KF-16C Fighting Falcon "R.O.K. Air Force", Academy 1/72

Begonnen von Travis, 17. März 2024, 10:49:40

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Travis

KF-16C Fighting Falcon "R.O.K. Air Force


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Modell:  KF-16C Fighting Falcon "R.O.K.Air Force"
Hersteller:  Academy
Maßstab:   1/72
Art. Nr. :   12418
Preis ca. :  z.Z. nicht verfügbar (ca. 27,00 € bei Erscheinungsdatum)

Beschreibung:

Die Luftwaffe der Republik von Korea (대한민국 공군 - Han-guk Kong Goon - Republic of Korea Air Force) betreibt 180 F-16 C/D. Südkorea fliegt sowohl F-16 Block 30 und Block 52 und war das fünfte Land mit eigener Produktion von F-16 Flugzeugen.
Von 1981 bis 1988 kaufte Südkorea 40 F-16C/D vom Block 32 unter dem Programm "Peace Bridge I" von den USA.
Unter dem Programm "Peace Brige II" wurde eine Fertigung für weitere 120 F-16C/D Block 52 mit Pratt&Whitney F100-PW-229 Triebwerken in Südkorea aufgebaut. Diese Maschinen werden lokal dort als "KF-16" bezeichnet.


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Der Blick in die Schachtel zeigt vergleichsweise viele Bauteile für ein einsitziges, einstrahliges Flugzeugmodell in dem Maßstab. Es finden sich feine und saubere Gravuren, die durch unzählige Nietenreihen ergänzt werden. Geringfügige Fischhaut habe ich nur an einer Stelle und Sinkstellen gar keine gefunden. 

Größter Nachteil an diesem Modell ist die Formgebung im Bugbereich. Die Kontur des Bugprofils wirkt leider nicht vollkommen stimmig, im Vergleich zum Original läuft der gesamte Konus etwas zu spitz zu. Das fällt am Modell auf, wenn man es weiß, aber tatsächlich ist die Abweichung geringfügig (trotzdem ärgerlich!).

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Klassisch ist der Rumpf in Ober- und Unterseite aufgeteilt. Positiv ist die einteilige Oberseite und die feinen Gravuren.

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Das Cockpit setzt vielleicht keine neuen Maßstäbe, ist aber für den Maßstab ausreichend und gut detailliert.
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Der zweite Hauptspritzling:
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Das heimliche Highlight des Bausatzes ist der Spritzling 'C': Obwohl eigentlich in keinem der mir bekannten Bausatzvarianten benötigt, liegt dem Bausatz nicht nur das normale Seitenruder, sondern auch die "extended vertical fin base", also der Bremsfallschirmbehälter unter dem Seitenruder, bei. Das eröffnet so viele Möglichkeiten, um auch Maschinen für andere Luftwaffen (z.B. Niederlande, Norwegen, Chile, etc.) darzustellen.

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Der Spritzling 'D' hat alle Bauteile, um das Pratt&Whitney F100-PW-229 Triebwerk inkl. des 'kleinen Lufteinlaufs darzustellen:
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Der Spritzling mit den Klarsichtteilen ist leicht goldfarben eingetönt:
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Die Kanzel ist fantastisch dünn gespritzt, hat aber auch eine kleine Naht längs laufen. Die Naht zu entfernen ist keine Schwierigkeit, aber trotzdem hätte ich mir zusätzlich eine klare Kanzel gewünscht, da viele Maschinen nicht mit der getönten Kanzel fliegen oder eine Kombination aus beidem haben.

