sind ihn auf den digitalen Schrott zu schicken, auch wenn er schon etwas umgemoddet wurde.

pucki

Zitat von: aSingleSpore21 in 08. Dezember 2023, 11:53:39Star Trek gilt da zwar als Kulturgut aber wenn es ums Geld geht sind die Studios gnadenlos.

In den Fall irrst du dich etwas.

Ich habe nämlich selbst auf den Original-Capt.-Stuhl der Original Enterprice  gesessen. Den selbst Stuhl wo Capt. Kirk sein Popes platziert hat.

Der Grund ist einfach: Es gab damals eine Ausstellung die durch die Lande getingelt ist. Und ich war in Düsseldorf. Da ich da auf meinen Geburtstag war, durfte ich mal da Platz nehmen.

Was allerdings nach Beendigung dieser "Tingel-Austellung" mit den Sachen passiert ist, KEINE AHNUNG.

Eine Google-Suche hat mich aber auf eine Nachfolge-Ausstellung mit Original-Kulissen im Franken-Center Nürnberg 2016 geführt.

Leider ist so was die "Ruhmreiche Ausnahme."  ;(

Gruß

   Pucki
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

Koffeinfliege

Naja, Star Trek startete als Billigproduktion. Niemand konnte ahnen, dass daraus mal ein solches Franchise entsteht. So ist es bei allen Filmen bzw. Serien und man kann schlicht nicht alles verwahren in der Hoffnung, es könnte Kult werden. Das hat nichts mit Geiz oder Kapitalismus zu tun.

Airwolf verrichtete übrigens nach seiner TV-Karriere Dienst in Deutschland als Rettungshubschrauber. Sicherlich sinnvoller, als so einen Millionenwert irgendwo zu horten, in der Hoffnung, ein Museum könnte ihn irgendwann wollen.

pucki

Zitat von: Koffeinfliege in 08. Dezember 2023, 12:39:34Naja, Star Trek startete als Billigproduktion.

Genau. Und außer Spock hat kein Darsteller die ersten 6 Folgen überlebt.  Einer der sehr wenigen Serien von den ich weiß das sie mitten in der Start-Staffel ein 100 % Neustart gemacht haben.

Gruß

   Pucki
Ich bin PucKi, ein älterer Mann und überzeugter Single, der immer noch versucht ein perfektes Modell zu bauen.

aSingleSpore21

Ich habe nicht behauptet dass von TOS nichts mehr existiert und war auch nicht gemeint das ansonsten im Umkehrschluss alles entweder systematisch zerstört oder alles aufbewahrt wird. Obs hinterher einen großen großen Kult gibt oder nicht ist ja erstmal egal.  Studios wollen ansonsten keine Kosten für Erhaltung ausgeben. Natürlich kann auch keine gesamte Filmausstattung eingelagert werden.

Es geht hier um Schiffsmodelle bzw. Glanzstücke eines Films die oft eben nur für den einen Zweck überhaupt erst sehr aufwändig detailliert entstehen und nach dem Nutzen oft nur noch wenig gepflegt werden, leider. Dann gibt es Repliken von Dingen die oft nicht mehr wirklich nachvollzogen werden können.
Es gibt und gab ja immer mal Ausnahmen. Auch im Falle der TOS-Brücke mussten die Sachen extrem wiederhergestellt werden weil auch da wenig Sorgfalt in der Zwischenzeit den Dingen zuteil wurde.
Natürlich war Star Trek am Anfang billig und allgemein immer unter Kostendruck. TNG war aber schon deutlich aufwändiger produziert weil eben auch einige daran glaubten dass die Sache noch größer sein kann und bisher ja auch die nachwirkenste Serie ist. Man hat sich dort sehr angestrengt etwas neues zu machen. Aber abgesehen von evtl. späterem Ruhm oder Kult der sich erst nicht abzeichnet ist es schon allgemein so dass die Studios oft nicht den Respekt für die Kreationen aufbringen den die verdient hätten. Es werden im Nachhinein nur Ausgaben getätigt wenn man sich davon irgendeinen Nutzen oder Mehrgewinn verspricht, oft auch erst nach Impuls von außen. 

Der Airwolf-Helikopter ist dagegen ein sinnvolles aber etwas anderes Beispiel, klar. Es war ja ein funktionierendes Luftfahrzeug das nach der Serie dann wieder mit vertretbaren Aufwand verwendet wurde. Genau der Aspekt des (materiellen) Verwertens ist damit verdeutlicht. Natürlich sinnvoll sowas. Aber vergleichbar selten. Eine kunstvolle Filmrequisite war der Heli dann eher weniger, sondern ein praktisches, teures Gerät. Ein einsatzbereiter Helikopter steht evtl. im Verhältnis eben etwas anders da als ein (Fantasie-)Auto oder 3m Raumschiffmodell das nett blinkt.
Die Bauer müssen auch oft machtlos akzeptieren dass die Studios machen was sie wollen weil es denen nunmal gehört und die Dinge oft der Verwahrlosung überlassen, selbst wenn schnell klar wird das es viele Fans und Erfolg gibt. Die beste Art und Weise etwas zu bewahren ist eine andere Frage, die sich die Studios aber oft genug nicht stellen und wenig sinnvoll nach Geld entscheiden. Aber entgegen der Filmobjekte gibts davon beliebig viel.
Und irgendwann will dann jemand ein Modell machen von einem Stück Filmkunst das aber leider zu lange unterm Wasserrohr im Keller geschimmelt hat...


Modeler´s Apprentice

"Airwolf" wurde übrigens von Andrew Probert designt. Er hat auch die Kino-Enterprise mitentwickelt, die Enterprise D, Ferengi Marauder, Romulan Warbird, den "Zurück in die Zukunft"-DeLorean und "Street Hawk". Der reale "Airwolf" gehörte dem Studio übrigens nie, sondern wurde nur von "JetCopters" gemietet. Nach der dritten Staffel waren die Attrappen so kaputt, daß sie demontiert wurden und der Helikopter später nach Deutschland verkauft wurde und hier 1992 in einem Sturm bei Ransbeck abgestürzt ist (m. W. drei Tote, Pilot und zwei Ärzte). Wenigstens hatte er vorher noch airwolfheldenmäßig ein schwerverletztes Kind in ein Krankenhaus transportiert. Eine gute Replik steht auf einem Flugfeld in Kalifornien.
Und daß die "Star Trek"-Schiffe nicht mehr zu finden sind, stimmt nur teilweise. Vorausgesetzt, es hat sich in den letzten drei Jahren nichts geändert, sind die DS9-Station, die Enterprise E und die Enterprise D im Science Fiction Museum in Seattle zu finden, als Dauerleihgabe der jeweiligen Besitzer. Die Enterprise B wurde für eine Million Dollar von Hero Prop weiterverkauft, ich weiß nur nicht wohin. (Bis jetzt der teuerste Verkauf eines "Star Trek"-Schiffes, https://www.youtube.com/watch?v=vaqKFEQoKfA&ab_channel=HeroProp). Und auch die Spuren der "Defiant", den Dominion Schiffen und der "Reliant" habe ich leider verloren :(