Der Spritzling 'E' liegt doppelt bei. Schwerpunkt des Spritzlings sind die umfangreichen Zusatzlasten, aber auch Teile des Hauptfahrwerks:
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Der umfangreiche Decalbogen ist von Cartograph und fantastisch gedruckt! Man kann eine Vielzahl an koreanischen Maschinen darstellen, die aber aufgrund fehlender Staffelmarkierungen oder individuellen Kennungen alle nahezu gleich aussehen.
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Dafür kann man fast alle Wartungshinweise oder Nummern auf dem Decalbogen lesen.
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Die Bauanleitung ist typisch Academy und im Großen und Ganzen klar verständlich. An größere Fehler in der Anleitung kann ich mich nicht mehr erinnern.
Decalanleitung und Bemalungsanleitung sind getrennt, das hilft der Übersichtlichkeit.

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Zusatzlasten im Bausatz:
•   2x 370 gal Wing Tanks
•   1x 300 gal Center line Tanks
•   2x AIM-9L/M Sidewinder
•   2x AIM-9X Sidewinder
•   2x AIM-120B AMRAAM
•   2x AGM-88 HARM (die HARM wird wohl nicht in Südkorea mit der F-16 eingesetzt, sondern mit der F-15K)
•   2x GBU-31(V)
•   AN/AAQ-13 Pod Navigationsbehälter LANTIRN (Low Altitude Navigation and Targeting InfraRed for Night)
•   AN/AAQ-14 Pod Zielbehälter
•   AN/ASQ-213 HTS (HARM Targeting System) (rechte Seite vom Lufteinlauf)

Fazit:

Ein schöner Bausatz, mit dem Schönheitsfehler der nicht ganz korrekten Bugkontur. Qualitativ sicherlich nicht auf dem Niveau des Tamiya Bausatzes, aber meiner Meinung dennoch ein gutes Modell und ein Fortschritt gegenüber dem Revell Bausatz. Ich habe sowohl eine F-16 von der "neuen" Revell-Form gebaut als auch die F-16CG/CJ von Academy, die bis auf einen Spritzling und den Decals mit diesem Bausatz identisch ist, und subjektiv gefällt mir der Academy-Bausatz vom Bauen und den Details besser!
Der Bausatz bietet eine gute Basis, um auch aus der Schachtel ein schönes Modell einer F-16 zu bauen, die auch wie eine F-16 aussieht. Meines Erachtens führt der Bausatz zu unrecht ein Schattendasein, zumal der Tamiya-Bausatz nicht so vielfältig einsetzbar ist wie dieser Bausatz.
Leider ist der Bausatz zur Zeit nicht einfach zu beschaffen.

Pro:
+ vorgetöntes Klarsichtteil für die Kanzel
+ Decalbogen von Cartograph
+ Seitenleitwerk mit und ohne Bremsfallschirmbehälter
+ umfangreiche Zusatzlasten

Con:
- falsche Kontur des Bugkonus
- nur vorgetönte Klarsichtteile

Tho :santa:
- Modellbaufreunde Siegen -

I knew it, I knew it! Well, not in the sense of having the slightest idea but I knew there was something I didn't know!

Come to the dark side, Luke...   We have cookies!!!

Spritti Mattlack

Sehr schöne Bausatzvorstellung.  :P  Da weiß man, was man in der Schachtel hat!

Wünsche Dir viel Spaß beim Bau!


Ulf :winken:
A man who is tired of Spitfires is tired of life

matz

Feine Bausatzvorstellung,  :P  den Academykit kannte ich noch gar nicht.
Vor allem die Menge an Außenlasten ist ja enorm.
Bin auf den Baubericht gespannt.

Da bietet sich ja mal ein "Viper-Tripple" (Academy-Tamiya-Revell) an :D

Gruß
matz
Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
(Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916 +2001)

Travis

#3
@ Spritti:
Damit man weiß, was in der Schachtel ist, dafür macht man das ja auch, oder?  ;)

@ matz:
Eigentlich müßte es ja dann ein "Viper-Quadruple" geben: Academy - Tamiya - Revell - Hasegawa)  8)

Hier geht's jetzt zum Baubericht.

Tho :santa:
- Modellbaufreunde Siegen -

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